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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schutzhundeprüfung



Tina2809
24.10.2002, 10:40
Hallo Ihr Lieben!
Nach dem Grundsatz "positives Verhalten bestärken" zu erziehen wurde hier ja schon hinreichend diskutiert.
Jetzt ist es zwar noch eine Weile hin, bis Timmy überhaupt die Begleithundeprüfung machen kann, aber ich frage trotzdem mal aus Neugier:
Macht es Sinn, den Hund darauf zu trainieren, jemanden zu beißen (auch wenn uns jemand offensichtlich bedroht)?
Oder ist es besser, den Hund bei einer Attacke unter Kontrolle zu haben (also nur auf Kommando beissen zu lassen), als wenn er jemanden in einer solchen Situation "einfach so" beißt (also in einer Gefahrensituation ohne SH- Ausbildung)??
Ich bin mal gespannt!
LG
Tina

Superjeile Zick
24.10.2002, 11:24
Hallo Tina!

Vom Grundsätzlichen finde ich jedoch, dass man einen Hund nicht auf beißen trainieren sollte. Man sollte ihm nur beibringen in solchen Situationen nicht die Flucht zu ergreifen sondern Herrchen/Frauchen beizustehen.

Also ich für meinen Teil würde sagen, dass der Hund in einer "bedrohlichen" Situation zu seinem Besitzer bei Fuß kommen sollte und dort ggf. erst mal den Angreifer verbellt/anknurrt. Schließlich reicht häufig schon die Abschreckung.

Beißen sollte ein Hund meines erachtens nicht unbedingt. Wenn es denn jetzt unbedingt sein muss, sollte er erst auf ein Kommando vom Besitzer beißen.

Bin aber auch schon auf die anderen Meinungen gespannt.

Gruß
Nadine & Sam

Dagi
24.10.2002, 11:41
Hallo Tina,

also ich halte nichts davon, seinem Hund das Beißen (auch nicht auf Kommando) beizubringen. Denn mal ganz ehrlich: wie oft wird man in seinem Leben in eine bedrohliche Situation kommen? Und wenn, dann hilft bestimmt auch bedrohliches knurren und bellen. Das würde ich beibringen auf ein Handzeichen hin!
Aber ich bin auch mal gespannt auf andere Meinungen, bzw. vielleicht hat das ja jemand schon mal beigebracht?

Grüße von Dagi + Amy

sporty
24.10.2002, 12:27
hi

also, ich trainiere auf einem platz auf dem auch vpg bzw schh. gemacht wird. und ich denke nicht , dass ein ausgebildeter schutzhund in einer solchen situation so reagieren würde wie auf dem hundeplatz.

ich war mal so neugierig und hab mich dem hund gegenüber so gebärdet wie der helfer und es hat in herzlich wenig interessiert, da unsere hunde nur auf den ärmel trainiert werden.
sie würden auch nicht auf den helfer gehen, wenn dieser versucht ihnen den ärmel wieder abzunehmen.
und die hunde wissen genau wann dieser sport betrieben wird und wann nicht.

persönlich würde meinem hund nicht beibringen zu beissen (ob mit oder ohne kommando) da ich mir ziemlich sicher bin, das mein hund knurren und auch beissen würde wenn es ernst wird.

ich glaube sogar, dass es sehr gefährlich sein kann, wenn der hund das beisen lernt aber nicht wirklich unter kontrolle des besitzers ist.

nicole

Ivonne
24.10.2002, 13:27
Mahlzeit,

danke Sporty, für den rechtzeitigen Einwand das VPG nix mit "Rumbeißen" zu tun hat.

Ich bin weder Hundesportler noch ein großartiger Fan, aber ich habe kapiert, das es ein reiner Sport ist, der richtig durchgeführt für den richtigen Hund jede Menge Spaß bringen kann.

Und wie schon erwähnt: Es geht nur um den Ärmel, in den gebissen wird! Halte einem korrekt ausgebildeten Hund Deinen Arm hin und er wird Dich ankucken und sagen: Was willst Du von mir?

Zur eigentlichen Frage:
Ich bin der Meinung, das es besser ist, den Hund in jeder Situation kontrollieren zu können.

Ewok
24.10.2002, 15:13
Hallo Tina

Ich denke mal nicht, dass man einen Familienhund das Beissen beibringen muss, denn die meisten Hunde schütze ihre Besitzer wenns wirklich ernst werden würde.
Ich habs mit meiner Hündin schon erlebt.

Bin abends noch ziemlich spät mit ihr eine letzte Runde gegangen und es war ziemlich dunkel, und mir kam ein Mann entgehen, direkt auf mich zu. Was macht meine Maus, stellt sich quer vor mich und fängt ganz böse an zu knurren (so richtig aus der Kehle raus) und wär der Typ dann nicht auf die andere Seite gegangen, ich weiß nicht was passiert wäre.

igelchen
24.10.2002, 16:28
Hallo!

Also, ich finde es auch als groben Unsinn, seinem Hund das Zubeißen auf Befehl (außerhalb des Sportbereichs...) beizubringen!
Ich habe bereits erlebt, dass mich meine Hunde extrem verteidigt haben - allerdings war die Situation an sich auch extrem!!
Mein schlimmstes Erlebnis: Ich bin abends beim Spaziergang von einer volltrunkenen Frau erst angepöbelt, dann richtig angegriffen und schließlich mitm Messer bedroht worden. Meine Hunde haben - nach mehreren Verwarnungen wie Knurren, ins Leere schnappen - die Frau angegriffen: Nubia hing an ihrem Arm und Ayshra hat sie in Bein und Hintern gezwackt, weil sie nach uns getreten hat. Dabei hatte ich eigentlich hauptsächlich Angst, dass diese Irre eines meiner Mädels absticht!! Von der Polizei weiß ich, dass die Frau keine Bissverletzungen hatte, sondern Prellungen und Schürfwunden - d.h. meine Hunde haben nicht *richtig* zugebissen. Trotzdem war das Ganze schlimm genug!!!

Ich wünsche jedem hier, dass er oder sie NIE in eine solche Lage kommt!!

Liebe Grüße
Igelchen

etzel
27.10.2002, 13:14
@ ewok,

da hast du aber einen hund der sich was zutraut! meine beagle-hündin ist eher ängstlich - beinahe panisch - wenn fremde männer/menschen auf uns zukommen...und das besonders im dunkeln! hat denn jemand rat, wie man den hund hier etwas stärken kann, sodass er selbstsicherer wird?

gruß etzel

Tina2809
27.10.2002, 16:33
Hi Etzel!
Du könntest Bekannte bitten, im Dunklen an einer vorher ausgemachten Ecke auf Euch zu warten.Natürlich nicht immer an der gleichen Stelle und nicht immer die selbe Person.
Wenn Ihr Euch dann trefft, schön loben!
Natürlich mußt Du auch Sicherheit ausstrahlen, wenn Du mit Ihr unterwegs bist. Sie wird sofort merken, wenn Du Dich auch mal unsicher fühlst.
Das wird natürlich nicht nach einem Mal besser, aber mit der Zeit wird sich Deine Hündin dran gewöhnen und sicherer werden.
Wurde hier übrigens schonmal diskutiert.....;)
Grüsse
Tina

gini_aiko
27.10.2002, 17:54
hallo,

bez. angst!

also mein aiko war auch so ein kleiner hosenscheißer, aber mit gezieltem training, sicherheit vermitteln, ... ist er jetzt ein ganz mutiger junghund von 4 1/2 monaten! das sein frauli richtig beschützt hat erst vorgestern abend bewiesen. ich bin mit ihm abends um sechs uhr (es war schon dunkel) mit spazieren gegangen und dann bemerke ich dass uns ein *komischer* mann nachgeht. aiko dreht sich immer wieder um und schaut den typen ganz argwöhnisch an. dann pöbelt mich der kerl noch an und mein aiko beginnt zu bellen und zu knurren. ich hab aiko noch nie knurren gehört. der typ bekam es anscheinend mit der angst zu tun und suchte schnell das weite.

also ich glaube eine hund der eine richtige und gute beziehung zum frauchen/herrchen hat wird es auch ohne schutzhundeausbildung richtig beschützen (ich meine nicht sofort blindlings losbeißen - ein *normaler* hund droht vorher immer, egal ob er einem menschen oder einem anderen hund droht)

lg claudia mit gini und aiko

gini_aiko
27.10.2002, 17:56
Original geschrieben von gini_aiko
hallo,

dass er sein frauli richtig beschützen kann hat er erst vorgestern abend bewiesen.


... hätte es heißen sollen! :o

Daniela_J
27.10.2002, 19:12
Hallo,

Ich habe einen Deutschen Schäferhund mit dem ich Schutzdienst erfolgreich trainiere.

Eure Aussagen versteh ich nicht wirklich, mein Hund wird in einer SV Ortsgruppe ausgebildet, in solchen SV Ortsgruppen macht man ja auch Tests wie der Hund außerhalb des Platzes reagiert, alle Hunde in der Ortsgruppe reagieren ausnahmslos genauo wie auf dem Platz, sie sind Aufmerksam.
Die Hunde in unserer Ortsgruppe sind super ausgebildet, der beste Kumpel (Quando) meines Hundes, nimmt nächstes Jahr an der LandesgruppensiegerPrüfung teil, außerdem ist eine Boxerhündin die aktuelle Deutsche Vizesiegerin.

