PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieder mal das Anbellen anderer Hunde...



Sheyla
16.05.2007, 17:16
Hallo liebe Fories,

ich weiß das es dieses Thema hier schon oft gibt, jedoch ist bei allen das Verhaltensmuster irgendwie unterschiedlich, so nun auch bei uns.

Seit fast 4 Wochen haben wir nun wieder einen Schäferhund, er ist ein Jahr alt und ein echter Schatz kommt aus sehr guter Haltung und ist auch sehr fit.
Er hat aber in seinem bisherigen Leben noch keine großen Regeln gekannt (nichts vom Tisch klauen, Sitz, Platz etc. ) aber er lernt ziemlich schnell.
Letzten Samstag waren wir mit ihm dann auch in der Hundeschule und nun haben wir die Hausaufgabe für die nächsten zwei Wochen Sitz und Bleib zu üben.....das klappt auch schon sehr gut....:)

Doch ein Problem gibt es: Wenn er an der Leine ist und ein anderer Hund kommt vorbei stellt er die Nackenhaare und bellt dann wie verrückt.
In den ersten 4 Tagen war das nur bei kleinen Hunden so, mittlerweile macht er es auch bei großen. Sobald man die Hunde dann von der Leine läßt ist alles gut. Das Problem ist das hier bei uns mindestens 85 % der Hunde so richtig Mini sind..und es also auch an Spielkamaraden mangelt.
Ich habe anfangs versucht das zu ignorieren und bin einfach weiter gelaufen..was sich dann aber schwierig gestaltet hat da er nicht aufgehört hat..auch nicht als die Hunde schon lang außer Sicht waren. In den letzten Tagen hab ich dann richtig geschimpft weil er so ein Theater gemacht hat das ich schon Schwierigkeiten hatte ihn zu halten. Da hat er sich hingesetzt und aufgehört. Die Frage ist: Ist das mit dem Schimpfen richtig? In der Hundeschule machen wir erstmal Grundübungen und kommen später zu solchen Sachen, aber ich werde unseren Trainer auf jedne Fall das nächste Mal darum bitten das vorzuziehen.
Unser erster Schäferhund hat das auch so gemacht, und alle Schäfis die hier noch sind auch. Aber ich kann mir echt nicht vorstellen das es an der Rasse liegt.
Was meint ihr??

Grüße Sheyla

Ellwood
16.05.2007, 20:16
Ich denke schimpfen und Sitz oder Platz machen lassen ist O.K. Wie soll er sonst lernen das Bellen sein zu lassen? Wie gehst Du denn so auf die anderen Leute bzw. Hunde zu? Machst Du schon die Leine kürzer oder wirst nervös? Meistens überträgt man seine Angst das was passieren könnte auf den Hund. Den Fehler habe ich auch mal gemacht. Ansonsten würde ich es mit dem Kommando "Ruhe" und Schnauzengriff versuchen. Dann ordentlich loben wenn er ruhig ist. Gruss Ellwood

rocky1
16.05.2007, 20:25
Hallo Kerstin!

Schön, was von Dir zu lesen! :cu:
Ist das neben Deinem Namen schon Udin?

Kannst Du ihn vielleicht irgendwie ablenken wenn andere Hunde in Sicht kommen, mit denen er nicht frei spielen kann? Wie ist es mittlerweile mit Leckerlie? Z.B. Käse oder Fleischwurst zieht meist gut. Anfangs würd ich das ruhig einsetzen, um die Aufmerksamkeit von Udin direkt auf Dich zu lenken.

Wie Ellwood schon schrieb, könnte es ja auch sein, dass Du von vornherein angespannt bist, weil Du weißt, was gleich kommt. Das merkt der Hund ja sofort.

Sheyla
16.05.2007, 23:13
Hallo Anne :cu:
hoffe Euch gehts auch gut!! Hab noch 4 Tage dann gehts los mit den Prüfungen....:rolleyes: Ja das auf dem Bild ist mein Udin....:love:


Zur Ablenkung: Funktioniert bei Udin weder mit Leckerlis, noch mit Wurst, Käse oder Spielzeug......
Und das mit der Ansspannung hatte ich mir auch schon überlegt, aber ich habe ihn ja eigentlich immer locker laufen lassen und auch beim Kontakt mit anderen Hunden immer darauf geachtet das ich nicht die Leine spanne oder anders anfasse, es ging ja einfach so von heute auf Morgen los damit. Wobei es jetzt schon so ist das ich sehr auf die Umgebung achte um gewappnet zu sein falls er losprescht...denn wenn ich nicht darauf gefasst bin würde ich buchstäblich hinterher fliegen........:D
Sicher spürt er das auch.....weiß aber nicht wie ich darauf verzichten kann...

