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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund und Katzenklo???



DeZone
30.10.2002, 13:31
Hallo,

ich habe eine Frage.

Könnt Ihr mir eine ganz kleine und sehr wuschelige Hunderasse empfehlen?

Besteht die Möglichkeit dem Hund den Gang auf ein ,,Katzenklo" beizubringen, so dass, wenn er mal muß, nicht auf mich warten muß, sondern sich gleich erleichtern kann?
Ich denke diese Frage haben sich schon viele gefragt, die u.a. berufstätig sind und sich einen kleinen Hund zulegen wollen.

Monika
31.10.2002, 06:33
Hallo!
Wenn der Hund den ganzen Tag alleine sein müsste, ist es ratsam sich erst gar keinen anzuschaffen.
Wie wäre es mit zwei Katzen, es gibt ja auch welche mit wuscheligem Fell?

OESFUN
31.10.2002, 08:52
Hallo

Man könnte es einem Hund bestimmt beibringen - aber für mich klingt das doch ziemlich ....

Also der Hund ist ein Lebewesen, das Sozialkontakte braucht, den Auslauf mit Artgenossen, das "lesen" der Nachrichten von anderen Hunden. Wenn er das nicht hat, verblödet er. Das was Du Dir vorstellst ist nicht artgerecht und in meinen Augen grenzt es an Tierquälerei.
Und mit ziemlicher Sicherheit würden alle guten Vorsätze - das es nämlich nur für die Zeit wäre, wo Du arbeiten bist beim ersten schlechten Wetter abends (dann kann er doch heute abend auch mal aufs "Klöchen" gehen) oder beim spannenden Sonntagnachmittagfilm wie Schnee in der Sonne verschwinden.

Leg Dir lieber zwei Katzen zu, die wären mit der Situation zufrieden, ein Hunde nicht

Birgit

DeZone
31.10.2002, 09:32
Hallo und danke für die Antworten,


ich glaube meine Frage wurde ein wenig falsch ausgelegt, wahrscheinlich weil ich nicht konkret genug war.

Der Hunde würde höchstens von 06.00 Uhr bis 15.30 Uhr alleine sein. Dann wäre Gassi, etc. schon möglich.

Ich hätte mir schon längst eine Katze zugelegt, wäre ich nicht allergisch gegen Katzen...
Ich habe eine sehr grosse Wohnung direkt am Fluß gelegen...insofern garnicht so schlecht und wenn man bedenkt, dass es ein kleiner Hund wäre, hätte er in der Wohnung viel zu erkunden...

Versteht ihr nun meine Situation ein wenig besser?

Dagi
31.10.2002, 10:55
Hallo,

das sind 8,5 Stunden, die der Hund alleine wäre!!! Das ist eindeutig zuviel!!!!!!!!!!!!!!! Und ob kleiner Hund oder großer spielt dabei nicht einmal eine Rolle! Bedenke, daß der Hund sich also 8,5 Stunden nach Dir SEHNT, und sich alleine fühlt.
Auch wenn das Haus groß ist, nach drei Tagen kennt er doch alles in- u. auswendig, und es IST langweilig für ihn. Da kann er nicht besonders viel "erkunden" - oder gehen da täglich andere Hund durch, andere Menschen, so daß es stündlich neue Spuren zu erschnüffeln gäbe?

Der Hund würde vor lauter Langeweile alles mögliche anstellen, er wäre frustriert und das können meiner Meinung nach dann auch nicht die nachmittäglichen und abendlichen Spaziergänge wett machen. Der Hund ist nun mal ein Rudeltier, und BRAUCHT sein Rudel um zufrieden zu sein!

Meiner Meinung nach sollte ein Hund nicht länger als absolut MAXIMAL 5-6 Stunden, und das lieber nur in Ausnahmen, 4 Stunden fände ich besser, alleine sein.

Sonst könnte ja jeder berufstätige sich einen Hund zulegen. Aber warum tun sie es nicht? WEIL es an Tierquälerei grenzt.

