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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann brauch mein Pferd Eisen?



Lilli1409
04.05.2007, 08:13
Hallo!

Seit einiger Zeit bin ich stolze Besitzerin eines Isi Mix, er ist 9 Jahre alt.
Er war immer beschlagen, aber zur Zeit nicht.
Er hat schöne harte Hufe und der Tierarzt meinte die seien so in Ordnung.
Aber ich bin mir total unsicher weil viele Leute sagen ich darf nicht mit ihm über geteerte Wege gehen. Leider sind hier sehr viele Feldwege geteert, somit bleibt mir nichts anderes übrig.
Bisweilen hat Jo auch überhaupt keine Probleme und ist nicht fühlig.
Aber ich bin total verunsichert.
Soll ich ihm Eisen machen lassen oder nicht?
Wie lange darf ein Pferd denn auf einer geteerten Straße gehen? 2-3 Stunden die Woche?
Oder soll ich mal versuchen ob er Hufschuhe toleriert?
Wobei die ja auch sehr teuer sind und schnell kaputt gehen.
Ich wäre wirklich sehr froh wenn mir jemand etwas über seine Erfahrungen sagen kann.
Wie gesagt, die Hufe sind nicht brüchig, wachsen sehr schön nur der Hufstrahl ist nicht so schön ausgebildet (da war wohl vorher jemand im Einsatz der sich nicht damit auskennt).

Vielen Dank schon mal im Vorraus

Lilli1409

Piefke1
04.05.2007, 12:19
moin lilli,

so lange es geht, lass die eisen wech. ich hatte meinen hafi fast immer ohne eisen. wenn die hufe zu stark gelitten hatten bekam er welche, sonst lief er barfuß. er war viel vorm wagen und untern sattel. hatte die hufe regelmäßig eingeölt.

lg
anja

Fritz+Krümel
04.05.2007, 16:31
...viele Leute sagen ich darf nicht mit ihm über geteerte Wege gehen.... 2-3 Stunden die Woche?

Lilli1409

Hallo Lilli!
In meinem Reitverein laufen sehr viele Pferde "barfuß". Wenn wir ausreiten, müssen wir auch 200 m auf einer geteerten Straße reiten.
Ich weiß nur, dass man auf geteerten Straßen mit einem unbeschlagenden Pferd nur Schritt reiten darf.
Also Trab und Galopp fallen definitiv aus.
Hufschuhe würde ich vergessen,... ich halte nicht viel von diesen Dingern. Die Gefahr ist viel zu groß, dass sie scheuern, beim Reiten abgehen oder das Pferd sonst wie behindern.

Falls du nur Schritt auf geteerten Straßen reitest, ist das denke ich mal ok. Du hast ja selber gesagt, dass seine Hufe einwandfrei sind. Am besten du pflegst sie so schön weiter und dann brauchst du ihn auch nicht zwingend beschlagen.

Ich hoffe, ich habe dir weiter geholfen.

Lilli1409
04.05.2007, 23:37
Hallo nochmal!

Ja es bestärkt mich ja schon ein bißchen, dass man ein Pferd doch barfuß laufen lassen kann.
Wobei ich heute gesehen haben das die Hufe etwas abblättern.
Wollte jetzt schon mal Biotin füttern.

Danke für eure Rückmeldungen

Lilli

mighty01
11.05.2007, 20:50
Hallo Lilli1409,

schön, wenn Dein Isi ohne Eisen gehen kann. Das ist natürlich das Gesündeste. Beobachte die Hufe ständig, ob sie sich vielleicht unregelmäßig oder stark abnutzen, oder so wie jetzt ausbrechen. Biotin muss ziemlich hoch dosiert sein, müsste ich jetzt noch mal nachfragen wie hoch das noch gleich war, also ich meine von der Mikrogrammzahl das in dem Pulver enthalten ist, damit es wirkt. Und bis Biotin voll zur Wirkung kommt, muss der Huf erst einnmal (UND DAS DAUERT IN ETWA EIN JAHR!) runterwachsen. Also das ist ok, aber nicht wirklich kurzfristig zu machen und auch sehr kostspielig.
Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Keralit Huffestiger gemacht. Musst Du Dir mal durchlesen bevor Du es auf den Huf bringst aber das war bis jetzt echt das Einzigste, was den Huf binnen einiger Wochen fester gemacht hat.
Am allerbesten ist natürlich ausreichend Bewegung wegen dem Hufmechanismus, eine ausgewogene Ernährung und die richtige Pflege. Wegen den geteerten Strassen: In maßen und im Schritt kann man eigentlich nichts dagegen einwenden. Wenn ihr fast nur solche Wege habt, ist vielleicht mal irgendwann über einen Beschlag nachzudenken, aber wenn alles so bleibt wie es ist....freu Dich!