@Ellwood : Gelobt hab ich ihn auch ganz doll als er aufs schimpfen hin dann ruhig war....er hat dann auch nicht mehr angefangen. Ich hoffe sehr das er das verknüpfen kann.....

Liebe Grüße

bissiger Hund
17.05.2007, 02:20
Was ist das denn für eine Hundeschule wo ordentliches Gehen nach den Kommandos gelehrt werden?
Aber zum Problem:
Bevor du alles andere übst, solltest du deinem Hund beibringen, daß du derjenige bist der den Weg bestimmt und daß du es nicht dultest, daß der Hund irgend jemand anbellt den Du nicht willst.
Jedes auf den Hund bei seinem Tun eingehen ist eine Bestätigung für den Hund, egal ob schimpfen, beruhigen oder sonstwas. Du mußt dem Hund sein Tun unterbinden ohne ihm eine Bestätigung zu geben und er eine eindeutige Verknüpfung zu seinem Tun herstellen kann.
Geh mit deinem Hund in eine Situation, und geh ganz normal mit dem Hund an der Leine in Richtung des anderen Hundes. Solange der Hund ruhig ist, gehst du ganz normal, evtl. ein leichtes Lob. Sobald der Hund Anstalten macht den anderen Hund anzugehen, wirfst du ihm irgend was schepperndes vor die Füße und gehst als ob nichts wäre einfach weiter. Jeder Versuch wird so unterbunden - ruhig bleiben wird belohnt. Heb auch nichts auf, einfach weiter gehn, den Hund nicht beachten.

Wenn diese Hürde geschafft ist, dann kannst du mit dem anderen Zeug anfangen (Kommando sitz, Platz, Fuß usw.).

Gruß vom bisschen Hund

Juni
17.05.2007, 12:42
Hallo,

@bissiger Hund: Ich möchte in diesem Fall nicht der Besitzer des entgegenkommenden Hundes sein, wenn unmittelbar in dessen Nähe ein lauter Schreckreiz eingesetzt wird. Das ist eine prima Methode, einem bislang durchaus entspannten Hund beizubringen, zukünftig beim Anblick entgegenkommender Hunde auf Habachtstellung zu gehen.

@Sheyla: Die grundsätzliche Idee von bissiger Hund halte ich für durchaus sinnvoll: So wenig Beachtung wie möglich für den Hund. Für mich bietet ein Halti in diesem Fall die besten Chancen. Du hast den Hund im Griff und kannst zügig weitergehen, ohne mit Kommandos und sonstigem Getue auf ihn einwirken zu müssen.

Schöne Grüße,
Juni

Sheyla
17.05.2007, 17:57
Hallo,

also das mit einem scheppernden Gegenstand hinzubekommen stelle ich mir irgendwie nicht sehr effektiv vor. :?:

Aber vielleicht klappts ja doch mit nicht beachten von diesem Verhalten, wobei ich dasja anfangs auch versucht habe. Er bellt ja schon wenn er einen Hund nur RIECHT, es ist weit und breit nichts zu sehen..und 4 Minuten später taucht dann mal ein Hund auf. Manchmal geht das bellen dann auch in Jaulen und Fiepsen über.....hört sich dann richtig kläglich an, da habe ich mich auch schon gefragt was das zu bedeuten hat.....:confused:

Juni, das mit dem Halti ist eine gute Idee, werde eins besorgen und es damit versuchen. Danke.

Grüße

bissiger Hund
17.05.2007, 19:56
Hallo,

also das mit einem scheppernden Gegenstand hinzubekommen stelle ich mir irgendwie nicht sehr effektiv vor. :?:


Juni, das mit dem Halti ist eine gute Idee, werde eins besorgen und es damit versuchen. Danke.

GrüßeKlar, das Halti; das Allerweltshilfmittel. Nehmt doch gleich den Teletakter - geht schneller und quält genauso.

Aber das effektivste, und gewaltfreieste ablehnen.


meint das bisschen Hund

Juni
17.05.2007, 20:00
Hallo bissiger Hund,

was bitteschön ist an einem Halti "Gewalt"?

Schöne Grüße,
Juni

rocky1
17.05.2007, 20:02
Hallo Kerstin!

