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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundepfeife - Handhabung



Daggi
14.11.2002, 13:15
Hi, es gibt bestimmt viele von Euch, die eine Hundepfeife haben. Wir wollen dies bei unserem Cocker auch anfangen. Könnt Ihr mir sagen, was man beachten muss und wie man das übt? Wir werden auf jeden Fall keine lautlose Pfeife kaufen. Ich stelle es mir so vor, dass man ein Kommando (wie bisher) gibt, also z.B. "Komm" und dann den Pfeifton sofort hinterher. Oder irre ich mich da? Lieber frage ich vorher, bevor wir was falsch machen! Wie lange dauert die Umstellung in etwa? Bin gespannt auf Eure Antworten! Bis dann!

Jacky77
14.11.2002, 13:38
Hallo Daggi!

Wir haben auch eine Pfeife aus Büffelhorn. Die ist auch laut und nicht verstellbar, wie die Hochfrequenzpfeifen. Ich denke dass die Hunde es leichter haben, wenn der Ton immer gleich ist.

Zur Konditionierung auf die Pfeife:
Wir haben zuerst nur in der Wohnung geübt. Am besten Du kaufst irgendwas, was Dein Hund sonst nicht bekommt, vielleicht ein Schälchen Nassfutter?
Dann tust Du ein wenig von dem Nassfutter auf einen Teller, stellst Dich vor Deinen Hund, pfeifst kurz und stellst ihm dann OHNE etwas zu sagen den Teller hin. Nach ein paar Tagen kannst Du auch in ein anderes Zimmer gehen und pfeifen, wenn der Hund dann kommt gibst Du ihm das Fresschen.
Das machst Du am besten so 10 Tage. Bis der Hund weiss, dass es was ganz tolles gibt wenn die Pfeife ertönt.

Dann kannst Du anfangen draussen zu üben. Wenn Du pfeifst und Dein Hund kommt, dann Leckerli geben und schön loben!

Viel Erfolg!

Dani mit Jacky

Superjeile Zick
14.11.2002, 16:10
Hallo Daggi,

Jacky hat das mit dem Konditionieren schon ganz gut erklärt. Ich habe jedoch ein von diesen verstellbaren Pfeifen. Dies hatte zwei Gründe.

1. Du kannst den Ton Deinem Hund anpassen:
Du drehst an der Pfeife bis den Hund auch die erste Reaktion darauf zeigt (Kopf schiefstellen/Ohren aufstellen) und stellst diese dann fest. Somit ist es der "Traumton" Deines Hundes. Dieser bleibt auch bestehen.

2. Der ausgewählte Ton ist zumindest minimal unterschiedlich zu den anderen:
Damit will ich sagen, selbst wenn der Unterschied zu anderen Hundebesitzern mit Pfeife sehr gering ist, aber es ist einer da.

Ich hoffe dies habe ich jetzt so erklärt, wie ich meinte. Ist etwas kompliziert auszudürcken :rolleyes: .

Gruß
Nadine & Sam

Cockerfreundin
14.11.2002, 19:26
Hallo, Daggi!

Ich hab mit dem Pfeifen gleich am 3. oder 4. Tag nach Bastis Einzug begonnen (also als er 12 Wochen alt war). Zunächst auch nur im Haus + immer in Verbindung mit Futter als Belohnung bzw. wenn ich ihm ohnehin zu Fressen gegeben hab. Dabei hab ich Anfangs nur kurz seinen Namen + "Komm" gerufen und dann gepfiffen

Draußen in Wald und Flur hab ich es ähnlich gemacht - allerdings anfangs nur in Situationen, wo ich mir hundertprozentig sicher war, dass er kommen würde und auch immer aus relativer Nähe und mit Sichtkontakt.

Inzwischen (nach fast 11/2 Jahren Praxis) ist die Pfeife -im Gegensatz zum Abrufen aus dem Sitz oder Platz, wo Fiffi vorsitzen muß- quasi das *Not-Stop-Signal*, dass auch über größere Distanz und ohne Sichtkontakt einwirkt.

Ich benutze übrigens auch eine hörbare Büffelhorn-Pfeife. ein Tipp noch: benutz von Anfang an den Doppelpfiff. Da wird der Pfeifton stabiler (und unverwechselbarer), egal, in welcher Stimmungslage Du Dich beim Pfeifen gerade befindest :D :D :D

Grüße von
Annette + Basti, die jetzt FREAKS sind :D :D

Daggi
15.11.2002, 14:28
Hey, super. Danke für Eure Antworten. Dann kann ich ja am Wochenende mal anfangen. Bin gespannt, wie es angeht. Tschüß zusammen!