Wenn man einem Züchter oder im Tierheim angibt, daß der Hund 8,5 Stunden alleine sein müßte, würde Dir KEINER einen Hund geben, rate mal warum nicht???

Wenn Du unbedingt Kontakt zu Hunden haben möchtest, führ doch lieber die Hunde aus dem Tierheim aus. Ich weiß, daß es nicht das gleiche wie ein eigener Hund ist, aber Spaß hat man dabei allemal! Und das Tierheim wie die Hunde freuen sich. Oder gibt es in der Nachbarschaft Hund(e) um die Du Dich kümmern kannst?

Bitte überleg Dir das genau, was Du einem Hund und Dir (ich könnte nicht 8 Stunden bei der Arbeit sitzen und ein schlechtes Gewissen haben) damit antun würdest!

Dagi

Sofia
31.10.2002, 13:54
Hallo,
ich gebe Dagi absolut vollkommen recht.
Ich merke es auch an meinem kleinen Hund er braucht genau so das regelmäßige Gassi gehen wie auch ein großer Hund. Wir haben auch eine große Wohnung und ich habe so lange gewartet mit der Anschaffung eines Hundes bis es möglich war das heißt jetzt ist zu Hause und Büro in einem und der Hund hat mit den ganzen Tag um sich, er ist nur ab und zu alleine wenn ich einkaufen bin oder z.B. ins Kino gehe ,wir nehmen ihn sogar in Lokale mit wo es ruhig zugeht.
Warte so lange mit der Anschaffung eines Hundes wenn es mit dem Beruf sich vereinbahren läst der Hund wird es Dir danken. Ich habe schon von Hunden gehört die leider das Schiksal haben den ganzen Tag alleine zu sein die regelmäßig die Wohnung auseinandernehmen aus langweile und auch ein kleiner Hund kann ganz schön was anrichten wenn er mal loslägt.
Oder schau mal in der Nachbarschaft ob es nicht einen Rentner oder Rentnerin oder eine Hausfrau die sich bereit erklären würden sich mit Dir den Hund zu teilen das heißt das der Hund tagsüber bei der anderen Familie ist und Du ihn Abends abholtst.

Ich hoffe Du überlegst Dir gut was Du tust.

Liebe Grüße
Astrid-Sofia und Leo-Schnüffler

Chaostruppe
31.10.2002, 18:40
Ich habe KEINE große Wohnung, und fünf Hunde, zwei davon ziemlich groß. Meine Hunde sind höchstens mal 1 Std allein, aber wenn Hunde 8 1/2 Sunden allein sein sollen, dann bitte nur in Rudelhaltung! Alles andere grenzt nicht nur an Tierquälerei, es IST Tierquälerei! Selbst meine fünf sind nicht gern allein, sprich "ohne mich", und sie sind zu fünft!

Ein Katzenklo für kleine Hunde finde ich indes nicht sehr schlimm. Meine Zwerge haben eins! Sie haben anfangs jedesmal ein riesen Theater gemacht wenn es raus ging, und aus Rücksicht auf meine Nachbarn, haben sie ein Katzenklo bekommen. Jede Stunde raus, das ging einfach nicht (wegen anonymer Drohbriefe, etc.). Sie benutzen das Katzenklo heute immer noch, trotz vierstündiger Spaziergänge jeden Tag, und das ist auch okay so. Die Großen gehen nicht auf´s Katzenklo, und schon deshalb komme ich nicht in Gefahr, meinen "inneren Schweinehund" die Oberhand gewinnen zu lassen. Die Hunde kommen GARANTIERT raus!

