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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epelepsie bei unserem Yorki



Manne1978
11.11.2007, 22:32
Hallo zusammen,

seit heute ist für Uns eine kleine Welt zusammengebrochen. Unser Hund, ein "Yorki" (4 jahre alt), hat heute insgesamt drei epeleptische Anfälle bekommen. Er lag auf der Seite und hat gezittert, etwas am Mund geschäumt, Wasser gelassen...usw. Dies passierte jeweils in einem ca. 4 Stunden Zyklus (unterschiedlich stark). Natürlich haben wir uns gleich über diverse Forums informiert und sind nach dem zweiten Anfall zu unserem TA gefahren. Dieser hat uns Colostrum (Tropfen via Spritze 1 mal 4ml über den Mund) und B-Vitamin-Tabletten von selectavet verschrieben (1x eine halbe täglich) verschrieben.

Wir vermuten vollgende Ursache:
Wir sind vor kurzem umgezogen. Seit diesem Zeitpunkt lässt er uns keinen Augenblick mehr alleine und verhält sich ab und an etwas merkwürdig. Dazu muss man sagen, das er die ersten Jahre des öfteren mal 3-4 Std. alleine war, ohne Problem.

Da er aber schon immer sehr empfindsam ist, (seit dem Umzug mehr als
sonnst), vermuten wir das er sich zusätzlich unter Streß setzt und so diese Anfälle verursacht. Meine Frau ist jetzt rund um die Uhr bei Ihm. Seit diesem Zeitpunkt nichts mehr.

Der TA meinte, es könnte etwas dauern, bis diese Medikamente anschlagen.
Zu den Medikamenten muss man noch sagen, wir haben uns für die einfachsten, "schwächsten" Medikamente entschieden. Wir hoffen, durch Ursachenforschung und Eingewöhnung etwas zu erreichen.

Erschwerend kommt noch dazu, dass unser 11jähriger Sohn seither den Hund meidet und oft weint.

Hat jemand vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht ?

MicoMaushund
11.11.2007, 23:08
Hallo Manne,

ja, ganz klar kann Stress eleptoforme Anfälle auslösen. Allerdings gehören Yorkies auch zu den Rassen, die prädestiniert für erbliche bedingte Epilepsie zu sein scheinen.

Einiges kannst du auch hier nachlesen:

http://hen.hundezeitung.de/index.php?module=pagemaster&PAGE_user_op=view_page&PAGE_id=3&MMN_position=8:8

http://www.hundezeitung.de/hundewiese/search.php?search_id=154568739 6&start=16

Ich denke, dein Sohn hat einfach Angst, dass er den Hund verlieren könnte und distanziert sich deswegen. Hier hilft nur mit ihm reden, ihm mit zum TA nehmen, bindet ihn einfach ein ins "Hundeprogramm".

Ob ihr nur mit Colostrum und Vit B Erfolge haben werdet, mhmm, mir erscheint das zu wenig an Medikation, und ich würde eine neurologische Untersuchung auf jeden Fall vornehmen lassen.

Viele Grüße
MicoMaushund

Cindimoa
12.11.2007, 11:16
Oh...

wünsche gute Besserung für den kleinen Schatz!:bl:

Eine Bekannte hat einen Malteser mit Epi ! Er ist gut eingestellt und die Anfälle fallen nicht mehr stark aus. Aber geschockt ist sie trotzdem noch jedesmal und berichtet auch darüber.

Lastrami
12.11.2007, 14:16
Hallo Manne,

erstmal ganz tief durchatmen.
Epilepsie ist natürlich nicht schön, aber es ist durchaus behandelbar.
Wobei ich nicht weiß, wozu Ihr dem Hund Colostrum gebt??? Das ist kein Mittel um Epilepsie zu behandeln.

Wenn ich Euch einen Rat geben darf: besorgt Euch ein anständiges- auf dem Markt zugelassenes Antiepileptikum bei Eurem TA. Nur damit könnt Ihr das Auftreten von Anfällen vermeiden bzw deutlich abschwächen.
Jeder weitere Anfäll lässt im Gehirn unmengen an Zellen absterben. Sollte der Hund in einen Status geraten (was ich nicht hoffe) dann hilft nur die sofortige Fahrt zum TA, der das entsprechende Mittel spritzen muß. Sonst kann es tödlich ausgehen.

Sein mir nicht böse, wenn ich so dirket schreibe, aber es ist falsch verstandene Tierliebe, wenn man auf das schwächste Medikament (wobei Coloctrum noch nicht mal ein Medikament ist, sondern zu den Lebensmitteln zählt.) zurück greift um dem Hund keine "chemie" zumuten zu wollen, Ihr aber dabei durchaus sein Leben und seine Gesundheit weiter in Gefahr bringt.

Der Hund einer Freundin hatte auch Epilepsie, auch mit starken Anfällen. Er ist auf ein Medikament eingestellt worden und ist damit 16 Jahre alt geworden. Ohne jemals wieder Probleme gehabt zu haben.
Die Labbi-Hündin einer anderen Freundin ist seit Januar diesen Jahres auf ein Medikament eingestellt und hatte seit dem keinen Anfall mehr.

LG Pia

Biene13
13.11.2007, 14:58
Hallo
ein Tipp noch am Rande: Hunde mit Epilepsie sollten getreidefrei ernährt werden.
Da lohnt sich evtl. die Umstellung auf die Rohfütterung, wo man genau weiß, was der Hund frisst.

LG Biene13 und natürlich gute Besserung für das kleine Kerlchen