Ich denke auch, dass Du das Halti lieber erstmal nicht nehmen solltest, sondern erst andere Sachen ausprobieren. Gibt's denn irgendetwas, auf das Udin total abfährt? Er muss doch irgendetwas mögen. Oder mag er z.B. Apportieren? Dann könntest Du ihn etwas tragen lassen, solange "die Luft nicht rein ist".
Ich frage mich aber auch, wo eigentlich die Ursache dieses Problems liegen könnte. Komme aber nicht auf richtig gute Ideen. Ist er aggressiv und möchte deshalb hin oder bellt, oder würde er am liebsten spielen mit dem anderen Hund? :?:

@ bissiger Hund: Sehr produktiv, ganz toll!

Sheyla
17.05.2007, 20:32
Hi Anne,

das ist ja das Problem, man kriegt ihn mit nichts...er ist praktisch unbestechlich..Leckerlis spuckt er draußen wieder aus oder nimmt sie erst gar nicht. Er steht zwar schon auf sein Spielzeug, aber Apportieren??
Solltest das mal sehen, wenn das Spiel vorbei ist läßt er es achtlos liegen. Ich darf es dann nach Hause tragen :D

Frage mich auch was die Ursache ist, denn das Gefiepse ist dann null aggressiv. Ich habe den Verdacht das er gerade in einer Phase ist in der er austestet, und zwar alles und jeden. Am Anfang war er noch nicht so sicher, alles war neu....unbekannt. Jetzt fühlt er sich sicher und schaut mal was so geht. Z.b. probiert er zur Zeit immer mal wieder einen anzuspringen, Schuhe zu klauen, auf´s Sofa zu klettern (natürlich ohne Geräusche :p also kann ich es ja nicht merken...denkt er ) Ich ignoriere ihn grundsätzlich erst mal wenn ich nach Hause komme, also bei mir macht er es nicht mehr dieses Anspringen und um mich rum rennen. Aber weißt ja wie das ist, anderen kannst das 100x sagen, die denken nur: Oh, der Hund freut sich doch so.....und lächeln über meine Auffassung das das nur "Rudelkontrolle" von ihm ist. Jetzt muß er eben auf seinem Platz bleiben wenn jemand kommt.

Er ist eben schon ein Jahr alt, das ist sowieso das Alter in dem sie die Grenzen testen, und er hatte bisher ja so gut wie keine, da er ja nicht im Haus war. Ich sehe darin auch kein Problem, nur das mit dem Anbellen gefällt mir gar nicht, denn es ist z.Z. nicht möglich mit ihm entspannt spazieren zu gehen, das ist ja weder für ihn noch für mich schön. Rufe Morgen unseren Trainer an, kann da nicht noch zwei Wochen damit warten, in dieser Zeit festigt sich das doch noch mehr wenn ich nicht richtig weiß wie ich dem entgegenwirken kann.

Liebe Grüße :bl:

bissiger Hund
18.05.2007, 00:00
@ bissiger Hund: Sehr produktiv, ganz toll!Und DU bist perfekt? Schön für dich.

Nur daß mein Vorschlag eben funktioniert......

rocky1
18.05.2007, 18:22
Ne, bin ich nicht.
Aber ich versuche zu helfen und die Ideen anderer Fories nicht mit unqualifizierten Kommentaren abzuwerten. Jeder macht sich hier so seine Gedanken zu dem Thema und versucht, zu helfen.
Und wenn dann jemand trotz anderer Ideen das Halti vorschlägt, ist das ein Tipp wie jeder andere hier.
Da braucht man nicht gleich zu pauschalisieren und den Vorschlag für unbrauchbar zu halten. Und dann in dem Tonfall. Sachlich wäre da schon besser und hilfreicher. Z.B. warum Du das Halti hier ablehnst.

Heike 10
18.05.2007, 18:55
Hallo Anne,

mach Dir nix draus. Sachlich argumentieren und Denken ist Glücksache und nicht jeder hat Glück. Man findet es hier doch immer wieder.

