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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dackel schaltet Gehirn aus!!!



stoksy
10.08.2007, 21:48
Hallo Leute,

wir haben einen 4 Jahre alten Dackel-Mischling. Er hat ein riesiges Problem. Sobald er Autos oder egal was Reifen hat (also auch Kinderwagen, Fahrräder usw.) sieht, geht er ab wie´s Zäpfchen. Wir wohnen jetzt seit kurzem in einem Neubaugebiet. Unser Hund hat immer einen Maulkorb an, wenn wir rausgehen. Selbst wenn er an der Leine ist. Sobald wir dann auf dem Feld oder im Wald sind, wir dieser dann abgemacht. Mit fremden Menschen hat er auch große Probleme. Er braucht erst einmal 10 Minuten bei uns zu Hause, dann schmust er sofort mit dem jeweiligen. Jetzt ist am Wochenende unsere Kinder hier unterwegs gewesen. Sie haben die "neuen" begrüßt und angefangen sich anzufreunden. Jetzt kam unsere kleinste (4 Jahre) auf die Idee, uns ihre neuen Freunde zu zeigen. Sie riss die Tür auf, und die zwei anderen Kinder liefen aufs Haus schreiend zu. Was machte unser Maxi, er rannte raus (zähnefletschend, so hörte es sich an) und hüpfte wohl an dem einen Kind hoch. Dies schrie natürlich, und hatte einen 3 cm langen Kratzer auf der Brust. Ich bin sofort raus, und habe den Hund eingesammelt und das Kind versucht zu beruhigen. Die Mutter kam dann gleich, und wir sprachen kurz. Das Geschrei vom Kind war einfach zu laut, und ich wollte erst einmal den Hund wieder reinbringen. Drinnen habe ich dann Wundspray, Heftplaster und Süßigkeiten geholt, und bin mit meinen Kinder noch mal zum Nachbar. Der Vater hat mich aber so zur S.. gemacht, der Hund wär gemeingefährlich. Er hätte schon gesehen, das sich unser Hund an einen Jogger rangemacht hätte. Ja, das stimmt. Mit Maulkorb. Und der Jogger hat ihn provoziert. Jetzt habe ich bei den Eltern mich wirklich entschuldigt und auch erklärt, das er eigentlich ein lieber ist, wenn er jemanden kennt. Und das wir ihn evtl. weggeben werden, wenn hier im Neubaugebiet es noch mehr Ärger geben wird. Die Freunde unserer Kinder wollen nicht kommen, weil ihn hier mittlerweile jeder den "Beiser" nennen, obwohl er mit Maulkorb durch die Gegend läuft. Naja, jetzt haben diese Eltern uns aber doch angezeigt. Sind die Menschen heute wirklich so bescheuert? Muss man heute alles auf diesem Wege klären? Ich könnte es ja verstehen, wenn ich nicht noch mal extra hingegangen wäre. Neben uns ist ein Bauer mit 2 Schäferhunde. So liebe Hunde, und trotzdem werden die andauernd angezeigt, weil Menschen Angst haben.
Ich weiss mir keinen Rat mehr. Ich habe einfach nicht die Nerven, mir andauernd den Ärger anzuhören, was wir für einen Beiser haben. Andererseits weint unsere Große schon, das wir überlegen ihn wegzugeben.
Was sollen wir tun?

Liebe Grüße
stoksy

sonormal
10.08.2007, 22:36
Liebe Stoksy:cu:

Ist ja ne shön besch.... Situation.Und wenn Kinder im Haus sind, ist ruck zuck Holland in Not.Ich kann dich verstehen das es dir zuviel wird,der Ärger mit den ach so tollen Nachbarn:-(0)...,kann ich ein Lied von singen...
Aber ich würde den Leuten den Gefallen nicht(!) tun und euren Hund abgeben,haben doch dann bestätigung.Und ausserdem finden die dann sowieso wieder etwas anderes um sich Hässlich auszulassen!!!Ich sage jetzt was Hundert andere Hundehalter auch sagen würden,versuch es mal mit einer Huschu oder einem Trainer vor Ort,oft genügen nur einige Stunden und der Hund/Halter sind zufrieden.Es stärkt auch das Selbstbewusstsein,wenn der Fachmann/frau sagt wie man in Gewissen Situationen mit seinem Hund umgeht und das auch funktioniert.Dann trifft einen die Überflüssige kretik von den Überflüssigen Schwätzern nicht!!!Oder nicht so doll.Ihr habt euren Hund schon 4jahre!!!Also Kopf hoch und durch:D
Ich wünsche euch alles Gute!!!Hoffe es kommt nicht so dicke,mit der Anzeige.
Vielleicht lassen die Leute ja doch noch mit sich reden und sind nett,vielleicht war es auch nur der Schreck der zu dieser reaktion führte.

noch ein schönes Wochenende!!!

