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kleinerTiger
14.09.2007, 22:22
Hallo!

Ich bin mal wieder verzweifelt. Mein Wauz ist ein ausgesprocher kluger - aber auch sehr STURER Hund. Das haben mir leider 3 Hundetrainer gesagt, nachdem wir in der Hundeschule nicht viel weitergekommen sind :(

Also haben wir die HuSchu aufgegeben und zu Hause gearbeitet, was auch viel erfolgreicher war. :wd:

Aber jetzt das Problem:

Wir machen täglich lange Spaziergänge mit UO-Übungen. Sitz, Platz, Bleib - klappt alles super. Mittlerweile konnte er sogar mit kurzer Leine anständig gehen, ohne mich ständig hinterher zu schleifen.
Doch plötzlich, wenn er nicht mehr mag, zieht er wie ein Affe. Da kann ich machen, was ich will. Ich hab lange so gearbeitet, dass ich bei Zug stehen geblieben bin. Da hat er kapiert, wenn er zieht, gehts noch langsamer.
Aber wieso mag er plötzlich nicht mehr? Wenn er Lust hat geht er gut, und wenn nicht, dann halt nicht ....

Haben sehr häufig "Rangeleien" um die Rangordnung. Das testet er jedes Mal aufs neue aus, wer der Boss ist. Keine Frage, ich hab viel falsch gemacht in der Baby-Phase. Also ich war zu gutmütig und inkonsequent. Ich weiß schon, dass ich viel verhaut hab.
Weiß jemand Rat, wie ich da trotzdem endlich ein odentliches Rangmuster bekomme? Gibts irgendwelche Übungen, Ideen, Bücher, Spiele, wo man die UO üben kann? Bin manchmal sehr verzweifelt. Da freu ich mich über einen kleine Fortschritt - und dann gehts zwei Schritte zurück ....

Theolino
14.09.2007, 23:03
Hallo tiger,

wie alt ist denn Dein Hund?

Ich ertappe mich selbst manchmal dabei, daß ich zuviel erwarte von meinem Hund.... irgendwann wird ihm die ganze Überei einfach zu viel, zu anstrengend, zu langweilig - und dann fängt er das Toben an, ich meine dann aber, ich kann ja jetzt nicht mit dem Üben aufhören (weil: man soll ja mit einem Erfolg aufhören), es klappt aber gar nichts mehr, weil er so aufgekratzt ist.... die "Katze beißt sich in den Schwanz"

Vielleicht einfach etwas früher aufhören mit den Übungen? Immer kurz BEVOR er keine Lust mehr hat?

Laienmeinung.... mal schaun, was die anderen schreiben.

LG, Helma

Deargi
15.09.2007, 10:21
Hallo KleinerTiger,
wenn dein Hund wirklich so intelligent ist, wie deine Hundetrainer sagen, dann wird ihm die ganze Überei wohl zu langweilig sein. Ständig das Gleiche üben... Ihr solltet so viel Abwechslung wie möglich in eure Übungen einbauen: z.b. SITZ auf einem Stein oder Baumstamm. Bleib neben einem Bach, sodass er bei KOMM drüber springen muss. Suchspiele, etc. Du kannst ganz gut in deine UO-Übungen Intelligenzspiele einbauen.
Schau do mal hier (www.spass-mit-hund.de) oder hier (www.aktiv-mit-hund.de).

Viel Spaß
Deargi

0401
15.09.2007, 11:27
Kann Deargi nur bestätigen, auf die Dauer wird das ständige wiederholen langweilig.

Wir üben beim Gehen nur ein paar mal Sitz, und wenn er frei läuft lass ich schon mal hier und da einen Fleischbrocken fallen, und wenn ich ihn dann rufe und sag: such, dann kommt er angeflitzt! Ist wesentlich interessanter für ihn, als wenn er "nur" kommen muss.

Wir machen auch abends sehr viel Suchspiele im Garten, er muss sitzen und warten, alles auch auf Handzeichen, und ich verstreue kleine Fleischbrocken, dann geh ich zu ihm hin, und erst wenn ich sage darf er suchen, also auch Unterordnung.

Und der Vorteil ist, dass Nasenarbeit total anstrengend ist für den Hund und er danach viel fertiger ist, als wennst nur gassi gehst.

Oder probiers mal mit Fährtensuche: Hund sitzen lassen, eine Wiener an einer Schnur hinter dir herziehen, kreuz und quer, am Anfang am Boden "scharren" und dort die Wurst "eintunken". Zum schluss Wurst ablegen. Was meinst wie der nach kurzem üben die Fährte findet. Ist am Anfang besser zu zweit, einer hält den Hund, der andere legt die Fährte.