Liebe Grüße,
Andrea

ronja
02.11.2002, 18:47
hallo!
also ich fühle mich ein bißchen angegriffen von allen die sagen, 81/2 std ist zu viel und grenz an tierquälerrei.
ich gehe auch arbeiten und das nicht immer so wie es in meinem vertag steht das heißt es gab auch zeiten wo mein süßer mal 8-9 std alleine zuhause war. nur irgendwie mußte ich ja auch flexiebel sein wenn ich meinen job behalten will.
da ich zu der zeit keine möglichkeit hatte den hund unter zu bringen, ging es nicht anders.
ich habe meinen hund seit fast 5 jahren und er weiß genau zu wem er gehört. all meine freizeit gehört ihm und das "weiß" er auch.
ich kann also nicht verstehen warum ich wenn ich alleinstehend bin und da muß ich nu mal arbeiten um meinen unterhalt zu haben mir keinen hund anschaffen sollte.
ich möchte ohne meinen nicht mehr sein und möchte mir nicht vorstellen das er mich mal nicht begrüßt wenn ich nach hause komme.
klar gab es tage wo ich gedacht habe oh man jetzt ist er wieder alleine weil es nicht anders geht aber ihn abgeben? dann könnte man mir auch direkt mein leben weg nehmen.
ich bin jetzt seit einem jahr in einer beziehung und dennoch ist mein süßer ab und an mal für 7 std alleine weil halt nicht immer die schicht bei mir so leigt das es anders geht.

es tut mir leid aber es kommt in meinen augen nicht nur daruf an "wie lange" oder "wie oft" man für sein tier da ist sondern auch wie intensiv.
sorry wenn ich jemanden falsch verstanden habe aber das mußte ich mal los werden.

gruß ronja

bewosan53
02.11.2002, 21:13
@ Dagi,Sofia und Andrea,
gegen eure Meinung zum Alleinsein muß ich ein Veto einlegen.
Habe es schon mal unter "Hund und Beruf" erklärt. Meine zwei Schäferhunde sind auch ca.8 Stunden allein in der Wohnung.
Aber ! Früh 1 Stunde raus toben,spielen und rennen. Nach der Schule als erstes Sachen ind die Ecke klatsch,Hunde und Raus wieder im Schnitt 1 Stunde und 18 Uhr je nach Wetterlage mindestens 11/2 Stunden in der Hunderunde richtig abtoben. Sicher habe ich den ganzen tag ein schlechtes Gewissen,aber ich bin allein und muß arbeiten.Soll ich meine Hunde weggeben.Einen Hundesitter kann ich mir nicht leisten und wer geht mit zwei Schäferhunden ?
Trotzdem l.G. Tina,Benno und Wotan

Dagi
02.11.2002, 22:56
Hallo Ronja, Hallo Tina,

im Endeffekt muß jeder selbst wissen, was er verantworten kann (vor sich selbst und den Hunden), aber ich habe viele Jahre auf meinen Hund gewartet, DAMIT ich Zeit für ihn habe und er nicht 8 Stunden alleine sein muß. Und das, wo ich in meiner 1-stündigen Mittagspause auch noch mal 40 Minuten mit einem Hund hätte gehen können. Trotzdem habe ich dem Tier zuliebe verzichtet, ich hätte es eben als sehr egoistisch von mir empfunden. Denn ich denke schon, daß das extreme Bedingungen sind, und ich würde eben so ein Rudeltier nicht so lange alleine lassen. Und wie gesagt, wenn man z.B. als Interessent beim Tierheim angibt, daß der Hund 8 Stunden alleine sein würde, bekommt man keinen Hund, wohl aus gutem Grund. Ich wollte es nicht verantworten, da ich aber ohne Tiere nicht leben wollte, habe ich lieber "klein" angefangen mit zwei Katzen. Und nun war es endlich so weit.

Ich weiß auch, daß man ungern auf einen Hund verzichten möchte (Situation kenn ich ja selbst), aber ich habe mir eben damals gesagt: entweder ich gehe nur halbtags arbeiten, dann reicht aber das Geld vorne und hinten nicht. Oder ich gehe eben weiterhin ganztags, aber dann wird's halt nix mit dem Hund. Also habe ich lieber 10 Jahre gewartet, bis alles paßte. Das ist nunmal meine Meinung zu diesem Thema.