Die Hunde beißen nur auf Kommando.

LG
Dani

Ivonne
27.10.2002, 20:05
Nabend,


Die Hunde beißen nur auf Kommando.

Wohin? Worein?

Du solltest Deine Aussagen etwas expliziter gestalten, um Dich und den Hundesport nicht in Verruf zu bringen.

sporty
27.10.2002, 21:08
Die Hunde beißen nur auf Kommando.


dani das stimmt ganz und gar nicht
diese hunde beissen nicht auf kommando.
diese hunde werden von anfang an auf den ärmel (nicht auf den menschen trainiert) erst ist es nur ein handtuch und dann irgendwann der ärmel. die hunde lernen die ganze situation (nicht nur den ärmel) als angreifer zu erkennen. sondern auch lederanzug, "schlagstock", usw., aber sie werden nie, niemals den helfer oder irgendjemand anders angreifen.

bitte erzähl nicht son schwachsinn und bring diesen sport nicht leichtsinnig in verruf.

nicole

Daniela_J
27.10.2002, 21:20
Hallo Yvonne,

beim Schutzdienst lernen die Hunde in den Arm zu beißen, logischer weiße ist das im Ernstfall dann auch so, das sie in den Arm beißen, das ganze kann man allerdings nicht veralgemeinern, wenn der Hund eine "Niete" als Trainer hat, kann es dann halt auch zu blöden "ausrutschern" kommen, das bringt die DSH dann auch oft in Verruf.

Kurz gesagt: man soll sich gut überlegen was man seinem Hund denn da beibringen will, denn wenn man mit soeiner Ausbildung anfängt muss man sie auch zu Ende führen, sonst gibt es halt Hunde die auch ohne Komando beißen, für so eine ausbildung braucht man natürlich auch gute Trainer, ich weiß ja nicht genau wieso die anderen Besitzer hier, das mit ihren Hunden trainieren, ich denke das sie es machen, weil sie einen Hund wollen der sie im ernstfall schützt, oder sie machen es weil es den Hunden super viel Spaß macht, ich mache es wegen der Körung, aber natürlich macht es meinem Schäferhund auch einen rießen Spaß, aber ich denke das sich hier alle einig sind das es ein Sport ist wo der Besitzer eines solchen ausgebildeten Schutzhundes, viel Verantwortung haben muss.

LG
Dani

Daniela_J
27.10.2002, 21:23
Ich bins nochmal,

sorry, aber hab ich gesagt das sie den Helfer oder sonst wen angreifen würden, das würde meinem Hund nicht mal im Traum einfallen, aber wenn eine bestimmte Person agressiv wird, dann merkt das ein Hund und jetzt erzählt mir bitte nicht das ein Hund so blöd ist und nicht merkt das jemand agresiv ist, wenn dieser Mensch dann versucht einen anderen Menschen zu verletzten greift der Hund auf Kommando ein.

klasu
27.10.2002, 22:19
Hi @ all,
zugegeben, ich habe meine Vorurteile gegen Schutzhundsportler. ich habe mir bei unserer ersten Hündin damals ein paar Hundevereine angesehen ( überall wurde die Schutzhundausbildung angeboten) und mein Eindruck war, daß biertrinkende Männer mit harter Hand einen harten Hund haben wollten. Sachen wie Agility, damals noch im Anfangssstadium, wurden als (wörtliches Zitat): "Weiberkram" abgetan, Erziehung über Spiel und Leckerchen waren verpönt. Die Situation mag sich verbessert haben, aber ich kenne auch noch einige dieser Exemplare von Hundefreunden.
Die Frage, die sich mir aber stellt, ist folgende: was ist das für ein Sport, in dem Tiere auf Menschen gehetzt werden, damit diese einen gespielten Übeltäter stellen?Es ist m.E. doch ziemlich egal, ob der Hund nun auf den Arm trainiert wird oder ein sonstiges Körperteil. Fakt ist, der (in der Regel grosse) Hund wird dazu erzogen in bestimmten Situationen zuzubeissen. Und ob ein Hund, dem die Beißhemmung abtrainiert oder besser gesagt umtrainiert wurde, in einer realen Situation, die er als bedrohlich empfindet, auch "nur" auf den Arm geht, stelle ich schlicht und einfach infrage.
Schutzhunde haben sicher ihre Berechtigung und zwar in Organisationen wie Polizei, Grenzschutz, Wachdiensten in menschlicher Begleitung. Aber wenn mir mal wieder ein Besitzer eines grossen Hundes rät, doch einen gewissen Abstand zu seinem scharfen Schutzhund zu halten, wage ich zu behaupten, daß ein ausgebildeter Schutzhund nichts in privater Hand zu suchen hat und als Sport würde ich dies auch nicht bezeichnen.
MfG
klasu

Tina2809
27.10.2002, 23:13
Das wollte ich eigentlich mit meiner Frage ausdrücken.
Nach den bisher vertretenen Erziehungsweisen wäre die Ausbildung also eigentlich unsinnig für Gebrauchshunde.
Mal sehen, was noch kommt...
Tina

Daniela_J
28.10.2002, 10:17
Hallo Klasu und Tina,

solche Vereine wie du sagtest klasu gibt es schon noch, aber ich glaube das die immer seltener werden. Ich bilde meinen Hund ja als SchH aus, wenn wir draußen spazieren gehen ist er aber trotzdem superlieb, wir begegnen allen möglichen Hunden, wenn ihn ein Rüde ihn angreifen möchte ignoriert er ihn, diese Rüden (die nicht grad selten sind) rennen uns dann immer hinterher und denken das sie meinem Ben doch noch zum kämpfen bringen können, die Besitzer rufen dann natürlich wie blöd rum, bringt aber nicht viel.
Ok zugegeben würden SchH Prüfungen nicht für die Körung beim DSH pflicht sein, würde ich mir das mit dem Training auch zweimal überlegen, aber mei meinem Hund macht es rießen Spaß und das ganze hat ja auch einen positiven Nebeneffekt, mein Hund ist einer der Hunde in unserer Gegend die top folgen.
Mein Hund spielt aber trotzdem total schön mit anderen Hunden, er lässt jeden in die Wohnung und ist ein super Filmhund.
Aber überlegt doch mal, wenn euch ein Mensch am Abend angreift, was würden eure Hunde machen, ich denke 80% aller Hunde die nicht SchH trainieren würden sich vor den Angreifer stellen und seinem Besitzer zur Seite stehen.
Ich finde es nicht ziemlich egal auf welches Körperteil ein Hund trainiert wird, wenn der Hund in den Arm beißt ist es was ganz anderes als wenn er in den Hals beißt, trotzdem glaub ich das man das richtige in den Arm beißen einem Hund beibringen muss, das werde ich allerdings nicht machen.
Gutes Beispiel:
Bei uns in der Filmranch gibt es eine Top ausgebildete SchH Hündin, sie ist superlieb, zutraulich und würd nicht in den Arm beißen.
Zu mir kommen immer wieder Leute hin die sich noch nie getraut haben einen Deutschen Schäferhund zu streicheln, somit war Ben schon oft der erste DSH den sie gestreichelt haben, weil er wirklich unheimlich lieb ist, ich denke nicht das ein Schutzhund vom Wesen her anderes als ein ganz normaler Familien Hund gegenüber Menschen verhält.
Übrigens:
Letzte Woche rettete ein Hund der bei uns ausgebildet wird ein 3jähriges Kind, vor dem sicheren Tod. Der Hund sprang ohne zu zögern auf Kommando in den Fluss und zog das Kind heraus, es stand in vielen Zeitungen, daran sieht man das solche Ausbildungen oft sehr nützlich sind und schon vielen Menschen das Leben gerettet haben.

