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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund zieht wie verrückt!!!



drummergirl
25.11.2002, 10:07
Hallo erstmal...ich bin neu hier *fg*

Ich habe jetzt schon einiges hier gelesen. Seit gestern haben wir zu unseren 2 Katzen endlich den lang ershnten Hund bekommen:D
Ein wirklich lieber und total quirliger Jack Russel Foxmix

Ich weiß, dass ich ihn nicht direkt am anfang überfordern sollte aber da ich in zukunft nix falsch machen will hab ich da mal ne frage:
Wenn ich mit ihm spazieren gehen zieht er die ganze zeit wie ein verrückter. Wie kann ich ihm das auf dauer abgewöhnen (zumindest so hinkriegen, dass es nicht so aussieht als würde der hund mit mir spazieren gehen und nicht umgekehrt:D )

Für antworten wäre ich echt dankbar:p

Tasi2002
25.11.2002, 14:24
man kann pauschal natürlich nicht sagen, das oder das ist der perfekte trick damit der hund nicht mehr zieht, aber ich nenne die mal ein paar vorschläge, vielleicht helfen sie dir ja. bei mir gehts mittlerweile auch.
1.) der hund zeiht und du bleibst stehen, wenn er zieht. du wartest bis er nicht mehr zieht und gehst weiter. hund wird bald merken, dass es nichts bringt so zu ziehen und wird nicht mehr ziehen. oder du hast einen so schlauen hund wie meinen dem das nichts ausmacht ;-)
2.) der hund zieht und du gehst in genau die entgegen gestezte richtung. Hund sollte genau das denken wie beim ersten mal. das hat bei meiner kleinen jack russell dame gewirkt ;-)
3.) bei manchen hilft es auch wenn der hund zieht und sie ziehen kurz ruckartig entgegen, aber das finde ich nicht so gut!
4.) du lockst deinen hund mit leckerchen neben dir her. sie wird merken dass es sich lohnt neben dir zu gehen. bei mir hat methode 2 am besten gewirkt, wenn sie jetzt noch ab und zu mal ziehen will muss ich sie nur kurz ermahnen, dann läuft sie wieder perfekt neben mir her!
Viel Glück
nathi

Cockerfreundin
25.11.2002, 18:45
Hallo,

ein paar gute Tipps hat Dir meine Vorrednerin ja schon gegeben (wobei Leinenruck für mich tabu bleibt!).

Vielleicht noch dies: Damit sich Dein welpe nicht *aufhängt* im Halsband und, bis er schön Fuß laufen kann, sich keine bleibenden Hals- oder Wirbelsäulenschäden holt, kauf ihm bitte gleich von Anfang an ein Geschirr!!

Fußgehen läßt sich übrigens genauso wunderbar mit Geschirr lernen/ üben!!

Grüße von
Annette + Basti, der auch ein *Geschirrhund* ist :)

Ilona
25.11.2002, 19:32
Hallo Ihr Lieben, hallo Drummergirl,

wenn Du schon drüber nachdenkst, was die Leute sagen, wenn Dein Jack Russel "mit Dir spazieren geht", dann stell Dir bloß mal vor, was die Leute gesagt haben, als mein Rotti mit mir spazieren ging. Und das war tatsächlich so. Entweder war er zuvor nie an der Leine gelaufen oder er zog halt auch bei den Vorbesitzern so.

Ich hab ganz genau das gemacht, was Tasi beschrieben hat. Immer, wenn er sich in die Leine warf, blieb ich stehen. Zu Anfang konnte das auch schon mal drei oder fünf Minuten dauern, bis Benji einsah, dass es so nicht weiter geht und er im Leben nicht dahin kommt, wo er grad hin wollte. Erster Schritt war, Benji drehte sich verwundert nach mir um, und von mir kam ein Lob mit hoher Stimme (!). "Feiiiin!, oK". Dann erst ging es weiter. Wenn Dein Hund mit dem Wort "Fein" etwas schönes verbindet, holt er sich auch ein Leckerchen. So war es manchmal bei Benji. "Fein, ok" konnte aber auch bedeuten: "Du darfst jetzt an der Stelle schnüffeln, zu der du mich grad ziehen wolltest". Und so kam Benji entweder, um sich ein Leckerchen zu holen oder aber er kam nicht und seine Belohnung bestand darin, dass er an die Stelle laufen durfte, wo er grad schnüffeln wollte. Das war manchmal für ihn wie ein Superjackpot. Vor allem, wenn er eine läufige Hündin gerochen hatte:) Bring Deinem Hund unbedingt ein Wort bei, welches ihn aus seiner Lage befreit. Bei uns war es das "OK". Das heißt heut in jeder Situation, die Übung ist beendet.

