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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Herz



Nina Wolfshund
09.07.2007, 01:53
Nun ist es Wochen, ja Monate her, daß Du gegangen bist und doch scheint es nicht, als könnte ich mich je daran gewöhnen, dich für immer verloren zu haben. Kommst du nicht doch zurück, eines Tages? Ich bitte dich, mach es irgendwie möglich, denn mein Herz blutet, ich vermisse dich so sehr. Ja, nur ein Hund warst du, aber so einzigartig, so lieb so besonders- wie ich es mir nicht ein zweites Mal vorstellen kann! Du kamst zu mir, klein und zart, keine 10 Wochen alt, wir wußten nicht mal deine Rasse. Ich nahm dich auf den Arm und du schliefst sofort ein, so fiel die Wahl auf dich. Du fehlst mir so, das kann ich nicht beschreiben. Komm zurück, irgendwie, wenn es nur möglich wäre- ich würde es keinem verraten! Jede Nacht weine ich, heiß glüht mein Gesicht und ich muß mich meiner Gefühle schämen, denn solch große Trauer um "nur" einen Hund ziemt sich nicht. Was nützt der Vorwurf mir, die ich hier sitze und dich herbeisehne wie nichts Anderes auf der Welt, denn du, du warst es, der immer bei mir war, der treu in jeder Situation zu mir stand, dessen Kinn ich auch jetzt auf meiner Fußspitze spüre, an der du dich so gern zum Ausruhen hingelegt hast. Du fehlst mir, dein Blick, dein wacher, schelmischer, friedlicher, treuer Blick- nichts konnte mir näher sein! Du kleiner Löwe mit riesigem Herz, nie wird mir ein Hund so teuer sein wie du! Kein Hundeblick wird mich so erwärmen, so ermuntern, so beruhigen- alles ist gut, das sagte dein Blick. Mit dir an der Seite, durch jedes Wetter, durch jeden Stress, jeden Streit- in jede freudige Erinnerung, jedes Familienfest, Kinderlachen-überall kommen Geschichten mit dir zum Vorschein!
Ich vermisse dich und ich wünsche mir so sehr, daß du zurück kommst oder ich dich irgendwo wiedersehe, ich kann mir das Leben nicht ohne dich vorstellen. Klar, es geht weiter, aber du fehlst einfach und wirst immer fehlen. Du bist wirklich ein besonderer Hund und kein Hund wird dich je ersetzen! Nun sind da noch meine anderen Hunde, alle wichtig und zum Rudel zugehörig, aber du, du warst mir näher, du kleiner wuscheliger süßer puscheliger Knirps! Nun lebt seit ein paar Wochen ein Welpe deiner Rasse bei uns und ich gebe mir alle Mühe, ihn herzlich willkommen zu heißen in unserem Rudel, aber er nimmt mir nichts von dem Schmerz, den du hinterlässt. Leider. Ich dachte, der Schmerz lässt nach ein paar Wochen nach, aber das tut er nicht. Tagsüber funktioniere ich prächtig, doch nachts überlege ich- was könnte ich tun, damit er zurück käme? Was würde ich tun? Vieles, ja, vieles, denn du bist nicht zu ersetzen und in keinster Weise vergleichbar mit irgendeinem anderen Hund. Du bist mit mir und den anderen Hunden durch die Jahreszeiten getobt, hast für dein Bällchen alles getan, hattest nicht ein einziges kleines Mal schlechte Laune, sondern warst immer fröhlich und freundlich zu jedermann, ob Mensch oder Tier, hast mich 2-3 Stunden ohne Probleme am Pferd begleitet, warst unser Sonnenschein- nun ist es dunkel.
Nach 7 Jahren wurdest du vergiftet, von irgendeinem Penner oder Idioten und bist innerhalb von 1 1/2 Stunden richtig verreckt. Ich war bei dir und wir haben versucht, dir zu helfen, aber es hat nicht geklappt, es hat einfach nicht geklappt... Dein Atem erst heftig, röchelnd, schautest mich fragend an, ob ich nicht helfen kann und dieses eine Mal, wo du mich um Hilfe gebeten hast, da habe ich versagt, denn ich konnte nichts tun! Nichts! Die TA angeblich auch nicht. Deine Bewegungen rappeliger, dein Atem kürzer, dann matter, dann warst du weg und hast mich da zurück gelassen, mitten in der Nacht, es war drei Uhr. Nie habe ich mich bisher so verlassen gefühlt. Irgendwie blieb da die Zeit stehen Mein kleiner Süßer.Dein Leichnam nach Obduktion liegt in meinem Garten und ich werde wohl ewig auf das Wunder warten. Nur das eine, mehr will ich gar nicht- denn solch einen Hund, mit solch einem Herz, hat kaum ein Mensch je gesehen! Du fehlst mir von ganzem Herzen. Mein Dackelchen, du.