Ist super im Wald, da sieht er dich dann nicht mehr, musst nur aufpassen, dass du die ersten male beim zurückgehen die Fährte nicht kreuzt.

Hoffentlich hab ich jetzt verständlich geschrieben.

0401
15.09.2007, 11:32
Nochwas: wenn Dich Fährtensuche interessiert, such Dir eine Huschu die das anbietet, es gibt doch einiges zu beachten, z.B. nicht reden oder mit dem Finger die Richtung anzeigen usw.

Macht Mensch und Tier spass!!!

Hausmaus
15.09.2007, 20:33
Die Fährtensuche ist schon eine sehr gute Idee!
Erkundige dich mal nach einer "Natural Dogmanship" Instruktorin in deiner Nähe!!!
Diese Art der Hundeerziehung kann ich nur empfehlen! Kostet zwar meist etwas mehr und ist anstrengender, aber dein Hund wird es dir auf ewig danken!!!!!111

kleinerTiger
15.09.2007, 20:46
Sam ist drei Jahre alt - und seeeehr verspielt und lebendig. Das mit dem Fährte suchen muss ich mal versuchen. Für diverse Spiele lässt er sich schnell begeistern und ist mit vollem Einsatz dabei.

Aber wie krieg ich das mit der Unterordnung hin?
Wenn er zum Beispiel mitkriegt, dass ich mich für eine Spaziergang anziehe, dreht er voll auf und ist kaum zu beruhigen. :sporty: Nach Empfehlung des Tierarztes ignorier ich ihn dann bis er einigermaßen ruhig wird und leg ihn Platz. Das kann aber gut 5 - 10 mal sein, bis er endlich liegen bleibt - OBWOHL er das Kommando Platz SEHR GUT versteht!

Wisst ihr irgendwelche Übungen, die die Rangordnung klar machen? Ich darf zwar schon alles mit ihm machen (ins Maul greifen, Futter wegnehmen, auf sein Kissen setzen, sein Spielzeug beschlagnahmen ......), das lässt er sich ohne Probleme gefallen. Aber er kennt keinen Unterschied zwischen Ernst (Training) und Spaß (Spiel) ......

der dicke hund
15.09.2007, 21:06
^hi du
was ist denn für ein hund?
versuche es mal so .......ziehe dich nicht an.also so als ob du nicht mit ihm rausgehst....und nehme ihn mit. oder ziehe dich an.und setze dich wieder hin oder gehe kochen......probiere das mal ein paar mal so das er nicht mehr weiss wann es rausgeht und wann nicht.
und gehe erst dann mit ihm wenn er wieder ruhig ist und wieder liegt.
und dann habe ich ein verständniss problem.was ist UO für dich?
alles was er auf kommando macht ist UO in irgendeiner form....wie bleib..spur suchen auf kommando usw.
ich denke auch ihr braucht mehr abwechslung mache kurse mit ihm dog dancing, agility flyball usw da gibt es echt viele ssachen um seinen hund auszulasten.
viel spass

kleinerTiger
16.09.2007, 20:03
an den dicken Hund:

Sam ist ein dreijähriger Mix, kastrierter Rüde, kniehoch - etwa 30 Kilo. Hat einen seeehr ausgeprägten Jagdtrieb, muss daher an der Leine gehen. Bei uns ist mit den Jägern nicht zu spaßen ....

Die Idee mit Anziehen und dann was anderes machen ist gut. Sonst krieg ich ihn nämlich kaum ruhig. Das muss ich unbedingt probieren.

Wegen der Unterordnung: Wir üben ganz spontan einfache Dinge wie Sitz, Platz bleib, was auch meistens funktioniert. Da ist er so richtig aufmerksam und schaut, was jetzt wohl Neues kommt. Solche Übungen bauen wir hauptsächlich beim Spaziergang ein - die klappen meistens wunderbar.

Aber ich versteh nicht, warum Fuß gehen mal geht und mal nicht. Da muss ich bei jedem Spaziergang neu kämpfen. Bis er dann nachgibt sind wir ja schon fast wieder daheim (auch wenn der Spaziergang 1 Stunde dauert).

Nachdem sämtliche Kommandos klappen, hab ich gedacht, die Rangordnung ist klar. Aber warum funktionieren gewisse Übungen und andere nicht? Beim Spaziergang bin ich uninteressant. Fuß gehen ist zu langweilig und er lässt sich seeehr stark ablenken ...