Wenn ihr und eure Hunde damit zurechtkommt ist es ja für euch ok. Aber auch wenn mein Hund ruhig wäre wenn er alleine ist, weiß ich, daß es nun mal Isolation für ihn bedeutet, und sein Bestreben doch dahin geht, daß das Rudel beisammen ist.

Hat man zwei Hunde, mag es auch noch mal anders aussehen. Ich würd's zwar trotzdem nicht machen, aber jeder wie er meint.

Klar kann man nie bis ins letzte Detail planen, und müßte ich plötzlich wieder ganztags arbeiten gehen, würde ich jede andere erdenkliche Lösung suchen um den Hund nicht weggeben zu müssen, nur DAS käme halt nicht in Betracht.

Ist ja von mir auch nicht böse gemeint, aber so ist halt meine Meinung. Und verschiedene Meinungen sollen wir ja hier austauschen.

Liebe Grüße an euch beide
Dagi + Amy

Dodo H
03.11.2002, 07:28
Hallo
Wir haben das wie Dagi gemacht, als die Umstände auf lange Sicht optimal waren, haben wir uns einen Hund geholt. Ich sehe das aber so, es ist für mich ein Unterschied, ob ich mir einen Hund hole, unter der Voraussetzung, ihn 8 Stunden allein zu lassen, oder ob sich meine Lebensumstände ändern und ich ihn allein lassen muß (und dann würde ich alles daran setzen, das er Mittags raus kommt). Es kann immer vorkommen, das sich die Lebensumstände unverhofft ändern, da sollte man dann eine Lösung finden, aber einen Hund holen, den man von vornherein 8 Stunden allein läßt, halte ich persönlich für egoistisch.
@ DeZone Wie lange hast du Zeit, um einen Welpen ans allein sein zu gewöhnen, Was willst du außer Spazieren gehen machen, Was machst du, wenn der Hund krank ist, Ist der Hund sonst noch allein? Warum sollte ein kleiner Hund sich in einer großen Wohnung wohler fühlen, was soll er denn da tagtäglich erkunden?
Dodo

bewosan53
03.11.2002, 11:14
Hi Dagi ,ich bin nicht sauer.Du hast recht wir sind hier um unsere Meinungen auszutauschen.Uns stell dir vor wir hätten alle die gleiche Ansicht.
Bei mir war's so das ich seid 94 arbeitslos war und immer nur auf 315.-DM Basis gearbeitet habe.Jetzt habe ich eine Umschulung vom AA bis Jan. Hab's auch versucht mit Gassigänger,aber der ist immer nur mit einem Hund raus und dann mit dem andern,Endeffekt Hunde waren zwar Draussen aber mein Flur demoliert.Alleinsein dieser Art geht gar nicht.Darum ist Wotan ja bei mir.Hat seit seiner Kindheit dann die Wohnungseinrichtung zerlegt.Seit er bei seinem Bruder ist(bei mir) war ausser (s.o.) nie wieder was.
Gruß Tina,Benno und Wotan

igelchen
03.11.2002, 14:20
Hallo allerseits!

Ich finde es dem Hund gegenüber ziemlich unfair, ihn von Anfang so lange alleine zu lassen. Natürlich kann sich der Hund daran gewöhnen und natürlich kann man auch mittels Hundesitter, Zweithund etc. Abhilfe schaffen - ich frage mich nur, ob nicht die Hund-Mensch-Beziehung zu sehr darunter leidet...

Dem Hund ist immer derjenige am nächsten/ liebsten, mit dem er die meiste Zeit verbringt und die tollsten Sachen erlebt!

Bis Timmy 3 oder 4 Jahre alt war, war meine Mutter den ganzen Tag zu Hause und war auch Timmys Bezugsperson Nr.1. Als sie dann auch arbeiten ging, habe nur ich mich richtig um ihn gekümmert und war und bin seither sein "Ein und Alles". In den letzten Jahren vorm Abi hatte mein Paps keine Arbeit und hat sich morgens um die Hunde gekümmert. Ich hatte in dieser Zeit oft Streit mit ihm, weil ich das Gefühl hatte, er nimmt mir meine Hunde weg, weil die beiden ziemlich auf ihn fixiert waren.

