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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich habe Ihr das Leben durch den Tierarzt nehmen lassen



daisy-westie
10.12.2006, 19:04
Hallo,
ich habe, hatte bis Mittwoch eine 12 jährige Westiehündin, die ich mehr liebe als mein Leben. Sie war immer für mich da und war total lieb. Wir haben keine Kinder, also war Daisy mein Bestes was ich hatte.
Daisy hatte seid 2 Jahren immer wieder ungewöhnliche Hustenanfälle und wurde durch Kortison immer dicker. Dann kam vor 6 Monaten die Diagnose : vergrößertes Herz, sowie Wasser in der Lunge. Sie hat nach und nach immer weiter abgebaut, hat fast nur geschlafen und wollte nicht gern laufen. Dafür um so mehr schmusen.
Am Dienstag bin ich dann mit Daisy zum Tierarzt, weil Sie sich wahrscheinlich mit Zwingerhusten bei unseren 6 monate alten Balou angesteckt hatte und ich zu Hause eine blaufärbung der Zunge feststellen musste. Daisy wurde sofort geröngt ( wieder mal) und die Diagnose lautete Lungenfibrose und Zwingerhusten. Ihr wurde Kortison und Antibiotika gespritzt. Zudem habe ich noch Medikamente für die nächsten 10 Tage bekommen und sollte mich am nächsten morgen melden. Das habe ich getan und die Frage der Ärztin, wie es Daisy geht habe ich beantwortet: -nicht mehr ständiges Husten, dafür aber bei Freude immer wieder blaufärbung der Zunge! Daisy hat zwar viel geschlafen, aber dafür immer noch gerne gefressen und wenn der kleine gebellt hat, hat Sie kräftig mitgebellt.
Die Tierärztin meinte wir sollten vorbeikommen um zu schauen ob wir Daisy den quällenden Husten etwas erleichtern könnten oder es kann auch sein das wir eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssten.
Auf alles vorbereitet sind wir dann zum Tierarzt gefahren. Leider wurde dort nicht mehr von einer möglichen Erleichterung gesprochen. Nein,uns wurde gesagt das die Zunge nicht mehr blau werden dürfte und das dies Sauerstoffmangel ist. Sie hätte auch noch Lymphdrüsenkrebs ( wovon ich vorher nichts wusste) und Sie würde nur noch Tage zu Leben haben. Die Ärztin meinte das Daisy zu Hause nicht ruhig einschlafen würde, sondern qualvoll ersticken könnte bzw. würde.
Wir haben uns dann für die Erlösung entschieden und wollten Abschied nehmen. Daisy hat eine Narkose bekommen als Vorbereitung auf den weiten Weg. Aber sie hat nicht geschlafen. Sie hat immer wieder den Arm weg gezogen und wollte die Spritze nicht. Ich wollte Daisy nicht alleine lassen, aber ich war kurz davor alles zu stoppen und wollte schnell das Zimmer verlassen. Auf einmal hat Daisy den Kopf hoch gehoben und mir hinterher geschaut, so das ich wieder zu Ihr gegangen bin. Ich habe Sie gehalten und den Kleinen Balou zu Hause Abschied nehmen lassen. Daisy ist in unserem Garten auf Ihren Lieblingsplatz vergraben.
Ich kann nicht aufhören zu weinen und mein Gewissen plagt mich. Wieso hat die Ärztin mir Dienstag noch Tabletten für 10 Tage gegeben, wenn es keine Hoffnung gab. Habe ich Daisy zu früh sterben lassen? Sie hat sich doch so sehr gewehrt. Die Ärztin meinte es lag an die ganzen Medikamentedie Sie morgens noch bekommen hat( Vetmedin, Kortison, Antibiotika usw.).
Nun habe ich noch den Kleinen, den ich auch lieb habe. Aber Daisy war alles und kein Mensch und kein anderes Tier wird mir nochmal so nah sein.
Ich weiß nicht mehr was ich tun soll!
Sylvia

Juni
10.12.2006, 19:28
Hallo Sylvia,

was du gerade durchmachst, erleben die meisten Hundebesitzer, die sich entschlossen haben, ihren Vierbeiner einschläfern zu lassen. Die Frage, ob man die richtige Entscheidung getroffen hat, stellt sich sicherlich jedem. Es ist ja auch eine ernste Sache, ein Urteil über Leben oder Tod zu fällen.