zipfelhut
18.05.2007, 22:01
Huhu!
Auch ich rate von Schreckreizen bei solch einem Verhalten ab, zu groß ist die Gefahr, daß der Hund einen bleibenden Geräuscheschreck erhält. Dann noch die Gefahr des schlechten Timings...
Ich empfehle ebenfalls die Arbeit mit dem Kopfhalfter, da es bei richtiger Anwendung ohne Nebenwirkungen ist; ein Halfter repräsentiert ja keine "Methode" bzw. ein Konzept sondern ist nicht weniger und nicht mehr als ein Hebel, der den Menschen befähigt, den Hund besser führen zu können.
Ich sehe dabei halt nur das Problem der Gewöhnung; im allgemeinen dauert es eine kleine Zeit, bis der Hund sein Halfter ohne Gegenwehr tragen mag.
Es ist also nicht sofort einsetzbar...aber dafür ein sehr zuverlässiges Hilfsmittel weil man damit die Blickrichtung des Hundes steuern kann.
Ist die Hürde der Gewöhnung genommen, sollte nach dem "Zündholzprinzip" vorgegangen werden: Man unterbindet das Fehlverhalten des Hundes beim "Erglimmen", also dann, wenn er sich bereit macht, wenn er fixiert, darüber nachdenkt zu bellen, -bellt er schon, ist es eigentlich zu spät zum Korrigieren, weil es bereits "brennt". Dazu soll der Abstand zum anderen Hund so groß sein, daß der Impuls loszubellen noch erkannt und vom Menschen gemanagt werden kann. Es soll flüssig und ohne Unterbrechung gegangen werden, der Hund auf der dem anderen Hund abgewandten Seite geführt werden.
Die Korrektur soll dabei durch einen dosierten (!) Ruck erfolgen, er soll dem Hund verdeutlichen, daß sein Verhalten inakzaptabel ist, ihn aber nicht anheizen. Im Idealfall schaut der Hund nach dem Ruck verblüfft nach oben zum Menschen - und dann bekommt er ein tüchtiges Lob und eine besondere Leckerei. Vorsicht- nach dem Lob könnte der Hund durchaus sofort wieder bellen wollen, so daß der Mensch, also Du, wie eine Maschine arbeiten muß: Fixieren-Ruck und Nein, Hochgucken-Dickes Lob und Belohnung. Besteht absolut keine Aussicht, daß der Hund nach der Korrektur nach oben guckt, sollte der Abstand zu dem anderen Hund beim nächsten Mal noch größer gewählt werden.
Wichtig ist dabei noch, zu beachten, daß nicht etwa der Versuchung nachgegeben wird, den Hund mit der Leckerei aktiv vom entgegenkommenden Hund abzulenken, denn so lernt er nicht, daß das Losbellen unerwünscht ist.
Das war mein Senf-viel Erfolg:D
Franzi

Juni
18.05.2007, 22:56
Hallo Franzi,


Ich sehe dabei halt nur das Problem der Gewöhnung...
Das ist ein Problem, das ich grundsätzlich nicht verstehe. Ich höre häufig von Hundebesitzern, dass ihr Hund mit Halti prima läuft, aber ohne kaum zu führen ist. Wenn ich ein Hilfsmittel habe, das dauerhaft funktioniert - warum kann ich es nicht dauerhaft nützen? Gerade beim Halti, das bei richtigem Gebrauch selbst während der Korrektur deutlich weniger Einwirkungen zeígt als Gezerre an der Leine, verstehe ich nicht, warum man sich diese Sicherheit nicht einfach immer gönnen will. Nachvollziehbar wäre es hingegen bei einem Hilfsmittel wie einem Stachelwürger, der rein über Schmerz funktioniert und auf Dauer zu einer Abstumpfung des Hundes führt - aber beim Halti?

Schöne Grüße,
Juni

zipfelhut
18.05.2007, 23:19
Hallo Juni,
da hast Du mich mißverstanden, ich meine nicht den Abstumpfungseffekt- ich z.B. arbeite durchaus dauerhaft mit dem Halfter, da ich mit meinem Schäfirüden das gleiche Problem habe, der wiegt 45 Kg und da isses mir schon lieb, wenn ich nicht in die Leine springen muß um ihn zu bremsen, sondern ein Signal am Halfter geben kann. :D
Nein, ich meine die Erstgewöhnung des Hundes an das Halfter, also das Duldenlernen, das positive Belegen des Halfters für den Hund bis man das erste Mal mit ihm an der Leine damit arbeiten kann, das dauert erfahrungsgemäß schon mal ein Weilchen...
Hab mich wohl schief ausgedrückt;)
Franzi

Juni
19.05.2007, 14:43
Hallo Franz,

oki, nun hab ichs verstanden :D

Schöne Grüße,
Juni

Shar-Pei
20.05.2007, 13:23
Hi du
Ich kann dein Problem verstehen,denn erstens ist es sehr kräftraubend sich immer in die Leine zu legen und auch nervend wenn er anhaltend bellt.

