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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was soll ich sagen?



Hovi
22.11.2002, 13:00
Hallole,

uns begegnet in letzter Zeit auf unseren Spaziergängen immer wieder ein Husky-Rüde (ziemlich kleiner, zierlicher Husky). Ich rufe meine beiden dann zu mir, denn die Besitzerin führt ihn nur an der Leine. Wenn sie dann an uns vorbeiläuft, tobt der Husky und fletscht. Sie sagt, er täte das aus Angst, weil er von einem großen schwarzen Hund gebissen worden sei. So weit, so schlecht :( .... nun finde ich aber, dass die Frau völlig falsch reagiert. Sie schreit ihren Hund an, wenn er so tobt, schüttelt ihn , zieht im die Leine über... wie soll er da jemals die Angst VERLIEREN? Ich sprach sie darauf an, da erklärte sie mir, sie dulde das Getobe nun mal nicht, und im Übrigen habe man ihr das auf dem Hundeplatz auch so beigebracht:confused: .... Natürlich tobt der Hund umso mehr, je mehr sie ihn drangsaliert.

Was kann ich dieser Frau eurer Meinung nach raten, wenn ich ihr das nächste Mal begegne? Der Hund tut mir leid, denn wenn er wirklich Angst hat und auf jedem Spaziergang so oft zusammengestaucht wird (er führt sich ja bei jedem schwarzen Hund so auf), dann werden Spaziergänge für ihn ja zum Spießrutenlauf!:( .

Liebe Grüße
Claudia

Momospitz
22.11.2002, 14:41
...das man den Hund mahnen soll stimmt schon... aber die Frau hat das irgendwie falsch verstanden! Unser Hund hat das gleiche Problem. Am besten ist, das sie andere Hunde als selbstverständlich betrachtet, das tut ihr Hund dann auch irgendwann. Wenn der Hund dann aber bellt und knurrt sollte sie ihn mahnen, so als wie man das mit einem Kind macht wenn es jemanden schubst oder anmault. Aber so Leid es mir auch tut es wird wahrscheinlich nie passieren das sie es richtig macht. In Hundeschulen ist es meist so das Leute ihren Hund strict danach Erziehen wollen. Aber nehmen sie es so: Sie können mit ihren Hunden angeben, wenn sie brav sind. Diese Frau wird nie so glücklich mit einem Hund werden, wenn sie gute Ratschläge nicht hören will!

Momospitz

Ilona
22.11.2002, 16:13
Hallo Claudi,

ja die Unbelehrbaren:( :(

Vielleicht empfiehlst Du ihr mal die Zeitschrift "Der Hund", Ausgabe Oktober, November, Dezember (glaub ich jedenfalls), wo eine sehr gute Fortsetzung drin stand zum Thema "Angst und Aggression". Es sind drei Teile. Der letzte war in der Ausgabe 12/2002.
Dann solltest Du ihr sagen, dass ihr Erzieher auf dem Hundeplatz auch nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hat. Und wenn sie Internet hat, soll sie sich auf den richtigen Hundeseiten selber belesen.
Drittens, wenn so viel Zeit ist und sie Dir zuhört, kannst Du ihr schon mal vorab sagen, dass sie ihren Hund mit diesem Verhalten in seiner Aggression nur bestärkt. Und wenn sie jemanden zum Reden braucht, soll sie nach meiner Telefonnummer fragen:-)
Sag ihr, dass ich einen Rotti habe und wir unsere Aggression (oder Angst) anders in den Griff bekommen.

Und wenn sie gar nicht zuhören will, sag ihr, dass Dir ihr Hund nur leid tut:( Versuch einfach, die Frau zu verunsichern, vielleicht denkt sie dann mal nach. Schade um den Hund:( So ein Verhalten bekommt sie NIE so in den Griff...

Liebe Grüße, Illi:confused:

Hovi
22.11.2002, 16:42
Hallo Illi....

das Problem an solchen Leuten IST aber, dass sie denken, die Ausbilder auf dem Hundeplatz wären allwissend :( . Und auf sehr vielen Plätzen wird wirklich noch nach dem Motto "ducken und den Willen des Hundes brechen" gearbeitet.

