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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeschule- Wie gut trainiert sind HUnde danach???



funnyfresh
22.10.2007, 17:57
Hallo ihr LIeben,

Robin wohnt nun inzwischen 4 Wochen bei uns und ist ja wirklich ein Schatz, allerdings stellen sich inzwischen auch Macken ein. So hat er mal morgens nach mir geschnappt als ich ihm die Pfote anhob, um sie abzutrocknen.

Gleichfalls hat er nach meinem Mann geschnappt als dieser ihn morgens aus dem Kofferraum verscheucht hat, weil er zur Arbeit musste. Abends, als er im Bett lag, hat er mich auch mal angeknurrt.

So, ich denke doch, dass er mich bzw. meinen Mann weder anknurren noch nach mir schnappen darf, weil wir doch seine Rudelführer sind. Da gehe ich doch richtig in der Annahme, oder?

Inzwischen lasse ich ihm abends seine Ruhe und fass ihn gar nicht mehr an, wenn er im Bett liegt, weil ich annehme, dass er knurren könnte. Aber er darf es doch eigentlich nicht.


Aus diesem Grunde wurde er von seiner letzten Besitzerin abgegeben, die sicher mit 4 Kindern aber auch nicht die Zeit hatte, an diesem Problem zu arbeiten.

Für mich käme das nie in Frage, er ist ja sonst lammfromm.

Wie ist das bei euren Hunden?

Um mal auszutesten, was passiert, wenn ich an sein Futter gehe, habe ich ihm mal beim Fressen zur Seite geschoben und mich vor den Napf gekniet und so getan als ob. Das hat er anstandslos akzeptiert.

bekomme ich dieses Verhalten in einer HUnddeschule hin?

Ich habe eh noch ein paar Fragen zu einer HUndeschule. Robin hört eigentlich schon "sehr gut", abends komischerweise besser als morgens. Wenn wir abends an einer Straße vorbeikommen, in der ein Auto naht, rufe ich und er bleibt brav stehen und geht keinen Schritt weiter. So will ich das ja auch. Mittags, wenn wir auf dem Feld sind, kann ich rufen, was ich will. Das Erschüffeln von Gerüchen ist allesammt interessanter als meine Stimme.

Ist es nun ratsamer, wenn ich mit ihm einen Junghundeerziehungskurs belege (muss dazusagen, dass ich am FR 20 min auf dem HUndeplatz in so einem Kurs war und total enttäscuht wurde, weil nach 20min und 4 "Geräten" das ganze vorbei war und die Trainerin sich nicht mal die Zeit genommen hatte mit mir ein paar Worter zu wechseln, obwohl ich mich als neu vorgestellt hatte)

oder mit ihm intensiv eine Einzeltrainerin buche? Er ist eben auch schon 8 Jahre alt und kein Junghund mehr, und er war sooo abgelenkt durch die ganzen HUnde, wobei sich das sicherlich mit der Zeit legen würde.

Was würdet ihr mir raten? (Muss dazu sagen, dass diese o.g. Schule nicht mehr in Betracht kommt, denn 10km einfach Benzin zu verprassen für 20 min ist mir dann doch zu viel. Bei uns im Ort gibt es auch einen HUndeverein mit Trainingseinheiten.

Was kann/ wie gut erzogen ist ein Hund nach dem Besuch einer HUndeschule (gehe mal von weiter konsequenter Erziehung zu hause aus) ?????


lg
funny

PS: Robin hat morgens schlechte Laune oder ist noch müde?!! Ist das bei euren auch so. Muss dazu sagen, dass er zu diesem Zeitpunkt gerade mal 7h geschlafen hat.

Mago
22.10.2007, 20:49
Hallo,

was da bei euch genau abläuft kann man so nicht nachvollziehen. Aber ganz klar ist normal haben mich meine Hunde nicht anzuknurren oder gar nach mir zu schnappen.
Wobei es gibt halt auch Situationen (Schmerz) wo beides passieren kann.
Wie sich die Huschu auf deinen Hund auswirkt hängt von vielen ab. Aber vor allem von dir selber. Bist du selber nicht konsequent, bringt die beste Huschu nichts. Fühlst du dich in einer Huschu nicht wohl, merkt es dein Wauz und wird entsprechend auch schlecht mitarbeiten. Dein Verhalten überträgt sich nunmal auf den Hund.

Ich würde mir einige Vereine und Schulen anschauen. Meist kann man 1-2 Probestunden mitmachen ehe man sich enrscheidet. Du must dir vorher sicher sein was du nachher von deinem Hund erwartest und vor allem was du von der Huschu erwartest.
Für mich wäre es shcon ein sehr gutes Zeichen wenn der/die Trainer sich die Maus erstmal ansehen wolen um dann zu sagen in welcher Gruppe du am besten aufgehoben wärst. Je mehr sich der/die Trainer über dich dein Umfeld und vor allem auch über deinen Hund informieren um so besser.

Welches letztendlich die richtige Huschu für dich ist must du selber entscheiden.
Viele Schulen haben inzwischen auch schon Internetauftritte und man kann im Vorfeld schonmal schauen was da so läuft.

Ohne jemanden nahe treten zu wollen, ich habe die Erfahrung gemacht die Meisten Fehler liegen beim menschen, nicht beim Zweibeiner. Und ich betonne nochmals ich nehme mich da nicht aus. Ich sage immer Mensch lernt nie aus.

