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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun gegen jagen?



Tasi2002
04.11.2002, 15:49
HallO!
Meine JAck Russell Dame ist mittlerweile 5 Monate alt. Bei fuß und andere Kommandos klappen schon recht gut ;-)
Aber wenn sie einen Vogel oder einen HAsen sieht, ist sie weg..................
Dann kann ich sie ausschimpfen, wie ich will, wenn sie dem Vogel, HAsen hinterherrennt, sie macht es trotzdem!!!
Was kann ich machen, dass sie damit aufhört?
Soll ich mit einer Schleppleine üben? Wenn ja, WIE GEHT DAS? Ich habe eine 10 meter lange leine zu hause. Reicht diese Länge?
Soll ich jetzt nur noch mit ihr mit der Leine draußen Gassi gehen?
Mir wurde in der Hundeschule gesagt, dass ich sie mit einem Leckerli von dem Vogel, Hasen weglocken soll. Aber das klappt nicht! das andere Tier ist eben zu interessant!
von alleine legt sich der JAgdtrieb doch nicht, oder?
Thx, NAthi und Tasi <--- *wuff*

Superjeile Zick
04.11.2002, 16:33
Hallo Nathi!

Von alleine legt sich der Jagdtrieb natürlich nicht. Schließlich ist auch diese Rasse an Jagdhund. Und der Terrier ist darüber hinaus auch noch besonders Dickköpfig :rolleyes:.

Du kannst hier auf jeden Fall sehr gut mit der Schleppleine trainieren und 10 m reichen hier auch auf jeden Fall aus. Du nimmst das Ende der Schleppleine und lässt Deinen Hundi seinen Interessen nachgehen. Solltest Du jedoch merken, dass er auf die Fährte eines Tieres anspringt oder sogar ein Tier ins Visier genommen hat, dann musst Du innerhalb von 2 Sekunden reagieren. Du gibst ihr einen harten Ruck an der Schleppleine und sagst dabei „NEIN“ (ich hoffe sie kennt den Befehl schon). Danach rufst Du sie direkt mit einem Hier oder Komm zu dir zurück. Ist sie da sofort loben. Kommt sie nicht, dann gibt ihr ruhig einen weiteren Ruck bis sie von der Fährte ablässt.

Am besten ist es sogar noch, wenn sie dann bei dir ist, dass Du noch ihr Lieblingsspielzeug dabei hast und sie mit Dir eine Runde toben darf. Somit wird ihr gezeigt, wenn ich von anderen ablasse und sofort zurück komme, dann ist das toll und Frauchen spielt sogar mit mir ausgelassen. (Leckerlis tun es auch)

Solltest Du Dir bei der Anwendung nicht sicher sein, dann wende Dich auf jeden Fall an eine Hundeschule. Die können Dir den richtigen Umgang zeigen. Hier bekommst Du das genaue Timeing beigebracht.

Dein Hund darf beim Jagen auf jeden Fall niemals „Erfolg“ haben, sonst wirst Du das Problem so schnell nicht wieder los.

Bei Sam (spanischer Straßenhund) ist es leider nicht so einfach gewesen. Er hatte scheinbar in seinem Vorleben schon Erfolg. Bei ihm habe ich es dann, unter Anweisung eines Trainers, mit einem MasterPlus unter Kontrolle gebracht. Mir war es zu link, dass ein 12 kg Hund ein ausgewachsenes Wildschein jagt.

Gruß
Nadine & Sam (der mittlerweile Jagen doof findet)

Jette
06.11.2002, 08:43
Schleppleinentraining!

Also, das mit der Schleppleine ist garnicht so einfach. ich hab damit auch ziemlich lange gearbeitet, mit dem Erfolg, dass meine kleine Schnecke jetzt zwar schon besser kommt (wenigstens ein Erfolg...) aber sie hat das ganz genau raus, wenn ich eben diese Leine nicht dran hab, sie also ohne rumspringt.
Ich hab die Leine immer schleifen gelassen und konnte dann drauftreten uns sie so herholen, wenn sie mal wieder meinte sie müsste weiterbuddeln oder was auch immer. Und wenn sie dann mal ohne Schleppleine war (ich habs dann nach einem halben jahr mal langsam abgebaut) hat sie das ganz genau rausgehabt und ist dann, an besonders "pupertären Tagen" immer wieder abgezischt, so dass ich sie mir nicht schnappen konnte.
Jetzt ist das Luder etwas über ein Jahr und das Schleppleinen Training hab ich aufgehört (kostet zu viel kraft und klappt bei uns nicht so wie bei vielen anderen Hunden). Und wir sind ja auf dem Weg der besserung, auch wenn wir ständig Rückschläge erleben müsse.
Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt!!!
lass dich jetzt nicht abschrecken, versuchs einfach, vielleicht klappts ja bei euch!!
Viel Glück und LG
von Steffi, Ronja & Jette

cheroks
06.11.2002, 10:19
Hallo Nathi,
wenn deine Hündin bereits hinter einen Vogel her ist, ist es zu spät! Spar dir dann lieber jedes Wort, denn dein Schimpfen kann dein Hund auch als Signal für das bilden einer Jagdgemeinschaft ansehen und sie erst richtig anspornen, oder dein Schimpfen löst ein Meideverhalten dir gegenüber aus. Schimpfen hilf da nix! Unerwünschte Verhaltensweisen sollte man lieber ins leere laufen lassen... je mehr Aufmerksamkeit du der Sache schenkst, desto aufregender wird das alles für deinen Hund. Ist sie also auf und davon würde ich meinen Hund kurz laufen lassen, damit sich der aufgestaute Jagdtrieb etwas abbaut und sie dann rufen oder nach ihr pfeifen und weglaufen oder in eine andere Richtung verschwinden.

