PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hundeschule



jack
18.11.2002, 12:28
Hallo,
kann mir jemand sagen, woran ich eine gute Hundeschule erkenne? Welche Methoden sind ratsam? Unser Hund hat für sein Alter (6 Monate) schon sehr viel Kraft und hat angeblich einen Hang zur "Dominanz". Erkennt man am Verhalten vom Hund, ob der Hundetrainer für ihn tragbar ist?

Commodore
18.11.2002, 13:41
Die Hundeschule sollte als Ausbildungsziele haben:
- eine sachgemäße Hundehaltung durch Frauchen/Herrchen
- Beratung zur artgerechte Tierhaltung, Ernährung und Pflege
das alles unter fachlicher Anleitung (Ausbilder) ohne Drill und Leistungsdruck
Fehlt was? :confused:


ob der Hundetrainer für ihn tragbar ist?
diese Frage verstehe ich nicht - weder Hund noch Trainer sind über das Forum einzuschätzen!? Normalerweise sind TrainerInnen bestimmt keine MimosenInnen, das ginge in dem Job nicht gut... Da hilft nur ausprobieren.
Ähnlich Frage: "kann ich gut Autofahren?" ;)

Snow
18.11.2002, 21:11
Hallo Jack,

ich hab mit meiner Hündin schon 3 Hundeschulen hinter mir und die 4. ist es dann entgültig gewesen.
Ich finde einfach wichtig das man auf Dich genauso eingeht wie auf Deinen Hund.
Wenn es in Deiner Nähe mehrere Schulen gibt dann würde ich Dir empfehlen Dir Vergleiche einzuholen.

Im Übrigen denk ich hat es Commodore auf den Punkt gebracht und zusätzlich achte auf Dein Gefühl und beobachte den Umgang der anderen und vor allem der Ausbilder ganz genau. Dann wirst Du schnell merken ob es die Richtige Schule ist oder nicht.

Liebe Grüße,

SNOW

Superjeile Zick
18.11.2002, 22:31
Hallo Jack,

ich habe bei der Auswahl darauf geachtet, dass der Trainer sich die Umgebung (Sams zuhause) ansieht und uns bei Bedarf auch daheim besucht. Manche Fehler unterlaufen gerade da und nicht auf dem Hundeplatz.

Darüber hinaus sollte der Trainer nicht nur unbedingt das Verhalten des Hundes korrigieren, sondern das Verhalten des Besitzers. Wenn der Besitzer Fehler macht, dann kann der Hund es schließlich nur falsch lernen.

Außerdem sollte die Hundeschule nach verschiedenen Methoden arbeiten. Schließlich ist jeder Hund anders und das Training sollte dementsprechend angepasst werden.

Worauf habe ich noch geachtet? Ach ja. Der Hund des Ausbilders. Ist der ausgeglichen und arbeitet gut beim Training mit. Ich kenne eine Hundeschule, da geht dem Trainer immer der Hund durch und er bekommt ihn auch nicht mehr unter Kontrolle. Somit war diese Schule spontan gestorben.

Gruß
Nadine & Sam

P.S. Brüllende Trainer kann ich schon gar nicht leiden.

AnnaS
19.11.2002, 09:07
Hi Jack

Eine gute Hundeschule macht für mich folgendes aus:

1. Es sollte ein artgerechter Aufbau des Trainings sein. Also zum Beispiel sollte man eine Welpengruppe anbieten, dann eine Junghundeschule, nach der man dann die Richtung entscheidet. Also z.B. Begleithund, Schutzhund, etc. Man sollte also auch darauf achten, dass die Hunde (also die jungen Hunde und Welpen) nicht einfach so zusammengewürfelt werden. Ob du dann so weit gehst, und eine Prüfung absolvierst ist deine Entscheidung, sollte aber von einer guten Hundeschule angeboten werden.

2. In erster Linie sollte der Trainer sich für deinen Hund interessieren, und dann erst für dich. Ein Trainer, der sich mit dir gut unterhält, den Hund aber kaum beachtet, ist sicherlich nicht gut.

3. Die Gruppe sollte überschaubar sein. Denn wer kann sich schon intensiv mit einem Hund beschäftigen, wenn er das in 45 Minuten bei 30 Hunden tun soll???

