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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund hat mich gebissen



connilein
23.07.2007, 13:09
Hallo liebe Hundefreunde, ich bin heute etwas durcheinander, weil mich unser Hund ( Tibet-Terrier ) gestern abend in die Hand gebissen hat. Unsere Winja lag ganz entspannt in ihrem Korb, als meine Tochter zu uns kam und den Hund freundlich begrüßt hat. Daraufhin knurrte sie und fletschte die Zähne. Ich bin dann zu ihr hin und wollte sie beruhigen und nach dem Grund für dieses Verhalten schauen. Habe sie ruhig angesprochen und mich zu ihr runter gebeugt, bzw. vor ihr Körbchen gekniet. Ohne Vorwarnung biss sie aufeinmal zu und schnappte in meinen Finger. Sie knurrte wie blöde als ich sie daraufhin erstmal auf die Terrasse gescheucht habe, damit wieder Ruhe einkehrt, weil meine Tochter sich furchtbar erschreckt hatte und auch mein Mann ganz schön geschockt war. Nachdem ich verpflastert war, schaute ich nochmal in ihren Korb und entdeckte darin einen alten Knochen, den sie wohl bewacht hatte. Ich meine, trotzdem darf sie nicht zubeißen, oder? Wie soll ich mich denn nun weiter verhalten, den Hund mit Mißachtung strafen oder alles normal weiter laufen lassen? Ich habe etwas Bedenken, da sie ziehmlich dominant ist und immer wieder versucht die Rangordnung in Frage zu stellen.
Sie ist jetzt 4 Jahre alt, wir haben sie seit Welpenalter bei uns, aber so etwas hat sie bislang noch nicht getan.
In der Hoffnung auf ein wenig Mitgefühl :?:
grüße ich von der Ostsee
connilein

zipfelhut
23.07.2007, 16:10
Hallochen!

Zu der von Dir beschriebenen Situation kann ich nut tröstend sagen: dumm gelaufen; Ihr konntet nicht wissen, daß da ein Knochen ist, und wart dementsprechend perplex. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist, drauf zu achten, daß der Hund keine Leckereien zur "freien Verfügung" mehr hat, also sofort auffressen oder wegnehmen. Dazu solltest Du ein Wegnehmen-wiedergeben - Ritual einführen.
Funktioniert so: Ein leckeres Schweineohr (oder ähnliches) anbieten, nehmen lassen und dann mit einer ruhigen Bewegung, möglichst mit wenig Worten (ruhiges "Aus!") dem Hund abnehmen, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme des Schmnauzengriffs. Laß es einfach auf den Boden fallen, und zeige ihr, daß Du gar nicht an dem Schweineohr an sich interessiert bist. Dann darf sie es wiederhaben. Das ganze so oft üben, bis sie verstanden hat, daß Hergeben nicht schlimm ist, und sie ihr Futter IMMER wiederbekommt. Eventuelles Knurren solltest Du dabei durchaus ignorieren - alles was sie dabei lernen soll, ist, daß der Rudelboß manchmal verfügt, daß Sachen loszulassen sind, man sie aber immer wiederbekommt. Auf keinen Fall darf sie das Gefühl bekommen, daß ihr die Beute abgenommen wird. Nötigenfalls solltest Du das ganze zunächst angeleint üben. Es gibt noch den Weg des Beutetauschens, wo dem Hund das Hergeben durch das Anbieten einer Ersatzbeute schmackhaft gemacht werden soll. Ich fände diesen Weg bei Deinem Problem aber nicht ganz so gut, weil sie durchaus lernen sollte, daß es Grenzen gibt, und Sachen kompromißlos hergeben können sollte, ein bißchen haftet dieser Methode meiner Ansicht nach auch ein "Bestechen" an, wo der Hund ja aber besser ohne zu zucken Folge leisten sollte-ohne dabei das Gefühl von Demütigung durch Ressourcen- also eben Leckereienentzug haben zu müssen. Wenn Du Dir das nicht zutraust, oder der Hund sehr aggressiv ist, such Dir aber lieber einen Trainer; wenn Du beim Üben unsicher bist, merkt das der Hund, und das Problem wird dadurch verschlimmert.
Das mit der Dominanz ist so eine Sache, das wird Hunden schnell einmal attestiert, obwohl sie vielleicht nur unerzogen sind....ohne, daß ich Deine Sicht der Dinge nun in Frage stellen will, schließlich kenne ich Dich und den Hund ja gar nicht.
Nur zusammenfassend: keine Sachen mehr zur freien Verfügung; wenn Du den Knochen wegräumen möchtest ,weil sie nicht daran nagt sondern ihn nur "bewacht", solltest Du aber trotzdem zur "Kompensation" eine Leckerei anbieten ("tauschen"), ein Stück Käse vielleicht.
Viel Erfolg!

Edit: Ich habe noch einen Buchtip für Dich dazu: "...damit wir uns verstehen", Thomas Baumann, Baumann-Mühle Verlag; da hat er das Wegnehmen-Wiedergeben sehr anschaulich beschrieben.

connilein
23.07.2007, 17:14
Hallo,
vielen Dank für den hilfreichen Tipp. Ich werde damit aber noch 1-2 Tage warten, denn zur Zeit haftet das Ganze noch etwas an mir und unser Hund würde meine Unsicherheit bestimmt merken und die Prozedur geht in die Hose ( oder Hand ) Sämtliches Kaukram räume ich sofort weg, versprochen. Zum Dominanzverhalten kann ich nur berichten, dass Winja schon als ganz junger Hund sehr selbständig war. Wir waren in der Hundeschule und meine Trainerin hat gesagt, das hätte sie so auch noch nicht erlebt. Wenn der Hund zu weit weg läuft soll man sich ja auf den Boden hocken und klein machen, damit der Hund das Herrchen suchen muss und zurück kommt. Das hat damals schon nicht geklappt, sie rannte einfach weiter, ohne sich im geringsten um uns zu kümmern.Vielleicht liegt das auch an der Rasse, diese Tibets sind ja sehr selbständig. Jedenfalls kommt sie heute auf Zurufen auch nur nach Lust und Laune, es sei denn, ich brülle ihr das Wort "Kühlschrank" zu, weil sie sehr auf unseren Kühlschrank steht. Das ist aber manchmal peinlich :-)
Na ich werde mal schauen, ob wir das hinkriegen.
Lieben Dank nochmal
connilein

Doris2007
23.07.2007, 17:27
Hallo Connilein
mit meinem esten Hund hatte ich damals auch ein solches Problem wie du es beschrieben hast. Die Ratschläge von Zipfelhut habe ich selber ausprobiert - allerdings bin ich ein Stück weiter gegangen. Ich habe meinem Hund das knurren untersagt, egal ob im Spiel oder in der Auseinandersetzung mit dem Fressen - wie? Ganz einfach ich habe seine Schnauze festgehalten ihn angeschaut und ganz deutlich nein gesagt - hat er es nochmal probiert kam das Fressen/bzw. das Spielzeug für einige Zeit weg. Ich hatte nach einigen Versuchen einen braven Hund. Nachteil der Geschichte, alle Anderen Personen, die den selben Erfolg sehen wollten mussen das gleiche Ritual durchführen - allerdings reichte eine konsequente Spielsituation.
Dir viel Glück und ruhig Mut - nicht aufgeben schließlich habt ihr vier Jahre Eures Lebens gemeinsam verbracht.
Doris

Maggie2
23.07.2007, 18:13
Hi Connilein, :cu:

Zipfelhut und Doris haben dir bereits das gesagt, was ich auch raten würde, somit bleibt mir zum eigentlichen Thema nichts mehr zu sagen, aber ich wünsche dir gute Besserung für deine Hand und das du deine momentane Unsicherheit bald verlierst. Liebe Grüße, Maggie :bl: :bl: :bl:

Gruschka
23.07.2007, 19:16
Hallo Connilein,

ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig damit, dass einfach so als "Dominanz-Aggression" anzusehen und dich entsprechend zu verhalten. Hunde können viele Gründe haben zuzuschnappen und ich denke, dass kann letztendlich nur jemand beurteilen, der die Situation selbst miterlebt hat und dein Verhalten und das deines Hundes genau beobachten konnte. Ohne hier jemandem auf Füße treten zu wollen, rate ich dir, dir einen Fachmann zur Seite zu holen. Denn wenn die Ursache der Aggression anders ist als vermutet, kann es passieren, dass der Hund völlig verunsichert und damit unkorrigierbar wird.