Aus der Art wie sie das sagte ("Mein Hundetrainer hat gesagt...") hab ich schon rausgehört, dass sie denkt, nun das Patentrezept für die Lösung des Problems in der Hand zu haben.

Das Schlimme ist, dass solche Leute einfach nicht offen sind für andere Denkweisen. Deswegen bräuchte ich schon in sich schlüssige, schlagende Argumente, DAMIT sie mir überhaupt nochmal zuhört. Sie will ja immer möglichst schnell weg von mir, weil ich ja gleich 2 große schwarze Hunde hab. Ich frag mich bloß, hat der Hund eigentlich wirklich solche Angst? Oder ist SIE es vielleicht, die Angst vor großen schwarzen Hunden hat?

Es wäre keinerlei Problem, wenn sie ihren Hund von der Leine machen und ihm das Beschnüffeln von Jason erlauben würde. Jason hat genug Selbstbewußtsein, um auch einen Schnapper wegzustecken, wenn er merkt, der andere Hund ist ängstlich. Aber so wie´s aussieht, begegnen sich eher Sonne und Mond, als dass sie DIESEN Versuch wagt...:(

Ratlose Grüße
Claudia

irene
22.11.2002, 17:48
..ist hier auch die Angst des Hundes. Sicher ist es das Frauchen, das Panik bekommt, sobald sie einen (schwarzen) Hund am Horizont auftauchen sieht. Versuch doch einfach trotzdem sie dazu zu bewegen, dass sie ihren Husky mal probehalber kurz frei laufen läßt. Das wäre der größte Sieg, den du in diesem Fall erringen könntest, alles andere würde sich finden.

Ilona
22.11.2002, 17:57
Hallo liebe Claudia,

Du hast leider Recht:( Und festbinden kannst Du die Frau nun mal nicht, damit sie Dir mal zuhört.
Ach, weißt Du, was sind schon schlagende Argumente? Die Leute hören meist, was sie hören WOLLEN. Da ist es dann egal, was der andere sagt oder nicht sagt. Und da die Hundeschule für sie wohl der Weisheit letzter Schluß ist...
Vielleicht wäre es einfacher für sie, Dir zuzuhören, wenn Du Deine schwarzen Monster (<ggg>) mal nicht dabei hättest. Sie ist ja bei diesen Begegnungen mit Dir nur damit beschäftigt, die Situation unter Kontrolle zu halten. Wie soll sie sich da für ein Gespräch öffnen?
Ich weiß auch nicht, ob das ne gute Idee ist, aber wo geht die Dame denn in die Hundeschule? Ist das weit weg von Dir? Vielleicht gehst Du da mal hin und guckst Dir das an? Hm...ich hab auch echt keine Ahnung, wie man sonst an die Frau rankommen könnte.:(
Das schlagendste Argument wäre eine Verhaltensänderung der Dame und die damit verbundene Änderung im Verhalten des Hundes. Nur das ist ja nicht zu machen mit der Einstellung, die die Frau an den Tag legt.
Wir haben auf der Wiese auch solche Spezialisten. Sie mußten erst an den eigenen Hunden merken, dass die Hundeschule nicht immer Recht hatte mit den erzieherischen Maßnahmen. Nur gut, dass wir so viele waren, die darauf hingewiesen haben, denn inzwischen sind auch diese Leute kritischer geworden und den Hunden geht es nun ein wenig besser.
Also wäre noch eine Variante, dass sie es von mehreren Seiten hört, was sie da für einen Mist mit ihrem Hund baut.