Biene13
09.07.2007, 20:18
Liebe Nina
ich habe Deine Zeilen gelesen und mir kullern einfach nur die Tränen, ich fühle ganz doll mit Dir.
Weißt Du, mir erging es ähnlich mit meinem Dackelchen, wir holten ihn aus dem Tierheim als er 8 Wochen alt war. Seine vorigen Besitzer, oder was auch immer das war, hatten ihn eigentlich zum Tode verurteilt, denn er wurde mitten im Winter in einem Pappkarton neben den Mülltonnen ausgesetzt.

Als wir im Tierheim ankamen, um ihn zu uns zu holen, kam er mir entgegen, die Ohren waren fast das Größte an dem kleinen Kerl, ich hockte mich hin und er krabbelte in meine Arme und wollte nicht mehr runter.
Da war es um mich geschehen.

Ich kann Deine Trauer sehr, sehr gut verstehen und weiß, daß es auch eigentlich keinen richtigen Trost geben kann, zumal der Verlust unter solch fiesen Umständen noch viel schwerer zu ertragen ist, als wenn der Kleine krank gewesen wäre.

Fühl Dich ganz doll und lieb umarmt von Biene13

Ophelia0111
12.07.2007, 22:51
Hallo Nina,

auch ich kann dich verstehen. Unseren ersten Hund Astor, einen Goldi, mussten wir einschläfern lassen, er hatte Krebs. Das war Anfang Februar 2006. Mir ging es damals auch sehr schlecht, und das war lange so. Ich konnte das auch nicht verstehen. Und auch heute weine ich noch, komm damit manchmal einfach nicht klar. Wir haben uns einen neuen Hund geholt, den ich auch sehr lieb habe, aber es ist nicht das Gleiche. Unser Astor war eben für uns einmalig, und wenn ich es irgendwie könnte, würd ich ihn lieber heut als morgen zurückholen. Seine Urne steht bei uns im Wohnzimmer, damit er bei uns ist. Er war so ein lieber Freund, war immer da. Also dir geht es nicht alleine so. Und Nina, sag nicht, es war NUR ein Hund. Für dich eben nicht, und allein das zählt. Und zu schämen, weil du solange trauerst, brauchst du dich schon gar nicht, glaub mir, es geht auch anderen so. Viele können das nicht verstehen, und man kann auch schlecht mit jemanden darüber reden nach einiger Zeit. Aber dafür gibt es die Foren, hier findest du Leute, die das selbe durchmachen. Ich hatte damals auch nur das Forum. Es ist auf jeden Fall ok, dass du deinen Liebling zurückwünschst, und das wird auch so bleiben. Aber solange du an ihn denkst, ist er auch bei dir, immer und überall.

Liebe Grüße und knuddel
Kerstin

Pepples
16.07.2007, 12:38
Hallo Nina,
Dein Beitrag hat mich bis aufs tiefste berührt, es ist immer schlimm wenn man sich von seinem kleinen Freund verabschieden muß. Ich musste nach 14 Jahre meine Westie-Dame einschläfern lassen und ich hatte 6 Jahre keinen Hund mehr. Der Schmerz hält an aber er wird mit der Zeit schwächer und vergeht, Aber heute noch nach so vielen Jahren lebt sie immer noch in meinen Herzen weiter. Sogar ein Bild hängt in meiner Familiengalerie und freue mich sehr daran, das es Sie gab. Es waren traumhafte Jahre....lächel
Ich wünsche Dir viel Kraft die dunkle Seite zu bestehen und versuche Dich an die schöne Zeit zu erinnern , das hilft.

Alles Liebe
Pepples

Nina Wolfshund
20.07.2007, 20:18
Ihr Lieben- ich danke Euch für Eure lieben Antworten und vorallem dafür, daß Ihr Vesrtändnis für meine Trauer habt und mich nicht belächelt. Es tut mir leid, daß auch Ihr Euren treuen Hund verloren habt und ich wünschte, ich könnte irgendwas Gescheites schreiben, um Euch aufzumuntern, aber da fehlen mir einfach die Worte. Auf jeden Fall tut es gut, zu sehen, daß man mit seinen Gefühlen doch nicht ganz allein ist.
Vielen Dank! und liebe Grüße