PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Extremes Träumen



Hovi
15.11.2002, 23:44
Hallole,

ich weiß ja, dass Hunde träumen und im Traum auch mal laufen oder bellen oder was auch immer. Was allerdings mein Bandit seit nun schon 3 Jahren jede Nacht veranstaltet, ist schon nicht mehr normal... oder etwa doch? Wenn er schläft, rennt und zappelt er so extrem, dass er mitsamt seiner Decke quer durch Zimmer rutscht. Dabei schlägt er mit Hinterbeinen und Rute regelrecht "wild um sich". Gelangt er auf seinem Weg durchs Schlafzimmer dann z. B. an die Kommode, trampelt er im Traum derart fest dagegen, dass sogar der Wecker letztens heruntergefallen ist. Er wacht nicht auf dabei!!! Das geht JEDE Nacht so... manchmal muß ich ihn leider sogar aus dem Schlafzimmer verbannen (überall in der Wohnung liegen ja Hundedecken), weil man bei dem Getrampel und Gezappel unmöglich schlafen kann! Das tut mir dann richtig leid... Kann das eventuell mit den vielen Operationen zusammenhängen, die er schon hatte (Trauma) ????

An Jason sehe ich ja nun, wie ein "normaler" Hund träumt. Mal Pfotenbewegungen, mal ein leises "Wuff", und wieder Ruhe.

Wie träumen eure Hunde? Ist Bandit´s Schlaf abnormal? Manchmal, wenn er ganz kläglich wimmert, wecke ich ihn auch.... Denke, er hat dann Alpträume :( .

Liebe Grüße
Claudia

Cockerfreundin
16.11.2002, 13:04
Hallo, Claudia!

Bastis Träume kann ich nur tagsüber/ abend *beobachten* und da träumt er so wie Jason - also mal mit Fiepen, Laufbewegungen, kurzes Wuff .... Allerdings ist es an Tagen, wo er was ganz Aufregeendes erlebt hat (irgendeine unangenehme Hundebegegnung zum Beispiel) auch schon mal lebhafter.

Nachts schläft er ja bei mir auf dem Bett und da krieg ich rein gar nichts mit. meistens liegt er morgens noch genauso eingerollt auf seinem Kissen wie Abends beim Einschlafen. Also entweder träumt er Nachts total lautlos oder ICH penn so fest :D

Waren die schlimmen OPs bei Bandit denn vor 3 Jahren?? Kann schon sein, dass er da etwas erlebt hat, was er immer noch verarbeiten muß.

Liebe Grüße,

Annette + Basti :)

cheroks
16.11.2002, 13:31
Hallo Claudia,
meine Hunde träumen auch unterschiedlich intensiv. Meine Hündin Pauline (3 Jahre) schläft jetzt sehr ruhig, sie hat aber als Welpe/Junghund sehr heftig geträumt, dass ich schon dachte sie hätte irgendwelche Anfälle.
Da sie auch eine schwierige "Junghundzeit" hatte, mit vielen Tierarztbesuchen, da bei ihr schon sehr früh ein Herzfehler diagnostiziert wurde, hat sie zum allgemeinen Wohlbefinden und Stärkung der Persönlichkeit Bachblüten bekommen, damit lösten sich bei ihr die nächtlichen Anspannungen und sie träumt jetzt "normal"

Mein Rüde Taps ( 9 Jahre) träumt immer noch recht heftig. Bei ihm denke ich eher, er stellt Eindringlinge,denn er knurrt, fletscht, rennt, bellt, macht sogar eine Bürste und wedelt. Bei ihm denke ich nicht an Alpträume, denn er winselt und jauelt nicht dabei und wirkt nicht beängstigt.

Für solche Fragen, gehe ich zu einer Homöopathin, die mir schon soooo oft geholfen hat!

LG Tina

Hovi
16.11.2002, 16:46
Hallo Annette und Tina,

stimmt, wenn Bandit so heftig träumt, könnte man tatsächlich glauben, er hat einen Krampfanfall. Ich frage mich dann wirklich, was in diesemHundehirn alles vorgehen muß!

Die schwereren OP´s gingen etwa vor 3 Jahren los. Da wurden so Sachen gemacht wie Muskeldurchtrennung und Nervausschaben (wegen der HD), später dann die Cauda-Equina-Sache... zwischendurch immer wieder unzählige Narkosen, um CT´s machen zu können. Einmal erlitt er während einer Narkose einen Allergieschock. Ich bemerkte das schon, als er ihn meinen Armen nach der Narkosespritze zusammensackte und würgte und krampfte. Der damalige behandelnde Arzt sagte, das sei "normal". Beim Aufwachen erbrach sich Bandit (trotz völlig leeren Magens) ununterbrochen, innerhalb von einer Stunde bestimmt 30 Mal. Ich sagte dem Arzt, dass das NICHT normal sei, und erhielt die saublöde Antwort: "Solang ICH mir keine Sorgen um Ihren Hund mache, brauchen SIE sich auch keine zu machen!". Danke für´s Gespräch! Ich schnappte mir den nächstbesten Weißkittel dieser Klinik, zeigte ihm meinen Hund, der diagnostizierte Allergieschock, injizierte Cortison, hängte Bandit an den Tropf und rettete ihm das Leben. Ich widerhole hier NICHT die Kraftausdrücke, mit denen ich mir damals bei dem anderen arroganten Arzt dann Luft machte!

