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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : erziehung wegen prüfung



Melhase
22.11.2002, 22:22
wegen der neuen kampfhundeverordnung muss ich bis juni die prüfung mit meinem rottweiler machen.
eigentlich ist er ein ganz ein lieber kerl, er tut keiner fliege was zuleide.
nur habe ich große bedenken dass er die prüfung schafft, da er nur hört wann es ihm passt.
im prinzip kann er fuß, sitz, platz, bleib, aus und die ganzen wichtigen komandos eben. aber hald nur wenn er auch mag. manchmal glaube ich er macht es nur dann wenn er einen sinn in der sache sieht. also wenn er ein leckerli danach bekommt, und er es auch zuvor gesehen hat. ohne leckerli macht er gar nichts.
wie bringe ich ihn dazu, dass er immer hört und nicht nur wann er lust dazu hat? kann es sein, dass er noch zu verspielt ist?

Jela
22.11.2002, 22:46
Hallo Melhase!

An deiner Stelle würde ich mich mal bei deinem Tierarzt, im Tierheim oder bei anderen Hundebesitzern nach einer guten Hundeschule umsehen. Denn zu sagen, er hört nur, wenn er will, gildet nicht. Denn darum geht's ja. Dass er die Kommandos schon kennt, ist super, jetzt müssen sie auch noch richtig zum Einsatz kommen. Und dann immer üben, üben, bis zur Prüfung jeden Tag und danach auch. Damit rettest du deinen Süßen vorm Maulkorb oder schlimmeren Sanktionen und kannst jedem, der euch misstrauisch beäugt sagen "Ätsch, der hier hat ne Begleithundeprüfung bestanden!" Und wenn du's richtig angehst, dann habt ihr beide auch noch Spaß und festigt eure Bindung. Ein guter Hundetrainer ist natürlich klasse, der macht nämlich bis zur Prüfung alles mit und zeigt dir alles.

Viel Glück, dass du den findest, dann ist die Hälfte schon geschafft!!!

Viele Grüße
Jela & Maxi

Melhase
22.11.2002, 22:57
Hundeschule!
Genau das ist das problem. Dort hört er wie ein einser. dort kann er alles und macht alles. als wenn ihm die komandos angeboren wären. nur daheim und beim gassi gehen macht er nichts. er ist ein absolut sturer brocken. und er macht nur etwas wenn er dafür auch etwas zu fressen bekommt. er ist eben stur bis zum geht nicht mehr.
auf dem feld brauch ich mit ihm gar nicht erst üben, dort macht er auch alles brav. und wenn andere leute oder hunde dabei sind, dann interessiert er sich für mich überhaupt nicht. dann will er nur noch spielen und rangeln. deshalb habe ich mir ja auch schon überlget einen zweiten hund ins haus zu holen

Jela
22.11.2002, 23:36
Hallo Melhase!

Aber das ist doch okay, wenn er auf Leckerlis reagiert. Er ist ja nicht blöd und will für seine Leistung was haben. Wir Menschen lernen doch auch schneller, wenn's was dafür gibt. Dann nutz das doch aus, wenigstens bis zur Begleithundeprüfung. Die in der Hundeschule machen ja normalerweise auch alles mit, d.h. sie üben genau die Situation der Prüfung, gehen mit dir auf eben diesen Platz usw. . Ich denke, dann kann eigentlich nichts schiefgehen!!! Gegen einen anderen Hund hat dein Rottweiler sicher nichts einzuwenden, aber ob der ihm bei seiner Begleithundeprüfung hilft?

Gruß
Jela

Hovi
23.11.2002, 00:21
Hallole Melhase,

würdest Du ohne Bezahlung arbeiten gehen? Nein? Siehst Du, und so ähnlich denkt Dein Hund. Er reagiert auf Leckerchen, also: in Zukunft hast Du bei jedem Spaziergang Leckerlis dabei. Und übst immer mal wieder mit ihm die Sachen, die er schon kennt... gegen "Bezahlung" in Form von Leckerli natürlich:D . Du wirst sehen, dass er bald auch ausserhalb des Hundeplatzes auf die Kommandos hört. Kannst Du ihn denn auch mit Spielzeug motivieren? Auch ein wildes Tobespiel ist eine tolle Belohnung für eine gut ausgeführte Übung!

