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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Faktensammlung Vitamin K3



Rottiheidi
25.11.2002, 10:31
Habe das folgende im Internet gefunden. Ich hoffe es hilft weiter.

Und nun das Ganze in Kurzfassung übertragen in einen Sprachstil ohne überflüssige Fachworte:

Von Vitamin K3 (Menadion) bzw. seinen im Handel üblichen wasserlöslichen Derivaten (Menadion-Dimethylpyrimidinol-Bisulfit-Präparat, Menadion Natriumbisulfit-Präparat, Menadion-Natriumbisulfit-Reinsubstanz, Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit-Präparat) sind zahlreiche Schadwirkungen bekannt.

Wilhelm FRIEDRICH beschreibt in seinem „Handbuch der Vitamine“ folgende Schadwirkungen:

Menadion (K3)

geht mit den roten Blutkörperchen eine Wechselwirkung ein, wodurch am Ende der Zerfall der roten Blutkörperchen steht. Um diese Wirkung zu erzielen bedarf es keiner hohen Vitamin-K3-Dosen.

senkt den Gluthationspiegel. Glutathion ist eine vom Körper hergestellte Substanz, die als wichtigstes wasserlösliches Antioxidans gilt und u. a. im Blut zu finden ist. Gluthation schützt also vor freien Radikalen und kann oxidiertes Vitamin E und C zur Wiederverwendung aufarbeiten. Ist nur wenig Gluthation durch hohe Menadion-Verabreichung vorhanden, sinkt der körpereigene Schutz

bewirkt aber nicht nur eine Senkung des Gluthationspiegels, sondern fördert auch eine Radikalbildung im Stoffwechsel mit einer einhergehenden Serie an giftigen Reaktionen für Zellen

wirkt v. a. giftig auf Leberzellen

veränderte bei Ratten den Thiol- und Kalziumionenspiegel. Wenn das Gleichgewicht des Kalziumspiegels gestört wird, kann es zu einer nicht mehr korrekt ablaufenden Blutgerinnungsregulierung und Plasmamembranstörung (Zerstörung der Zellwand) kommen. Thiol seinerseits schützt die roten Blutkörperchen vor (oxidativer) Zerstörung.

führt zu Kernikterus durch Bindung an Sulfhydrylgruppen bei Neugeborenen und Patienten mit Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel.

führt bei einer Cumarintherapie zu Knochenanomalien

Neben diesen Schadwirkungen führt Eberhard HÖHNE in seinem Buch „Vitamine“ darüber hinausgehend auf:

Menadion (K3)

ist ohne Wirkung auf Cumarinderivate und Cumarine. Stoffwechselprodukte im Cumarinstoffwechsel stehen im Verdacht, giftig auf die Leber zu wirken.

Als giftige Erscheinungen bei hoher Menadion-Dosierung stellen sich Erbrechen und Albuminurie (Ausscheiden von in Leber hergestellten Eiweißen) ein.

Karl-Heinz BÄSSLER fixiert in seinem Buch „Vitamin-Lexikon“, dass

Menadion (K3)

hämolytische Anämien und Hyperbilirubinämie (vermehrter Gehalt des Blutes an Bilirubin, einem Abbauprodukt abgestorbener roter Blutkörperchen) bewirkt

