PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tyson ist über die Regenbogenbrücke gegangen



Sternenstaub
03.06.2007, 15:06
Nach 7 Jahren gemeinsamen Lebensweg musste mein Kampfschmuser Tyson vorgestern am 01.06.2007 über die Regenbogenbrücke gehen. Wir mussten unsere "Dicknase" einschläfern lassen, weil er vor Schmerzen (Tumor am Bein) Zerstörungsattacken bekommen hat, die auch nicht mehr mit Schmerzmitteln unterdrückt werden konnten. Er muss so starke Schmerzen gehabt haben, dass er sich selber zeitweise nicht mehr unter Kontrolle hatte und alles in seiner Nähe zerlegt hat und sich dabei auch selbst verletzt hat. Die Entscheidung ihn von seinen Schmerzen zu erlösen, ist uns unendlich schwer gefallen, da er nach außen (außer dem riesigen Tennisballgroßen Tumor am Bein) noch so fit und lebensfroh war, obwohl er schon seit Monaten nicht mehr richtig auftreten konnte und viele Sachen einfach nicht mehr machen konnte, da der Tumor in den letzten 3 Monaten auch übernatürlich stark gewachsen ist, so dass er stark bewegungseingeschränkt war. Wir haben versucht ihm die letzten Stunden seines Lebens so schön wie möglich zu machen, damit er als glücklicher Hund stirbt - haben ganz viel geknuddelt, waren schwimmen, haben mit seinem Lieblingsbällchen ganz viel gespielt und haben ihn mit den tollsten Leckerlis gefüttert, da doch alles das letzte mal gewesen sein sollte. Unsere Tierärztin ist Abends zu uns gekommen, nachdem wir schon sein Körbchen und sein Lammfell auf die Terrasse gebracht haben, um ihn auf den letzten Weg zu begleiten. Wir wollten unbedingt, dass er zu Hause stirbt, da der Dicke immer solche Angst vor der Tierarztpraxis hatte und es so schrecklich gewesen wäre, wenn er im Angstzustand und in der sterilen weißen Praxis sterben müsste. So lagen wir mit ihm gemeinsam in seinem Körbchen als er die Spritze bekommen hat und haben mit ihm geschmust, während er in den Himmel gucken konnte und die Frösche im Teich gequackt haben. Tyson ist ganz sanft in unseren Armen entschlafen - wir konnten ihn bis zum letzten Augenblick begleiten und er wusste, dass er nicht allein ist. Ich bin so unendlich traurig und ich vermisse ihn so doll, ich kann mir ein Leben ohne meine "Dicknase" doch gar nicht vorstellen. Es ist so schrecklich !!!! Alles im Haus ist so leise und leer, keiner der mehr ankommt und geschmust oder bespielt werden will.....ich könnte nur noch heulen. Wir haben den Dicken bei uns im Garten beerdigt, so dass wir ihn jeden Tag sehen und besuchen können....aber es war ganz schrecklich den Kleinen in das Erdloch legen zu müssen und mit Erde zu zuschütten. Das ganze Leben hat sich verändert - nichts ist mehr so wie es war.... ich würde alles tun, um ihn wieder zu bekommen, aber es war für ihn wohl die beste Entscheidung - endlich hat er keine Schmerzen mehr.
Ich hoffe, das Papa ihn oben im Himmel in Empfang genommen hat und beide jetzt gemeinsam Gassi gehen, mit dem Bällchen spielen und runter gucken und nur darauf warten, dass wir uns alle bald wiedersehen werden.

Fido
03.06.2007, 22:28
Hallo
lass dich einfach mal ganz feste drücken.Lieben heißt auch loslassen können auch wenn es einem selbst das Herz bricht .Ich weiß wie schwer das alles ist ,man weiß das es der richtige Weg war aber es tut so unendlich weh und wird auch noch eine lange Zeit weh tun .Tyson spielt jetzt bestimmt da oben und hat keine Schmerzen mehr .Irgendwann kannst du ohne Trauer an die schönen gemeinsamen Zeiten denken aber das ist ein langer Weg.Nehme dir Zeit für deine Trauer ,weine ,schimpfe Trauere solange wie du es brauchst und dann mach dein Herz frei für eine neue Fellnase ,die vielleicht schon auf dich wartet .