VLG
Dani

Hovi
28.10.2002, 10:40
Hallole,
also, ich finde es absolut nicht mehr zeitgemäß, einem Hund das Beissen beizubringen, egal, in welcher Situation. Überleg mal: Hierzulande werden sogar Hunde, die auf dem eigenen Grundstück Einbrecher beißen, als "gefährliche Hunde" eingestuft und mit -je nach Bundesland unterschiedlichen- Auflagen belegt. Mal davon abgesehn, dass Du äußerst selten in die Situation kommen wirst, dass Dich tatsächlich jemand bedroht, ist es sicherlich effektiver, wenn Du Dich mit einem guten Pfefferspray bewaffnest. Das Zeug wirkt super. Zusätzlich wird Dein Hund Dich unter Umständen auch ohne Kommando verteidigen, wenn Dich jemand angreift. Das hängt von seinem Charakter ab. Mein älterer Hovawart z. B. bellt nur, wenn jemand plötzlich aus dem Gebüsch kommt oder rasch auf mich zugeht. Der jüngere dagegen stellt sich vor mich und knurrt. Zusätzlich hab ich immer Pfefferspray dabei. Daher mache ich mir um eventuelle Angriffe keinen Kopf... ich bin sicher, ein Angreifer würde sich ein einfacheres "Objekt" aussuchen :D
Grüßle
Claudia

Daniela_J
28.10.2002, 10:52
Hi Hovi,

das mit dem Pfefferspray wird nicht helfen, ich bin 15 und darf keins mittragen. Wir haben uns mal mit ein paar Polizisten unterhalten und die sagten das wenn jemand unser Grundstück betritt und der Hund ihn beißt, das vollkommen ok ist, er hat ja auf unserem Grundstück nichts verloren, oder? aber davon mal abgesehen würden die erst mal eine freundliche begrüßung von unserem DSH bekommen, der freut sich immer rießig wenn uns jemand besuchen kommt, da darf er sich aber auch nicht anders verhalten, den jenachdem wo er gerade wohnt, kommen Leute zum Besuch, wenn er grad mal in der Filmranch ist, darf er natürlich keine Leute vom TV beißen.
Ich kann jetzt aber auch genauso gut sagen wozu trainiert man Agility, ich habe es mit meinem BC Mix 2 Jahre lang gemacht, aber wozu?
Vielleicht, weil es meinem Hund Spaß macht, das SchH training macht meinem DSH aber auch rießen Spaß, worin seht Ihr den unterschied?

LG
Dani

Hovi
28.10.2002, 11:10
Hallo Dani,

Leider waren diese Polizisten ganz offensichtlich falsch informiert:( . Wenn ein Einbrecher auf eurem Grundstück von eurem Hund gebissen wird, könnt ihr ihn natürlich anzeigen wegen versuchten Einbruchs (im Fachjargon :"Besonders schwerer Fall des Diebstahls"). Aber er kann euch anzeigen wegen fahrlässiger Körperverletzung durch den Hund. Und er wird vor Gericht Recht bekommen (ist schon mehrfach passiert). Mir ist das auch unbegreiflich, und jeder vernünftig denkende Mensch würde dasselbe sagen wie die Polizisten. Aber dem ist nicht so! Selbst, wenn ihr überall Warnschilder aufstellt (Vorsicht vor dem Hund! oder was auch immer) darf euer Hund nicht zubeissen. Darüber gibt es mehrere Urteile, wo dann die Hundebesitzer dem Einbrecher Schmerzensgeld zahlen mußten, und der Hund fortan als gefährlich galt! Verrückt, nicht wahr? Aber nun zum Thema Pfefferspray. Das Pfefferspray ist keine Waffe im Sinne des Waffengesetzes, und auch kein verbotener Gegenstand. Du darfst es ja eigentlich auch nur zur Abwehr von Tieren anwenden. Zu diesem Zweck darfst Du selbstverständlich Pfefferspray mit Dir herumtragen. Kommst Du nun in eine Notwehrsituation (sprich: direkter Angriff), dann darfst Du Dich mit allen Dir zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen, die zur Abwehr dieses Angriffs erforderlich sind. Wenn Du zufällig das Pfefferspray zur Hand hast (das Du ja nur zur Abwehr gefährlicher Tiere mit Dir herumträgst), verstößt Du gegen kein Gesetz!

Lieben Gruß
Claudia

Daniela_J
28.10.2002, 11:20
Hallo Hovi,

wir hatten vor ca. 3 Wochen so ein Problem, wir waren nämlich zum ersten mal vor Gericht "ganznervöswar", wir haben nämlich eine Frau angezeigt (eine blöde Kuh) der Hund war nämlich ohne Leine rumgelaufen (trozt Leinenpflicht) und hat mich gebissen, die Ziege behauptete dann auch noch das es mein kleiner BC Mix war "unfassbar" er hat ein viel kleineres Gebiss, und siehe da mit falschen Zeugen hat sie vor Gericht gewonnen und das schon zum zweiten mal, vorher wurde ein anderer von dem Hund gebissen.
Hätte wirklich nicht gedacht das soetwas heut zu Tage noch passieren kann, bin dafür jetzt aber sehr entäuscht vom Gericht in München, aber was solls es ist mir ne Lehre nächstes mal hab ich dann zwanzig falsche Zeugen, wieso auch nicht, wenn die Wahrheit wohl leider soo unwichtig ist.
Die "dummen" Polizisten sagten auch das ich das Pfefferspray erst ab 18 haben darf, ich glaube das die den falschen Beruf gewählt haben.
Das mit dem Gründstück find ich ja unglaublich, wo leben wir den? Man kauft sich sein eigenes Haus und Gründstück, und dann darfs nicht mal der Wuff verteidigen???

VLG
Dani

VLG

Nabucco
28.10.2002, 15:54
@Dani
Also ein Pfefferspray ist für 15-jährige verboten, aber eine lebende Waffe ist erlaubt??? Nimm´s mir nicht übel, aber fehlt dir in deinen Alter nicht etwas die Reife für Schutzhundesport?
Ich muß doch wohl soviel Selbstbewußtsein besitzen, daß ich Frau genug bin, mich in jeder Lebenslage zu verteidigen und nicht den Hund als legale Waffe mitzuführen. Ich weiß, wovon ich rede bei Schutzhundeausbildung. Bei unseren Hunden ist auch die Schutzhundeausbildung Vorraussetzung zur Körung. Deshalb werden unsere beiden trotz Bewertung "vorzüglich" bei Verbandsaustellungen nicht gekört. Ich habe nämlich bei diesen Treffen die gleichen Erfahrungen wie Klasu gemacht.
Ich habe eine von Natur aus extrem selbstbewußte Hündin und ích halte es für kreuzgefährlich, ihr die Beißhemmung abzutrainieren. Wenn ein 30-Kilo-Hund Aggressionen zeigt, habe ich ihn rein kraftmäßig im Griff, aber wenn ein 60-Kilo-Hund zur Attacke übergeht, weil er denkt, das er oder ich bedroht werden, dann gnade uns Gott!!! Und deine Beteuerungen, der Hund ist immer so superlieb, ist naiv. Ein Hund, der Menschen beißen gelernt hat, kann es jederzeit tun und du hast es nicht im Griff. Ich habe selber bei solchen Prüfungen schon Übersprungshandlungen erlebt und der Hund war so aufgepuscht, daß er sogar nach seinem Herrn geschnappt hat. Ich persönlich denke wie Klasu, ein Schutzhund gehört in proffessionelle Hände wie BGS etc. Aber wenn man privat schon Freude an der Ausbildung findet, sollte man sich wenigstens über die Risiken bewußt sein. Sorry, aber bei dir klingt das alles reichlich naiv. Ich für meinen Teil habe mich jedenfalls für eine quasi entgegengesetzte Ausbildung entschieden. Wir werden ein Rettungshundegespann. Dort lernt der Hund als Quintessenz, daß alle Menschen große Klasse sind und es ein Mordsgaudi ist, Leute zu suchen. Das steht mir mentalitätsmäßig näher als Schutzhundetraining.
M.f.G.
Nabucco

klasu
28.10.2002, 16:52
Hallo Daniela,

Ich kann jetzt aber auch genauso gut sagen wozu trainiert man Agility, ich habe es mit meinem BC Mix 2 Jahre lang gemacht, aber wozu? Vielleicht, weil es meinem Hund Spaß macht, das SchH training macht meinem DSH aber auch rießen Spaß, worin seht Ihr den unterschied?

Der Unterschied Schutzhund/Agility ist der, daß in einem Bereich die Beißhemmung aberzogen wird, in der anderen geht es um Gehorsam, Folgsamkeit, Sportlichkeit., aber wer beißt fliegt raus ;) . Ich persönlich treibe Agility mit unseren Hunden neben den o.g. Gründen, weil Hunde mit einer Beschäftigung wesentlich besser zufrieden sind und es uns allen Spaß macht. Diesen Spaß bemerkt man übrigens auch bei vielen Hundeturnieren, wie mir schon mehrere Leute bestätigten. Während bei Schutzhundveranstaltunbgen die Hunde nach ihrer Vorführung meist schnell wieder in ihrer Box im Kofferraum des wagenbs verschwinden, herrscht auf Agiturnieren ein reges Treiben mit nettem Durcheinander, weil die meisten Hunde auch zum Würstchenstand und zum Schwätzchentreff mitgenommen werden und in der regel gibt es dabei nicht mal besondere "innerhundliche" Probleme.

Eine Sache ist mir allerdings bei Deinem Posting auch noch aufgefallen: ich bin auch sehr skeptisch, wenn Kinder einen Hund die Beißhemmung abtrainieren dürfen (was nicht heißen soll, daß man mit der Volljährigkeit nun immer erwachsener handelt :rolleyes: ). Aber angesichts der Vorfälle damals in Hamburg (und nicht nur deshalb) gehören ausgebildete Schutzhunde m.E. nach nicht in Kinderhände.
MfG
klasu

Ivonne
28.10.2002, 18:47
Nabend zusammen,

und schon haben wir die schönste Diskussion über VPG/SchH im Gange. Eigentlich möcht ich mich jetzt am liebsten zurücklehnen, die Arme verschränken und mir das Spektakel ansehen.