Du kannst aber auch folgendes üben: Ihr lauft los, Dein Hund legt sich in die Leine. Kurz bevor sie sich strafft (Du musst sehr aufmerksam sein, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen), sagst Du den Namen Deines Hundes und "...reicht!" (bei mir hieß es also "Benji, reicht!")und bleibst stehen wie angewurzelt. Rühre Dich nicht von der Stelle, bis die Leine sich lockert. Paß auber auf, dass Dein Hund sich in dieser Situation nicht selbst belohnt, nach dem Motto: "Wenn ich hier nicht lang ziehen darf, geh ich ein Stückchen nach links oder rechts". Das lernen die Monster sehr schnell. Wenn das passiert, drehst Du Dich um und gehst in die entgegengesetzte Richtung zurück und ziehst Deinen Hund sozusagen mit Dir mit, bis er Dir freiwillig folgt. Kommt er hinterher, lobst Du ihn und er bekommt ein Leckerchen. Dann gehst Du weiter in die ursprüngliche Richtung. Strafft sich die Leine, bleibst Du entweder wieder stehen oder sagst ein Kommando (wie oben).

Verzage nicht, es kann schon ein Weilchen dauern, bis Dein Hund begriffen hat, worum es geht. Wenn Du NIEMALS inkonsequent bist und IMMER stehen bleibst, wird Dein Hund bald begreifen, dass er nach Deinen Spielregeln an der Leine zu laufen hat. Ein erstes Erfolgserlebnis wirst Du haben, wenn Dein Hund anfängt, einen klitzekleinen Schritt zurück zu gehen, damit die Leine sich entspannt. Dann bist Du auf dem richtigen Weg.

Ein Geschirr ist ist für diese Übung besonders gut, wie Annette schon beschrieben hat. Das entlastet den Hals und verteilt die Kraft beim Stehenbleiben über den ganzen Hund.

Wir sind kein Maßstab, aber wenn ich dran denke, dass Benji Monate gebraucht hat, um das zu begreifen, kannst Du Dir sicherlich vorstellen, was es bedeutet hat, ihm das an der Leine ziehen abzugewöhnen. Wir haben für 500 Meter bis zu unserer Wiese schon mal eine dreiviertel Stunde gebraucht. Dafür hab ich aber heute einen Rotti, wo die Leute sagen: Mensch, der läuft aber schön an der Leine:-)

Übe zunächst immer dieselbe Strecke, dann, wenn er das beherrscht, übe mit viel Ablenkung unter Menschen. Als ich nämlich dachte, Benji bringt es, bin ich mit ihm durch eine viel belaufene Straße gegangen. Und plötzlich dachte ich, Benji hätte noch nie geübt, ohne zu zerren an der Leine zu laufen. Er zog mich, wer weiß wohin. Jeder Hauseingang, jede Laterne waren spannend. Nee, er wollte mich hinzerren, ging aber nicht. Ich blieb ständig stehen. Allmählich begriff er auch in dieser weitaus schwierigeren Situation, dass auch hier Ziehen und Zerren nicht hilft. Diesen knappen halben Kilometer bis zur Tierhandlung haben wir dann auch tatsächlich in fast einer Stunde bewältigt :eek:

Heute kann ich, wenn Benji zu weit vor läuft "Benji, reicht" sagen und er bleibt stehen oder kommt ein Stück zurück.

Die Methode ist 100 %ig zuverlässig, wenn Du nur konsequent genug bist und nicht aufgibst. Lass Dich nicht von den Leinenruckern beeindrucken, die damit angeblich gute und schnelle Erfolge erzielt haben. Dein Hund wird Dir die sanfte Methode danken.

Liebe Grüße, Illi und Benji, der in kaum einer Situation noch an der Leine zieht:)

drummergirl
25.11.2002, 20:59
Erstmal vielen Dank für eure antworten :D

was ich vergessen hatte zu sagen: der kleine wird im Dezember 1 Jahr alt . Die Sache mit dem Brustgeschirr werde ich wohl echt mal testen...

Der Leinenruck kommt für mich auch auf keinen Fall in Frage.

Das mit dem Richtungswechsel habe ich heute schonmal versucht, mit dem Ergebnis das der Hund und ich nachher ziemlich schwindelig waren:rolleyes: .

