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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bringt Euer Hund gute Laune?



Commodore
21.11.2002, 15:50
Traurig ist es, wenn ein Hund krank ist bzw. wird oder sogar von uns - über die Regenbogenbrücke - geht. Hierüber ist das Zooplus-Forum leider ach so voll.
Mich interessieren Eure Erfahrungen - wie der Wauzi Euch über schwierige Zeiten geholfen hat oder wie er "einfach hilft", den Stress des Tages abzulegen. Die Frage ist nach dem "Wie"! Merkt er, ob etwas nicht stimmt, wie verhält er sich? Beispiel: verändert er sein Spiel? Oder ist da "nichts"???

zu meinen Erfahrungen: grundsätzlich lässt er, wenn ich nach Hause komme, nicht locker. Jemand, der keinen Bezug zu Hunden hat, kann das bestimmt nicht verstehen: es nervt oftmals, aber durch das Spiel werde ich wieder wach. Dann noch (zwangsläufig ;) ) die frische Luft.

Nun gut, Beetl ist noch nicht lange bei uns, eine große Krise war (gottseidank) nicht dabei, sodass ich von keinen besonderen Krisen-Erfahrungen berichten kann.

Gute Laune bekomme ich generell auf dem Hundeplatz. Das macht uns beiden richtig Spass. Da meine Tochter (9) generell mitkommt, verdoppelt sich sogar die gute Laune (nicht wahr, Juke?) !!!

Und ist man richtig müde, kann unser grober Beetl sogar kuscheln. Hmmm - gute Laune vorprogrammiert! Ich denke, es ist die ständige Aufforderung, Beachtung, die man vom Hund erfährt. Und natürlich die Verantwortung die man trägt. Verantwortung zu haben ist nicht nur negativ!

Ich habe an "schlechten" Tagen leider nicht feststellen können, dass sich das Verhalten von Beethoven verändert hätte. Liegt es daran, dass ich es mir nicht anmerken lasse oder kann ich bei Hundis Verhalten nicht richtig ablesen?

Deswegen interessieren mich Eure antworten sehr!

Es grüßet herzlich
der Comm'

Hovi
21.11.2002, 19:58
Hallo Comm,

hmm... Hunde bringen NATÜRLICH gute Laune... ich kann mir nicht vorstellen, in eine Wohnung heimzukommen, wo nichts wedelt:D . Allerdings gibt es natürlich auch schlechte Zeiten, Hund ist krank, man macht sich Sorgen...

Also, mein Bandit hat mir über Zeiten von Einsamkeit weggeholfen, er war Kumpel, Seelentröster und Gute-Laune-Stifter. Je enger aber meine Beziehung zu ihm wurde, desto mehr litt ich, wenn es ihm schlecht ging (irgendwie logisch, nicht wahr?).

Allerdings, eines muß ich meinen beiden Hunden absprechen: Einfühlungsvermögen. Sie benehmen sich nicht merklich anders, wenn ich traurig bin. Nix da von wegen trösten oder so... :rolleyes: Viel eher lassen sie sich von meiner guten Laune anstecken. Bin ich besonders aufgekratzt, sind sie es auch.

Eigentlich ist es ja gut so: Bin ich mies drauf, ist es ihnen wurscht, und sie benehmen sich wie immer. Wären sie dann ebenfalls deprimiert, würden sie mich ja noch weiter runterziehn... Durch ihr "normales" Verhalten bringen sie mich dann auch recht schnell wieder in normale Stimmung.

War das das, was Du wissen wolltest?

Liebe Grüße
Claudia

Ilona
21.11.2002, 20:04
Hallo Commodore:)