Einige Worte möcht ich aber dennoch gern loswerden:

Diejenigen unter Euch, die meinen, ausgebildete Schutzhunde sind "Waffen", sollten sich mal generell schlau machen und nicht aus subjektiven Erfahrungen heraus den VPG/SchH verteufeln.

Ich habe erwähnt, das ich ebenfalls kein Fan dieses Sports bin, aber ich habe verstanden, worum es geht. Und es geht nicht darum, den Hund scharf zu machen.
Zwischen den mannscharfen Hunden beim BGS und Co. und den Hunden aus dem VPG/Schh ist ein himmelweiter Unterschied, wie man am Wort "mannscharf" ja wohl eindeutig erkennen kann.
By the way: VPG/SchH besteht nicht nur aus dem "in den Ärmel beißen" sondern auch zB auch aus Fährten.
Hunde, die gut in diesem Sport geführt werden, haben einen absoluten Gehorsam und sind absolut untergeordnet.
Und jetzt schreit nicht alle auf: Natürlich gibt es schwarze Schafe, aber das lassen wir jetzt mal außen vor.
Mir ist es einfach wichtig, das hier kein falsches Bild von diesem Sport entsteht (und obwohl ich - wie mehrmals gesagt - kein Sportler oder gar Fan bin)

Und nochmal:
Der Hund lernt nicht, in jeden x-beliebigen Arm reinzubeißen, sondern in diesen Ärmel/Beißwurst. Der Helfer wird für den Hund erst interessant (bezogen auf: jetzt geht das Training los und nicht: Oh toll, ich kann jemanden zerfleischen), wenn er den Anzug anhat.
Und was noch dazu kommt: Der Hund übt diesen Sport ausschließlich auf dem Platz aus! Ich muß ja wohl keinem erklären, das unsere Hunde auf dem Platz ganz anders agieren und reagieren, wie im Alltag.

Und ganz klar kann man das nicht mit jedem Hund (ich meine hier das Individuum Hund, nicht auf Rasse bezogen) machen, aber dafür gibt es gute Trainer, die das erkennen können.
Im Übrigen habe ich auch schon oft von Anlage-Hunden gelesen, die erfolgreich diesen Sport ausüben. Und diese Hunde haben bestandene WT's, MK/Leinen-Befreiung.

Irgendwer meint, das Daniela mit ihrem Hund VPG/SchH betreibt. Wer ihre Beiträge kennt, weiß, das sie x-viele Trainer für Ihren Hund hat und demnach wohl kaum selbst auf dem Platz steht.

Leute, macht Euch wirklich schlau. Der Grund, warum ich hier so eindringlich schreibe, ist, das es mir echt auf die Nerven geht, sobald SchH auf den Tisch kommt, ausnahmslos alle aufschreien.
Hab ich auch gemacht und dann hab ich mich mal wirklich schlau gemacht und mich auch durchgefragt.
Und es ist ein reiner Sport, an dem die Hunde wirklich ihren Spaß haben und die es bestimmt nicht im Sinn haben, jetzt wahllos durch die Gegend zu laufen und Leute zu zerfleischen.

In diesem Sinne - erst nachdenken, dann schreiben

Hovi
28.10.2002, 18:51
Hallo Klasu,

nanu, was haben aber die Vorfälle in Hamburg mit dem Schutzhundesport zu tun?

Nicht falsch verstehen. Auch ich bin nicht dafür, dass man Hunden erlauben sollte, in Menschen zu beissen. Zu oft habe ich schon selber miterlebt, wie Hunde, die NACH dem SchH-Training, bei dem es ja angeblich nur um den Hetzärmel als Beute geht, plötzlich im Vereinslokal den Helfer gebissen haben. Mir kann keiner mehr erzählen, die Hunde wüßten nicht, dass sie da in einen Menschen beißen, und so etwas sollte Polizei und BGS vorbehalten bleiben.

Dennoch, um auf die Vorfälle in Hamburg zurückzukommen, wo sieht Du da Zusammenhänge? Der Kampfhund ZEUS des x-fach vorbestraften Ibrahim K. war ein echter Kampfhund, d. h. ein Hund, der zu Hundekämpfen in der Pit mißbraucht wurde. Ibrahim K. selbst war nachweislich sehr aktiv in der Kampfhundeszene, hat selber Kämpfe veranstaltet. Zeus hat mit Sicherheit in seinem ganzen Hundeleben keinen einzigen Hundeplatz von innen gesehen!

Liebe Grüße
Claudia

Daniela_J
28.10.2002, 23:22
Hallo,

es stimmt das ich x viele Trainer habe, die mein Hund alle einzeln heiß und innig liebt, ich steh zwar auch auf dem Platz, vielleicht mit Beratung 5 anderer Trainer, aber ich steh da schon ziemlich oft, den die Prüfungen muss ich ja sowieso machen, weil Bens Trainer der Meinung sind das er auch auf mich super Folgen muss.
Was soll das Kommentar "lebende Waffe" ???
Wenn mein Hund eine lebende Waffe ist, dann ist jeder Hund eine. Ich find das Kommentar echt scheiße, dauernd treff ich bei uns in der Gegend irgendwelche Idiotischen Hundebesitzer die ihre demlichen Dominanten Rüden nicht im Griff haben, aber meinen Hund, wegen eines Sportes als agressiv bezeichnen :confused:
Man sollte sich erstmal um das Verhalten und die Erziehung des eigenen Hundes kümmern und dann über die anderer Urteilen.
Was war in Hamburg, sorry da gibt es ja immer soviel Vorfälle, welchen meinst du?
Aber mal ne Frage, was könnte mein Hund eurer Meinung nach den anstellen? wäre echt cool, wenn mir die frage jemand beantwortet, hab nämlich mal wieder lust auf lachen, wird er eine ganze Stadt auslöschen, Menschen zerfleischen, ich glaub ihr veralgemeinert zu viel. Oder noch besser ich habe die perfekte Idee, er ist ja sowieso Filmhund, wie wäre es mit dem Film, "Schutzdienst macht Hunde zu Werwölfen" Ace Ventura freut sich schon auf die nächste Rolle.

LG
Dani

Wheatenmummy39
28.10.2002, 23:48
Hallo Daniela,

du erzählst immer das Dein Hund ein Filmhund ist.

Sage mir doch bitte mal einen Film in dem Dein Hund mitspielt und welche Filmtierschule ihn betreut würde mich doch sehr interessieren.

Ich habe doch wirklich das Gefühl das Du uns einen Bären aufbindest. Oder sollte ich mich irren dann täte es mir leid.



PS: Auch mein Wheaten Terrier Rüde war Filmhund aber ich kann es beweisen.


Sei lieb gegrüsst


Anja und ihre Wheatenteddys

klasu
29.10.2002, 00:23
Hallo Claudia,
der Vergleich mit Hamburg war nicht in Richtung Schutzhund gemeint, sondern der verantwortungsvolle Umgang von Jugendlichen mit Hunden. Wenn ich mcih recht erinnere, hat die Besitzerin des zweiten Hundes odch hinterher behauptet, sie hätte das nicht gewollt und sie hätte doch nicht gewußt , daß ihr Hund so ein Unheil anrichten würde. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die Gefahr, wenn Kinder Schutzhunde ausbilden. Die sehen das u.U.als eine Art der Hundebeschäftigung an und nicht unbedingt die Gefahr, die darin stecken kann.
@Daniela: ich meinte den Tod des kleinen Jungen durch die 2 Pitbulls (ich glaube, es waren 2 Pittis, möchte mich aber jetzt nicht darauf festlegen).Ich frage jetzt auch noch mal genau nach, da ich das bisher wohl falsch verstanden habe: Es ist Dein Hund, der die Schutzhundausbildung macht, aber er wird nicht von Dir ausgebildet, sondern von verschiedenen Trainern?

Hallo Yvonne,
es gibt Sachen, da juckt es einfach in den Fingern und man schnappt sich die Tastatur ;) .
Fakt ist aber, daß ich es nicht als Sport definieren kann, wenn man einen Hund darauf abrichtet, in einen menschlichen Arm, sei er auch noch so gut geschützt, zu beissen. Und dabei ist mir auch relativ egal, ob er diesen Menschen vorher durch Fährtenarbeit oder ähnlichem ausfindig machen muss.(Steht der zu beissende Mensch nicht eh immer hinter der Wand?Zugegeben, ich kenne die genauen Regeln nicht, lasse mich aber gerne aufklären). Genausowenig wie ich Boxen als Sport anerkennen würde, lehne ich halt auch die Bezeichnung Sport für das Schutzhundwesen ab.

Obwohl ich ja der Meinung bin, wir sollten lieber von "Sporthund" sprechen, weil für mich ein richtiger Schutzhund seine "Funktion" nicht nur auf dem Hundeplatz erfüllt, sondern eben auch unter "normalen" Bedingungen. Das ist übrigens ein Zitat von www.der-schutzhund.de
Soviel zur Aussage, daß es nur um die Arbeit auf dem Platz geht.