Das war jetzt wohl etwas viel, aber ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen helfen:)

mighty01

gabi_dudda
14.05.2007, 15:07
Hallo Lilli, ich würde auch das Pferd ohne Eisen lassen. Wenn jetzt ein bisschen was ausbricht, dann ist das sicherlich noch eine Nachwirkung von den Eisen. Die Löcher müssen ja auch erst herauswachsen, das sind natürlich erstmal Schwachstellen. Dass der Strahl nicht so gut entwickelt ist, liegt auch daran, dass er mit Beschlag laufen musste. Dadurch wurde der natürliche Bewegungsablauf verhindert. Normalerweise trägt ja der Strahl mit und wird dadurch durchblutet, was wiederum das Wachstum anregt. Das ist bei Eisen nicht möglich. Wegen der Teerstraßen würde ich mir keine Gedanken machen, lediglich in der Umstellungszeit von Eisen auf Barhuf, bis die Hufe wieder voll Funktionstüchtig sind, wäre eine häufigere Hufbearbeitung von jemandem, der sich mit Barhufen auskennt (spätestens alle 5 Wochen) sehr sinnvoll. Auf Dauer passen sich die Hufe dem Untergrund an.
Ich weiß nicht, wie so die Erfahrungwerte mit Biotin sind, laut Studienergebnissen nützt das Zufüttern von Biotin nichts. Da ist jetzt eher Kieselgur der Renner, das ist auch gleichzeitig für das Fell gut. Das Fetten der Hufe ist auch eher schädlich, weil es die Zufuhr von Feuchtigkeit verhindert.
Viel Freude mit Deinem Pferdchen
Gabi

SuperSonic
14.06.2007, 19:48
Hallöchen liebe Pferdebesitzer,:cu:

habe selbst eine Tinkerstute (16Jahre alt) die bis vor knapp 1 Jahr immer "barhuf" gelaufen ist. Ich habe sie nur deshalb komplett beschlagen lassen, da in unserer Gegend nicht nur Teer- sondern besonders viele Splittwege vorhanden sind. Diese Wege fördern das Ausbrechen der Hufe ja noch am Meisten. Des weitern habe ich mich auch für den Beschlag entschieden, da ich des öfteren mit meiner Süßen auch Springe.:wd:

Von Biotin halte ich persönlich rein gar nichts, habe es selbst für teures Geld ausprobiert und genutzt hat es nur dem, der es verkauft.
Das Problem liegt nämlich darin, das der Körper unserer Pferde bei gesunder Ernährung und einer Funktionstüchtigen Verdauung selbst genügend Biotin herstellt. Zur Unterstützung rate ich eher zu Bierhefe, da sie im Darm die Biotin-Produktion fördert!

Kieselerde habe ich selbst nie ausprobiert, weiss aber von einer guten Bekannten, das es bei ernsthaften Problemen nicht wirklich die Lösung ist.

Nun zuletzt, kann ich nur dazu raten, das Pferdle so lange wie möglich barhuf laufen zu lassen, da es am Natürlichsten ist. Regelmäßige Pflege in Form von Auskratzen, ab und an wässern und hin und wieder mit einem Pflegeöl (z.B. Elborag von der Fa. Biokanol) einschmieren helfen dabei enorm. Ausserdem, wenn du einen anständigen Hufschmied hast, der sich mit dir immer wieder über die Hufe deines Vierbeiners unterhält und berät ist mehr wert als der teuerste Beschlag!:tu:

traber
02.08.2007, 19:17
Hallo,
ich kann mich da Supersonic nur anschließen. HAbe eine Traberstute mit einer Fehlstellung und sie läuft nun schon das zweite Jahr barfuß. Sie muss halt nur schon alle 4 Wochen zum Schmied und die Zehe wird hinten kurz gehalten, damit sie nicht ganz so eindreht. Bis jetzt klappt es prima. LG:-*