Alles Liebe für Euch und deine arme Hand
von Gruschka

zipfelhut
23.07.2007, 23:13
Hilfe holen kann nicht verkehrt sein, und eins noch: Das Entfernen und dann nicht rankommen muß auch noch nicht heißen, daß da die Rangordnung nicht stimmt-primär ist es ein Anzeichen für eine ausbaufähige Bindung. Sei in diesen Dingen auch extrem vorsichtig beim Suchen nach nem Trainer-das wird so oft und pauschal unterstellt, mit den abenteuerlichsten Begründungen versehen...
Und auch ein Anknurren ist kein Zeichen von Respektlosigkeit-es ist einfach eine Warnung-tu mir nichts, sonst wehre ich mich! Ich habe einen großen Schäferhundbuben, der ist ein Kerl wie ein Baum - aber im Grunde seiner Seele ein Angsthase. Wenn er Kauknochen hat, brummt er mitunter, als ob er mich fressen will, dabei kann ich jedoch alles mit ihm machen, und selbstverständlich auch den Knochen wegnehmen-den er aber stets wiederbekommt. Ich habs vom ersten Tag an so gehandhabt und er hats auch begriffen, er brummelt manchmal wie ein Bär (sicher auch, weil ichs manchmal spielerisch provoziert habe, ich konnte es ja einordnen), oft sagt er aber inzwischen auch gar nichts. Ein Rangordnungsproblem haben wir deshalb aber noch lange nicht. Laß Dich nicht verunsichern, ein Knurren ist wirklich kein eindeutiges Indiz für Dominanz, sondern in erster Linie Ausdruck der Befindlichkeit des Hundes. Aber wie schon gesagt: Im Zweifelsfall lieber sein lassen und nen Trainer zu Rate ziehen.

zipfelhut
23.07.2007, 23:30
Und noch nen Tip, hab ich vergessen: Laß sie zunächst einfach nicht mehr in den Genuß kommen, Dich beim Freilauf zu ignorieren-häng sie an eine lange Leine, mit der Du sie notfalls einholen kannst, andernfalls verspielst Du tatsächlich Deine Autorität; je öfter Du rufst, ohne daß sie kommen muß, desto mehr wird sie mit der Zeit das Kommando überhören-Du bist ja schließlich da, wie sie hören kann, warum soll sie sich dann Sorgen machen? Mach mal ein gezieltes Herankommen-Training, bei dem Du aber anders rufen solltest, als bisher. Also ein neues "Heran-Wort" einführen wie zum Beispiel "Heim" oder "Ran" statt des bisher verwendeten "Hier" und/oder "Komm". und dann so vorgehen: In ruhiger Umgebung üben, lange Leine auslaufen lassen, einmal Namen plus Hier-Wort rufen und dann den Hund ruhig heranziehen, falls er nicht reagiert. Dabei aber keinesflalls ruppig werden, es soll ihr nicht unangenehm sein, sondern sie soll lernen, daß Du von nun an durchsetzt, was Du verlangst. Ist sie dann bei Dir angekommen, egal ob freiwillig oder "herangezogen", gibts eine fette Belohnung, tüchtiges Lob, Knuddeln und Spiel. Ich wette, daß Du sie nur zwei-, dreimal hereinziehen müssen wirst, dann sollte sie schon mal freiwillig kommen, um sich die Leckerei abzuholen. Nötigenfalls das Futter ein wenig reduzieren, damit sie auch nen Grund hat, sich um Deine angebotenen Leckereien zu kümmern.
Tja und dann die Leine nicht zu früh im Trainingsstadium abmachen, besser zu lang als zu kurz dran lassen. Viel Erfolg!

Suzanne
24.07.2007, 20:39
Hallo

Ich habe mir das jetzt auch mal durchgelesen und muß sagen, ich bin entsetzt. Dafür kannst Du aber jetzt nichts Connilein :bl: Diese Situation ist schon heftig. Zipfelhut - in Deinem ersten Posting les ich "dumm gelaufen und man konnte nicht wissen, daß dort ein Knochen liegt" - auch hier nichts für ungut. Ich habe es von Welpenalter gehandhabt, daß ich ihm jederzeit alles aus dem Maul nehmen kann. (Bei den Mäusen jetzt, muß ich schon mehrfach aus rufen, weil es mich ekelt, die Dinger anzupacken) aber anknurren oder gar schnappen, das dulde ich nicht. Ich hatte einmal eine ähnliche Situation, allerdings mit dem Kater. Der Hund saß neben mir in der Küche, als ich aus "seiner" Dose ein Leckerlie fischte. Der Kater kam, und strich mir um die Beine, da schnappte der Hund nach ihm. Ich gebe zu, es war ein Reflex meinerseits - während ich in der Sekunde harsch "nein" rief klatschte ich ihm mit der flachen Hand über den Fang. Futterneid und das noch gegenüber schwächeren gibts nicht. In dem Fall von Connilein hätte ich genauso gehandelt. Aber das nutzt natürlich nur, wenn man schnell ist und keine Schwäche zeigt. Ob es richtig oder falsch war, kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall war es wirkungsvoll. Und nein, ich schlage ansonsten meinen Hund nicht.......:)

In dem Fall schließe ich mich an - einen Erfahrenen zu Rate ziehen, der sich das vor Ort anschaut.

Alles Gute für Euch beide.

Grüße Susanne

MicoMaushund
25.07.2007, 00:51
Hallo Ihr,


Laß Dich nicht verunsichern, ein Knurren ist wirklich kein eindeutiges Indiz für Dominanz, sondern in erster Linie Ausdruck der Befindlichkeit des Hundes.

Zipfelhut, soweit muss ich dir unbedingt rechtgeben, jeder Hund hat verschiedene Arten des Knurrens. Da gibt es das kurze Fauchen, wenn er mal ungehalten ist, das laute Brumm-Knurren im Spiel und das leise Knurren, das man oft eher an der Leine spürt als wirklich hört, usw.

NUR: der Hund hat auch geschnappt und zugebissen, und das darf auf keinen Fall sein. Hilfe muss auf alle Fälle dann gesucht werden, wenn der Halter durch so einen Vorfall verunsichert ist, und so ist es hier.

Einer meiner Schäfis hatte mit 10 Monaten auch versucht, meine Tochter anzuknurren, als sie an ihm vorbeiwollte und er einen Knochen nagte. Da ich zwei Hände habe ;), hab ich mir den Knaben mit der linken Hand am Kittel und mit der rechten Hand den Knochen geschnappt ... und dann gabs einen Anpfiff :floet:, erst für Hundi und dann für Tochter. Er knurrte nie wieder in der Wohnung und sie stieg ihm auch nicht mehr über die Nase beim Fressen. Ich knurr ja auch, wenn mir einer auf dem Markt die Wurst aus der Hand rempelt ;):D.

Wenn man bei einem solchen - ich nenns mal "Versuch" - des Hundes so erschrickt, dass man nicht mehr weiß, wie man nun vorgehen soll, braucht man jemand, der einen - natürlich am besten vor Ort - sofort unterstützt und beim entsprechenden Training hilft.

