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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund hört nicht!!



Jerry
03.07.2007, 09:36
Guten Morgen ihr lieben Foris....

Habe mal ne Fragen, habe dass jetzt übers WE nochmal beobachtet. Es gibt manche Situationen, wo mein kleiner keinen Meter hört. Manchmal klappt es super, aufs Wort, und dann wiederrum nichts. Völlige ignoranz. Wenn ich ihm was verbiete z.B. und ihm aus oder nein sage, dann macht er es trotzdem. Wenn ich dreimal nein sage und ihn von seinem Vorhaben abhalte, wartet er bis ich mich rumdrehe und dann geht es weiter. Habe das Gefühl,er ignoriert mich völlig.
Wie kann ich ihm beibringen,dass ich der Chef im Ring bin und nicht er??:?:

Maggie2
03.07.2007, 13:06
Hallo Jerry, :cu:

ich meine du mußt ihm zeigen, wer der Boss ist; Nicht er soll dich ignorieren, wenn er nicht hört, dreh du dich um und lass ihn wirklich ganz links liegen. Wichtig ist dabei, daß du auch nicht versuchst, ihn irgendwie zu beobachten, die kleinen Stinker spüren so etwas ganz genau. :kraul: Wünsche viel Erfolg, melde dich mal wieder und berichte. Gruß, Maggie :bl:

Pafil
03.07.2007, 13:31
Hi,

das mit dem Chef ist son Ding....ich denke nicht ,dass Dir ds jemand in zwei Sätzen erklären kann.

Der Chef steht morgens auf und legt sich als Chef schlafen...ist verdammt lang so ein Tag........:D


Grüße Pafil

Mnache Hh arbeiten viel mit Handfütterung und weniger aus dem bequemen Napf und sind begeistert wie Hundi sich plötzlich anschließt.Soll aber auch kein allround Rezept sein.

Angel11
03.07.2007, 14:36
Hallo Jerry:cu:


Klar mit dem Chef sein das ist so eine Sache,aber meistens ist dies gerade wichtig.So wie ich das sehe,ist Dein Hund der Chef im Hause.Wie lange hast Du denn schon Deinen Hund?Und wie ist das bei Euch zu Hause so?Was darf Euer Hund alles?Das alles spielt eine Rolle,und viel mehr!;)

Lg Angel

Biene13
03.07.2007, 19:22
Hallo Jerry

kennt denn Dein Hund die Bedeutung des Kommandos "Nein"?

Ich hab unserem dieses Wort praktisch "positiv" belegt, so daß er auch sofort alles sein läßt, was ihm auch grad so in den Sinn bzw. Unsinn gekommen ist, wenn er "Nein" hört, dann lässt er auch wirklich alles sein.

LG Biene13 Heidi

Lastrami
04.07.2007, 09:04
Hallo Jerry,

ich würde damit anfangen dem Hund nach dem ersten NEIN! ganz deutlich zu machen, was dieses Wort bedeutet.

Immer nur NEIN NEIN NEIN! heißt irgendwann soviel wie: ok, ich sollte aufhören, muß aber nicht.

Da bist Du gefragt konsequent durchzugreifen.

Wenn Marlo z.Bsp Schafscheiße fressen wollte draußen hab ich NEIN! gesagt. Hat er trotzdem weiter gemacht, hab ich ihm die Köttel aus dem Hals geholt und nochmal böse NEIN! Innerhalb kurzer ZEit hat der Dicke verstanden, das 1x Nein wirklich Nein bedeutet!

Es bringt nix, dem Hund ein Wort an den Kopf zu werfen ohne ihm zu verdeutlichen das dieses Wort bedingungsloses Unterlassen der Handlung fordert.

Und das geschieht nur mit schnellem konsequentem Handeln von DIR.


und ihn von seinem Vorhaben abhalte, wartet er bis ich mich rumdrehe und dann geht es weiter. Habe das Gefühl,er ignoriert mich völlig.

Du musst den Hund von der "Interessanten Stelle" ablenken, wegbringen.
Durch wiederholtes NEIN! sagen merkt Dein cleverer Hund nur, das DU nicht Herr der Lage bist. Das DU ihn nicht vom vorhaben abbringen kannst.