Mein Hund freut sich zunächst wie verrückt, wenn ich nachhause komme. Das ist schon mal was, was meine Laune extrem verbessert. Was ich wichtig finde ist, dass man gezwungen ist, seine miese Laune, die man manchmal von der Arbeit mit heim bringt (weil Chef wieder mal genervt hat), nicht am Hund auszulassen. Das erzieht enorm! Mich zumindest. Wir zwei haben Spaß am Spazieren gehen und am Üben von Kunststückchen. Da ist er immer voll dabei. Gibt ja schließlich ne Menge Leckerchen!
Ja, zum einen ist es richtig, was Du schreibst. Die Beachtung, die man vom Hund erfährt, ist ein riesiger Pluspunkt. Zum anderen ist es genauso wichtig, Beachtung zu schenken, das lenkt von den eigenen Problemen ab, find ich.
Mein Hund merkt besonders extrem, wenn ich schlechte Laune hab. Meist zieht er sich dann lieber zurück. Aber wenn ich ihn rufe und mich beherrsche, ist er anhänglich und sehr liebevoll. Kuscheln ist das nonplusultra für uns. Er kann stundenlang neben mir liegen und sich streicheln lassen. Das ist wie eine Droge für mich. Ich spüre förmlich, wie ich mich entspanne und der Stress von mir abfällt. Bin ich mal nicht so gut drauf, verlange ich übrigens von meinem Hund nicht allzu viel, weil das in die Hosen geht, wie ich merke. Ich werde dann ungerecht und schimpfe auch mal, wo es nicht angebracht ist. Ein Hund ist schließlich auch nur ein Mensch;) ;)
Und ob ein Hund merkt, dass etwas nicht stimmt! Ich kann jetzt nicht genau sagen, wie seine Körpersprache dann ist, ich weiß nur, dass er mich meidet, wenn ich schlecht gelaunt daher komme. Das kommt bei mir so selten vor, dass ich den Hund dabei noch nicht wirklich intensiv beobachten konnte:)
Beispiel von gestern: Hund hat Kühlschrank UND Gefriertruhe geplündert. Ich war aus Sorge um meinen Hund außer mir. Ohne den Hund anzusehen, hab ich laut vor mich hin geflucht. Ich hab ihm nichts getan oder so. Er hat sich allerdings schleunigst verdrückt, sich ins Wohnzimmer zurückgezogen und ich hab aufgeräumt. Nach einer Weile hab ich ihn dann gerufen, damit wir Gassi gehen können. Er kam etwas zurückhaltend zu mir, freute ich aber auf den bevorstehenden Spaziergang. Allerdings war ich noch immer ein wenig geladen (der Tag war wirklich anstrengend mit launigem Chef), was sich wiederum auf den Spaziergang ausgewirkt hat. Ich hab ihn etwas härter gemaßregelt, wenn er meine Befehle nicht befolgt hat. Plötzlich hörte er so gut wie lange nicht, aber ich war damit nicht wirklich glücklich:(
Hab ich hingegen super Laune, ist mein Hund auch aufgedreht und freut sich mit mir mit. Das Lernen macht ihm noch mehr Spaß als sonst.
Da sieht man mal, was Stimme und Körpersprache für einen Einfluss auf unsere Hunde haben:)
Wenn Du so schlechte Tage hast, so richtig schlechte, solltest Du mal Deinen Hund bewußt beobachten. Ist er in seinem Verhalten zögerlicher? Wedelt die Rute nur halb so schnell, legt er dabei die Ohren an, kommt er nicht ganz so schnell wie sonst angesaust? Oder ist er einfach wie immer? Dann hast Du Dich besonders gut im Griff, denk ich. Einen furchtbar schlechten Tag vom Menschen "spürt" der Hund schon und zeigt es über seine Körpersprache.
Meinem Benji geht es zurzeit auch nicht besonders, was mich zusätzlich noch bedrückt. Er hat entzündete Ohren. Das fordert mich ungemein und laugt mich zusätzlich noch aus. Aber ich versuche, immer freundlich zu sein, denn schließlich soll Hund nicht leiden unter meiner Befindlichkeit. Aber leider klappt es noch nicht immer so, wie ich es gern hätte...Ich arbeite dran, das ist die Hauptsache:)

Liebe Grüße senden Euch Illi und Benji

Ewok
22.11.2002, 07:46
Hallo!

Wenn ich mal wieder total genervt aus dem Büro komme, schnappe ich mir meine beiden und wir gehen raus und spielen und toben, da ich eh zwei Clowns als Hunde bleibt das Lachen nicht lange aus... und wenn ich so richtig traurig bin, dann kommt unsere ältere Hündin legt den Kopf bei mir auf die Beine und guckt mich an als ob sagen wollte "Ey Frauchen, erzähl mir was du hast"