Theolino
16.09.2007, 21:53
und wenn Du "Fuß gehen" mit was interessantem verbindest?

schnelle, häufige Richtungswechsel, Tempi-Wechsel, Slalom um Bäume .... damit er auf Dich achten MUSS?

nur so ne Idee....

MicoMaushund
16.09.2007, 23:01
Hallo kleiner Tiger,


Nachdem sämtliche Kommandos klappen, hab ich gedacht, die Rangordnung ist klar. Aber warum funktionieren gewisse Übungen und andere nicht? Beim Spaziergang bin ich uninteressant. Fuß gehen ist zu langweilig und er lässt sich seeehr stark ablenken ...

Bitte sei nicht traurig ... aber die Rangordnung bei euch ist nur insoweit klar, als dein HUND eindeutig der CHEF ist. Er sitzt und macht Platz, wenn er will, mehr nicht. Wenn du wirklich der Chef bist, hast du auch draußen das Sagen und Fuß gehen geht dann auch ;).

Hast du es schon mal mit einem Trainer versucht, der DIR verständlich macht, wie du dich verhalten musst? Du scheinst nicht klar zu sein in deinen Anordnungen dem Hund gegenüber, sonst würde alles viel besser funktionieren.

Was für ein Mix ist Sam denn?

Viele Grüße
MicoMaushund

Gertrude
19.09.2007, 12:57
Hallo MicoMaushund

wir haben auch noch immer das gleiche Problem. Freddy ( wir sind es wieder einmal ) geht auf seinen Platz oder macht Sitz wenn er möchte.
Also auf seinen Platz geht er eigentlich überhaupt nicht alleine, ich muss ihn dorthin beordern.
Wir sind ganz sicher hartnäckig bzw. wenn wir "bleib" wollen,´dann darf er einfach nicht aufstehen. Das Spiel geht bis zu zigMal aufstehen, wieder hinführen.
Aber es stellt sich uns auch die Frage : was kann man tun, wenn Sir einfach auf das Kommando nicht reagiert ? Da können wir noch so nachdrücklich sein, er legt sich sogar davor hin und schaut uns an.
Am Ende liegt er auf dem Platz, aber nur immer mit diesem Theater.

Mit Leckerlis geht übrigens JEDES Kommando perfekt. Aber wenn wir nur versuchen, einmal keines zu geben, dann geht nix.

Liebe Grüsse an Dich!
Gertrude

MicoMaushund
19.09.2007, 17:27
Hallo Gertrude,

bei welchen Gelegenheiten soll Freddy denn auf seinen Platz, und wie lange dort dann liegen?

So Halbstarke sind ja wahnsinnig anhänglich und möchten immer dort liegen, wo sie Frauchen und Herrchen beobachten können. Es gibt ja Stimmen, die behaupten, dann würde der Hund versuchen zu dominieren, ich sag jetzt mal, bei Schäferhunden liegt das Aufpassen einfach im Blut ;). Meine Jungwuffel lagen fast immer in dem Zimmer, wo ich gerade war, das gibt sich von alleine ;).

Vielleicht kannst du die Problematik die Woche noch "ignorieren" und erst im Oktober weiter verfolgen, einfach Pause damit und dann neu anfangen. Kann gut sein, dass nämlich nach dem Urlaub die Sache von allein "gegessen ist", auf die zeitweise Trennung wird er sicher reagieren (und hoffentlich positiv).

LG, Barbara

Deargi
19.09.2007, 18:17
Hallo Gertrude,
im Normalfall suchen sich Hunde ihren Schlafplatz gern selbst aus. Nicht, dass du jetzt denkst, er hat sich das Bett ausgesucht, also muss ich es wohl teilen, nein so war das nicht gemeint. :D Hunde suchen sich gern den Ort aus, an dem ihr Körbchen oder ihre Decke liegen soll. Wo legt er sich den freiwillig gern hin, um zu dösen oder auch mal zu schlafen? Wenn es nicht grad mitten in der Wohnung wäre (was eher bei dominaten Hunden der Fall wäre), kannst du ihm dort seinen Platz einrichten.
Wo genau ist er den jetzt? Vielleicht ist es zu abgeschieden oder zu unruhig. Vielleicht zieht es ein klein wenig oder er schläft genau auf einer Wasserader... Es gibt viele Möglichkeiten, warum ein Hund ungern auf seinen Platz geht, das muss nicht immer ein Rangordnungsproblem sein.

LG
Deargi

MicoMaushund
19.09.2007, 18:28
Deargie,

mit der Wasserader, genau, das könnte durchaus sein. Hunde sind im Gegensatz zu Katzen "Strahlen- und Wasseradern-FLÜCHTER".