Sternenstaub
03.06.2007, 22:57
Hallo Petra,

vielen lieben Dank für deine Zeilen. Es ist sehr tröstend zu wissen, dass andere Hundeliebhaber an solch einem Schicksalsschlag Anteilnahme zeigen. Es ist so schwer zu ertragen die "Dicknase" nicht mehr streicheln zu können und nicht mehr zu hören, wenn er schläft und dabei schnarcht. Es sind so viele Kleinigkeiten, die früher einfach normal und selbstverständlich waren und die einem jetzt so unendlich doll fehlen. Ich bin die letzten 2 Tage noch nicht mal durch die Haustür raus- oder reingegangen, weil ich weiß, dass es mich zerreißen würde, wenn ich die Tür aufschließe und kein Tyson mehr schwanzwedelnd ankommt, um mich zu begrüßen. Jetzt wäre gerade seine "Ins-Bett-geh-Zeit" und er würde unter dem Couchtisch hervor kriechen und zu uns kommen, um sich zu verabschieden und um dann in sein Körbchen zu gehen zum Schlafen. Und nun ...... nichts....absolute Leere. Wenn ich aus dem Fenster gucke, sehe ich zu seinem Grab auf dem Kerzen brennen, damit er nicht allein im Dunkeln ist. Ich kann das alles noch nicht begreifen, ich habe das Gefühl ich bin in einem Trance-Zustand und ich wache bestimmt bald auf und alles ist nur ein schlechter Traum gewesen. Hoffentlich weiß der Dicke, dass uns die Entscheidung nicht leicht gefallen ist und das wir nur das beste für ihn wollten und ihn von den fiesen Schmerzen befreien wollten.

Claudia

JaMi8184
03.06.2007, 23:04
Liebe Sternenstaub,

Ich drücke dich auch ganz fest und hoffe dir damit nur ein klein bisschen trost zu spenden, ich weiß selber dass das nicht reicht und das es schwer ist loszulassen doch das gute ist Tyson hat keine schmerzen mehr und dein Papa wird sich nun um ihn kümmern und er hat nie wieder schmerzen, denk daran ganz feste.
Ich kann meiner vorrednerin nur recht geben wein dich aus lass all deine Wut raus und trauere richtig.

Miriam

Fido
03.06.2007, 23:12
Hallo Claudia
er weiß es und er wird euch dankbar sein das er nicht mehr leiden muß.Ihm gehts jetzt gut ,denen die zurück bleiben gehts schlecht .Auch ich mußte schon 2 mal diese Entscheidung treffen .Boomer hatte auch einen großen Tumor am Bein,Arco hatte einen Lebertumor und zum Schluss eine Darmlähmung .Ich habe gedacht mein Herz zerreißt aber ich wußte auch das ich sie nicht mehr leiden lassen konnte.Das Leben blieb einfach stehen als ich sie gehen lassen mußte,ich war in einem Loch ,die Wohnung war leer trotzdem ich noch andere Tiere habe.Bei Boomer war es ganz schlimm ,ich habe 3 Monate eigendlich nur noch funktioniert ,habe gelitten und getrauert ,das leben ging weiter -ohne mich.Dann kam Ben und mit ihm kam auch ich wieder zurück ins Leben .Als mein Arco ging fiehl ich wieder in dieses Loch dann erfuhr ich aus Zufall das ein Goldenmädchen ein neues Zuhause suchte -4 tage nachdem Arco gegangen war zog schon Paula bei uns ein-sie brauchte mich genauso wie ich sie brauchte .Ein Baby bringt einem zum lachen ,man trauert trotzdem aber es ist um einiges leichter wenn man dabei in ein weiches Babyfell weinen kann .Kein Tier kann ein anderes ersetzten -soll es auch gar nicht,denn jedes Tier hat ein recht so zu sein wie es nunmal ist -aber es ist alles um einiges leichter wenn man einem kleinem Plüschpopo zeigen kann wie schön das Leben ist .