Thea
22.11.2002, 13:32
Hallo Comm,
natürlich machen Hunde gute Laune, aber sie spüren, wenn wir traurig sind glaube ich auch. Meine beiden benehmen sich da aber ganz unterschiedlich. Mein Rüde ist da sehr egoistisch, er scheint zu denken, ah Frauchen gehts nicht gut, ist nicht ganz auf der Höhe, da habe ich ja freie Bahn zum Tischabräumen, aufs Sofa hüpfen oder am besten gleich die Rudelführung zu übernehmen. Meine Hündin kommt interessiert an, stupst mich an und leckt mein Gesicht ab. Sie scheint mich besonders dann auffordern zu wollen, wenn es mir schlecht geht. Auch wenn die Kinder weinen, wenn sie hingefallen sind oder so, läuft sie hin und versucht sie abzulecken (was die Kinder dann allerdings nicht so toll finden). Das schönste Erlebnis mit meiner Hündin war, als mein Rüde auf einem Spaziergang ein Kaninchen witterte und an der Leine total durchdreht, bellte und jaulte wie verrückt und meine Hündin, die frei lief zum ersten Mal hinter einem Kaninchen herjagte. ich stand da mit kläffendem Köter an der Leine, der sich nur losreissen wollte, meine Hündin kam ein Stück zurück hielt aber Abstand und kam trotz Rufen nicht zu mir. Ich war völlig überfordert, gereizt mit den Nerven runter, da hab ich hingesetzt und geheult. Meine Hündin hat es gesehen und kam sofort!! zu mir, leckte mich ab liess sich anleinen und wir konnten weiter gehen. Mein Rüde hat die ganze Zeit über sein Theater gemacht und nur das Karnickel im Kopf gehabt. So verschieden sind Hunde.

Cockerfreundin
22.11.2002, 19:24
... krieg ich gute Laune, wenn ich sehe, wie fröhlich und lebendig mein Cocker durch die Gegend streift... wie die Rute fröhlich wedelt (was haben sie mit dem Kopieren damals den Hunden nur angetan :mad: )... wie er sich freut, wenn ich nach Hause komme... oder ihm Stöckchen werfe... oder wie er sich behaglich auf den Rücken legt, irgendein Plüschtier oder Ball im Fang, und sich dann noch das Bäuchlein kraulen lässt... oder wie er sich abends neben mir auf seinem Kissen einrollt, einmal tief schnauft und dann einschläft...

Doch, DAS bringt schon gute Laune... manchmal vielleicht sogar noch mehr... so eine Ahnung von Glück... auf jeden Fall Zufriedenheit.

Was mir bei Basti auffällt ist, daß er (von Anfang an) einerseits ein sehr überschwänglicher Hund ist... aber auch ein sehr höflicher. Diese Höflichkeit äußert sich unter anderem auch darin, dass er intuitiv merkt, wenn es mir mal nicht so gut geht, ich mit meinen Gedanken woanders bin ... gerade DANN fordert er z.B. so gut wie gar nichts ... trottet beim Spaziergang einfach mit... macht kein Zinnober ... gar nichts....

Und als ich letztens mal 2 Tage krank war (Magen-Darm-Virus), hat er sich nicht nur klaglos von einer Freundin ausführen lassen (und hat gehorcht wie eine 1:) ... nein: Zuhause hat er sich immer so hingelegt, dass er mich genau sehen konnte, wie ich da so vor mich hingedämmert habe im Fieberwahn ;) , und er hat mich richtig *bewacht*... Hat keinen muks getan... kein Spiel gefordert... Nix... Er ist einfach nur dagewesen :) :)

Soweit so gut :)
Liebe Grüße von
Annette + Basti :)

Commodore
25.11.2002, 08:30
War das das, was Du wissen wolltest?
Ja, das ist es, was ich erfahren wollte; den sechsten, siebten oder achten Sinn gibt es - so lese ich das zumindest aus Euren (respekt - sehr ausführlichen) Beiträgen heraus (wenn auch nicht bei allen - hovi, wir beide sollten das genauer beobachten!?).

Und das Hunde gute Laune bringen war mir zwar von vornherein klar - und es tut gut zu wissen: das Wie, Wann und Warum... Eines ist mir klar geworden - nie mehr ohne Wauzi, promised!

es grüßet herzlich ein
*dankbarer* Comm' :p

@Illi und Benji: na' da wünsche ich von Herzen "gute Besserung"!

P.S.: schreibt ruhig weiter... es gibt bestimmt noch mehr gute Laune zu verbreiten!

AnnaS
25.11.2002, 09:03
Etwas spät, aber ich melde mich trotzdem mal zu Wort :D

Meine Peppa ist noch sehr jung, und somit irgendwie ständig albern. Das allein bringt mich zum Lachen, wenn es mir mal nicht so gut geht. Sie springt durch die Wohnung, sie rennt wie eine Wilde, rutscht ständig auf dem Laminat aus und verknotet sich ihre langen Beine dabei. Mit unserem Läufer fährt sie "Schlittschuh"......wie könnte man bei einem solchen Anblick noch mies drauf sein???