Connilein, das wär nämlich ganz wichtig für euch, dass du das mit der Rangordnung geregelt bekommst ... denn ein Hund, der dir nicht gehorcht und beißt, steht über dir ;). Wie geht es denn jetzt deiner Hand ... und wie deiner Tochter mit dem Vorfall?

Viele Grüße
MicoMaushund

zipfelhut
25.07.2007, 14:14
Huhu, ich nochmal:Natürlich darf der Hund nicht zubeißen, aber wenn seine Warnung aus seiner Sicht ignoriert wurde, (und das möglicherweise schon seit langem) dann hat er absolut folgerichtig gehandelt, was für mich immer noch kein eindeutiges Signal für ein Rangordnungsproblem ist. Ich mag mich immer noch nicht eineindeutig auf das Dominanzproblem festlegen - denn Hunde weisen in ihrem Verhalten zu komplexe Abläufe auf, als daß man insbesondere aus der Distanz sicher urteilen kann. Das sollte ein kompetenter Trainer vor Ort unter Einbeziehung aller Lebensumstände und Verhaltensweisen vornehmen. In erster Linie zeigt der Hund Ressourcenaggression - die man mit dem Wegnehmen-Wiedergeben sehr sicher ausschalten kann.
Entgegen der landläufigen Meinung, insbesondere unter Trainerkreisen, gibt es ihn nicht, den waschechten "dominanten" Hund. Verhaltensweisen überlagern sich, verschieben sich; ein ängstlicher, wesensschwacher Hund kann Verhaltensweisen zeigen, die eher an Dominanz als an Angst erinnern, und im Umkehrschluß sind die meisten Hunde, die sich wirklich als ranghöher einstufen sehr ruhig, leise und wenden ihre Dominanz subtil, kaum für uns merklich an; niemals hysterisch, dies als extrem gelagerte Beispiele..
In allen anderen Punkten schließe ich mich, wie schon gesagt, unbedingt an: Wenn Du, Connilein, verunsichert bist, hole Dir besser Hilfe, denn dann hat das Üben keinen Sinn, und Du tust Dir keinen Gefallen, wenn Du Dich ängstigst.

Peppels
27.07.2007, 22:06
Hallo,

also bitte fangt doch nicht an euren Hunden das Knurren zu untersagen. Was ist denn Knurren, doch eine Warnung. Super Hundi knurrt nicht mehr, hat er ja verboten bekommen, nein dann beisst er halt gleich zu.

Vielleicht ist der Hund auch erschrocken, hat ja in seinem Körbchen gelegen, du hast dich auch noch über ihn gebeugt, damit hast du ihn bedroht. Kann ja sein das es nicht nur der Knochen war. Sondern alles zusammen. Kann der Hund denn ein zuverlässiges AUS!? Sonst ist das hier beschriebene Geben und Nehmen nämlich zwecklos.

Übe das AUS mit einem Gegenstand den der Hund nicht so super gerne ins Maul nimmt, lässt er dann den Gegenstand von alleine fallen lobst du ihn und gibst im ein Leckerchen und immer wenn er was im Maul hat und er lässt es zufällig fallen loben und Leckerchen.

Wenn du gleich mit einem leckeren Schweineohr anfängst, warum sollte der Hund dir das einfach so geben???

Viel Erfolg und ich würde nicht mit Gewalt an den Hund dran gehen, dass kann böse enden!!! Denn ein selbstbewusster Hund geht evtl. nach vorne und das hast du ja schon erlebt.

Suzanne
27.07.2007, 23:08
Hallo,

also bitte fangt doch nicht an euren Hunden das Knurren zu untersagen. Was ist denn Knurren, doch eine Warnung. Super Hundi knurrt nicht mehr, hat er ja verboten bekommen, nein dann beisst er halt gleich zu.

Vielleicht ist der Hund auch erschrocken, hat ja in seinem Körbchen gelegen, du hast dich auch noch über ihn gebeugt, damit hast du ihn bedroht. Kann ja sein das es nicht nur der Knochen war. Sondern alles zusammen. Kann der Hund denn ein zuverlässiges AUS!? Sonst ist das hier beschriebene Geben und Nehmen nämlich zwecklos.


Entschuldige Peppels - aber es ist egal, ob der Hund knurrt, oder sich erschrocken hat, bedroht gefühlt hat - in dem Fall hat er zugebissen. Und das geht gar nicht. Vom eigenem Frauchen :?: also bitte! Dann stimmt grundsätzlich nicht etwas in der Beziehung - soweit gehe ich konform. Ich falle wie oft über einen Knochen, oder halte mich gar in dessen Nähe auf. Warum sollte mein Hund sich bedroht fühlen, ich würde mir selbigen aneignen. Es kann doch nicht angehen, daß mich der eigene Hund "angeht". So wie ich Dein Posting lese, verteidigst Du ihn und das sehe ich anders. Ein normales Hund/Mensch/Verhältnis ist das keinesfalls. Ich beuge mich auch öfters über meinen Hund, der da liegt, ich in die Knie gehe, er sein Hinterbein aufmacht *oja kraul mich da* - ist auch ein drüberbeugen meinerseits, aber mein Hund faßt das nicht als Bedrohung auf. Ebenso muß ich (und bin ich auch) in der Lage sein, jederzeit alles dem Hund abnehmen zu können. Und sei es "nur" ein Giftköder der des Weges liegt - und das, ohne gebissen zu werden.

Grüße Susanne

zipfelhut
28.07.2007, 00:10
Naja...ob sie nun das Beißen verteidigt...
Sie wollte vermutlich dasselbe sagen wie ich: Knurren muß einem Hund erlaubt sein, weil es ihm erlaubt sein muß, sich selbst zu schützen - oder, überspitzt gesagt, sollte sich ein Hund totschlagen lassen müsssen, weil er eigetrichtert bekommen hat, daß Aggression gegen Menschen in jedem Fall tabu ist?
Dominanz ist selbstredend nicht erlaubt - und solange wir nicht wissen, welches Motiv nun dahintersteht, wäre ich sehr vorsichtig, hier einen allgemeingültigen, verbindlichen Fahrplan zu geben. Daß der Hund nach der Ignoranz seines warnenden Knurrens zugelangt hat, ist nicht schön, aber auch nicht zwingend ein Anzeichen für Dominanz. Es gibt auch noch Ressourcenaggression - die ist angstmotiviert, basiert auf fehlendem Vertrauen und darf nicht mit dominanten Anwandlungen verwechselt werden. Ebensowenig ist Aggression gegen Menschen allgemein eindeutig als ein Indiz für ein Rangordnungsproblem ausweisbar.

Alles was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, daß bei solch einer Indikation eben mehr auszuloten ist als: "Pure Frechheit-der ordnet sich nicht unter!" Ich würde niemals so weit gehen, und aus der Ferne sicher urteilen, ob es sich irgendwo um dieses oder jenes Verhalten handelt, weil die Folgen fatal sein können, wenn der Ratsuchende unsere Beiträge für bare Münze nimmt und munter lostrainiert bzw. mit solch einer Idee an den falschen Trainer herantritt - wenn wir auch nicht dafür haftbar gemacht werden können, so ist es doch in unserer Verantwortung, nicht zu verallgemeinern und unsere Tips bei Hinweisen , nicht Diagnosen zu belassen.
Nochmal zur Verdeutlichung: Ich habe gesagt, daß es keine Dominanzaggression sein muß, das schließt aber nicht per se aus, daß es sich doch darum handeln könnte(...)
In diesem Sinne
Franzi

Peppels
28.07.2007, 10:07
Da habt ihr mich falsch verstanden, ich verteidige doch nicht das Beissen. Das geht auf keinen Fall.