Übe zunächst mal ohne Ablenkung und "Grund". Leg ihn ins Platz, obwohl kein Anlass dazu besteht, und rufe ihn ab. Rufe ihn immer mal wieder heran, belohne ihn für´s kommen, und lass ihn dann wieder laufen. Wenn das dann sitzt, kannst Du Dich ans Üben mit Ablenkung (z.B. Anwesenheit anderer Hunde) machen.

Am Anfang wirst Du etwas Geduld brauchen, aber die lohnt sich auf jeden Fall, wenn Deinem Hund dadurch der Maulkorb erspart bleibt!

Liebe Grüße
Claudia

Tina2809
23.11.2002, 01:08
Hallo!
Es wird schwierig sein, dem Hund den Sturkopf zu nehmen, aber es geht! Du musst ihm klar machen, daß DEINE Kommandos zu befolgen sind, weil DU der Chef bist, egal wo Ihr seid und wer in der Gegend ist.
Zunächst solltest Du daheim weiterüben, ohne immer gleich Leckerli zu verteilen. Der Hund muß lernen (und Du auch), daß es auch andere Anerkannung und Lob gibt ausser Häppchen.
Draussen gilt das gleiche: Üben, üben, üben!
Egal, wo. Es wird untergeordnet, wenn Du es sagst, und es wird nicht mehr gespielt, wenn Du es nicht erlaubst. Zuhause musst Du das natürlich auch durchsetzen- dem Hund muß klar werden, daß er überall auf Dich zu hören hat.
Auch in anderen Situationen muß dem Hund klar sein, daß DU das alleinige Kommando hast.
Überfordere Deinen Hund aber nicht, es wird einige Zeit dauern, bis er "umschaltet".
Wenn alle Stricke reißen (Hundeschule), geh zu einem Trainer und nimm Einzelstunden. Ihr beide werdet davon profitieren. Außerdem bereiten viele Tierheime Listenhunde auf solche Prüfungen vor; Du kannst Dir dort sicher Tipps holen oder vielleicht sogar mitmachen!
Das mit dem Zweithund wird die Sache nicht verbesern, solange Du den einen nicht überall "unter Kontrolle" hast- die würden Dir dann nur zu zweit auf der Nase rumtanzen!
Viel Glück wünschen
Tina & Timmy (der überall hören mag, nur auf dem Hundeplatz nicht so gern :D)

Cockerfreundin
23.11.2002, 13:13
Hallo, Melhase!

Das Wesentliche haben meine Vorrednerinnen ja schon gesagt, von mir nur noch eine Frage:

Wenn Du schreibst, Du *müßtest* Deinen Rotti jetzt wegen der neuen Hundeverordnung erziehen für die Prüfung.... , so klingt das für mich so ein bisschen nach Motivationsproblemen Deinerseits, die sich auf den Hund u.U. übertragen.

Sag Dir einfach, diese neue Situation ist Eure Chance... Motivier Dich und denk nicht: "Äh, jetzt muß ich meinen Hund wieder erziehen... wahrscheinlich hört er eh nicht", sondern geh an die ganze Sache so ran, als sei Erziehung das Allertollste, Allerspannendste und Dein Hund der potentiell tollste und gehorsamste Fiffi weit und breit.

Und noch was: einen 2. Hund (gar Welpe/ Junghund) zu einem ersten noch unerzogenen Hund dazu, potentiert das Chaos für ALLE Beteiligten gewaltig! es gibt eine Forumsteilnehmerin hier, die kann ein Lied davon singen.

Viel Erfolg beim lernen und der Prüfung wünschen
Annette + Basti :)

Ilona
23.11.2002, 13:24
Hallo Melhase (nette Name, ich sag im Stillen immer "Mehlhase":) ),

Du hast hier viele gute Hinweise bekommen. Aber Du sagst auch, und das kommt mir uuuunheimlich bekannt vor, dass Dein Hund auf dem Platz hört wie ne "1" und sonst macht er nur mit, wenn es ihm gefällt. Und beim Spaziergang kommt es sogar vor, dass er Dich gar nicht wirklich registriert. Ich kann mir dafür zwei Ursachen zusammenreimen:

Die erste ist, Eure Bindung, wenn Ihr zu zweit seid und eben mal nicht auf dem Platz, ist noch nicht 100 %ig gefestigt.

