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simone schimmel
14.11.2002, 15:24
Hallo, jetzt muß ich auch mal was fragen; un zwar 'pinkelt' meine Lissy(Beagle, 5 Mon.) seit ca. 3 Wo. immer wenn sie meinen Lebensgefährten sieht also in der Früh nach'm Aufstehen, wenn er vom Arbeiten heim kommt... 'Pinkeln' ist fast zu viel gesagt, ist nicht viel. Macht sie das vor Angst(er ist der strengere Part in der Erziehung) oder vor Freude??? Sie macht das nur bei ihm. Die Hauptperson in ihrem Leben bin ich was Erziehung, Spazieren gehen, füttern, spielen u.s.w. angeht. Wie kann ich Lissy das wieder abgewöhnen? Gruß und Danke für Eure Tips, Simone

Jacky77
14.11.2002, 15:29
Hallo Simone!

Ich glaube, dass das Verhalten, wie Du auch schon vermutet hast, 2 Gründe haben könnte: Freude oder Angst (im Sinne von Unterwerfung).

Ich kannte auch mal eine Hündin, die sich immer soo gefreut hat wenn Sie mich gesehen hat, dass sie ein paar Tröpfchen verloren hat. Aber ich kam dort halt nur zu Besuch und hatte in Sachen Erziehung nie etwas mit dem Hund zu tun.

Vielleicht versucht sie damit ihn zu beschwichtigen?
Wie reagiert ihr denn wenn sie das macht?

Vielleicht hilft es wenn ihr sie nach dem heimkommen erst einmal 5 min. ignoriert und sie erst dann zu Euch ruft und begrüsst?

Viele Grüße & viel Glück,

Dani

maff
14.11.2002, 15:45
Hallo!

Unser Rüde macht das auch, er ist jetzt eineinhalb. Bei ihm ist es allerdings die blanke Freude. Er wuselt dann auch immer um einen herum, fiept etc. Bei uns ist es ähnlich: Obwohl ich die Hauptperson bin, macht er es vor allem bei anderen Leuten. Zuerst auch immer bei meinem Freund, jetzt auch bei Bekannten (vorzugsweise allerdings bei Männern), die zu Besuch kommen.
habe unseren Tierarzt gefragt (weil: auch keine Ahnung gehabt) und er meinte, das würde isch mit der Zeit von alleine geben, da könne man eigentlich nicht viel machen. Es sei durchaus auch ein Zeichen von Unterwerfung, würde oft bei Männern passieren, weil die einfach dominanter wirken.
Also wenn Dein Hund keinen Grund hat, Angst vor Deinem Freund zu haben, dann ist es wohl die blanke Begeisterung.
Das einzige, was mir bisher eingefallen ist, um das "Drama" zu verkleinern: bevor mein Freund nach Hause kommt, darf der Hund nochmal kurz raus, zum piseln...

simone schimmel
14.11.2002, 15:47
Hallo Dani, sobald Lissy meinen Freun sieht geht sie in die Hocke und schon ist's passiert. Ich schimpfe in dem Fall nicht mit Ihr, mache es wortlos weg. D. h. gestern Abend hab ich doch ein scharfes 'NEIN' gesagt. Bin mir aber nicht sicher ob das ok. ist.

simone schimmel
14.11.2002, 15:50
Ich glaube nicht, daß es Freude ist. Gleichzeitig gehen die Ohren etwas runter. Uwe ist zwar etwas strenger mit Ihr aber warum diese Unterwerfung, er hat sie nie geschlagen oder so...

Tina2809
14.11.2002, 16:44
Hallo Simone!
Das "Tröpfeln" ist eine Beschwichtigungsgeste (deshalb auch die Ohrenstellung)Deiner Hündin und darf nicht bestraft werden!
Es ist ein völlig anderes Verhalten, wenn der Hund noch nicht sauber ist, also aufgrund des Blasendrucks pinkelt.
Bei unserem Hund sieht es auch aus, als ob er sich "aus Angst" ducken würde. Ist aber vollkommen OK und normal.
Kommentarlos Tröpfchen wegwischen reicht vollkommen. Vielleicht hast Du ja das ein oder andere Buch- da wirst Du das auch nachlesen können.