Außerdem tut es gut, an die frische Luft zu kommen. Wie oft will man sich am liebsten aufs Sofa verkrümeln, und nichts mehr sehen und nichts mehr hören. Doch durch den Hund muss man zwangsläufig nach draußen, und ich habe mehr als einmal gemerkt, dass es doch wesentlich besser ist, an die Luft in die Natur zu gehen, anstatt sich in der Wohnung zu verkriechen.

Wenn man keine Lust mehr hat, irgendwas zu tun, kommt Peppa immer ausgerechnet dann an, und provoziert einen richtiggehend mit ihrem Spielzeug. Da kann man noch so oft sagen "Peppa, jetzt nicht". Und dann sieht sie einen mit einem total verständnislosen Blick an, grunzt wie ein Schweinchen......und irgendwie schafft sie es dann doch immer, mich zum Spielen zu verleiten :rolleyes: .

Und wenn ich traurig bin, kommt sie an und sieht mich mit einem fragenden Blick, den Kopf schief gelegt, an. Und wenn ich sie dann streichle, merke ich auch, dass es da jemanden gibt, einen Hund eben, der sich sehr wohl darum "kümmert", wie es mir geht. Der Anteil an unserem Leben nimmt, genauso wie wir Anteil an einem Hundeleben nehmen.

Ich denke, nicht umsonst heißt es, der Hund ist der beste Freund des Menschen. Denn durch ihn tut man vieles im Leben, was man ohne Hund nicht tun würde, und was ganz sicher für den Menschen ebenso gut ist wie für den Hund (z.B. Spaziergänge).

So, liebe Grüße
Anna

Daggi
25.11.2002, 17:20
Hallo, ja unser Hundi merkt schon, wenn man traurig ist, bzw., wenn man weint. Das habe ich ganz deutlich zu sehen bekommen, als meine Freundin da war und furchtbare Probleme hatte und schlimm geweint hat. Dann kam unsere Süße und schleckte sie überall wo sie hinkam ab und fiepste auch vor sich hin (obwohl sie meine Freundin damals erst 3-4 Mal gesehen hatte). Und auch bei uns, wenn wir uns z. B. irgendwo ganz gemein gestoßen haben und es furchtbar weh getan hat, dann kam sie her und schleckte uns ab, so nach dem Motto "mit meiner Spucke wird alles wieder gut ..." :p :p :p
Also ich glaub schon dran, dass ein Hund Stimmungen spürt. Ob jeder Hund gleich ist, wie er sich benimmt, das weiß ich aber leider nicht.
Aber wir wollen unsere Kleine auch niiiiiiiiiiie mehr missen, denn sie gibt uns so viel zurück und bringt uns so oft zum Lachen! Tschüß Euch zusammen

Mascha
26.11.2002, 19:51
Mein Hund macht gute Laune! Allerdings eher unabsichtlich... :D Eben z.B. saß ich trübsinnig rum, als mein Wauwi mit seinem Spielzeug ankam. Er wedelte freundlich-auffordernd und stieß dabei mit der Rute an einen Schrank.
Der Schrank steht sicher schon länger da, aber mein Hund guckte, als wäre das Ding gerade vom Himmel gefallen - so ein erstaunter Blick! Da musste ich dann doch lachen.

Nina B.
27.11.2002, 00:58
hier in den letzten beispielen wird deutlich,wie wenig ahnung deren besitzer/innen ahnung von ihrem hund haben:es wird von mitgefühl und bewußtsein gefaselt,daß einem schlecht werden kann!
schade,daß soviele hundebesitzer keine ahnung von hunden haben,denn:natürlich winseln,fiepsen hunde umher und schlecken menschen' gesicht ab,wenn diese jammern und rumflennen-das hat nie irgendetwas mit mitgefühl oder "liebe" zu tun!sondern nur damit,daß sie merken,daß etwas mit den menschen nicht stimmt,daß die sich abnormal verhalten,daß sie sich irre benehmen!darum reagieren hunde derart!kein hund der welt will seinen besitzer trösten,wenn der rumflennt,indem er diesem behutsam den kopf auf den schoß legt-nein,er versucht,ihn wieder zu "normalisieren",denn das rumgeflenne ist für ihn keineswegs in ordnung oder mitleidbedürftig,sondern nur störend und nervig!der hund "kümmert" sich nicht um euch,nein!um sich!das will kein mensch einsehen.er ist auch nicht "einfach nur"für euch da-da ist eine traumwelt!glaubt ihr wirklich an märchen,mädels?oh jeh!schade,es täte euch gut,einmal nur!den hund als solches wahrzunehmen.er ist soviel mehr wert.