Ela1976
22.10.2007, 20:54
Hallo Funny :cu:

Die "Sache" mit der Knurrerei sollte natürlich in keinem Fall sein - schon gar nicht, wenn er (weiss jetzt nicht, ob ich das richtig verstanden hab) in Deinem Bett liegt. Das hängt viel mit der Unterordnung zusammen. Dazu sagen bestimmt die Fachleute hier noch was :)

Er hat jetzt neue Bezugspersonen in einem fortgeschrittenen Alter, dass man das erst einmal alles austesten muss, ist klar ;-)

Ich persönlich habe das mit meinen Hunden immer in "quasi Hundemanier" gelöst - wenn er/sie mich zB anknurrte, weswegen auch immer, knurre ich zurück und fasse mit der Hand an die Kehle. Zusätzlich dazu "starre" ich ihm bewusst in die Augen, bis er den Blick senkt. Das mag in manchen Augen falsch sein, hat aber bei all meinen Hunden bisher einwandfrei funktioniert - gerade in der Junghundphase, wo die Grenzen noch ausgetestet werden. Später gab es solche Knurrerei nicht mehr.

Weisst Du näheres von seiner Vorbesitzerin? Wie lebte er dort?
Lässt Du ihn schon frei laufen?

Ich persönlich würde ein Einzeltraining absolvieren, das finde ich persönlich effektiver für Dich und auch für Robin. Schau Dir dazu ruhig verschiedene Hundeschulen an bzw lass sie ins Haus kommen. Hier bei uns in der Region isses für TH-Hunde preislich günstiger.

Bedenke, er lebt erst seit 4 Wochen bei Euch und ist mit seinen 8 Jahren schon im "gesetzteren Alter" - er muss noch vieeeel lernen und gerade das geht nicht von heut auf morgen :)

Morgens würde ich ihn ausschlafen lassen, wie er lustig ist. Mein Arco braucht ab seinem 7.ten Lebensjahr von abends 22 bis morgen 9 Uhr seine "Ruhe", davor war er nicht zu geniessen *g* hatte immer was von einem quengeligen kleinen Kind *lach*

funnyfresh
22.10.2007, 23:46
Hallo,
schonmal danke für die Antworten, die habe ich kurz übeflogen. Muss mir alles morgen nochmal genau durchlesen.

Aber, er schläft in SEINEM Hundebett. Das war wohl etwas missverständlich und anscheinend ist das sein Reich, in dem er seine Ruhe möchte.

Lg und gute Nacht
funny

Ela1976
23.10.2007, 10:32
Achso, dann hab ich das missverstanden - aber, auch wenn es sein "Reich" ist, knurren darf er trotzdem nicht, wenn Du dort hingehst .. gib dem Süssen Zeit, er hatte die letzten Wochen soviel neues zu verkraften, weg vom "alten" Frauchen, Tierheim, dauernd andre Leut

Dascha&Silke
23.10.2007, 12:54
Hallo Funny,

anknurren geht wirklich mal so garnicht :sn:
Wie Mago und Ela bereits beschrieben habe, hängt es erstmals ganz von Dir selber ab. Wir haben wirklich lange gebraucht, bis wir eine passende HuSchu gefunden haben. Hier bei uns in der Gegend wachsen die HuSchu aus dem Boden, wie das Unkraut in unserem Garten *puh* ..
Ich denke halt, dass Du hier in der Unterordnung arbeiten mußt. Wir haben das Thema (Dascha hat uns zwar nie angeknurrt, hatte dafür aber andere, nicht angenehme Dinge) auch hinter uns. Es braucht seine Zeit und Konsequenz, wir haben Dascha nun seit über einem Jahr und unser Ziel ist noch nicht erreicht. Sicher.. ein Einzeltraining ist nicht immer schlecht, kann aber auch teuer werden.. ich hätte das aber auch auf der anderen Seite gerne in Dascha investiert, allerdings hatte der Trainer (Vorstellungsgespräch 60,00 Euro, Trainingsstunde 20,00 Euro) andere Vorstellungen von der Erziehung, wie wir, drum haben wir weiter gesucht (er meinte, wir sollen ihr erst die Beine weg treten und dann gegen den Schädel treten, wenn sie weiter andere Hunde anbellen sollte :man:).
Wir haben dann so einige Schulen abgeklappert und sind dann endlich an eine Trainerin (4,00 Euro / Stunde) gelangt, die sich mit den Teilnehmern im Wald trifft und auf neutralem Boden trainiert.. seitdem erzielen wir super Erfolge :wd:

Hat Robin einen Zufluchtsort, wo er sich zurück ziehen kann? Dascha hat ihr Körbchen (halt ihre eigene Höhle) unter unserer Treppe zum Schlafzimmer und wenn sie ihre Ruhe haben möchte, verzieht sie sich.
Wenn Ihr ihn jetzt 4 Wochen habt, ist das ganz normal, dass jetzt erst Dinge auftreten, die nicht zu Anfang aufgefallen sind, war damals bei uns auch so. Es muss halt eine Rangordnung hergestellt werden, da kann man aber schon mit Kleinigkeiten anfangen (kleines Beispiel, mein Mann kommt nach Hause, begrüßt erst mich und dann Dascha, ob sie versucht, Aufmerksamkeit zu erlangen oder nicht).
.. aber wie Ela auch beschreibt, braucht Robin Zeit .. aber Ihr müßt auch am Ball bleiben, denn wenn Ihr gewisse Dinge einreißen laßt, ist es später einmal um so schwerer, eine Erziehung reinzubringen (ist zwar nicht unmöglich, aber halt schwerer)