Morgen ist der stehenbleiben Tag ich denke mit viel Geduld werden wir das schon schaffen :)

Ilona
26.11.2002, 08:21
Hallo, liebes Drummergirl,

mach vielleicht nicht aus einem Tag einen "Stehen bleiben" - Tag und aus dem anderen einen Richtungswechseltag. Siehst ja, was dabei rauskommt (schwindelig):D :p ;)
Mische lieber beides miteinander, dann wird es auch unvorhersehbarer für Deinen Hund und er muss sich mehr konzentrieren:) So kannst Du auch besser selbstbelohnendes Verhalten kontrollieren.
Aber vielleicht hast Du das nicht auch nicht so gemeint, mit einem Tag so und am anderen so.

Na, Ihr schafft das ganz sicher! Mein Rüde war schon drei, als er das ordentliche Laufen an der Leine lernen musste.

Liebe Grüße, Illi

edda
26.11.2002, 09:24
Hallo Drummergirl,

also ich habe einen fast einjährigen Foxterrier und ich kann dir nur unsere Erfahrung schildern.
1. Das Brustgeschirr hat Waro dazu aufgefordert sich noch mehr ins Zeug zu legen. Auch wenn manche es für brutal halten (ich musste mich selbst erst dazu überwinden) wir sind auf ein nicht zu schmales Kettenhalsband umgestiegen.
2. Das Stehenbleiben hatte er ziemlich schnell raus, dass er mich nur anschauen und zwei Schritte zurück machen musste und weiter gings und zwar mit voller Kraft. Ich baue heute das Stehenbleiben in unsere Übungen aber immer noch ein.
3. Heftiges Rucken an der Leine hat Waro überhaupt nicht beeindruckt. Im Gegenteil, wie ein Foxl halt so ist, hat er gedacht jetzt geht ein wildes Spiel los und ist wie ein Verrückter um mich herum und an mir hoch gesprungen.

Bei uns hat das Halsband viel gebracht, denn bei zu starkem Ziehen wird die Luft knapp. Und ständige Richtung- und Geschwindigkeitswechsel mit den entsprechenden Kommandos wie z. Bsp. "langsam" scheinen zu wirken. Allerdings sind wir vom perfekten Leinengehen noch weit entfernt, wenn ich nur daran denke, wie er zu seiner Spielwiese zieht. Aber wir üben fleißig weiter.

Es grüßen Edda & Waro

Suse & Trixi
26.11.2002, 11:23
Hallo Drummergirl!

Ich kann Edda nur bepflichten, Trixi hat schon mit acht Wochen wie eine Verrückte an der Leine gezogen und später dann wie ein Bullterrier geröchelt, wenn ich ihrer Meinung nach zu langsam war.

Mit meinem Mann kann sie gar nicht gehen, da läuft sie immer auf den Hinterbeinen, weil es "vorne nicht weitergeht":( Das kommt davon, wenn man für die Hunde nur der "Spielkamerad" ist *grins*

Da half auch kein Brustgeschirr, denn das spürte sie nicht. Sie hat ein ganz normales Halsband (geflochten). Einzig die Methode mit dem Stehenbleiben war erfolgreich. Das mit den Leckerli habe ich ganz schnell aufgegeben, da sie noch relativ klein ist, mit ihren 6 Monaten, und dauernd an mir hochsprang, um an die Tasche zu kommen. Über ein Lob und eine ausgiebige Schnüffel-Runde hat sie sich genauso gefreut. Da wir zwei Hunde haben, musste sich der "Grosse" zwar sehr in Geduld üben, hat ihm aber nicht geschadet...:)
Schliesslich hatte ich nicht jeden Tag Zeit, mit beiden einzeln zu gehen.

Sommersprosse
26.11.2002, 17:31
Ich sag nur: Kauf dir das Buch Clickertraining von Martin Pietralla. Das ist wie für dich und dein Zieh-Problem gemacht!