AnnaS
27.11.2002, 07:41
Liebe Nina

Entschuldige, aber ich persönlich (und viele andere hier wohl auch) fühle mich angegriffen von dir, wenn du sagst, man hätte wohl keine Ahnung von Hunden. Warum sollte man keine Ahnung von Hunden haben? Nur, weil man durch seinen Hund wieder aufgemuntert wird, wenn es einem mal nicht so gut geht? Sorry, aber hat hier irgendwer geschrieben, die Hunde wären nicht egoistisch, wenn sie mit Spielzeug ankommen oder so? Na klar, sie wollen sicherlich egoistischer Weise spielen, anstatt Herrchen/Frauchen zu sagen "he komm ich lenk dich von deinen Problemen ab"! Die ursprüngliche Frage war aber die, ob man durch seinen Hund überhaupt abgelenkt, glücklich und getröstet wird. Und das beantworte ich mit einem klaren JA! Es ist doch völlig egal, wie. Tatsache ist, dass ein Hund sowohl körperlich als auch seelisch gut tut. Und ich kann auch über meinen Hund lachen, wenn sie etwas tut, was von ihr egoistisch sein mag, oder so überhaupt nicht auf mich oder meine Stimmung bezogen ist. Ich kann mich auch von meinem Hund mitreißen lassen, was das Spielen angeht oder einen Spaziergang.

Wenn mein 5jähriger Sohn ankommt und mich fragt, wieso ich traurig bin, und ich ihm irgendwas sage, was er eh nicht versteht, bringt auch er sein Sprüchlein dazu, ohne überhaupt zu wissen, was er da redet. Oder wovon er redet. Und das wiederum ist niedlich, womit er mich auch zu einem Lächeln bringt. Wenn ich dir nun sage, dass auch mein 5jähriger Sohn mich von Problemen ablenkt - willst du dann auch behaupten, ich hätte keine Ahnung von Kindern???

Entschuldige, aber ich weiß nicht, welchen Frust du scheinbar mit Löffeln gefressen hast. Aber das ist kein Grund, weshalb du alle pauschal über einen Kamm scheren musst und dich hier herstellen kannst und erst mal mit Worten um dich schmeißt, die alles andere als angebracht sind.

Wie siehst du denn die Hunde? Ich meine, wenn du behauptest, wir alle hätten keine Ahnung von Hunden, wirst du ja die Ansprechpartnerin schlechthin sein, die weise ist und über Hunde so ziemlich alles weiß. Bist du vielleicht eine von denen, bei der die Hunde aufs Wort gehorchen müssen, ihren straffen Tagesablauf haben, die nicht ankommen dürfen um mal gestreichelt zu werden oder am Familienleben teilhaben können? Das sieht ganz so aus, denn wenn du deinen Hund als Mitglied der Familie betrachten würdest, würdest du nicht so schreiben. Dann würdest du nicht so hart mit anderen ins Gericht gehen, nur weil sie einmal über ihre ganz individuellen Gefühle in Bezug auf den Hund erzählen.

So, genug aufgeregt für den frühen Morgen. Eigentlich war deine Reaktion so bemitleidenswert, dass eine so lange Antwort von mir es gar nicht wert war.

Also dann.....
Anna

Thea
28.11.2002, 11:40
Hey Nina,
hast du eigentlich Gefühle, sowas wie Traurigkeit, Niedergeschlagenheit oder einfach Freude (z.B. an deinem Hund(?), oder musst du immer hart sein und darfst deine Gefühle nicht zeigen? Ich glaube nicht , dass einer von uns unsere Hunde als Seelentröster oder Partner- oder Kindersatz missbraucht, aber man kann sich ja wohl mal drüber unterhalten, wie unsere Hunde sich benehmen, wenn es uns mal nicht gut geht. Und selbst wenn sie denken, unser Mensch benimmt sich unnormal und die Ordnung wieder herstellen wollen, können wir als Mensch dieses doch als Trost oder Aufmunterung empfinden. Solange es uns danach besser geht oder wir uns aus einer Lethargie wieder berappeln, kann uns das wahre Motiv des Hundes doch eigentlich egal sein. Uns hat es geholfen und der Hund hat wieder seinen fitten Rudelführer.
Also Nina, locker bleiben, gibt es nachts nichts besseres zu tun für dich als auf anderer Leute Gefühlen rumzutrampeln?