4. Die Hausbesuche finde ich sehr gut.

5. Die Hundeschule sollte nicht nur auf dem Platz stattfinden, sondern man sollte auch mal an die Straße mit den Hunden oder in eine Fußgängerzone gehen, damit der Hund auch bei Ablenkung lernt, zu gehorchen.

6. In eine Trainingsstunde gehört kein durchgepowerter 45-Minuten Unterricht. Der Trainer sollte ein oder zwei Übungen machen, und wenn alle Hunde diese Übungen absolviert haben, sollten 5 Minuten toben eingebaut werden. Sonst überforderst du die Hunde.

7. Es sollte in jedem Fall ein Dominanztraining eingebaut sein. Und die Hunde müssen die Gelegenheit haben, unter sich zu spielen, frei von Herrchen und Leine, damit sie den sozialen Kontakt zu den anderen Hunden bekommen.

8. Ein Trainer sollte kein Oberlehrer sein, der nur seine Anweisungen gibt. Er sollte offen und locker sein, und sich selbst auch mit in das Training und die einzelnen Übungen einbringen.

9. Der Trainer sollte auch nicht auf die Uhr schauen und nach 45 Minuten laut "Feierabend" schreien. Er sollte dann Schluß machen, wenn es bei allen geklappt hat. Ob es nun nur 40 Minuten oder mal 50 Minuten sind.

10. Der Trainer sollte sich ebenfalls die Zeit für ein persönliches Gespräch nehmen. Denn manche Probleme sind eben so individuell, dass man es in der Gruppe gar nicht lösen kann.

11. Der Trainer sollte in jedem Fall besser mit den Tieren können, als mit dem Menschen. Oder mindestens gleich gut.

12. Sicherlich liegen die meisten Fehler am Halter und nicht am Hund. Bei Problemhunden ist genauso der Besitzer gefragt, und nicht allein der Hund.

So, genug geschrieben :D

Viel Glück bei deiner Suche

Anna

simone schimmel
21.11.2002, 12:15
Ich werde wahrscheinlich auch die Hundeschule wechseln. Es ist zwar gan z nett da wo wir jetzt hingehen(anders kann ich das nicht nennen) aber ob's viel bringt??? Die Hunde laufen mehr frei u. spielen miteinander als das produktiv geübt wird. Spiel ist wichtig, ok, aber aus der Welpenspielgruppe sind wir eigentl. raus! Vom Gefühl her bin ich bei der anderen Schule besser aufgehoben, allerdings hatte ich erst ein kurzes Vorgespräch mit Einem der Trainer. Ich werd mir das also genau anschauen und dann 'aus dem Bauch heraus' entscheiden. Warum soll man gleich bei der 1. Wahl bleiben, wenn es sich nicht als '1. Wahl' bestätigt... Kindergärten oder weiterführende Schulen für die Kinder schaut man sich ja evtl. auch mehrere an. Ich hab's zumindest so gemacht. Gruß Simone

simone schimmel
26.11.2002, 11:56
Hallo, habe mir also die andere H.-Schule angeschaut. Machte wirklich einen guten Eindruck aber: Für 6 x 1,5 Std. (nur Hund, ich u. Trainer) 325,- Euro!!!! Ist das nicht etwas überzogen??? Einige von Euch waren bestimmt auch in der Hundeschule, habt Ihr auch soviel bezahlt??? Gruß Simone

Superjeile Zick
26.11.2002, 12:51
Hallo Simone!

Da es sich scheinbar um Einzelstunden handelt, ist dieser Preis recht normal.

Aber benötigst du wirklich Einzelstunden? Meistens genügt ein Hausbesuch um die Umgebung und Haltung kennen zu lernen und danach gibt es Gruppenstunden. Die sind wesentlich günstiger.