Für mich ist es aber wirklich wichtig das ein Hund nicht das Knurren verboten bekommt. Ich kenne einen solchen Hund, der hat das auch untersagt bekommen und wirklich wahr er hat dann ohne Warnung zugebissen. Am Ende hat ihn der Besitzer dann abgegeben. TOLL!

Ich denke hier ist schon von Anfang an viel schief gelaufen und ich würde mir auch eine gute Hundeschule suchen. Aber bitte ohne Gebrülle und körperliche Züchtigung.

Und dringend, denn hier sind ja auch noch Kinder im Spiel!!!

Gertrude
20.08.2007, 18:50
Hallo Ihr,



Wenn man bei einem solchen - ich nenns mal "Versuch" - des Hundes so erschrickt, dass man nicht mehr weiß, wie man nun vorgehen soll, braucht man jemand, der einen - natürlich am besten vor Ort - sofort unterstützt und beim entsprechenden Training hilft.


Viele Grüße
MicoMaushund

Hallo Mico Maushund.
hatte heute eine ähnliche Situation mit unserem 6Monate alten Schäfermischling. Bin total fertig, weil er mich ernsthaft geschnappt hat.
Wir gehen auch in die Hundeschule und fallen ständig auf, weil unser Hund sich gegen jede Anweisung wehrt.
Ich habe das grosse Problem, dass der Hund mir total körperlich überlegen ist und er einfach respektlos ist.
Er macht Platz, Sitz alles solange ER will. Das ist natürlich total verkehrt. Der Trainer sagt , dass der Hundehalter schuld ist und ich ihn härter rannehmen muss.
Bitte wie, wenn mir der Hund dann sofort einen Kampf liefert, indem ich völlig unterlegen bin????
Wir wissen, dass WIR das Problem sind und haben, aber das allein hilft uns einfach nicht weiter.
Inzwischen fasst er jedesmal nach mir, wenn ich ihn auch nur lauter anrede. Sicherlich spürt er auch, dass ich fast Angst habe bzw. heute in der Situation wirklich mich retten musste.

Mit sechs Monaten kann man doch nicht aufgeben ?

Gertrude

Nun sitze ich heulend vor dem PC und mein Mann dreht eine Runde mit dem Stinker.

MicoMaushund
20.08.2007, 19:11
Hallo Gertrude,

erstmal ein Trösterchen zu dir, man spürt, dass du richtig fertig bist.

Der Trainer sagt, der Halter ist schuld. So, sagt er auch, warum und wie ihr es besser machen könnt? Härter rannehmen kann gutgehen, muss aber nicht. Es gibt Hunde, die beantworten Druck/Gewalt einfach mit Gegendruck und eben auch Gewalt.

Schnappt er echt nach dir, wenn du ihn lauter anredest, in welcher Situation denn? Kannst du das näher beschreiben?

LG, Barbara

Suzanne
20.08.2007, 19:32
Nun sitze ich heulend vor dem PC und mein Mann dreht eine Runde mit dem Stinker.

Nicht doch Gertrude *Tempo reich und Tränen trockentupf* :bl:

Flegelt er jetzt schon vor sich hin und testet seine Grenzen :?: Schnappen ist natürlich schon heftig. Ich kenne Euch nicht und sehe nicht den Umgang mit dem Hund, ich kann es mir lediglich versuchen, vorzustellen...... womit ich mit meiner Phantasie natürlich keinen Treffer haben muß :p

Ich würde folgendes versuchen - ich würde auf totale Ignoranz umstellen. Ich seh ihn nicht, ich beachte ihn nicht, kommt er und möchte z. B. gestreichelt werden, oder "schleimt" sich sonst wie ein, wegdrehen und etwas anderes machen. Sprich - die kalte Schulter zeigen. Zum Füttern würde ich ihn ganz normal rufen, zum Gassi auch ebenso wie z. B. zum bürsten. Beim Spaziergang würde ich auch kein großes brimborium machen, er "darf mitgehen", ein paar Unterordnungsübungen, ein kurzes Lob, wenn er es gut gemacht hat. Körperliche Strafe ist sowieso tabu und laute, harsche Worte lassen viele abstumpfen. Jaja, ruf du nur 5 mal, ich komme dann beim 6. rufen. Was ich mir davon versprechen würde? Vielleicht bekommt er zuviel Aufmerksamkeit und Zuwendung immer, wenn er es will. Und nu benimmt er sich wie im Wilden Westen, nach dem Motto, ich kann mir alles erlauben.

Das soll natürlich nicht über Wochen gehen, einfach nur ein paar Tage. Eventuell fällt dir eine Veränderung auf, eventuell liege ich auch völlig daneben. :D

Ich hab es schon fertiggebracht, daß ich so sauer war, als ich meinen Hund rief, 2 mal, 3 mal der dachte nicht dran zu kommen, sah mich aber an und pischerte noch...... auch er hatte grad "wichtigeres" zu tun :rolleyes: - ich hab ihn abgeholt, angeleint und an den nächsten Baum gebunden und weggegangen, wo er mich nimmer sehen konnt. Dann hab ich eine Zigarette geraucht, mit mir selber gesprochen und geschimpft und meine Wut so verrauchen lassen. Er war sehr folgsam die nächste Zeit, Ausschluß ist was schlimmes.

Grüße Susanne

Theolino
20.08.2007, 19:51
@connilein

BIST Du denn dominant? Oder bist Du lieber das liebe Frauchen, das keine Konflikte mag und am liebsten immer alle zufrieden stellt - wie Dein Name hier im Forum fast vermuten lässt....

Oder warum nennst Du Dich selbst ConniLEIN ?

Nur mal so als Gedankenanstoß :)

LG, Helma

Theolino
20.08.2007, 19:56
@gertrude

laß Dich bloß nicht unterkriegen von "so einem Köter" ;)

Ich habe noch nicht sehr viel Erfahrung mit Hunden, hate aber früher ein Pferd, mit dem ich das gleiche Problem hatte wie Du mit Euerm Hund:
Es wußte, das es stärker ist als ich.

Da half nur:
Viel, vie Beschäftigung/ Kopfarbeit, viel, viel Unterordnungsübungen - und in "brenzligen" Situationen im richtigen Moment ein Codewort als Notbremse (was beim Pferd natürlich noch wichtiger ist als beim Hund)

was suzanne schrieb, von wegen ignorieren und so, hört sich gut an für den Anfang, finde ich....

LG, Helma

Gertrude
20.08.2007, 22:15
Hallo Gertrude,

Schnappt er echt nach dir, wenn du ihn lauter anredest, in welcher Situation denn? Kannst du das näher beschreiben?

LG, Barbara

Hallo Barbara,

Das Beissen macht er erst seit kurzem und ganz böse und gezielt. Er hat meinem Mann gerade einen Kampf geliefert, nur weil er neben ihm Sitz machen sollte.?????
Wenn man ihn am hinteren Rücken leicht runterdrückt, dreht er sofort total durch. Das duldet er nicht. ( Unser Fehler, haben wir übersehen, weil er auch so Sitz machte )
Seit wir das wissen, greifen wir ihn dort öfter sanft an und gewöhnen ihm auch ganz leichten Druck mit der Hand. Aber wehe man drückt ein wenig zuviel, dann geht es los.

Unser Trainer hat den Hund - als er im Kurs dieses Beisstheater anfing - auf den Rücken geworfen (unterworfen). Muss dazusagen, dass er mir damit geholfen hat, mich aus einer bösen Situation zu befreien.
Er sagt ,wir seien zu nett zum Hund, zuwenig konsequent und und und. Möchte uns gar nicht verteidigen, das Problem liegt immer beim Halter.
OK, wenn das so ist , dann müssen wir trotzdem jetzt irgendwie aus der Situation rauskommen.