Glaube das Schäferhunde eh mit die größten Beller sind,was ich nicht negativ meine..... denn es gibt Rassen die eher dazu neigen und welche die fast nie bellen so wie meine Süße.

Ich glaube mal das er dieses Getue macht aus Verunsicherung,denn du hast ja geschrieben das er das nicht aus Aggression macht und ohne Leine nicht so Rüpelmanieren an den Tag legt.

Also mit dem schimpfen wirst du ihn wenn eher in seinem frechen Verhalten bestärken,ignoriere ihn und lob ihn wenn er aufhört.

Hast du schon mal über eine Stunde bei einem privaten Hundetrainer nachgedacht,also einer der zu dir kommt und den Hund und sein Verhalten vor Ort beurteilt.Der kann dir auch sagen wieso er so handelt und ob du vielleicht unbewußt was falsch machst.Ist meistens effektiver als bei den Trainern in den Schulen,wobei ich jetzt nicht sagen will das die Schulen nichts taugen.

Meine Tante hat ihren Rüden in diesem Verhalten mal einfach los gelassen,der Arme war so geschockt das er nu nicht mehr bellt und den Starken makiert.(Soll kein Lösungsvorschlag sein,nur mal ne Überlegung).

Gruß Sabrina mit Shorna

gehopa
24.07.2007, 11:53
Wir haben das selbe Problem mit unserem Schäferrüden (11 Monate).

Durch beobachten kann ich aber sagen dass unser Bruno mit dem gleichen Verhalten (Nackenhaare aufstellen, wie wild losbellen, an der Leine ziehen) doch nur mit seinem Gegenüber spielen will. Er bellt nämlich auch seine besten Kumpels wie wild an, wenn wir dann aber dort sind ist er ruhig und will spielen. Leider will natürlich nicht jeder Hundebesitzer dass du mit deinem "scharfen" Hund zu seinem kommst.

Wir haben auch schon alles versucht aber die besten Leckerli und auch sein Lieblingsspielzeug sind ihm komplett egal.

Was hin und wieder funktioniert, wenn ich rechtzeitig den Gegenüber entdecke, ist ihn Fuß gehen zu lasssen. Er probiert dann zwar noch immer zu bellen und zum anderen Hund zu ziehen, meist aber kürzer und weniger heftig.

Bin auch für alle Tipps dankbar!

Naddl 0405
24.07.2007, 12:17
Hallo,

ich habe eine fast 5 Monate alte Schäferhündin.
:) Sie ist zwar noch nicht in dem Alter Eurer Hunde, jedoch wohnen wir in einem kleinen Ort (Dorf) wo in jedem 2. Haus ein Gartenzaun-Kläffer wohnt. Vom Dackel bis zur Dogge ist da wirklich alles dabei.

Als ich Ronja vor 4 Wochen bekommen habe war Sie grad mal 3,5 Monate alt.
Gleich gegenüber von uns leben 2 Dackel, die den ganzen Tag bellen. Sie sind auch den ganzen Tag im Garten.
Als Ronja zu uns kam war Sie auch noch nicht stubenrein. Also gings alle 1-2 stunden raus. Die Dackel-Kompanie bellte wie verrückt. Immer wenn ich kam.
Ronja hat nie gebellt. Von Anfang an habe Ich Sie immer gelobt, wenn wir an irgendeinem Gartenzaunkläffer vorbei waren.

Mittlerweile ist es so, das Ronja immer mutiger wird und auch versucht mal zurück zu bellen. Dafür bekommt Sie von mir ein scharfes Nein und Sie ist ruhig.
Ich hoffe, das bleibt so. Ich werde konsequent bleiben.
es gibt nichts schöneres als einen entspannten spaziergang zu machen und zu beobachten, wie andere Hundebesitzer in der Leine hängen, während Ronja locker am Fuß läuft und nicht zurück bellt.

Ich kannte das von meinem 1. Schäferhund gar nicht. Sie war auch jedem fremden Hund gegenüber immer böse.
Was aber sicher helfen wird ist die Hundeschule. Eine Bekannte von mir hat dort Ihren Hund "Heilen" :D können...

Wenn ich den Schäferhund meiner Mutter anschaue, der ist mittlerweile fast 10 Jahre alt und er macht das schon immer. Ist halt auch nie etwas dagegen unternommen worden.

Ich wünsche Dir, das Ihr beiden das Problem in den Griff bekommt!