Als ich meinen Benji aus dem Tierheim holte, dauerte es über ein halbes Jahr, bis eine enge Bindung zwischen uns entstanden war. Mit Leckerchen kam ich draußen beim Spaziergang nicht an ihn ran. Alles, aber auch alles war interessanter als ich. Es war frustrierend. Aber der Hund konnte natürlich nichts dafür. Und so hab ich mich unglaublich viel mit ihm beschäftigt. Zuhause vor allem zunächst, wo die Ablenkung am Geringsten war. Wir haben Kunststückchen geübt, wir haben getollt, gespielt, wir haben in allen möglichen und unmöglichen Situationen die Grundkommandos geübt. Immer spielerisch, ohne Druck.
Die wichtigste Übung für uns beide dabei war, wie ich heute weiß, das "Schau mich an". Also, ich hab "Benji" gesagt und wenn er mich angeschaut hat (zunächst hatte ich das Leckerchen nicht in der Hand!!!), gab es ein Leckerchen. Ein Superleckerchen. Als das zuhause fast 100 % klappte, wurde die Schwierigkeit gesteigert. Ich hab dann das Leckerchen in der Hand gehalten, "Benji" gesagt und gewartet, bis er mich anschaut, anstatt auf das Leckerchen zu starren. Es war unglaublich, wie schnell er das begriffen hatte: Wenn ich Frauchen anschaue, statt das Leckerchen zu fixieren, gibt ne tolle Belohnung. Dann wurde mit dem Leckerchen vor seiner Nase hin und her gewedelt, er hatte nur mich anzugucken. Ich hab ihm das Leckerchen vor die Pfoten gelegt, fast auf die Nase, unser Kater wuselte um ihn rum usw. Die Aufmerksamkeit, die Du brauchst von Deinem Hund, kannst Du mit dieser Übung sehr gut trainieren.
Irgendwann wurde das draußen ohne Ablenkung geübt. Heut ist es so, wenn ich "Benji" sage oder rufe, hab ich seine volle Aufmerksamkeit. Dann kann ich ihm auch andere Kommandos geben. Die Übung solltest Du vorsichtig ausbauen, Schritt für Schritt.

Meist ist es so, dass Hunde sehr ortsgebunden lernen, das könnte die zweite Ursache sein. So ist es scheinbar auch bei Euch. Hundeplatz ist okeh, alles andere sitzt nicht. Hört man sehr oft. Setz Dir also das Ziel, Hund außerhalb des Platzes auf Dich zu fixieren. Ich kann Dir zwar einige Hinweise geben, bin mir aber sicher, Du bist einfallsreich genug, selber noch Übungen zu erfinden.
Ich habe außerdem viele Sichtzeichen eingeführt für Sitz und Platz oder für Komm. Das hat den Vorteil, dass der Hund Dich immer anschauen muss, um zu begreifen, was Du von ihm willst. Auch das erhöht die Aufmerksamkeit. Rufe Deinen Hund, Sichtzeichen, klappt das Kommando, Leckerchen aus der Tasche hervorzaubern:)
Weiter kannst Du beim Spaziergang mit Deinem Hund zunächst sehr oft mal zwischendurch was unvorhergesehenes machen. Die Richtung wechseln beim Laufen zum Beispiel, mehrmals die Straßenseite wechseln, nicht nur geradeaus über die Straße gehen, sondern um Autos herum laufen - also alles tun, was Aufmerksamkeit vom Hund verlangt. Ziel ist, der Hund soll lernen, auf Dich zu achten und nur auf Dich. Und wenn er das tut, hast Du schon halb gewonnen. Er lernt so, in anderen Situationen, die nichts mit dem Hundeplatz zu tun haben, auch auf Dich zu schauen.