Vielleicht hilft es dir ein wenig, wenn du dir vorstellst, was die Alternative gewesen wäre: Immer wieder quälende Hustenanfälle, Atemnot und irgendwann - vielleicht in wenigen Tagen, vielleicht auch erst in einigen Wochen - ein qualvoller Erstickungstod. Möglicherweise gerade dann, wenn du zufällig nicht bei ihr sein hättest können. Du hättest sie nicht retten können, allenfalls die Zeit ein wenig verlängern. Und so wie es klingt, wäre es keine gute Zeit für deine Hündin gewesen.

Was das Ganze noch schwieriger macht ist wohl, dass deine Tierärztin dich in der Situation ziemlich überfahren hat. Du hattest kaum Zeit, einen klaren Gedanken zu fassen, geschweige denn, in Ruhe zu entscheiden. Trotzdem hast du das Richtige getan, indem du dafür gesorgt hast, dass dein Mädchen die Brücke zur anderen Seite in Frieden gehen konnte, statt einen harten Todeskampf durchstehen zu müssen. Du warst bei ihr und hast dich nach den vielen schönen Jahren, die sie dir geschenkt hat, mit einem sanften Einschlafen lassen bedankt.

Sie hat nun ihren Frieden, und ein Stück von ihr wird immer bei dir sein und dich dein ganzes Leben begleiten. Anfangs noch im Schmerz, denn Trauern ist ein wichtiger Teil des Loslassens, aber dieser wird im Laufe der Zeit einer liebevollen, wunderschönen Erinnerung weichen. Ersetzen kann sie niemand, aber das braucht es auch nicht. Jeder Hund ist auf seine ganz eigene Weise einzigartig und besonders - man muss nur hinschauen, um das zu erkennen.

Liebe Grüße,
Juni

daisy-westie
10.12.2006, 19:52
Hallo Juni,
ich danke Dir für die tröstenden Worte. Ich habe schon so oft Abschied von Daisy genommen , weil Sie schon öfters gerettet werden musste. Nun war es wirklich soweit und ich wollte es nicht mehr glauben . Ich weiß auch gar nicht mit wem ich darüber reden kann. Mein Mann und meine Geschwister sind für mich da, aber irgendwie versuche ich das mal wieder alleine zu verarbeiten.Andere bzw. viele Menschen haben für diese Trauer kein Verständniss. Wir haben uns vor 4 Monaten einen kleinen Welpen geholt, weil ich gesagt habe ich möchte das dieser mit Daisy aufwächst . Ich habe da schon Angst gehabt Daisy mal gehen lassen zu müssen und weil der Arzt es geraten hat, weil er wußte das Daisy alles für uns war. Es war richtig!!!! Ich hätte jetzt keinen anderen Hund den Weg in mein Herz öffnen können. Aber Balou verbindet mich mit Daisy und hat mein Herz schon erobert. Ich wüsste auch gar nicht was ich ohne Ihn jetzt machen würde. So muß ich mich kümmern und der Kleine verlangt nach sehr viel Liebe....
Ich weiß noch nicht wie es die nächsten Tage weitergehen soll. Es geht nur ,wenn ich mir einrede das Daisy immer noch da ist. Dann wird mir wieder bewusst das Sie im Himmel ist. Ein tiefes Loch in meinem Herzen.
Meine Mama ist vor 13 Jahren gestorben als ich 18 war. Sie soll jetzt wohl auf meine Kleine aufpassen.
Lg Sylvia

Heike 10
10.12.2006, 20:20
Hallo Sylvia,

du meine Güte, das ist aber wirklich eine schlimme Zeit, die Du durchmachen musst. Man kann es verstehen, wenn man selbst ein Tier verloren hat, wie sehr es schmerzt. Und natürlich kann nichts und niemand einen solchen kleinen Freund ersetzen.