Jedenfalls, seit dieser Zeit geht das so mit der extremen Träumerei.

Ich wecke Bandit manchmal auch. Eigentlich sogar oft. Immer dann, wenn er furchtbar winselt und jammert dabei, als hätte er Todesangst. Glaubt ihr, das ist falsch und ich soll ihn weiterträumen lassen? Er tut mir dann so leid. Aber was er in über 3 Jahren nicht verarbeitet hat, müßte dann ja sehr, sehr tief sitzen !?!

Liebe Grüße
Claudia

Cockerfreundin
16.11.2002, 19:56
Hallo, Claudia!

Zitat
_________

Ich wecke Bandit manchmal auch. Eigentlich sogar oft. Immer dann, wenn er furchtbar winselt und jammert dabei, als hätte er Todesangst. Glaubt ihr, das ist falsch und ich soll ihn weiterträumen lassen?
__________

Ich würde das sicherlich auch machen. Ob's richtig ist, weiß ich auch nicht. Aber wenn ich mich erinnere: ICH hatte einmal einen richtigen Alptraum, aus dem ich nicht geweckt wurde. Und da ging's mir nach dem Aufwachen auch ziemlich schlecht. denk mal, dass das bei Hunden nicht anders ist.

Aber vielleicht fragst Du wirklich zur Sicherheit mal einen Fachmann/ Fachfrau.

Grüße von
Annette + Basti :)

NicoleB
16.11.2002, 22:20
Hallo Claudia,

Mein Rüde träumt auch fast jede Nacht, wenn er aber anfängt hört er auch nicht so schnell wieder auf!!!
Er Jault auch schon mal richtig, und auch scheint es als würde er etwas hinterrennen und bewegt sich dann auch schon mal nach vorwärts bis er manchmal vor sich selbst erschreckt.
Es ist glaub ich gut möglich das es bei Bandit an den OP´s liegt, vielleicht träumt er davon und bekommt Angst??
Ich wecke Jerry allerdings auch immer wenn ich denke er könnte etwas wie einen "Alptraum" haben, denn das hört sich schon seltsam an.

Vielleicht fragst du mal den Tierarzt ob das mit den OP´s zusammen hängen kann ;)

Grüße

Nicole+Jerry

Tasi2002
17.11.2002, 11:12
Ich glaube meine kleine hat gestern nacht auch geträumt. Sie hat während des Schlafens angefagne mit dem schwanz zu wackel, wie wenn sie sich richtig freut!
Ich dumm kopf musste natürlich lachen, so dass sie leider wieder aufgewcht ist . Naja, schade wars schon es war nämlich echt total süß!

cheroks
17.11.2002, 12:21
Hallo Claudia,
hab mich auch schon mal gefragt, ob es nun richtig ist zu wecken oder nicht, der Spruch heißt ja "Schlafende Hunde soll man nicht wecken".
Das habe ich bis jetzt herausgefunden:
Im Bezug auf den Menschen soll man nicht aus Albträumen wecken, wenn der Traum ganz heftig ist, denn im Traum versucht man eine Lösung für das Problem zu finden, wird man mitten drin immer wieder geweckt, kann man das Problem nicht bewältigen. Albträume bei Erwachsenen sind oft die Folge eines nicht verarbeiteten, traumatischen Erlebnis in der Kindheit.

Tiere haben die gleichen Schlafphasen wie Menschen, und auch die Hirntätigkeit im Schlaf ist ähnlich.
Am sichtbaren Verhalten des Hundes bei Albträumen, würde ich sagen, was für Menschen gilt, gilt hier dann wohl auch für Hunde! Lieber nicht wecken, wenn der Traum schon im vollen Gange ist, lieber frühzeitig wecken, damit der Traum erst gar nicht so "aufleben" kann.

Pauline hatte auch so eine Weißkitteltrauma, da sie vom 6 - 12 Monat auch Stammgast beim TA war. Erst die erste Läufigkeit, nach der sie sofort eine Gebärmutterhalsentzündung bekam. Also Kastraktion, aber zu der Zeit war ihr Herzfehler noch nicht erkannt. Die Narkose hat sie nur knapp überlebt. Danach dann die Suche nach der Ursache und dann die Diagnose Herzklappeninsuffiziens. Sie wurde dann auf Medikamente eingestellt, was auch nicht so einfach war. Zu allem Überfluss ist sie dann auch noch in ein Erdwespennest gestolpert, septischer Schock usw.
In der Zeit waren ihre Träume ganz heftig.