Deargi
24.07.2007, 12:33
Hallo Gehopa,
wenn du den Grund für das Verhalten deines Rüden kennst, hast du doch auch schon die Lösung des Problems.
Du machst einfach das Gegenteil, von dem was dein Hundi möchte. Hundi sieht einen potentiellen Spielgefährten und freut sich so sehr auf das folgende Spiel, dass er seinem Übermut durch bellen Luft machen muss. Bisher hatte er wohl auch Erfolg in seinem Verhalten, zumindest keinen Misserfolg.
Für den Misserfolg sorgst du jetzt. Du musst einfach: "Hund bellt und zerrt -> Hund kommt ans Ziel" in "Hund läuft ordentlich und ruhig an der Leine -> Hund kommt ans Ziel" umgestalten. Sobald auch nur ein Ansatz des unerwünschten Verhaltens erkennbar ist, wechselst du die Richtung. Hat er sich beruhig und schaut dich vielleicht sogar an, kannst du ihn loben und ein Leckerchen geben. Dann kannst du die Richtung wieder in Richtung anderer Hund wechseln.
Am Anfang ist der Hund vielleicht etwas verwirrt, bis er versteht was du von ihm möchtest, deshalb ist es ratsam, das nach dem Richtungswechsel die Aufmerksamkeit auf dich gerichtet wird, erst in ablenkungsarmer Umgebung zu trainieren, z.b. im Garten.

Viel Erfolg
Deargi

gehopa
24.07.2007, 14:05
Hallo Deargi,

Danke für deinen Vorschlag!
Eigentlich mach ich das jedoch fast immer. Vielleicht jedoch zu wenig konsequent. Ich lasse ihn fast nie zu fremden Hunden - wegen der ängstlichen Besitzer. Bis jetzt bin ich eigentlich soweit möglich normal weiter gegangen, ich muß aber zugeben dass ich meistens mit ihm geschimpft habe.
Ich werde jedoch auf alle Fälle deinen Rat in Zukunft befolgen.

P.S.: Wir haben das selbe Problem beim Autofahren - ausser er sitzt in seiner Box, auf die wir jedoch bei der kurzen Fahrt in die Hundeschule verzichten (dann ist er im gesicherten Kofferraum, kann aber hinausschauen).
Und im Auto kommt er eigentlich nie an "sein" Ziel - zum anderen Hund!

Deargi
24.07.2007, 14:51
Hallo Gehopa,

bei Inkonsequenz verstärkt sich das Verhalten natürlich noch (Glücksspiel!) und du wirst eine ganze Menge Arbeit vor dir haben. Vielleicht machst du dir einen Übungsplan. Viel Hundekontakt wäre in deiner Situation sicher hilfreich, deshalb würde ich dir eine Hundeschule oder einen Hundeplatz ans Herz legen. Schimpfen ist natülich kontraproduktiv, nicht für deinen Hund wie es eigentlich sein sollte, sondern für dich und die Erziehung deines Hundes. Dieser fühlt sich durch dein "mitbellen" u.U. sogar in seinem Verhalten bestärkt und dieses festigt sich dann natürlich.
Zum Thema Hund kommt an sein Zeil: nicht immer ist das Ziel des Hundes die Ursachen, bedenke, dass auch das Verhalten selbst das Ziel sein kann, weil es dem Hund einfach Spaß macht. Manche Hunde haben eine irsinnige Freude drann Fahrradfahrer am Gartenzaun zu erschrecken. Diesen Spaß musst ihm einfach vermiesen. Manchmal ist ein Ersatzverhalten wesentlich leichter aufzubauen, als ein Nichtverhalten. Bei Nichtverhalten besteht immer die Gefahr einer Fehlverknüpfung. Deshalb soll dich dein Hund ja auch anschauen.
Um was zu deinem Autofahrproblem sagen zu können, bräuchte ich allerding ein paar mehr Infos zu deinem und ihrem Verhalten, als das eigentliche Endergebnis...

LG
Deargi

gehopa
25.07.2007, 12:14
Deargi,

Danke für deine Tipps! Ich werd sofort damit beginnen sie anzuwenden!

Danke für eure Hilfe!
Gerhard

Deargi
27.07.2007, 10:58
Hallo Gehopa,
hat sich das Autofahrproblem etwa in Luft aufgelöst? Wünshenswert wäre die ja, aber eher unwahrscheinlich...

LG Deargi

gehopa
27.07.2007, 11:46
Hallo Deargi,

natürlich hat es sich nicht in Luft aufgelöst. Sorry, hab komplett darauf vergessen dir unser Problem genauer zu schildern.