Heute kennen meine Hunde den Begriff "Alleinbleiben" eigentlich nicht mehr: in unserer WG wohnen genügend andere Menschen und Hunde, dass immer jemand zu Hause ist. Die Hunde haben auch immer Zugang zum Garten (es sei denn, es ist draußen Sauwetter und drinnen frisch geputzt ;) ).
Trotzdem merke ich z.B. an Nubia immer wieder, wie sehr ihre Beziehung zu ihrem Herrchen (meinem LAP) unter dessen Arbeitszeiten leidet. Je weniger Herrchen zuhause ist, desto mehr orientiert sich Nubia an mir. :( Denn auch wenn noch so viele Hunde und Menschen im Haus sind, ist es den Hunden viiiiel lieber, wenn mein Schatz und ich auch da sind.

@ DeZone

Ich kann es sehr sehr gut verstehen, wenn man sich einen Hund anschaffen möchte und auch ich habe Ayshra zu einem eigentlich ungünstigen Zeitpunkt aufgenommen. Trotzdem: Bitte überleg Dir das alles nochmal ganz genau!!

Du sagst, Du bist gegen Katzen allergisch. Kannst Du denn mit 100%-iger Sicherheit eine Hunde-Allergie ausschließen?

Wenn Du einen Hund bei Dir aufnehmen möchtest, brauchst Du genügend Zeit, damit er sich eingewöhnen kann. Außerdem musst Du ihn ganz langsam ans Alleinsein gewöhnen. Kannst Du Dir denn überhaupt lange genug Urlaub nehmen?!? Wenn Du Deinen Hund nur einen Tag zu früh so lange alleine lässt, musst Du wieder bei Null anfangen! Vielleicht besteht ja auch die Möglichkeit, den Hund mit zur Arbeit zu nehmen? Hast Du schon mit Deinem Chef geredet?

Dass ein Welpe oder Junghund für Dich absolut tabu ist, ist hoffentlich selbstverständlich. Aber auch ein erwachsener Hund braucht Erziehung und Beschäftigung, mehrere Gassi-Gänge täglich sind nur das Minimum an Zeit, die Du investieren musst!!

Anstatt Deinen Hund an ein Katzenklo zu gewöhnen, könntest Du Dir doch jemanden suchen, der so gegen 10Uhr mit Deinem Kleinen Gassi geht... Das wäre dem Hund gegenüber um einiges faierer!

Außerdem: Du sprichst von einem "ganz kleinen, wuscheligen Hund". Bist Du Dir darüber im Klaren, dass die meisten ganz kleinen Hunde absolut quirlige temperamentvolle Zeitgenossen sind, die eine Menge Beschäftigung verlagen?!? Hast Du Dich überhaupt schon genügend mit Hundeverhalten, Erziehung, Ansprüchen an Hundehaltung und Hunderassen usw. usw. auseinander gesetzt?

Bevor Du Dich weiter damit beschäftigst, ob ein Hund sein Geschäft im Katzenklo verrichten kann und welche Mini-Hunde es gibt, die ein wuscheliges Fell haben, solltest Du 1. einen Hunde-Allergen-Test machen lassen, 2. einige gute Bücher über Hundehaltung etc. lesen und 3. Deine Lebensumstände wirklich akribisch prüfen, ob denn überhaupt ein Hund in Dein Leben passt!

