PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Durchgehen



staabc
07.08.2007, 14:20
Hallo,

ich habe eine neue Reitbeteiligung angenommen und mich sehr gefreut, dass es geklappt hat. Leider geht das Pferd, ein Haflinger, jedesmal durch. Die Besitzerin reitet das Pferd nicht sehr oft ins Gelände und auf dem Platz ist sie lammfromm, geht auf Schenkeldruck und Zügel. Was kann ich tun, damit das Pferd das Reiten im Gelände als angenehm empfindet und nicht jedes Mal so schnell wie möglich wieder nach Hause will?

Christine:?:

Hafimaus
07.08.2007, 19:17
Hi! Genau das kenn ich mit meiner Hafistute ebenfalls! Aufem Platz ist sie die ruhe selbst! Aber allleine im gelände ohje! Sie ist letzens auch mit mir durchgegangen,und erschreckt sich sogar vor briefkasten! Ich mache es jetzt so,das ich immer nach platzarbeit mit ihr noch die kleine runde gehe,die sie schon kennt,wobei sie auch ruhig ist gehe,um sie dran zu gewöhnen! Und wenn wir mit mehreren ausreiten dann auch größer dabei ist sie dann auch lieb! Versuch sie doch langsam schritt für schritt dran zu gewöhnen.

Lg ;)

Fritz+Krümel
09.08.2007, 15:30
Hey.
Das Problem hatte ich auch mal mit meinem Pflegepferd.
Wenn er dir das nächste mal durchgeht musst du (auch wenn es schwer fällt) ihm ganz weiche para*** geben und dabei oft *** Zügel freigeben. Auf keinen Fall fest halten! Du musst -wenn es das Gelände zulässt- einen Zirkel reiten und diesen Zirkel immer kleiner wer*** lassen. So nimmst du ihm sein Tempo und er MUSS langsamer wer*** und du hast ihn wieder gewaltfrei in deiner Hand.

Mein Pflegepferd ist öfter auf dem Nachhauseweg durchgegangen, weil die Besitzerin mit ihm immer nach Hause galoppiert ist ( :sporty: ). (Sollte man nicht machen! *kopf schüttel* )

In welchen Situationen geht er dir ***n durch?
Beim Antraben? Galoppieren?

Und was ganz wichtig ist: du darfst dich nicht verspannt aufs Pferd setzten und ***ken: "Oje, jetzt wird sie mir gleich wieder durch gehen." Pferde spühren diese Nervosität. Du musst ihm Sicherheit geben.

LG

traber
11.08.2007, 01:57
Hallo,
also ich würde versuchen die Platzarbeit ins Gelände zu verlegen. Dressurübungen und Bodenarbeit im Gelände.Am Besten fängst du mit Bodenarbeit an und legst ihr einen Kappzaum um. Viel im Gelände spazieren gehen und sie daran gewöhnen. Du kannst auch auf dem Platz mit ihr Gelassenheitsübungen machen. Wenn du dann doch auf dem Pferd ins Gelände gehst, würde ich ein Pelham benutzen. Hast du eine harte oder unruhige hand, nimm lieber einen Kapppzaum. Es gibt auch schon welche, wo man ein Gebiss einschnallen kann oder man schnallt den Kappzaum einfach unter die Trense und wenn sie durchgehen will, gibt`s halt mal Druck auf die Nase. Lieber einmal hart durchgreifen, als dieses ständige Gereisse im Maul.

Viel Erfolg!

Fritz+Krümel
12.08.2007, 13:07
Bitte knall ihr keine harten Gebisse ins Maul!
Versuche sie lieber durch Lektionen abzulenken (sprich: olten, Zirkel reiten, ectr.).
Spaziergänge sind auch eine gute Idee.

Am Gebiss zerren ist keine Lösung. Ein Kappzaum dem -sowieso schon völlig verängstigtem Pferd- ranzumachen, aber auch nicht.

Bitte löse das Problem anders. Z.B. nehme ihr die Angst im Gelände, indem du mit ihr -wie schon traber gesagt hat- im Geläne spazieren gehst und/oder sie viel mit Dessur/Gymnastikübungen beschäftigst.

LG
Julia

P.S. @ Traber: "Lieber einmal hart durchgreifen, als dieses ständige Gereisse im Maul." Genau,.... lieber einmal dem Pferd die Nase brechen mit einem kräftigen Ruck am Kappzaum! .... Hallo? :?: :0( :b

staabc
13.08.2007, 11:55
danke für Eure Tips! Volten reiten mach ich schon, geht aber halt nicht überall bei uns......und hilft nicht vorm nächsten Mal durchgehen.

@Julia
sie hat keine Angst im Gelände, ich denke es ist einfach nur Sturheit. Sie geht auch immer ganz unterschiedlich durch, meistens irgendwo an einer Stelle, an der sie merkt, hoppala, da gehts doch gar nicht nach hause: schau mal: DA gehts doch lang.......

Ein hartes Gebiss würde sowieso nichts nützen, sie ist schon sehr hart im Maul und beim durchgehen beisst sie sich einfach fest, ich habe überhaupt keine Einwirkung mehr....

Ich versuche sie auch zu beschäftigen, aber ich kann das halt auch nicht jede Sekunde, denn sobald sie merkt, ich bin nicht 150% konzentriert, nutzt sie das aus. Sie geht aus dem Schritt durch weil ihr grade einfällt, mensch, da gehts ja nach hause......oder auc im Galopp, wie es ihr gerade einfällt.