eine mutagene (erbgutverändernde) Wirkung besitzt

im Gegensatz zu Vitamin K1 in der Leber nicht vorkommt

in der Mehrzahl seiner Stoffwechselprodukte nicht identifiziert werden kann

Nach Erich ELSTNER kommt es auch ohne irgendwelche Drogen bei roten Blutkörperchen zu einer Zerstörung durch Stoffwechselprodukte, die im Stoffwechsel anfallen. Das hängt damit zusammen, dass die Lebewesen Sauerstoff benötigen für viele Lebensvorgänge. Bei der Verarbeitung des Sauerstoffs entstehen aggressive Verbindungen, die rote Blutkörperchen zerstören. Allerdings hat der Organismus eine ganze Palette an Gegenmaßnahmen parat, um diese aggressiven Verbindungen zu stoppen. Deshalb ist eine ausgewogene Ernährung mit allen notwendigen Nährstoffen und Wirkstoffen sowie Mineralien nötig. Führt man dem Organismus jedoch bestimmte Drogen wie Chinone (Salze) des Menadions (Menadion-Dimethylpyrimidinol-Bisulfit-Präparat, Menadion Natriumbisulfit-Präparat, Menadion-Natriumbisulfit-Reinsubstanz, Menadion-Nicotinsäureamid-Bisulfit-Präparat) zu, so erhöht sich die Rate der Zerstörung der roten Blutkörperchen drastisch! Übrigens haben bestimmte Antibiotika die gleiche katastrophale Wirkung auf rote Blutkörperchen.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung, der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung und der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung soll die Bezeichnung Vitamin K3 für Menadion vermieden werden. Ebenso soll der Einsatz von Menadion wegen erheblicher Nebenwirkungen vermeiden werden. Da in Lebensmitteln Menadion ohnehin nicht zugelassen und damit verboten ist, kann dieser im Jahre 2000 veröffentliche Hinweis ausschließlich auf Futtermittel bezogen sein! Nicht zuletzt ist aber auch eine Menadionzuführung über lebensmittelliefernde Tiere nicht auszuschließen.



Literatur:

BÄSSLER, K.-H. et al. (1997): Vitamin-Lexikon für Ärzte, Apotheker und Ernährungswissenschaftler. Gustav Fischer, Stuttgart, und Govi-Verlag, Frankfurt

DGE (2000): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau/Braus Verlagsgesellschaft, Frankfurt/Main

ELSTNER, E. F. (1990): Der Sauerstoff. Wissenschaftsverlag, Mannheim

FRIEDRICH, W. (1987): Handbuch der Vitamine. Urban & Schwarzenberg, München

HÖHNE, E. (1985): Vitamine. Otto Hoffmanns Verlag, München

... weitere Informationen auf Seite: Vitamin K1 Faktensammlung

Hovi
25.11.2002, 13:00
Kannst Du diese Faktensammlung mal an Happy-Dog schicken? Es würde mich wirklich interessieren, was sie DARAUF noch antworten!!!!

Liebe Grüße
Claudia

Rottiheidi
25.11.2002, 13:04
@Claudia

Happy Dog zieht diese Fakten allesamt in Zweifel. Sie wollen es einfach nicht einsehen, bzw. sie wollen das Vitamin K3 nicht durch das Vitamin K1 ersetzen.

Hovi
25.11.2002, 14:07
Hallo Rottiheidi,

so kann man fachliche Argumente natürlich auch plattmachen. Wie ein kleines Kind einfach trotzig sagen: Glaub ich nicht, weil ich´s nicht glauben will!

Für mich resultiert daraus der Entschluß: Das restliche Happy Dog Toscana wird verfüttert, danach gibt´s für meine beiden nur noch Marengo, Innova und CN. Da haben sie dann auch Abwechslung, und ich als Verbraucher bestimmt mit meinem Handeln letztendlich, ob ich mir sowas bieten lasse!

Danke für Deine Infos!!!!:)

Liebe Grüße
Claudia

Snow
26.11.2002, 17:42
Hallo,

iich habe mich mit einer Frau Dr.Radicke per Mail über das Vitamin K3 unterhalten und sie hat mir folgendes geschrieben:


Sehr geehrte Frau Arndt


Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin. Es wird vom Hund für die
Blutgerinnung benötigt, Im Futter braucht Vitamin K nicht unbedingt
vorhanden sein, da der Hund Vitamin K nutzen kann, das von der Darmflora
produziert wird. Ein gesunder ausgewachsener Hund benötigt deshalb keine
Ergänzung über die nahrung. Bei trächtigen Hündinnen oder milchgebenden
Hündinnen steigt der Bedarf aber auf das doppelte an.

VItamin K ist in höheren mengen in der Leber enthalten. Man kann in
besonderen Fällen die Vorstufe das Provitamin K3 ergänzen, weclches auch
als Menadion bezeichnet wird. Therapuetisch wird Vitamin K bei der
Bekämpfungen von Rattengifftvergiftungen eingesetzt.
Bisher sind mir keine nachteiligen Wirkungen von Vitamin K bei Hunden
bekannt. Es wäre nett, wenn Sie mir einmal Ihre gehörten bemerkungen
zukommen lassen könnten.

