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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerechte Strafe!?!?!?!?



Schugga
13.01.2007, 12:00
Hallo!

Das hab ich eben im Internet gefunden:

Dicker Hund: Besitzer von fettleibigem Labrador verurteilt

Weil ihr schwarzer Labrador fast so fett wie ein Walross war, sind zwei englische Hundebesitzer zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Wegen „der Verursachung unnötiger Leiden“ müssen die 52 und 63 Jahre alten Brüder aus der Kleinstadt Ely in der ostenglischen Grafschaft Cambridgeshire jeweils 250 Pfund (rund 370 Euro) Strafe zahlen, berichtete die „Times“. Zudem verhängte das Gericht eine Bewährungsfrist von drei Jahren. Der zehn Jahre alte Labrador namens Rusty hatte fast 75 Kilogramm gewogen - etwa das Doppelte des Normalgewichts. Nach dem Urteil erklärte die Vereinigung britischer Veterinäre, etwa 30 bis 40 Prozent aller Hunde im Königreich seien übergewichtig. Schon vor dem Prozess war für den fetten Rusty eine Diätkur angeordnet worden. Zudem bekam er Medikamente gegen seine Arthritis, um ihn beweglicher zu machen. Er nahm 22 Kilogramm ab. Die Behandlung kostete umgerechnet rund 4500 Euro.

Was haltet Ihr davon?
Gerechte Strafe?
Oder zu wenig Strafe?
Würde mich mal interessieren, was Ihr da so denkt!

Ta-Ishin
13.01.2007, 15:23
Was haltet Ihr davon?
Gerechte Strafe?
Oder zu wenig Strafe?
Würde mich mal interessieren, was Ihr da so denkt!

hm, ich denke, wenns dem hund jetzt wieder gut geht, ist zusätzliche bestrafung nicht nötig.
DASS die behandlung gemacht werden musste, finde ich absolut in ordnung! ich meine, menschen können selbst entscheiden, wie viel und was sie essen. wenn sie so fett werden, dass ihre gesundheit ruiniert wird, ist das ihre eigene schuld.
anders ist es bei kindern und tieren. die sind abhängig von ihren betreuern. und wenn diese dann mist bauen, ist es nur recht und gut, dass sie es wieder in ordnung bringen müssen (kommt natürlich auch auf die schwere des mists an, ist ja ein unterschied, ob ein hund schlecht ernährt oder misshandelt wird).
sollte es dann noch mal vorkommen, bin ich schon für drastischere bestrafung - geldbuße oder tier wird weggenommen.
bei argen vergehen wie misshandlung etc. sollte diese konsequenz gleich beim ersten mal gesetzt werden.
mag sein, dass ich streng bin, aber es ist nun mal meine meinung, dass sich jeder mensch frei entscheiden kann, ob er sich tiere/kinder "zulegt".
WENN er es tut, trägt er die volle verantwortung.
wenn er diese nicht erfüllen kann, müssen konsequenzen gezogen werden.
und bei hunden, die misshandelt werden, ist die einzige sinnvolle konsequenz, ihn da raus zu holen.
bei kindern ist alles noch hundert mal komplizierter... aber das ist ja jetzt nicht das thema.

lg, sigrit

Ramona71
13.01.2007, 15:30
Hallo Annika!

Gerechte Strafe?Weiß nicht so recht...Kann man Gefährdung von Leben in Geld aufwiegen?

Allerdings empfinde ich es als Fortschritt,daß überhaupt mal Jemand für derartige "Liebe durch den Magen" bestraft wird!

Gloriaviktoria
15.01.2007, 09:57
Hm, also ich denke, die Strafe könnte sicher höher sein - aber ich finde, es ist schon mal ein Fortschritt, dass sowas überhaupt bestraft wird! Das ist auch eine Form von Tierquälerei!
Also wenn mein Freund und ich jeweils 370 Euro zahlen müssten, würde uns das auch im Geldbeutel weh tun. Müssen die Besitzer übrigens auch die Kosten für die Diätkur tragen, oder wer zahlt das, das habe ich nicht ganz verstanden?
Und drei Jahre Bewährung - das heißt, es wird auch in Zukunft kontrolliert, wie es dem Hund geht. Ich hoffe nur, dass die Besitzer eingesehen haben, dass sie ihrem Hund sehr geschadet haben.

lammi88
15.01.2007, 10:11
Hm, also ich denke, die Strafe könnte sicher höher sein - aber ich finde, es ist schon mal ein Fortschritt, dass sowas überhaupt bestraft wird! Das ist auch eine Form von Tierquälerei!

