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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tränen für Tara



dunklerHimmel
12.04.2002, 17:44
Heute hat Tara den Kampf gegen den Krebs verloren. Ihr ging es in letzter Zeit so schlecht, sie konnte kaum noch laufen, bekam schlecht Luft und alles tat ihr weh. Es war sehr selten das sie wieder aufblühte. Also vereinbarte ich einen Termin bei unserem TA um sie zu erlösen. Es war komisch, sie war heut so anders drauf. Sie schaffte ihre Runde wieder kaum, aber sie sprang mich immer zu an und freute sich, was sie sonst nie macht.
Um 14:30 Uhr hatten wir heute unseren letzten Gang zum TA. Sie bekam eine Beruhigungsspritze und dann ging alles ganz schnell. Tara schlief in meinen Armen ein.
Als ich ohne sie nach Hause kam, war es komisch. Ich hatte ihre Leine in der Hand. Die Wohnung war leer. Niemand begrüßte ein, nichtmal unsere Samtpfoten kamen an. Überall wo ich hinschau seh ich Tara, aber sie ist nicht mehr da. Sie ist jetzt über die Regenbogenbrücke gegangen.

Tara ich liebe dich mein Baby. Wir sehen uns wieder.

ChiaraKimberley
12.04.2002, 21:33
Hallo Dunkler Himmel,
man kann kaum trösten in diesem Moment. Die Trauer wird noch bleiben und es hilft oft, einfach zu weinen, sich dann der schönen Dinge zu erinnern, anzufangen zu lächeln in Gedanken an den geliebten Hund und darauf zu vertrauen, daß es ihm nun gut geht und man ihn irgendwann wiedersieht. Ich glaube fest daran. Vor 3 1/2 Wochen mußten wir unsere beinahe 17jährige Hündin nach ihrem 4. Schlaganfall einschläfern lassen. Wir haben mit ihr im Arm noch einige Zeit am Rhein verbracht, die mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Dann bekam sie beim TA die Spritze und schlief in meinen Armen ein. Sie liegt im Garten meiner Mutter begraben, so daß ich ihr Blumen bringen kann. Auch wenn es die richtige Entscheidung war, und wohl auch der größte Liebesbeweis ist sein Tier zu erlösen, auch wenn man es nicht verlieren will - es tat weh - es tut noch weh - und es wird wohl noch lange wehtun. Aber die Gewißheit für meine Bonnie das Beste getan zu haben, gibt mir auch wieder Trost und Ruhe. Zum Glück habe ich noch zwei Hunde, die mich ablenken und trösten. Das ist meine größte Freude.
Ich wünsche Dir alles Gute, und daß Dir die Sonne bald wieder scheint; meine dunklen Wolken lichten sich ganz langsam und die Liebe meines verlorenen Hundes ist für immer in meinem Herzen und gibt mir Licht und Kraft.
Viele Grüße ChiaraKimberley

tine
12.04.2002, 23:25
hallo dunkler himmel
ich kann mitfühlen, wie es dr geht. mein hund chap hat nach 9 jahren den kampf um den krebs verloren. es war im oktober und ich bin da immernoch nicht drüber hinweg. ich habe darüber auch hier einen neuen beitrag geschrieben, da ich damit wirklich nicht klar komme. mir geht es dann wohl wie dir: es fehlt jemand,.....
ich wünsche dir alles gute, ich hoffe, daß du bei deinen lieben und vielleicht auch hier etwas trost findest.
liebe grüße tine

Andrea9
16.05.2002, 13:34
auch wenn das jetz im ersten moment seltsam klingen mag und das vorher in dem einen oder anderen beitrag geschrieben wurde, ich kann nachvollziehen wie es dir gegangen ist, dunkler himmel, da ich meine maus vor noch nicht mal 10 tagen verloren hab.

Es war letzten dienstag, der 7. mai um 13:45 als ich meine daisy (9 3/4 jahre altes beagle-mädi) zu unserem tierarzt brachte, weil sie seit längerem harn verlor . doch an diesem tag war ein OP termin angesetzt, um einmal nachzusehen, ob vielleicht irgendetwas auf die blase drückt, das man ja ev. entfernen könnte. der tierarzt gab ihr die narkose und sie schlief unter meiner streichelnden hand ein. eigentlich hätte die OP 1std gedauert, doch nach einer halben stunde rief uns der doktor an und sagte er könne nichts mehr für meine maus tun, sie habe einen riesigen blasenhalstumor und es sei das beste und schmerzfreiste weg sie einzuschläfern, und ob ich sie noch sehen wolle. unter heulkrämpfen betrat ich die tierarztpraxis und sah meine daisy am rücken unter narkose liegend . ich blieb noch lange bei ihr, streichelte sie und flüsterte ihr ins ohrli, dass ich sie lieb hab und sie niemals vergessen werde.
der tierarzt sagte es sei nun an der zeit zu gehen, er würde sie nun einschläfern. unter tränen verließ ich den raum und ich glaube, dass sie mich gehört hat als sie unter narkose war.
sie weiß dass ich immer an sie denken werde und sie niemals vergessen werde - es tut halt so verdammt weh, immer erinnert mich etwas an sie. Aber ich sage mir halt immer : ich habe sie "erlöst", da sie sonst unter wahnsinnigen schmerzen in 1 - 2 wochen gestorben wäre . Im Hundehimmel geht es ihr bestimmt gut - das einzige an was es ihr fehlen wird - bin ich und meine familie; aber sie weiß, dass ich immer an sie denken werde ...
liebe grüße, andrea

Andrea9
16.05.2002, 13:36
was ich noch sagen wollte: du hast deine süße sicher ganz ganz lieb gehabt und das wußte sie sicher ihr ganzes leben lang - und sie weiß es heute immer noch...