Bezüglich des Einsatzes in unseren Produkten kann ich Ihnen mitteilen, dass
wir die Vorstufe, also das Menadion, nicht einsetzen.
Mit freundlichem Gruß
ANIMONDA GmbH

Dr. Simone Radicke


So, und was nu?:D :D

Liebe Grüße,
Dani und Lucky

Rottiheidi
27.11.2002, 09:52
Hallo Dani,

ich halte unabhängige Leute für seriöser als Vertreter de Futtermittelindustrie. Diese Aussagen erscheinen mir als deutlich seriöser, zumal auch einige Futtermittelhersteller mitgeteilt haben, daß das Vitamin K3 schädlich ist und deshalb nicht mehr verwendet wird.

Hier noch mal ein paar andere Meinungen:

1.Vit K 3 (Menadion) ist die häufigste Form des synthetischen Vitamin K.

Vit K3 steht im Verdacht wie auch viele andere synthetische Vitamine (näheres zum Unterschied 'natürliche und synthetische Vitamine' finden Sie unter http://www.marengo.de/beratung/support/allgemeines/vitamine.html ) Krankheiten wie hormonelle Dysfunktionen, erhöhte Allergieneigungen, Stoffwechselstörungen aber auch erhöhte Krebsneigung zu verursachen.

U.a. aufgrund dieser Risiken verzichten wir im Marengo Hundefutter nicht nur auf den Zusatz von Vit K3 sondern auf die Zugabe von jeglichen synthetischen Zusatzstoffen inklusive den synthetischen Vitaminen.

Die Vitamin K Versorgung des Hundes wird im Marengo Hundefutter über den rein natürlichen Gehalt der Futterkomponenten an Vit K (Vit K1 = natürliches Vitamin K) garantiert.

Natürliches Vit K ist in Futterkomponenten wie z.B. Herz, Milch, Fisch, Leber, Gemüse, Pflanzenölen etc. enthalten.

Zudem ist der Hund in der Lage Vit K (K2) selbstständig im Darm zu synthetisieren, ohne auf eine externe Zufuhr über die Nahrung angewiesen zu sein.

Das bedeutet, dass in einem Hundefutter, das aus hochwertigen Komponenten besteht und angemessen zusammengesetzt ist, in jedem Fall auf den Zusatz von synthetischen Vit K3 (Menadion) verzichtet werden sollte, um das Immunssystem und die Gesundheit des Hundes nicht zu gefährden.

2. Vitamin K1 (Phyllochinon) kommt in natürlichen Nahrungsmitteln bzw. Futtermitteln vor. Natürliches Vit K ist in Komponenten wie z.B. Herz, Milch, Fisch, Leber, Gemüse, Pflanzenölen etc. enthalten und kann innerhalb des normalen Verdauungsvorganges vom Organismus im Dickdarm resorbiert werden.

Vitamin K2 (Menachinon) wird im Dickdarm des Hundes durch die Milkroorganismen der Darmflora synthetisiert und steht dem Hund zur Verarbeitung zur Verfügung. Vitamin K2 ist sozusagen ein Stoffwechselabbauprodukt der symbiotischen Mikroorganismen, das beim Verdauungsvorgang anfällt.

Vitamin K3 (Menadion) ist wie Vitamin K4 (Menadion-Hydroxichinon) ein synthetisches Vitamin, das heute leider häufig im Hundefutter zugesetzt wird, obwohl der Stoff als zweifelhaft eingeschätzt werden darf.

3. Thema : Vitaminversorgung beim Hund

Frage: Was ist der Unterschied zwischen natürlichen und synthetischen Vitaminen?

Antwort: Zwischen synthetischen und natürlichen Vitaminen bestehen erhebliche Unterschiede.

Natürliche Vitamine

Natürliche Vitamine sind in fast allen Nahrungsmitteln enthalten. Sie sind in die natürliche Struktur des Nahrungsmittels eingebunden, was sie unempfindlicher gegen Zerstörung durch Hitze, Kälte oder andere destabilisierende Faktoren macht. Diese schützende Struktur, in die die Vitamine eingebettet sind, besteht z.B. bei Obst und Gemüse aus sogenannten Flavonoiden.

Kontrollierte Resorption von natürlichen Vitaminen

Gelangen Nahrungsbestandteile in den Darm, reguliert der Organismus, durch ein ausgeklügeltes System mit Hilfe von Enzymen und anderen Hilfsstoffen, das gezielte Ausbrechen aus der schützenden Struktur und die kontrollierte Aufnahme von tatsächlich benötigten Vitaminen (und anderen Nährstoffen).