Seit wir in der Welpenschule sind, wird es eigentlich immer schwieriger. Unser Hund macht bei der einfachsten Übung : mit mir an den anderen Hunden vorbeigehen, Leute begrüssen etc. Stress ohne Ende.
Natürlich hatten wir diese Situationen auch im Alltag, aber DESWEGEN besuchen wir ja diese Schule.
Ignorieren, auch laut werden, alles für ihn kein Problem.
Ehrlich gesagt, ich weiss nicht welche Situation für ihn wirklich eine Strafe wäre.

Ich schreib meine Gedanken total durcheinander, ist heute nicht mein Tag.

Gertrude

Theolino
20.08.2007, 22:25
Hallo Barbara,

Das Beissen macht er erst seit kurzem und ganz böse und gezielt. Er hat meinem Mann gerade einen Kampf geliefert, nur weil er neben ihm Sitz machen sollte.?????
Wenn man ihn am hinteren Rücken leicht runterdrückt, dreht er sofort total durch. Das duldet er nicht. ( Unser Fehler, haben wir übersehen, weil er auch so Sitz machte )
Seit wir das wissen, greifen wir ihn dort öfter sanft an und gewöhnen ihm auch ganz leichten Druck mit der Hand. Aber wehe man drückt ein wenig zuviel, dann geht es los.



Aber gesund ist er? Keine Schmerzen an dieser Stelle?

LG, Helma

Gertrude
20.08.2007, 22:31
[QUOTE=Suzanne;910528]Nicht doch Gertrude *Tempo reich und Tränen trockentupf* :bl:

Flegelt er jetzt schon vor sich hin und testet seine Grenzen :?: Schnappen ist natürlich schon heftig. Ich kenne Euch nicht und sehe nicht den Umgang mit dem Hund, ich kann es mir lediglich versuchen, vorzustellen...... womit ich mit meiner Phantasie natürlich keinen Treffer haben muß :p

Hallo Susanne,

danke für das "Taschentuch" :D
Ich hatte vor zig Jahren einen Chow chow. Ein schwieriger Dickschädel, den ich sehr gut im Griff hatte. Allerdings fehlte diesem das Temperament und irgendwann hat er sich der Erziehung - soweit diese Rasse das zulässt - gefügt.
Damit kann ich aber bei unserem Hund nicht landen.
Er durfte zwar von Anfang an nicht auf Couch, Schlafzimmer war tabu und wir wissen schon, dass verzärteln falsch ist.
Aber er dürfte zusehr Mittelpunkt gewesen sein, ich bin den ganzen Tag zuHause und es dreht sich alles um ihn. Wir sind beide über 50 und waren sicher nicht immer streng genug - naja, das Alter ist wahrscheinlich eine Ausrede.

Aber ein Problem gab es vom ersten Tag an : Freddy "gast" in jeder Situation voll an. Ob es an der Tür läutet, ob wir in der Stadt an Leuten vorbeigehen, wenn Besuch kommt etc.
Habe im Forum dazu schon geschrieben. Wenn ich zu diesem Problem Tips bekam muss ich feststellen, dass eigentlich nichts dabei war, das dieses Temperament stoppen konnte.

Tja, wir müssen heute einmal drüberschlafen, sind beide etwas angeschlagen.

Danke nochmals
Gertrude

Gertrude
20.08.2007, 22:34
Aber gesund ist er? Keine Schmerzen an dieser Stelle?

LG, Helma


Diesen Gedanken hatten wir auch schon, aber wir waren regelmässig, zuletzt vor einigen Wochen beim Tierarzt bzw. dieses Beissen macht er auch, wenn man ihn dort nicht berührt.
Trotzdem haben wir heute beschlossen, auch dies nochmals beim TA genau abzuklären. Aber wie gesagt, die Situationen waren auch ohne dieser Sache.
:?:

Theolino
20.08.2007, 22:42
Ich würde es trotzdem nicht ganz ausschließen....

Sollte ein Hund zum Beispiel einen eingeklemmten Nerv im Rücken haben, hat er permanent Schmerzen - mal mehr, mal weniger, je nach Bewegung, Tagesform etc.

Und wer Schmerzen hat, wird eventuell aggressiv und kann sich ganz sicher nicht konzentrieren.

Ich kann und will Dir nix einreden, kann auch nicht sagen, ob es bei Deinem Hund so ist - nur meine Gedanken mitteilen.
Das Blöde ist natürlich, daß so ein geklemmter Nerv nicht so leicht zu erkennen ist - auch vom TA nicht :(

Wo wohnst Du denn?

lG, Helma

Theolino
20.08.2007, 23:01
Gibt es nicht auch Hundetrainer, die nach LTJ arbeiten?

Stina
20.08.2007, 23:01
hallo Gertrude,

also ich hab auch irgendwie ähnliche Gedanken wie Theolino. Das irgendwas mit dem Hund nicht stimmen könnte im gesundheitlichen Bereich :?: Mir kommts vor als hätte er einfach irgendein Problem, kann mich natürlich täuschen. Das Problem ist nur das normale Tierärzte sowas i.d.R. nicht erkennen, leider.

Ansonsten kann ich mich nur Susanne anschliessen, wirklich komplett ignorieren wenn er so garstig ist. Auch nicht angucken, ist schwerer als man glaubt.

liebe Grüße und gute Nerven ;)

Stina

MicoMaushund
20.08.2007, 23:12
Hallo Gertrude,

mhmm, weiß nicht. Ich bekomm immer schrecklich Bauchweh, wenn ich was von einer Alpharolle lese. Und einen Welpen/Junghund nur mittels Unterwerfungswurf (der zudem meist noch falsch ausgeführt wird) bändigen zu können, spricht nicht unbedingt für die Schule. Und auch nicht, dass Freddy seither immer schwieriger wird.

Eigentlich ist es für Freddys Pubertät noch etwas früh, aber es liest sich doch ganz so. Er bockt. Ich glaube nicht, dass er gesundheitliche Probleme hat, meine Schäfi und Schafmixe hatten und haben auch immer ein "Gschiss" mit ihrer hinteren Hälfte :rolleyes:.

Und das mit dem Niederdrücken ... man soll ja Hunde nicht vermenschlichen, aber ich würde auch schnappen, wenn zu mir jemand sagt "Nimm Platz" und mich gleichzeitig auf den Stuhl drückt :D, da sträuben sich beim puren Gedanken meine Nackenhaare. Eigentlich weiß er ja auch, was er tun soll.

Als Erste Hilfe für den Flegel halte ich Suzannes Rat mit dem Ignorieren für durchaus einen Versuch wert. Wenn er bockt oder beißen will, ignorieren. Umdrehen, weggehen. Den Hund aber nicht aussperren, einsperren. Einfach nicht beachten. Und wenn er angeschlichen kommt und sich einschmeicheln will, dann erst mal "Sitz". Und zwar mit festem Ton! Sitz!!! Und diiiicke loben, wenn er die Übung macht. Und dann erst knuddeln oder streicheln.

"Nett" darf man zu seinem Hund ruhig sein, das hat nichts mit Inkonsequenz zu tun ;).

LG, Barbara

PS Ich habe dir eine PM geschickt :)

Gertrude
20.08.2007, 23:28
Ich würde es trotzdem nicht ganz ausschließen....


Wo wohnst Du denn?

lG, Helma

Hallo Helma,

wir werden das nach allen Möglichkeiten klären.
Wohnen in Tirol, Nähe Innsbruck

Lg
gertrude

Gertrude
20.08.2007, 23:29
Gibt es nicht auch Hundetrainer, die nach LTJ arbeiten?

Hallo Theolino

ganz blöd gefragt : was ist LTJ?

