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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : SOS! Probleme zwischen Erst- und Zweithund



Sabiba
11.11.2007, 17:27
Seit gestern habe ich einen zweiten Hund im Haus (Jack-Russel-Dackel-Mischling, kastrierter Rüde, 3 Jahre alt). Meine angestammte Hündin (gleichgroßer Mix, 6,5 Jahre, unkastriert) ist darüber wenig begeistert -ihre Kronprinzessinnen-Rolle ist in Gefahr. Wie gehe ich damit um, wenn sie ihn bedroht? Ganz am Anfang habe ich gedacht, die beiden Hunde sollen das unter sich ausmachen, aber schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass das nicht geht - meine Hündin hat dem Rüden sehr deutlich gemacht, dass sie ihn nicht im Haus haben möchte. Darauf hin habe ich ein "Machtwort gesprochen" und unterbinde seither konsequent jedes Mobbing. Heute nach einem langen Spaziergang (bei diesem absoluten Ekel-Wetter) und lecker Fresschen haben beide Hunde immerhin 5 Minuten miteinander gespielt (oder besser ausgetestet, ob man miteinander spielen könnte). Seither ist aber wieder Eifersucht angesagt bei meiner Alten und Panik bei dem Neuen.
Bin dankbar für jeden Tipp!

sandy83
11.11.2007, 18:47
seit gestern hast du ihn erst?
und machst dir jetzt schon so viele sorgen?
ich würd an deiner stelle noch etwas warten, es kann auch sein das es sich von alleine gibt. deine hündin braucht schon etwas mehr zeit als nur einen tag um den neuen hund zu aktzeptieren.
es ist richtig was du machst, dass du bei auseinandersetzungen der hunde einschreitest, denn du bist der rudelführer und musst für ruhe sorgen.
lass das nicht die hunde entscheiden.

an deiner stelle ist es jetzt am besten keinen der beiden zu bevorzugen. jeder bekommt die gleiche zuwendung wie der andere.
wenn der eine ein leckerchen bekommt dann der andere auch usw....

wie sieht es denn aus mit den schlafplätzen der hunde, stehen die körbe nebeneinander oder etwas entfernt, damit sich die tiere auch mal aus dem weg gehen können?!
wie sieht es mit den futterplätzen aus?
stehen die nebeneinander oder auch entfernt oder sogar in gertennten räumen um evtl. futterneid abzuschwächen?

wann knurrt sie den rüden an?

Sabiba
11.11.2007, 19:03
Hallo Sandy, Danke für Deine Unterstützung. Ich glaube, ich mache alles richtig: keine Bevorzugung oder Benachteiligung, die Körbchen stehen im Wohnzimmer so auseinander, dass die beiden sich nicht sehen müssen (sozusangen "ums Eck"), das Fressen wird ca. 5 Meter getrennt verabreicht (erst kriegt die Hündin ihren Napf, dann der neue Rüde).
Aber man macht sich halt doch Sorgen - schließlich soll nichts schiefgehen. Und meine "Alte" ist ein ziemliches Biest und will natürlich erstmal nicht akzeptieren, dass es außer ihr noch einen anderen Vierbeiner im Haus gibt.
Der "Kleine" hat ziemlich Schiss vor ihr und winselt viel - aber das kann auch daran liegen, dass er Heimweh hat. Ich hab den Hund von Leuten, die keine Zeit für ihn hatten und er muss sich erstmal einleben...
Gerade eben gab es eine kurze Rauferei: Beide Hunde waren im Garten um irgendetwas anzubellen, kamen zurück und dabei ist der Rüde mit der Hündin in Richtung ihres Körbchens gelaufen - schon hat es "geknallt".
Wie lange dauert es denn wohl, bis zwei Hunde sich aneinander gewöhnt haben? Ich habe mit den Besitzern des Rüdens eine vierwöchige "Rückgabefrist" vereinbart, falls die Hunde sich nicht verstehen.

Ronja&Sonny
11.11.2007, 19:20
Hi Sabiba!:cu:
Also meine beiden haben etwa eine Woche gebraucht um sich vollkommen aneinander zu gewöhnen! (Gut, bei mir waren es Hündin und Rüden-Welpe.) Naja, wenn man so an dem "neuen" riecht, hat der auch einen anderen Geruch als der eigene - der viel besprochene "Familiengeruch"! Ich glaube wenn dein "neuer" Hund euren Geruch angenommen hat, werden die sich immer besser akzeptieren, also den Eindruck hatte ich bei meinen beiden auch! Ich meine, es ist ja auch nicht in der Natur der Hunde "Rudelfremde" sofort auf zu nehmen und zu "lieben"! Aber ich glaube, wenn die schon nach einem Tag versuchen zu spielen, dann dauerts sicher ni lang bis die beiden gar ni mehr ohne einander können! :-* Ich wünsch euch viel Glück!!! :bl:

gertiP
11.11.2007, 19:44
Hallo Sabiba,
ich finde, Du machst es richtig so. Ich wüßte es auch nicht besser. Aber bitte hab noch ein bißchen Geduld und gib dem "Kleinen" eine Chance, damit er nicht mehr dorthin zurück muß, wo sich keiner um ihn kümmert. Ich denke, ein paar Wochen kann sowas schon dauern...
Grüße aus Österreich!