LG

zipfelhut
10.08.2007, 22:56
Hmmm...umziehen:D

Nein, im Ernst, Eure Probleme mit dem Hund sind nicht so schwer zu lösen, wie es vielleicht für Euch aussieht. Mit Geduld, Ruhe und Konsequenz (das Wichtigste beim Dackel überhaupt) kann man das schon in Angriff nehmen. Nun haben sich bei der Situation auch alle so benommen, wie man es nicht macht, die fremden Kinder quieken, Eure hundegewohnten Kinder bereiten ihre neuen Freunde nicht vor der Hund is frei und Du weißt eigentlich, wie er drauf ist. Dumm gelaufen, kann man nix mehr machen.
Nun mußt Du halt für Dich herausfinden, was Du genau möchtest. Wenn Du den Hund behalten willst, bedeutet das Arbeit, viel Arbeit, unter anderem auch mit der ganzen Familie, die mitziehen muß. Es ist, wie ich oben schon schrieb, nicht unlösbar, ich will Dir jetzt aber keinen Trainingsfahrplan um die Ohren hauen, wenn Du noch gar nicht weißt, wo Dir der Kopf steht.
Du mußt also selbst mit Dir ins Gericht gehen, ob Du willens und in der Lage bist, kontinuierliche Erziehungsarbeit mit dem Hund in Angriff zu nehmen und ihn darüberhinaus täglich geistig zu fordern und zu fördern. Das bedeutet unter anderem, mit dem Hund allein (ohne Deine "ablenkenden" Kinder) neben Haushalt, Familie, Arbeit und was sonst noch anfällt, jeden Tag konsequent und engagiert zu üben, mit Trainingsmontur und so weiter und ein Beschäftigungskonzept für den Hund zu erstellen...Wenn Du das machen willst, und höchste Zeit ist es ja, helfen wir Dir gern. Wenn Du allerdings bei genauerem Nachdenken zum Ergebnis kommt, daß es Flickschusterei bliebe und sich unterm Strich nix ändern würde, wäre es wohl besser, das Hündchen in liebe Hände zu vermitteln, bevor noch mehr Unfälle passieren, wobei mit ein wenig Voraussicht dieser Vorfall vermeidbar gewesen wäre.
Ein Dackel ist ein Arbeitshund, durchaus mit etwas Schneid geschlagen und sollte nicht auf dem Sofa herumlungern. Das Verhalten das er da draußen zeigt, ist primär in fehlender Erziehung begründet, als sekundärer Faktor schlägt aber sicherlich, und das glaube ich aus Deinen Zeilen eindeutig herauslesen zu können, sträfliche Unterforderung zu Buche, er langweilt sich zu Tode, er macht auf die Sachen da draußen Jagd, das ist das, wofür er gezüchtet wurde und für ihn auch das logischste und normalste der Welt! Eigentlich wärst Du nun also schon in der Verantwortung, die Konsequenzen zu ziehen und Dem Hund angedeihen zu lassen, was er braucht:);)