Du musst das Jagdverhalten im Keim erkennen und unterbinden. Ich würde nicht gleich mit Schleppleine und Rucken usw. beginnen, sondern es erst mal so versuchen.
Lass sie nur so weit von dir weg, wie du sie noch kontrollieren kannst. So bald sie ein anderes Tier fixiert oder darauf Aufmerksam wird, NEIN! Du musst sie ganz genau im Auge haben. Reagiert sie auf das Nein, lass sie z.B. Sitz machen, oder ruf sie freundlich zu dir und lass sie bei Fuß gehen, solange bis sie die Vögel usw. vergessen hat. Wichtig ist, dass du ihr einen Ersatz anbietest, wie z.B. "Signale" (Kommandos) befolgen, Ball spielen, Stock zerren etc.
Ein Verhalten zu untersagen ohne einen Ausgleich anzubieten ist für den Hund natürlich doof, darum würde ich auch nicht gleich die Schleppleine empfehlen, denn die frustriert auch ganz schnell. Lass dir etwas einfallen, vielleicht klappt es bei deiner Hündin auch besser, wenn du nach dem Nein, wie eine Wilde in die andere Richtung losrennst und sie zu einem Wettrennen aufforderst. Probier es mal aus.
Wenn das alles nichts bringt, muss wohl die Schleppleine her.
Ich habe mit meinen Hunden in Wildparks oder an Elbe und Alster geübt, dort wo es überall Krähen, Möwen, Schwäne etc. gibt. Diese Tiere haben Null Respekt vor Hunden oder Menschen und fliehen nicht, wenn ein junger Hund angestürmt kommt, im Gegenteil, Krähen starten oft zum Gegenangriff, ein gutes Mittel um es dem Hund zu verleiden.
LG

Tasi2002
06.11.2002, 14:34
Naja, wenn sie aber einen vogel oder so sieht hält sie kurz und rennt dann sofort los!
Da bringt das sitz nichts, deshalb nehme ich jetzt eine schleppleine, dann kommt sie komischerweise wenn ich sie rufe.(wahrscheinlich weil sie weiß dass sie angeleint ist) sie bekommt dann immer leckerli und wird gestreichelt
wenn ich schnell weggehe interessiert sie das nicht im geringsten! *argh*

Tasi2002
06.11.2002, 14:35
ps auch wenn ich einen schlüsselbund oder eine kette neben sie werfe hält es sie nicht davon ab.

cheroks
06.11.2002, 14:54
Na dann hast du vielleicht aber ein ganz anderes Problem!
Überprüf doch noch mal, wer bei euch das sagen hat. Wieso interessiert es sie nicht, wenn ihr Rudelführer weg läuft? Das sollte sie allerdings interessieren!
LG

volker
06.11.2002, 16:19
Hallo Cheroks,

Was du da schreibst ist nicht ganz korrekt. Jeder der einen JR führt wundert sich über das verselbstständigen der Triebe und die gleichzeitige Ignoranz des Rudelführers.

Die Probleme welche Tasi darlegt haben nichts mit ungehorsam des Hundes zu tun, sondern mit seiner Veranlagung welche wir JR - Besitzer eigentlich ja schätzen und lieben.

Es wäre zu einfach solche Eigenschaften wie eine Lampe ausknipsen zu können.

Die Eigenschaft welche Tasi beschreibt ist typisch für den JR und über viele Generationen verstärkt worden.

Und nun zum Eigentlichen Problem. Der JR ist kein Meutejäger sondern ein eisenharter, unbestechlicher und totesmutiger EINZELJÄGER. Er zeichnet sich durch sein stures und willenstarkes Verhalten aus, wenn der Jagdtrieb aktiviert wird.

Es ist nunmal so, daß wenn er ins Triebverhalten kommt, seine Sicherung mehr oder weniger stark durchbrennt . Es ist nicht einfach einen Not-Stop zu finden, welcher auch tatsächlich funktioniert.

Wenn man einmal gesehen hat mit welcher Härte und mit welchem Willen ein JR einen Keiler stellt und attackiert, kann man sich ausmalen wie schwierig es ist, ihm diesen Trieb abzugewöhnen.


Gruß Volker

cheroks
07.11.2002, 10:21
Hallo Volker,
du hast natürlich Recht, ein JR ist ein Einzeljäger und kein Meutejäger und sicher ist ein JR auch ein anspruchsvoller Hund, was die Erziehung angeht, trotzdem hilft das hinterher schimpfen nichts.

Für mich hat das Verhalten von Tasi eindeutig etwas mit Ungehorsam zu tun und nicht mit Veranlagung. Das wäre wohl auch ein bisschen zu einfach zu sagen, der Hund kann nicht gehorchen, das ist halt Veranlagung. Ich bin Reiterin und kenne daher auch ein paar JR und weitere Jagdhunde, die sowohl im Wald als auch auf dem Hof nicht jagen und gehorsam sind.

Auch bei meinen Hunden gab es keine Knöpfe um Verhaltensweisen wie das Jagen abzustellen, dass hat alles mit sehr viel Einfluss und Arbeit zu tun, aber das hatten wir ja schon mal. Meiner Meinung nach ist jeder Hund mit diesen Trieben ausgestattet, der eine mehr und der andere weniger, aber jeder Trieb lässt sich kontrollieren. Gerade junge Hunde sind dahingehend gut zu beeinflussen. Wie sieht denn dein Tipp aus?
LG Tina

Dagi
07.11.2002, 11:05
Also, ich kann mich da auch ein wenig der Meinung Volkers anschließen. Ich besitze ja nun auch ein auf Selbständigkeit gezüchtetes Exemplar (jetzt 6,5 Monate alt). Eigentlich ist Amy sehr gehorsam. An der Leine sowieso, aber auch, wenn wir im Wald ohne Leine laufen, läuft sie nicht weit vor, guckt immer zurück wo ich bin, oder wenn sie an was schnüffelt guckt sie dann schnell hoch, nimmt die Beine in die Hand, daß sie wieder bei mir ist. Auch wenn ich Sitz- oder Platzbefehl gebe reagiert sie sofort und setzt oder schmeißt sich hin.

