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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpe hat geschnappt



Sylvi
31.10.2002, 12:17
Hallo,

ich lese schon die ganze Zeit immer wieder dieses Forum und jetzt habe ich selbst ein Problem. Hoffentlich habt Ihr ein paar
Tips auf Lager oder könnt mich etwas beruhigen. Also , heute war ich mit unserem Welpen (Mix ???,14 Wochen) zum impfen.
Ich habe den Hund auf den Tisch gehoben und ehe wir uns einsortieren konnten haben der Arzt und die zwei Helferinnen
ihn sich gepackt und von mir weg weiter auf den Tisch gezogen. In dem Moment hat der Kleine vor Schreck geschnappt und dummerweise die Helferin leicht erwischt.
Den Rest hat er allerdings dann recht gut mitgemacht.
Kurz und gut, mir saß der Schreck noch in den Knochen, da durfte ich mir dann einen Vortrag darüber anhören , daß der Hund ja wohl extrem dominant sei und ganz streng geführt werden müßte. Muss ich mir da jetzt wirklich ernsthaft Sorgen
machen ???? Zuhause ist er eigentlich recht umgänglich und passt beim Spielen(auch mit den Kindern) schon recht gut auf mit seinen Beißerchen. Ansonsten schmust er viel und gerne.

Ich will die Tatsache, daß er geschnappt hat wirklich nicht beschönigen, nur muss ich jetzt wirklich Angst haben. das unser Kleiner ( 6.5 kg. und 36 cm ) zum Beißer wird ???
Man hört ja immer: wenn er das einmal gemacht hat....


Tschüß

eine doch ziemlich verunsicherte Sylvi

Dagi
31.10.2002, 12:49
Hallo Sylvi,

wenn die Deinen Hund wirklich so mir nix dir nix schnell geschnappt haben, denke ich, daß der Hund vor Schreck/Angst geschnappt hat, und würde mir eher um die Umgehensweise der TA/TA-Helferinnen Sorgen machen. Und dann noch gleich mit 3 Personen auf den Kleinen "einzustürzen". Die Umgehensweise finde ich nicht gerade "elegant".

Ich kann Dir ja mal sagen, wie das bei unserem TA lief und auch heute noch läuft:
Wenn wir reinkommen, begrüßt der TA uns und den Hund erst mal, wenn er noch am Boden ist. Dann hebe ich sie auf den Tisch. Dort sagt er ihr erst noch mal "richtig" Guten Tag mit kurzem Knuddeln/schmusen etc. Auch die Helferinn bzw. seine Frau knuddeln erst mal mit der kleinen. Währenddessen tastet er sie z.B. schon mal spielerisch ab, guckt die Schleimhäute an, in die Ohren. Wenns z.B. an die Spritze geht, halte ICH sie fest, er spritzt -ohne daß jemand auf den Hund einredet oder so, es soll ja was ganz normales sein- und anschließend wird Amy gleich auf den Boden gesetzt, damit sie sich den Streß (denn das ist es ja trotzdem irgendwie) "ablaufen" bzw. abreagieren kann durch Bewegung. Während wir dann noch miteinander sprechen, darf sie die Praxis erkunden, die TA-Helferin spielt meistens noch ein wenig mit ihr.

DAS finde ich IDEAL. Amy mußte ja leider schon sehr oft zum TA in ihrem jungen Leben, es war auch nicht immer angenehm, aber sie ist trotzdem ganz wild drauf. Als sie mal mehrere Spritzen bekommen mußte, hat sie auch mal geknurrt, aber einfach, weil sie Streß und vielleicht Angst hatte.

Ich würde zu Deinem TA jedenfalls nicht wieder gehen.

Dagi + Amy, die ihr TA-Team über alles liebt!