lucie585
05.06.2007, 21:08
Liebe Claudia
fühl dich umarmt.. wie gut kann ich deinen Schmerz verstehen..
ich mußte am Freitag mein baby( Bordeuaxdogge) nach 8,5 gemeinsamen Jahren
ins Reich der Träume ziehen lassen.Sie hatte gänzlich unerwartet und unerklärbar eine Magendrehung und hätt eine Not Op wohl nur schwerlich noch gepackt( Herz..) Es ist soo unendlich schwer Abschied zu nehmen und dann den Alltag weiterzuleben..wir haben ihnen weitere Qualen erspart aber unser Herz ist zerissen...
wünschen wir ihnen eine wunderschöne Welt da wo sie jetzt sind
Gruß
Gabi

Stressarella
06.06.2007, 19:03
mir sind die tränen in die augen gekommen als ich dein text las.
es tut mir schrecklich leid für euch, aber ihr habt das richtige getan!
Ihr habt ihn von seinen schmerzen befreit, jetzt kann er ohne schmerzen mit deinem papa spielen!
und irgendwann kommt der tag an den wir unsere süßen wieder sehen! daran gaub ich ganz fest!!
drück dich ganz doll und wünsch dir viel kraft!!

Sternenstaub
06.06.2007, 22:54
Liebe Gabi,

es tut mir unendlich leid für dich, dass du deine kleine Fellnase auch verloren hast. Der Schmerz ist einfach so groß, dass er nicht in Worte zu fassen ist. Vielleicht rasen die beiden ja jetzt wie wild über grüne wiesen.

Hallo Stressarella,
vielen Dank für die lieben Worte.

Jedes Mal, wenn ich jemanden erzähle, dass ich meine "Dicknase" einschläfern lassen musste, muss ich losheulen. Heute habe ich meiner Schwester erzählt, dass Tyson am Freitag gestorben ist, da sie erst heute aus ihrem urlaub gekommen ist. ich wollte ihr nicht ihren langersehnten urlaub durch so eine hiobs-botschaft verderben, also habe ich bis heute gewartet. sie hat am telefon so geschluchzt und wir beiden mussten dann nur noch weinen. meine schwester hing auch sehr an dem dicken und irgendwie war er für uns auch eine brücke zu meinem vater, da er uns in der sterbewoche meines vaters rund um die uhr begleitet und getröstet hat. Der Dicke hat 12 Stunden am Bett meines Vaters ausgeharrt, als er gestorben ist (bis zum letzten Atemzug) ohne auch nur einmal aufzustehen, zu trinken, zu essen oder sein geschäft zu erledigen. Es saß einfach nur bei uns und hat uns mit seiner anwesenheit getröstet. ich vermisse ihn so sehr........... am liebsten würde ich mich zu hause einsperren und nur noch trauern. Mein Freund ist schon am verzweifeln, weil ich niemanden an mich ran lasse und nur noch zickig bin. ich weiß einfach nicht mehr weiter....es tut alles so weh. ich weiß ja, dass alles mit der Zeit ein bißchen leichter zu ertragen sein wird und dass man sich dann fast nur noch an die schöne zeit erinnert, aber ich möchte sein fell wieder spüren und seine dicke nase in meinem gesicht haben und ihn einfach wieder riechen. ich vermisse die dreckigen tapsen auf den boden über die ich mich unzählige male geärgert habe, wenn ich gerade frisch gewischt hatte und der dicke von draußen reingaloppiert ist. wir waren über Pfingsten noch mit Tyson zelten und ich habe es so genossen mit ihm nase an nase im zelt zu schlafen. es bleiben nur noch erinnerungen......es wird nie mehr ein neues kapitel geben.

ich liebe ihn so sehr.