Viele Grüße
Igelchen mit Timmy, Ayshra und Nubia

ronja
03.11.2002, 15:02
hallo!
also als ich mir damals meinen hund angeschafft habe war ich nur teilzietbeschäftigt.
ich habe vor 4 jahren aber die firma gewechselt und auch da nur einen teilzeitvertrag bekommen.
nur ist es halt nicht immer machbar nur einen halben tag zu gehen. und soll ich jetzt riskieren meinen job zu verlieren in dem ich mich weigere zu gehen?
ich habe einen sehr lieben filialleiter und er nimmt sehr viel rücksicht und oft genug bekomm ich eine "extrawurst". wo dann auch meine kollegen hinter mir stehen.
aber es geht halt nicht immer und meinen süßen mit der vorraussetzung er ist 8 stunden alleine angeschafft habe ich nicht.und ich glaube die vorraussetzung hat keiner der es tun würde.?
es war auch eine zeit so das er bei meinen eltern war wenn ich arbeiten war. nur leider rede ich mit denne nun schon 2 jahre nicht mehr.
tja und nicht jeder findet einen zuverlässigen hundesitter oder einen den er bezahlen kann.
aber jetzt im moment klappt es hier bei mir ganz gut
gruß ronja

Ewok
03.11.2002, 19:12
Hallo!

Meine beide Hunde sind auch vormittags alleine. Mein Freund und ich gehen auch so 8 - 9 Std. arbeiten, aber zum Glück wohnen wir mit meinen Schwiegereltern im Haus und die kümmert sich ab Mittags um meine beiden, bis einer von uns nach Hause kommt. Die sind am Anfang des Monats 8 Stunden alleine und wenn meine Schwiegereltern in den Urlaub fahren. hätten wir das nicht so geregelt gekriegt, hätten wir auch keinen hund.

maff
13.11.2002, 14:48
Hallo!
Ich kann bei diesen Beiträgen echt nur den Kopf schütteln.
1. Das sich Lebensumstände ändern können, steht ja außer Frage. Aber warum kommt keiner von Euch eigentlich auf die Idee, über einen Hundesitter nachzudenken?
Man muss sich ja nicht gleich eine teure Hundepension leisten, aber überall gibt es tierliebe Menschen, die aus verschiedensten Gründen keinen eigenen Hund haben können und gerne mal ein paar Stunden einen betreuen wollen bzw. zumindest mittags mit ihm Gassi gehen etc. Das kann was kosten, muss aber nicht, spreche da aus eigener erfahrung.
Ein paar Studen allein sein, ist ja ok, aber den ganzen Tag?
Bevor der Hund Mo bis Fr. jeden Tag 8 oder 9 Stunden alleine ist, sollte man das doch mal versuchen, oder?

2. Ein Hund als Katzenersatz? Was soll das denn? er soll klein und wuschelig sein, ins Katzenklo machen und vielleicht noch schnurren, oder was? Es gibt zwischen diesen Tierarten durchaus ein paar nicht unwichtige Unterschiede. Du scheinst mir jedenfalls nicht die Reife zu haben, Dir überhaupt ein Tier anzuschaffen. Das sind doch keine Plüschtiere sondern LEBEWESEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ich hoffe eigentlich, dass diese Anfrage nur ein schlechter Scherz war...

Dagi
13.11.2002, 22:36
Hallo Maff,

Du hast sicher recht, daß ein Hundesitter im Prinzip eine gute Idee ist. ABER: Nicht, wenn ich z.B. einen Welpen anschaffen will. Wenn der von Anfang an einen Hundesitter hat, würde ich doch denken, daß die Bindung des Hundes an sein Herrchen nicht so ganz einfach über die Bühne geht...
Wenn man einen Hund bereits hat, und sich die Lebensumstände DANN ändern, ist das -KLAR- eine gute Sache!!! Aber wenn man erst gerade vorhat, sich einen anzuschaffen, ich weiß net...
Kann aber natürlich auch andere Meinungen geben.