Stimmt - leider gehen die Engländer da auch konsequenter vor, als wir hier in Deutschland...wo sexueller Mißbrauch von Tieren - wenn überhaupt - als Sachbeschädigung abgehandelt wird..:-(0) :-(0) :-(0)
Was mich nur wieder stört: weshalb verurteilt man diese Leute nicht zu Sozialstunden in einer TA Praxis oder im Tierheim, wo sie etwas dazulernen könnten? Ist auch immer schön Geldstrafen zu verhängen, an denen Vater-Staat verdient... Wieso setzt man die Geldstrafe nicht als erzwungene Spende für Tierheime ein??? Die könnten es bestimmt gut gebrauchen :?:

Gloriaviktoria
15.01.2007, 13:43
Wieso setzt man die Geldstrafe nicht als erzwungene Spende für Tierheime ein??? Die könnten es bestimmt gut gebrauchen :?:

Wird ja vielleicht gemacht, steht bloß nicht in der Presse? :?:

lammi88
15.01.2007, 14:13
Denke nicht, daß das zum Tierheim geht. Habe sowas - zumindest hier in Deutschland - noch nie in einem Urteil gesehen... Aber denken wir mal positiv - England ist nicht so gierig wie Deutschland :D

Diegos Chefin
29.01.2007, 11:20
Ich denke nicht, dass es wirklich objektiv "gerechte" Strafen geben kann. Ich denke dass Strafen abschrecken oder eben zum Umdenken anregen sollen. Wenn es funktioniert hat, dann hat die Strafe gepaßt.
Verletzungen und Leiden kann man nicht durch Strafen beseitigen, genausowenig wie durch Rache.

Silberwölkchen
29.01.2007, 11:54
Was mich nur wieder stört: weshalb verurteilt man diese Leute nicht zu Sozialstunden in einer TA Praxis oder im Tierheim, wo sie etwas dazulernen könnten? Weil eine Arbeit dort nicht zwangsläufig zur Einsicht führt? Sollen die nächsten Tieren dann dort gequält werden?
Leider neigen ja Menschen, die zu Sozialstunden gezwungen werden, nicht unbedingt zwangsläufig dazu, sich auch damit zu identifizieren und sich für die Tiere dort voll einzusetzen.

Dann wäre eine Zwangsspende an eine Tierheim oder gemeinnützigen Verein viel sinnvoller...das Geld kommt zu den richtigen und die Menschen sind nicht wieder mit Tieren zusammen, die sich im Zweifelsfall ja nicht über schlechte Behandlung beschweren können.

lammi88
29.01.2007, 14:04
Weil eine Arbeit dort nicht zwangsläufig zur Einsicht führt? Sollen die nächsten Tieren dann dort gequält werden?
Leider neigen ja Menschen, die zu Sozialstunden gezwungen werden, nicht unbedingt zwangsläufig dazu, sich auch damit zu identifizieren und sich für die Tiere dort voll einzusetzen.

Dann wäre eine Zwangsspende an eine Tierheim oder gemeinnützigen Verein viel sinnvoller...das Geld kommt zu den richtigen und die Menschen sind nicht wieder mit Tieren zusammen, die sich im Zweifelsfall ja nicht über schlechte Behandlung beschweren können.

Ich denke schon, daß eine Arbeit dort zumindest ein wenig "Lernprozeß" bringen kann. Natürlich unter Aufsicht und mit Erklärungen. Diese Leute da "nur so reinzustecken" - klar, DAS würde nichts bringen. Es würde auch nichts bringen sie nur für ein paar Tage dort unterzubringen. Es müßten schon so 3 oder 4 Monate sein. Ich bin immer noch der festen Überzeugung, daß solche Art von Fehlverhalten erlernt und nicht angeboren ist. Und ich denke schon, daß wenn man diese Leute dazu bekommt etwas nachzudenken, daß dann auch etwas erreicht werden kann (okay- hoffnungslose Fälle gibt es immer....z.B. weil einfach da Hirn fehlt... wie bei dem Vater meines Ex....:-(0) )
Klar, eine Geldspende tut wenigstens dem Konto weh - aber Einsicht bringt sie nie und nimmer. Die holen sich den nächsten Hund/ Katze und machen weiter, bis man sie wieder aufhält. Es gab hier in Hamburg vor Jahren eine Fall einer sogenannten "Züchterin". Die hielt irgendwie so an die 50 Hunde (und ich glaube es waren auch Katzen dabei) in ihrer kleinen Wohnung unter schlimmsten Verhältnissen. Der hat man die Tiere weggenommen und Zuchtverbot und Geldstrafe erteilt. 1 Jahr später wurden wieder zig Tiere bei ihr beschlagnahmt....Die hat mit den Tieren so viel Geld verdient, daß ihr die Strafe nichts ausgemacht hatte... DAS kann es doch auch nicht sein, oder? :?:

Eva1960
29.01.2007, 18:48
Hallo zusammen,

in der Sache möchte ich Horst Stern (keine Ahnung ob den hier noch jemand kennt) aus seinem Buch "Bemerkungen über den Hund" zitieren: "Mich dauert kein Hund, der von einer alten Dame totgefüttert wird! - das ist aus der Sicht des Hundes kein! schreckliches Leben, arm sind u.a. die Hunde die von skrupellosen sogenannten Züchtern als Gebärmaschinen mißbraucht werden etc.,etc....."
denkt mal von der Seite darüber nach......

Viele Grüße

Eva

PS: Ich kenne auch mehrere Besitzer(innen) von sehr korpulenten Katzen, wo ich mir auch denke, das muß doch nicht sein - aber wirklich arm sind diese Tiere doch auch nicht.

Gloriaviktoria
29.01.2007, 18:54
denkt mal von der Seite darüber nach......

Hab ich getan, und ich finde beides schlimm :confused:

Eva1960
29.01.2007, 19:01
Sicher ist es nicht in Ordnung, seinen Hund (oder seine Katze oder andere Haustiere) totzufüttern, aber selber essen wir ja auch häufig zuviel.
Wenn ihr die Besitzer von zu dicken Tieren rechtlich belangen wollt - was ist dann mit den Eltern von sogenannten XXL-Kindern?

Grizabella
29.01.2007, 19:52
Horst Stern ist mir bekannt.

Mit der Fettleibigkeit hab ich so ein bisschen Probleme, nicht nur meine persönlichen. :D

Als ich ein Kind war, bestand meine nächste Wohngegend aus wenigen Häusern, um die den ganzen Tag und bei jedem Wetter Kinder wie ich herumrannten (und AUSSERDEM war zu Hause Schmalhans Küchenmeister), gefolgt von ewig dahinrennenden Dorfkötern und fortwährend über die Wege und Straßen flüchtenden Katzen - Hundefutter? Katzenfutter? Gegebenenfalls Tischreste, und was ihr so stehlt und fangt. Über das Alter der Haustiere hat sich seinerzeit wohl kaum jemand Gedanken gemacht.

Klar war es schon wesentlich anders, als ich in die Stadt kam. Hunde hatten da wohl keinen Auslauf a la Dorfköter, Katzen manchmal schon, und ich rannte auch viel herum.

Heute haben wir für jede Tierart penibel passendes Tierfutter, nur mehr für wenige Katzen Auslauf, und die Hunde, wie mir scheint, kommen z.B. wegen der Berufstätigkeit der Frauen, die früher ausschließlich im Haushalt waren, auch kaum hinaus. Wobei es viele langjährige Hundegefährten gibt, die mit Herrchen und Frauchen alt geworden sind, und beide Seiten haben dann schon wenig Interesse, stundenlang spazieren zu gehen. Da kann ich nichts Anstößiges daran finden. Aber jedenfalls sind die Dorfköterzeiten so gut wie überall vorbei.

Wundert euch das Ergebnis? Wer sich nicht selbst gewaltig am Riemen reisst, kommt an diesem Zug der Zeit nicht vorbei. Ich denke oft darüber nach, wie es zu ändern ist - Cleo ist auch ein gutes Moppelchen, und Frauchen hats mit den Knien, wir beide sind, na ja, "stattlich".

So leicht mag ich da kein vernichtendes Urteil fällen. Im Beispiel aus England allerdings ist das Gewicht des Hundes doch über alle Grenzen gegangen. Strafen dafür - also, ich weiss nicht recht.