Gertrude

MicoMaushund
21.08.2007, 10:18
Hallo Gertrude,

mir fiel heut Nacht noch was ein:

Wenn ihr ihm sein Futter gebt, lasst ihn doch einfach Sitz machen. Nur einmal sagen. Wenn er nicht sofort spurt, Futter so wegstellen, dass er nicht rankommt, weggehen und eine viertel Stunde später wieder versuchen. Eure Dominanz über das Futter (auch Leckerlis für Übungen) zu zeigen, ist (vorerst) mal ein einfacher Weg, wenn ihr nun unsicher seid.

Schade, dass zwischen euch und mir der Fernpass liegt, sonst hätte ich euch meine Unterstützung vor Ort anbieten können. Ich liebe sture Hunde ;).

LTJ = Linda Tellington Jones. Sie plädiert für sanfte Methoden mit viel Körperarbeit (du findest auch genug darüber beim googeln). Allerdings glaube ich nicht, dass das euch hier weiterbringen könnte.

Obwohl ich sanft, aber strikt konsequent durchaus für einen guten Weg halte, auch und gerade bei Freddy. Mit Härte und lauter Strenge kommt man auch bei Mico nicht weiter, das musste neulich der Hundetrainer (fast) spüren, als er ihn - in meinen Augen auch völlig überzogen in dieser Situation - hart anpacken wollte. Es gab sofort die Rote-IchzeigdirmeineZähne-Karte von Mico. Grins, das kennt dieser Trainer eigentlich kaum:floet:, da er sonst allein durch die Körpersprache alle Hunde zur Räson bringt.

Viele Grüße
Barbara

Pafil
21.08.2007, 10:47
ich frag mich immer, wieso werfen diese Hundeschuleleute die armen Viecher immer auf den Rücken.Sorry,aber was lernt denn der Hund in diesem Moment.

Kann man doch auch so sehn ,meine Fraule kann nicht auf mich aufpassen,weil sie mich von jedem Deppen rumwerfen läßt, und, nur das Verhältniss Trainer/ Hund ist geklärt hat doch aber weiter nix mit dem Halter zu tun.

Ich kann aus eigenen Erfahrungen, dazu nur sagen, laßt solche Trainer bleiben sucht Euch jemand der Einzeltraining macht (vorher Abklären wie der so tickt).
Ins Haus kommen lassen, der Choach muß Euer Umfeld kennen da nützt kein Kreislaufen weit weg vom Haus.Das dauert,Monate.
Bis dahin irgendwelche Experimente bleiben lasse, jeder Beißvorfall verschlimmert die Situation.
Das wird schon,Du mußt jemand finden dem "Du" vertraust und der Hund.
Laß Dir nicht von allen den Hund aus der Hand nehmen,und jeder zerrt an ihm rum,glaub mir ich kann heut noch heulen wenn mir die Bilder im inneren Auge ablaufen was unser Hund so durchgemacht hat.
Dein Hund ist noch jung,lern ihn lesen und lass vorallem seine Gesundheit abklären vielleicht hat er ja wirklich schon ein Problem an der Hüfte/LWS oder sonst was,bekommst du aber nur mir einem Röntgenbild raus.

alles Gute viel Geduld und nimm den Streß raus für Dich und den Hund

Grüße Pafil

Suzanne
21.08.2007, 12:50
[QUOTE=Suzanne;910528]Aber er dürfte zusehr Mittelpunkt gewesen sein, ich bin den ganzen Tag zuHause und es dreht sich alles um ihn. Wir sind beide über 50 und waren sicher nicht immer streng genug - naja, das Alter ist wahrscheinlich eine Ausrede.


Diesen Gedanken hatte ich auch - daher würde ich den Spieß jetzt einfach mal umdrehen. Mit mehr ignorieren meinte ich schon im Vorfeld, so daß erstmal sich keine Situation bietet auf die Freddy mit Schnappen reagiert. Wie sollte er auch, wenn er "Luft" ist und ihm keine Angriffsfläche geboten wird.:) Beim Rufen zum gassigehen, bürsten oder füttern bleibt alles "beim alten" - der Hund soll sich ja nicht komplett ausgeschlossen fühlen, sondern einfach mal einen Gang zurück. Soll er doch mal um Eure Gunst buhlen und nicht ihr um seine. Hunde sind GsD einfacher gestrickt, als wir Menschen mit unseren manchmal hochkomplizierten Gedankengängen - vor allem wir Frauen. Nichtmal die eigenen Männer verstehen uns manchmal :D

Den Tip von Barbara mit dem Futter und Leckerlies finde ich übrigens auch sehr gut. Soll er ruhig etwas tun und bekommt dann was dafür. Stell den Futternapf aber nicht erst runter und fordere dann, sondern behalte ihn in der Hand.

Mach Dir nichts draus, nicht alles hat etwas mit dem Alter zu tun :bl: Ich war 40 als wir Duke bekamen, einige Wochen erst im Ausland, Freunde weit weg, Foren kannte ich überhaupt nicht und nach 1 Jahr war mein Hund mein Schatten. Hab da auch so einiges falsch gemacht. (Wer nicht, bitte melden)

Das mit dem rumgasen kannte ich auch. Als erster an der Tür, als erster den Besuch empfangen etc. und das alles in heller Aufregung. Ein wenig spät, aber besser als nie, hab ich es dann so gelöst: In Belgien war eine Monsterküche, da hatte er ein Bett, nu haben wir alles offen unten, da hat er neben der Couch sein Bett. Immer wenn es läutet, schicke ich ihn in die "Koje". Ein paar Mal geübt, dann saß es. Nu genügt ein Fingerzeig und er sitzt drinn. Da bleibt er auch, bis ich den Besuch empfangen habe und ihm nach einigen Minuten erlaube, rauszukommen. Er bellt zwar (das habe ich noch nicht im Griff) aber er kann alles sehen und ist nicht ausgeschlossen etwa in einem anderen Zimmer oder so. Er ist dabei, aber nur in der Koje wird erstmal die erste Hibbeligkeit gestoppt.

Grüße Susanne

Gertrude
21.08.2007, 12:55
Hallo Barbara und Pafil,

auch wir haben heute die halbe Nacht nicht geschlafen. Sind total unglücklich, dass so etwas passiert ist.
Wir schwanken immer noch zwischen : jetzt müssen wir uns durchsetzen und ihm zeigen, wer der Herr ist - oder - nur total konsequent, aber ruhig und einfach weniger Mittelpunkt sein lassen.

Die körperliche Frage wegen event. Schmerzen im Kreuz klären wir, aber ich neige grundsätzlich zu der sanften Methode, weil ich Tiere nicht hart anfassen kann und damit Freddy aufgeben müsste. Sprich, ich will ihn weder auf den Boden knallen, noch schlagen ( das ist ja im Raum bei der Diskussion mit dem Trainer, er ist Polizeihundtrainer ) .
Das halten meine Nerven nicht aus und das mach ich nicht,basta.

Am meisten helfen mir Tips wie der mit der Futterschale.
Übrigens, wenn es um Futter und Leckerlis geht, kann ich Freddy vor den Napf setzen und in den Keller tanzen gehen. Er sitzt danach genauso noch da.
Auch auf Befehle kommt und reagiert er , allerdings nur mit den Leckerlis. Wir werden das schrittweise abgewöhnen.
Heute ist er mit dem Herrchen in der Arbeit, damit ich mich beruhigen kann und Abstand gewinne.
Wir sind noch am Denken, aber beide nicht in der Lage einen Hund mit gewissen Methoden an uns zu binden. Geht nicht, das haben wir gestern in der Nacht festgestellt ( ja, keiner hat ein Auge zugetan )

Hallo Barbara, wo bist Du denn genau daheim ? Wir kurven mit unserem Freddy und Wohnmobil ständig herum und ich würde Dir bei einer Gelegenheit sehr gerne unseren Halbstarken zeigen.
Wir machen alles, wenn es nur hilft.

