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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund und Beruf??



tara
26.10.2002, 17:49
Hallo!

Ich würde doch gerne einen Hund vom Tierheim bei mir (uns) aufnehmen.

Das erste Problem ist ja, dass mein Freund eigentlich keinen Hund möchte, da man mit Hund nicht mehr so spontan sein kann! Allerdings haben wir ja den Kompromiss gefunden, dass wir erstmal mit Hunden vom Tierheim spazieren gehen und uns dann entscheiden!

Das zweite Problem ist aber, dass ich mir nicht sicher bin, ob wir einem Hund überhaupt optimale Bedingungen für ein schönes Hundeleben bieten könnten!

Denn mein Freund und ich sind beide berufstätig!
Das heißt genauer, dass der Hund unter der Woche vormittags für max. 4,5 Stunden alleine wäre, mittags würde ich mindestens ne Stunde heimkommen und mit ihm rausgehen, und an drei Nachmittagen wäre er auch für 2-3 Stunden allein!
Nach der Arbeit würde ich ihn natürlich überall hin mitnehmen und mich intensiv mit ihm beschäftigen und evt. auch ne Hundeschule besuchen,...!

Aber ich bin mir echt net sicher, ob ich dem Tier damit was Gutes tue (wenn´s denn klappen sollte -> siehe erstes Problem! ;) )
Wenn ich andererseits daran denke, dass im Tierheim ca. 30 Hunde sitzen, die an nur fünf Tagen in der Woche nur 1x täglich ausgeführt werden (wenn jemand kommt, der sie ausführt), und die ansonsten den ganzen Tag ohne Bezugsperson in ihrem Zwinger sitzen und völlig abstumpfen, überleg ich mir, ob ein Hund es bei uns nicht doch besser hätte?!?!

Was meint ihr dazu?



Danke für eure Antworten!!

bewosan53
26.10.2002, 20:24
Hi Tara da bin ich schon wieder um dir meine erfahrung mit hund und beruf mitzuteilen,also meine 2 waren es 6jahre gewöhnt mich rund um die uhr bei sich zu haben. ich glaube du solltest dir wirklich erst mal ALLE nachteile der hundehaltung aufzählen.Tierarzt,hundesteue r, und wenn kein auto zur hand kein urlaub.zumindest kein ausland.dertag dreht sich im wesentlichen um den hund und all die sachen die dein schwiegervater dir schon aufgezählt hat.dann die positive seite jemand der IMMER für dich da ist,der immer versteht.die herrlichen momente mit einem lieben treuen tier Niiiie wieder möchte ich das missen.Schei... auf urlaub.seit april mache ich eine weiterbildung von 8-16 uhr und zum glück haben das meine jungs das alleinsein gut verkraftet.muß du bloß langssam angehen.vielleicht nach dem urlaub.hat dein freund sich endlich breitschlagen lassen.oder seid ihr noch am überlegen? ich wünsch dir viel glück tina

Tina2809
26.10.2002, 22:37
Liebe Tara!
An erster Stelle nennst Du die Einwände Deines Freundes- ich habe das Gefühl, innerlich hast Du Dich schon entschieden....nur Deinen Freund willst Du nicht überrumpeln.
Bei uns war, wie schon im anderen Thread gesagt, die Situation ähnlich (Freund war skeptisch).
Ich persönlich hätte mir nie einen Hund angeschafft, wenn nicht einer von uns den Hund tagsüber mit zur Arbeit nehmen könnte. Bei meinem Freund ist das gottseidank kein Problem.
Natürlich gibt es Hunde im TH, die das alleinsein gewöhnt sind, und Euer Modell ohne Probleme mitmachen könnten- da müsst Ihr Euch eben erkundigen.
Außerdem muß sich der Hund ja auch ein paar Tage/ Wochen bei Euch eingewöhnen-> Urlaub nehmen wäre ratsam!
Denk aber bitte auch daran, daß der Hund nicht nur gassigehen muß, sondern auch gepflegt und beschäftigt werden will. Futter, Tierarzt, Spielsachen, Leine(n) & Halsband, Näpfe, Medikamente, Steuern, Leckerlies, "Gassi- Ausrüstung" für Wind und Wetter fürs Herrchen.....kostet alles Geld. Ausserdem braucht ihr einen Pflegeplatz für Notfälle und Urlaub.
Wenn man sich wirklich einen Hund wünscht, sind das alles keine Argumente (weiß ich aus eigener Erfahrung)....trotzdem rate ich Dir: wenn Ihr beide wirklich einverstanden und Euch der Verantwortung bewußt seid, sucht in verschiedenen TH den Hund, der wirklich zu Euch passt!
Viel Glück wünschen
Tina & Timmy