Dagi + Amy

Hundenarr
15.11.2002, 10:19
Hallo Leute, ich habe diesen Diskussionspunkt sehr interessiert gelesen. Also ehrlich gesagt, würde ich mir keinen Hund anschaffen, wenn ich noch voll berufstätig wäre. Ich habe damit gewartet, obwohl es mir wirklich sehr schwer gefallen ist, bis ich 35 Jahre alt war und einen Job hatte, bei dem ich von zu Hause arbeiten konnte. Gerade wenn man mit einem Welpen liebäugelt, finde ich es ziemlich verantwortungslos, so einen kleinen Kerl direkt oder meinetwegen nach 4 Wochen Urlaub alleine zu lassen. Mal ehrlich, eine Mutter lässt ihr kleines Baby ja auch nicht alleine, oder? Außerdem sehe ich es genau wie ein paar andere in diesem Forum so, dass Hunde nun mal Rudeltiere sind, die in der Regel kaum alleine leben würden. Denkt mal an die Wölfe.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich schon Hunde, die relativ lange alleine bleiben können. Meine Freundin muss es leider mit ihrer Hündin so einrichten. Allerdings geht sie morgens eine Stunde spazieren und wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt, direkt wieder 1 1/2 Stunden mit dem Hund raus. Bei Wind und Wetter. Ich dagegen hätte - falls ich zur Änderung meiner Lebensumstände gezwungen würde - wahrscheinlich total verloren, weil meine Zweithündin, ein sensibler Greyhound aus ich weiß nicht wievielter Hand so unter Trennungsangst leidet, dass er nicht mal relativ kurz alleine bleiben mag. Natürlich muss auch das gelegentlich sein, denn ich muss ja auch mal zum Arzt oder wo hin, wo die Hunde nicht mit können.

In der anfangs beschriebenen Situation kann ich eigentlich nur dazu raten (wenn es denn wirklich unbedingt ein Hund sein soll), dass man sich in dem Fall - wenn überhaupt - nur einen etwas älteren Hund, besser natürlich zwei, anschaffen sollte, die das Alleinebleiben schon von vorneherein gewöhnt sind. In den Tierheimen sitzen genügend solche Doppelpacks. Allerdings sind das natürlich dann nicht immer unbedingt kleine Hunde, denn die wollen nun mal die meisten Leute - gerade heutzutage, wo es diese "super" Verordnungen :mad: :mad: :mad: gibt, haben. Ich würde mir aber das mit der Hundehaltung sehr, sehr genau überlegen, wenn ich eigentlich so gut wie keine Zeit für das/ die Tier/e hätte.

Hovi
15.11.2002, 17:50
Eigentlich ist in den bisherigen Beiträgen schon fast alles zu diesem Thema gesagt. Ein Hund ist und bleibt ein Rudeltier, und wenn ich ihm aufzwinge, 7 oder 8 oder noch mehr Stunden allein zu bleiben, wird er dieses Leid erdulden. Der eine leidet vielleicht still, der nächste bekommt Verhaltensstörungen...

Aber mal ganz abgesehen davon: ICH würde furchtbar leiden, wenn ich einen Job hätte, bei dem ich die ganze Woche über meine Hunde 8 Stunden oder länger alleinelassen müßte! Ich hätte ein derart schlechtes Gewissen, dass ich gar nicht mehr konzentriert arbeiten könnte. Mir geht´s ja jetzt schon so: Wenn ich Früh - oder Mittagsschicht habe, bin ich 6einhalb Stunden von meinen beiden erwachsenen (!!!!!!) Hunden getrennt. In dieser Zeit werden sie von einem Gassi-Geher geholt, der anderthalb Stunden mit ihnen spazieren geht. Effektiv "zu zweit allein" sind sie also nur 4 Stunden. Trotzdem denke ich ständig daran: Hilfe! Die Hundis sind alleine, die AAAAARMEN! Also, auf Dauer könnte ich nie und nimmer mit so einem schlechten Gewissen leben! Ich rede jetzt nur für MICH, vielleicht hab ich ja auch eine Macke ;) ....?!?

Liebe Grüße
Claudia

Cockerfreundin
15.11.2002, 18:04
Zitat
________

Also, auf Dauer könnte ich nie und nimmer mit so einem schlechten Gewissen leben! Ich rede jetzt nur für MICH, vielleicht hab ich ja auch eine Macke
________

Haste nicht :) :) :)
MIR würde es genauso gehen :)

grüße von
Annette + Basti :)