Danke Euch
Gertrude

Theolino
21.08.2007, 16:18
Hallo Gertrude,

gratuliere - den ersten Schritt habt Ihr schon geschafft :D
Ich finde es toll, daß Ihr Euch darüber im Klaren seid, was Ihr ganz gewiss NICHT wollt.

Noch einmal zum Thema Gesundheit/ Schmerz bei Freddy: Ich denke, wenn Ihr Euern Hund genau beobachtet, merkt Ihr schon, ob das ein Problem ist.
Einfach beobachten mit der Fragestellung:
Ist er entspannt und zufrieden, wenn er sich unbeobachtet wähnt? Oder ist er angespannt, zeigt gar ein "Schmerzgesicht"?

Ich drück Euch die Daumen - das wird schon, ganz bestimmt! :)

(und ehrlich: Euer Hundetrainer ist mir unsympathisch :()

LG, Helma

MicoMaushund
21.08.2007, 16:36
Hallo Gertrude,

jetzt liest zu dich aber schon wieder zuversichtlicher als gestern :).

Euer Trainer erwägt allen Ernstes den Hund zu schlagen? Dann verkrümelt euch aus dieser Schule so schnell wie möglich. Polizeihundetrainer ist keine Entschuldigung für Tierquälerei.

Zipfelhut empfiehlt ja gerne Thomas Baumann (war auch bei der Polizei und Interpol) "... damit wir uns verstehen" bzw. "Was Hündchen nicht lernt". Das erstere Buch habe ich nun interessens- und jobhalber auch bestellt, was ich bis jetzt überflogen habe, finde ich supergut erklärt und auch von dem Mittelweg zwischen Berücksichtigung der "Halterwünsche" und der Eigenart des Hundes bin ich komplett angetan. Ich glaube, mit diesen Büchern wäre euch viel mehr geholfen als mit der Schule, die ist für euch alle ja nur Frust.

Das mit den Leckerli lass ruhig vorerst so, du kannst eine zweite Anordnung dahintersetzen, also "Sitz", nur ein Lob "Fein" und dann "Platz" und Leckerli. Wenn sich die Situation bei euch wieder entspannt hat - und das wird sie ;) - dann fang in unregelmässigen Abständen an, die Leckerlis zu entziehen. Mico hatte ziemlich schnell gelernt, was "später" bzw. "nachher" heißt ;).

Im Übrigen möchte ich Hundeerziehung auch nicht am Alter festmachen, ich bin noch ein paar Tage älter als du. Ich wohne übrigens in Kempten, käme aber auch nach Füssen oder Reutte, das ist machbar, auch während der Woche.

Viele Grüße
Barbara

Gertrude
21.08.2007, 20:25
[QUOTE=MicoMaushund;911535]Hallo Gertrude,



Zipfelhut empfiehlt ja gerne Thomas Baumann (war auch bei der Polizei und Interpol) "... damit wir uns verstehen" bzw. "Was Hündchen nicht lernt". Das erstere Buch habe ich nun interessens- und jobhalber auch bestellt, was ich bis jetzt überflogen habe, finde ich supergut erklärt und auch von dem Mittelweg zwischen Berücksichtigung der "Halterwünsche" und der Eigenart des Hundes bin ich komplett angetan. Ich glaube, mit diesen Büchern wäre euch viel mehr geholfen als mit der Schule, die ist für euch alle ja nur Frust.


Hallo Barbara,
habe mir soeben diese beiden Bücher bestellt. Es geht mir heute wirklich schon besser, aber ich halte ruhigen Abstand zu Freddy und er spürt, dass ich heute anders bin. Das ist auch gut so.

Ich glaube, diese Hundeschule sieht uns nicht mehr, wir möchten jede Erinnerung an diese Kampfwiese uns und dem Hund ersparen.
Darf ich Dich fragen : bist Du Hundetrainerin bzw. wenn Du nach Reutte kämst, wie würde das ablaufen ( zeit und kostenmässig)?

Du verstehst uns sicher, wir möchten Freddy nicht nochmals überfordern.

Liebe Grüsse
Gertrude

Gertrude
21.08.2007, 20:39
[QUOTE=Theolino;911499]Hallo Gertrude,

gratuliere - den ersten Schritt habt Ihr schon geschafft :D
Ich finde es toll, daß Ihr Euch darüber im Klaren seid, was Ihr ganz gewiss NICHT wollt.

Hallo Helma,
wir haben uns die Situation nochmals genau angeschaut. Freddy schiebt liebend gerne ( gleich nach jedem Schläfchen ) sein Hinterteil an uns heran und lässt sich genüsslich die Flanken massieren. Dabei steht er immer ganz ruhig, legt die Ohren an und verdreht die Augen vor Genuss.:kraul:
Das würde er nie machen, wenn er einmal einen Schmerz dabei gehabt hätte bzw. diesen erwarten würde.
Vielleicht will er eben auf diesem edlen Körperteil nur Genuss haben und nicht plötzlich Erziehung erleben.:?:
Wir werden trotzdem den TA kontaktieren.

Mit dieser Hundeschule sind wir durch, wir möchten unsere Beziehung zu dem Hund nie mehr so riskieren.
Jetzt sind wir aber konsequenter und reissen uns mit der Erziehung zusammen. Allerdings ruhig und besonnen. Diese Ruhe müssen wir erst wiederfinden und Eure Ratschläge und netten Aufmunterungen helfen dabei.

Danke an Alle:bl::bl::bl:

Hovi
21.08.2007, 21:35
Hallo Gertrude,

entweder ist euer Hund wirklich extrem "dominant" (was ich nicht glaube) - dann hilft ignorieren nichts, es geht ihm dann sozusagen am Allerwertesten vorbei.

Oder er hat Schmerzen. Was eine "Alpharolle" da anrichten kann, wenn er evtl. ohnehin Rückenschmerzen hat, dazu sag ich jetzt nix. Wäre möglich, dass dieser "Trainer" die Schmerzen des Hundes dadurch verschlimmert hat.

Oder er hat ganz einfach gelernt, daß sein Verhalten Erfolg bringt.

Hör bitte nicht auf Klugschwätzer, die glauben, man könne sich mit körperlicher Gewalt gegen einen Hund jenseits der 25-Kilo-Grenze, der es WIRKLICH drauf anlegt, durchsetzen. Ich bin körperlich ziemlich fit, dennoch hätte ich es nicht versucht, meinen mich damals anknurrenden, 2 Jahre alten, SEHR durchtrainierten 41-Kilo-Hovi einfach so mal auf den Rücken zu werfen. Er gehört übrigens zur (äußerst seltenen!) Spezies der Hunde, die nicht aus Unsicherheit heraus knurrten! Ignorieren brachte bei ihm nichts - er ignorierte zurück, und schwupps hatte ich das nächste Machtspielchen an der Backe!

Mittlerweile ist ebendieser Hund 4einhalb, und ein wunderbarer Gefährte geworden, den ich überall mit hinnehmen kann. Allerdings wäre er kein Hund für jedermann, schon gar nicht für jemanden, der Angst vor großen Hunden hat.

Wenn Dein Mann und Du beide unsicher seid, werdet ihr um einen KOMPETENTEN (!) Trainer VOR ORT (nicht: Hundeplatz oder Hundeschule, sondern bei euch daheim!) nicht herumkommen. Ferndiagnosen sind da einfach zu gefährlich.

MicoMaushund
21.08.2007, 23:12
Hallo Gertrude,

nein, ich bin keine Hundetrainerin, sondern nur seit über 30 Jahren "Problemhundsammlerin" aus Leidenschaft :), ansonsten arbeite ich (auch) als "Kindertrainerin" in Kindergärten, Schulen, Vereinen, was das Verhalten Kind-Hund angeht.