Hey Anna, lassen wir uns den Tag nicht von solchen Gefühlskrüppeln wie Nina verderben, Liebe Grüße, Anke

AnnaS
28.11.2002, 13:45
Hi Anke:)

Den Tag lasse ich mir nicht von solchen Leuten verderben. Nur ich kann es überhaupt nicht leiden, wenn man verurteit wird, aufgrund irgendwelcher Gefühle, oder aber wenn der andere einen noch nicht mal kennt.

Aber gut, solche Leute muss es wohl auch geben. Ich nehme das nur nicht stillschweigend hin, da solche Leute sonst denken könnten, sie hätten einem so richtig die Meinung gegeigt und man würde nun in sein Eckchen kriechen und verschämt über sich nachdenken :cool: .

Liebe Grüße
Anna

Thea
28.11.2002, 22:19
Hey Anna,
da hast du recht. Manchmal denke ich allerdings, man sollte solche Menschen einfach ignorieren. Sie mischt hier ja schon wieder das ganze Forum auf. Vor einiger Zeit ist sie hier als "Alpha" aufgetreten (glaub zumindest dass beide identisch sind) und hat sich als Wahnsinnshundekennerin allerdings mit peinlicher Ausdrucksschwäche breit gemacht. Wahrscheinlich braucht sie das für ihr Ego. vielleicht hat sie nicht einmal Hunde,
einen schönen Abend wünscht Anke

Nina B.
28.11.2002, 22:20
hallo anna!
neinnein,ich denke gar nichts persönlich über dich oder sonstwen-ich kenne euch doch nicht!ich schiebe auch keinen großen frust oder sonstwas und den "gefühlskrüppel"schick ich zurück,der gehört nicht zu mir!ich verurteile nicht eure gefühle,ich kritisiere das,was ihr in hunde hineininterpretiert und das sind menschliche denkweisen und gefühle,die sie eben nicht haben.ich bin dafür,daß hunde das recht haben,wie hunde behandelt zu werden,dafür muß man sie aber erstmal auch so sehen können!und hunde haben nunmal kein mitleid,sie sehen in uns keine partner,sie sind nicht dankbar für irgendwas,und ich finde es gefährlich,das über hunde zu behaupten.falls du es nicht verstehst,nochmal:ich will nicht deine gefühle angreifen,sondern sage nur,daß jemand,der o.g. gefühle in hunde hineininterpretiert,keine ahnung von hunden haben kann!überall im forum wimmelt es von diesen vermenschlichungen der hunde,da wird wunschdenken auf den hund projeziert,das dem hund nicht guttut!ein hund hat doch in meinen augen das recht,wei ein hund gesehen und behandelt zu werden!und wieviele menschen reden sich wirklich ein,ihr hund könne dankbarkeit,mitleid empfinden-sie holten ihn aus dem tierheim,sie stopften das "arme tier"mit leckerchen voll,lassen sich auch mal anbrummen("hach ja,er hat wohl schlechte erfahrung gemacht"),betuddeln ihn,wenn er angst hat usw.-und dann,als er,auf diese art zu einem "mistvieh" erzogen wurde,beisst er mal zu und wird entrüstet als ein "undankbares stück" wieder im th abgegeben!ist das normal?leider kommt das häufig vor.und nie hat der mensch schuld,immer der böse undankbare hund.
wenn geschrieben wird,ein hund freue sich,wenn er mit dem schwanz wedle und(als ich DAS,wußte ich echt nicht mehr,ob lachen oder weinen):man solle "gelangweilt" gähnen,wenn der eigene hund gestresst bei hundebegegnungen sei-das zeige ihm,es sei nichts schlimmes los!das haut dem fass den boden aus!derjenige kann keinen hund je im leben gesehen haben!verstehst du,warum ich so allergisch auf vermenschlichung reagier?weil es immer nur der anfang vieler fehler in der hundeerziehung ist.und ich,eben weil mir der hund wichtig ist,das nicht einfach ignorieren oder schönreden kann.denn es sind fatale fehler.
was ich über die gedanken- oder gefühlewelt der hunde schreibe,sollte man nicht auf meine eigene ged.und gefühlswelt reininterpretieren,das nämlich,liebe thea,ist verhundlichung meiner person!und über mich und meine möglichkeiten,gefühle zu empfinden,hatte ich nichts geschrieben!auch nicht,das hunde keine freude oder trauer empfinden.so.
vielleicht versteht ihrs jetzt besser?

Nina B.
28.11.2002, 22:25
..........ohweia,der vergleich sollmir jetzt wohl wehtun,wie?
tut mir leid,aber:nein ich bin nicht "alpha".

Thea
28.11.2002, 22:29
Das ging aber schnell. Hast drauf gewartet, ob wir was über dich schreiben? Jedenfalls schreibt du den gleichen Unsinn wie Alpha, lest ihr die gleichen Bücher?