Wird der Hund im Schutzdienst "scharf" gemacht?
Normalerweise nicht. Im Gegenteil zur leihenhaften Vorstellung von außenstehenden lernt der Hundeführer den hoch im Trieb stehenden Hund zu beherrschen als auch der Hund lernt mit seinen Trieben umzugehen. Es ist wichtig, daß der Helfer den Hund zum Hundeführer passend ausbildet. Der Hund sollte besonders in den Aggressionsbereichen nur so weit gearbeitet werden, daß der Hundeführer noch mit dem Hund "zurecht kommt". Bei "schwachen" Hundeführern muß daher vielleicht auf einen Teil des Potentiales des Hundes verzichtet werden Zitat aus derselben Seite
Daraus lese ich, daß bei schwachen Hundeführern der Hund die Schutzfunktion kennenlernen darf, dann aber nicht weiter ausüben. Aber was ist, wenn wie es bei Daniela anscheinend der Fall ist,wenn Trainer den Hund ausbilden und ein starker Hund dann in schwache Hände kommt? was ist bei einem Weiterverkauf des Hundes? Wird und wen ja wie geprüft, wie "stark" der zukünftige Besitzer ist?

Noch'n Zitat von der Schutzhundseite:

Wird mich mein Hund wenn er eine Schutzhundprüfung hat auch privat. schützen?
Meiner Meinung nach nein! Es gibt hierfür verschiedene Gründe.
Die Ausbildung im VDH erfolgt in der Regel über Beute
Der Hund wird im VDH nicht mannscharf gemacht
Es werden immer nur die gleichen Situationen geübt
Der Aufbau erfolgt Grundsätzlich auf den Schutzarm

Es ist wahrscheinlicher, daß ein Hund mit einem guten Beschützerinstinkt und Meutetrieb seine Hundeführerin privat verteidigt als ein nach VDH ausgebildeter Schutzhund der diese Wesensmerkmale eben nicht hat!

Halte ich für eine sehr dubiose und nicht zu beweisende Aussage! Die Begründung ist mir zu dürftig.Und ein Schutzhund , der nicht schützt, hat doch eigentlich auch seine Bezeichnung nicht verdient, oder?;)
MfG
klasu

Ivonne
29.10.2002, 06:48
Guten Morgen,


weil für mich ein richtiger Schutzhund seine "Funktion" nicht nur auf dem Hundeplatz erfüllt, sondern eben auch unter "normalen" Bedingungen.
Soviel zur Aussage, daß es nur um die Arbeit auf dem Platz geht.

Soviel zum Thema, man liest nur, was man lesen will. Er spricht hier von "richtigen" Schutzhunden, die nämlich mannscharf sind und von beispielsweise der Polizei geführt werden.


Und ein Schutzhund , der nicht schützt, hat doch eigentlich auch seine Bezeichnung nicht verdient, oder?
Die Bezeichnung Schutzhund ist ja auch "abgeschafft" worden und ein Relikt aus alter Zeit. Deswegen jetzt ja auch VPG.

Klasu, du hast selbst zugegeben, das Du Vorurteile ggü. dem SchH/VPG hast und zwar deswegen, weil auf Euren Plätzen die richtigen Exemplare rumstanden, die das noch bekräftigen konnten.
Du als erwachsener Mensch solltest Dir aber doch im Klaren darüber sein, das Deine Argumente auf so einem Fundament keinen Halt haben können. Überzeug Dich selbst davon, frag Dich mal durch und dann unterhalten wir uns nochmal.
Aber ist Dir wahrscheinlich egal, nichts und niemand könnte Dich wohl von Deiner Meinung abbringen, weil der Hund schließlich das Beißen lernt!

Kann ich zwar nicht mit leben, ist aber mein Problem.

Ich rede mir doch nur deswegen den Mund fusselig, weil ich exaktemente genauso geredet habe und es jetzt besser weiß.
Und glaub mir, die SV'ler sind keine Sekte oder so, die mich bekehrt haben. Gott bewahre, die sollen bloß dableiben, wo sie sind.

Nix für ungut
Schönen Tach noch

Daniela_J
29.10.2002, 12:27
Hi Wheatenmummy,

*lol* du glaubst mir nicht das Ben ein Filmhund ist *weterlol* ok aber du bist ja noch nicht 100%ig der Meinung.
Mein Ben hat einen Vertrag mit Renate's Filmtierranch( www.filmtierranch.de ), dort wird er auch trainiert, gestern war ich erst wieder dort, die haben sich gefreut ihren Ben wieder zu sehen und ganz besonders über die neuen Tricks die ich ihm beigebracht habe. Wo wurde dein Rüde trainiert? würd mich auch echt interessieren.
Diese HP habe ich für die Filmranch gemacht (für Bobo den Filmbordercollie); ( www.filmhund-bordercollie.de )

Also, das es nochmal alle verstehen, Ben ist mein Hund, seit seinem dritten Lebensmonat wird er in der SV Ortsgruppe München-Lochhausen von mir und ein paar Trainern ausgebildet,
Schutzdienst 3 Trainer
Fährte 1 Trainer
Unterordnung 1-2 Trainer
richtiges Spielen 1-2 Trainer
Spielgruppe 1 Trainer
Filmtraining 2 Trainer
natürlich wiederholen sich manchmal Trainer in verschiedenen "Fächern"
seit er 11 Monate alt ist steht er bei Renate's Film.......... unter Vertrag und bekommt 6wöchige Kurse (bisher hat er nur einen da ich das ganze mit ihm sehr gut mache und er deswegen nicht so viele benötigt).

Ich habe vorher meinen BC Mix Susi alleine ausgebildet (Agility, Vierkampf, Fährte, Schutzdienst, Unterordnung ich glaub das wars)
Sie hatte überall einen Trainer, kam aber nicht wirklich weit, sie war einfach zu oft mein kleiner Angsthase, hat mir aber nix ausgemacht nach vier Jahren hartem Training haben wir dann eine 2 Jährige Pause eingelegt und heut Trainier ich wieder mit einer sehr netten Trainerin mit ihr, wir bringen ich irgend einen Schmarn zum Spaß bei, weil es ihr rießen Spaß macht (auf Kommando graben, Rolle, Bellen, Pfote geben, kriechen usw.)
mit ihr mache ich das nicht wegen eines Filmauftrittes, da ihr soetwas glaube ich keinen Spaß machen würde, sie ist 6 jahre alt, soll fit, lieb und ein toller Familienhund sein das reicht, sie ist für Ben und viele andere eine tolle Spielkammeradin die in Hundekämpfen immer eingreift und dem Schwächren hilft, wurde aber leider schon zweimal gebissen, Menschen hat sie noch nie angegriffen oder gebissen, die dürfen sie streicheln und alles mit ihr machen, weil sie den Kontakt zu Menschen sehr liebt, trotz ihrer SchH Ausbildung, und wenn ihr der Meinung seit das dieser kleine Tropf jemanden was tun würde, kann ich wieder nur lachen.

VLG
Dani

Sommersprosse
29.10.2002, 17:36
Hallo allerseits!
Für mich ist ein guter Wachhund einer, der nicht jeden mit einer Beiß-Attacke anfällt, der in die Nähe des zu bewachenden Grundstücks kommt, sondern einer, der ein Gespür dafür hat, wer willkommen ist und wer nicht! :cool:
Genauso sehe ich das bei einer eventuellen Verteidigung. Hat der Hundeführer eine gute Bindung zu seinem Hund, merkt der Hund auch, wann es gefährlich wird und wann nicht!!
Habe das erst am Wochenende wieder gemerkt. Da hat mich ein Bekannter draußen von hinten an der Jacke gezogen. Meine Hündin hat gemerkt, dass ich überrumpelt war und es mir nicht gepasst hat. Sie hat Anlauf genommen - und nicht etwa gebissen. Nein, sie ist ihm mit den Vorderpfoten in die XXXXX gesprungen. Kurz und effektvoll. :D
Habe aber auch im Dunkeln abends die Erfahrung gemacht, dass sie mich beschützen würde. Als mir vor zwei Jahren mal ein Mann auf einem einsam gelegenen Weg zu nahe gekommen ist, hat sie sich zähneflätschend vor mich gestellt. Er hätte nicht näher kommen dürfen. Und das, obwohl sie sonst ein Lamm ist!

Daniela_J
29.10.2002, 23:48
Guten Abend,

wollt euch nur schon mal vorwahrnen, Ben geht morgen in die Hundeschule, da wird er dann wieder ein paar Helfer beißen, aber ist ja nix neues, macht ihm immer sehr sehr viel Spaß.

VLG
Dani, ihr Werwolf Ben und der Werwolfzwerg Susi

cheroks
30.10.2002, 11:08
Hallo Dani,
bevor du hier komplett durchdrehst, will ich dir auch mal was sagen. Was du mit deinem Hund machst, hat für mich nichts mehr mit Hundeliebe zu tun, sondern mit Ausbeutung !
Ich wäre nicht besonders Stolz darauf, meinen Hund zum Training zu fahren, damit andere Leute mit ihm arbeiten, dass ist keine große Leistung von dir. Woran siehst du denn, dass deinem Hund das alles soooo sehr viel Spass macht?