Er hört nur, wenn es in seinen Kram passt, Du bist dann aber nicht wirklich Respektsperson. Das musst Du Dir erarbeiten in dem Du KONSEQUENT! alle Befehle durchsetzt die Du gibst.

LG Pia

Jerry
04.07.2007, 11:51
Hallo Jerry:cu:


Klar mit dem Chef sein das ist so eine Sache,aber meistens ist dies gerade wichtig.So wie ich das sehe,ist Dein Hund der Chef im Hause.Wie lange hast Du denn schon Deinen Hund?Und wie ist das bei Euch zu Hause so?Was darf Euer Hund alles?Das alles spielt eine Rolle,und viel mehr!;)

Lg Angel

Habe den Hund im Januar mit 10 Wochen bekommen. Er ist auf jedenfall der Chef im Haus. Ist unser erster Hund und so süß und ach lass ihn doch und klar auf die Couch....:rolleyes: Ich weiss das war falsch, sind es ihm aber schon fleissig am abgewöhnen, sind ja auch mit ihm bei einer Hundetrainerin. Wir lernen noch. Aber dieses ignorante verhalten macht mich verrückt. Er darf eingentlich recht viel zu hause, das wird es sein. Müssen wohl konsequent bleiben:?: sonst tanzt er uns immer weiter auf der Nase rum....:sporty:

Mascha
04.07.2007, 12:33
Hallo!

Wir haben seit einiger Zeit ein paar Laufenten. Die kommen, wenn ich sie rufe (sofern sie in Hörweite sind), aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass sie mich für ihren "Chef" halten. Ich bin ganz einfach die mit dem Futter in der Hand!

Nachdem mir das klar geworden ist, habe ich auch über das Verhältnis Mensch - Hund neu nachgedacht.

Letztlich ist es einem doch egal, wer wen als "Chef" betrachtet. Was den Menschen eigentlich interessiert, ist:
Wie bringe ich den Hund dazu, das zu tun, was ich möchte? (Beziehungsweise das zu lassen, was ich nicht möchte...)


Der Trick dabei ist, jeweils sozusagen den richtigen Deal auszuhandeln:
Tust du, was ich möchte, bekommst du, was du möchtest.


Du (als Mensch) hast die Ressourcen in der Hand, an die dein Hund will:
Futter, Spielzeug, Spaziergänge, Freilauf, Spiel mit anderen Hunden, ... - alles kannst du regulieren.

Dein Hund muss also nur immer wieder die Erfahrung machen: Wenn mein Mensch mir dieses Zeichen (z.B."nein") gibt, und ich jenes tue (z.B. aktuelles Verhalten stoppen), passiert wahrscheinlich etwas erfreuliches (z.B. ein kurzes, aber heftiges gemeinsames Spiel, ein Leckerli und nachher ein Kauspielzeug).

Der Teufel steckt im Detail: Wie Heidi (Biene13) schon schrieb, musst du auch das Wort "nein" richtiggehend üben wie jedes andere Kommando auch.
Und du musst wirklich attraktive Alternativen anbieten!

Wenn Ihr das oft genug in verschiedenen Situationen geübt habt - der Hund bestimmt, was "oft genug" ist ;) - kannst du im Ernstfall das "Nein" erfolgreich anwenden, auch wenn es dafür gerade keine tolle Belohnung gibt.
Wenn ein Hund dagegen die Erfahrung macht, dass es für ihn in der Mehrzahl der Fälle langweiliger/ unangenehmer wird, wenn er auf das Zeichen seines Menschen reagiert, wird er das bald lassen!
Und wieder: Der Hund bestimmt, was ihm angenehm ist und was nicht! Wenn er müde und durstig ist, kann die Option auf Spiel mit Artgenossen eine Strafe sein.
Das, was der Hund gerade wollte, ist die beste Belohnung - also z.B. ein erlaubtes Kauspielzeug (plus kurzes Spiel damit) anstelle der guten Schuhe.

Viel Spaß beim Überlegen und Probieren... :D

Peppels
04.07.2007, 16:10
Dann musst du aber aufpassen, dass dein Hund keine Kette bildet, d.h. hund macht was was er nicht darf und schon gibts ein tolles Spiel. Wauzi ist ja nicht doof, der hat schnell raus wie man Aufmerksamkeit bekommt.