traber
11.08.2007, 01:46
Hallo zipfelhut,;)
wollte nur kurz mitteilen, welch einen Erfolg ich mit deinem Konzept habe.:bl: Die Hunde kommen jetzt täglich mit zur Arbeit( ich arbeite in einem Kinderheim). Dort trainiere ich in meinen Pausen und es lag an der fehlenden Bindung und an meiner Inkonsequenz. Ich war so deprimiert, dass ich schon völlig vergessen hatte, wieviel Spaß die Arbeit mit meinem Hund eigentlich macht. Ich hatte einen völlig falschen Ansatzpunkt. Ich war viel zu verbohrt auf dieses Streunern. Nun arbeite ich an der Bindung, Gehorsamsübungen,etc.(wäre zuviel das alles aufzuzählen, was wir so den ganzen Tag veranstalten) und die Probleme lösen sich von selbst. Mein Glück ist auch, dass meine neue Arbeitskollegin Hundetrainerin ist und sie mich unterstützt. Wir waren gestern 4 Std. am Strand und er hat sich nicht mal von meinem Handtuch wegbewegt. Nur mit mir zusammen. Vorgestern waren wir in der Stadt. Heute war er mit Pferdchen und mir spazieren, allerdings habe ich mich hier noch nicht ohne Schleppleine getraut(wir waren im Wald und ich hatte Angst, wenn er doch abhaut, ist ja alles noch so frisch, dann knallen ihn die Jäger ab) Ich habe diese ganzen Situationen vorher gemieden aus Angst. Ich habe ihn nirgendwo mit hingenommen um den Streß zu vermeiden. Dabei war genau das mein Fehler:Denn ich habe das Gefühl, dass er gerade auf fremden Terrain meine Nähe sucht(zu Hause ist er nämlich gleich wieder Auf und Davon, aber nur 10 min.)Ich werde weiter Üben und Üben. es ist total schön mit seinen Tieren im Einklang zu sein.:D Vielen, vielen Dank nochmal! Und an alle Anderen: Gebt die Hoffnung nicht auf! Haltet euch ran, es kann funktionieren, man muss nur wollen.

In diesem Sinne alles Liebe,
dein dankbares Rudel Nathalie, Bernie und Jolie:cu:

zipfelhut
11.08.2007, 02:55
Klasse, da freu ich mich aber für Dich und mit Dir! Halte mich schön auf dem laufenden:D
Auch Dir weiterhin alles Gute! :cu::cu:

der dicke hund
11.08.2007, 12:23
hallo stoksy
ihr habt den hund nun etwas über 4 jahre.alles was euch eingefallen ist , ist das der arme kerl einen maulkorb anzieht?
sucht euch bitte dringend eine hundeschule die mit euch arbeitet.
weil weggeben ist das letzte was ihr tun sollt.
und wer nimmt den so einen hund der 4 jahre gelernt hat hinter autos und allem möglichem herzuhetzten und es zu zerfetzen?
und dsei mir nicht böse die aussage der jogger hat es provoziert klingt nach hilflosigkeit....dein hund hat das nicht zu machen basta.
das er kinder anfällt ist ganz schlimm da musst du sofort was tun.
wie gesagt hole dir hilfe sonst ist holland wirklich in not

Biene13
11.08.2007, 14:05
Hallo Stoksi
auch ich habe so eine Art "Kampfdackel", der allerdings noch niemanden angefallen hat, Kinder schon gar nicht. Die liebt er über alles, weil wenn Kinder kommen, ist Fun angesagt.
Einen Maulkorb kennt er gar nicht.

Unser wirklich einziges Problem, was wir haben, ist das, daß er auch die Autos jagt, allerdings wirklich NUR, wenn es regnet. Was das zu bedeuten hat, darüber grüble ich auch schon 3 Jahre nach????? Wenn dazu jemand eine Idee hätte???? Wäre ich schon recht dankbar.

Ansonsten hat unser Dackelchen schon seine "Arbeit" hier zu Hause wird er mit eingespannt, im Garten hat er seine "Aufgaben", die er auch wirklich sehr ernst nimmt.

Was für eine Art Dackel habt Ihr denn? Langhaarig, kurzhaarig, einen Teckel-Mix? Wenn ja, mit welcher Rasse?

Konsequente und liebevolle Erziehung, Regeln, die unbedingt einzuhalten sind, Aufgaben, die er erfüllen kann und wofür er auch Bestätigung erhält, das alles ist wirklich wichtig. HuSchu auch, eventuell ein Antijagdtrainig. Spiele nur nach Euern Regeln - keine Gezerre oder ähnliches, was den Hund noch mehr anstachelt. Lieber apportieren, bringen lassen, Suchspiele etc.

Weggeben? Das ist wirklich die letzte Lösung. Wir wohnen auch in einem Neubaugebiet, nehmen uns aber wirklich jeden Tag die Zeit, um mit dem Kleinen Dinge zu unternehmen, wo er seine Auslastung hat.