So lange man den Hundesport deshalb betreibt, damit ein Hund seiner natürlichen Veranlagung nachkommen kann, finde ich das alles ok. Aber die meisten Menschen entwickeln einen unangenehmen Ehrgeiz im Hundesport. Der Hund wird zum Sportobjekt, dass schneller, härter und besser als die anderen sein muss. Das finde ich wirklich verwerflich.

In erster Linie ist es mir wichtig, dass mein Hund sich gut in die menschliche Welt integriert, so viele Freiheiten wie möglich hat und dem Menschen grundsätzlich wohl gesonnen ist.
Mir fehlt wohl der sportliche Gedanke, aber ich finde es nicht sportlich, Hunde auf Menschen zu hetzten einfach weil es so viel Spass macht.... ?!? Wem macht es denn Spass, dem Hund oder dem Menschen? In Maßen, bitte schön, denn ich denke auch, ein Verhalten ist besser zu kontrollieren, wenn man es trainiert hat, aber ein gut sozialisierter Hund, der noch über seine natürlichen Instinkte verfügt, verteidigt sein Rudel, wenn es in Gefahr gerät. Denn Lebensgrundlage des Hundes ist das Rudel und die körperliche Unversehrtheit .
Grüße
:confused: :confused: :confused:

etzel
30.10.2002, 14:44
@ cheroks,

dem kann ich nur beipflichten...mann o mann

Gruß etzel:( :( :( :(

Cockerfreundin
30.10.2002, 16:51
Genau so isses !!!

Frage mich schon länger, wie es überhaupt angehen kann, dass eine 15Jährige einen (zudem von anderen) abgerichteten Hund führen kann - soweit von führen hier überhaupt die rede sein kann.

Tut mir leid für alle Schutzhundesport-Anhänger ... aber irgend etwas stimmt da nicht im System.

Grüße von
Annette + Basti, der NIE ein Leistungssportler und schon gar nie ein Schutzhund sein muß, der aber HUND sein darf :)

gini_aiko
30.10.2002, 18:30
Original geschrieben von Cockerfreundin
Annette + Basti, der NIE ein Leistungssportler und schon gar nie ein Schutzhund sein muß, der aber HUND sein darf :)

hallo annette,

das hast du aber schön gesagt!!!!!!!! :D

so ist es auch gut! ich hab zu diesem beitrag lange nichts geschrieben, sonst würd es mich hinter dem bildschirm zerreißen, aber wenn du das sssssssooooooo schön sagst, muss ich dich loben.

lg claudia mit gini und aiko (der nicht 97 trainer hat, keine 2769 tricks können muss, als schutz-, fährten- und *weißderteufelwas*hund sein muss und zusätzlich noch als filmhund herumtänzeln muss, sondern der ein frauchen hat, die mit IHM (unter anleitung von einem kompetenten trainer) alles lernt was ein hund so können muss, um gut durchs hundeleben zu kommen (bgh 1+2 sind unser ziel) und der wenn er groß einmal agility machen darf, weil es ihm spaß macht (im welpenagility getestet))

p.s.: mir kann keiner weiß machen, dass es einen hund gibt der in ausnahmslos ALLEN sparten des hundesports spaß und talent hat!

Bewe28
30.10.2002, 20:24
Also mal Klartext, liebe Dani, ich weiß ja nicht, wie bei Euch die SchH läuft. In der Praxis wird der Hund darauf trainiert, den Scheintäter (Figuranten) zu stellen, ind die Beute (geschützter Arm) einzubeißen und trotz vorgeschriebener zwei Stockhiebe (!!) nicht loszulassen. Bei einem darauf trainierten, kräftigen Hund hat der Täter dann nicht nur einen Beißarm, sondern Beinschutz und Gesichtsschutz (warum wohl??)
Und ich behaupte, daß mind. 95% der Halter diese Ausbildung begonnen haben, weil sie sich und ihre Familie schützen wollen. (Was übrigens ein ehrenwertes Motiv ist, aber Deine Behauptung ad absurdum führt, diese Ausbildung wäre Spiel und hätte mit der Realität nichts zu tun.)
Und dann kommt zum Tragen, daß Du Deinen Hund ausbilden läßt, Mädchen, Du kannst noch nicht mal richtig deutsch schreiben aber willst einen Hund unter Kontrolle halten, der auf Arme und Beine trainiert wird??) <<kopfschüttel>>

Hovi
30.10.2002, 20:45
Hallo @ all,

die SchH (oder nun modernen: VPG) - Ausbildung war schon immer ein heisses Eisen in Diskussionen. Ich lehne sie zwar nicht partout ab, weil mir die Argumente der Befürworter durchaus einleuchten (Hund ist selbst dann kontrollierbar, wenn er "im Trieb" steht, Hund kann seine natürlichen Triebe ausleben, etc.). Aber ich finde, der Hund sollte die Chance bekommen, selber zu entscheiden, ob er das überhaupt möchte. Menschlicher übertriebener Ehrgeiz ist hier total fehl am Platze! Meinen Jason (Hovawart, mittlerweile 18 Monate) habe ich im Alter von 13 Monaten ein paar mal an den Übungen teilnehmen lassen. Während um ihn herum die Hunde tobten und sich auf den Helfer stürzen wollten, schaute er mich nur fragend an. Auf die Beißwurst, die vor seiner Nase rumgewedelt wurde, zeigte er keine Reaktion (obwohl er daheim mit MIR sehr gerne Zerrspiele macht). Auch beim 2. und 3. Besuch der SchH-Stunde reagierte er nicht. Dann kam vom Ausbilder der Satz "Na warte, Dich krieg ich schon zum Beißen", und er knallte Jason die Beißwurst an die Vorderläufe. Damit war für mich die Sache gelaufen. Erstens will ich keinen Hund, der über Wehrtrieb ausgebildet wird. Und das ist leider noch auf etlichen Hundeplätzen der Fall. Beißt der Hund nicht aus Beutetrieb heraus, wird er solang bedrängt und geängstigt, biss er aus Aggression oder Angst beißt. Nein Danke! Zweitens muß mein Hund keinen "Sport" betreiben, den er nicht mag. Wir üben jetzt auf die Begleithundprüfung hin, dann fassen wir vielleicht Obedience oder Dog Dancing ins Auge... immer vorausgesetzt, Jason hat SPASS an der Sache! Und: Dass Jason mich beschützen würde, wenn´s wirklich darauf ankommt, daran habe ich keinerlei Zweifel. Aber ansonsten bin ich froh, dass mein Hund zu jedermann und jederhund freundlich ist und möchte mir das nicht verderben... es gibt nichts Schöneres, als zuzuschauen, wie er mit anderen Hunden spielt und tobt, und mein Hund soll tatsächlich in erster Linie HUND sein!

Liebe Grüße
Claudia

Ivonne
30.10.2002, 21:36
Moin,

boah Leute, mir platzt der Kragen.

Wie kann man sonst so tolerant und vorurteilsfrei tun und wenns mal ein bißchen um die Wurst (im wahrsten Sinne) geht, den dicken Max machen und am lautesten schreien, obwohl man sich nicht schlau gemacht hat und nur das sieht, was man sehen will.

Find ich nicht in Ordnung, um es mal ganz gelinde auszudrücken.

Tina2809
30.10.2002, 23:12
Da hab ich ja ganz schön was losgetreten....
Aber ich finde es wirklich sehr interessant, was sich die "beiden Lager" so zu sagen haben...das ist mal ne Diskussion!:)
Ehrlich gesagt, finde ich diese Schutzhundesache ziemlich interessant, bin aber noch skeptisch.
Werde mich mal auf nen Hundeplatz begeben, wo ich mir das mal ansehen und mich mit jemand unterhalten kann.
Für uns ist das ja im Moment sowieso noch kein Thema.
Begleithundeprüfung machen wir auf jeden Fall, was dann noch kommt, wird man sehen.
Liebe Grüsse
Tina

klasu
31.10.2002, 00:45
Hallo Yvonne,
Du verwirrst mich ein wenig:confused: . Zum einen ist dies eine Diskussion in einem Hundeforum zu einem Hundethema, indem , relativ gesittet wie ich finde, das kennt man hier auch anders,Argumente Pro und Kontra Schutzhundausbildung ausgetauscht.Warum platzt Dir da der Kragen ???
Ob man das ganze nun VPG nennt oder Schutzhund (wie es übrigens viele Ausübende dieser Hundeausbildung auch heute noch tun, siehe Daniela) ist letztendlich egal, da es um die auszuübenden Aktionen des Tieres geht.
Du schreibst, das Du dieselben Vorurteile hattest und die Sache jetzt anders siehst. Was hat Dich überzeugt? Mein Altersstarrsinn ist noch nicht so ausgeprägt, daß ich mich vernünftigen Argumenten verschliesse.;)
Auch wenn Du mir vielleicht aufgrund der Formulierung meiner Frage Vorurteile vorwirfst (die ich ja schon zugegeben habe aufgrund von mehreren Beobachtungen auf Hundeplätzen): Worin siehst Du oder die Leute die Dich überzeugt haben den sportlichen Aspekt bei dieser Art der Ausbildung (meine Finger weigern sich zunächst immere noch, vonb einem Sport zu schreiben). Siehts Du tatsächlich keine Gefahren dabei?
Und da ich mir diverse websites zum Thema und mehrere Hundeplätze angesehen habe -was muss ich Deiner Meinung nach noch machen, um mich schlau zu machen?
Freundliche Grüsse
klasu