Ich weiß nicht, aber ich würde ihr vorschlagen, sich mal in Ruhe zu treffen, um zu reden. Aber Du sagst ja, sie will das gar nicht...Vielleicht schaffst Du es aber doch? Und empfiehl ihr doch ruhig mal die von mir angesprochenen Artikel. Vielleicht glaubt sie so einem geschriebenen Wort in einer Zeitschrift ja mehr als Dir? Oder kannst Du ihr einen alternativen Hundeplatz empfehlen? Nur, damit sie sieht, was noch so möglich ist? Wenn Du ihr tierisch auf die Nerven gehst mit Deiner Meinung, wer weiß, möglich wäre doch, sie wird doch hellhörig?
Ach ja, und frag sie gleich noch das nächste Mal, wann denn der Trainer gesagt hätte, das ihr Problem mit dem Hund gelöst werden wird??? Da er ja das Patentrezept hat, wird er das sicher auch gleich gewußt haben...

Liebe Grüße, Illi

Ilona
22.11.2002, 17:59
Hi Claudi, ich seh grad, Du bist ja auch aus Berlin. Genau wie ich! Vielleicht nehmen wir die Dame mal gemeinsam in die Mangel??? Ich hab ja auch ein schwarzes Monster, hihi....

Grüßle, Illi

In welche Hundeschule die Dame geht, kriegst Du das raus??? Würd mich schon mal interessieren.

Hovi
22.11.2002, 18:58
Hallo Illi,

wahrscheinlich werde ich der Dame die letzten drei Ausgaben von "Der Hund" schenken... ich hab sie ja eh schon gelesen, und sammeln tu ich auch nicht mehr. Die Artikel über Angst und Aggression waren nämlich tatsächlich sehr interessant.

Leider bin ich nicht aus Berlin, da hast Du Dich wohl "verguckt", schade eigentlich... vielleicht hätten wir ja gemeinsam mehr erreicht, wenn wir die Frau mal "in die Mangel" genommen hätten :D .

Ich komme aus dem Raum Speyer und kenne den Hundeplatz, den die Dame besucht. Ich habe dort zweimal probeweise mittrainiert. Dort bringt man den Hunden z. B. das Kommando "Platz" bei, indem man sie anbrüllt: "PLATZ!!!!" und dann mit einem solchen Schwung auf die Leine direkt hinter dem Halsband latscht, dass der Hund auf den Boden klatscht. Mich wundert nur, das noch keiner der Hunde sich das Genick gebrochen hat dabei.... Auch ansonsten ist man hier eher für die "alten Methoden": Viel Gezerre an der Leine, viel Gebrüll..... wenig Kompetenz! Ich werde ihr mal den Hundeplatz in Otterstadt empfehlen, das ist nicht weit von Schifferstadt, und wenigstens wird dort überwiegend mit Lob, Leckerli und viel Spiel gearbeitet. Darum gehe ich mit Jason auch dahin.

Um nicht mißverstanden zu werden: ich bin KEIN Verfechter der VÖLLIG gewaltfreien Hundeerziehung, da es durchaus Hunde gibt, die mal kurzfristig auch körperlich gezeigt bekommen müssen, dass sie mit Herrchen und Frauchen nicht "den Kasper" machen können. Aber WENN ich tatsächlich körperlich strafe, dann geht das blitzschnell (Griff ins Nackenfell, Hund mit zornigem Brüller zu Boden drücken), und nach 3 Sekunden ist die Sache dann auch wieder erledigt, als wäre nie was gewesen. Mit dieser Methode habe ich bei meinen beiden Sturköpfen super Lernerfolge gehabt. Aber nichts sieht erbärmlicher aus, als ein Hundebesitzer, der minutenlang mit seinem angeleinten Hund rumbrüllt, ihn schlägt und am Ende dann doch nichts, aber auch gar nichts erreicht! (Ausser einer Aggressionssteigerung des Hundes). :mad:

Was mich immer wieder wundert: ist es für uns hochintelligente Menschen denn wirklich sooooooo schwer, wenigstens ein BISSCHEN so zu denken, wie ein Hund denkt, und ein wenig von der Hundesprache zu erlernen? Oder zu begreifen, wie ein Hund lernt? Ich habe die Weisheit wirklich auch nicht mit Löffeln gefressen, lerne immer wieder Neues dazu, mache (wahrscheinlich täglich :rolleyes: ) Fehler in der Hundeerziehung, und bin für jeden vernünftigen Verbesserungsvorschlag dankbar. Aber wenigstens kann ich mit meinen Hunden kommunizieren, aus ihrer Körperhaltung und Mimik lesen, und deshalb verzeihen sie mir meine Trotteligkeit wohl auch immer wieder :D . Das A und O ist: ich bin für meine Hunde berechenbar, und meine Hunde sind für mich berechenbar. Und der Mensch will die Krone der Schöpfung sein? :confused:

Liebe Grüße
Claudia

Ilona
22.11.2002, 20:49
LOL liebe Claudi,

ICH bin wohl ein wenig düdelig, hab wahrscheinlich bei meinem Eintrag das "wohnhaft in :Berlin" gelesen <grins>.
Naja, ist ja schon mal schön, dass Du ihr einen anderen Hundeplatz als Alternative empfehlen kannst. Bin mal gespannt, wie sie reagieren wird. Schreibst Du mal über Eure nächste Begegnung?

Übrigens bin ich ein Verfechter der gewaltfreien Erziehung und Ausbildung und habe damit eigentlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Ich habe meine Hunde noch nie abstrafen müssen mit Nackengriff und runter drücken. Könnte ich auch gar nicht, weil ich die Kraft nicht hab, einen Rotti zu Boden zu drücken. Hat aber auch was, man muss sich in diesem Fall nämlich andere Maßnahmen einfallen lassen:) Aber das handhabt ja eh jeder anders.
So traurig die Ausbildungsmethoden klingen, über die Du berichtet hast (da, wo die Dame hingeht) auch sind, ich konnte mir ob Deiner Beschreibung das Lachen dennoch nicht verkneifen. Du hast das wundervoll beschrieben! Ja, das sind die wahren Spezies:( :confused: ...

Ich hab zurzeit einen Tierheim-Rotti, holte ihn, da war er drei Jahre alt, zu mir. Wir haben schon ne Menge durch. Aber mein Respekt vor diesem großen schwarzen Hund war anfangs größer als alles andere und so hab ich nach Möglichkeiten gesucht, von ihm, auch wenn er zu Anfang brummte oder knurrte, das zu bekommen, was ich wollte. Es hat geklappt. Es wird allmählich immer relaxter zwischen uns, er weiß inzwischen, dass, wenn ich was verlange, nicht nachgebe, bis ich nicht bekomme, was ich von ihm will.
Also, gewaltfrei heißt nicht, dass ich nicht auch mal schimpfe, aber ich vermeide nahezu immer, ihn körperlich zu berühren, wenn wir miteinander arbeiten.
Wann und bei welcher Gelegenheit übst Du denn diesen direkten Zwang aus (Nackengriff, Brüller)? Würd mich mal interessieren. Aber das geht hier ja eigentlich schon am Thema vorbei:)

Liebe Grüße, Illi

Jela
22.11.2002, 22:31
Hallo Claudia!

Es ist fast aussichtslos, solchen Leuten noch irgendeinen Ratschlag zu geben, weil sie wahrscheinlich einfach nur beschränkt sind in ihrer ganzen Sichtweise ("beschränkt" im Sinne des Wortes als verkürzte, verstockte Sichtweise). Gerade solche Leute holen sich dann Leistungshunde, die richtig viel Bewegung und Anforderungen brauchen. Ich habe schon oft erlebt, dass Huskys nicht frei gelassen werden, weil sie abhauen, so aber nicht das Minimale von dem bekommen, was sie an Bewegung bräuchten. Und aggressiv werden. Und nicht selten im Tierheim landen.

Mich würde interessieren, wie alt die Frau ist und wie alt der Hund. Denn vor allem ältere (auch schon jenseits der vierzig) neigen dazu, ihre Angst auf den Hund zu projizieren.

Ich hab auch viel Bockmist gebaut mit meinem Hund, aber ich war gierig, zu lernen und hab jede Information geschluckt, die da kam. Die Hälfte war für's Klo, aber die andere Hälfte hat mir und dem Hund geholfen.