AAAABERRRR: Neulich waren wir auf einer sehr großen Wiese, die von lauter Feldern umgeben war. Eine andere Hundebesitzerin sagte, daß es dort MASSEN von Mäusen gäbe. Wir sind weitergegangen (wie ich das eben immer mache, wenn sie mit was intensiv beschäftigt ist und auf Ruf nicht kommt, was allerdings sehr selten ist), und es war nix zu machen. Ich rief: sie guckte hoch, ich zeigte ihr ihren Ball (den sie NUR auf Spaziergängen manchmal bekommt damit er weiterhin interessant bleibt), aber der Kopf verschwand daraufhin gleich wieder in einem Loch. Da hat es sie zum ersten mal NICHT interessiert, daß sie kommen sollte. Wir haben den anderen Hund hingeschickt, daß er sie "ablenken" sollte, dann habe ich gerufen, und dann kam sie auch.
Aber ich war schon ein wenig erschrocken, daß Amy sozusagen die Ohren auf "Durchzug" gestellt hatte. Und ich denke, daß es beim JR nicht anders ist.

Wie Volker schon sagte: da brennt sozusagen eine Sicherung durch.
Klar muß man daran arbeiten, aber es ist eben typisch für diese Rassen, daß sie in solchen Situationen SELBST entscheiden müssen, was nun richtig ist. Der Dackel ist ja eben auch darauf gezüchtet im Dachs- oder Fuchsbau (wo der Mensch ja nunmal nicht mit reinpaßt, also auch nicht entscheiden kann:D ) selbst zu entscheiden. Dafür sind diese Rassen (wie auch der JR) mit enormen Mut, Selbständigkeit, Unerschrockenheit ausgestattet. Da hat es der Besitzer schon ungleich schwerer, dieses Verhalten "umzulenken" und Ersatz zu schaffen.

Ansonsten können das die liebsten , gehorsamsten Hunde sein, aber in diesen Momenten kommen eben die GENE zutage.

Ich glaube nicht, daß Nathi ein Problem mit der Ungehorsamkeit hat, ganz davon ab, daß der Hund ja auch erst 5 Monate alt ist. Es geht jetzt nur an die Arbeit, auch Einfluß in diesen Situationen zu nehmen. Das wird schwer, sicher, und ob es jemals ganz zu kontrollieren ist weiß ich nicht. Man muß wirklich den Hund genau beobachten, und im ANSATZ stoppen, nicht erst, wenn er bereits eine Spur aufgenommen hat. So halte ich es auch, denn ich möchte nicht, daß Amy auch nur einmal Jagderfolg hat. Aber man muß eben schon sehr genau gucken, um das Verhalten im Ansatz zu erkennen. Und ich denke ebenfalls, daß es bei den Hunden dieser Rassen auch verschieden stark ausgeprägt ist, man also verschieden intensiv mit dem jeweiligen Hund arbeiten muß. Das man natürlich nichts unversucht läßt ist ja klar.

Dagi + Amy

edda
07.11.2002, 11:35
Hallo,

ich kenne das Problem, ich habe ja selbst einen Terrier. Waro steht momentan auch auf Krähen und da sein Gehorsam noch nicht reicht bzw. ich noch kein Mittel gefunden habe ihn zu stoppen, wenn er eine Krähe sieht, haben wir jetzt mit der Schleppleine angefangen. Ich glaube, es ist ganz gut beschrieben, dass, wenn der Jagdinstinkt einsetzt, eine Sicherung aussetzt. Waro z. Bsp. weiß mittlerweile ganz genau, dass ich immer irgendwo in der Nähe bleibe. Ich renne zwar auch vor ihm weg, verstecke mich und verhalte mich ganz ruhig, aber er weiß dass ich irgendwo bin und er findet mich ja auch immer , wenn er wiederkommt. Ich schimpfe ihn allerdings nicht, sondern lobe ihn auch noch zähneknirschend fürs Kommen und mache dann sofort einige Unterordnungsübungen. Geholfen hat das aber bisher nicht, daher jetzt der Versuch mit der Schleppleine.
Dagi, Mäuselöcher sind ja auch wirklich etwas Tolles. So viele Löcher nebeneinander, die man alle aufbuddeln kann und dann den ganzen Kopf reinstecken. Auch das ist so eine Situation, in der Waro nur schweren Herzens hört, wobei ich sagen muss, noch hört er. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn er mal ein Mäuschen aufspürt.

Gruß Edda & der Halbstarke Waro, den sich Frauchen schließlich wegen seiner Charaktereigenschaften ausgesucht hat:D

Dagi
07.11.2002, 12:09
den sich Frauchen schließlich wegen seiner Charaktereigenschaften ausgesucht hat

:D :D :D Genau!

Wir waren gerade im Wald. Da ist so eine kleine Anhöhe. Ich wollte da aber nicht lang, bin geradeaus gegangen. Amy stand auf der Anhöhe und guckte mich fragend an. Ich hab nur leise gesagt, nee, da will ich nicht lang. Sie hat gerade angesetzt, doch in die andere Richtung zu gehen, da hab ich "Amy, hierher" gesagt, und sie ist im Laufen umgedreht und zu mir gekommen. *Stolz*. Das klappt wirklich immer besser mit ihr. Und wenn sie SO PROMPT reagiert: na dann warte ich beim Mäuselöcherbuddeln doch gerne auch mal auf sie. Wie gesagt, mit Ungehorsam an sich, hat man es da nicht unbedingt zu tun. Ist natürlich meine Meinung, andere können anders darüber denken.