Bei einem Überangebot an natürlichen Vitaminen gibt der Organismus, nachdem sein Bedarf gedeckt ist, die Order, ein weiteres Ausbrechen der Vitamine zu unterlassen.

Überflüssige Vitamine werden dann innerhalb ihrer schützenden Struktur zum grössten Teil ausgeschieden.

Synthetische Vitamine

Synthetisch gewonnenen Vitaminen fehlen jedoch die natürlichen Begleitstoffe, in denen sie natürlicherweise eingebettet sind. Aus diesem Grund ist es auch wenig relevant, ob sie aus einem natürlichen oder einem synthetischen Ausgangsstoff synthetisiert wurden.

Unkontrollierte Vitaminresorption - Zwangsresorption

Fakt ist, dass sie dem Körper in einer hochaufgeschlossenen Form vorgelegt werden und somit der eigentliche Ausbrechungsvorgang im Gegensatz zu den natürlich eingebundenen Vitaminen nicht mehr notwendig ist. Dadurch bedingt kommt es zu einer Umgehung der normalen Resorptionskontrolle im Darm, da derart hochaufgeschlossene Vitamine quasi zwangsresorbiert werden.

Hypervitaminose (Vitaminüberversorgung)

So gelangt einerseits eine nicht angeforderte Menge an Vitaminen ins Blut, was sich schnell zu belastenden Hypervitaminosen ausweiten kann, gerade wenn man sich die heutzutage üblicherweise verwendeten Dosierungen im Hundefutter anschaut.

Stoffwechselbelastung und Akkumulation (Anreicherung)

Einmal im Blut angelangt, muss der Körper sich über den Stoffwechselweg (insbesondere Leber, Nieren) des Überangebots erwehren.

Da die Stoffwechselkapazitäten nur in einem begrenzten Umfang auf diese Überversorgungen eingestellt sind, kann es schnell zu Überlastungen und Anreicherungen an nicht dafür vorgesehenen Stellen im Organismus kommen.

Irritation des übergeordneten Kontrollsystems selbst

Andererseits führt dies zu nachhaltigen Irritationen des Immunsystems, weil die komplexen hormonellen und immunrelevanten Verdauungsvorgänge gestört werden.

Darum wird eine mögliche ursächliche Beteiligungvon synthetischen Vitaminen an insbesondere immunologischen sowie tumorösen Erkrankungen als sicher angesehen.

Rottiheidi
27.11.2002, 10:13
@Dani

Und noch ein paar Fakten:

künstliches Vitamin K3

ich darf dir 2 stellungnahmen zu dem künstlichen Vitamin K3 geben:

Der Zusatz von Vitamin K3 (Menadion) zu Lebensmitteln ist wegen eines möglichen Risikos gesundheitlicher Schäden nicht erlaubt. Für die Herstellung von Futtermitteln existiert ein solches Verbot nicht. Außerdem ist der Zusatz von Vitamin K3 zu Futtermitteln bisher nicht deklarationspflichtig.