Das A und O ist, dass der Mensch kapiert, dass er sich in den Hund hineinversetzen muss, weil's umgekehrt einfach nicht drin ist. Und dass er aufhört, dem Hund menschliche Eigenschaften anzudichten, das find ich so schrecklich. Natürlich bin ich auch nicht von der Weisheit adoptiert worden, aber mit Liebe, Verstand UND Verständnis sowie Strenge (Konsequenz) hat's bei mir geklappt (oder klappt's immer besser).

Die Frau muss sich klar machen, dass der Hund ein soziales Wesen ist (deshalb klappt's ja auch so gut mit dem Menschen), aber sozial verkümmert, wenn ihm der soziale Kontakt zu anderen Hunden fehlt. Alles wird dann nur schlimmer. Der Husky wird sich so nie einkriegen und bevor's die Dame merkt, ist der Hund versaut und die Beziehung zwischen den beiden erst recht. Vielleicht sagst du ihr, wie gesund (!) es wäre, wenn sie den Husky mal loslassen würde. Selbst wenn sie sich mal raufen, denn das deine Hunde gut sozialisiert sind, liegt ja wohl auf der Hand.

Meine Dalmatinerhündin Maxi reagiert auch ganz unterschiedlich auf jeden Hund, mit den meisten Rüden klappt's super, vor manchen hat sie Schiss ohne Ende und vor vielen Hündinnen spielt sie den Chef (milde ausgedrückt). Aber diese Vielfalt zeigt, dass die Hunde ihre ganz eigene Sprache haben und sich schon verständigen. Natürlich hab ich auch Schiss (oder bin sauer), aber soll ich ihr deshalb ihr Leben versauen? Meiner Meinung nach sagt der Hund viel über sein Herrchen aus!!! Und Leute mit Grips holen sich vom Hundetrainer auch nur das, was sie verwerten können!

Aber lange Rede kurzer Sinn: Wenn du die Frau besser kennen würdest, würde ich empfehlen, ihr ein Buch zu schenken: "Meinen Hund besser verstehen" oder sowas!!!

Mit Anteilnahme: Jela und Maxi

Hovi
23.11.2002, 00:06
Original geschrieben von Ilona
LOL liebe Claudi,

Wann und bei welcher Gelegenheit übst Du denn diesen direkten Zwang aus (Nackengriff, Brüller)? Würd mich mal interessieren. Aber das geht hier ja eigentlich schon am Thema vorbei:)

Liebe Grüße, Illi

Hallole Illi,
eigentlich immer dann, wenn sich Jason (bei Bandit mach ich das nicht mehr) ganz bewußt und stur über ein Gebot von mir hinwegsetzt. Ein Beispiel: uns kommt ein angeleinter Hund entgegen, von dem ich weiß, dass er nicht "ohne" ist und meine beiden angeifert. Ich lege meine zwei darum ins PLATZ (und zwar so, dass sie MICH anschauen) und leine sie ebenfalls an. Eine zeitlang dachte Jason sich wohl: Pfeif drauf, und er schoß aus dem Platz hoch, um auf den anderen Hund zuzustürmen. Ich muß dazusagen, dass ich meine einmal gegebenen Kommandos immer durch ein Schlüsselwort aufhebe. Solang dieses nicht erfolgt, bleibt das Kommando gültig... und das wissen die beiden. Also, in dieser Situation z. B. griff ich mir meinen Rüpel dann im Nackenfell, drückte ihn neben Bandit mit einem scharfen "PLATZ" unsanft wieder zu Boden... nach drei Wiederholungen dieser Prozedur bleibt er nun zuverlässig liegen. Anderes Beispiel: In unserem Mini-Rudel bin ich das Alpha-Tier (hoffe ich wenigstens :D ), dann kommt Bandit, danach erst Jason. Das klappt auch prima. Trotzdem gab es zwei Situationen, in denen Jason Bandit angriff. Beide Male ging es um ein Knabberteil. Bandit ist Jason körperlich weit unterlegen, schon allein durch seine Wirbelsäulenprobleme. Aber er ist fast 6 Jahre älter, und die Rangordnung soll solange so bleiben, wie Bandit die Position nicht freiwillig hergibt. Also griff ich mir auch da den Übeltäter mit einem lauten Brüller, zog ihn von Bandit runter und *platsch* lag er wieder auf dem Bauch. Zweimal kam das vor, und seither akzeptiert Jason, dass er Bandit´s Kauknochen in Ruhe zu lassen hat...