sandy83
11.11.2007, 20:33
das was deine hündin macht ist nichts anderes als resourcenverteidigung.
das ist völlig normal. das macht eigentlich jeder hund.
bei meinen hunden hat es ein halbes jahr gedauert bis ich in der wohnung ruhe hatte und man sich nicht mehr angemotzt hat.
bis futterneid und spielzeugneid usw.. weg waren hat es ca. 1 jahr gedauert.
aber ich denke bei meinen hunden war es schon sehr schwierig weil mein rüde immer im mittelpunkt stehen will und die hündin meines freundes nicht jeden hund mag.
ich denke das du in 4 wochen viel erreichen kannst. den einzigen tipp den ich dir noch geben kann ist, soweit dir das möglich ist, lasse die hunde die ersten 14 tage nicht allein zusammen. sei immer bei allem dabei was die hunde machen und greife ein bevor wieder ein streit entsteht.
also wenn der rüde wieder versucht mit in das körbchen der hündin zu gehen, dann ruf ihn zu dir oder lenk ihn anders davon ab.
weise deine hündin mit strengen worten zurecht wenn sie pöbelt.
aber das machst du denke ich eh schon.
was auch gut hilft ist tausche immer wieder die decken in den körbchen. so bekommt jeder immer wieder den geruch des anderen in die nase und gewöhnt sich besser daran.

wie sieht denn so eine rauferei aus? kabbeln die sich nur mal kurz? oder verbeißen die sich richtig ineinander?

sandy83
11.11.2007, 20:38
nun ja das mal was schiefgeht ist nichts schlimmes und bedeutet nicht das man die hunde nicht aneinander gewöhnen kann. unsere hunde haben sich nach ca. 2 mon ganz böse in der wolle gehabt. die haben sich wegen nem knochen ineinander verbissen. beide sahen übel danach aus. und doch verstehen sie sich heute super und kuscheln sogar miteinander. auch füttern geht im abstand von nem meter.

Sabiba
12.11.2007, 10:25
Decken tauschen - super Idee! Das mache ich gleich. Ich erinnere mich mal gelesen zu haben, dass man einen Welpen, wenn er ins Haus kommt, vorher ein paar Stunden in die Decke des anderen Hundes tun soll, damit er den Geruch annimmt.


das was deine hündin macht ist nichts anderes als resourcenverteidigung.
das ist völlig normal. das macht eigentlich jeder hund.
bei meinen hunden hat es ein halbes jahr gedauert bis ich in der wohnung ruhe hatte und man sich nicht mehr angemotzt hat.
bis futterneid und spielzeugneid usw.. weg waren hat es ca. 1 jahr gedauert.
aber ich denke bei meinen hunden war es schon sehr schwierig weil mein rüde immer im mittelpunkt stehen will und die hündin meines freundes nicht jeden hund mag.
ich denke das du in 4 wochen viel erreichen kannst. den einzigen tipp den ich dir noch geben kann ist, soweit dir das möglich ist, lasse die hunde die ersten 14 tage nicht allein zusammen. sei immer bei allem dabei was die hunde machen und greife ein bevor wieder ein streit entsteht.
also wenn der rüde wieder versucht mit in das körbchen der hündin zu gehen, dann ruf ihn zu dir oder lenk ihn anders davon ab.
weise deine hündin mit strengen worten zurecht wenn sie pöbelt.
aber das machst du denke ich eh schon.
was auch gut hilft ist tausche immer wieder die decken in den körbchen. so bekommt jeder immer wieder den geruch des anderen in die nase und gewöhnt sich besser daran.

wie sieht denn so eine rauferei aus? kabbeln die sich nur mal kurz? oder verbeißen die sich richtig ineinander?

Sabiba
13.11.2007, 13:45
Situation heute, zwei Tage später: Meine Hunde-Dame pöbelt den kleinen Jackie weiterhin, wenn auch seltener an. Sie hat schon kapiert, dass ich das nicht will, aber wenn er ihr zu nah kommt, gibts einen aggressiven Anraunzer. Ansonsten hat sie beschlossen, ihn zu ignorieren. Er winselt und will so gern spielen - sie wendet sich ab und gibt vor zu schlafen. Das einzige, was unproblematisch scheint, ist das gemeinsame Spazierengehen. Da gehen sie auch an der Leine nebenher, ohne dass es Stress gibt.

Also - der kleine Jackie ist jetzt seit drei Tagen bei uns. Ist das oben geschilderte Verhalten meiner Hunde-Dame "normal"? Oder muss ich befürchten, dass sie auch künftig keine Lust hat, mit ihm zu spielen? Vielleicht zur Info: Sie spielt(e) eigentlich überhaupt nur mit einer Nachbarshündin; beide lernten sich als Welpen kennen und hatten täglich KOntakt miteinander. Die Leute sind allerdings weggezogen und seither verhält sich meine Hunde-Dame zu anderen Artgenossen eher aggressiv.

Obgi
13.11.2007, 16:02
Also ich glaube du machst die Gedanken.
Wir haben auch 2 Hunde und unsere Grpoße versteht sich mit keinem anderen Hund. Und dennoch sitzen grad beide im Bett und spielen miteinander und kappeln sich. :) Das geht doch nich alles in 5 min.
Wie Sandy schon sagte nach einen halben Jahr hats bei ihr erst ohne prob,. geklappt.. Also ganz ruhig bleiben.. die gewöhn sich schon aneinander.. :)

barrybella
13.11.2007, 18:14
Also,als yaco ins Haus kam ging es ganz schön zur "Sache"!Bella(12Jahre)hat ihn richtig angemacht!Aber nach 3Tagen war schon mal nachts Ruhe,und mit einem Mal haben sie nebeneinander gelegen.

Sabiba
13.11.2007, 18:45
Eine Frage an die Jack-Kenner/innen: Mein kleiner Racker (na ja, drei Jahre ist er) fiept sehr viel. Meiner Einschätzung nach nicht, weil er Angst hat, sondern weil er was will. Gassi gehen z.B., oder Fresschen oder Spielen. Ist das eine Jack-Russel-Eigenart? Meine Hunde-Dame meckert zwar auch schon mal, aber anders und nicht so hartnäckig. Vielleicht aber auch nur eine Erziehungssache?