Eva1960
29.01.2007, 20:51
:tu: Grizabella,

ich gehöre aus figurtechnischen Gründen auch zu denen, die hoffen daß hier nicht eines Tages die "Figurpolizei" vor der Tür steht und zu ermitteln beginnt:D - wahrscheinlich werden dann Frauchen (und auch Herrchen) zuerst zur Rede gestellt und dann erst die vierbeinigen Familienmitglieder.

Schönen Abend

Eva

Gloriaviktoria
29.01.2007, 22:45
ich gehöre aus figurtechnischen Gründen auch zu denen, die hoffen daß hier nicht eines Tages die "Figurpolizei" vor der Tür steht und zu ermitteln beginnt:D - wahrscheinlich werden dann Frauchen (und auch Herrchen) zuerst zur Rede gestellt und dann erst die vierbeinigen Familienmitglieder.

Na da reihe ich mich doch gleich ein :floet:

Müsli
30.01.2007, 12:17
Ich finde,dass solche Strafen nícht automatisch als ungerecht empfunden werden sollten,da man-wie man anhand dieses Threads sehen kann- durch solche erreicht,dass die Tierbesitzer zum Nachdenken gezwungen werden. Man disskutiert darüber,man erzählt es weiter,.. So wird manchen Leuten vielleicht (wieder) bewusst,dass sie mehr auf die Ernährung ihrer Tiere achten sollten. Jedenfalls wirkt es als abschreckendes Beispiel und jeder,der sein Tier SO derartig mästet,bekommt vielleicht eben einen Denkanstoß. Ein Speckröllchen zuviel hat sicher noch keinem Fellpopo geschadet-aber wenn ein Tier doppelt so viel auf die Wage bringt,wie es sollte,finde ich Bestrafungen durchaus angemessen. Wer schon einmal mitansehen musste,wie sich ein so übergewichtiger Hund die Stufen hinaufquält und wie sehr er leidet,wenn er nicht mit den anderen beim Spielen mithalten kann,versteht meine Einstellung wahrscheinlich. :o

Silberwölkchen
30.01.2007, 13:26
Sicher ist es nicht in Ordnung, seinen Hund (oder seine Katze oder andere Haustiere) totzufüttern, aber selber essen wir ja auch häufig zuviel.
Wenn ihr die Besitzer von zu dicken Tieren rechtlich belangen wollt - was ist dann mit den Eltern von sogenannten XXL-Kindern?
Wenn das bei den Kinder nicht auf eine Erkrankung (Schilddrüse usw.) zurückgeführt werden kann....ja, warum denn nicht? :?:

Denn Eltern, die den Kindern den ganzen Tag nur Pommes und Cola vorsetzen, oder sie ähnlich hochmästen, versauen den Kindern das ganze Leben. Da sollte man vielleicht nicht unbedingt mit Geldstrafe kommen, sondern wohl auch eher mit Ernährungsberatung und Zwang, zum Jugendamt zu gehen.

Aber wer einem Wesen, das sich nicht wehren kann, mutwillig die Gesundheit versaut (später: Diabetes, Knochenerkrankungen, Herz-Kreislauf, von sozialen und psychischen Problemen abgesehen), hat es nicht anders verdient.

Wobei ich es bei einem Kind noch schlimmer finde, als bei einer katze. Finde aber, beides müßte geahndet werden, weil beides ein Zeichen von Verantwortungslosigkeit ist. Und ich meine nicht ein bisschen Übergewicht, sondern wirklich XXL-Kinder und halt auch XXL-Tiere.

Grizabella
01.02.2007, 00:13
Bekäme ich eine Geldstrafe für das Übergewicht meiner Cleo, könnte ich sie schlichtweg nicht bezahlen (wie viele andere Rentner auch), und das wärs dann, davon einmal abgesehen, dass Ulli bei der gleichen Fütterung derart schlank ist, dass man das schon als mager bezeichnen könnte. Was davon ist jetzt Mutwilligkeit?

Bei Kindern ist es noch schwerer. Zwar hatte ich unter meinen vieren keines, das über die vorgesehene Altersuntergrenze an Gewicht hinauskam, aber es ist nicht leicht, gesunde Ernährung in ein Kind hineinzubringen. Welches Kind isst schon täglich frisch gekochtes Gemüse? Sowas wird ja nicht einmal in Kindergärten und Horten geboten, und wenn doch, dann halten sich die im Essen zurück um möglichst bald darauf mit ihrem Taschengeld zu McDonalds zu rennen - womöglich die einzige körperliche Tätigkeit am Tag. Welches Kind lässt sich am Wochenende zu einem Halb- oder Ganztagsausflug durch den Wald oder die Berge schleifen, wenn die Altersgenossen zu Hause sitzen und sich an all ihrem elektronischen Schmarrn delektieren?