Ging jetzt zwar wirklich etwas am Thema vorbei, aber man möge uns verzeihen :D .

Liebe Grüße
Claudia

Hovi
23.11.2002, 00:12
Original geschrieben von Jela
Hallo Claudia!

Mich würde interessieren, wie alt die Frau ist und wie alt der Hund. Denn vor allem ältere (auch schon jenseits der vierzig) neigen dazu, ihre Angst auf den Hund zu projizieren.

Mit Anteilnahme: Jela und Maxi

Hallo Jela,

da sagst Du was! Das ist mir auch schon aufgefallen. Und es stimmt auch in diesem Fall. Die Frau dürfte die 50 schon weit hinter sich gelassen haben. Ich will ja nicht so boshaft sein, zu sagen: Da setzt vielleicht schon der Altersstarrsinn ein bei manchen.... aber zumindest sind solche Leute einfach nicht mehr so lernwillig oder bereit, mal einen Rat anzunehmen, wie jüngere Leute. Ist zumindest mein Eindruck!

Liebe Grüße
Claudia

Tina2809
23.11.2002, 01:18
Hi Claudia!
Sprich doch die Frau mal an, daß Du ihr helfen möchtest, einen alternativen Weg zu finden, dem Hund die Angst zu nehmen, da der Tipp ihrer Hundeschule ja wohl nicht sehr hilfreich ist.
Schalg ihr vor, sich alleine mit Dir zu treffen, auf nen Kaffee oder so. Da kannst Du ihr in aller Ruhe ohne Hunde (falls die Angst tatsächlich allein von ihr ausgeht)erklären, um was es Dir geht und wie Du helfen möchtest.
Dann macht ein Treffen aus, bei dem nur Du Deinen Jason oder Bandit dabei hast und Ihr einerseits die eigene Angst vor dem Hund nehmen kannst und ihr zeigen kannst, was mit Deiner Erziehungsform möglich ist.
Wird vielleicht nich gleich nach einem Mal klappen, aber wenn der erste Schritt getan ist, tut sie sich vielleicht leichter.
Du kannst ihr dann Eure Hundeschule zeigen, und vielleicht können sich die Hunde mal leinenfrei treffen- was dem Ganzen vielleicht auch die Spannung nehmen würde.
Vielleicht helfen kleine Überzeugungsschritte besser (sicher besser als nichts zu tun).
Viel Glück!
Tina & timmy

Ilona
23.11.2002, 12:49
Hi Claud, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort:) Jaaaa, diese Probleme haben wir natürlich nicht, wir sind ja nur ein Hund, ein Kater und - ich :D :D

So, nun bin ich aber gespannt, ob Du berichtest, was sich so bei Deinen nächsten Begegnungen mit der Dame "Urgestein" ergibt:) Man kann es ihr ja nicht verübeln (auf der einen Seite), dass sie glaubt, kompetente Hilfe in Form einer Hundeschule gefunden zu haben. Wozu gibt es die auch sonst? Und nicht jeder Hundebesitzer, der Rat sucht, weiß, dass man solche und solche Möglichkeiten hat, den Hund zu erziehen und sind dann froh über JEDE Hilfe, die sich bietet. Und ich denke, solange jeder Depp ne Hundeschule aufmachen kann, werden wir die Probleme (wie zum Beispiel hier beschrieben) auch nicht los.

Schönes Wochenenden allen Lesern wünschen Illi und Benji