Ist eigentlich ganz einfach: Wenn Bruno im Kofferraum sitzt und bei den Fenstern hinausschaut und einen anderen Hund, oder etwas das aus Entfernung so ähnlich aussieht (Einkaufsackerl) sieht, fangt er wie wild an zu bellen.
Er beruhigt sich auch immer erst viel später wieder, wenn er den vermeintlichen Hund schon lange nicht mehr sieht.

Meistens sehen wir den anderen Hund ja bereits vor ihm und sind somit auf das Bellen gefaßt, aber hin und wieder überascht er uns auch und dann schreckt man sich auch ein wenig.

Im Auto wie im Freien gilt leider auch dass sich Bruno durch nichts (Spielzeug, Leckerli, usw.) ablenken lässt.

Und wenn wir schon dabei sind, ich hätte noch ein Problem:
Wenn Bruno ein Spielzeug oder einen Stecken (die nimmt er immer im Wald) im Maul hat kommt er nicht ganz her wenn wir ihn rufen. Er bleibt immer auf Sicherheitsabstand, damit wir ihm nicht erwischen können. "Beutetausch" funktioniert nur bedingt und eher selten vor allem nicht mit Leckerli sondern auch nur mit Spielzeug oder Stecken. Gibt es eine gute möglichkeit das Herkommen zu trainieren?

Danke für deine Tipps!
Gerhard

Deargi
27.07.2007, 18:18
Hallo Gehard,

das mit dem erschrecken im Auto ist ja natürlich nicht ganz ungefährlich. Der Hund ist nicht etwa völlig verängstigt im Auto oder gar traumatisiert von irgendwelchen Erlebnissen. Vielmehr betrachtet er das Auto gewissermaßen als sein Terretorium und Besitz und meint deswegen, hier Randale machen zu müssen, um seine Vorherrschaft zu beweisen. Dadurch, dass sich da Auto während der Fahrt vortbewegt, verschwinden die "Wiedersacher" ja gewissermaßen und der Hund hat mit seinem Verhalten ein Erfolgserlebnis.

Dein Hund muss lernen, dass das Auto ein Raum ist, wie jeder andere und nicht verteidigt werden braucht, weil du als Rudelführer für die Sicherheit des Rudels sorgst, so dass dein Hund eigentlich ganz entspannt die Fahrt genießen kann.

Du hast grundsätzlich erst einmal zwei Möglichkeiten, dass in den Griff zu bekommen.
1. Du nimmst deinen Hund die Möglichkeit, die anderen Hunde zu sehen. Das könntest du durch eine Transportbox erreichen. Dies wäre auch der sicherste und schnellst Weg, mit entsprechender Gewöhnung natürlich.
2. Du musst es ihm verbieten. Da du das aber alleine nicht kannst, müsste eine zweite Person mitfahren und sich auf dem Rücksitz neben deinen Hund setzen. Das geht wie alles beim Hund am ehesten übers Futter. Du müsstest den Hund immer dann, wenn er gerade mal ruhig ist, im Auto belohnen. Ich würde es wieder mit Clickern machen, wie ich es in den meisten Fällen tue, aber ein verbales Lob inkl. Leckerchen sollte den gleichen Effekt bringen. Gleichzeitig solltest du ihm mit einem NEIN schon allein das Fixieren anderer Hunde untersagen, denn wenn er sich schon einmal reingesteigert hat in sein Bellen, wird er dein Kommando mit Sicherheit überhören.
Da das ganze aber doch einen enormen Aufwand bedeutet, würde ich dir eher zum Boxentraining raten.
Ich hab darüber schon mal einen Ausführlichen Text geschrieben. Suche mal nach "Boxentrainig" dann müsstest du fündig werden. Ansonsten kannst du dich gern wieder hier melden.

Was das Speilzeug wiederhergeben betrifft, stellt sich dein Hund doch ganz schlau an. :D Er weiß genau, wenn er herkommt, muss er das Spielzeug abgeben und bekommt lediglich ein Leckerchen. Er könnte auch verknüpft haben, dass herkommen = Spielzeug abgeben bedeutet. Jetzt müsstest du rausfinden, wo genau das Problem liegt, nur am herkommen oder am Ausgeben. Wenn er problemlos ausgibt, aber nicht herkommt, dann solltest du eine 5-10 m Schleppleine (SL) an deinem Hund befestigen. Ignoriert er dein Kommando, kannst du ihn wie mit einer Angel einholen. Ist er bei dir angekommen, nimmst du ihm sein Spielzeug nicht weg, sondern lobst ihn und spielst vielleicht sogar mit ihm und seinem Spielzeug.
Er denkt warscheinlich, dass das Speil vorbei ist, wenn er mit seinem Spielzeug zu dir kommen musst. Diese Grundeinstellung deines Hundes musst du ändern. Er sollte decken: "Toll, jetzt folgt ein Spiel mit Herrchen!". Diese Grundeinstellung kann man auch mit ein paar Apportierübungen ganz gut aufbauen.
Das sollte eigentlich kein Problem darstellen....
Bei Fragen steh ich dir gern zur Verfügung, viel Spaß und Erfolg!