Liebe Grüße
Silke

MicoMaushund
23.10.2007, 14:55
Hallo Funnyfresh,

holt euch so schnell wie möglich Hilfe, wenn ein Schäfi knurrt, wenn ihm was nicht passt, ist "Zeit lassen" wirklich nicht angebracht. Zumal habe ich den Eindruck, dass ihr schon am Zurückweichen seid - wenn du ihn nicht mehr anfasst, weil er knurren könnte ... auweiah :?:.

Gut wäre ein Trainer im Haus und zusätzlich Unterordnung in der HuSchu. Dass ist nämlich absolut kein Eingewöhnungsproblem, sondern ein reiner Dominanzversuch des Herrn Hund :D, drinnen wie draußen. Da gilt es rasch zu lernen, wie man die Chefrolle richtig ausführt :cu:.

Viele Grüße
MicoMaushund

Mago
23.10.2007, 15:06
Tachchen,

MicoMaushund da mus ich dir zustimmen, hart aber wahr. Warum kann ich nur nie so direkt sein? :0(

xamg
23.10.2007, 15:07
Hallo

also ich ebenfalls sagen das diesen verhalten überhaupt nicht akzeptabel ist.
es muß gründlich an der grunderziehung gearbeitet werden.
und ich bin sicher , das dies NICHT alleine auf einem hundeplatz geübt werden sollte.
die regeln bei euch zu hause mussen koplett neu aufgestellt werden und das sofort und kompromisslos.
ich bin der meinung das du das geld lieber in einen hundetrainer der zu dir nachhause kommt anlegen solltest. der kann dir vorort den richtigen umgang mit deinem hund zeigen.
er ist ja kein jungehund mehr und du weißt ja auch nicht genau was er schon alles erlebt hat ( auch in hinsicht der kinder).
hier von der ferne und ohne den hund zu sehen ratschläge zu geben finde ich falsch.
such dir einen guten trainer , der auch mit der körpersprache der der hunde vertraut ist .

ich wünsch dir alles gute

MicoMaushund
23.10.2007, 15:29
Hallo Mago,


Warum kann ich nur nie so direkt sein

Vielleicht bist du noch nicht alt genug ;), ich weiß ja nie, wann mein letzter Tag ist, da muss dann alles gesagt sein :floet:

Vielleicht liegt es auch nur an der Mentalität meines "Volksstammes", die sind eher wortkarg, wenn sie mal den Mund aufmachen, dann ohne Umschweife :D

Nein, ich weiß eben, dass einfach mit großen, nicht untergeordneten Hunden nicht unbedingt zu spaßen ist. Möcht auch immer gern verhindern, dass es zu einem Beißvorfall kommt und der Hund dann wieder als "Problemhund" im Tierheim landet. Da mach ich gern mal Feuer unter'm ... :bl:

Viele Grüße
MicoMaushund

Mago
23.10.2007, 16:40
Huch ;-)



Vielleicht bist du noch nicht alt genug ;), ich weiß ja nie, wann mein letzter Tag ist, da muss dann alles gesagt sein :floet:


MicoMaushund :bl: ich hab gerade dein Bildchen angeschaut. Nett schaust aus *einschleim* ;-) und sicherlich nicht so steinalt wie du hier vorgibst. "Klein Mago" ist noch nicht ganz 43 Lenze alt aber viel älter bist du auch nicht :-) :bl:



Vielleicht liegt es auch nur an der Mentalität meines "Volksstammes", die sind eher wortkarg, wenn sie mal den Mund aufmachen, dann ohne Umschweife :D


Oki uns Emsländer bezeichnet man eigentlich als stur aber mundfaul ne würklich nicht. Da könnte also was dran sein :?:



Nein, ich weiß eben, dass einfach mit großen, nicht untergeordneten Hunden nicht unbedingt zu spaßen ist. Möcht auch immer gern verhindern, dass es zu einem Beißvorfall kommt und der Hund dann wieder als "Problemhund" im Tierheim landet. Da mach ich gern mal Feuer unter'm ... :bl:

Oki, ich hab kleine Hunde :bow: ;-) Aber auch kleine Hunde können zu wahren Monstern mutieren, wenn Herrchen und Frauchen nicht sagen wo es lang geht. :t:

Ne ne mein Prob ist da eher das ich immer wieder versuche niemanden zu nahe zu tretten :bow:. Ich sollte lernen, lieber direkt den Nagel zu treffen und Notfalls auch auf ein arg Böses Echo gefast sein als zu beschönigen.
Das ist mir gerade bei diesem Posting sehr aufgegangen. Datt Problem schon erkannt oder erahnt, aber mal wieder den Allerliebsten zusammengekniefen... :bow:
Wie oft habe ich mir real in den letzten Wochen auf die Lippen gebissen weil man das böse Wort mit dem D eh nicht in den Mund nehmen darf *grummel*
An mir arbeiten werd. :man::s:

troete
23.10.2007, 21:08
Hi! :cu:

Meiner Meinung nach sollte das Knurren erlaubt sein, denn das ist sicherlich ein wunderbares Frühwarnsystem und dann kommt es auch nicht mehr zu Situationen wo es heißt "Er hat aus heiterem Himmel gebissen". Natürlich ist die Sache an sich (also warum er knurrt) nicht in Ordnung, da sollte man dann aber an der Ursache arbeiten und das kann man nur bestimmen wenn man sich alles ansieht. So weit ich weiß gibt es diese Privattrainingsstunden auch für "Zuhause", also Ursachenforschung.
Also nach meiner Meinung sollte nicht das Knurren unterbunden werden sondern das "Warum". Dann kommts erst garnicht zu so einer Situation, aber eine Hundeschule ist schon ne gute Sache, nur wie schonmal erwähnt worden ist, liegts vorallem an einem selbst wie erfolgreich man aus dem Unterricht kommt :)
Zuder Sache mit demm Kommen. Wie du selber schon gesagt hast war da wohl etwas interressanter als du, das bedeutet du musst dich interessanter machen als das was er gerade beschnüffelt. Und sobald er doch mal sofort kommt gibts die beste Belohnung überhaupt. Vll. sein Lieblingsspiel?! Aber wie gesagt, soviel kann man dazu nicht sagen, denn dann bräuchte man mehr Infos. Ein Trainer wird dir auch dabei helfen können! :) Also hol dir erstmal eine Einzelstunde und lass dich dort beraten wie weiter vorgegangen werden soll.

Viel Erfolg noch! :)

Liebe Grüße
"troete" :cu:

MicoMaushund
23.10.2007, 21:57
Huhu,

Troete, klar, Knurren allein ist nie "strafbar" ;), es kommt immer darauf an, wie und warum ... erst gilt es sowieso, das Knurren richtig einzuschätzen. Leise Verwarnung, Drohung vor dem Biss, Unmut, oder nur Gebrummel.

Und es gibt ganz sicher eine Situation, wo mich ein "neuer" Hund aus dem Tierheim auch anknurren darf, nämlich, wenn ich ihm wehtue, egal, ob das nun beim Bürsten ist oder ob ich ihm unabsichtlich auf den Schwanz trete.

Bei älteren Hunden aus dem Tierschutz unterscheide ich auch, wo ich mich durchsetzen muss und wo ich einfach mal das Knurren erst mal für eine Zeit im Raum stehen lassen kann. Wenn ein Hund knurrt, weil er nicht gebürstet werden will, was solls, so wichtig ist das nicht, das kann warten, bis er mehr Vertrauen hat. Wenn ein Hund knurrt, weil er aus dem Raum oder Auto soll und nicht will, und zwar wirklich dringend, dann sieht es halt so aus, dass ich mich durchsetzen muss.

Frage ist wie:

Gerade Kofferraum zum Beispiel ist wirklich eine ungute Situation (wobei ich mir jetzt nicht vorstellen kann, warum er drin ist und nicht rauswill). Ich selber würd ihn - die ersten Wochen mal - einfach rauslocken, wenn er auf Hörzeichen nicht reagiert. Leckerchen vor die Nase und dann dahin geworfen, wo der Hund hin soll :). Wenn ich versuche, ihn am Fell oder Halsband rauszuziehen, muss ich mich vorbeugen, was der Hund als Bedrohung ansieht, dann vielleicht noch schlechte Erfahrungen mit Männer von früher, ein Griff, ein Biss. Jedes Schnappen und Knurren verunsichert aber einen unerfahrenen Halter und macht den Hund "stärker".

Funny, wie war das mit dem Bett, warum hat er dich angeknurrt? Sollte er raus?

Dass er unterschiedlich gut zu hören scheint zu unterschiedlichen Tageszeiten, mag vielleicht daran liegen, dass er gelernt hat, dass Straße "Vorsicht" heißt, stehen bleiben. Auf dem Feld oder der Wiese sieht es anders aus. Dreh mal die Runden um, ich bin mir sicher, dass es nicht daran liegt, dass er Vormittags nicht ausgeschlafen hat.

Es ist auch piepsegal, wie lange ein Hund nachts schläft, er hat ja untertags genug Zeit :cup:. Ein Rettungshund kann ja auch nicht sagen: "Neee Chef, jetzt noch nicht, ich such erst in zwei Stunden, bin noch müde ;)". Selbstverständlich müssen die Bedürfnisse des Hundes nach Ruhe, Auslauf, Versäuberung und Fressen gestillt werden, aber den Tagesablauf bestimmt der Halter. Auch mein Morgenmuffel steht spätestens dann auf, wenn ich meine Haare föne, egal zu welcher Uhrzeit. Es gibt bestimmt keinen gesunden Schäferhund, den man nach draußen zerren müsste.

Was bei der früheren Halterin war oder nicht war, erschwert natürlich die Erziehung, andererseits fangt ihr bei Null an. Er muss so oder so lernen, dass er nun euer Hund ist. Das ihm beizubringen, müsst aber wiederum erst ihr lernen, deshalb auch der Trainer im Haus, der euch genau in der jeweiligen Situation erklären kann, was falsch läuft.

