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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angstzustände



uekeldue
25.10.2002, 19:17
:confused: Hallo zusammen,
wir haben hier ein echtes Problem mit unserer Hündin, ein Katalonischer Hirtenhund, 7 Jahre alt. Wir wohnen in einer Mietwohnung in welcher der Speicherboden (unsere Decke) aus Holz Verlegeplatten besteht. Diese arbeiten im Winter wenn in der Wohnung geheitzt wird so stark dass es laut anfängt zu knacken (krachen). Bei diesem Geräusch flippt unsere Hündin förmlich aus, Sie zittert am ganzen Körper und läuft wie verrückt umher als würde Sie schutz suchen (verkriecht sich unter unseren Beinen wenn wir in der Nähe sind.) Wir haben wirklich schon alles erdenkliche versucht. Wir sind ruhig geblieben und haben Klara (unsere Hündin ) ignoriert, haben Sie schon ermahnt und geschimpft und haben auch schon versucht Sie im Spiel an das Geräusch zu gewöhnen indem einer auf dem Dachboden rumsparng und einer mit der Klara in der Wohnung spielte, alles nacheinander in großen abstand natürlich. Wir wissen wirklich nicht weiter.
Vielen Dank für Eure Hilfe.

gini_aiko
25.10.2002, 19:26
hallo,

also das mit dem schimpfen würd ich auf jeden fall lassen. damit wird (oder habt ihr schon) ihre angst vergrößert.

ich würde mal versuchen ihr verhalten WEITER zu ignorieren, denn umso mehr ihr TRARA um die ganze sache macht umso mehr fühlt die hündin sich in ihrer angst bestätigt. ich weiß, das ist leichter gesagt als getan.

zusätzlich würde ich euch die gabe von bachblüten raten. aiko hat sich zum beispiel gefürchtet in unbekannte gebäude zu gehen. er hat sich regelrecht in den boden gestemmt und wollte partout nicht weiter gehen. ich hab dann einfach immer gesagt *komm da gehn wir rein, da gibts nichts zum fürchten* und ich bin immer souverän und schnell voraus reingegangen. nach wenigen gaben von bachblüten aspen (nr. 2) hat sich das problem bei jedem unbekannten gebäude in wohlgefallen aufgelöst.

ich weiß, bei euch ist die situation etwas anders, aber vielleicht hilft es.

ganz wichtig ist natürlich eurer verhalten. achtet mal ganz genau wie ihr reagiert, wenn das knarren beginnt. verkrampft ihr euch vielleicht? schaut ihr angespannt zu zimmerdecke? ...
beobachtet eurer verhalten mal ganz genau!

hoffe ich konnte euch etwas helfen!!

lg claudia mit gini und aiko

pudelrudel
29.10.2002, 11:33
Hallo Angstzuständen auf jedenfall ignorien und den Hund niemal streicheln , das fällt schwer aber durch Streicheln und Zureden bestätgts du nur ihre Angst und es wird dadurch schlimmer , Richtig ist wie du schon angefangen hast , Spiele mit dem Hund , geben in leckerchen wenn er mitspielt und lenke ihn dadurch ab . Man kann zwar mit Hömopathie und Bachblüten unterstützen aber es ist keine Dauerlösung , immer wieder ablenken vielleicht klappt es und mit der Zeit wird es besser ,. MFG Bärbel

cheroks
29.10.2002, 12:00
Ganz genau!
Wenn du einen Hund hast, der auf Umweltreize mit Angst reagiert, kannst du nicht viel machen. Ich würde auch mal eine Zeit lang keine Ablenkung versuchen. Benimm dich wie sonst auch, lenke nicht bei jedem Knarren die Aufmerksamkeit auf deinen Hund. Überlass sie sich selbst!
Meine Hündin ist zwei Jahre lang bei jedem Gewitter "Amok" gelaufen, obwohl alle anderen Hunde nicht mal mit der Wimper gezuckt haben. Da musste sie durch, es nützt ja nichts. Sie hat sich unterm Tisch oder im Keller verkrochen, gezittert wie Espenlaub und gehechelt! Das habe ich komplett ignoriert. Ist sie aber aus ihrem Versteck heraus gekommen, habe ich sie tierisch gelobt, denn das ist ein Vertrauenszuwachs! Dann ist sie meist ganz schnell wieder weg. Mittlerweile zucken noch mal kurz die Ohren, aber Geräusche bringen sie nicht mehr aus Ruhe. Es liegt an dir, ob du darauf reagierst oder nicht, deine Hündin wird sich deinem Verhalten anpassen. Wenn sie dir leid tut, wird sie sich auch leid tun.Also, lass sie in Ruhe und
halte durch;)
LG

Sommersprosse
29.10.2002, 17:43
Hallo!
Erstmal schließe ich mich denjenigen an, die sagen, dass man den Hund auf keinen Fall beruhigen sollte. Er denkt dann, es muss wirklich was Schlimmes sein, wenn alle mich noch trösten und es wird verstärkt.
Davon abgesehen würde ich dir raten, es mit Bachblüten zu versuchen. Das klappt übrigens auch an Sylvester recht gut. Mit den sogenannten "Rescue-Tropfen" (gibts in der gut sortierten Apotheke) bringst du den Hund wieder ins seelische Gleichgewicht und die Angstzustände bessern sich. Versuch es mit zwei Tropfen ins Maul. Eventuell kannst du einen weiteren Tropfen dazu geben.