Na, das macht mal mit euren Kindern, viel Vergnügen. Standardsätze wie "Mir ist faaaaad" (Ausflüge) bzw. "Der ... oder die ... kriegen zu Hause so oft Pizza oder sie gehen essen" werden euch bis in die Nacht hinein begleiten. Da hab ich es ja mit den Katzen noch leichter, wenigstens fallweise kann man sie zum Spielen animieren, und Futter wird gefressen oder auch nicht.

@ Eva,

Das mit der Figurpolizei ist so abwegig gar nicht. Manche Amtsärzte werken da in eigenartiger Weise, beim Führerschein z.B. Da stellte doch einer bei einem 45-Jährigen, der wegen des Uraltfotos einen neuen Führerschein beantragt hatte, fest, der sei korpulent (das war er tatsächlich), daher bestünde die Möglichkeit, er könne zum Diabetiker werden. Seine Befunde waren in schönster Ordnung; den Führerschein bekam er nur mehr befristet.

Eva1960
01.02.2007, 06:34
Guten Morgen,

@Grizabella: Ich weiß, daß in Deutschland Beamte vor ihrer Einstellung ärztlich untersucht werden und dabei auch ein bestimmtes Gewicht (ihrer Größe entsprechend) nicht überschreiten dürfen. Bei ihrer Einstellung - was dann passiert kümmert keinen mehr.
Ich kenne eine Beamtin die sagt, sie wäre froh wenn sie jedes Jahr zu dieser Untersuchung MÜSSTE und damit den Druck hätte ihr Gewicht zu halten.......

viele Grüße

Eva

Silberwölkchen
01.02.2007, 20:16
Bekäme ich eine Geldstrafe für das Übergewicht meiner Cleo, könnte ich sie schlichtweg nicht bezahlen (wie viele andere Rentner auch), und das wärs dann, davon einmal abgesehen, dass Ulli bei der gleichen Fütterung derart schlank ist, dass man das schon als mager bezeichnen könnte. Was davon ist jetzt Mutwilligkeit?Naja, aber es leben ja selten eine 10kg Katze und eine supermagere in einem Haushalt, wo sie die gleiche Nahrung bekommen zusammen? Und wenn jemand ein Tier, das nicht aufgrund einer Erkrankung so dick geworden ist, derart mästet, dass es doppelt so viel wiegt, wie normal, dann ist das für mich ganz klar Mutwilligkeit.

Dasselbe bei den Kindern: Wenn ein Kind ein paar Kilochen zuviel hat, regt es keinen auf. Von denen redete ich aber auch nicht. Wenn aber ein 6jähriger 10 kg Übergewicht hat und sich das dann bis 15-16 auf 40-50 kg Übergewicht auswächst (!!!), dann sind die Eltern ganz klar in der Verantwortung. Natürlich ist es schwer, "nein" zu sagen.

Aber meiner Meinung nach ist es eine Frage der Erziehung und wie man dem Kind vermittelt, was man tut. Man kann z.B. "supercool" Fußball spielen, wenn Wandern/Ausflüge zu langweilig sind. Oder Karate bzw. andere "coole" Sportarten aussuchen, wo sich die Kleinen austoben können. Dann macht der eine oder andere Hamburger auch nix.

+ genau wie bei den Katzen kann auch ein Kind sich die Geschmacksnerven verderben. Wenn man also drauf achtet, dass es nicht von früh an "Fertigfutter" und Pizzen bekommt, dann schmeckt ihm auch später Obst und Gemüse noch.
Ein Hamburger schmeckt u.a. auch deshalb, weil es erlernt wurde. ;) Man kann z.B. auch Hamburger selber machen.