Ich weiß ja nicht, welche Bücher du schon gelesen hast, ein guter Tipp - würde fast sagen, ein Muss - wäre auf jeden Fall das Buch von Thomas Baumann: ... damit wir uns verstehen. Da stehen sehr gut erklärt auch Fallbeispiele, was falsch laufen kann und es werden wirklich konkrete Lösungen aufgezeigt.

Nur, handeln solltet ihr bald, denn mit jedem Knurren und jeden Schnappen geht eih Stück Vertrauen verloren - auf beiden Seiten :bl:.

VieleGrüße
MicoMaushund

Gruschka
23.10.2007, 22:30
Natürlich ist die Sache an sich (also warum er knurrt) nicht in Ordnung, da sollte man dann aber an der Ursache arbeiten und das kann man nur bestimmen wenn man sich alles ansieht.

Hallo funnyfresh,

ich kann troete hier nur voll und ganz zustimmen. Wenn ich deine postings richtig gelesen habe, kann aus der Entfernung niemand beurteilen, warum Robin dich anknurrt oder nach dir schnappt. Und ich finde es ist ein großer Unterschied, ob er es tut, weil er sich bedroht fühlt oder weil er meint, er sei der Herr im Haus. Es weiß doch wohl auch niemand, was er vorher erlebt hat und jugendliche Flegeleien sind in seinem Alter eher ungewöhnlich. Bitte nimm dir jemand zur Seite, der sich mit sowas auskennt, bevor Robin wirklich zur Sache kommt. Ich muss hier auch Ela widersprechen (bitte Ela, nimm's nicht übel!): Einen rüpeligen Junghund auf diese Weise in die Schranken zu weisen, ist bestimmt o.k., aber bei einem älteren Schäfi mit unbekanntem Hintergrund wäre mir diese Methode einfach zu gefährlich. (Ich bin meinem Hund körperlich unterlegen und ängstlich darauf bedacht, dass er das nie herausfindet.)
Wenn du in Knuddellaune bist und Robin liegt irgendwo rum, sprich' ihn vorher freundlich an. Wenn er dich anguckt und wedelt oder sogar mit der Pfote nach dir angelt, kannst du deinen Gefühlen freien Lauf lassen. Wenn er dich aber völlig ignoriert oder sogar den Kopf wegdreht (das ist für einen Hund die höflichste Art dir zu sagen, dass er seine Ruhe haben möchte), dann störe ihn lieber nicht.
Wie troete schon sagte: vermeide alle Situationen, in denen er erfahrungsgemäß aggressiv (aus welchem Grund auch immer) reagiert und hole dir professionelle Hilfe ins Haus. Es ist besser, er läuft erst mal mit dreckigen Pfoten durchs Haus, als dass er zubeißt.

Und außerdem möchte ich noch sagen, dass ich es toll von dir finde, einem grauen Panther ein neues Zuhause zu geben (Hut ab!!!) und ich wünsche euch für die Zukunft alles erdenklich Gute

LG, Gruschka

MicoMaushund
23.10.2007, 23:10
Hallo,

... dass Robin sich generell bedroht fühlt, glaub ich nicht. Immerhin ging der Spuk ja nun erst nach ein paar Wochen los, "inzwischen stellen sich auch Macken ein." :D Ein Hund, der Angst vor Menschen hat, hat dies vom ersten Tag an ;), es sei denn, der neue Besitzer wäre die Ursache dieser Angst, was ich hier nun wirklich nicht denke :bl:..

Eine "Bedrohung" muss auch überhaupt nicht mit Angst zu tun haben :rolleyes:, sondern ein Hund kann durch ein bestimmtes Vorgehen des Halters auch einfach seine - vermeintlichen - Resourcen (Bett und Kofferraum) gefährdet (bedroht) sehen und aggressiv reagieren. Langfristig gesehen sollte immer erreicht werden, dass der Halter bestimmt, wo der Hund seine Rechte und Resourcen hat :bow: und beispielsweise nur auf Fingerzeig (oder Hörzeichen) sein Bett verlässt, wenn es saubergemacht werden soll.

Letztendlich ist es - vor allem in der Auswirkung - auch nicht wichtig, ob der Hund sich bedroht (im Angstsinn) fühlt oder zu dominieren versucht, in beiden Fällen stimmt die Halter-Hund-Beziehung (noch) nicht ;).

Wirklich wichtig ist aber, dass sich Funny helfen lässt, und da sind wir uns ja alle einig :).

Viele Grüße
MicoMaushund

funnyfresh
25.10.2007, 21:38
Hallo ihr Lieben,

komme erst jetzt dazu, euch zu schreiben.

Ich war die letzten Tage verhindert, habe aber jetzt einen Hundetrainer gefunden, de rmir von seiner Art und Weise sehr smpythisch ist. Man kann dort Einzel oder Gruppentrainin gbuchen und shcon beim Vorbeischauen meinte er, er könne noch kein Programm vorshclagen. Für ihn wär erstmal ein ausgibeiges Kennelernen von mir und HUnd notwendig, seine Beobchtung gekoppelt mit meinen Erzählungen würden dann erst den Weg für das optimale Training weisen. Das erscheint mir doch sehr logisch, vor allem nimmt er sich Zeit und betonte auch, dass er vor allem auch auf die reaktionen des Halters schaut. Die Frage sei, wer erzogen werden muss :floet:

Am FReitag wird er uns dann kennenlernen, ich bin so gespannt.