Daniela_J
31.10.2002, 12:18
Hi Klasu,

stimmt schon das ich das Schutzdienst nenne, ist doch eigentlich total egal wie man soetwas nennt, in den Papieren der Hunde steht halt SchH I-III drinnen, dewegen nenne ich es auch so.
Kennt ihr persönlich einen ausgebildeten Schutzhund, bei uns in der Gegend gibt es mehrere (meistens Schäferhunde). Ich denke wenn man so einen Hund persönlich kennt, ändert man seine Meinung.
Unsere Hunde können wir nachdem Training alle zusammen spielen lassen, obwohl sie ausgebildete Schutzhunde und ausgewachsene Deutsche Schäferhunde sind.
Wie erklärt ihr euch das in unserem Verein noch nie ein Schutzhund zugebissen hat?
Ich meine die meisten nähmen auf Pokalkämpfen teil und sind erfolgreich und trotzdem haben sie nie zugebissen, außerdem hab ich zumindest noch nie einen Zeitungsbericht darüber gelesen das ein Schutzhund zugebissen hat, also kann es ja nicht grad oft passiert sein wenn überhaupt.
Außerdem immer die blöden Kommentare das Schutzhunde die Helfer beißen, wenn das so wäre, würde es kein Schutzdienst mehr geben, die Helfer hätten schon längst gekündigt, die gehen sicher nicht auf den Platz und haben im Hinterkopf den Gedanken, das sie gebissen werden.
Nach dem Training begrüßen die Hunde die Trainer und Helfer genauso wie jeden anderen. Außerdem werden die Hunde nicht auf Menschen sondern auf diesen Arm gehetzt, das geht über den Beutetrieb, dann dürfte es auch keine Jagdhunde mehr geben.

Zum Glück haben die Leute im SV nicht so viele Vorurteile, nur die meisten Leute von ihnen, wer sie gut kennt der weiß es besser.
Nur glaub ich das oft auch etwas Eifersucht im Spiel ist, das lassen sich viele oft unbewusst anmerken.
Bei uns gab es einen DSH der die Wohnung voller Pokale hatte(er war auch lieb), logisch das die deppen mit den unfolgsamen Hunden wieder lässtern mussten.
Wenn ihr glaubt das das Training einem Hund nicht Spaß acht, dann fahrt doch einfach mal an einen Platz und schaut wie sich die Hunde freuen, wenn sie ihren geliebten Platz sehen, es wird nämlich alles über den Beute- und Spieltrieb aufgebaut, sonst würdens die Hunde ja nicht so gern machen.
Yvonne hatte mit dem das Ihr nur das seht was Ihr sehen wollt, recht, da bin ich ganz ihrer Meinung, denn ich schau mir immer alles vorher an, bevor ich darüber so wie Ihr es tut urteile.

VLG
Dani die dieses Thema langsam nervt, da man sich genauso gut vor ne Wand stellen könnte und mit der spricht

Ivonne
31.10.2002, 17:37
Nabend,

@klasu
Du hast recht, es läuft wirklich gesittet ab. Hab aber auch nicht das Gegenteil behauptet :)

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, das immer und immer und immer wieder auf folgendes rumgeritten wird (Achtung, ich zitier jetz nix, sondern geb den Sinn aus dem Gedächtnis wieder):

- SchH macht Hunde aggressiv
- Hunde lernen, Menschen anzufallen
- SchH ist kein Sport
- SchH-Sportler sind Asis, die scharfe Hunde wollen

Ich glaub, das wars so im Groben.

Natürlich gibt es einen ganzen Haufen schwarzer Schafe, sonst wäre dieser Sport ja auch nicht in Verruf.

Aber darum gehts im Grunde nicht. Es geht darum, das von vornherein verteufelt wird, ohne mal wirklich zu sehen, wie das abläuft, ohne sich mit jemandem zu unterhalten, der den Sport ernsthaft und gewissenhaft ausübt.

Man kann meiner Meinung nach erst dann "sachlich" oder "ordentlich" diskutieren, wenn man auch über das Thema Bescheid weiß. Und nicht nachplappert, was man irgendwo gelesen und gehört hat.
Klar kann man immer noch sagen, nachdem man sich ernsthaft informiert hat: Ne, das ist trotzdem nix für mich. Ich hab keine Lust, einen dermaßen triebigen Hund zu haben o.ä.
Kann ich doch mit leben.

Im Grunde das Gleiche wie die leidige SoKa-Diskussion. Alle SoKas sind Menschenfresser, ohne mal gesehen zu haben, wie so einer gut sozialisiert und normal aufgewachsen sich genauso den Hintern wegfreuen kann, wie jede andere Hundereasse auch.
Mit diesem Vergleich sage ich nicht, das ihr so denkt bzgl. der SoKa-Diskussion, aber vielleicht ist es so mal verständlicher ausgedrückt.

By the way: Ich möcht hier mit Daniela nicht in ein "Lager gesteckt" werden, denn wir haben völlig verschiedene Ansichten, was das Thema Hund im Allgemeinen angeht. Ich sehe das ganz genau wie ihr, das sie ihren Hund verheizt. Aber das hatten wir ja schon mal an anderer Stelle.

volker
31.10.2002, 18:22
An alle,

Es ist nicht schlimm andere Ansichten zu haben, es ist nur schlimm, daß es immer die selben sind die sich an einem Thema mit äußerster Schärfe vergehen ohne zu wissen warum es eigentlich geht und vor allen wie es geht.

Volker

Chaostruppe
31.10.2002, 19:02
Hier mal ein link für alle, die "beschützen" gut finden:

http://www.hundezeitung.de/editorial/index.html

Liebe Grüße,
Andrea, deren Hunde auf gar keinen Fall einen Menschen beissen dürfen, unter keinen Umständen!

Daniela_J
31.10.2002, 19:28
Hallo Chaostruppe,

hab mir das durchgelesen, naja ob das 100%ig stimmt, ich weiß nicht, es ist leicht gesagt das der Hund dann eingeschläfert wird, weißt du wieviele Hunde jährlich zubeißen, besonders Dackel, schläfert man da jeden ein? Ich glaub doch wohl eher nicht, von dem her kann es nicht 100% stimmen.

Und nochmal zum tausendsten mal: Die Hunde beißen nicht in Menschen, sondern in diesen Armel, auf welcher Sprache soll ich es den noch hinschreiben das es alle verstehen.

Hab aber mal jetzt ne Frage, wer kennt einen Schutzhund PRIVAT?

VLG
Dani

igelchen
31.10.2002, 20:22
Hallo Dani!

Ich kenne drei Hunde, die eine Schutzhund-Ausbildung haben. Sind auch allesamt DSH. Zwei davon sind total lieb und echt tolle Hunde. Ich kenne die beiden Hunde schon sehr lange und es ist schon recht lange her, dass ich mit den Besitzern über die Schutzhund-Ausbildung unterhalten habe, deshalb kann ich auch falsch liegen - aber ich glaube der eine ist ein (mittlerweile) ehemaliger Polizeihund und der andere ist ein Deckrüde. Der dritte DSH und SchH ist wohl irgendwie *falsch* ausgebildet worden, denn er geht auf jeden Arm (d.h. auch ohne Ärmel) und nicht gerade zimperlich, z.B. wenn man einen Stock oder Ball werfen will. Der Hund ist aus'm Tierheim, hat aber irgendwelche Papiere.

Viele Grüße
Igelchen

sporty
31.10.2002, 21:13
@dani
ich kenn einige schh privat vom dsh über den schnautzer bis hin zum border der aber noch in der ausbildung steht.

und alle sind liebe nette familienhunde die auch agility oder andere sachen machen.

und jetzt?

Daniela_J
31.10.2002, 22:33
Hallo,

na also es gibt doch auch liebe Schutzhunde.

Mit meinem DSH mache ich kein Agility, obwohl ich es toll finde, er hat zwar "a" normal (HD), aber ich will nichts riskieren, es gibt ja mittlerweile viele Sportarten für Hunde. Die DSH die Agility machen sind glaucb ich meistens die "Grauen" die glaub ich können das vom Körperbau auch viel besser als die Hochzucht schäfis. Meiner ist vielleicht schon genug mit dem anderen Training beschäftigt, obwohl er beim lernen übereifrig ist, mach ich das langsam, er darf nur einen Trick in der Woche lernen, diese Woche lern ich ihm den Napf mit der Nase zu mir zu schieben, das ist total süß, ihm machts ja auch Spaß, weil er weiß das er jedesmal eine Belohnung bekommt.
Ich mache das immer mit dem Clicker, trainiert ihr auch manchmal mit Clicker, ich find den super.