Seit dem gehe ich mit fast allem zur Homöophatin, da ich ihr die ganzen medizinischen Bomben ersparen möchte, da sie eh schon starke Medikamente bekommt. Und ich bin total begeistert. Diese Homöophatin hat mir auch die Bachblüten zusammen gestellt, die Pauline bei der Bewältigung von Konflikten helfen sollten.
Ihre schlechten Träume sind ganz deutlich zurück gegangen!

Ich würde es wirklich mal mit Bachblüten versuchen. Bei Kindern und Tieren ist die Wirkung oft verblüffend.
Ich kenne eine Frau die sich sehr gut mit Bachblüten und Tieren auskennt. Bei großen Entfernungen macht sie auch eine telefonische Beratung. Hört sich oberflächlich an, aber sie nimmt sich wirklich viel Zeit und sie ist sowieso auf die Beschreibung des Menschen angewiesen. Sie hat einen guten Ruf und fragt auch später nach ob es gewirkt hat! Wenn du Interesse hast, schick ich dir die Nummer mal per E-mail.

LG Tina

Snow
18.11.2002, 21:22
Hallo :)

Also meine Hündin träumt genauso wie Dein Bandit und sie hatte bisher noch kein traumatisches Erlebnis oder ähnliches.
Mit ihrer Zappelei weckt sie mich bestimmt 10x in der Nacht ( muss zugeben sie schläft bei mir im Bett) und ich wecke sie auch dann nicht jedesmal.
Unser TA konnte mir dazu leider auch nicht viel sagen(spricht wohl nicht so sehr für seine Kompetenz oder?!) aber ich mache mir auch nicht allzu viele Sorgen darum, denn ich bewege mich ebenfalls viel im Schlaf und ab und zu kasiert mein Mann auch mal einen versehentlichen Tritt.

Liebe Grüße,
Dani

Hovi
21.11.2002, 20:19
Hallole miteinander,

erst einmal Danke für eure Antworten... ich weiß ehrlich gesagt nicht, welchen "Fachmann" ich fragen könnte, denn die Tierärzte, bei denen ich bin, nehmen das Problem absolut nicht ernst. Und zum Thema wecken oder nicht, auch das finde ich schwierig. Es stimmt schon, man sagt, Träume helfen bei Verarbeiten von Erlebtem. Aber wenn ich von mir selber ausgehe: ich wäre so manches Mal froh gewesen, man hätte mich aus einem schlimmen Alptraum geweckt und ich hätte ihn nicht "zu Ende" träumen müssen. Bandit wäre einmal während einer Narkose an einem allergischen Schock fast gestorben. Er hat sich damals sehr gequält, unzählige Male erbrochen... ich sass daneben, heulte und streichelte ihn, während die Infusion durchlief. Mehr konnte ich ja nicht tun. Aber dieses Erlebnis hat sich bei MIR im Gehirn eingefressen...wie muß es da erst in BANDIT´s Kopf aussehn?

Ich kenne eine Homöopathin, die ich jetzt mal um Rat fragen werde. Vielleicht findet die das Problem nicht so lächerlich wie die Tierärzte... :( .... nochmals danke für eure Antworten.

Liebe Grüße
Claudia

Snow
21.11.2002, 20:27
Hallo Claudia,

ich verstehe ja schon das Du dir Sorgen machst um deinen Bandit, aber steiger dich da nicht so rein. Wie Du gelesen hast ist dein Hund nicht der einzigste der so träumt.

Liebe Grüße,
Dani und Lucky:p

igelchen
21.11.2002, 22:17
Hallo Claudia!


Original geschrieben von Hovi
ich wäre so manches Mal froh gewesen, man hätte mich aus einem schlimmen Alptraum geweckt und ich hätte ihn nicht "zu Ende" träumen müssen. Naja, ich hatte seit meiner Kindheit (Kindergarten-Alter) EINEN ganz spezifischen Alptraum, in dessen Verlauf ich nachts richtig geschrien habe - mich schaudert's heute noch, wenn ich an diesen Traum denke. Sobald ich natürlich schrie, kam meine Mama und hat mich geweckt. :) :rolleyes: In dem Moment war ich immer froh, aber im Endeffekt bin ich diesen Traum erst nach fast 10 Jahren losgeworden - als ich ihn mehrfach zu Ende geträumt und das Problem gelöst hatte!! ;)
Ansonsten träume ich auch heute noch intensiv und rede, singe, trete usw. im Schlaf :D und schlafe dabei aber bombenfest...

Mein Rat wäre also: Berate Dich mit einer Homöopathin, wende evtl. Bachblüten an - aber lass Bandit den Traum bewältigen! Ich weiß es ist schwer, NICHT hinzugehen, wenn der Hund solche Qualen leidet!!

Liebe Grüße
Igelchen

P.S.: Die Hauptrolle in meinem Alptraum war übrigens von Hunden und Wildschweinen besetzt - vor Wildschweinen hab ich heute noch Angst :D :D