Liebe Grüße
Dagi + Amy

edda
07.11.2002, 12:22
@ Dagi


....da kannst du auch stolz auf deine Kleine sein, denn was ihr bisher geschafft habt, finde ich echt toll.

Es grüßen Edda & ihr Spätzünder Waro

Dagi
07.11.2002, 12:50
Danke, danke, Edda *rotwerd*.

Nein, im Ernst, jeder Hund braucht auch so seine Zeit, der eine mehr, der andere weniger. Aber Amy ist eben auch ein Hund, der toll mitmacht. Und trotzdem gibt es Leute die uns sagen: als unser Hund in DEM Alter war, hat er schon das gekonnt...,ist sie schon immer ohne Leine gelaufen...

Das ist z.B. etwas, was ich nur dort mache, wo keine Gefahren in der Nähe sind. An der Straße geht sie eben an der Leine! Ich übe nur in Situationen, wenn ich weiß, ich kann auch wirklich Einfluß nehmen. Und ich leine sie halt nur dort ab, wo ich mich sicher mit der Situation fühle. Oder z.B. Platz/Sitz-bleib klappt auch noch nicht soooo toll. Vor der Haustür ja, vor der Abstellkammer (mit den Leckerlis :D ) auch, aber das ist z.B. etwas, wo wir noch stark dran üben müssen, oder bei Fuß.

Also, wer WIRKLICH schon ganz viel geschafft hat, ist Claudia mit ihrem Aiko. DIE bewundere ich ganz doll!

Aber warum soll Waro ein Spätzünder sein? Ich glaube das Wichtigste ist, nicht zu gucken was andere schon können, sondern Vertrauen in sich und seinen Hund zu haben, und sich und dem Hund die Zeit zu geben, die man/er braucht. Klar schiele ich auch mal, was andere, zum Teil jüngere Hunde, schon alles können. Aber dann denke ich immer an unsere Situation (ewig krank, und noch immer keine Hundeschule in Sichtweite wg. Erkankungen), und denke mir: dafür haben wir's schon ganz gut hinbekommen. Und wenn andere mosern, tja, dann sollen die mal 'nen Dackel erziehen.

Arbeit macht zwar jeder Hund, und mit jedem Hund muß man üben, aber wer eben in irgendeiner Weise einen Terrier hat, oder ein Terrier mit eingekreuzt ist, der hat da manchmal schon mit anderen Dingen zu kämpfen! Wie unser TA immer sagt: das ist eine besondere Sorte "Mäuse", und als Ersthund hätte er mir den nie empfohlen. Aber: da war ich genauso stur mit der Wahl, wie manchmal auch der Dackel sein kann. :D

Ich denke, Waro und Du, ihr könnt auch stolz sein, das kann jeder, der immer wieder, wenn auch kleine, Fortschritte macht. Denn dann bewegt sich was. Schlimm finde ich nur, wenn die Leute sich nicht bemühen, und aufgeben, oder denken: das wird im Alter schon. So wie der eine Dackelbesitzer, der uns neulich sagte: Ja, ja, die ersten vier/fünf Jahre waren wirklich schlimm. Ich dachte ich hör' nicht richtig.

Das Wichtigste ist: Dranbleiben + üben, üben, üben

Dagi + Amy

edda
07.11.2002, 13:16
Hey Dagi,

Waro ist ein Spätzünder, weil er einfach die ersten 4,5 Monate im Zwinger verbracht hat ohne seine Umwelt kennenzulernen. Ich bin nicht böse drum, das wir später dran sind. Z. Bsp als seine Büronachbarin Paula vor zwei Wochen läufig war: Paula steht vor ihm, Schwanz beiseite und zu allem bereit. Was macht Waro mit seien damals fast 10 Monaten: Er schnuppert leckt und versteht die Welt nicht mehr, dass Paula nicht spielen will. Solche Aktionen von ihm meine ich mit Spätzünder.
Aber ich "arbeite" viel zu gern mit ihm, als dass ich ihm für irgendetwas böse sein könnte, nur weil er noch nicht perfekt kann.
Ich mache es auch wie du, Waro kommt wirklich nur von der Leine, wenn keine Gefahr durch S-Bahnen, Autos ect. droht.
Und warte mal ab, Montag bekommt ihr doch eure Untersuchungsergebnisse und dann wird Amy gezielt behandelt und ist auch schon bald in der Hundeschule.

So jetzt muss ich aber mit Waro raus,
Schöne Grüße von Edda

Dagi
07.11.2002, 13:28
Hey Edda,

ach so ist das mit de "Spätzünder". Nein, ich hab' auch nicht angenommen, daß Du deswegen "böse" bist. Das wär ja wohl auch der Hammer!
Apropos: die eine Golden-Hündin war gerade läufig, und der 1,5 (!) jährige Gordon-Setter aus der Nachbarschaft wußte auch nicht, was er DAMIT denn nun anfangen sollte. Er war auch ganz verwirrt, hat zwar gemerkt, die riecht irgendwie anders, aber dann hat er einfach wie immer mit ihr gespielt (nach langem Nachdenken).

Dagi + Amy

Tasi2002
07.11.2002, 15:04
Hallo an alle! Vielen Dank für eure hilfe, ist echt sehr nett von euch! Mein hund ist nicht ungehorsma, wie einige gesagt haben , sie kann wirklich schon sehr viel! wenn ich mir mal andere Hunde in der Hundeschule anschaue, die in tasis alter noch nicht mal sitz oder platz können!
Wurde auch schon oft gelobt, dass sie gut erzogen ist. das ist eben das einzige problem, dass ich mit ihr habe!
@cherocks
Ich habe das sagen über sie, wenn sie gerade am fressen ist und ich hingehe macht sie mir sofort platz, damit ich fressen kann (ein beispiel) Wenn ich sie auf den rücken drehe, wehrt sie sich nicht machmal meint sie nicht hören zu müssen, zb wenn ich sie aus der küche schicke, aber das habe ich auch im griff.

cheroks
07.11.2002, 15:43
Na dann ist doch alles super;)
LG

volker
07.11.2002, 17:29
Hallo an alle,

Vielleicht sollten wir das Problem von der anderen Seite betrachten.