edda
28.10.2002, 09:43
Hallo Tara,

also die Vorgängerin von Waro musste auch den ganzen Tag allein bleiben, außer Mittagspause. Sie war aber schon 12 Jahre als wir sie zu uns holten, da ihr Besitzer gestorben war und die Erben Asta einschläfern lassen wollten.
Es hat jedenfalls funktioniert und sobald Feierabend, Wochenende oder Urlaub war, war sie immer dabei.
Was ich aber neben den ganzen Kosten für wichtig halte, ist ein verläßlicher Hundesitter, der einspringt, wenn du mal nicht pünktlich Feierabend machen kannst oder die Mittagspause ausfällt. Wir hatten so jemanden und nur deshalb hat es auch so gut funktioniert, denn es kam schon mal vor, dass ich unsere Hundesitterin um 11 Uhr angerufen habe, ob sie mittags nicht mit Asta raus gehen kann. Später habe ich dann den Job gewechselt und konnte sie mit ins Büro nehmen, Wobei der Wechsel nichts mit dem Hund zu tun hatte.
Also mein Meinung: Ohne Hundesitter geht es nicht! Aber mit, kein Problem, so lange der Hund nicht mehr ganz so jung ist.

Es grüßen Edda & Waro, der mit ins Büro darf

Superjeile Zick
28.10.2002, 14:22
Hallo Tara!

Ich musste meinen Mann auch erst mal vom Hund überzeugen, doch als wir im Tierheim waren und Sam uns ansah, da war es geschehen;) . Wie soll man solchen Augen wiederstehen?!?

Bei uns ist es mit dem Berufsleben so. Mein Mann arbeitet Schicht und ich arbeite Ganztags um Büro. Somit ist mein Mann manchmal in der Woche ganz daheim oder nur halbtags usw..

Ich habe vor der Anschaffung von Sam mit meinem Chef gesprochen und ihn über diese Situation aufgeklärt. Somit hat er mir erlaubt Sam immer wieder mal mitzubringen:) . Mittlerweile ist es so, dass mein Chef ganz enttäuscht ist, wenn Sam mal einen Tag daheim bleibt :D. Als erste kommt dann kein "Guten Morgen" sondern "Wo ist die Fledermaus".

Vielleicht kannst du ja auch mal mit Deinem Chef reden. Fragen kostet nichts.

Außerdem gibt es Studien aus den USA, dass so ein Tier im Büro sehr viel Harmonie mitbringt, die Arbeitsmoral verbessert und die Produktivität steigert.

Gruß
Nadine & Sam

Wheatenmummy39
28.10.2002, 16:14
@ SuperZicke:D

Damit hast Du wirklich Recht auch ich hatte das Glück das ich einen Hund immer mit ins Büro nehmen konnte, den Rüden hat mein Mann meistens mit ( mein Mann ist Trucker ). Beiden Hunden gefiel es gut. Vor allem der Rüde der fährt supergerne Auto und somit ist der Truck meines Mannes sein zweites Zuhause.

Auch ich wurde gefragt wenn der Hund mal einen Tag zuhause blieb.

Ich konnte viel entspannter arbeiten wenn ich den Hund mit im Büro hatte als wenn er zuhause war und ich immer grübeln musste ob der Hund nicht zulange allein ist.