Sorry, soviel wollte ich gar nicht schreiben. Zusammengefasst: Ich verstehe deinen Standpunkt, bin aber der Meinung, dass man sowohl bei den Katzen als auch (bzw. vor allem) bei den Kindern nicht die Verantwortung abgeben kann ;)

Grizabella
02.02.2007, 00:45
Wenn man heutzutage, was ja praktiziert wird, davon absieht, Eltern, die ihre Kinder schlagen, zu bestrafen, sondern sie zu einem eltern-kind-gerechteren Verhalten zu bringen, dann würde ich schon überhaupt nicht einsehen, dass Eltern von fettleibigen Kindern bestraft würden, sondern ich würde mir eben diese Hilfestellung für Eltern auch erwarten, damit sie ihre Kinder auf einen ernährungstechnisch richtigeren Weg bringen.

Es ist nicht zu leugnen, dass das sehr schwer sein kann, denn das kindliche Umfeld kann vieles kaputtmachen, was zu Hause praktiziert wird. Zu Hause sind Kinder ab dem Kindergarten- und Schulalter leider viel zu wenig, was bedeutet, der ausserhäusliche Einfluss ist einfach stärker, und es gibt in der gleichaltrigen Gesellschaft viel Unvernunft.

Wenn ihr bei euren Kindern all diese Probleme NICHT habt, umso besser. Auch ich hatte sie bei keinem meiner Kinder, aber ich weiss, dass sie heute vorhanden sind und zunehmen.

Soll man eigentlich auch die Eltern von drogensüchtigen Kindern bestrafen?

Um zu den Tieren zurückzukommen: Cleo, vom Gebäude her klein und zart, hat 5,85 kg. Als sie zu mir kam, war sie frisch kastriert, was eine Ursache sein kann, aber nicht muss. Ich habe unter all meinen bisherigen 15 Katzen noch keine ausser Cleo mit einem Gewichtsproblem gehabt. An ihrer Gesundheit liegt es nicht. Ulli, ein Riesenkater, wiegt trotz starker Gliedmaßen 5,10 kg, auch er ist gesund und frisst weit mehr als Cleo. Aber es könnte leicht sein, dass ein Uneingeweihter glaubt, er bekäme bei mir zu wenig zu fressen.

Verantwortung ist gut, aber wo und wann beginnt sie, wo und wann hört sie auf (bei Kindern meine ich)?

Cleo-Felix
02.02.2007, 16:18
Hallo miteinander!

Ich habe hier die Beiträge mal so durchgelesen und bin etwas ins grübeln gekommen :)

Das mit dem Gewicht ist halt nicht immer ganz so einfach. Ich glaube nicht, dass jemand seine Katzen oder andere Tiere "mutwillig" fett füttert. Eher gibt es vielleicht Leute die einfach schlecht über Ernährung informiert sind und es nicht besser wissen (was jetzt nicht eine Ausrede sein soll). Natürlich ist es ab einem gewissen Punkt offensichtlich dass ein Tier fett ist aber es hängt auch von der Umgebung und Sozialisation ab in der das Tier wohnt. Ein Herrchen von einer Katze das vielleicht selbst um 20kg zu viel auf die Waage bringt, dem es aber gesundheitlich gut geht, wird möglicherweise nicht verstehen warum es seiner Katze mit Übergewicht schlecht gehen sollte. Bzw. muss man sich auch immer die Frage stellen warum das Tier so fett ist!!! Wenn das Tier wenig isst und einigermaßen Bewegung macht, hat das nichts mit schlechter Ernährung zu tun, sondern vielleicht eher noch mit einer Stoffwechselerkrankung.

Bezüglich der Geschmacksnerven und Thema Kinder kann ich nur folgendes dazu sagen: Ich war etwa 3 Jahre in Nachmittagsbetreuung wo es immer Mittagessen gegeben hat. Das Essen war zwar durchaus gesund - das mag schon sein, aber derartig schlecht gekocht, dass ich dieses "gesunde" Essen heute nicht einmal mehr sehen kann. Und Kinder die man nun mehr oder minder zu so einem Essen zwingt (ich bin damals gefüttert worden) greifen mit Sicherheit NICHT mehr auf so etwas zu. Damit will ich eigentlich nur sagen, dass der Schuss mit der gesunden Ernährung auch nach hinten losgehen kann - nämlich dann wenn man zu gesundem Essen gezwungen wird - das nicht isst, Hunger hat und dann zum nächsten McDonald geht und sich dort voll isst weil man schon so hungrig ist. Eher noch würde ich hie und da kleine Leckereien erlauben bzw. mit was gesundem einfach kombinieren.