Zu eurer frage bezüglich des Schnappens, Robin hat sicherlich nicht aus Angst oder Furcht geschnappt, da er ja sonst superbrav und verschmust ist, ohne Leine läuft, auf mich bzw. Mann hört.

Ich hatte einfach dsa Gefühl, dass die langsam beginnende Sicherheit ihn jetzt austesten lässt, wie weit er gehen kann. Seitdem 9ist nie wieder was gewesen, wobei ich ihm jetzt abends (nach 22uhr) seine Ruhe lasse und ihn nicht mehr streichel.

MOrgens ist er nach wie vor ein Muffel und hat gar keine Lust auf einen Spaziergang, am liebsten würde er liegenleiben, aber das geht nicht, weil wir dqanach arbeiten sind und Mister sein Geschäft verrichten sollte.

Das Hundebett hatten wir anfangs zwischen unseren beiden Couches stehen, damit er direkt bei uns sein kann. Allerdings haben wir nach dem KNurrvorfall sein Bett an einer anderen Stelle im Wohnzimmer aufgestellt, wo nicht ständig jemand aufsteht. dort hat er seine ruhe und trotzdem Küche und alles andere im Blickfeld. Meistens wandert er er umher.

wie gesagt, ein Grund ihn abzugeben wäre das nie, e rist ja ein Schatz.

Ich möchte allerdings ein gutes Verhältnis und bestreitet auch nicht, dass ich mich vielleicht auch anfangs, vielleicht auch jetz6 noch falsch verhalten habe.

Das wird mir der HUndetrainer dann bestimmt mitteilen können. Er kommt nach anfrage auch nach Hause.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten

Eure funny:cu::cu:

@ Mico

Ich wollte ihn lediglich streicheln, es war spätabends. dan hat er geknurt oder gebrummt. UNterschied könnte ich jettz nicht machen. Da habe ich ihn in Ruhe gelassen.

Das andere Mal wollte ich ihm spät sen Quitschie aus dem Bettchen nehmen, damit e rnicht unbequem liegt (ich weiß, die Glucke ;-) Da hat er dann nach meiner Hand geschnappt.

der dicke hund
25.10.2007, 21:56
hi du
klasse das du was machst...und ich denke auch das tut not.
der gnädige herr hat so seinen eigenen kopf.............und gewinnt langsam.
weil du fasst ihn schon nicht mehr an zu bestimmten zeiten.
und kein wunder das er abgegeben wurde wenn er in einer familie war mit 4 kindern und dieses verhalten an den tag legt.
ich wünsche euch alles liebe und ich denke wenn er kapiert das er bleiben darf.......und der hundetrainer mit auch übt dann wird es ein toller hund

MicoMaushund
25.10.2007, 22:21
Hallo Funnyfresh,

das mit dem Trainer hört sich schon mal gut an ... es sind immer wir Halter, die erst mal lernen müssen. Und zwar alle, auch alte Hasen, immer wieder neu, denn kein Hund ist wie der andere und jeder hat so seine Eigenarten :rolleyes: :D.

Und: auch Hundetrainer, Diensthundeführer, Tierärzte, Tierheimpersonal - alle werden immer wieder mal angeknurrt. Mensch muss halt erst lernen, wie weit er dann gehen kann/muss/darf.

Den Unterschied zwischen Brummen und Knurren könntest du leicht rausfinden ;): Sag Platz und er mag nicht ... dann brummt er. Zieh ihn auf den Platz und er mag nicht ... dann knurrt er :floet: Klingt ironisch, stimmt aber, deshalb bitte nicht unbedingt austesten!

Hunde allgemein und Schäfis im besonderen brummen mitunter gern mal, wenn sie etwas "unlustig" sind. Einfach mal genau hinhören, wann er wie "knurrt", es gibt viele Arten.

Viele Grüße
MicoMAushund

der dicke hund
25.10.2007, 22:43
has t du schon mal einen dalmi brummen hören???????
schade das ich kein mikro habe sie ist der hit............sie brummt schnauft macht und tut bis sie endlich liegt.
wobei sie auch knurrt und zwar wenn fremde sie im korb anfassen....das mag sie nicht.
wobei das lasse ich ihr auch .
nur übertreiben sollte sie nicht.
noch ganz kurz deine eingangsfrage war ja wie gut sind die hunde trainiert nach der huschu...........immer nur soviel wie du auch zuhause mit ihnen übst.

leihsi
29.10.2007, 01:23
Hallo FunnyFresh
ich bin zwar ganz neu hier aber dazu muß ich auch was sagen.
Ich habe einen jungen American Bulldog er ist 13 Wochen alt.
Ich habe von Anfang eine Hundeschule besucht bzw. besuche sie immer noch und kann nur sagen, dass sich so eine Ausbildung lohnt, denn mein AB ist ein sehr dominater Rüde und versuchte sich schon mit 11 Wochen bei uns durch zusetzen, man sagt der Rasse nach, dass sie sehr stur sind , was ich nur bestätigen kann.Aber knurren und schnappen darf und würde ich nie zu lassen.Was bei Bob sehr geholfen hat ist es ihn in bestimmten Situationen zu zeigen wer der Rudelführer ist und zwar legt man ihn auf den Rücken und drückt die Handfläche gegen seinen Brustkorb, solange bis er sich beruhigt hat und sich nicht mehr bewegt ( entspannt) Danach wird er sofort gelobt und er ist dananch sehr zugänglich. Also den Tip habe ich auf der HS bekommen und man sagte mir, dass wir, also die ganze Familie es einmal am Tag machen sollten.Meine Tochter ist jetzt 8 Jahre alt und kommt mit ihm seht gut aus (AB sind sehr kinderlieb)auch sie macht es ab und zu mal, denn wenn ich bedenke was er evtl. mal später für ein Endgewicht bekommt, dann sollte er gut erzogen sein.Also ich kann von uns aus sagen, dass es seit dem sehr gut klappt mit ihm.
LG