Claudia

Maggie2
07.06.2007, 01:04
Hi Sternenstaub,

erst gerade habe ich deinen Beitrag gelesen; mir schossen die Tränen in die Augen, wahrscheinlich aus dem Grund, daß ich deine Trauer und deinen Schmerz sooo gut nachempfinden kann. Zwar haben wir unseren Hund noch, aber vor ihm hatten wir zwei Wellensittiche, als die starben war für uns Weltuntergangsstimmung. Weinte mein Mann nicht weinte ich.... es war soooo furchtbar und wir wollten diesen Schmerz nicht noch einmal durchleben. Trotzdem entschlossen wir uns einem aus einer Tötungsstation geretteten Hund ein liebevolles Zuhause zu geben und es war die beste Entscheidung unseres Lebens!!!! Unsere Wellis haben wir natürlich nicht vergessen, sie haben immer selbstgepflanzte Blümchen auf ihrem Grab; Gott sei Dank konnten wir sie im Garten beerdigen und schauen gerade jetzt in der warmen Jahreszeit sehr oft vom Balkon aus auf ihre letzte Ruhestätte. Sie leben in unseren Herzen weiter; manche halten uns für bescheuert wenn wir uns so äußern, selbst Menschen die auch schon ein oder mehrere Tiere verloren haben. Wir können so etwas nicht nachvollziehen, umso mehr können wir dich, Sternenstaub verstehen:0(:0(
Auch wenn mein Beitrag dich etwas später erreicht ,hoffe ich du fühlst dich ein wenig verstanden. Dein Liebling lebt in deinem Herzen weiter; sei dankbar für die Zeit die ihr miteinander verbringen durftet und dafür, daß du ihn bis zu allerletzt begleiten konntest. Er hat es gewiß gespürt und schaut vom Hundehimmel auf dich....wau-wau----bitte weine nicht:kraul: L.G.Maggie:bl:

Saschasmaus
08.06.2007, 16:00
Hallo Sternenstaub,


lass Dich mal ganz fest drücken. Ich kann Deine Trauer so gut nachempfinden, und ich habe auch wieder weinen müssen. Obwohl es bei mir jetzt 4 Jahre her ist, wo ich diese Entscheidung treffen musste. Was mir immer noch nachgeht ist, das meine Fellnase im Bett auf mich gewartet hat und ich depp bin auf der Couch eingeschlafen :(. Aber ich weis, das so wie Du es geregelt hast, diesen letzten schweren Gang, dein kleiner wusste das Du es nur gut gemeint hast. Und Dir auch dankbar ist dafür das Du ihn auf dem letzten Weg begleitet und es ihm so schön gemacht hast wie es nur geht. Gott, heule selbst wo ich diese Zeilen schreibe. Kann Dir nur sagen es wird irgendwann besser und leichter, aber wie Du gerade an mir jetzt sehen kannst, es wird nie ganz vergehen. Wünsche Dir ganz viel Kraft für diese Zeit, und denk daran, jetzt geht es ihm wieder gut weil er keine Schmerzen mehr hat.

Lg. Julie

Räubertochter
08.06.2007, 19:17
Liebe Claudia:hug:,

auch ich habe natürlich geheult als ich ebenfalls erst heute deine Zeilen las.

Ich weiß genau, wie es dir geht, ich mußte vor fast 3 Jahren meinen ersten Hund über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Er war zwar schon 15 1/2, aber ich hatte immer gedacht, "Mein Bogey wird doch mindestens 30!":love:

Gott sei Dank hatte ich zu dieser Zeit bereits einen Zweithund, der mir den Abschied unheimlich erleichterte. Am allgemeinen TAgesablauf änderte sich ja nicht viel. Es war immer noch eine feuchte Nase da, die mich morgens weckte, immernoch jemand, der spazieren gehen wollte, jemand, den du knuddeln konntest etc. All das war ja GsD noch da, deshalb war Paco mir wirklich eine Riesenhilfe, obwohl er selber wie blöde unter dem Verlust des Opis litt.
Ich vermisse meinen Oldie natürlich immer noch und mir kommen die Tränen wenn ich an ihn denke oder mir Fotos von ihm ansehe, obwohl ich mittlerweile 3 Hunde habe, aber er war eben einzigartig.
Ich habe auch immer gedacht, so einen Hund kriegst du nie wieder, aber die anderen sind auf ihre Art eben auch etwas ganz besonderes.

Solltest du also nicht abgeneigt sein, dir ohnehin wieder eine Fellnase ins Haus zu holen, dann am Besten sofort. So wie Petra auch berichtete, läßt dir ein "neuer Hund" garkeine Zeit zum Trauern und gibt dir die nötige Ablenkung.

Denk mal drüber nach...

Auf jeden Fall weiß ich, dass wir eines Tages unsere verstorbenen vierbeinigen Lieblinge wiedertreffen und alle gesund sind.

Wünsche dir all die Kraft, die du benötigst um diese schwere Zeit zu überstehen.

Simone :-*

micky80
09.06.2007, 22:06
liebe claudia
ich kann dir auch nur mein beileid aussprechen. fühl dich mal gedrückt von mir.