Bei sehr vielen Dingen im Leben überlegt man hinterher, ob es der richtige Weg war, den man gewählt hat, und manchmal bleiben viele Fragen offen. In Deinem Fall, den Du erleben musstest, denke auch ich, dass es die richtige Entscheidung war.

Und möglicherweise hat die Tierärztin Dir auf diese Art und Weise die Entscheidung abgenommen, damit Dein lieber Schatz nicht noch weitere Qualen erleiden musste.

Und viel besser, als es Juni geschrieben hat, könnte man es nicht formulieren. Trotz alledem würde auch ich mich anschließen und Dir gerne viel Kraft für die nächste Zeit wünschen. Ich kenne die Zeit der Trauer und Tränen um einen lieben Schatz, den man verloren hat, es geht nicht so schnell vorbei. Aber vielleicht hilft Dir ja auch Dein kleiner Balou in diesen schlimmen Augenblicken ein wenig.

daisy-westie
10.12.2006, 20:35
Hallo Heike ,
es hilft mir wirklich sehr , daß Ihr so nette Zeilen schreibt. Und vor allem hilft es mir begreifen, das ich es tun musste und alles andere egoistisch gewesen wäre. Danke......................... ...
Viele liebe Grüße Sylvia

Tina76
11.12.2006, 11:54
Liebe Sylvia,

fühl Dich von mir gedrückt!
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Du Dich grade fühlst. Auch ich muß mich immer mehr drauf einstellen, das meine erste Hündin die jetzt 12 Jahre alt ist, mich irgendwann verlassen wird. Sie ist zwar so noch recht fit, aber hat einen Tumor am Rippenbogen. Eine OP möchte ich dem Hund in dem Alter nicht mehr antun. Im Moment macht ihr das zwar keine Probleme, aber ich weiß auch, das sich das ganz schnell ändern kann. Und ich würde mich in diesem Moment, auch gegen ein qualvolles Ende entscheiden, genau wie Du!

Du hast das Richtige getan. Auch wenn es sehr weh tut. Aber Du kannst Dir sicher sein, das es Daisy, da wo sie jetzt ist wieder gut geht!

Alles Liebe
Tina

Santos1
11.12.2006, 12:05
Wer einen Hund hat und ihn liebt, weiß wie du dich fühlst.....es tut mir schrecklich Leid.
Ich bin mir sicher, dass du richtig gehandelt hast. Daisy hätte keine Alternative gehabt-außer das Risiko einzugehen, daheim irgendwann qualvoll ersticken zu müssen.
Sicher fragt man sich bei solchen Entscheidungen immer, ob es richtig war, so zu handeln. Ich glaube, das ist normal.
Daisy ist im Hundehimmel und ist dir 100% dankbar, dass du ihr weiteres Leider erspart hast.
Irgendwann seht ihr euch wieder.

Biene13
11.12.2006, 12:18
Liebe Sylvia
es ist immer furchtbar, den Freund, den man so sehr liebt, hergeben zu müssen. Einen wirklichen Trost gibt es auch nicht, weil der Schmerz allgegenwärtig ist, viele Fragen offen sind.

Aber ich bin mir sicher, daß Eure TÄ die richtige Entscheidung getroffen hat.
Vielleicht hilft Dir ja ein wenig, wenn ich Dir sage, daß TÄ nicht so ohne Weiteres einschläfern dürfen. Es könnte sie die Lizenz kosten, wenn sie bei einem so sensiblen Thema unüberlegt vorgehen.

Deine Hündin hatte bei Dir ganz bestimmt ein schönes Leben und zur Liebe gehört auch das Loslassen, das Gehen lassen, wenn das Leben des Tieres nicht mehr lebenswert scheint, es Schmerzen hat, sich quält.

Es kann vielleicht sein, daß alle Worte Dich im Moment nicht erreichen können, sie Dir nicht wirklich helfen. Aber auch das gehört zur Trauer, zur Schmerzbewältigung.