Sylvi
31.10.2002, 13:29
Hallo Dagi,

erst mal danke für die schnelle Antwort. So langsam beruhige ich mich auch wieder. Ich muss aber zugeben , daß mir im ersten Moment beim Tierarzt doch die Knochen etwas geklappert haben, inzwischen bin ich eher ein Stück sauer!
Aber nicht auf den Hund !!!!! Das ging alles so furchtbar schnell, da hatte ich gar keine Zeit selber zu reagieren. Kein knurren, kein bellen, einfach schnapp. Geschnallt hab ich das erst, als die Helferin " Aua" schrie und die Schramme zeigte. Dann wurde mir noch gesagt, ich hätte ihn schließlich sofort scharf zurechtweisen müssen . Wie denn bitte schön, wenn man erst einmal um den ganzen Tisch herumrennen muss ???? Klar darf er nicht beißen, ich denke aber auch, mit ein wenig mehr Zeit und Fingerspitzengefühl wäre es gar nicht soweit gekommen. Und dann hat er es auch noch gewagt eine Katze im Zimmer anzubellen. Frechheit aber auch!!!
Da gab es noch gratis einen Vortrag über die "kleinen" Hunde , welchen ja eh alles erlaubt wird u.s.w. .

Benny ist übrigens unser erster Hund, deswegen hat mich dieser Auftritt total aus der Fassung gebracht. Klar, er ist manchmal eine kleine Kabbelbacke, aber aggressiv ??????
Bei uns darf der Wellensittich sogar vor seiner Nase im Wassernapf baden.

Ich glaube auch, dieser Arzt hat uns das letzte Mal gesehen.


ein erleichtertes Tschüß

Sylvi

Ewok
31.10.2002, 14:41
Hallo Sylvi!

ich würde nicht nochmal zu diesem TA gehen. Bei unserem Ta ist es so, dass er unsere Hunde begrüßt werden und wenn ich ohne Begleitung zum Ta muss, dann hilft er mir die Hunde bzw. den Hund auf den Tisch zu tun, er hebt ihn dann mit mir zusammen hoch auf den Tisch, er hebt die Hunde bzw. den Hund dann nur am Hinterteil hoch und ich vorne. Also läuft er auch nicht die Gefahr gebissen wird. Und bei der ganzen Behandlung halte ich meine Hunde fest und nicht irgendeine Arzthelferin. Weil unsere große Hündin schnappt auch mal zu (bei fremden) wenn ihr was nicht passt. Aber beim TA keine probleme. Unser Ta geht aber auch vollauf die Tiere ein und läßt sich sehr viel Zeit mit der Behandlung, erklärt und zeigt was die Hunde haben. Und Vorträge wie ich meinen Hund zu erziehen habe, macht er auch nicht. Wär ja noch schöner...

Tina2809
31.10.2002, 16:36
Hallo Sylvi!
Laß Dich mal nicht verrückt machen von Deinem TA.
Dein Kleiner war in einer ungewohnten Situation und dann "stürzen" sich auch noch fremde Menschen auf ihn, die er noch nicht mal beschnuppern konnte, um die kennen zu lernen und Vertrauen zu fassen. Außerdem wurde seine Reaktion nicht durch Aggression ausgelöst, sondern durch den Schreck/ die Angst. Geh mit ihm zu einem TA, der sich vor der Untersuchung mit dem Hund beschäftigt und Vertrauen vermittelt. Erkundige Dih doch mal bei Hundebesitzern in Deiner Nähe, wo die so hingehen und welche Erfahrungen sie gemacht haben.
LG
Tina

Cockerfreundin
31.10.2002, 17:17
Hallo, Sylvie!

Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschliessen: das aprupte Verhalten des TA und seiner Helferinnen gerade einem welpen gegenüber beim ersten (?) TA-besuch war wirklich mehr als unsensibel. Vermutlich hat der Kleine deshalb aus lauter Stress geschnappt.

Ist zwar nicht gerade toll für die TA-Helferin, aber mein Mitleid hält sich in diesem Fall angesichts der Unprofessionalität in Grenzen.