Lass ihn nach dem "nein" erst noch etwas tun. Schick ihn auf seinen Platz und wenn er das dann brav macht kannst du ihn belohnen.

Mascha
05.07.2007, 09:26
... d.h. hund macht was was er nicht darf und schon gibts ein tolles Spiel. ...


Das habe ich vielleicht nicht genug betont - um das zu verhindern, muss man das "Nein" ja (wie jedes Kommando) erstmal ausreichend üben, bevor der Ernstfall eingetreten ist.
Das heißt, man spielt z.B. mit dem Hund im Wohnzimmer (= relativ langweilige, weil bekannte Umgebung), Wuffi schnuppert zufällig an einer Stelle, die einem eigentlich völlig egal ist (z. B. am Schuh); man sagt das gewünschte Stopp-Kommando und belohnt dann sofort, wenn Wuffi seine Aufmerksamkeit von dem Ding abwendet.
Das übt man halt hundert- bis fünfhundertmal... ;) Naja, eben sehr häufig und auf Dauer nicht nur im Wohnzimmer und nicht nur immer mit langweiligen Dingen - aber man sollte die Anforderungen laaaaangsaaaam steigern und immer wieder zwischendurch auch senken.

Wenn man das freundlich-sachlich und oft genug so macht, hat der Hund die Chance, das "nein" als ein ganz gewöhnliches Kommando zu lernen, das gar nichts mit Schimpfen und Ärgern zu tun hat.

Wenn man aber das "nein" meistens im Ernstfall anwendet, wenn es drauf ankommt, ohne dass man es als Kommando geübt hat, lernt der Hund :rolleyes: natürlich rasch, dass es ihm mehr Spaß bringt, wenn er nicht darauf hört.

:cu: Liebe Grüße!

MicoMaushund
05.07.2007, 09:52
Huhu,


Wenn ich dreimal nein sage und ihn von seinem Vorhaben abhalte

Sag es in der jeweiligen Situation EINMAL und dafür mit fester Stimme und bestimmt. Irgendwie hast du es unbewusst sogar schon erfasst, denn du hast geschrieben "Mein Hund HÖRT nicht" und nicht "Mein Hund FOLGT nicht".

Er hört dir vermutlich nicht mehr zu ... und wenn ein Halter ein Kommanda "fünfhundertmal üben" musst, stimmt was mit dem Halter und dem Kommando nicht ;). Wann sie ein Leckerli bekommen, kapieren Hunde ja auch sofort :D.

Viele Grüße
MicoMaushund

Mascha
05.07.2007, 10:09
Hallo MicoMaushund,

ich fühle mich angegriffen ;) und will gleich nochmal erklären:

Mit dem "hundert- bis fünfhundertmal" meinte ich, dass man viel öfter üben muss, als man das gemeinhin denkt. Man muss so viele verschiedene Orte, Tageszeiten, Wetterbedingungen und Verlockungen abdecken, bis man einigermaßen sicher sein kann, dass das Abbruchkommando wirklich (fast) immer klappt!

"Üben" heißt für mich übrigens, dass das Geben des Kommandos erfolgreich ist, d.h. vom Hund befolgt wird. Und man sollte die Übungen so planen, dass sie erfolgreich durchgeführt werden können! Wenn ich also hundertmal "nein" anwende, lässt mein Hundi hundertmal von seinem Verhalten ab - und bekommt dafür etwas gutes. (Oft genug ist das genau das, was er eh grade hatte, z.B. das Spielzeug - ich wollte nur mal testen, ob das "Nein" noch funktioniert. :D)


Du musst bedenken: Wenn das Kommando nicht wirklich sitzt, wird der Hund es im Ernstfall nicht befolgen, weil er in diesem Moment das flüchtende Reh oder den Köder mit Rattengift attraktiver findet als seinen Menschen.
Das darf nicht passieren!

Darum denke ich, man sollte es - im Laufe der Monate und Jahre, die man mit dem Hund zusammen verbringt - lieber ein paar hundert Mal üben als zu wenig.

Liebe Grüße!

P.S.: Hier gibt's noch was zu dem Thema. (http://forum.zooplus.de/showthread.php?t=49421)