Es ist falsch einen Jäger von der Jagd abzuhalten, aus Angst oder anderem ihn dann nicht mehr lenken oder beeinflussen zu können.

Das Ziel ist nicht dem Hund das Jagen ab zu gewöhnen, da es früher seine Lebensberechtigung war. Wir sollten ihm das wichtigste und schönste in seinem Leben nicht nehmen um selbst ein angenehmeres Leben zu haben.

Vielleicht kann ich mit meiner Erfahrung ( möchte nicht falsch verstanden werden ) weiterhelfen. Wenn ihr eurem Jagdhund ( auch andere) das jagen verbietet nutzt er immer mehr Momente
des unbeobachtet sein dazu aus.

Die o.g. Mäuselocher sind ein idealer Übungsort. Wenn der Hund mit eurer Erlaubniss, ja sogar mit der Unterstützung (jagen) graben darf ist er glücklich. Es ist für den Hundeführer dann nicht schwer ihm das Kommando "aus", "Nein" o.ä. beizubringen, so daß er das Graben unterläßt. Man bewegt sich dann mit dem angeleinten Hund wenige Meter weg und rennt dann wieder schnell und begeistert zu dem Mäuseloch und fordert ihn zu Graben auf. Dannach entfernt man sich wieder mit dem Kommando "Aus","Nein" o.ä. . Im Ergebniss lernt der Hund seine Tätigkeit zu unterberchen und muß nicht Angst vor der Beendigung des Jagens haben. Mit der Zeit werden die Intervalle von Jagen und unterlassung immer größer und nach einiger Zeit funktioniert der Unterlassungsbefehl auch auf Distanz.

Dann hat man es geschaft seinen Hund kontrollierbar Jagen zu lassen und er wird es danken.

Gruß Volker

Cockerfreundin
07.11.2002, 19:33
@ Volker

Genau so isses bei uns :)

Obwohl ich ja bewußt einen Cocker aus nichtjagdlicher Zucht habe, der nicht *hetzend* jagt (dem kannste nen Hasen 20 Meter quer vor den Weg setzen, er läuft NICHT hinterher. Ist ihm irgendwie zu anstrengend mit seinen kurzen Beinen ;) ), gibts für Basti doch nichts Tolleres, als Mauselöcher zu inspizieren und zu buddeln, buddeln, buddeln ....

In 9 von 10 Mäusebuddel-Aktionen lässt sich Basti inzwischen super abpfeifen/ abrufen (je nach dem, wie weit ich weg bin). wenn die 10. angesagt ist und die Spaniel-Ohren mal wieder auf Durchzug sind, gehe ich hin, leine ihn an und erzähle ihm freundlich, leise, aber bestimmt, dass ich ja verstehhe, dass DIESES Mauseloch das Tollste auf der Welt ist, dass ich aber auch angesichts des tollsten Mauselochs nicht bereit bin, mehr als EINMAL zu pfeifen und was ich davon halte, dass er nicht kommt, wenn ich rufe - nämlich nix :rolleyes: :rolleyes: .

Anschließend DARF er wieder zum nächsten Mauseloch. Und - was glaubt Ihr, wie oft ich die nächsten 9x pfeifen muß, bis Fiffi aus dem Mauseloch kommt :D :D :D ?

@ Dagi

Zitat
________

denn ich möchte nicht, daß Amy auch nur einmal Jagderfolg hat
________

Stimmt. Und trotzdem, ich geb es zu, würde es mich schon brennend interessieren, wie Basti reagiert, wenn er die Maus tatsächlich im Fang hätte :D :D

Abendlich friedliche Grüße von
Annette + Basti :)

Dagi
07.11.2002, 22:46
Hallo Annette,

damit meinte ich auch nicht unbedingt eine Maus, sondern eher einen Hasen z.B. Vor ca. 4 Wochen im Wald (sie war allerdings an der Leine) hat sie eine Spur erschnüffelt, und dann ging sie ab wie 'ne Rakete, Nase am Boden. Da sie aber nicht ziehen darf, hatte wir da dann schon etwas Probleme. Ich bin umgedreht, und dann einen anderen Weg gegangen. Da hab ich mich gefragt: was, wenn sie jetzt nicht an der Leine gewesen wäre? Hätte ich sie zurückrufen können?
Da wir aber auch öfter mal abends einen Fuchs gesehen haben, möchte ich nicht unbedingt in die Situation geraten, daß Amy DEM hinterherläuft. Ehrlich gesagt: ich hätte echt Schiß!!!
Heute mittag hatte sie zwar auch wieder anscheinend 'ne Spur, war gerade erst dabei sie aufzunehmen, da hab ich sie "zurückgepfiffen" und sie ist auch tatsächlich gleich angetrabt gekommen. Na, da war ich aber super-zufrieden! Dann hab ich "bei mir" gesagt (was bei uns heißt: beweg Dich bitte im Umkreis von max. 2 m bei mir) und es ging weiter. Ob das immer klappt? Abhauen (weil Spur erschnüffelt) soll bei Dackeln das Problem Nr. 1 sein. Ich hoffe, daß wir gut dagegen arbeiten können.
Ehrlich gesagt: gegen eine Maus hätte ich nicht mal unbedingt was. Ich glaub aber kaum, daß sie es schafft (?). Buddeln soll sie ja ruhig, das gehört zu ihrem Naturell, und daß laß ich ihr ja auch gerne, damit sie (wenigstens) DEN Trieb ausleben kann. Besser als, wie momentan fast alle anderen Hunde) die ollen Zuckerrüben zu fressen (sind doch hier absolutes Zuckerrübenanbaugebiet!). Die stinken, und machen dick!