Ach so: Was ich noch für wichtig halte ist, dass Du Deinen Hund nicht mit Leckerchen lockst, sprich, zeig sie ihm NICHT, um ein Verhalten von ihm zu bekommen.
Warte auch mal, bis er ein schönes Verhalten zeigt (übe zunächst zuhause), und DANN ERST zauberst Du ein Leckerchen hervor. Einen Suuuperjackpot zum Beispiel, wenn er nur ne Kleinigkeit richtig gemacht hat. Das wirkt Wunder, weil Hund plötzlich "denkt": "Halt mal, für so was schödes hab ich jetzt so was Gutes von Frauchen bekommen? Das könnte ich ja öfter probieren...". Es klappt, glaub es mir:)

Und allmählich, bis Juni ist noch Zeit, kannst Du das Leckerchengeben abbauen. Aber nur allmählich. Mach's wie beim Lotto. Bist Du Dir sicher, dass Dein Hund jetzt das Kommando ausführt, was Du von ihn sehen möchtest, gibst Du ihm die Leckerchen nach einem Zufallsprinzip. Zunächst bei jedem zweiten Mal, dann bei jedem dritten Mal, dann wieder nach einem Mal, dann nach dem fünften gut ausgeführten Kommando. Das führt dazu, dass Dein Hund nie weiß, wann er ein Leckerchen bekommt und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass er jedesmal ein Kommando gut ausführt.

So, jetzt hab ich Dich aber belabert. Vielleicht versuchst Du es mal und berichtest über Deine Erfolge? Und denk dran, Leckerchen sind zur Prüfung nicht zugelassen. Bis dahin sollte Dein Liebling die Kommandos - ob auf dem Platz oder nicht - zuverlässig ausführen. Belohnung wird nie ganz gestrichen, aber abgebaut:)

Liebe Grüße, Illi

Melhase
23.11.2002, 16:15
also erstmal danke für eure vielen ratschläge. ich werde sie mir garantiert zu herzen nehmen.

sind leckerchen in der rüfung wirklich verboten? das ist ja fies.

ich hoffe ich bekomme das hin, er ist nämlich ein total verfressenes monster, und wenn er ein gutti sieht, dann starrt er es solange an bis er es bekommt. er schaut nirgends anders hin als auf das leckere gutti.

er ist eben eine fressmaschine

Hovi
25.11.2002, 13:57
Hallo Melhase,

ja, Leckerchen, Spielzeug und sonstiges sind während der Prüfung leider wirklich verboten. Ich find´s eigentlich auch blöd.

Aber Du sollst die Leckerchengabe ja sowieso reduzieren bzw. auf das "Zufallsprinzip" umsteigen. D. h., anfangs bekommt Dein Hund noch für jede korrekt gezeigte Übung eine Belohnung (Leckerli, Lob, Spiel, was auch immer). Dann verminderst Du das langsam. Du gibts ihm dann z. B. nicht bei jedem Herankommen auf Ruf etwas (ausser verbalem Lob), sondern rufst ihn z. B. 5 Mal, und nur 3 Mal gibt es Leckerli. Später gibt es von den 5 Mal nur 1 x Leckerli. Aber immer unregelmäßig, so dass Dein Hund Dich nie berechnen kann. So wird es für ihn zum spannenden "Glücksspiel": Bekomme ich diesmal was, oder nicht?

Und nach diesem Prinzip lauft ihr auch die Prüfung. Du hast die Leckerchengabe (wahlweise das Spiel) bis dahin so weit reduziert, dass Dein Hund die Prüfung packt, und HINTERHER superdoll gelobt, geknuddelt und verwöhnt wird!

Das haben schon so viele vor euch gepackt, ihr packt das auch...keine Bange;) . Blöd ist bei Dir der Druck ("Ich muß bestehen..."), weil sich diese Anspannung auf den Hund überträgt. Versuche, Freude am Training zu haben und zu zeigen, damit steckst Du den Hund an:) .

Liebe Grüße
Claudia

Sommersprosse
26.11.2002, 17:23
Hallo!
Tu um Gottes Willen keinen zweiten Hund her! Wie willst du deinen Rotti dann in den Griff bekommen? Er wird nur noch den anderen Hund beachten und dich noch weniger. Du musst erst mal die jetzigen Probleme in den Griff bekommen - und du hast welche! Nimm den Test nicht auf die leichte Schulter und nimm mir nicht übel, dass ich direkt bin, aber ich bilde auch Hunde aus und bin zu meinen "Schülern" auch direkt.:)
Das mit den Leckerchen ist ja schön und recht, aber eine wacklige, gefährliche Sache. Kommt ein Auto oder eine andere Gefahrenquelle, hilft es halt nix, wenn der Hund nur mit Leckerchen hört. Hast du schon mal versucht, deinen Rotti auf das Kommando Platz hinunterzudrücken, wenn er es nicht ausführt? NEIN- dann wird es aber Zeit. Denn dann stimmt in der Team-Beziehung HUND-MENSCH was ganz und gar nicht.
Belohnung prima und so oft es geht - aber wird ohne nicht gefolgt, zeig ihm (endlich), wer das Sagen hat! Es tut ihm nur gut, wenn er seinen Platz kennt!!!