Vielleicht findest Du hier aber auch noch ein paar Infos.
http://www.ig-hundeschulen.de/

Gruß
Nadine & Sam

Snow
26.11.2002, 17:57
Hallo Simone,

ich habe mich kürzlich mit meiner Lucky bei einer Hundeschule angemeldet. Dort kostet der Einzelunterricht 25Euro und Gruppentraining 12,50 Euro. Allerdings ist der Unterricht mit einer ausgebildeten Hundetherapeutin.
Es gibt aber auch viele "Hundeschulen" die nur einen kleinen monatlichen Beitrag erheben, allerdings beinhaltet dies nicht eine Therapie und Training sondern nur "Spielrunden" und gelegentliche Treffs zwecks Meinungsaustausch. In einigen Fällen mag dies wohl auch reichen. Wenn Du keine Probleme mit deinem Hund hast, was Erziehung, Verhalten,etc. betrifft dann erkundige dich doch mal nach so einem Hundeclub in deiner Nähe.

Liebe Grüße,
Dani und Lucky:p

AnnaS
27.11.2002, 07:58
Hi Simone

Sind bei dir bzw deinem Hund denn wirklich Einzelstunden nötig? Wenn dein Hund keine größeren Probleme macht (z.B. Aggression anderen Hunden gegenüber oder gar Menschen gegenüber), dann ist es doch viel besser, in einer Gemeinschaft mit anderen Hunden zu lernen. Schließlich lernen Hunde dann, wenn sie auch mal von anderen abgelenkt werden, und zum anderen fördert es auch das Sozialverhalten deines Hundes. Ich würde diesen Gruppenunterricht auf jeden Fall vorziehen, es sei denn, der Trainer sagt aufgrund des Verhaltens deines Hundes, dass er so zur Zeit nicht in der Gruppe teilnehmen darf. Doch auch dann sollte später das Training in der Gruppe hinzukommen, denn ist dein Hund z.B. aggressiv anderen Hunden gegenüber, sollte er das ja auch irgendwann mal ablegen.

@ Snow:
Du kannst da nicht alle Hundeschulen pauschalisieren, die einen niedrigen Preis nehmen. Ich bezahle für 10 Trainingsstunden 50 Euro (also 5 Euro pro Stunde). Und das bezahle ich in einem Verein, der alles bis zu den entsprechenden Prüfungen ausbildet (z.B. Gebrauchshunde, Schutzhunde, und auch die "normale" Begleithundeprüfung). Ich zahle diesen niedrigen Beitrag auch ohne im Verein zu sein, also ohne zusätzliche Mitgliedsbeiträge. Und in dieser Hundeschule wird noch nicht mal in der Welpengruppe nur gespielt, sondern auch dort schon die Grundlagen (Leinenführigkeit, "Sitz", etc.) gelernt. Ab der Junghundegruppe (ab 6 Monate) wird altersgerecht auf die Begleithundeprüfung aufgebaut. Wir gehen z.B. mit unseren Hunden in die Fußgängerzone, damit sie lernen auch bei vielen Menschen, vielen Geräuschen, viel Ablenkung zu hören und sich nicht "wippig" machen zu lassen. Und gelernt wird eben so lange, wie der Besitzer mitmacht, aber mit dem Ziel der Begleitundeprüfung, die man natürlich nicht ablegen muss, wenn man das nicht will. Natürlich wird auch dann noch das Spiel mit eingebaut, so dass die Hunde zwischendurch immer ohne Leine, ohne Besitzer miteinander spielen können, damit sich eben auch das Sozialverhalten weiter ausprägt. Aber gelernt wird schon bei den jüngsten.

Ich denke, die Preise bauen sich wie bei allen anderen Dingen auf. Also wenn z.B. keine andere Hundeschule in der Nähe ist, können die Hundeschulen die Preise ruhig kräftig anziehen. Wenn es unter den Hundeschulen eine Art Konkurrenzkampf gibt, werden die Preise niedriger. Ist man bei einem ausgebildeten Therapeuten ist es teurer, als wenn man "nur" bei einem ausgebildeten Hundetrainer ist.
Damit meine ich auch, dass eine teure Hundeschule nicht gleich gut sein muss.