Nicole
27.11.2002, 21:08
HALLO HABE das gleiche Problem mit meinem Hund. Ich habe einen 4 jährigern BEAGLE Rüden der mich mit seiem geziehe fast zur Verzweiflung bringt.Ständig zieht er überall hin, am schlimmsten ist ews wenn noch jemand mitkommt dann ist die Hölle los. ICH habe auch schon vieles ausprobiert doch nichts hat geholfen. Ist es vielleicht sinnvoll ihn zu kastrieren damit er ruhiger wird und nicht mehr so zieht .? Was haltet ihr vom HAlti?
cu nicky

Nabucco
27.11.2002, 22:27
Hallo Nicole,
ich habe bei meinem Rüden mit dem Halti nur gute Erfahrungen gemacht. Vorraussetzung ist, man bekommt es in einer guten Hundeschule gezeigt. Alle anderen Methoden (und alle anderen Hundetrainer) waren wenig erfolgreich. Bei mir besteht noch das besondere Problem, daß der Hund mehr als 50 kg wiegt. Wenn der sich plötzlich in die Leine wirft, weil er eine Katze sieht, hat man große Schwierigkeiten, standhaft zu bleiben. Mit dem Halti haben wir einen Kompromiß geschlossen: Wir laufen zuerst beim Spaziergang mit Halti streng Fuß ohne schnüffeln und markieren und nach einer gewissen Zeit kommt das Halti ab und die 15-m-Laufleine daran und dann darf er schnüffeln, pinkeln usw.. hundi hat das sehr schnell kapiert und die Zerrerei und das plötzliche Durchstarten waren sofort vorbei.
M.f.G. Nabucco

Sommersprosse
28.11.2002, 17:40
@Nicole
Das war aber nicht dein Ernst, dass du deinen BAEGLE (sorry, aber :D :D :D :D ) nicht zum ordentlichen Laufen bringst?
Wie gesagt, kauf dir das Clicker-Buch, wenn du auf sanfte Methoden stehst. Ich würde da allerdings härter durchgreifen...

Ilona
28.11.2002, 19:56
Hallo Sommersprosse,

nimm es mir bitte nicht übel, wenn auch ich direkt bin:)
Aber eine Hundeausbildung, wie Deine, würde ich niemandem weiter empfehlen.

Warum?
Bleiben wir beim "Platz". Ich kenne kaum Hunde, die ein Kommando verweigern, weil sie ihrem Halter "eins auswischen" wollen. Letztendlich ist es doch so, dass, wenn ein Hund das "Platz" nicht ausführt, er es noch nicht auf jede Situation verallgemeinern kann.
Einen Übungsaufbau beim "Platz" kennst Du sicherlich: üben ohne Ablenkung mit viel positiver Bestärkung (wir reden hier immer nur von Leckerchen, es gibt auch Hunde, die stehen auf Streicheln, wilde Spiele u.a.), leichte Ablenkung an gleicher Stelle bis hin zu starker Ablenkung. Entsprechend wir die Belohnung variiert. Dann andere Umgebung mit wenig Ablenkung, leichte Ablenkung, stärkere bis starke Ablenkung, Belohnung wird variiert bis zum Zufallsprinzip. Gleicher Aufbau gilt für Platz auf Entfernung (zuhause, in bekannter Umgebung, ablenkungsarm draußen, mit leichter bis starker Ablenkung usw. usw.) Hat Hund in JEDER dieser Situationen gelernt, zuverlässig das Verhalten zu zeigen, dann hat er das Kommando "Platz" begriffen.
Wozu ihn also ins Platz drücken? Weil Hundehalter vergessen hat, die Übung richtig aufzubauen und das Lernen für den Hund so einfach wie möglich zu gestalten???? Für mich sind Leute, die den Hund ins Platz drücken, einfach entweder zu faul, ordentlich zu üben oder sie wissen nicht, wie man's richtig macht. Oder sie haben nicht die richtige Bindung zu ihrem Hund. Oder der Hund nicht zu ihnen. Allerdings hilft dann ein Drücken ins Platz auch nicht viel weiter. Hund führt dann möglicherweise das Kommando aus, was aber die Bindung zwischen Hund und Halter nicht eben verstärkt.
Ist schön einfach, gell, den Hund dahin zu drücken, zu schieben oder zu ziehen, wo man ihn hinhaben will? Vorausgesetzt, es ist kein Hund, der mehr als 25 kg wiegt:(
Eine ähnliche Haltung hast Du ja auch zum Ziehen an der Leine geäußert. Was? Ein BEAGLE zieht? Na, dann ziehen wir ihn eben mal kräfig zurück, bis er sich überschlägt und vor meinen Füßen landet? Na danke auch für den guten Tip! Ist ja noch aus mittelalterlichen Zeiten, Deine Ausbildungsmethode. Hast wohl zuviel Konrad Most konsumiert?

Oder hab ich Dich nicht richtig verstanden?

Gruß, Illi

P.S: Wie drückst Du einen 90-kg-Hund ins Platz???? Ich mach das nicht mal mit meinem Rotti und der wiegt "nur" 38 kg....