Lach, andererseits ist der junge Herr 7 Monate, da wird mitunter schon mal der Aufstand geprobt. Und das zögerliche "Sitz" und "Platz" scheinen noch Relikte aus der ersten HuSchu zu sein :rolleyes:.


Gertrude,

vielleicht hilft es auch, Handzeichen zu verwenden, und statt "Platz" das Hörzeichen "Down" oder ein Dialektwort. Umkonditionierung auf ein neues Kommando wirkt manchmal Wunder :cu:.

Die Situation bei euch vergleiche ich nicht unbedingt mit der vom KleinenTiger, dass ich mit meiner Einschätzung von Freddy richtig lag, hatte "er" ja bewiesen ;).

LG, Barbara

Suzanne
19.09.2007, 21:06
Aber wie krieg ich das mit der Unterordnung hin?
Wenn er zum Beispiel mitkriegt, dass ich mich für eine Spaziergang anziehe, dreht er voll auf und ist kaum zu beruhigen. :sporty:

Hallo kleiner Tiger

Das Gehampel kannte ich auch früher. Ich hab es dann so gelöst, daß ich ihn hab sich hinsetzen lassen und dann wollt ich das Halsband anziehen. Gehampel, Freude, was auch immer..... aber kein ruhiges Sitz. Ich hab dann einfach wieder das Halsband an den Haken gehängt und mich ins Wohnzimmer gesetzt. Wenn es sein muß, 3 x hintereinander. Mein Hund hat recht schnell verstanden, daß er "so" nicht rauskommt.

Warum manches manchmal klappt und manchmal nicht? Ich habe mir einen Trainer zur Seite geholt, aber nicht, um meinen Irrwisch zu korrigieren, sondern mir zu zeigen, was ich falsch mache und wie ich es richtig mache. Auch das Fußgehen. Ich war zu ungeduldig und noch schlimmer, ich hab die Leine falsch gehalten. Ich übe jetzt und hab Erfolge zu verzeichnen, wenn auch kleine, aber Erfolge :). Ich gehe nicht mehr verkrampft, die Leine kurzhaltend mit Kommando Fuß, ich hab jetzt meine 2-meter-Leine, daß Endstück in der rechten Hand, daß Mittelstück in der Linken - ca. 50,60 cm Luft zum Halsband. Ich habe gelernt, der Hund muß mir nicht so am Bein kleben, daß ich keinen Platz nach vorne hab, sondern durchhängend - mit Platz - genügt. Erst wenn der Hinterlauf mich "überholt" korrigiere ich mit "nein" und leichtem Ruck.

Als weitere Maßnahme, das der Hund mehr auf mich achtet, übe ich auf Anleitung folgendes: Eine 5-meter-Leine (bekommt man auch günstig beim Pferdesportzubehör = Longierleine z. B.) Das Endstück hab ich am Handgelenk, dazwischen sind zwei lange Schlaufen (wie wenn man ein Kabel großzügig aufrollt) und dazwischen wieder ca. einen knappen Meter Luft zum Halsband. Damit m.a.r.schiere ich dann los und wenn der Hund nach vorne anzieht, laß ich die Schlaufen fallen und ändere schlagartig die Richtung. (Die Übung führ ich mit einem Geschirr aus, damit der Ruck nicht übers Halsband geht) So lernt mein Hund, mehr auf mich zu achten, wo ich langgehe.

Natürlich ist es kein ratzfatz Lösungsproblem - aber es geht stetig voran und immer besser :)

Ich hoffe, ich konnte es einigermaßen "plausibel und verständlich" erklären....

LG Susanne

Gertrude
19.09.2007, 21:08
Hallo Deargie, liebe Barbara,

Freddy hat sein Platzi im Wohnzimmer bei uns. Sobald er einmal dort liegt, geniesst er es bzw. bestätigt uns mit Schnarchen und endlosen Verrenkungen, dass er sich wohlfühlt.
Barbara: es stimmt, er will immer dort sein, wo wir sind. Beim Frühstück in der Küche auf Herrls Füssen, im Garten unter meinem Gartensessel etc.
Glaube auch, dass er eher den Aufstand probt. Man kennt es ihm an der Nasenspitze an !

Deargie : Du hast auch recht, er hat "ausgesuchte" Plätze in der Wohnung auf denen er sich regelrecht ausbreitet. In jedem Raum, ausser Schlafzimmer darf er mit uns "wohnen".

Auf den Platz soll er eigentlich dann, wenn er vor lauter Unruhe alle verrückt macht bzw. wenn einmal wirklich Ruhe im Haus sein soll. Meist ist er dann ganz erlöst, weil er selbst keinen Knopf zum Abschalten gefunden hätte.