Girasol
15.11.2002, 14:36
Hallo Daggi!
Wir haben die Pfeiffe bei Luna von Anfang an, seit dem sie bei uns ist ( seit sie 8 Wochen alt ist) verwendet. Da übt man die Pfeiffentöne natürlich noch anders ein, als wenn der Hund schon älter ist und bereits auf gängige Befehle wie z.B. Komm oder Sitz hört.
Wie meine Vorrednerin haben wir Luna immer zum fressen herangepfiffen, damit sie merkt, daß bei dem Pfiff immer etwas positives passiert. Nachdem es in der Wohnung 100 %ig geklappt hat, sind wir erst mal in den Garten und haben da geübt und geübt, und auch langsam mehr Ablenkung dazu kommen lassen. Nachdem das gut geklappt hat, haben wir im Wald geübt. Wir haben sie aber immer nur dann abgerufen, wenn wir uns wirklich ganz sicher waren, daß sie zu uns kommen wird, und daß nichts interessanter und besser ist, als jetzt zu uns zu kommen. Bei dem Hier- Pfiff bzw. Hier- Ruf erwarte ich natürlich auch 100 %ige Erfüllung, und lieber gebe ich den Befehl einmal weniger ( in der Ausbildung), als einmal zuviel!
Und natürlich immer reichlich belohnen! Ich finde den Hier- Befehl als den Wichtigsten, der Hund muß immer abrufbereit sein- in allen Situationen. Und damit es der Hund auch immer toller findet zu mir zu kommen, gibt es bei uns immer den Jackpot, wenn sie unverzüglich kommt: entweder ein besonderer Leckerbissen, wie z.B. Putenwürstchen ( gibt es auch nur in solchen Situationen!) oder ein tolles Spielzeug zum Sofort- spiel. Und bitte niemals zum anleinen oder ähnlich negativen Heranpfeifen!
Wenn der Hund nun schon auf gängige Befehle hört, am besten damit Konditionieren: ruf ihn zu dir, und während er kommt, pfeiffe dazu den Doppelpfiff. So lernt er die Beiden Sachen zu verknüpfen, und wird nach guten Training auch bald nur mit dem Pfiff wissen, was zu tun ist. Am besten fängst Du auch erst in der Wohnung an, und steigerst erst allmählich den Schwierigkeitsgrad. Und immer reichlich belohnen!
So kannst Du auch die anderen Befehle mit dem Pfeiffsignal verknüpfen, das wichtigste ist dabei die Gleichzeitigkei, also pfeiffen während er den gesprochenen Befehl ausführt.
Zweimal Pfeifen ( Doppelpfiff): tüüt-tüüt = Hier
Einmal Pfeifen: Tüüüt = Sitz
Einmal Trillern ( Trillerpfiff) = Platz

Ich hoffe, daß ich Dir etwas helfen konnte!
Gruß, Girasol mit Luna

Cockerfreundin
15.11.2002, 18:13
Hallo, Girasol!

Zitat
______

Einmal Pfeifen: Tüüüt = Sitz
_______

Und wieder was dazu gelernt :)

Ich hab anfangs für das "Komm" immer einfach gepfiffen, dann aber nach Hinweis unseres Lehrers im spaniel Club auf den Doppelpfiff umgestellt - wegen der stabileren Tonlage ;)

Ist der Einfach-Pfiff fürs Sitz ein gebräuchlicher Pfiff?? Davon hat er nämlich nix gesagt.

Ich hatte damals etwas Bedenken, ob ich den Doppelpfiff jetzt wieder ganz neu aufbauen muß - aber das klappte ziemlich reibungslos.

Grüße von
Annette + Basti, der ab und an liebend gerne auch mal nach mir pfeifen würde :D :D

Girasol
15.11.2002, 21:33
Hallo Annette!

Soweit ich weiß, ist der Einfache- Pfiff schon gebräuchlich, zumindest im Retriever- Club, und er wird auch in unserer Hundeschule so gelehrt.
Es ist auch äußert praktisch beim Spazieren gehen: wenn im Wald eine Weggabelung kommt, kann ich Luna schon davor mit einem simplen Pfiff absitzen lassen. Dann schaue ich, ob vielleicht Spaziergänger oder andere Hunde des Weges kommen. Wenn nicht, darf sie weiter laufen, wenn doch, kann ich sie problemlos ablenken, damit sie nicht gleich darauf zurennt ( was sie leider noch zu gerne macht). Und das ohne lautes Rufen, und natürlich auch ideal für weite Distanzen!
Lieben Gruß!
Girasol