LG :cu:
Deargi

gehopa
27.07.2007, 19:40
Hallo Deargi,

Hab leider zum Stichwort "Boxentraining" nichts im Forum gefunden. Wenn du damit aber meinst das er sich an eine Box gewöhnen soll und auch gerne hinein gehen soll dann haben wir damit kein Problem. Er mag seine Transportbox so, dass er sogar von Zeit zu Zeit darin schläft (sie steht in seinem Zimmer).

Wir haben aber nur ein kleines Auto und für kurze Autofahrten geben wir die Box meist nicht hinein, da wir das halbe Auto umbauen müssen. Für längere Fahrten ist die Box natürlich unverzichtbar.

Wir werden es aber mit der 2. Person und Leckerli probieren.

Clickertraining klingt sehr interessant, ich werde mich mal ein wenig einlesen und auch in unserer Hundeschule ein paar Infos darüber einhohlen!

Danke das du dir so viel Zeit für meine Probleme nimmst!

mfg
Gerhard

Deargi
27.07.2007, 21:48
Hallo Gehrad,
wir haben auch ein kleines Auto, einen B-Corsa, 3-Türer. Mein Hund ist für seine Rasse auch ziemlich groß geraten, Schulterhöhe 45! cm. Er sollte 40cm haben. Wir haben die Gulliver-Box, Größe 5. Wenn man den Rücksitz um eine Raststufe vorstellt, passt diese in den Kofferraum. Auf den Rücksitzt passt sie ohne Probleme.

Und ja, ich meinte eine Transportbox. Ich mein, man kann theoretisch auch die Fenster zuhängen, haber das ist wirklich nicht die beste Lösung...

LG
Deargi

gehopa
31.07.2007, 11:43
Vielen Dank nocheinmal für deine vielen Tipps!

Ich hoffe ich darf mich auch in Zukunft an dich wenden falls ich irgendwelche Probleme oder Fragen habe!

Danke!
Gerhard

Deargi
31.07.2007, 11:45
Na, klar Gerhard, wenn ich helfen kann, steh ich dir zur Verfügung, wie jedem anderem auch.

LG
Deargi

Sheyla
08.08.2007, 13:25
Hallo ihr lieben,

nochmal danke für all die Ratschläge und Antowrten, vor allem zu lesen das dies ein sehr häufiges Problem ist beruhigt mich auch ein wenig.

Inzwischen sieht es so aus: Als Udin zum ersten Mal in der Hundeschule mit anderen Hun*** zusammenkam war es ein riesen Theater (aber ALLE 4 Hunde haben das veranstaltet) später habne wir sie dann frei springen lassen und wie immer: Alles war wunderbar.
Beim Gassi gehen jedoch noch immer dasselbe Problem, mal mehr mal gar nicht und ich habe beobachtet das es immer darauf ankommt WO ich mit ihm bin. gehe ich mit ihm eine andere Strecke die er noch nicht gut kennt zieht er nicht und bellt auch keine anderen Hunde an. Ganz schlimm ist es jedoch auf dem täglichen Weg und in der Nähe "seiner" Spielwiese....da spielt er dann total verrückt..schon wenn er nur einen anderen Hund riecht.

Dann letzte Woche in der Hundeschule: Mein Hund bellt nicht, stellt nicht die Haare nein. Er versteckt sich hinter mir, meidet je*** Blickkontakt mit *** anderen Hun*** (speziell einer die zwei mögen sich gar nicht an der Leine) und als wir sie springen lassen spielt er nicht mit ihnen sondern spaziert ganz alleine rum und schnüffelt, wobei er die anderen Hunde immer mal ansieht um zu schauen was sie machen, aber einfach nicht hin geht.

Unser Trainer meinte durch dieses Verhalten sei jetzt klar das es beim Gassi gehen mehr Unsicherheit ist, daran muss man jetzt weiter arbeiten.
Ich bin gespannt und gebe mir die größte Mühe alles richtig zu machen.

Liebe Grüße
Sheyla