LG und viel Erfolg Biene13 Heidi

Biene13
11.08.2007, 14:13
Achso, eine Frage noch:

Wieso denn überhaupt der Maulkorb? Ist das Pflicht bei Euch? Oder hat er früher schonmal geschnappt, oder gebissen?

Vielleicht fühlte er sich durch die hereinstürzenden Kinder einfach nur bedroht?

Oder er hat einfach nur "sein" Revier verteidigt, das ist nun wieder eine Aufgabe, die ihm absolut nicht zustehen würde.

Nochmal LG Biene13

Deargi
12.08.2007, 10:33
Hallo Stoksi,
gerade für einen Dackel halte ich Dummyarbeit und Fährtensuche für eine super Lösung, um sein Unterforderungsproblem in den Griff zu bekommen. Gerade Nasenarbeit fordert Geist und Körper und beides sind dann ausgelastet. Dackel sind Jagdhunde! Alle Jagdhunde haben ein großes Bewegungsbedürfnis, sind Intelligent und Selbstständig. Dieses hilft ihnen dabei, ihre überschüssige Energie in andere Bahnen zu lenken. Ob die Richtung nun auch euch gefallen mögen, ist eine andere Frage...
Das euer Dackel an den Kindern hochgesprungen ist, zeigt eingentlich nur, dass er nicht böswillig handelt, sondern, es einfach eine Situation war, in dem er seiner Energie mal freien lauf lassen konnte und welche mal etwas Abwechslung in seinen Alltag bringt.
Man beschäftige einen Jagdhund angemessen und schon sind es die perfekten Familienhunde.

Viel Erfolg & Freude mit eurem Schnuff!
Deargi

Gertrude
12.08.2007, 15:43
Hallo Stoksi
auch ich habe so eine Art "Kampfdackel", der allerdings noch niemanden angefallen hat, Kinder schon gar nicht. Die liebt er über alles, weil wenn Kinder kommen, ist Fun angesagt.
Einen Maulkorb kennt er gar nicht.

Unser wirklich einziges Problem, was wir haben, ist das, daß er auch die Autos jagt, allerdings wirklich NUR, wenn es regnet. Was das zu bedeuten hat, darüber grüble ich auch schon 3 Jahre nach????? Wenn dazu jemand eine Idee hätte???? Wäre ich schon recht dankbar.

Ansonsten hat unser Dackelchen schon seine "Arbeit" hier zu Hause wird er mit eingespannt, im Garten hat er seine "Aufgaben", die er auch wirklich sehr ernst nimmt.

Was für eine Art Dackel habt Ihr denn? Langhaarig, kurzhaarig, einen Teckel-Mix? Wenn ja, mit welcher Rasse?

Konsequente und liebevolle Erziehung, Regeln, die unbedingt einzuhalten sind, Aufgaben, die er erfüllen kann und wofür er auch Bestätigung erhält, das alles ist wirklich wichtig. HuSchu auch, eventuell ein Antijagdtrainig. Spiele nur nach Euern Regeln - keine Gezerre oder ähnliches, was den Hund noch mehr anstachelt. Lieber apportieren, bringen lassen, Suchspiele etc.

Weggeben? Das ist wirklich die letzte Lösung. Wir wohnen auch in einem Neubaugebiet, nehmen uns aber wirklich jeden Tag die Zeit, um mit dem Kleinen Dinge zu unternehmen, wo er seine Auslastung hat.

LG und viel Erfolg Biene13 Heidi

Hallo Heid,
mich würde interessieren, welche Aufgaben Euer Hund im Haushalt macht bzw. im Garten. Wäre ein guter Gedanke für meinen lebhaften Wildfang.

grüsse
Gertrude

Biene13
13.08.2007, 14:19
Hallo Gertrude
weil das hier nicht "mein" Thread ist, schicke ich Dir heute abend eine PN, da kann ich Dir das alles ein bissel erzählen, okay?

LG Biene13 Heidi

Theolino
13.08.2007, 21:03
Hallo Biene,
mich würde aber auch interessieren, welche Aufgaben ein aufgeweckter Hund übernehmen könnte...
mach doch einen "eigenen" Thread :D

Grüßle, Helma