-Als Gott sah,
daß der Weg zu lang,
der Berg zu steil
und das Atmen schwer wurde
legte er den Arm um Tyson und sprach:
"Komm, wir geh´n heim" -

Liebe ist DIE Verbindung, die alle Schranken überwindet.

alles gute, micky

Sternenstaub
11.06.2007, 23:05
Hallo Ihr Lieben,

Tyson ist nun schon 10 Tage tot und das Leben läuft einfach weiter, ob man will oder nicht. Ich denke jeden Tag an mein Baby und hoffe, dass der Kleine da oben nun ein besseres Leben führen kann als zum Schluß hier unten mit seinen Schmerzen. Mir geht jeden Tag der Gedanke durch den Kopf, ob ich nicht noch viel mehr hätte machen sollen, um vielleicht noch sein Leben zu verlängern. Aber hätte man ihn überhaupt noch helfen können ? Und wäre es besser gewesen, wenn er noch mehrere Narkosen und OP´s hätte durchstehen müssen und man dann doch nichts mehr hätte machen können, weil der Tumor schon so viele Metastasen gebildet hat? Die "Dicknase" ist doch schon so oft operiert worden, allein in den letzten 2 Jahren hatte er 2 schwere OP´s gehabt, da er sich äußerst kompliziert das Bein gebrochen hatte und man ihn mit Drähten, Nägeln, Schrauben und Platten wieder zusammengeflickt hat. Und nach einem Jahr musste alles dann auch wieder raus. Ich mache mir selber Vorwürfe, ob ich richtig gehandelt habe, oder ob ich zu schnell reagiert habe und die Entscheidung der Erlösung zu schnell getroffen habe, obwohl ich mir wirklich alles sehr genau überlegt habe. Ich komme einfach nicht damit klar, dass ich die Entscheidung darüber getroffen habe meine "Dicknase" sterben zu lassen. Tyson war und ist mir so wichtig, er war mein Lebensmittelpunkt ...... und nun gibt es ihn nicht mehr.....nur noch Erinnerungen. Er fehlt mir so sehr. Meine Schwester ist heute nicht mal ins Haus gekommen, sondern wir sind spazieren gegangen, weil sie es nicht ertragen hätte, wenn sie das leere Körbchen gesehen hätte und keine "Dicknase" mehr da ist, die zur Begrüßung angerannt kommt. Unsere engsten Freunde versuchen auch ein Besuch bei uns zu vermeiden und laden uns lieber zu sich ein, damit sie die Leere nicht sehen und fühlen müssen. Alle flüchten vor der direkten Konfrontation mit Tysons Tod und ich bin mitten drin und komme aus der ganzen Sache nicht raus. Ich habe ihn doch so geliebt und jetzt ist er nicht mehr da........ er ist jetzt nur noch ein Erdhügel im Garten auf dem Kerzen brennen. Nichts, nur Leere........
Ich erinnere mich auch an die schönen Sachen, die wir gemeinsam erlebt haben, aber das tut so weh.

Claudia

Labrador Sammy
12.06.2007, 03:18
Ich bin mir sicher das Du alles richtig gemacht hast!!! Wir haben unsere Susi auch an Krebs verloren, im Alter von 17 Jahren, im Januar 2006. Für uns war da eine Welt zusammengebrochen und wie wohl alle haben auch wir gesagt nie wieder kommt uns ein Tier ins Haus. Wir denken heute noch täglich an unseren kleinen Sonnenschein und sind Froh darüber das wir unsere kleine von den Schmerzen erlösen konnten, was bei meinem Vater leider nicht ging. Als mein Vater mit Krebs im sterben lag und sich Tagelang quälen mußte, habe ich so oft gesagt zu den Ärzten, ob man ihn nicht erlösen kann.
Vielleicht war der Tod von meinem Vater der Grund, dass wir unsere Meinung wieder geändert haben und wir aus dem Tierschutz unseren Sammy geholt haben. Nur jetzt wo wir Sammy schon ein Paar Wochen haben, sind wir uns sicher das wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Sammy kann uns die Susi zwar nicht ersetzten, aber er macht uns genauso viel Freude wie unser Sonnenschein.
Fühle Dich von uns gedrückt :hug:
Liebe Grüße
Klara und Andreas