Nina B.
28.11.2002, 22:44
hi tea!dito!ich schreibe keinen unsinn.schade,daß du es nicht verstanden(oder gelesen)hast,was ich geschrieben habe.weil dann hättest du ja fragen stellen können oder versuchen können,meine argumente zu widerlegen.aber so...ich habe keine lust,nur rumzu keifen.ich hatte meine meinung geschrieben und das muß reichen.wenn du eine meinung hast dazu,widerlege meine argumente doch.möglichst normal im ton,ich versuch es ja auch!

Thea
28.11.2002, 23:08
Hey Nina,
ich brauche keine Fragen zu stellen, weil ich deine ganze Auffassung zur Hundeerziehung nicht teile, ausserdem wärst du nicht diejenige, von der ich meine Fragen beantwortet haben möchte. Wir können ja verschiedene Ansichten haben, deswegen brauchen wir keine Kleinkrieg führen. Auf einen Nenner werden wir nie kommen. Ich meine nur, dass man hier im Forum nicht verletzend werden sollte (sonst übrigens auch nicht). Was du da beschreibt mit den Betüddel-Leuten, die sich anknurren lassen usw, also Leute, die wirklich keine Ahnung von Hunden haben, das ist wirklich schlimm und führt in vielen Fällen zur Katastrophe, meist immer für den Hund. Aber genau mit diesen Leuten wollten wir nicht in einen Topf geworfen werden, sowie du nicht Alpha sein willst. Trau uns doch auch Hundeverstand zu und gönn uns den Glauben, dass unsere Hunde uns trösten (auch wenn wir wissen, dass das nicht ihr Anliegen ist). Uns tut der Glaube gut und den Hunden nicht weh, man muss doch nicht alles so verbissen sehen. Da man dich ja scheinbar auch treffen kann, nehme ich die Gefühlslosigkeit zurück, lass uns nicht mehr streiten, ein Gute Nacht wünscht, Anke

Nina B.
28.11.2002, 23:36
hi thea!ich verstehe zwar nícht,warum jemand sich etwas einreden oder vorstellen möchte,obwohl er nicht an die wahrhaftigkeit glaubt(z.b."glauben",ein hund tröste bewußt),aber wenn er weiß,daß der "glaube"nicht der wahrheit entspricht,sei's mir wurscht.aber wo ist eigentlich da der sinn?ich denke halt schon,daß der großteil der hundebesitzer den hund vermenschlicht,und gerade hier im forum sind viele davon!und die vermensachlichung wird nicht nur gedacht,sondern in taten umgesetzt.hunde werden belohnt,hunde brauchen ja bezahlung!mit hunden wird gezergelt und ihnen auch mal das tau überlassen,denn hunde brauchen erfolg!es gibt endlose beispiele.und das interessiert nicht?für mich ist das tierquälerei.nicht der gedanke(der jedoch immer der anfang ist),sondern die umsetzung in taten.und wenn du keine argumente hast,reicht kein"mit dir spiel ich nich...",um eine meinung zu präsentieren oder meine zu widerlegen.ich will mich sicherlich nicht mit dir oder sonstwem streiten,aber für blödverkaufen und darstellen ohne selber argumente zu haben lass ich mich nicht.das sollte doch verständlich sein,oder?ich sag´doch auch nicht"buähh,ich bin dagegen"und dann nix dahinter.fragen kannst du an mich stellen,wenn du etwas nicht verstehst,was ich geschrieben habe und ich denke,ich sollte das recht haben,selber(am besten)erklären zu können,was ich womit meine,oder nicht?was ich forderte,waren argumente,die deine meinung zum thema zeigen,damit die klar wird.und damit zu sehen,was überhaupt du gegen meine hast,an argumenten.aber du willst nicht,gut.und streiten lassen wir sein.
ebenfalls gute nacht

AnnaS
29.11.2002, 07:51
Liebe Nina

Du fährst hier Behauptungen auf, von denen nie jemand was gesagt hat. Diese Story mit dem "armen Tierheimhund" läuft so sicherlich sehr oft ab, und das ist scheiße. Aber ich glaube kaum, dass die Mehrheit aus diesem Forum so ist, wie du beschrieben hast.

Wenn ich höre, dass es Menschen gibt, die einem Hund ein Jäckchen kaufen, ihm Schleifchen ins Haar binden, dass es wegen den Menschen Wellness-Hotels für Hunde gibt, etc. dann sage ich auch, diese Menschen hätten keine Ahnung von Hunden und würden sie vermenschlichen. Abgesehen davon, dass ich noch nicht mal als Mensch so leben möchte, wie diese Hunde leben müssen.