MicoMaushund
29.10.2007, 09:04
Guten Morgähn,

unsere Hunde sind - gottseidank - keine Gebrauchsgegenstände, sondern verschieden :bl:: aufgrund ihrer Rassen, ihrer Eigenschaften und ihrer Erfahrungen. Ein Ratschlag, der für einen Welpen gegeben wird, kann und darf nicht unbedingt für einen adulten Hund aus dem Tierschutz umgesetzt werden :cu:.


und zwar legt man ihn auf den Rücken und drückt die Handfläche gegen seinen Brustkorb, solange bis er sich beruhigt hat und sich nicht mehr bewegt ( entspannt)

Ein gut sozialisierter Welpe wird sich nach der Eingewöhnungszeit von allein auf den Rücken legen und den Bauch anbieten, dazu braucht es keine körperliche Einwirkung des Halters ;). Ein Ritual kann vielleicht die natürliche Autorität, den Rang unterstützen, festmachen an einer Übung und erwerben durch eine einzelne Übung kann man die Chef-Position ganz sicher nicht :floet:.

Ein erwachsener Hund, zumal aus dem Tierschutz wird in der überwiegenden Zahl aller Fälle von einem neuen Halter nicht mal auf den Boden legen lassen, wenn man ihn dazu antatscht :D. Hier müssen erst Autorität und Vertrauen aufgebaut werden, damit solche Versuche nicht mit einem Schnappen oder gar Zwicken des Hundes beantwortet werden.

Viele Grüße
MicoMaushund

zipfelhut
29.10.2007, 17:47
Oh, da kann ich nur bestätigen; wenn ich das damals mit Leo gemacht bzw. auch nur versucht hätte, könnte es gut sein, daß ich einem plastischen Chirurg zu noch größerem Reichtum verholfen hätte:D Ein Ritual allein kann kein soziales Gefüge fundamentieren, es ist immer die Summe aus Vertrauen, Rangordnung und Verständnis...

leihsi
29.10.2007, 18:52
wie oben schon erwähnt, mir hat es am anfang geholfen und mittler weile klappt es jetzt auf jeden fall besser
er legt sich von gant alleine auf den rücken und weiß wer rudelführer ist ;o)

MicoMaushund
29.10.2007, 19:04
Hallo Leihsi,


er legt sich von gant alleine auf den rücken und weiß wer rudelführer ist ;o)

Das kann, muss aber nicht mit der Rangordnung zu tun haben. Um eine "Rückenlage" zu interpretieren, muss man auch die anderen Körpersignale beachten ;). Gerade Welpen legen sich oft - beispielsweise aus Spieltrieb oder Bewegungsbedürfnis - auf den Rücken :cu:.

Und Welpen werden eh nur in absoluten Ausnahmefällen die Rangordnung in Frage stellen :floet:.

Viele Grüße
MicoMaushund

leihsi
29.10.2007, 21:36
naja ich werde das mal beobachten mit der rückenlage :?:
das stimmt schon er legt sich gerne auf den rücken um sich streicheleinheiten von uns zu holen wenn wir nicht gleich reagieren, wird dann gleich mal lautstark gebellt.ich habe die vermutung oder besser gesagt beobachtet, dass er diese streicheleinheiten vor dem schlaf benötigt. ( man vergißt schnell mal, durch seine größe, dass es ja eigentlich noch ein babyhund ist :) )

leihsi
29.10.2007, 21:41
achso hab ich fast vergessen, wie meinst du das mit dem bewegungsbedürfnis?
hat er dann zu wenig bewegung, wenn er sich auf den rücken legt?
lg

MicoMaushund
29.10.2007, 22:31
Hallo Leihsi,

siehst du, wenn er euch mit Bellen auffordert, ihn zu streicheln, dann fängt er trotz Rückenlage schon gaaanz leise an, euch auf der Nase rumzutanzen ;).

Streicheleinheiten tun dem Hund - wie auch uns oder Kindern - immer gut. Ein Welpe ist aber kein Baby, er muss nicht in den Schlaf gestreichelt werden. Lass ihn einfach in Ruhe auf seinem Platz oder seinem Körbchen, wenn er müde ist.

Mit Bewegungsdrang und auf den Rücken drehen, das hatte ich so gemeint, dass es gerade jungen Hunden - aber natürlich auch älteren - einfach Spass macht, sich zu drehen und zu wälzen. Das dient auch der Fellpflege.

Viele Grüße
MicoMaushund

funnyfresh
30.10.2007, 15:39
So, der HUndetrainer war ganz angetan von Robin.

Er fragte mich auch, wie Robin reagiert hatte, als er knurrte. Dabei fiel mir nur auf, dass er nicht seöbstbewusst, sondern eher ängstlich auf mich reagierte, obwohl ich nichts zuvor getan hatte.