Nina B.
27.11.2002, 01:58
hallo mehlhase!es ist gut,daß leckerchen nicht zugelassen sind!dein hund soll auf dich hören,nicht auf leckerchen!und bring im bloß nicht bei,derartig und unbedeutend zu sein!und präsentier dich nicht als unterster dreck,indem du dich von ihm anstarren lässt und leckerchen einfordern lässt!das ist die unterste schublade!und du willst doch was für deinen hund wert sein,oder?also straf ihn per kackengriff ab,wenn er waas falsch macht:nicht schütteln,nur untenhalten!
ignorieren ist lächerlich für hunde,es bewirkt nichts!
bring ihm nicht das anstarren bei,denn dann hast du für immer verloren!(unterwürfiger gehts nicht>!!!)
IMMER,wenn er's falsch macht:abstrafen!
belohnung kennt und versteht kein hund.er kann das auch nichtnumsetzen,denn:er ist und bleibt kein mensch!das versteht bloß keiner.

Ilona
27.11.2002, 08:56
"...belohnung kennt und versteht kein hund.er kann das auch nichtnumsetzen,denn:er ist und bleibt kein mensch!das versteht bloß keiner...."


Tststs Nina, wo hast Du bloß Deine Weisheiten her??? Die Literatur, die Du liest, würd ich gern kennen lernen.

Dodo H
28.11.2002, 17:06
Hallo Nina
: IMMER,wenn er's falsch macht:abstrafen!
-- und was lernt er, nur was er nicht machen soll, aber nicht, wie er es richtig machen soll.

: belohnung kennt und versteht kein hund.er kann das auch nichtnumsetzen,denn:er ist und bleibt kein mensch!das versteht bloß keiner.
-- wie kommst du darauf, wie bringst du deinem Hund denn etwas bei, würd mich interessieren, nur durch "Abstrafen" (Meideverhalten).

@ Melhase
-- bitte verwechsel nicht Belohnung mit Bestechung, sei kein Futterautomat , sondern ein Glücksspielgerät, wo man nie weis, wann es etwas gibt.

Dodo

Nina B.
28.11.2002, 21:53
hi dodo!
das kommt wohl etwas verkehrt rüber,was ich geschrieben habe,upps!keine sorge,ich strafe meine beiden hunde nicht den ganzen tag!natürlich motivier ich sie vorallem,aber natürlich aus besagtem grund nicht mit leckerchen und spielzeug.ich will,daß sie verlässlich auf mich hören,in jeder situation und das geht mit leckerlis nicht. ein hase beispielsweise ist ein viel größeres leckerchen-ich aber bin für meine hunde einfach vielviel wichtiger als jedes leckerli oder hase der welt!das hätte ich niemals mit den herkömmlichen methoden wie starkzwangmittel und leckerchen hingekriegt.und das ein hund keine belohnung kennt,kann man am eigenen hund schon sehen.und wenn man wie ich mehr als einen hund hat,kann man auch ganz schnell sehen(wenn man will),daß sich hunde mit dem überbringen und abgeben von beute ganz bestimmt dem anderen hund unterwerfen.und weil ich als mensch über dem hund stehen muß,auch um ihm befehle geben zu dürfen,gebe ich ihm keine leckerchen.
natürlich vermenschlichen die meisten hundehalter leider die hunde,indem sie zum beispiel ihr leckerchen-dressieren damit erklären:"guck,der mensch will doch auch bezahlung".da fängt der denkfehler an.man darf hunde nicht mit menschen vergleichen,das sagt auch fast jeder-dennoch werden wie hier in dem beispiel die hunde vermenschlicht,dabei denken hunde anders.
und wer einen hund hat,sollte auch wissen,daß,wenn zwei hunde sich gegenüberstehen,kommt es vor,daß sie sich anstarren oder einer den anderen anstarrt,das sogenannte anvisieren.das ist ein machtkampf,eine probe!wer anstarrt,direkt in die augen,zeigt somit seine hohe stellung.wer als erstes wegguckt,hat verloren.wer das anstarren dem anderen nicht verbietet,hat verloren.wer dann auch noch dem anderen NUN eine beute(leckerli)abgibt,hat verschissen.dieser tipp wird hier in diesem beitrag weitergegeben,ganz stolz auch noch!und ihr sagt nichts dazu?keiner denkt über den tipp nach,ist in der lage,dieses verhalten in hundisch zu übersetzen?mir bleibt die spucke weg!
ist es nicht zu verstehen,daß ich darauf reagiere?und das nicht allzu freundlich?einfachste hundegesetze werden in völlig falscher übersetung als heilende tipps angepriesen und keiner sagt was von euch?
ich hoffe,du hast mich jetzt besser verstanden:klar motiviere ich auch,nicht nur abstrafen und so.