Aber wieso sollte man einen Hund vermenschlichen, weil man in die Erziehung ein Leckerlie (also eine Belohnung) einbaut? Wieso dürfen Hunde nicht belohnt werden? Wäre das vermenschlicht? So zumindest hast du es ausgedrückt. Sicherlich soll man Hunden keine Spielzeuge überlassen, damit sie ihre Erfolge haben. Aber meinst du nicht auch, dass so etwas zum Beispiel ein verzeihbarer Fehler in der Hundeerziehung ist, wenn man fälschlicher Weise denkt, ein Hund bräuchte diesen Erfolg? Hast du noch nie Fehler gemacht in der Hundeerziehung? Oder möchtest du gleich so beschimpft werden, weil du irgendwann man generell einen Fehler gemacht hast? Oder bist du fehlerfrei?
Wozu gibt es solche Foren, wenn man dort nicht hineinschreiben darf, dass man etwas nicht weiß oder ein Problem hat und darum um Hilfe bittet? Und meinst du, es ist toll, wenn man einen Rat braucht und sich gleich so fühlen muss als hätte man überhaupt keine Ahnung? Und zum anderen sind solche Foren DISKUSSIONSFOREN, also kann man dort über eine falsche Methode diskutieren, man kann darüber reden, man darf auch kritisieren. Und wenn du dir hier mal die Postings durchliest, wirst du feststellen, dass es tausende von Meinungen gibt, weil es tausende verschiedene Hundeschulen gibt, tausende Ratgeber in Form von Büchern, etc.

Und du? Warst du schon mal ein Hund? Oder hast du dich telephatisch in einen Hund hineinversetzen können? Oder wieso behauptest du steif und fest, deine Meinung wäre die einzigst richtige und niemand hätte Ahnung von Hunden außer du? Kannst du dich nicht auch mal irren?

Zum einen geht es in diesem ganzen Thema darum, dass man eine Reaktion (welche auch immer!) von einem Lebenwesen sieht und man sich daran freut, dass man es schön findet, dass man sich dadurch wohl fühlt. Niemand hat gesagt, dass die Hunde all das nur für uns Menschen tun. Alle haben nur gesagt, dass die Reaktion eines Hundes den Menschen wieder aufbauen kann. Und manche sagten, es sah so aus als ob...., aber niemand hat je behauptet, der Hund würde das nur wegen uns Menschen tun.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich mittags meine drei Pferde auf die Weide bringe, fangen sie an zu toben. Wenn ich mal mies drauf bin, freut es mich, es ist schön anzusehen und es macht mir meist bessere Laune.
Willst du nun auch behaupten, dass ich keine Ahnung von Pferden habe? Und bevor du das nun sagst - ich weiß sehr wohl, dass meine Pferde nicht toben, weil sie mir eine Freude damit machen wollen. Sie toben aus Lust, aus Energie. Und trotzdem freut es mich und baut mich wieder auf.
Genauso ist es bei meinem Hund.

Oder wenn es Leute gibt, die freuen sich an den Vögeln, die in der Luft fliegen. Die Leute haben dann wohl auch keine Ahnung von Vögeln, weil sie zwar wissen, dass die Vögel sich einen Dreck um die Menschen kehren, sich aber dennoch an ihnen erfreuen.

Mann, Mann, Mann. Du bist echt anstrengend. Weil du nicht begreifen kannst, dass es Menschen gibt, die sich an etwas freuen. Ob dieses etwas es nun wegen dem Menschen tut oder aus reinem Egoismus. Und wenn du dich einfach nur mal über die allgemeine Unkenntnis der Hundebesitzer auslassen wolltest, hättest du durchaus ein eigenes Posting reinsetzen können. Doch eine Antwort auf dieses Posting in dieser Art und Weise von dir, mit diesen harten Worten, das war einfach nur fehl am Platze.

Das ist alles, was ich dir noch zu sagen hatte. Und nun erfreue du dich daran, dass du ein Forum aufgemischt hast, dass du Menschen beleidigen konntest, deine festgefahrene Meinung kundtun konntest, und woran du dich immer erfreuen willst. Schade nur, dass du nie in der Lage sein wirst, dich an deinen Hunden zu erfreuen. Wobei - da kommt mir eine Frage in den Sinn: Wieso hast du überhaupt Hunde??? Oder hast du etwa gar keine???

Anna