Vor 3 Tage war wieder ein seltsamer Vorfall. Ich sitze abends um 23 Uhr auf der Couch, schalte den TV ab, stehe auf, Robin kommt schwanzwedelnd aus seinem Bett auf mich zugelaufen, ich streichel ihn, er läuft wieder 2 m zurück. Ich rufe ihn, er schaut zurück geduckte Haltung und wirkt ängstlich auf mich. Ich hatte ihn jedohc mir normaler Stimme zu mir gerufen, wie mittags auch immer. Ich verstehe einfach seine Körpersprache nicht.

Der Hundetrainer meinte am Freitag, dass Robin mit seinem Gebrumme seine Dominanz im HUndebett ausdrücken will. Allerdings konnte er auf meine Erklärung hin, dass er dabei eher ängstlich wirkt, auch nicht ganz nachvollziehen.

Leider ist von seiner Vorgeschichte nichts bekannt, außer dass er bei den letzen Besitzern nur 2 Wochen verbracht hat. Vielleicht haben ihm die 4 Kinder zugesetzt, ich weiß e snicht. Es stimmt mich nur traurig, weil ich ihn so gerne verstehen wollte und es nicht tue. Morgens bis mittags ist der tollste Hund, läuft bei Fuß, hört, schmust, dreht sich auf den Rücken und zeigt mir auch die Kehle (er muss mich ja schon irgendwie als Leitier ansehen) und er wälzt sich gerne im Gras und brummt/grunzt wohlig dabei.

den Trainer kan ich leider erst Freitag wieder erreichen, vielleicht muss er einfach spät abend smal nach hause kommen und sich das vor Ort anschauen.

Lg dani:cu:

Kitty77
30.10.2007, 17:16
Hallo Dani!

Ein Hund aus zweiter Hand braucht immer mehr Verständnis. Ich habe selber 2 erwachsene aus einem Tierheim geholt, man weiß nie genau was sie erlebt haben.

Du hast deinen ja erst seit kurzem. Egal was ist er braucht viel Geduld! Aber kein Mittleid, damit können Hunde nix anfangen. Lieber klaren Ansagen! Du solltest schleunigst deinem Robin klar machen, was er darf und was nicht! Knurren sollte nicht erlaubt sein.

Ein geregelter Tagesablauf hilft den Hunden ungemein sich zurechtzufinden. Also Gassigehen, Füttern, spielen immer zu den gleich Uhrzeiten. Das gibt Sicherheit und schafft Vertrauen.

Bei meinen beiden, hat es anfangs auch super geholfen, sie für alles zu belohnen, was sie gut gemacht haben. Sie haben z.B. Leckerlies bekommen, wenn sie "nur" brav in Ihrem Körbchen gelegen haben. Ein melodisches "brav" mit hoher Stimme -Leckerli vor die Schnauze geschmissen und mich anderen Dingen zugewand. Hat gut funktioniert, bei meinen anfangs sehr aufgedrehten Hunden. Natürlich habe ich die Leckerlieration von der Hauptmahlzeit abgezogen.
Wenn sie Blödsinn gemacht haben, gab es ein Donnerwetter mit sehr strenger Stimme. Und ich muß zugeben, es gab auch schon mal eins mit der Leine übergebraten, und zwar als meine Hündin (Schäfer-Mix, 40 kg) auf einen Jogger losgehen wollte. Wobei das die aller, aller letze Notmaßnahme bei Extremsituationen ist!

Nochmal mein Tipp: Routine im Tagesplan, viel Lob auch bei Kleinigkeiten, sofortigen Tadel bei Fehltritten (aber nie länger auf den Hund sauer sein, wenn er sich gleich nach seinem Fehltritt richtig verhält, sofort wieder loben!) und viel viel Geduld! Dein Robin muß dich auch erst kennenlernen!

Ich finde Hundeerziehung ist ein ständiges voneinander lernen von Mensch und Hund!

Grüsse
Kitty

MicoMaushund
30.10.2007, 17:53
Hallo Dani,


dreht sich auf den Rücken und zeigt mir auch die Kehle (er muss mich ja schon irgendwie als Leitier ansehen)

Da kann ich nur wiederholen, was ich Leihsi schon geschrieben hatte ;). Es ist gaaaaanz wichtig, Körpersignale als Gesamtheit lesen zu lernen.

Was das "Kehle zeigen" anbelangt, sprechen neuere Untersuchungen von Verhaltensforschern dafür, dass gerade dominante Tiere sich so präsentieren, im Bewusstsein, dass sie die Stärkeren sind. "Schau mal, ich kann es mir leisten, dir die Kehle anzubieten, weil ich eh stärker bin" (vermenschlicht ausgedrückt).


ich streichel ihn, er läuft wieder 2 m zurück. Ich rufe ihn, er schaut zurück geduckte Haltung und wirkt ängstlich auf mich.

Warum hast du ihn eigentlich wieder gerufen? Meiner würde auch komisch gucken, wenn er sich hinlegen will und ich ihn einfach so abrufe :bl:. Robin hat vielleicht einfach nicht gewusst, was nun los war und war unsicher. Ich rufe in der Wohnung nie, und draußen nur, wenn es unbedingt sein muss, denn meistens gilt "weniger ist mehr" :bl:.

Viele Grüße
MicoMaushund