Selbstverständlich käme ich so nach Reutte, ohne Kosten (wo kämen wir denn da hin ;) ), und würde mir das Ganze nur "ansehen", einfach mal durch den Ort spazieren, am Lech entlang oder so, zusehen, was ihr und er so macht und euch sagen, was mir so auffällt. Für Freddy hätte das nur Spaziergangscharakter und für euch wäre es ein kleiner Anhaltspunkt, um einen besseren Trainer vor Ort (falls erforderlich) zu finden.

Ein kluger Hund wie Freddy (und das ist er, wenn ich lese, was er eigentlich schon alles kann, der Schlingel) spürt auch sofort, wenn ihr nicht hinter einer Sache steht, so wie mit diesem grausligen Trainer. Er spürt deinen inneren Widerstand dort, und vermutlich auch Unsicherheit ... und macht, was er will ;) bzw. könnte es auch durchaus sein, dass er selber unsicher wird (lach, das ist aber eine Ferndiagnose :D ).

Ich wünsch dir eine erholsame Nacht :bl:

Liebe Grüße
Barbara

Gertrude
22.08.2007, 18:03
[QUOTE=MicoMaushund;912191]Hallo Gertrude,

nein, ich bin keine Hundetrainerin, sondern nur seit über 30 Jahren "Problemhundsammlerin" aus Leidenschaft :), ansonsten arbeite ich (auch) als "Kindertrainerin" in Kindergärten, Schulen, Vereinen, was das Verhalten Kind-Hund angeht.

Hallo Barbara,

kann ich Dich per mail erreichen ?

meine Adresse .

gerti.schafft@inode.at

Gertrude
22.08.2007, 20:56
Hallo Barbara,
könntest Du mich über

gerti.schafft@inode.at

kontaktieren ?

Gertrude

Gertrude
22.08.2007, 21:38
Hallo Barbara,

wir könnten am Samstag nach Reutte kommen. Zeitpunkt ist nicht genau zu sagen wegen Fernpass ( kennst sicher das Problem ).
Wenn Du mir unter

gerti.schafft@inode.at

Deine Tel.Nr. bzw. nähere Informationen senden kannst, dann könnten wir uns besser verabreden.

Vorerst danke
Gertrude

Theolino
22.08.2007, 22:30
Hallo Gertrude,
ich glaube, Barbara hat Dir auch schonmal eine PN (Persönliche Nachricht) geschickt.
Schau doch mal oben rechts, da steht: Willkommen, gertrude, Ihr letzter Besuch... Private Nachrichten: Ungelesen =, insgesamt =
Wenn da eine Zahl steht, einfach draufklicken... oder vielleicht erreichst Du Barbara auch über eine PN

Sorry, will mich nicht einmischen, aber ich weiß nicht, wieviel Erfahrung Du in Foren hast :)

LG, Helma

MicoMaushund
22.08.2007, 23:20
Danke, Helma :bl:

Liebe Gertrude,

hab dir soeben ein Mehl ähem eine Mail geschickt, bin leider erst jetzt online gegangen. Alles Weitere dann per Mail.

LG, Barbara

MicoMaushund
26.08.2007, 01:32
Hallo Hovi und Suzanne und Theolino und alle ihrs,

Suzanne, du hattest irgendwo geschrieben, wenn du Hund sein möchtest, dann bei Gertrude. Jawollja, genau da (oder vielleicht noch bei meiner Cousine) würde ich mich als Hund auf die Warteliste setzen. Denn ich hatte heute die Gelegenheit, die "Meute" kennen zu lernen. (Danke, Gertrude :bl:)

Und wenn ich einen Hund "malen" könnte, dann würde ich mir Freddy malen, denn das ist ein Traumhund. Aufmerksam, folgsam, klug, fröhlich. Er hat alles, was ein Hund mit einem halben Jahr haben sollte. Und domisonstwas? Nein, selbstsicher, wesensfest, bestens sozialisiert.

Und wenn ich irgendjemand von Herzen gern verprügeln, ans Stachelhalsband nehmen möchte und alpharollend am besten noch fusstrittbegleitend und selbstverständlich mit Elektroschockhalsband über eine Wiese treiben möchte, dann ist das dieser "Hundetrainer". Ein "erfahrener" Trainer, der nichts weiter fertiggebracht hat, als die Halter komplett niederzumachen und den Hund derart zu frustieren und (komplett unangebracht) unter Druck zu setzen, dass er geschnappt hat.

So, das musste jetzt einfach raus. Und falls sich irgendein Fori mal in der Hundeschule nicht wohlfühlt, es gibt überall "Laien", die weiterhelfen können.

Viele Grüße
MicoMaushund

Suzanne
26.08.2007, 13:17
Klasse!!!!!!!!!!! :wd:

Was ich aus diesen gesamten Beiträgen gelesen habe, hab ich mir schon die Richtung gedacht, daß mit Hund und Halter alles "normal" ist. Find ich klasse, daß ihr Euch getroffen habt. Live kann man sich natürlich immer noch das beste Bild machen :)

Und Gertrude, wieviele Berge sind von Euch abgefallen? Vermutlich ein ganzer Mount Everest :bl:

LG Susanne

Theolino
26.08.2007, 14:40
*freu*

das ist wirklich schön zu lesen!

Schönen Sonntag allen, lG

Helma

Gertrude
27.08.2007, 17:00
Hallo Leute

Wenn wir Euch mit unseren Sorgen vollgejammert haben, dann möchten wir auch Positives nachschicken.
In den letzten Tagen hat sich vieles verändert.
Wir haben einen wunderschönen Ausflug zu Barbara ( MicoMaushund) gemacht , der sehr viel zu einem total entspannten und schönen gestrigen Sonntag beigetragen hat.
Barbara hat uns bestätigt, was wir insgeheim geahnt haben, nämlich dass wir viel zu ängstlich und verkrampft im Umgang mit Freddy sind. Ausserdem haben wir doch sehr kritiklos die Methode unserer Hundeschule übernommen und damit ganz schön Schiffbruch erlitten.
Am Wochenende haben wir Freddy erstmals auf den Berg mitgenommen und ganz locker frei laufen lassen. Er hat gefolgt und wir hatten einen sehr schönen Tag mit ihm erlebt.
Wir werden vorerst Ruhe einkehren lassen, viel konsequenter mit ihm sein und er muss lernen, nicht den ganzen Tag Mittelpunkt zu sein.
Herzlichen Dank an Barbara, wir werden sicher im Kontakt bleiben. Diese zwei Stunden mit Dir haben uns aus dieser verfahrenen Situation wieder rausgeführt und wir sind sehr zuversichtlich !!!

Gertrude

MicoMaushund
27.08.2007, 17:29
Hej,

das freut mich aber, Gertrude :bl:. Knuddel mal den Freddy von mir :).

Zum Thema Box habe ich dir noch eine E-Mail geschickt.

LG, Barbara

Gertrude
28.08.2007, 18:49
Hallo Suzanne !
Du hast recht, wir sind wirklich erleichtert.
Eure Tips haben alle geholfen. Ich habe Freddy ignoriert und wir bauen jetzt ganz langsam wieder Vertrauen und Spass auf.
Ich lege mich jetzt immer ca. 5 Minuten mit ihm auf seinen Platz und er ist total fertig, dass wir uns so nahe sind.
Einfach schön.

Lg
Gertrude

Gertrude
28.08.2007, 18:58
Hallo Helma,
hab vor lauter Aufregung und Nervosität total übersehen, dass eine weitere Seite aufzuschlagen war.

Hund und Frauerl, alle aus der Reihe....