Ich habe damals einfach den Chef gefragt und siehe da er hatte nichts dagegen solange die Arbeit nicht drunter leidet


Seid lieb gegrüsst

Anja und die Wheatenteddys

bewosan53
28.10.2002, 20:03
Hallo alle zusammen,wenn ich höre wie gut es euren hunden geht komme ich mir schon wie eine Raben"mutter" vor. Denn benno und wotan müßen ca.8 stunden zu hause bleiben.aber dann sind sie die ersten.klamoten in die ecke leckerli raus (für braves zu hause bleiben) und dann sofort mit den beiden mindestens 1 stunde toben.na ja vielleicht fi´nde ich im Januar arbeit und darf die beiden dann auch mitnehmen.aber sie sind auch zu hause gaaaaanz lieb.habe die nachbarn gefragt.
gruß tina:) :) :) :) und bewo

Kessy
29.10.2002, 20:57
Hallo!! :)

Ich finde das Du dir ruhig einen Hund holen kannst!
Im Tierheim geht es im bestimmt schlechter als dann bei dir!
Ein Hund kann schon mal ein paar stunden alleine bleiben.
Mein Freund hat zum Glück keine probleme mit unserem Hund. Aber bei der Katze hat er dann einen Aufstand gemacht. Zum Glück war der Hund aber auf meiner Seite, Spike hat sich nämlich gleich mit Daisy angefreundet und somit war das Thema dann auch erledigt! :D

Also viel Glück

Kessy ;)

Schacki
30.10.2002, 08:29
Hallo,
also ich arbeite 19 Std/Woche und gehe zur Uni. 8 Stunden die Woche kommt eine Hundesitterin, die wirklich klasse ist und viel mit unserer kleinen spielt und tobt und auf die ich mich auch, wie z.B. während der Hitze toll verlassen kann. 1x die Woche kommt mein Hund 5Stunden mit ins Büro und als meine Sitterin in Urlaub war konnte mein Hund auch jeden Tag mit kommen. Die Wochenenden und Nachmittage sind aber fest in Hundehand, also ich könnte mir zeitlich kein zweites Hobby leisten. Ich organisiere gerne alles für meinen Hund, und glaube, dass macht jeder Hundebesitzer. Da ist es auch nicht so schlimm, dass ich manchmal um 5:30 aufstehen muss um mit der Taschenlampe im ströhmenden Regen noch einen langen Spazirgang zu machen bevor ich sie auch mal ein paar Stunden alleine lassen muss. Das geht schon alles.
Gruß Schackie

Superjeile Zick
30.10.2002, 09:41
@tina
Ich denke mal nicht, dass Du eine ^"Rabenmutter" bist. Schließlich bekommen Deine Hundis Aufmerksamkeit und Liebe.
Ich finde manche Hunde haben es so besser, als täglich von Kindern als Sofftier benutzt zu werden. Es gibt auch Menschen die sehen ihren Hund jeden Tag und jede Stunde und Misshandeln sie aber auf das schlimmste. Da finde ich allein daheim bleiben, wenn man dann abends und an Wochenenden einen Ausgleich schafft, mehr als fair.

@tara
Wie Du siehst, alles nur Sache der Organisation. Wenn man alles mal vernünftig überdenkt und organisiert, dann passt in fast jeden Haushalt ein Hund.
Außerdem kann man auch mit Hund immer noch spontan sein. Ein Hund kann nach relativ kurzer Zeit und Eingewöhnung auch mal 2-3 oder mehr Stunden allein daheim bleiben. Mach das mal mit einem Baby. (Das war jetzt an ganz spezielle Freunde von mir gerichtet und somit ein Wink mit dem Zahnpfahl)

Gruß
Nadine & Sam

bewosan53
30.10.2002, 20:57
@ hi Nadine danke für deine lieben Zeilen ,aber ich habe manchmal wirklich ein schlechtes Gewissen.Wenn ich z.B. in der Schule sitze und mir ein saublödes Thema anhören muß,denke ich man labber nicht so meine Wauwis warten.Und wenn ich dann so lese wie gut es doch die meisten Hunde hier haben,na ja.Aber besser als die armen Zwingerhunde,haben es meine doch.Wer sich einen Hund nur im Zwinger hält oder aus Prestigegründen kauft soltte bestraft werden.
L.G. Tina,benno und Wotan

Siene
05.11.2002, 15:48
Hallo erstmal,

wir haben uns vor ca. 9 Wochen einen Hovi-Mix aus dem Tierheim geholt, wir arbeiten ebenfalls beide! Wir haben das wie folgt geregelt, ich arbeite drei mal die Woche bis 16:00 Uhr an diesen Tagen geht mein Freund erst spät ins Büro, wenn ich "spät" habe, komme ich erst gegen 18:30 Uhr nach Hause, an diesen Tagen geht mein Freund früh und kommt gegen 16:00 Uhr nach Hause. Das gute ist, dass mein Freund unseren Hund 1-2 mal die Woche mit auf die Arbeit nehmen kann! Allerdings sind wir BEIDE Hundeverrückt!