Ilona
28.11.2002, 19:58
Hallo liebe Nicole,

letztlich ist alles nur eine Frage Deiner Konsequenz.
Darf ich fragen, was Du schon alles probiert hast?

Ein Halti ist zwar schön und gut, nur vergiss nicht, dass es eben nur eine Lernhilfe darstellen soll, die man auch richtig anwenden muss.

Liebe Grüße, Illi

Eve
28.11.2002, 23:31
Das erste Mal....

dass ich hier was schreibe. Mitlesen tu ich schon ewig.

:confused: Ich bin ein bisschen verwirrt über so viele verschiedene Antworten.

@ Illi: Im Grunde stimme ich mit dir überein, was die "harten" Sachen betrifft, muss nicht zwingend sein. Allerdings finde ich, dass du deine Erfahrungen mit deinem Hund nicht zwingend auf andere übertragen kannst. Weißt du, ein Rat oder eine Empfehlung ist immer nur so gut, wie sie individuell ist. Denn es ist (nach meiner Erfahrung) einfach nicht möglich, jedem Menschen den gleichen Rat bzgl. Leinezerren mit auf den Weg zu geben. Die Hunde sind schließlich auch Individuen und so kapierte dein Rotti es auf deine Art, mein Eddie brauchte es anders.

Eddie hat das Nicht-mehr-an-der-Leine-ziehen auf die in deinen Augen "altbacksche" Methode gelernt: Leine ist stramm, weil der Dicke meint, zerren zu müssen wie doof, Eve lässt die Leine etwas hängen, kräftiger Ruck (NICHT dass er sich überschlug!) und unbedingt immer ein strenges PFUI! dabei. Dann hatte ich Eddie auf meiner Höhe und supi-Eddielein wurde ordentlich gelobt. Klingt für dich wahrscheinlich unfassbar, ist aber so. Inzwischen ist er 4 Jahre alt und läuft immer noch vernünftig an der Leine... Auch ich bekomme regelmäßig "Lobs" von meinen Mitmenschen, allerdings klappt das bei mir mit 2 Hunden. Ich gebe zu, nicht die sanfteste Methode, aber für mich PERSÖNLICH und für meinen Wauz die wirksamste. Auch bei unserem zweiten Hund (Frollein Dott :D ) klappte das super.

Allerdings, nur weil ich damit gute Erfahrungen gemacht habe, würde ich diese Methode nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Um die Lage von Hund und Herrchen (oder Frauchen) einschätzen und angemessen beurteilen zu können, fehlen in konkret diesem Fall noch einige Angaben.

Hui Thema verfehlt... WAS ICH DAMIT SAGEN WOLLTE: :rolleyes:

Verurteile nicht die Erziehungsmethoden anderer! Deine Methode (glaub mir einfach) funktioniert nicht bei jedem Hund und Herrchen. Jeder Hund will individuell behandelt werden, so kann Weichei Bello es auf keinen Fall haben, wenn man ihm um die Schnauze fasst als "Lass-das-Zeichen", während Macho Rocky es auf die "harte Tour" braucht sich noch nicht mal um einen richtigen Leinenruck kümmert.

Liebe Grüße
Eve & Zoo

Ilona
29.11.2002, 09:34
Hello Eve,

nee, verurteilen wollte ich bestimmt keine andere Methode. Ich hab meine erste Hündin ebenso vom Leineziehen "kuriert" wie Du es beschreibst. Ich wußte es damals nicht besser.
Klar, es hat gewirkt. Und wie! Meine Hündin hat nie, aber auch wirklich NIE gezogen, wenn sie an der Leine war. Mir ist also nichts Menschliches wirklich fremd.
Und wenn Du schreibst, Dein Eddi würde diese Methode "brauchen" - woher weißt Du das? (nur mal nebenher gefragt:))

Benji war ein wesentlich "härteres Kaliber". Und komischerweise hat es bei ihm, obwohl wir irre lange gebraucht haben, auf die sanfte Art geklappt. Stehen bleiben, bis Leine sich lockert, dann erst wird weiter gelaufen usw. usw.

Weißt Du Eve, es gibt sicher so viele individuelle Hunde wie es individuelle Menschen gibt, da hast Du völlig Recht. Aber ich kenne, offen gestanden, keinen Hund, bei dem das konsequente aber sanftere (ohne Leinenruckzuck etc.) Aberziehen des an-der-Leine-Ziehens nichts gebracht hätte. Ich kenne nur frustierte und undgeduldige Menschen am anderen Ende der Leine, denen einfach alles nicht schnell genug geht.