Ich hab sie schon rückwärtsgerichtet, das hasst sie, ich hab sie den ganzen Weg zurückgehen lassen, ich hab beruhigend auf sie eingeredet, ich hab mit ihr geschimpft.....ich geh draussen ganz viel Schritt und lasse sie vor Kreuzungen kurz stehen.....keine Chance....:rolleyes:

Piefke1
13.08.2007, 21:17
moin,

scheint ein hafi problem zu sein.:D hatte meinen auf doppelgebrochenes Gebiss umgestellt, bin ne zeitlang nur zu zweit ausgeritten so das das zweite pferd sich quer in den weg stellen konnte. was auch geholfen hat war schlangenlinen volten einfach halten rückwärtsrichen etc. immer ganz spontan wenn er nicht damit gerechnet hat, viel im schritt und traben. am besten vor dem gelände in die halle oder auf dem platz mind. 1 std intensiv arbeiten. und die hoffnung nicht aufgeben. wird bestimmt besser, fragt sich nur wann.;)

lg
anja

(hatte meinen hafi mit der flasche großgezogen)

Dani1992
29.08.2007, 15:05
Hey hör ich da Haflinger und durchgehen???? Hab auch nen Haflinger als RB und siehe da er gilt auch als Durchgänger...Hafis bzw. Ponys verwerfen sich oft im Gebiss, also so das man nichts mehr machen kann...hatte ich auch das Problem aber bevor sie durchgegangen ist (irgendwann hatte ich es raus wann sie imemr los wollte) und da hab ich dann immer annehmen, nachgeben, annehmen, nachgeben und das den ganzen Galopp durch. Seitdem ich ein halbes Jahr trainiert hab kann ich am langen Zügel durch die Wälder schießen und wenn ich mich dann hinhock, zügel aufnehmn, kreuz anspann und beine zu mach, dazu noch ne halbe Parade, schwups vom Galopp in Schritt(wenn ich will^^)

Also alles ist möglich...die Besitzerin hat mich sehr gelobt das sie jetzt auch wieder mit ihr ins Gelände geht und sie sich super anhalten lässt...ich weiß uach icht was ich gemacht hab...nur annehmen und nachgeben und keien Angst haben...

Hoffe ich konnte dir Helfen...

Lg Dani

staabc
17.09.2007, 10:04
Also ich möchte es noch nicht beschreien, aber es ist die letzten Wochen tatsächlich besser geworden. Seit sie mir auf einer geraden Strecke durchgegangen ist und ich sie da auch noch angetrieben habe, hat sie es nicht mehr versucht. :tu:
Allerdings ist sie immer noch sehr schreckhaft und macht viele Ansätze zum durchgehen, wenn
sie etwas erschreckt, also wenn z.B. urplötzlich und völlig unerwartet eine Kuh auf einer Weide auftaucht, oder nach einem Maisfeld, denn da lauern ja bei uns in Bayern auch immer Drachen drin......;-)

Frettie
21.09.2007, 14:25
Hallo
wie lange hast du die Reitbeteiligung schon?
Meine Reitbeteiligung war auch immer sehr schreckhaft und hat sich vor Gott und der Welt erschreckt, aber nach einem halben Jahr hat sie gemerkt das sie mir vertrauen kann und sich nicht mehr vor allem erschreckt. Selbst ein kläffender Hund, der im Garten hinter einer Hecke plätzlich auftauchte hat sie nur zu einem kleinen ausweich Schritt nach links veranlaßt und sie hat sich den Hund im weiter gehen ganz genau angeschaut.
Wie oben gerade gesagt ist es vielleicht auch das noch nicht ganz vorhandene Vertrauen.

staabc
24.09.2007, 12:50
Hallo Frettie,

noch nicht so lange, erst ein paar Wochen... wir müssen uns schon noch aneinander gewöhnen.

Ich hatte auch mal Frettchen, aber das ist schon lange her:-)

Gruss Christine

speddy86
19.10.2007, 12:59
Als erstes würde ich mir einen Thiedemann zügel besorgen(oder auch Köhlerzügel genannt) damit kannst du das Pferd besser unter kontolle halten ohne es zusammen zu zimmern. und alles andere ist eine reine gewöhnungs, disziplin, und konsequenz sache! Gerade Hafis haben meißtens einen richtigen Dickschädel, da muss man schlicht konsequent bleiben und muss sich durchsetzten. Wenn es heiß da lang, dann geht es auch da lang. und wenn es heißt schritt, dann geht man auch schritt. ich weiss bei meinem Pferd, war das eine echt harte knochenarbeit, aber es geht.

ich emphele dir erstmal am besten an Tagen ohne Wind zu reiten. da es so viel einfacher ist und das pony nicht gaaaannnz so viel zum schauen hat(es sei denn es sucht sich etwas, so wie meiner ;-) )

staabc
23.10.2007, 10:50
Jetzt reite ich sie seit drei Monaten ca. und es ist mal so und mal so. Ich merke sofort, wenn die Besitzer sie einmal die Woche geritten haben, dann ist sie viel braver und nicht so nervös. Aber wenn sie die ganze Woche stand und ich reite einmal die Woche und dann ist vielleicht auch noch Wind, wie Du sagst, was bei usn ziemlich oft ist und ich kann nicht jedesmal nicht reiten, dann ist sie echt hippelig. Letzte Woche war alles prima, sie war entspannt, ich auch und dann kamen auf den letzten Metern vorm Stall zwei Menschen (!) sehr gefährliche natürlich mit roten(!) Jacken, Frechheit, und da musste man dann erst wie eingefroren stehenbleiben und dann Gas geben auf Beton. Hallo, man hört schliesslich immer wieder, dass bei uns Menschen mit roten Jacken Pferde quälen. Also ICH versteh das ;)