Sternenstaub
16.06.2007, 15:11
Die "Dicknase" ist nun schon seit 2 Wochen Tod. Vorgestern hat es zum ersten Mal geregnet und ich habe mir vorgestellt, dass der Kleine jetzt unten in der Erde das erste Mal nass wird und dass wo er Regen doch so gehasst hat. Er ist nur unter gutem Zureden raus gegangen, wenn es geregnet hat und hat meist auch nur schnell sein GEschäft gemacht und wollte dann ganz schnell wieder nach Hause. Bei "Wasser von unten" (schwimmen gehen) war das ganz anders, da musste man ihn schon zurückhalten, damit man nicht selbst mit reingerissen wird, wenn man ihn an der Leine hatte. :o) Eine schöne Erinnerung!
Gestern war ich die erste Nacht ganz allein zu Hause, weil mein Freund unterwegs war. Es war ganz schrecklich. Sonst konnte ich immer mit Tyson knuddeln, wenn ich draußen irgendwelche komischen GEräusche gehört habe und wusste, dass mir nichts passieren kann, da ich den Dicken ja an meiner Seite hatte, aber gestern war es so leer und einsam. Er fehlt mir soooooooooooooooo sehr. Er ist erst seit 2 Wochen nicht mehr bei mir.....und wenn ich mir vorstelle, dass ich den Rest meines Lebens ohne ihn verbringen muss, ist das unerträglich.

Claudia

Muensti
16.06.2007, 17:49
Hallo Claudia, ich kann dich so gut verstehen. 2001 habe ich meine Mutter nach einem Krebsleiden verloren. Anfang 2003 musste ich meinen über alles geliebten Porter gehen lassen. Er war gerade erst einmal fünf Jahre alt geworden. Nach dem Tod meiner Mutter bekam er epileptische Anfälle erst in großen Abständen, dann kleiner, dann alle sieben Wochen. Seine letzte Nacht war so grausam, denn er kam aus den Anfällen nicht mehr raus. Die ganze Nacht war ich bei ihm. Morgens um vier Uhr kam meine Tierärztin in meinen Armen hat er die für ihn erlösende Spritze bekommen und durfte einschlafen. Für mich brach eine Welt zusammen. Mein "Dicker". Mein Kindersatz, mein Freund der mit mir durch meine Scheidungszeit gegangen ist, der Freund der bei uns war als unsere Mutter gegangen ist. Ich glaube der Schmerz war so furchtbar, das man ihn nicht beschreiben kann. Ich habe geschworen nie mehr einen Hund, deinen Porter kann keiner ersetzen. Auch wir haben unseren Dicken an seinem Lieblingsplatz vergraben und er ist immer in unserer Nähe. An seinem Todestag sagte mein Vater, ohne Hund ohne Freund, das halte ich nicht aus. Du bist den ganzen Tag arbeiten und ich alleine hier im großen Haus. So kam es, das wir anfingen nach einem neuen Freund zu suchen. Klar, am Ende stellte sich raus, es musste wieder ein Münsti sein. Irgendwie suchte man etwas ähnliches, wie das was man verloren hatte. Durch einen Riesenzufall haben wir dann unsere beiden Racker gefunden. Ihre Mama ist die Schwester von unserem Dicken (wussten wir aber vorher nicht!).
Mit 12 Wochen haben wir sie dann geholt und auf einmal war wieder Sonne in unserem Leben. Ich habe diese Entscheidung nie bereut und ich weis wie sehr Porter sich gefreut hat. Wir haben ihn niemals vergessen und noch heute steht sein Bild auf dem Nachttisch. Überleg es dir einmal. Es ist kein Verrat an Deinem Liebling, wenn Du Dein Herz für einen neuen vierbeinigen Freund öffnest. Du wirst ihn immer im Herzen behalten. Dein "neuer" Kamerad und Du ihr werdet eine neue Freundschaft oder hoffentlich auch Liebe eingehen.
Überleg nicht zu lange, am Anfang nimmt es nicht den Schmerz aber zu zweit lässt sich leichter trauern und dein neuer Freund oder Freundin wird dich mit Sicherheit bald auch wieder zum lachen bringen.
Der Beginn einer neuen Freundschaft ......
Ganz liebe Grüße Heike

Sternenstaub
22.06.2007, 18:49
Liebe Heike,

vielen Dank für deine tröstenden Worte. Es zerreißt einem wirklich das Herz, wenn man seine geliebte Fellnase leiden sieht, aber schön, dass ihr jetzt wieder zwei neue Fellnasen habt, die eurem ersten Münsti ähnlich sind.