Ist halt meine Meinung:) Nichts für ungut.

Liebe Grüße, Illi;)

Candy
30.11.2002, 14:47
Hallo,
habe das gleiche Problem, meiner (9Monate) zieht auch wie verrückt. Habe zuerst auch mit Leinenruck gearbeitet (beeindruckte ihn nicht sonderlich) mittlerweile bleibe ich stehen und ändere die Richtung. Ich habe nach jedem Spaziergang Fransen am Mund vor lauter loben, wenn er normal mit mir läuft, aber es klappt nach 3-4 mal Richtung ändern (ich gebe immer noch das Kommando Langsam), er läuft dann einige Zeit vernünftiger. Allerdings wenn dann ein Hund kommt ist alles vergessen und ich fast auf den Schuhen geflogen :D :D
Mit solcher Ableckung klappt z.Zt. nichts. Er steht dann senkrecht an der Leine und wedel,wedel,wedel.
Aber wir üben immer weiter und irgendwann ist auch er gelassen wenn andere Hunde kömmen und kann sie normal mit lockerer Leine begrüssen.
Wie gesagt, bis jetzt ist für uns die Richtungsänderung optimal.

Liebe Grüße von der manchmal schwindeligen Candy :p

Sommersprosse
02.12.2002, 21:19
Hi, Ilona!
Ich weiß leider gar nicht mehr, wo ich das mit dem ins-Platz-drücken geschrieben habe. Vielleicht hab ich wirklich was falsch verstanden. Wenn ich sowas schreibe, gehe ich davon aus, dass der Hund das Kommando auch beherrscht. Wie es aufgebaut wird, davon war nicht die Rede. Ein Hund will zwar dem Besitzer keins "auswischen", aber vielleicht durch Passive Dominanz zeigen, dass er nicht alles macht, was von ihm verlangt wird.
Ich bin als Rettungshunde-Führer erfolgreich und weiß, wie gut meine Bindung zu meinem Hund ist. Mein Hund (auch Rotti-Größe) verträgt es ohne Weiteres, wenn ich ihn rüge - auch mit solch "harten" Methoden, wie du anscheinend findest. Tipps zu geben ist generell schwierig, wenn man den Hund nicht selber kennt. Aber um nochmal auf den Beagle zurückzukommen: Ich halte es für Tierquälerei, einen ständig ziehenden Hund zu führen. Da wäre es mir in der Tat lieber, der Hund würde sich nach einem kräftigen Ruck an der Leine ein- oder zweimal überschlagen und hätte aus der Lektion gelernt!!! Ich kenne einen Rüden, der vom vielen Leine-Ziehen ständig Kehlkopf-Entzündungen hat. Na danke!!

Nicole
02.12.2002, 22:25
HAllo danke für eure Hilfe. Nun noche ein paar Fragen, Kann man Halti +Clicker zusammen benutzen ?Wenn ja wie=?
Was sin Vor und Nachteile vom Clicker +Halti? Ich habe schon vieles ausprobiert. ZUerst übte ich es mit zurückziehen später, benutzte ich auch mal Stachel, Würger..... héute bin ich soweit das ich es mit Motivation +Konsequenz probiere. Denn Stachel.. bringen eh nix und schaden dem Hund nur.
cu nicky

simone schimmel
03.12.2002, 08:52
Hallo Nicole, mein Beagle-Mädchen (5 Mon.) meinte auch wie blöd an der Leine ziehen zu müssen. Wir unterscheiden jetzt in kurzer(normaler) Leine und 8-Meter-Schleppleine. Mit Schleppleine darf die Nase am Boden kleben und ich bleibe auch schon mal stehen und warte bis sie fertig ist mit Schnuppern. An der kurzen Leine gibt es sowas nicht. Da wird 'vernünftig' gelaufen. Ich hab mit Clicker angefangen und die ersten richtigen Ansätze sind erkennbar. Ich bin auch jedesmal stehengeblieben sobald Zug da war, Leine wieder locker - Click - Leckerlie - weiter gehts. Am Anfang sind wir alle 2 Schritte stehengeblieben. Jetzt merkt sie schon den Ansatz wenn ich stehenbleiben will und dreht sich sofort um, damit der Zug nachläßt. Ich find das schon toll nach knapp 14 Tagen und denke wir haben das bald noch besser 'im Griff'. Auch ein Beagle MUß nicht immer die Nase am Boden haben. Mir hat man übrigens gesagt, Halti sei nur für größere Hunde, z. B. Retriever oder so. Gruß Simone