Liebe Grüße
Tina

simone schimmel
14.11.2002, 17:16
Hallo Tina, verliert sich das mit dem 'Tröpfeln' wieder? Sauber ist sie ja eigentlich schon(von seltenen Pannen mal abgesehen) ? Machen das nur jüngere Hunde, wie alt ist Dein Hund und wie lange geht das denn bei Euch schon so?

Tina2809
14.11.2002, 17:57
Hallo Simone!
Timmy ist jetzt 6 Monate, aber seit wann genau er das macht, kann ich nicht genau sagen.
Das Tröpfeln kommt meistens nur bei Welpen und Junghunden vor, es gibt allerdings auch erwachsene Hunde, die so reagieren. Es ist eine reine freundliche Unterwerfungsgeste (weswegen sie es vielleicht auch nur bei Deinem Freund macht).
Mach Dir keine Sorgen, sondern freu´ Dich, daß sie einen Rudelführer akzeptiert (war bei uns nicht von Anfang an so) :D
Abgewöhnen wirst Du es nicht können (darfst Du auch nicht, denn Du würdest ein normales hündisches Verhalten bestrafen), einfach abwarten und wegwischen.
Viel Spaß noch!
Tina

simone schimmel
14.11.2002, 18:11
Hallo Tina, Danke, da hab ich ja Hoffnung, daß sie das auch mal wieder läßt. Obwohl es mich etwas wundert, daß Lissy meinen Freund als Rudelführer sieht und nicht mich(da ich doch die meiste Zeit mit Ihr verbringe und versuche sie zu einem 'anständigen ' Hund zu erziehen) Simone

Hundemutti
14.11.2002, 18:25
Hallo.

Wenn dein Partner natürlich sehr streng ist, dann kann es aus Unsicherheit oder Angst sein.

Es kommt natürlich auch darauf an, ob der Partner vor dem Hund da war oder der Hund eher.

Es kann nämlich auch Trotz sein, so wie bei Katzen. Wenn dem Hund nicht passt, daß dein Partner da ist oder das sich dann alles um ihn dreht..

Er sollte ruhig eher mit ihr spielen und darf nicht vergessen, daß Hündinnen eher an Menschen zu gewöhnen sind als Rüden und außerdem sind sie sensibeler.

Heike

Tina2809
14.11.2002, 18:53
Hallo Heike!


also in der Früh nach'm Aufstehen, wenn er vom Arbeiten heim kommt... 'Pinkeln' ist fast zu viel gesagt... das ist dann kein Trotzverhalten, denn in diesen Situationen dreht sich nicht bei Simone alles um ihren Freund, sondern es sind reine Hund- Freund Begegnungen.
Wenn es davon abhängen würde, ob zuerst der Hund oder der Freund da war würde sich ein Eifersuchtsverhalten anders äußern.

Er sollte ruhig eher mit ihr spielen und darf nicht vergessen, daß Hündinnen eher an Menschen zu gewöhnen sind als Rüden und außerdem sind sie sensibeler.
Ich persönlich denke nicht, daß man pauschal sagen kann, daß Hündinnen sensibler sind als Rüden und frage mich außerdem, warum Hündinnen eher an Menschen zu gewöhnen sind? :confused: :confused:
Wie willst Du das in einem gemischten Wurf anstellen? Zuerst nur mit den Hündinnen beschäftigen?
Wäre nett, wenn Du mir denn Sinn und Zweck erklären könntest, das hab ich nämlich noch nie gehört!
Grüße
Tina

cheroks
14.11.2002, 20:28
Hallo Simone,
auf jeden Fall will deine Hündin beschwichtigen und wenn sie dabei Tröpfelt ist das schon eine starke Unterwerfungsgeste.
@maff
das hat leider nichts mit Freude und Begeisterung zu tun, wenn ein Hund dann auch noch winselt und fiept, ist das ein recht eindeutiges Zeichen für Stress und eine konfliktreiche Situation.
Es sieht für einen Menschen vielleicht wie Freude aus, wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, sich klein macht und auf dem Rücken endet, aber angenehm ist so eine Situation nicht für einen Hund, sondern purer Stress.

@Simone, das beste ist wirklich nicht darauf einzugehen. Ignoriert sie einfach ein paar Minuten, wenn ihr nach Hause kommt, damit sie nicht das Gefühl hat euch besänftigen zu müssen. So bald sie sich beruhigt hat, könnt ihr sie zu euch rufen.