Wir werden versuchen, die nächsten Wochen ( Urlaub ) vorbeiziehen zu lassen und ansonsten einmal ein anderes Kommando probieren.
Liebe Grüsse
Gertrude

Malamudoris
20.09.2007, 13:24
Hallo kleinerTiger,
also mir wäre das als Hund auch zu langweilig immer nur an der Leine zu laufen. Hast du mal versucht ihn ans Rad zu gewöhnen? Meine hündin ist im Moment auch viel am Rad, da es so viele Hasen und Karnickel bei uns gibt. Am Rad kann sie sich austoben und die Umgebung wechselt viel schneller, ist nicht so langweilig. An das Rad gewöhnen ist nur die ersten 2-3 mal stressig, dann klappt es meistens wunderbar.
Gruß Malamudoris

kleinerTiger
12.10.2007, 22:20
Hab mir eure Meinungen lange durch den Kopf gehen lassen ....

Also zu viel Training kanns nicht sein, da wir immer nur kurze Übungen in unseren Tagesablauf und Spaziergang einbauen - z.B. auf einer Wiese "Bleib", "zu mir" , und wenn das klappt, darf er von der Leine und ein paar Runden drehen.
Später, wenn wir an eine Straße kommen, wird ein bisschen Leine gehen geübt. Wenn wieder ein Waldweg kommt, darf er an der langen Leine wieder laufen und schnüffeln. Also für Abwechslung und Spiel ist gesorgt.

Haben in den letzten Tagen Fuß gehen auf einer Wiese geübt mit vielen Richtungswechseln, schnell umdrehen, 8er gehen, usw. und siehe da: Mein Wauz hat immer Blickkontakt mit mir gehalten. :wd:
Sobald das ein paar Minuten geklappt hat, durfte er zur Belohnung wieder herumsausen.
Tja, bin nur neugierig, wie das wird, wenn wir am Gehsteig länger geradeaus gehen müssen .... aber soweit sind wir noch nicht. Lieber langsam, aber stetig voran.

@micoMaushund:
Deine Nachricht hab ich mir ganz besonders durch den Kopf gehen lassen und ernsthaft darüber nachgedacht. Bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich auch jetzt teilweise zu nachgiebig bin. Mein Wilder braucht zwar ruhige, aber trotzdem konsequente Kommandos, die auch wirklich ausgeführt werden müssen.
Bin da so auf einige Fehler von mir aufmerksam geworden, an denen ich jetzt arbeiten möchte. Und die Freude, die wir beide beim Spaziergang haben, macht alle Mühe wett ....:cu:

Cindimoa
13.10.2007, 01:21
Hallo kleiner Tiger,

also ein dreijähriger Hund und auch noch Rüde ist ja sozusagen in der Blüte seiner Zeit wenn Du verstehst was ich meine ;)

Draußen lenkt alles mehr ab.
Die meisten Hunde können sich draußen die ersten Wochen beim Training überhaupt nicht konzentrieren. Also sei stolz auf ihn.
Er ist 3? Wann seit Ihr denn mit der Ausbildung angefangen?

Das stimmt zwar das das Rangordnungsübungen sind, aber das heißt noch lange nicht das Deinem Hund nicht die Rangordnung bewußt ist nur weil er zwischendurch abgelenkt ist.
Mit Rangordnung hat das nichts zu tun. Er ist einfach nur sehr abgelenkt. Du solltest mit ihm zwar jeden Tag üben, aber er sollte auch "Seine" Zeit bekommen wo er dann in Ruhe Zeitung lesen darf. (Schnüffeln)
Auf keinen Fall solltest Du den ganzen Sparziergang über nur üben. Das finde ich zuviel. Also Zeit fürs Training und Zeit für´s spielen, schnüffeln, ect.
Wenn Tariningszeit ist hat er zu folgen (denke an eine zumutbare Zeit...er ist auch nur ein Hund)
Genau wie die Anderen schon sagten versuche vorher aufzuhören, also eh er abgelenkt bzw. unkonzentriert wird. Sonst seit Ihr Beide genervt davon.
Ihr solltet gut gelaunt aus dem Training gehen. und dann wird gespielt oder was auch immer:)

Eine gute Rangordnungsübung ist übrigens die Platzzuweisung. Das habe ich früher mal öfter gemacht wenn sich einer meiner Beiden zuviel rausgenommen haben.