Es gibt ja solche und solche SVler, die lieben und die dummen, einer von den dummen hat mir mal geraten ich solle meinen Hund immer anspucken, ihm nur blutiges Fleisch füttern und ihn auf dem Balkon schlafen lassen.
Naja ich dachte das es auch reicht ihm statt dem Spucken lieber ein Bussi zu geben, ihm Royal Canin füttern und ihn im warmen Hundebett schlafen lassen, diese Entscheidung hoffe ich gefällt auch Ben besser.
Aber von den Dummen SVlern gibt es immer weniger, die Hunde schaffen sowieso nix, weil sie nur agressiv sind, kommt aber nicht vom Schutzdienst, sondern weil es die Besitzer so haben wollen.
Die lieben SVler (mehrzahl), behandeln ihre Hunde wie ihre eigenen Kinder, so gut wie die sich mit Futter und dem ganzen auskennen, da sag ich dann nur boah :eek: .

VLG
Dani (die sich wieder beruhigt hat) *ggg*

Daniela_J
31.10.2002, 22:39
Ich noch mal

@Cockerfreundin

Naja, man weiß ja nicht was der arme Kel vor dem Tierheim alles erlebt hat.
Ich glaube das auch Hunde ohne Papiere gut im Schutzdienst oder sonnstiges sein können, mit den Papieren sieht man halt das die Eltern das auch trainiert haben und es sich dann vererbt, aber es gibt ja auch naturtalente, denk ich mal.

VLG
Dani

Daniela_J
31.10.2002, 22:41
und nocheinmel:rolleyes:

@Cockerfreundin = @ Igelchen

falschen Namen geschrieben :rolleyes:

klasu
01.11.2002, 02:25
Hi Ivonne,
ich zitiere gerne ;)

- SchH macht Hunde aggressiv
- Hunde lernen, Menschen anzufallen
- SchH ist kein Sport
- SchH-Sportler sind Asis, die scharfe Hunde wollen
ich bin wieder in Zitatlaune:)
Punkt 1: würde ich hinzufügen "kann"
Punkt2:unterstreiche ich, habe ich so gesagt
Punkt3:ist auch von mir, weil Punkt 2
Punkt4 : würde ich jetzt nicht so behaupten. Wie gesagt, ich habe einiger dieser Exemplare kennengelernt, andere anscheinend ebenso und wenn man sich die SV-Seiten und Schutzhundseiten im web ansieht, wird dieses Problem auch dort gesehen.

Speziell in Hinsicht auf Punkt 2 habe ich nochmal bei google "Schutzhundausbildung" eingegeben und dabei einige Sachen gefunden, die für mich diese Aussage unterstreichen.
Anführen möchte ich hier 2 Beispiele, natürlich wieder Argumente für meine Sichtweise :) :
http://www.schaeferhund.org (ist glaube ich die offizielle SV-seite?)

Während Fährtenarbeit und Unterordnung ganz entscheidend vom Geschick des Ausbilders abhängen, ist man beim Schutzdienst auf ein vorhandenes Triebpotential (Beutetrieb, Wehrtrieb, Aggressionstrieb und Meideverhalten) angewiesen. Wichtig ist vor allem, daß der Hund nur im Fall einer Flucht oder eines Angriffes auf eine Person zufaßt und sofort selbstständig oder auf Kommando wieder abläßt, wenn sich der Helfer ruhig verhält.
Wenn es nicht das heißen soll, was da steht, sollte man aber ganz schnell den Text ändern.

Zitat http://www.hovitalk.de/schutzhundausbildung.htm (auch kein Schutzhundgegner)

Paradeübung beim Schutzdienst ist die sogenannte lange Flucht. Dabei stehen Hund und Führer am Endes des Übungsplatzes, der Helfer läuft vom anderen Ende auf die beiden zu. Der Hund rennt auf den Helfer zu und beißt aus dem vollen Lauf in den Ärmel – es sieht also so aus, als ob der Hund einen Angriff stoppt. Beigebracht wird dies den Hunden, indem der Helfer oft vor dem Hund davon läuft, was den Hund natürlich animiert, seiner Beute hinterherzulaufen.
Die meisten Hunde lieben den Schutzdienst, ist er doch eine Gelegenheit, richtig aggressiv um Beute zu rangeln – die Menschen jammern doch immer gleich, wenn Hund im Spiel mal fester zulangt, außerdem geht der Hund im Training immer mit dem Ärmel vom Übungsplatz, das ist für einen Hund ein ungeheures Erfolgserlebnis: „Ich habe um meine Beute gekämpft und gewonnen!“

Der Fairness halber gebe ich aber auch zu, daß viele der Argumente Pro-Schutzdienst auf diesen Seiten auch angeführt werden und eine Aggressivitätssteigerung verneint wird.Das sehe ich zwar etwas anders, aber da können wohl beide Seiten nicht das Gegenteil objektiv beweisen.

@ Volker: wer darf denn Deiner Ansicht nach Argumente in diesem Thread austauschen und wer nicht?


MfG
klasu

Chaostruppe
01.11.2002, 09:08
hier noch ein link zum Thema:

http://hundezeitung.de/hundewiese/viewtopic.php?t=1532

Andrea

volker
01.11.2002, 14:12
Hallo Klasu,

Es darf jeder diskutieren und seine Meinung äußern, es ist aber wichtig nicht nur das herauszulesen was der eigenen Meinung entspricht und die anderen Argumente zu übergehen.

Das Thema Schutzdienst ist meiner Meinung nach nicht so, wie es hier oftmals dargestellt wird.

Gruß Volker

Cockerfreundin
02.11.2002, 13:03
Hallo, Volker!

Zitat
___________

Das Thema Schutzdienst ist meiner Meinung nach nicht so, wie es hier oftmals dargestellt wird.
___________

Wie ist es deiner Meinung nach denn?

für mich persönlich *ist* es gar kein Thema, da ich keinen Hund habe (und auch nicht haben werde), der *Schutzdiensttauglich* ist .... aber vielleicht magst Du es ja trotzdem mal beschreiben, wie Du es siehst.

Grüße von
Annette + Basti :)

Tinchen
04.11.2002, 15:45
Hallo an alle!!

Ich hoffe, dass mich jetzt nicht gleich alle angreifen werden, denn ich mache mit meiner Hündin seit 2 Jahren VPG-Sport . :D
Meine Hündin ist ein Dobi-Mix . Außerdem betreibe ich mit ihr noch THS (Turnierhundesport auch seit 2 Jahren!!)!!!
Ich mache außerdem mit meiner anderen Hündin Agillity.

Meine Definition von HundeSport ist, dass der Hund eine gewisse sportliche Leistung erbringt. Das ist meiner Meinung in Agillity/THS und VPG gleichermaßen.
Im Agillity muss sich der Hund führen lassen und einen Parcour in "schneller" Gangart bewältigen.
Im THS kommt es fast nur auf die Gewschwindigkein an (MENSCH & HUND). IM VPG-SPORT muss sich der Hund sehr konzentrieren... Die Fährtenarbeit ist keine einfache Sache und auch die Unterordnung hat´s in sich. Beim SChutzdienst muss sich der Hund auch (ähnlich Wie im Agillity) führen lassen; er darf nichts aus eigener Hand (Pfote) unternehmen und muss auf die Befehle gehorchen, sonst läuft gar nix!!!.

Unser Schutzdiensthelfer ist ein Freund von uns und mein Hund liebt ihn über alles. Ich weiß nicht, was ihr schon für SChutzdienste gesehen habt, aber bei uns ist es so, dass wenn einem der Hund mal durchgeht (z.B. beim Revieren...) und er rennt zum Helfer, lässt dieser den Arm einfach auf den Boden fallen...die Hunde stehn dann da und wissen nicht was sie machen sollen... und das kann man bei so gut wie allen Hunden machen (SCHwarze SChafe gibt´s immer, gibt´s aber auch im Agillity !!!!!!!).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele, die Agillity trainieren, dem VPG-Hundesport sehr abgeneigt sind.....es gibt natürlich tausende die anderer Meinung sind.....
Auf jeden Fall gibt es bei uns im Verein immer riesen Diskussionen. das problem bei der Sache ist, dass diese meist Shelties/Cockers/goldens haben ... sie beschäftigen sich also auch nie mit diesem Sport!!

Bei uns auf dem Platz hat letzte Woche ein Labrador seine VPG 1 gemacht und zwar mit 92 Punkten im Schutzdienst. Aber warum??? :
Weil dieser Hund so Beuteverrückt ist!!!!! Diesen Sport kann jeder Hund machen, wenn er nur genug Triebverhalten hat (kenne Jack russel mit VPG 3!!!!).


Also Bissle was zum NACHDENKEN!!!

;) Ciao Tinchen

Tinchen
04.11.2002, 15:50
Ach so... noch einen Gruß an Ivonne, die sich bis jetzt fast alleine hier durchschlagen musste:D !!!! Ich finde es toll, wie du dich informiert hast und deine Meinung ein wenig geändert hast....(oder auch ganz!!)!!!! Das sollte ein Vorbild für viele hier sein!!!!!!!!!!!!!!!

CIAO Tinchen