Obwohl schon seit den 30er Jahren Forschungsergebnisse vorliegen, dass Vitamin K1 für den menschlichen und tierischen Organismus eminent wichtig ist, wird dessen Wirkung von der Medizin und Pharmaindustrie heruntergespielt. Aufgrund der Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen für die praktische Anwendung von Vitamin K1 bei Mensch und Tier, wodurch nicht unerhebliche gesundheitliche Probleme auftreten können, könnte man fast auf die Idee kommen, dass die Pharmaindustrie und Medizin die Information um die Wichtigkeit dieses Vitamins zurückhält, um daraus entstehende Problemfelder mit einer Vielzahl von Medikamenten behandeln zu können.
Wer kein Vitamin C bekommt, hat mit Mangelzuständen - im Extrem mit der tödlichen Krankheit Skorbut - zu kämpfen. Nicht anders ist es bei einer Unterversorgung mit Vitamin K1. Interessanterweise haben inzwischen einige Vitamin-Präparate neuerer Zeit Vitamin K1 als Bestandteil. Eine Tatsache, die in den USA schon längst praktiziert wird!
Vitamin K1 kommt in Pflanzen vor und wird teilweise im Darmtrakt zu Vitamin K2 umgewandelt. Beide Vitamine sind in unterschiedlichen Geweben von Mensch und Tier nachweisbar.
Daneben gibt es das Kunstvitamin K3 (Menadion) und K-Analoga (Vitamine K4, K5, K6), welche in der Natur nicht vorkommen und mit zahlreichen Nebenwirkungen behaftet sind. Seine Salze (in Reinform ist Menadion nicht verarbeitbar) sind in der Lebensmittelindustrie verboten.
Kurioserweise war aber Vitamin K3 in der gewerblichen Erzeugung von Tiernahrung als einziges K-Vitamin bis zum 5.März 1999 erlaubt. In der Medizin gilt der Einsatz von Vitamin K3 wegen seines negativen Nutzen-Risiko-Verhältnisses als "unverantwortlich".
Vitamin K1 und K2 sind fettlöslich, Vitamin K3 und dessen Analoga sind als Salze wasserlöslich gemacht worden und haben damit zwei verschiedene Wirkungskreise. Vitamin K1 und K2 unterliegen im Organismus - vereinfacht ausgedrückt - einer Kontrollfunktion, nicht aber das Vitamin K3 und dessen Analoga.
Aus Vitamin K1 können verschiedene Zustandsstufen Vitamin K2 aufgebaut werden. Aus Vitamin K3 kann - wenn überhaupt (man ist sich darüber noch nicht ganz im Klaren) - nur eine einzige Zustandsstufe von Vitamin K2 aufgebaut werden mit einer biologischen Wertigkeit von lediglich 13%.
Vitamin K1 bzw. K2 sind u. a. wichtig für:
Gleichbleibende Fließeigenschaften des Blutes / Verhinderung von Thrombozyten-Aggregation / Entspannung der Muskulatur / Enzymaktivität / Energiehaushalt / Sicherung der Leber- und Nierenfunktion / Aufrechterhaltung der Ca2+ Homöostase / Knochenstoffwechsel / Stärkung des Immunsystems / Sicherung des einwandfreien Darmflorastoffwechsels / Förderung der Verdauung / Regulation anderer Vitamine / Förderung der Blutgerinnung / Verhinderung von Karies / Behandlung von Keuchhusten / Beeinflussung von Antibiotikawirkung / Neutralisation bestimmter Schimmelpilzgifte (z.B. auf Cumarinbasis).
Nach der Leber sind Muskeln (auch Herzmuskel) und die Haut die wichtigsten Aufnahmeorte von Vitamin K.
Eine weitere Speicherung z.B. findet in Nieren, Nebennieren, Lunge, Knochenmark statt.
Das fettlösliche Vitamin K1 ist (laut Fachliteratur) im Gegensatz zu Vitamin K3 auch in extrem hohen Überdosen untoxisch. Es ist bekannt, dass Vitamin K3 bedeutend billiger ist als Vitamin K1. Von Vitamin K3 sind zahlreiche Schadwirkungen bekannt.

igelchen
28.11.2002, 10:07
Hallo!

Irgendwie gibt mir die Mail (?) der Fa. Animonda Rätsel auf...

Ein gesunder ausgewachsener Hund benötigt deshalb keine
Ergänzung über die nahrung.[/B] Bei trächtigen Hündinnen oder milchgebenden
Hündinnen steigt der Bedarf aber auf das doppelte an.

VItamin K ist in höheren mengen in der Leber enthalten. (...) Therapuetisch wird Vitamin K bei der
Bekämpfungen von Rattengifftvergiftungen eingesetzt.
Bisher sind mir keine nachteiligen Wirkungen von Vitamin K bei Hunden
bekannt. (...) Diese Aussagen finde ich auch in meinen (Hunde-)Ernährungsbüchern - kann dem also zustimmen! Aber es ist doch seeehr auffällig, dass die gute Frau hier unentwegt von Vitamin K, nicht von K3!! spricht!


Man kann in
besonderen Fällen die Vorstufe das Provitamin K3 ergänzen, weclches auch
als Menadion bezeichnet wird. (...) Bezüglich des Einsatzes in unseren Produkten kann ich Ihnen mitteilen, dass
wir die Vorstufe, also das Menadion, nicht einsetzen.Ab hier wird's irgendwie diffus... :confused: Warum bezeichnet sie Vitamin K3 oder Menadion als Vorstufe des natürlichen Vitamin K? Ich dachte immer, K3 sei die synthetisch hergestellte Form des natürlichen Vitamins K??