Bei unserem TA, der z.Zt. gar keine TA-Helferin hat, ist es auch so, dass Mensch und Hund zuerst begrüßt werden. dann hebe ICH Basti auf den Tisch und bei der Behandlung halte ICH ihn fest. Der Doc sagt mir vorher immer, wie und wo ich ihn am besten halten soll, damit genau das (Schnappen aus Angst) vermieden wird.

Wenn er merkt, dass Basti große Angst hat und z.B. zittert, macht er es meistens so, dass er, wenn Basti schon auf dem Tisch sitzt, sich erst noch ein paar Minuten mit mir unterhält ohne den Hund zu berühren. Die Stimmen beruhigen dann den Hund und ich kann ihn in der Zeit festhalten und beruhigend streicheln. Meistens ist die Angst nach diesen 2 - 3 Minuten schon viel geringer.

Also, auch von mir der Rat: hör Dich mal um und such Dir auf jeden Fall einen neuen TA.

Viel Glück wünschen
Annette + Basti :)

Dagi
31.10.2002, 23:36
Hallo Sylvi,

schreib doch mal, wo Du her kommst, dann kann Dir hier vielleicht jemand einen WIRKLICH GUTEN Tierarzt empfehlen!!!

Hallo Annette,

ja, genau so macht das unser TA auch. Wenn er merkt, daß Amy doch mal ein wenig "Schiß" hat, beachtet er sie auf dem Behandlungstisch erst mal nicht, und dann beruhigt sie sich auch wieder. Schön, daß es Tierärzte gibt, die wirklich Einfühlungsvermögen haben. Kenne hier aber auch ein paar, die garantiert NICHT dazu gehören. Da frage ich mich immer, warum die den Beruf ergriffen haben...

LG an alle
Dagi + Amy (die ihren TA hoffentlich erst mal länger nicht wieder sieht - auch wenn sie ihn noch so gerne mag :D )

Inge1810
01.11.2002, 08:02
Hallo Sylvi,
ich kann auch nur zustimmend nicken, wechsel den Tierarzt, denn sonst wirst Du über kurz oder lang einen Hund haben, der sich bereits vor der Praxis auf den Hintern setzt und so hineingezogen werden muß. Meine Hündin rast wie eine Irre in die Praxis, weil sie vor Freude gar nicht langsam reingehen kann :D
Bei uns lief der erste Besuch ganz goldig ab. Sie mußte gar nicht auf den Tisch. Tierarzt und Helferin machten alles auf dem Boden. Sie durfte herumlaufen und zwischendrin kniete sich der Tierarzt zu ihr auf den Boden. Ich muß heut noch schmunzeln, wenn ich an ihre erste Impfung denke. Die Helferin hielt sie kurz fest, Tierarzt gab ihr die Spritze, Kira guckte sich nach dem Pieks kurz zu ihm um und Tierarzt meinte "guck mich nicht so an, ich war`s nicht, die war`s" und zeigte lachend auf die Helferin und gab ihr ein Leckerle. Klar hat sie die Worte nicht verstanden, aber den Tonfall und von da an war es für sie klar.... die sind in Ordnung. Später dann wurde der Tisch heruntergefahren, damit sie selbst draufgehen konnte. Natürlich mit viel Bestechung ;) Genauso war es auch mit der Waage. Sie wurde nicht gezwungen, sondern dazu gebracht, alles freiwillig zu tun. Das dauerte anfangs sicher länger, aber die Geduld hat sich ausgezahlt. Erst diese Woche waren wir kurz zum Wiegen dort und sie ging sofort zur Waage und setzte sich drauf. Ich würde Dir auch raten, sobald Du einen guten Tierarzt mit Herz gefunden hast, immer wieder auch so vorbeizuschauen, auf nen kurzen Besuch, denn dann überwiegen die positiven Erlebnisse und Dein Hund wird lernen dem Tierarztteam zu vertrauen. Zur Arzthelferin noch, wenn sie wehleidig auf ne Schramme reagiert, dann hat sie wohl den falschen Job. Sie müßte mal die Arme anderer Tierarzthelferinnen zu sehen bekommen :D
Viel Erfolg bei der Suche