Heute ist es 3 Wochen her....... es ist für mich immer noch nicht möglich allein zu Hause zu bleiben. Wenn mein Freund nicht da ist, versuche ich auch nicht allein im Haus zu sein und wenn ich nur blöd durch die GEgend fahre oder einfach durch die Stadt laufe nur um die Einsamkeit und den Verlust nicht so zu spüren. Der Tag heute ist wieder sehr schlimm - ich könnte nur heulen und fühle mich total ausgebrannt. Ich habe den Dicken nun schon seit 3 Wochen nicht mehr knuddeln, riechen, spüren können. es ist furchtbar!!!! ich vermisse ihn so dolle..........

Liebe Grüße
Claudia

Spatz1998
24.06.2007, 10:55
Liebe Claudia,

so, nun sind die Tränen trocken - Mensch, geht mir das nah, was Dir mit Deiner Fellnase passiert ist! Nun, denn, das hilft Dir nicht durch diese schwere Zeit, ich möchte Dir nur sagen: Du bist nicht allein! Wir wissen alle, dass einmal der Zeitpunkt kommen wird, wo wir loslassen sollen, damit leben lernen, dass der geliebte Wauzi nicht mehr da ist ... aber das verdrängen wir doch, die schöne Zeit mit ihnen fühlt sich einfach endlos an. Kann doch nicht sein, dass sie nicht mehr da sind! Keine Schmuddelpfoten mehr auf dem Laminat, kein mehr Nass bis auf die Haut werden bei einem Regenspaziergang, keiner läuft Dir mehr vor die Füße und steht immer genau da, wo er gerade gar nicht sein sollte - beim Wohnungsputz ne ganz tolle Nummer! ;-) Wie oft lache ich dann bei Letzterem über den Benny, lache mit ihm, freu mich, wie er mich anschaut: Treu und klug! So nach dem Motto: Putzen ist doch gar nicht wichtig, geh mit mir raus, spiel mit mir! Recht hat er! Du hast bestimmt eine tolle Zeit mit Tyson gehabt, vielleicht tröstet es Dich, daran zu denken, sich daran zu erinnern. So wie ich meinen Hund kenne, würde er - wenn er Dich jetzt erlebt - auf Dich zu kommen, wedeln, Deine Hand lecken, Dich auf Hundeart umarmen und Dich mehr trösten, als jeder Mensch es vermag. Also: Benny ist bei Dir! Das möchte ich Dir gern zum virtuellen Geschenk machen, damit es Dir etwas besser geht. Und irgendwo da draussen ist ein Hundeleben, dass auf Dich wartet, gespannt, neugierig, ungeduldig- wann kommt sie denn endlich?! Um genau dieses Hundeleben mit Dir zu teilen, in Freundschaft, Treue und mit all seinen schönen Momenten, wie man sie eben nur gemeinsam haben kann. Siehst Du, wie die Rute wedelt, wenn Du auf sie/ihn zugehst? Siehst Du, wie er/sie sich auf Dich und das Leben mit Dir freut? Tyson ist Tyson und wird es immer in Deinem Herzen bleiben. Aber er wird nicht wollen, dass sein Körbchen leer bleibt und Du traurig bist. Vielleicht denkst/fühlst Du drüber nach, wenn es Dir wieder etwas besser geht. Vor vier Jahren ist der Hund meiner Eltern an Leberkrebs gestorben, bzw. er wurde genau wie Tyson daheim im Garten nach Ballspiel und Knuddelorgie eingeschläfert, seitdem liegt er unter dem Nussbaumin in seinem Grab, was liebevoll gepflegt wird. Es tut ihnen nicht gut, dass sie keinen anderen Hund in ihr Leben lassen... glaub ich. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte nicht dagegen leben, sondern die Tiere genau in dieses Herz lassen. Ich wünsch Dir Kraft, alles Gute und ein dicken Schlabber vom Benny kommt obendrauf dazu! Und der ist auch schon zehn... Spatz