Cockerfreundin
05.11.2002, 19:00
... das kenn ich auch, obwohl ich *nur* Teilzeit arbeite und der Nachmittag von Anfang an *uns* gehört hat...

Zitat
__________

Wenn ich z.B. in der Schule sitze und mir ein saublödes Thema anhören muß,denke ich man labber nicht so meine Wauwis warten
__________

Stimmt :) :) . Geht mir auch so, wenn ich mir unsere betriebsinterne Sitzungskultur anschaue :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Die Wichtigkeiten verschieben sich eben :D :D :D

Grüße von
Annette + Basti, der manchmal mit ins Büro *darf*, meistens aber den Vormittag Zuhause *verpennt* :)

bewosan53
05.11.2002, 21:04
Hi Annette,danke dir für deinen Beistand. musste mir gerade wieder von "jemanden" anhören "unter solchen Umständen besser keinen Hund" Aber meine Jungs sind ja schon 6 J.und ich habe zuvor immer bis 4 Stunden gejobt.Als dann das AA mit dieser Schule kam (darf ja nicht nein sagen) bin ich dann immer später nach Hause gekommen,damit sie sich daran gewöhnen.Manchmal sitze ich in der Schule und mache Strich-
liste bis 24.Januar. Dann bin ich wieder zerrissen,auf der einen Seite möchte ich endlich wieder Arbeit und auf der anderen mag ich die Jungs nicht wieder allein lassen.Hundesitter verlangen ca.10 € pro Hund.habe aber nur 350.- zum Leben.
Aber wie gesagt ich denke ich bin genug mit den Hunden draussen und mein gesamtes Leben ist aud die 2 ausgerichtet.
So sei lieb gegrüßt von
Tina,Benno und Wotan

maff
13.11.2002, 14:33
Hallo Tara!

Ich finde es super, wie viele Gedanken Du Dir machst, leider gibt es sehr viele Leute, die sich einen Hund holen und erst hinterher über die Konsequenzen nachdenken.
Zuerst im Tierheim Gassi zu gehen, ist sicher die richtige Entscheidung. Denn Dein Freund sollte schon auch überzeugt sein. Denn trotz aller Vorsätze: Manchmal ist man fertig oder gar krank, hat keine Kraft - und der Hund ist trotzdem da. Da sollte man einen Partner haben, der wirklich 100-prozentig dahinter steht und sich dann genauso intensiv kümmert. Sollte er nämlich absolut gegen einen Hund sein, ist spätestens in solchen Härtefällen Streit vorprogrammiert.
Wg. Alleinsein_ das finde ich nicht so tragisch. Allerdings würde ich auch zunächst meinen Urlaub für die Eingewöhnung opfern. Min Freund und ich haben uns jeder 3 Wochen (nacheinenader) genommen, so dass der Hund erst 6 Wochen lang an seine Umgebung gewöhnt wurde. Man muss es sicher nciht so lange machen, bei uns hat es sich aber als großes Plus herausgestellt, da wir dem Hund in dieser Zeit eben auch stufenweise das alleine sein beigebracht haben.
Unserer ist manchmal auch ein paar Stunden alleine. Das müssen sie auch können, schließlich will man mal ins Kino, oder Essen, Einkaufen etc. man kann den Hund nicht immer mitnehmen, das ist einfach so.
Bei uns funktioniert es prima. Kleiner Tipp: Bevor Du ihn alleine läßt, mach einen Riesenspazergang und gib ihm dann was zu essen. Dann schlafen sie meinesten eh erst mal ein paar Stunden. (Am Anfang sollte es die Leckerlis natürlich nur geben, wenn Du nach Hause kommst, als Belohnung).
Wie gesagt: Am wichtigsten ist, dass ihr beide Euch einig seid. Ihr könnt Euch ja auch von Anfang an um einen Hundesitter kümmern.
viele Grüße,
maff