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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Böser Hund oder dummes Frauchen?



Knubbelnase
13.09.2007, 12:09
Ahhhhrrrrrg, da kriegt man doch echt was zu viel! Ich muss hier jetzt einfach mal meinem Ärger Luft machen, ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln, wie so manche Leute ihre Hunde halten und erziehen!
Ich habe eine Bekannte die gleichzeitig auch meine Arbeitskollegin ist. Sie ist ja im Allgemeinen ein ganz netter Mensch, aber von Hunden hat sie aus meiner Sicht keine Ahnung, das Schlimme daran ist, sie selbst sieht es nicht einmal! Immer wieder darf ich mir anhören was ihre Hündin doch für eine Böse ist. Sie knurrt andere Leute an, sie bellt laut vor dem Laden, sie macht in die Wohnung und sie hat Angst vor großen Hunden! (u.a)
Immer wenn ich ihr dann vorsichtig versuche zu erklären, dass es für die meisten Probleme auch Lösungen gibt, blockt sie ab und wälzt die Schuld auf den Hund, aber ich kann den Hund durchaus verstehen, DENN er kommt nur 2 mal am Tag raus und wird von allen Aktivitäten ausgeschlossen, d.h die meiste Zeit sitzt er in der Wohnung und ist alleine! Auch hat mir die Kollegin erklärt, der Hund würde nur auf ihren Freund hören, der aber nur Wochenends zuhause ist, angeblich aus Protest würde die Hündin dann immer in die Wohnung machen, mhm, ich hab da so meine Zweifel!
Ich finde meine liebe Kollegin hat eine vollkommen falsche Auffassung von dem Wort Hundeerziehung, sie tut den Hund einfach zu schnell vermenschlichen und urteilt dann auch so!
Wenn sie Besuch bekommt muss sie den Hund jedesmal wegsperren, weil er die Gäste anknurrt und schnappt. Ich habe ihr schon versucht zu erklären, dass das keine Lösung sein kann, habe ihr sogar schon angeboten ein ausführliches Hundebuch zu kaufen, aber NEIN, das hat ja angeblich keinen Sinn!
Für mich gesehen hat der Hund einfach ein Rangordnungsproblem! Wenn man mal eins und eins zusammen zählt, ergibt das für mich nur diesen einen Schluss!
Was haltet ihr davon?

shirkan
13.09.2007, 13:20
Hallo,

klare Antwort: dummes Frauchen!

Was hat deine Bekannte eigentlich für ein Interesse an der Hundehaltung? Denn sie müßte schon längst erkannt haben, mit diesem Hund muß gearbeitet werden. Mit Hilfe einer guten Hundeschule, eines Trainers. Wegsperren ist keine Lösung, weder wenn Besuch kommt, noch bei den anderen Problemen. Vielleicht ist meiner verwöhnt worden, aber 4 bis 5 mal tägliches Gassigehen ist für ihn selbstverständlich. Von wegen 2 mal am Tag raus.

Manche Leute sollten sich einfach keine Hunde halten!