@ Heidi:
Ich finde es nicht besonders konsequent, wenn Du einerseits sagst, dass Du lieber auf firmenunabhängige Meinungen und Aussagen vertraust und dann Aussagen der Fa. Marengo zitierst... :p ;)

Liebe Grüße
Igelchen

Rottiheidi
28.11.2002, 10:12
@Igelchen

Ich habe anfangs auch darüber nachgedacht, mich dann aber dafür entschieden diesen Beitrag zu bringen. (Ein Beitrag war schon Futtermittelhersteller unabhängig). Es sollte nur deutlich machen, daß es bei den Futtermittelherstellern auch andere Meinungen gibt. Aus diesem Grund der Beitrag von Marengo.

igelchen
28.11.2002, 10:31
;) Hab ich mir ja schon gedacht. ;) Konnt nur meine Klappe nicht halten... :D :D

igelchen
27.12.2002, 11:39
Hallo Fories!

Ich habe mittlerweile von MeraDog eine schriftliche Stellungnahme zu meinen Fragen bezüglich Vitamin K3 erhalten. Die möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten! :D

Herr Kalf von Mera Tiernahrung schreibt:
"Vitamin K3/ Menadion ist weder in den Classic noch in Top Nutrition Produkten enthalten. Vitamin K3 ist die synthetische Form des Vitamin K und kann nur zugesetzt werden [also nicht in den Rohstoffen enthalten sein#], was in unserem Produktionsprozess nicht der Fall ist.
Prof. Zentek schreibt, dass spontane Vitamin K-Mangelzustände beim erwachsenen Hund nicht beobachtet wurden. Dies liegt v.a. daran, dass in den meisten Fällen der gesamte Bedarf an Vitamin K durch Synthese im Darm des Hundes gedeckt wird. Der Hund produziert es sozusagen selber. Daneben sind natürlich in den Inhaltsstoffen, wie Fleisch oder Mais, noch natürliche Anteile von Vitamin K enthalten. Daher geben wir kein Vitamin K zusätzlich zu."

# Ich hatte gefragt, ob er ausschließen kann, dass Menadion bereits vorher in den angelieferten Rohstoffen enthalten ist.

Liebe Grüße
Igelchen

Havi
17.01.2003, 18:57
Folgende Antwort bekam ich von einer amerik. Futtermittelfirma auf die Frage, warum immer noch K3 eingesetzt wird:



Es ist immer davon die Rede dass Vitamin K3 schädlich sein soll.

Wir wissen in langen Diskussionen mit absoluten Kennern des Faches sowie aus
Fachtexten unseres Herstellers, dass es nicht wissenschaftlich bewiesen ist,
dass Vitamin K3 schädlich ist. Vitamin K3 ist wasserlöslich und reichert
sich daher nicht im Körper des Hundes oder der Katze an. Es wäre sicherlich
schädlich wenn die Tiere eine grössere Menge zu sich
nehmen würden ( Hund 20kg pro Tag ; Katze 5 kg pro Tag ). Es ist unerheblich
ob im H+K-Futter K1 oder K3 eingesetzt wird. Wichtig sind Mengen und
Verhältnisse und diese sind bei uns aufs Beste gewahrt.

Mit freundlichem Gruss,

igelchen
17.01.2003, 19:14
Hallo Havi!

Wurde Dein Beitrag etwas zerstückelt?! Sieht jedenfalls so aus. :D

Diese Antwort finde ich schon fast unverschämt. "es ist unerheblich, ob k3 enthalten ist" -> Es ist in dem Moment nicht mehr unerheblich, in dem ich mir als Hundehalter und Käufer dieses Futters Gedanken darüber mache!!