Aber so wie es Volker beschrieben hat, das werd ich so machen! Toller Tip! (Das man manchmal so blöd ist, und da nicht selbst drauf kommt - beim abrufen aus dem Spiel mach ich's ja genauso! - Gut, daß ich euch habe! :D :D :D )

Gute Nacht
Dagi + Amy (die jetzt schon wieder im Reich der Träume bei den Mauselöchern ist!)

edda
08.11.2002, 09:42
Hallo,

ich muss auch sagen, danke für den Tipp Volker.
Aber das Problem sind bei uns leider nicht die Mauselöcher, sondern die Spuren bzw. Tiere denen man hinterherrennen kann. Und das müssen Waro und ich irgendwie in den Griff bekommen. Denn ein Hund der im Wald oder Feld "jagd" darf schließlich erschossen werden. Von diesen Fällen hört man immer mehr und da habe ich Angst vor, dass dies einmal passieren könnte, nur weil ich bei meinem Hund das ungewollte jagen nicht unterbrechen kann.

Daher fangen auch wir an bei den Mauselöchern zu üben.

Es grüßen Edda und Waro

Cockerfreundin
08.11.2002, 10:55
@ Dagi und Edda

Stimmt – das Spuren aufnehmen und ab die Post ist was anderes als die Mauselöcher-Buddelei. Beim Spuraufnehmen, von dem wir auch ein Liedchen singen können (ich sage nur: heiße Hündin), hat mir geholfen, dass ich Basti von Anfang an auf die Pfeife konditioniert habe (kann ich nur JEDEM empfehlen).

Ich habe das Spuraufnehmen dann auch JEDES Mal beim ersten Ansatz unterbrochen. Heisst: Hund prescht los (Nase am Boden), SOFORT der Pfiff und Hund hat SOFORT umzudrehen und zu mir zurück zu kommen.

Da sich das Spur aufnehmen bei Basti glücklicherweise auf heiße Hündinnen beschränkt hat, haben wir DIESES Problem jetzt nicht mehr. Einmal ist er mir damals allerdings auch abgedüst; habe damals einfach zu spät gepfiffen.

Grüße von
Annette + Basti :)

volker
09.11.2002, 12:09
Hallo Edda,

ob der Hund eine Fährte aufnimmt oder in einem Mauseloch gräbt ist daselbe. Es wird in beiden Fällen der selbe Trieb (Beute ) des Hundes aktiviert nur mit dem unterschied, daß er beim graben nicht auf und davon ist.
Also sollten wir diese Situation ausnutzen und mit dem Hund auf den während des grabens einwirken können ausnutzen.

Was Annette geschrieben hat ( Hundpfeife ) behandelt die Art des Kommandos wobei es völlig egal ist ob wir pfeifen, rufen, oder nur mit den Füßen trampeln.

Die Frage ist wie setzte ich ein Bestimmtes Verhalten des Hundes in Gang, unabhängig von der Art des Signales.

Wenn der Hund von Annette aufgrund eines pfeiffens sein Trieb abbricht müssen wir hinterfragen warum? Die Antwort ist einfach da es nur zwei möglichkeiten gibt. Erstens er weiß es tut weh wenn er nicht reagiert oder zweitens, er weiß es gibt etwas gutes ( Leckerlie, Spielzeug etc. ) wenn er abbricht und zurückkommt.

Da liegt in den meisten fällen aber auch das Problem, da der Hund wegen einer Belohnung meist seinen Beutezug nicht abbricht ( Leckerli, Spielzeug etc. bekomme ich ja eh 159x am Tag).

Wir haben uns ja bereits öfters heiße Diskussionen über Hund ausbildung geliefert ( gefällt mir immer sehr gut ) und bemerkt, daß es viele verschiedene Ansichten gibt.

Ich finde es gut, hier auch einige Dinge vielleicht unterstützend anderen Hundbesitzern mitteilen zu dürfen. .

Ich habe schon viel über das Training mit der Schleppleine gelesen, muß aber gestehen, daß die hohe Schule nicht vertreten war ( z.B. ich arbeite seit einem halben Jahr mit der Schleppleine aber......) falsch, falsch! Der Hund trägt die Leine mehrere Wochen aber gearbeitet wird nur zwei oder dreimal damit innerhalb weniger Minuten, dannach wird sie nicht mehr eingesetzt. Wenn man dann das Ziel nicht erreicht hat, war der Zeitpunkt oder die Art des Einsatztes falsch.

Zurück zum Thema, den Beute.- Jagdtrieb muß man simulieren und darf nicht warten bis der Hund sich in einem Ernstfall verselbstständigt. Also muß ich das was er liebt und nur mit etwas positivem verbindet einsetzten.

Ich nehme dafür immer einen Tennisball, wenn er ihn als Beute kennen und lieben gelernt hat. Wenn ich den Ball werfe und der Hund losrennt muß ich ihn zurückrufen, wenn er nicht reagiert kommt die Schleppleine zum Einsatz.

Die Reihenfolge ist Ballwerfen, Kommando und das ende der Schleppleine.

Man sollte es aber nie ohne Schleppleine trainieren, da man keinen zugriff auf den Hund hat.

Ich möchte bitte nicht gleich wieder als Tierquäler abgestempelt werden.