Knubbelnase
13.09.2007, 13:49
Genau dieser Mienung bin ich auch, ihre Argumente sind der Hund wolle sie beschützen, deswegen würde er andere anknurren!
Zu dem Gassi gehen hat sie die Lösung, da sie Momentan nur Teilzeit arbeitet, aber irgendwann wieder vollzeit arbeiten würde, wäre es so am Besten, damit der Hund sich an den Rythmus gewöhnt. Schließlich müsse er es dann auch acht Stunden ohne Gassi aushalten! Gut zugegeben, andere arbeiten auch bis zu Acht Stunden, aber sie bewegen den HUnd dann vorher ausgiebig und nachher auch, damit er ausgelastet ist und nicht auf dumme Gedanken kommt! Aber sie weigert sich ja sogar, denn Hund mit dem Fahrrad mitzunehmen, sie nennt es Tierquälerei!
Zur Krönung hat sie noch behauptet, wenn der Hund sie jemals beissen sollte, kommt er weg!(Ich bete fast, dass es passiert, zum Wohle des Hundes!) Also, wenn mich einer fragt, es besteht nicht die Frage ob er beissen wird, sondern WANN!
Am liebsten würde ich ihr sonstwas erzählen, aber sie ist sehr sturr und lässt sich nicht gerne belehren und ich habe auch nicht das Recht dazu, aber der arme Hund tut mir leid! Wie kann man das ihr begreiflich machen?
Auch wollte sie mir weiss machen, dass sie schon einmal einen Hund hatte, einen Stafford (ok, soweit stimmte es, den HUnd gab es, doch er gehörte mehr ihrem Vater) und sie hätte mit ihm eine Hundeschule besucht und die Prüfung bestanden. Auf der anderen Seite erzählt sie aber, dass dieser ebenfalls nach Leuten geschnappt hatte! Da stimmt doch dann was nicht, angeblich wollte sie dieser auch nur beschützen!!!! BITTEEE???? Wenn er in einer Hundeschule war, was hat er dann da getan, oder besser sie ?

Frau_Wutz
13.09.2007, 14:08
hallo,

manche Menschen sollten sich einen Stoffhund holen. Wenn ich das lese wundert es mich nicht das es in Tierheimen nur so von Verhaltengestörten Tieren überfüllt sind. Weil gewisse Menschen null Ahnung haben sich ohne Gedanken Tiere zu sich holen und dann überfordert sind.

Zum Thema Hundeschule kann ich nur sagen, das man da auch mehr falsches lernen kann als recht ist. Es gibt da genügend schwarze Schafe.

Wir haben inzwischen unseren zweiten, nicht einfachen Hund aus dem Tierheim und müssen sagen wir haben schon viel mit harter eigener und vorallem konzequenter Arbeit hinbekommen und das ohne Hundeschule.

Man muss nur wollen! Viele Menschen könnten sich viel Ärger sparen, wenn sich den Hund zu sich holen, der zu Ihnen passt! Aber leider holen sich viele Menschen Hunde nach dem Aussehen und weil sie grad im Trend liegen ohne die Bedürfnisse der einzelnen Rassen zu bedenken!

Knubbelnase
13.09.2007, 18:53
Den Hund hatte sie selbst von ihrer älteren Schwester bekommen, die ihn dann nicht mehr wollte, als sie Schwanger bzw. als das Kind älter wurde. Sie hatte sich sorgen gemacht ob das lange gut ginge! Diese hatte den Hund soweit ich weiss von einer Bekannten, die immer Hunde aus Polen nach Deutschland holt. (Mehr muss man glaube ich nicht dazu sagen)

Ich würde ihr ja anbieten, mich mit dem Hund zu befassen, doch das nützt ihr wenig, denn es bringt nicht viel wenn der Hund die Befehle und alles lernt, sie es aber privat nicht weiter durchzieht. Ich habe auch meine Zweifel ob sie das wirklich wollen würde, denn sie ist ja von ihrer Methode der 'Erziehung' fest überzeugt. D.h also wenn der Hund was 'angestellt' hat,wie z.B in die Wohnung gepinkelt/gekackt, bekommt er auch schon mal nen Klapps mit der Zeitung ect.
Hätte echt nicht geglaubt, dass es solche bewusst dummen Leute noch gibt.
Da bietet man seine Hilfe an und ich hätte das Problem sicher etwas in den Griff kriegen können, habe auch schon mit dem Hund der Nachbarin gearbeitet und hab auch einige Besserungen bewirken können,(ausserdem hat sich diese Nachbarin zusätzlich Rat von einem Trainer geholt) aber sie stellt mich ja immer hin als sei ICH die Dumme und hätte keine Ahnung!

Suzanne
13.09.2007, 19:53
Hallo Knubbelnase

Nichts für ungut, und Deine Bemühungen aller Ehren :) aber was genau erhoffst Du Dir nun von diesem Forum, wenn Du an die Frau nicht rankommst :?: Nur Bestätigungen, wie furchtbar und schlimm sie ist? Das mag womöglich so sein - kenne ich jetzt nur eine Version - aber was soll sich am Zustand ändern?