Es zeigt dem Hund, dass es er nicht selbstverständlich überall hindarf wo es ihm beliebt. Zeigt ihm dann auch deutlich wer Cheffe ist!
Belohnung nicht vergessen!:bl:

MicoMaushund
13.10.2007, 01:47
Hallo Cindimoa,


Das stimmt zwar das das Rangordnungsübungen sind, aber das heißt noch lange nicht das Deinem Hund nicht die Rangordnung bewußt ist nur weil er zwischendurch abgelenkt ist.

Was soll der Kleine Tiger mit dem Satz anfangen? Du hast zwar Recht, dass dem Hund die Rangordnung bewusst ist/war,und zwar ganz eindeutig in dem Sinn, dass er der Chef ist.


Mit Rangordnung hat das nichts zu tun. Er ist einfach nur sehr abgelenkt.
Wenn der Halter der Chef ist, ist auch der Hund nicht abgelenkt, sondern macht, was Chef will, weil der immer die Nummer 1 ist ;)


Genau wie die Anderen schon sagten versuche vorher aufzuhören, also eh er abgelenkt bzw. unkonzentriert wird. Sonst seit Ihr Beide genervt davon.


Tja, das hört und liest man leider immer wieder, nur stimmt es nicht. Wenn du aufhörst, wenn du merkst, dass die Konzentration des Hundes nachlässt, hat er gewohnen, er dominiert dich mit seiner geistigen Abwesenheit :floet:. Besser ist es, unregelmässig sowohl von der Örtlichkeit als auch von der Zeit her zu üben.


Eine gute Rangordnungsübung ist übrigens die Platzzuweisung. Das habe ich früher mal öfter gemacht wenn sich einer meiner Beiden zuviel rausgenommen haben.

Was meinst du mit Platzzuweisung? Die Übung "Platz"? Die sagt garnichts über die Rangordnung, sondern nur, dass sich der Hund auf Hörzeichen auf den Boden legen kann :D.

Viele Grüße
MicoMaushund

MicoMaushund
13.10.2007, 01:52
Hallo Kleiner Tiger,

weißt, es geht jedem Hundehalter so, dass er erst mal selber üben muss :). Ging mir vor zig Jahren nicht anders und auch anderen Trainern. Manchmal ist es dummerweise bequemer, nicht so aufmerksam und konsequent zu sein und die Übungen schleifen zu lassen, bzw. den Hund einfach vor sich hin laufen.

Ich habe mir angewöhnt, dass ich den Tagen, wo ich den Kopf absolut nicht frei habe, mit meinem Hund auch nicht übe, sondern wirklich nur spazieren gehe. Wenn dann aber mit ihm gearbeitet wird, bin auch ich voll konzentriert. Es schadet der Erziehung weniger, wenn mal ein paar Tage nichts getan wird, als wenn man immer nur "vor sich hinschlampt".

Je besser aber die Übungen laufen, desto lockerer wird man selber und umso leichter lernt dann wiederum der Hund, irgendwann läuft es ganz von allein :bl:

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg
MicoMaushund

Cindimoa
13.10.2007, 13:55
Hallo Micomaushund,


Die Platzzuweisung ist doch nicht Platz *lach*

Du weißt Deinem Hund einen Platz zu von dem er erst wieder aufsteht wenn Du es ihm erlaubst.
Man fängt mit ein paar Minuten an. und steigert dann. Belohnung nicht vergessen.

Also meine Hunde sind schon mit der Grundausbildung durch. Sam ist 2 und Karnello 3 Jahre.
Deshalb die Frage wann sie mit der Grundausbildung angefangen hat.


Ich höre aus dem Posting eine sehr hohe Motivation von kleiner Tiger was die Erziehung angeht. Das ist ja auch super! Aber alles braucht seine Zeit!
Eigentlich wollte ich damit nur sagen: Überfordere Ihn nicht! Mehr nicht!
Das er sich nicht mehr darauf konzentriert ist Ihr ja schon selber aufgefallen.


Wenn ein Hund bei einem Sparziergang nie einen Meter laufen kann ohne dass ein Kommando erfolgt dann ist das meiner Meinung nach zuviel des Guten!

Natürlich sollte er immer abzurufen sein. Man muss aber nicht jede Minute abrufen gell?
Ich habe den Fehler selber gemacht! ..und wollte darauf hinweisen. Ich hatte das gleiche Problem.
Ich war auch zu übermotiviert;)

Wenn sie aber mit Ihrem Hund die Kommandos trainiert sollte sie eine gewisse Zeit einhalten von der sie weiß dass der Hund sich auch konzentrieren kann und danach sollte er spielen dürfen. Denn für einen Hund ist das Arbeit.
Es gibt Hunde die können sich eine Std. am Stück konzentrieren und es gibt Hunde die können es erst nur eine halbe Std. Das kann man auch alles üben und der Hund kann immer längere Zeit sich auf die Kommandos konzentrieren.