Ich habe kürzlich bei Rinti nach einer genauen Futteranalyse gefragt (mit Auflistung der Vitamingehalte usw. - wie man sie auch von TroFu-Herstellern bekommt) und wurde - obwohl ich Timmys Fütterungssituation detailliert beschrieben hatte - nur zugetextet à la "Rinti ist ein Alleinfutter und versorgt ihren Hund mit allem was er braucht, wenn sie die Futtermenge um max. 20% reduzieren". :mad:

lg Igelchen

Havi
17.01.2003, 20:37
Hallo Igelchen,

nö, da ist aber nix gestückelt..das ist die kompl. email die ich erhalten habe. Ich habe nur die Anrede weggelassen, deswegen siehts wohl komisch aus.

Ich füttere jetzt übrigens auch Mera Dog und finde das Zeug echt klasse. Benni bekommt das Mera Dog Sensitive. Allerdings nicht weil er empfindlich ist, sondern weil die "Brocken" kleiner sind. Ich habe es ziemlich schnell umgestellt, da er keinerlei Probleme hatte und es soooo gern gefressen hat :D

Viele Grüße,
Claudia

NickvanBergen
17.01.2003, 20:41
Ich habe Dr. Sekulla gefragt worauf sie mir folgendes antwortete:
Vitamin K ist ein hochinteressantes Vitamin, welches in verschiedenen Zustandsstufen existiert. Man kennt zwei natürlich vorkommende Formen, nämlich K1 und K2, sowie das künstlich hergestellte K3(K3-Analoga).
K1 ist in der Natur weit verbreitet und ist in grünen Pflanzen(Brenessel,Luzerne,Spi nat,Kohlarten) und Früchten enthalten. Ebenfalls reich an K1 Eigelb,Hafer und Weizen.K1 ist des weiteren vorhanden in Schweinefleisch,Mais,Karotten und Milch.
K2 wird von der Darmflora hergestellt. Es ist fraglich, ob dieses bakteriell erzeugte K2 2 überhaupt zur Vitamin beiträgt, da es in einem Darmabschnitt erzeugt wird, in welchem es nicht mehr für den organismuseigenen Stoffwechsel aufgenommen wird.
K3 ( auch Menadion oder je nach Zustandsform auch Menadion-Natriumbisulfid und ähnlich genannt)ist eine systhetische Zusammensetzung, die im Verdauungstrakt zu K 2 umgewandelt wird.
K3 dient zur Förderung der Funktionserhaltung und als Regulator des Blutgerrungssystems im menschlichen und tierischen Organismus.Allerdings ist vielfach noich nicht bekannt, das Vitmin K abhängige Proteine auch ausserhalb des Gerrinnungssystems angetroffen werden;in den Knochen und Zähnen, den Nieren,der Leber und bei Säugetieren in der Plazenta

igelchen
17.01.2003, 21:02
Hallo Nick!


K3 dient zur Förderung der Funktionserhaltung und als Regulator des Blutgerrungssystems im menschlichen und tierischen Organismus Wenn Du die "3" aus dem Satz streichst, ist er sogar richtig. ;) Denn: Kein Organismus benötigt synthetische Vitamine!!

lg Igelchen

igelchen
17.01.2003, 21:08
Hallo allerseits!

Ich habe endlich das Buch von Biesalski fertig gelesen und fand darin folgende Aussage:
"Die tatsächliche Zufuhr an Vitamin K ist unbekannt, da die Analytik zur Quantifizierung des Gehaltes in Lebensmitteln in der Vergangenheit unzureichend war."

Jetzt staune ich natürlich darüber, dass z.B. NaturaPet bei seinen Produkten den Vitamin K1-Gehalt angiebt. Wenn es keine Methode dafür gibt - wie machen die das dann???

Ich freue mich auf Eure Antworten! :)

lg Igelchen

Girasol
17.01.2003, 21:35
@ All

Zum ersten verwirrt mich Eure endlose K3- Diskussion wirklich.
Zum zweiten finde ich, daß wenn wir wüßten, was in unserem Essen alles schlimmes und ungesundes drin ist, wir keinen Gedanken mehr an dieses ominöse K3 verschwenden würden!
Außerdem kenne ich auch einen Hund, der mit Frolic/ Pedigree und so einem Zeug 18 (!) Jahre wurde!
Mir stoßen eigentlich mehr die Geschmacksverstärker und Lockstoffe im TroFu negativ auf, aber darüber müssen wir uns ja Gott sei Dank nicht streiten. Das ist zumindestens ein Thema, bei dem die Allermeisten die gleiche Meinung haben, oder?
Grüße Girasol