Beschwichtigen einer Person gegenüber heißt auch nicht, du bist mein Rudelführer, aber wenn diese Person "streng" ist oder manchmal schimpft und schreit, hat ein sensibler Hund allen Grund diese Person freundlich stimmen zu wollen.
LG

simone schimmel
15.11.2002, 10:59
Danke für Eure Reaktionen. Wir werden es also mit kurzem 'Ignorieren' versuchen wenn wir heim kommen, ansonsten ohne Kommentar die 'Spuren' beseitigen und mal abwarten was passiert. Danke nochmal! Mein Freund versúcht jetzt etwas sanfter mit unserem Sensibelchen umzugehen, erste Ansätze von ihm sind da. Gruß Simone

Hundemutti
15.11.2002, 19:01
Hallo Tina,

erst mal Danke für deine Meinung. Allerdings kann ich nur aus meiner Erfahrungen sprechen.

Zum einen mußte ich feststellen, daß die ersten zwei Tage unser Pflegerüde aus Trotz gepinkelt hat und das war wirklich aus Trotz, denn das hatte er danach nie wieder gemacht, als er merkte, daß man hier mit ihm lieb umgeht.

Zum anderen war festzustellen, daß die Hündinnen sich eher an einem Menschen bindet als ein Rüde, denn ein Rüde ist selbstständiger. Diese Erfahrungen habe ich unter anderen bei meinen beiden Hunden festgestellt, die ich früher hatte.

Natürlich will ich nicht äußern, daß Du Unrecht hast und vielleicht ist das ja auch so, wie Du es sagst. Aber wenn man die Situation nicht sieht, weiß man das alles eben nicht genau und kann nur Vermutungen anstellen.



Heike

simone schimmel
15.11.2002, 19:40
Hallo, ich denke nicht, daß Lissy eifersüchtig ist auf meinen Freund. ER war zuerst da, sie hat es nie anders kennengelernt. Ich versteh nur nicht ganz warum er derjenige ist dem Unterwerfung so offen dargestellt wird. Er ist den ganzen Tag nicht da, hat kaum was mit dem Hund zu tun... Aber egal, im Moment bin ich beruhigt; es scheint ja wohl eine vorrübergehende Marotte zu sein. Simone

Tina2809
15.11.2002, 20:33
Hi Heike!
Natürlich ist jeder Fall für sich zu betrachten und wenn man nur vorm Bildschirm hockt ist es schwerer zu beurteilen, als den Hund "live" zu erleben.
Mich hat eben die Aussage irritiert, daß man Hündinnen früher an Menschen gewöhnen soll, das war mir echt neu.
Zum anderen war festzustellen, daß die Hündinnen sich eher an einem Menschen bindet als ein Rüde, denn ein Rüde ist selbstständiger. Diese Erfahrungen habe ich unter anderen bei meinen beiden Hunden festgestellt, die ich früher hatte.
Hmmmm....ich bin zwar noch kein wirklicher Hundeexperte, aber auch das ist, meiner Erfahrung nach, unterscheidlich. Aber das ist da genau das, was wir an unseren Hunden so lieben :p
Wenn ich Unrecht habe, korrigiert mich bitte, ich lerne gerne noch dazu! Ist kein Prob für mich.
Liebe Grüße
Tina & Timmy

Hundemutti
17.11.2002, 19:46
Hallo Tina,

natürlich ist jeder Hund anders. Es gibt sicher auch Hündinnen, die sich so verhalten wie Rüden, aber was ich sehen konnte, daß sich Hündinnen doch eher an Menschen binden als Rüden, da die Rüden doch eher selbständiger sind. Deswegen bin ich der Meinung, daß Hündinnen sogar einfacher in der Familie zu halten sind.

Natürlich kann ich mich auch irren und es mag überall anders sein.

Das sind eben Auffälligkeiten, die ich so selber feststellen konnte. Es ist ja auch jede Rasse anders.

Mir persönlich ist es auch egal, ob eine Hündinn oder Rüde. Auch was für eine Rasse der Hund hat, solange die Hundehalter sich vernüftig verhalten, denn der Hund ist niemals von sich aus so, wie er dann in der Familie ist.

Vielleicht sollte ja der Mann mal versuchen sensibeler mit dem Hund umzugehen.

Auf jeden Fall drücke ich da ganz fest die Daumen, daß alles gut wird




Heike