Fragende Grüße Susanne

der dicke hund
13.09.2007, 20:39
hi du
sorry aber ich sehe es genauso wie susanne.
ich habe mir angewöhnt bei solchen leuten nix mehr zu sagen.
du hast 1243263764x hilfe angeboten. abegelehnt.
immer mit ausreden.ich habe keine lust mehr auf solche leute ich ärgere mich zu dreck.
klar tut der hund mir leid.aber was willst du noch tun ausser das jeder sagt oh weh oh weh.
und ich würde ihr die freundschaft kündigen....weil wer so mit tieren ungeht kann nicht viel taugen.
und ich toleriere viel!!

Maggie2
13.09.2007, 21:47
ich bin der gleichen meinung wie susanne und der dicke hund...... weiterer kommentar überflüssig :?::?::?:

zipfelhut
14.09.2007, 03:19
Ich habe zwei Tips für Dich: Der erste: Ein gemeinsamer Spaziergang, bei dem Du gar nicht von Erziehung sprichst, sondern einfach anhand Deines (sicher mehr oder weniger folgsamen ) Hundes zeigst , was das ist. Wenn dann so Sprüche kommen wie: "Der ist ja auch nicht so doof wie meiner" ist die passendste Antwort: Er war genau so ein Welpe wie jeder andere Hund. Ganz trocken und mit einem Achselzucken. Das sollte ausreichen, um herauszustellen, daß es Dein Verdienst ist, was der Hund kann oder nicht. Kann sein, daß Du sie brüskierst-aber Du mußt Dir dann keine Schauermärchen mehr anhören.
Variante Zwei bzw. eine Ergänzung ist, einfach ein Buch zu schenken, muß nix Teures sein; so wie Du sie beschreibst wäre wohl etwas a la "300 Tips für den Hundefreund" das richtige, diese Bücher zielen ja ein wenig auf die "Knöpfchendrück - richtiges Verhalten erscheint - Mentalität" vieler Leute ab und bieten zumindest einen Grundstock an Hundewissen, das Deiner Kollegin ja vollständig abzugehen scheint. Wenns nichts hilft, hast Du Dein Gewissen beruhigt und kannst dann gegebenenfalls sogar irgendwann mal sagen: Hör auf, auf Deinen Hund zu schimpfen und fang mit der Erziehung an. Dann bist DU das Problem los. Sie nervt Dich doch damit, also mußt Du Dich für den Hund oder (vermutlich) für Dein Arbeitsklima entscheiden.

Ich hätte sogar noch einen Tip, allerdings erfordert der schon sehr viel guten Willen (weil ggf. Dein Geld) von Dir: Schenk ihr ne Schnupperstunde in der Hundeschule (oft ist sowas ja kostenlos), geh mit ihr hin, weil Dein Hund ja dieses und jenes Problem hat und Du was dazulernen willst, oder sowas. Der Trainer wird ihr dann schon den Kopf waschen. Kann sein, daß das ihr letzter Besuch dort war, aber irgendeiner muß in den Fettnapf treten, ihr zu zeigen, daß das Problem bei ihr liegt. Dann warst Du es wenigstens nicht.

Knubbelnase
14.09.2007, 11:55
Für alle die mich fragen, was ich hier eigentlich will, mir Rat holen wie man es solchen Leuten am besten begreiflich macht, dass das was sie tun falsch ist, ohne ihnen gleich zu nahe zu treten, aber zu eurem Trost ich konnte sie nun dazu überreden, dass wir gemeinsam mal Gassi gehen! (also sie mit ihrem und ich mit dem Hund der Nachbarin, mit dem ich sehr oft unterwegs bin und der schon fast sowas wie mein eigener ist)

@Zipfelhut:

Danke, für die Tipps. Ich habe auch schon über solche Möglichkeiten nachgedacht, war mir aber nicht sicher wie weit oder ob es etwas bringt! Aber vielleicht sollte ich es einfach mal ausprobieren!