Grüß Volker

Cockerfreundin
09.11.2002, 13:09
Zitat
_______

ob der Hund eine Fährte aufnimmt oder in einem Mauseloch gräbt ist daselbe. Es wird in beiden Fällen der selbe Trieb (Beute ) des Hundes aktiviert nur mit dem unterschied, daß er beim graben nicht auf und davon ist.
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Stimmt, sofern es sich in beiden Fällen um den Beutetrieb handelt. Aber die Spur der läufigen Hündin führt doch nun sicherlich nicht zur Beute ;) ;) ????

Das Rückruf-Kommando (bei uns der Pfiff) ist m.E. aber in beiden Fällen absolut notwendig und sollte gefestigt sein, BEVOR *es* ernst wird.

Zitat
_________

Wenn der Hund von Annette aufgrund eines pfeiffens sein Trieb abbricht müssen wir hinterfragen warum? Die Antwort ist einfach da es nur zwei möglichkeiten gibt. Erstens er weiß es tut weh wenn er nicht reagiert oder zweitens, er weiß es gibt etwas gutes ( Leckerlie, Spielzeug etc. ) wenn er abbricht und zurückkommt.
__________

Sowohl als auch, würde ich mal sagen. Natürlich hat Basti das Kommen (auf Ruf, auf Pfiff) zunächst IMMER mit etwas Positivem verbinden gelernt: Lob, Leckerli.

Ich habe dann allerdings begonnen, die Anforderungen an das Kommen auf den Pfiff zu steigern. Heisst: ich erwarte inzwischen, dass Basti seinen *Hintern* SOFORT in Bewegung setzt, wenn ich pfeife und nicht erst nach 3 Minuten. Dafür habe ich eine Zeitlang immer auf die Uhr geschaut und die Reaktionszeit kontrolliert.

Brauchte Basti also 3 Minuten, bis er sich *entschliessen* konnte, auf den Pfiff zu reagieren, habe ich ihn anschliessend 3 Minuten Abliegen lassen. Die Belohnung gab es in dieser Lernphase nur für das SOFORTIGE Kommen.

Grüße von
Annette + Basti :)

edda
11.11.2002, 09:21
Hallo Volker,

Waro wird hinter dem Ball herstürmen und nicht auf mein Kommando hören, das weiß ich. Soll ich dann auf die Schleppleine treten? Wenn ich das mache, wird er sich wohl das Genick brechen (vielleicht etwas übertrieben). Diesen heftigen Ruck am Halsband möchte ich ihm eigentlich nicht antun. Obwohl du sicher Recht hast, läßt er sich von seinem Ball abrufen, dann hätten zumindest wir schon einen riesigen Schritt geschafft. ich glaube nur, das ich mit dieser Methode ein Problem habe, da Waro in Bezug auf seinen Ball bisher sehr schnell und nicht zu stoppen ist. Hast du vielleicht eine etwas mildere Variante für uns?

Es grüßen Edda & Waro

gini_aiko
11.11.2002, 10:04
Original geschrieben von Dagi


Also, wer WIRKLICH schon ganz viel geschafft hat, ist Claudia mit ihrem Aiko. DIE bewundere ich ganz doll!



hallo dagi,

*danke* *ganz* *rot* *werd*:o

ich bin auch ganz arg stolz auf meinen kleenen!!

nur hab ich den vorteil, dass sich bei aiko (noch) kein jagdtrieb gezeigt hat. wir trainien seid beginn mit der schleppleine, mit verstecken und wegglaufen! seine größte sorge ist, dass er mich verlieren würde - er dreht sich alle paar meter um und schaut ob ich noch da bin. aiko ist ja ganz und gar ein flati und er hat einen enormen *will to please* und das macht es mir schon etwas einfacher!

aber ich finde deine dackeline macht sich doch äußert prima - noch dazu wenn berücksichtigt, dass sie eigentlich schon einige zeit kränklich ist!

beste grüße
claudia mit anhang

Cockerfreundin
11.11.2002, 12:40
Zitat
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nur hab ich den vorteil, dass sich bei aiko (noch) kein jagdtrieb gezeigt hat. wir trainien seid beginn mit der schleppleine, mit verstecken und wegglaufen! seine größte sorge ist, dass er mich verlieren würde - er dreht sich alle paar meter um und schaut ob ich noch da bin
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Ich glaube auch, dass DA der „Schlüssel zum Erfolg“ liegt, wenn das „Kommen“ VOR Ausbruch des Jagdtriebs gefestigt ist.

Ich hab es mit Basti ähnlich gemacht (mit Ausnahme der Schleppleine), habe also DIE Zeit, in der der Folgetrieb ohnehin ganz stark war, ausgenutzt, um das „Komm“ zu festigen. Kann mich noch gut erinnern, wie ich mich das erste Mal versteckt habe und er mich wirklich suchen musste... Mann oh Mann, war das Kerlchen froh, mich gefunden zu haben!

Gestern hatten wir übrigens eine Situation, wo mein Süßer Witterung aufgenommen hat: Nase in den Wind, Witterung aufgenommen und ganz aufgeregt die Spur gesucht (weiß der Geier, welche...). Sofort gepfiffen ... und weiter geht’s auf der Spur, die ich uns aussuche. Na ja, immerhin ist er jetzt ja auch schon 19 Monate alt – mein Großer halt! :) :)

Grüße von
Annette + Basti :)

jd_sunshine
14.11.2002, 08:02
hallo,

ich habe eure beiträge in 'was kann man tun gegen jagen' interessiert verfolgt.

ich habe eine windhund-schäfer-mischlingshündin sie kam mit 3 monaten aus der türkei und ist jetzt mit 8 monaten eine knallharte jägerin. was kann tun, um sie einigermassen unterkontrolle zu bekommen? könnt ihr mir da evtl. einige tips geben was ich machen kann?

wir üben schon seit ca. 1 monat mit der schleppleine. aber leider mit wenig erfolg. sie registriert sofort, wenn sie an der leine ist und verhält sich dann auch sehr zurückhalten, aber sobald sie von der leine ist, bleibt sie keine 1 minute da. das doofe daran ist, bei ihr erkennt man nicht, wenn sie auf die jagd gehen will. anfangs macht sie den anschein mit den anderen hunden spielen zu wollen. dann lassen wir sie frei und beginnt mit den anderen zu rennen, aber schon nach wenigen sekunden ist sie dann auf der jagd. habt ihr evtl. eine idee??

gruss jane

Superjeile Zick
15.11.2002, 15:52
Hallo Jane!