Liebe Grüß
Anna

simone schimmel
27.11.2002, 17:48
Hallo, Einzelstd. wären nicht unbedingt nötig, bis auf 'auf Durchzug gestellte Ohren' haben wir keine größeren Probleme. Und das ist mit einem knappen halben Jahr ja auch nicht ungewöhnlich(?). Unsere bis jetzt besuchte Schule hat Gruppen mit ca. 10 Hunden, das finde ich zu viel! Es wird mehr gespielt untereinander, auch jetzt noch in der Junghundegruppe. Ich hab das Gefühl wir treten auf der Stelle, deswegen wollte ich wechseln. Diese teure Schule ist wirkl. ohne Konkurrenz, vielleicht wirkl. deswegen diese Preise. Ich werd mich noch weiter umschauen und bis dahin lernen wir konsequent, geduldig und eisern zu Hause weiter. :) Simone

AnnaS
28.11.2002, 07:47
Die Ohren auf Durchzug hat Peppa auch :mad: und auch sie ist ein halbes Jahr alt jetzt. Das ist ja irgendwo auch ganz klar, denn die Hunde erweitern ja auch ihre Grenzen. Und als Welpen haben sie noch sehr unseren menschlichen Schutz gesucht doch in dem Alter jetzt sind sie neugierig auf die Welt, und wir sind uninteressanter geworden.

Meiner Meinung nach sind 10 Hunde in einer Gruppe nicht zu viel, sondern es kommt auf die Gestaltung des Unterrichts an. Wenn du aber ansonsten zufrieden bist mit dem Trainer, gibt es nicht die Möglichkeit, einfach mal mit dem zu sprechen? Sag ihm doch einfach mal, dass du der Meinung bist, die Hunde spielen mehr als dass sie lernen. Und vielleicht sehen es die anderen Teilnehmer ja ähnlich?!

Ich denke, dein Trainer wird sich vielleicht seinen Teil bei der Gestaltung des Unterrichts denken. Und wenn er aber offen Kritik gegeüber ist, kann er es alles noch mal überdenken. Nur wenn niemand etwas sagt, geht er davon aus, er macht es richtig und stellt euch zufrieden.
Ich würd es einfach mal ausprobieren. Wenn er so eine festgefahrene Meinung hat, die dich absolut nicht zufrieden stellt, kannst du dir ja immer noch eine andere Hundeschule suchen.

Du hast es ja schon mit der Schule oder dem Kindergarten verglichen: Und welcher Schüler meckert nicht auch mal oder sagt dem Lehrer, dass er mit dem Unterricht nicht zufrieden ist? Oder bin ich etwa die einzige, die das früher getan hat??? :rolleyes: :D

Liebe Grüße
Anna

simone schimmel
28.11.2002, 18:31
Hallo Anna, am Stil der 'Ausbildung' wird sich da nichts ändern. Die Frau ist sehr von Ihrer Methode überzeugt; deswegen haben schon einige die ich jetzt so gesprochen habe den Unterricht verlassen. Sie weiß auch warum, aber warum etwas ändern wenn der Zulauf trotzdem groß genug ist... Ich habe jetzt noch Jemanden bei uns in der Nähe gefunden(20 km) und werd mir diesen Unterricht + Trainer mal anschauen. Am Telefon schienen wir zumindest auf einer Linie zu liegen. Dort sind die Gruppen übrigens um die Hälfte kleiner. Also auf zum nächsten 'Schnuppertermin' am Samstag Gruß Simone

Benja
01.12.2002, 07:30
Hallo!
Wir waren in einer Hundeschule und haben dort die Welpenstunde mitgemacht. Die Junghundeausbildung kostet dort 35 Euro für 4 mal (also im Monat).
Wir haben uns jetzt einem Schäferhundeverein (Ortsgruppe) angeschlossen und machen dort die Unterordnung. Der Jahresbeitrag liegt unter 50 Euro und man kann 3x die Woche trainieren. Immer in einer "kleinen" Gruppe und wenn was besonderes anliegt bekommt man auch Einzelunterricht.:D
In den meisten Ortsgruppen werden auch gerne "Nichtschäferhunde" ausgebildet, wobei ich sehr gut finde das man Übungen seinem Hund "anpassen" kann und somit ein individuelles Training möglich ist. Die Prüfungen werden übrigens von jedem VDH angehörendem Verein anerkannt.
Schöne Grüsse von Andrea (deren Boxer inzwischen denkt er wäre ein Schäferhund!!!! :D )