Wie kann ich es denn besser erklären...mmhh
Wenn ich mit Sam arbeite dann ist nach einer Std. die Luft raus und er braucht eine Pause. Jetzt verstanden?
Wenn er dann die Anweisungen nicht mehr richtig ausführt dann nicht weil er die Rangordnung nicht kennt sondern weil er psychisch MÜDE ist!

Ich unterstell meinem Hund jetzt nicht dass er das mit Absicht macht. Ich merke ihm an das er folgen will aber sich nicht mehr richtig darauf konzentrieren kann. Er verwechselt dann manches und macht Fehler!


Wenn sie nur einfach Gassi geht sollte sie die Kommandos immer zwischendurch anwenden. Aber nicht alle 2Minuten! Das meinte ich. Denn erfahrungsgemäß werden die Hunde dann unzufrieden.

Deinen letzten Posting kann ich nur zustimmen. Es macht nichts wenn man mal ab und zu nicht trainiert.


In welcher Hundeschule warst Du denn? Was habt Ihr schon für Ausbildungen?
*sehr gespanntbin*:bl:

Cindimoa
13.10.2007, 14:09
Du bist Trainerin? Wo denn?

MicoMaushund
13.10.2007, 16:41
Hallo Cindimoa,

klar ist "Platz" eine Platzzuweisung, der Unterschied besteht nur in der Örtlichkeit: du kannst dem Hund bedeuten, dass er da, wo er/du grad seid, hinliegt, oder auf einen entfernten Platz zeigst.

Und JEDES Hörzeichen gilt solange, bis der Halter es wieder aufhebt ;). Das kann durch ein erneutes Hörzeichen wie "weiter" geschehen, ein Lob oder ein Streicheln.

Wann man die Grundausbildung angefangen hat, ist doch überhaupt nicht relevant. Wichtig ist, wie intensiv man übt :D und wie konsequent man selber ist. Dass Hunde unterschiedlich schnell lernen, macht verhältnismässig wenig aus, sondern es liegt zu 95 % am Halter :). Hunde verwechseln auch wenn sie unkonzentriert sind, weitaus weniger als die Frauchen und Herrchen :cu:.

Verstanden habe ich sehr wohl, was du schreibst, nur bin ich nicht damit EINVERSTANDEN ;). Im übrigen wiederholst du einen Großteil dessen, was hier eh schon stand :?:, ich bin sicher, Kleiner Tiger hats nun schon kapiert, wie es geht :bl:

Viele Grüße
MicoMaushund

Cindimoa
14.10.2007, 12:29
Nein, beim Kommando PLATZ soll sich der Hund hinlegen.

Beim Platzverweis wird ihm ein Platz (ein Ort) zugewiesen. Dort kann er liegen oder auch sitzen, stehen, ganz egal. Dabei kann der Halter den Ort auch verlassen. Der Hund aber bleibt da bis er ihm erlaubt sich von dort zu entfernen. Du hast es NICHT verstanden.

und Ich ich bin nicht damit einverstanden was Du schreibst. Aber jeder soll seine Meinung schreiben und seine Erfahrungen.


Tut mir leid kleiner Tiger. Ich denke nicht das Du Dir anhören mußt dass Du etwas "kapierst". Finde ich sehr unhöflich.

Dir ist mit solchen gegeneinander auch nicht geholfen. Das war nicht meine Absicht. Ich habe auch nicht damit angefangen. Jeder kann doch seine Erfahrung schreiben ohne dass sie von anderen zerhackstückelt wird.

Wenn alle anderen in etwa das geschrieben haben wie ich dann liegen wir eben alle falsch. GSD haben wir jetzt die Postings von Maus!

zipfelhut
14.10.2007, 16:59
Warum so empfindlich, Cindimoa?
Mit Gegenkeifen ist dem kleinen Tiger wohl am wenigsten geholfen.

Auch f&#252;r mein Verst&#228;ndnis (und das der mehr oder weniger "generellen" Ausbildungs- und Erziehungspraxis) bedeutet >>Platz<< "La&#223; dich am Ort fallen und r&#252;hr Dich nicht mehr".
Den Inhalt des sprichw&#246;rtlichen Platzverweises hat das Wort im &#246;ffentlichen "Kommandobewu&#223;tsein" schon lange nicht mehr, wenngleich dies durchaus die tats&#228;chliche Entstehungsgeschichte des H&#246;rzeichens ist.