Ich habe Dir mal auf Deine Mail geanwortet. Hoffe es hiflt Dir. Kannst Dich ja mal melden.

Gruß
Nadine & Sam

simone schimmel
15.11.2002, 18:29
hallo, bin auch brennend interressiert an Euren Tips zu 'Was kann man gegen das Jagen tun' Lissy fängt jetzt mit 5 Mon. mehr und mehr an sich diesem 'Hobby' zu widmen. Ich will ab mo. auch mit Schleppleinentraining anfangen und bin gespannt was wird. Aber kann man einen Jagdhund (Beagle) wirklich so in den Griff bekommen, daß er es auf Zuruf läßt ??? Ich fänd es so schade u. traurig wenn L. nicht mehr ohne Leine laufen dürfte aber da hab ich dann auch zuviel Angst vor den Jägern hier. Simone

Cockerfreundin
15.11.2002, 19:13
Hallo, Simone!

Zitat
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Lissy fängt jetzt mit 5 Mon. mehr und mehr an sich diesem 'Hobby' zu widmen.
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Wenn Eure Lissy ein Jagdhund ist (aus jagdlicher Zucht/ mit jagdlich veranlagten/ geführten Vorfahren) ist es nicht ihr Hobby, sondern ihr Job, dem sie anfängt, nachzugehen.

Wird sie nun aber nichtjagdlich geführt werden bei Euch, werdet Ihr um die Schleppleine sicherlich nicht herumkommen + gute und konsequente Grundausbildung (Unterordnung) + eine Aufgabe, wo sie ihren Jagdtrieb/ ihre Natur/ Veranlagung in kontrollierter + akzeptierter Weise ausleben kann (z.B. Hundesport).

Grüße von
Annette + Basti :)

simone schimmel
17.11.2002, 17:56
Hi Annette, tja das ist wohl dann ein erschwerender Faktor in puncto 'Jagen sein lassen'. Lissy kommt aus einer Jagdhundlinie, was ich auch wußte, aber ich möchte sie mit viel Geduld und Konsequenz doch davon abhalten. Nach dem 1. Wo-Ende mit Schleppleine hab ich allerdings doch auch jetzt schon das Gefühl, daß sie den Unterschied 'mit Schleppleine' oder 'ohne Leine' sehr wohl erkennt und ihren Gehorsam danach ausrichtet. Lt. Hundeschule darf sie während der Schleppleinenphase jetzt nicht mehr OHNE Leine laufen :( aber da müssen wir durch! Ich bin optimistisch daß wir das hinkriegen!!! Das mit dem Hundesport ist 'ne gute Idee, aber soll ich da jetzt schon mit anfangen oder noch warten? Was meinst Du? Wird das nicht zuviel auf einmal? Wir gehen ja auch einmal i. d. Wo. zur Hundeschule. Gruß Simone

Cockerfreundin
17.11.2002, 18:20
Hallo, Simone!

schau doch mal, ob es bei euch in der nähe einen Hundeverein gibt, die auch Schnupperstunden z.B. in Agility, hundesport oder Fährte anbieten.

Da könnt Ihr dann zwar keine Tuniere machen, solange Lissy die BH noch nicht hat, aber sie ist abgelenkt und hat ne Aufgabe.

Dass Lissy (schöner Name übrigens :) ) aus einer jagdlichen Linie kommt, hab ich mir fast gedacht, denn sonst würde der Jagdtrieb erst erheblich später (so zwischen der 1. Läufigkeit und 12 Monaten) durchbrechen.

Aber gut ... ich bin sicher, Ihr kriegt das hin :) :) :)

Viel Glück weiterhin wünschen
Annette + Basti, der bis zur Kastration die Weiber gejagt hat und sich jetzt auf den Kühlschrank kapriziert hat :D :D :D

simone schimmel
21.11.2002, 12:02
Hallo, habe gestern Hundeführer auf einem Parkplatz mit ihren Hunden beim Training beobachtet und angesprochen in Sache 'Schleppleinentraining'.Es stellte sich heraus, daß es eine Hundeschule war. Der Trainer mit dem ich quatschte machte einen total kompetenten u. symp. Eindruck, so daß ich mich entschlossen habe dort, bei dieser H.-Schule, mal ein Info-Gepräch zu führen. So 100%ig zufrieden bin ich mit meiner jetzigen Schule nicht... Dieser Trainer meinte auch(wie ich auch), daß mit viel Geduld, Konsequenz u. richtiger Anleitung auch ein Beagle lernen kann auf Kommando zu kommen. Na, ich bin mal gespannt auf Samstag, habe natürlich gleich einen Termin gemacht. Vielleicht wird's ja doch noch was... Gruß Simone

2Setter
16.05.2004, 10:23
Meine beiden haben die vogelwelt erst mit 1jahr entdeckt..war natürlich schwieriger, ihnen das jagen abzugewöhnen. aber wenn man sie im auge behält und auf die bewegung achtet, erkennt man meistens schon, wenn ein vogel in sicht ist...bei mir hat es auch immer geholfen, im wald usw. viel zu spielen, damit ich interessanter war, als die piepmätze...ist natürlich auch kein patent rezept...
gruss, meike