Dodo H
28.11.2002, 23:11
Hallo Nina
: natürlich motivier ich sie vorallem,aber natürlich aus besagtem grund nicht mit leckerchen und spielzeug.
-- wie motivierst du sie denn

: .ich will,daß sie verlässlich auf mich hören,in jeder situation und das geht mit leckerlis nicht.
-- doch es geht, doch darf das Leckerchen nicht als Bestechung sondern soll als Belohnung dienen, der Hund soll in eine Erwartungshaltung gebracht werden, damit er sich immer anstrengt, um kein Leckerchen/ Spiel zu verpassen (es gibt bestimmt Ausnahmen, das streite ich nicht ab)

: ein hase beispielsweise ist ein viel größeres leckerchen-ich aber bin für meine hunde einfach vielviel wichtiger als jedes leckerli oder hase der welt!
-- und mit was hast du das geschafft, bestimmt nicht nur durch nette Worte,

: das hätte ich niemals mit den herkömmlichen methoden wie starkzwangmittel und leckerchen hingekriegt.und das ein hund keine belohnung kennt,kann man am eigenen hund schon sehen
-- ich sehe etwas anderes, meine Motivation ist stärker als die Jagd nach dem Hasen, wäre es nicht so, wäre er weg, Motivation und Lernen gehört zusammen, warum sollte ein Hund sonst lernen, er will seine Bedürfnisse befriedgen

:natürlich vermenschlichen die meisten hundehalter leider die hunde,indem sie zum beispiel ihr leckerchen-dressieren damit erklären:"guck,der mensch will doch auch bezahlung".da fängt der denkfehler an.man darf hunde nicht mit menschen vergleichen,das sagt auch fast jeder-dennoch werden wie hier in dem beispiel die hunde vermenschlicht,dabei denken hunde anders.
-- Hunde denken nicht, sondern Hunde handeln in der jeweiligen Situation, wie es für sie von Vorteil / lohnend ist. Unter Vermenschlichung fällt für mich, wenn dem Hund menschliche Gefühle unterstellt werden, er ist beleidigt u.s.w.

: .. ,ist in der lage,dieses verhalten in hundisch zu übersetzen?mir bleibt die spucke weg!
-- anstarren beim Mensch, nicht unter Hunden, was ist mit Hütehunden,( "Zitat Border Collies sind äußerst aufmerksam und haben immer ein Auge auf ihre Bezugsperson. In-die-Augen-Schauen ist für diese Hunde das Natürlichste auf der Welt und hat mit dominantem Gehabe nichts zu tun. ) Mein Hund und ich halten auch Blickkontakt, deshalb ist er mir gegenüber aber nicht dominant, auch wenn ich ihm Leckerchen gebe. Es kommt auf den Hund an.

: einfachste hundegesetze werden in völlig falscher übersetung als heilende tipps angepriesen und keiner sagt was von euch?
-- es sind Tipps, nicht mehr und nicht weniger, jeder muß sich das passende herausziehen, und wenn du sagst : "IMMER,wenn er's falsch macht:abstrafen! "heißt das für mich auch, bestraf ihn, wenn er nicht korrekt sitz, nicht schnell genug liegt, nicht .... das ist für mich auch kein toller Tip
Dodo