Beide Tatsachen hindern einen Hundehalter allerdings in keinster Weise, die H&#246;rzeichen nach seinem pers&#246;nlichen Belieben zu definieren und auszulegen.
Das w&#228;re ja auch noch sch&#246;ner...
Es kann und soll kein fremdbewertetes "richtig" und "falsch" bei der Wahl der H&#246;rzeichen geben, es ist anma&#223;end zu behaupten, da&#223; ein Hund sich nur auf das Wort "Sitz" hin setzen d&#252;rfen soll.
Warum? Weil es im Lernspektrum des Hundes erwiesenerma&#223;en keine ethologische Grundlage f&#252;r den Inhalt eines H&#246;rzeichen gibt. Er lernt den "Inhalt" ausschlie&#223;lich &#252;ber das vom Menschen vordefinierte Arbeitsziel.
Das hei&#223;t im Klartext, da&#223; der Mensch, wenn es ihm denn beliebt, seinem Hund durchaus auch beibringen kann und darf, sich auf das Wort "Blumentopf" hinzuwerfen und zu erstarren. Und der Hund wird es lernen und die menschliche Bedeutung seines H&#246;rzeichens wird ihm v&#246;llig gleichg&#252;ltig sein.
Verbindliche Kommandoregeln und -Definitionen gibt es nur f&#252;r Hundesportler, die auf Pr&#252;fungen hinarbeiten. Alles andere ist dem Hundebesitzer &#252;berlassen, und das sollte auch so bleiben.;)

Cindimoa
14.10.2007, 21:38
Sehe ich genauso. Da hast Du Recht!
Bei den ganzen Tricks die Sam lernt denke ich mir ja auch Hörzeichen aus. Wie zum Beispiel das Wort "Rolle" wenn er sich rollen soll.
oder wenn er um mich herum geht sage ich "round".

Also die Übung die ich als Platzverweiss kenne hat meinen Hunden immer wieder auf den Boden der Tatsachen geholfen;)

Wie ich finde eine sehr gute Unterordnungsübung. Denn mein Karnello war manchmal ausserordentlich frech *gg*

Aber hier ging es ja um die Konzentration.

Ich habe schon sehr früh mit den Kommandos angefangen. Mit der Zeit weiss man wie lange sich der eigene Hund auf die Übungen konzentrieren kann. Danach habe ich immer mit Ihnen gespielt.

Also Übungsphase-Pause

In dieser Zeit kann man meiner Meinung sehr wohl einen Hund mit seinen Kommandos überfordern. Darum ging es hier.

Mit der Zeit werden es ja immer mehr Übungen und da der Hund ja auch älter wird kann er sich auch immer längere Zeit konzentrieren.
Wir fingen dann auch an die Kommandos draußen zu üben. Um die erste Ablenkung zu minimieren bin ich erst immer mit Ihnen spazieren gegangen und habe anschließend erst nur vorm Haus geübt. Später habe ich dann die Übungen beim Spazieren gehen eingesetzt. Es hat viele Wochen und Monate gedauert bis sie die Kommandos richtig ausgeführt haben.

Gerade das bei Fuß laufen hat lange gedauert. Immer wieder hat Karnello versucht vorzuziehen. Aber jetzt klappt das alles prima.

Mir ging es nur darum, dass ein Hund seine Zeit braucht und das immer auch eine positive Stimmung herrscht wenn trainiert wird und das der Hund auch "seine" Zeit hat.

Ich habe selber schon erlebt dass an einem Tag sich der Karnello überhaupt nicht konzentrieren konnte und am nächsten wieder super toll.

Jetzt wo er 3 Jahre ist wird er auch zunehmend ruhiger. (ausser am Gartenzaun;))

kleinerTiger
19.10.2007, 20:57
@cindimoa:

Also wenn ich das richtig verstanden habe ist es sinnvoller, einmal während des Spazierganges eine "Übungseinheit" zu machen, und dann ist aber wieder schnüffeln und spielen angesagt. Stimmts?

Ich hab bis jetzt immer kurze Übungen eingebaut - dann spielen und weitergehen - dann mal nur abrufen - wieder weitergehen und schnüffeln, .......
Ich werd das mal so versuchen, wie du vorgeschlagen hast. Also zum Beispiel auf einer Wiese halt machen, ein paar Dinge üben - und dann aber bis wir zu Hause sind ruhe geben :D

Das klingt gut .... werd ich auf jeden Fall versuchen. Vielleicht kann er sich da z.B. 20 min. rein auf mich konzentrieren, dass er weiß: JETZT WIRD GEARBEITET! und dann hat er den Kopf frei für seine "Interessen" ....