Ich umarme Dich Biene13

daisy-westie
11.12.2006, 20:24
Hallo Ihr Lieben,
es ist einfach wunderbar und tröstet mich wirklich sehr,das es doch so viele nette Menschen gibt die mich verstehen und mir das schlechte Gewissen erleichtern.
Wir haben heute nochmal mit den TA gesprochen , dem es nicht egal war wie es mir geht. Dieser hat mir nochmal versichert, das es für die Kleine Süße das beste war. Sie hätte wohl noch weiterleben können, wenn Sie nur Ruhe gehabt hätte. Aber alleine die Freude ,wenn wir von der Arbeit nach Hause gekommen wären,hätte Sie umgebracht.
Jede Aufregung hat zur Sauerstoffunterversorgung geführt , da Ihr Zunge dann immer blau angelaufen ist und Sie wäre irgendwann erstickt.

Daisy war für mich alles und wird es immer bleiben. Wir haben keine Kinder und somit war Sie 11 wunderschöne Jahre unser Mittelpunkt im Leben . Ich bin wirklich froh das Sie den Kleinen Balou die letzten 4 Monate aufgezogen und auch etwas verzogen hat. So kann ich Ihn mit Daisy verbinden und auch wirklich lieben ohne ständiges Vergleichen.
Ich weiß, das ich für Balou Dasein muß und es tut mir gut. Wenn er nach Daisy sucht tröste ich ihn oder spiele mit ihn .Es lenkt mich etwas ab.

Wenn ich aber weinen muß, dann ist er ganz schnell bei mir und tröstet mich.Er merkt immer wie es mir geht und das obwohl er erst 6 Monate ist .
Während der letzten 4 Monate wo Balou auch schon bei uns war, hat sich das Herrchen mehr mit ihn beschäftigt und viel gespielt. Ich habe dann die Zeit genutzt um mit meine Daisy zu schmusen. Sie sollte ja nicht eifersüchtig sein und keinen Kummer haben weil Balou da war.
Nun weiß ich ,das es einfach nur richtig war und wir uns Balou zur richtigen Zeit geholt haben. Was uns übrigens der TA , vor 6 Monate geraten hat.
Viele liebe Grüße Sylvia

P.S. Liebe Tina 76! Auch Ich habe mich schon lange vorher damit beschäftigt was ist, wenn Daisy mal gehen muß. Dann habe ich Sie schnell im Arm genommen,geweint und einfach gesagt das wir immer zusammen bleiben.
Daisy war schon öfters sehr krank und ich habe sehr oft geweint und Abschied genommen, oder aber mit Ihr geschimpft das Sie sich zusammenreißen soll. Sie hat es immer geschafft und hat sich immer wieder erholt, wofür ich dem TA auch sehr dankbar bin.
Das ist aber auch ein Grund warum es mir nun so schlecht geht. -Ich habe mittlerweile gar nicht mehr daran geglaubt, das Sie wirklich irgendwann gehen muß-.
Unser TA wusste wie sehr wir Sie lieben .Wir haben Ihn öfters am Wochenende aufgesucht und er war immer für uns da.So auch als wir mit Daisy im Juni nach Texel reisen wollten und diese Herzhusten angefangen hat. Er hat uns Vetmedin und Wassertabletten gegeben und hat auch gesagt, das es der letzte Urlaub für uns sein wird. Sie durfte sich nicht anstrengen, darum war Sie immer im Bollerwagen dabei ,( was Sie sichtlich genossen hat).

Ich habe immer gesagt, das ich mir nicht vorstellen kann einen anderen Hund zu lieben. Ich wusste immer das es falsch wäre nach Daisy´s Tod einen neuen Hund zu holen. Dieser würde immer in Daisy´s Schatten stehen und wäre mir nie so nah wie meine Kleine.
Ich wusste aber auch, das ich nicht ohne Hund sein bzw. leben kann!
Dann haben wir uns Balou im August geholt, wie uns der Tierarzt geraten hat.
Nun ist er da und ich hatte in den Monaten die Möglichkeit ihn lieb zu gewinnen.
Erst dachte ich Daisy wäre eifersüchtig. Aber es hat super geklappt. Ich habe mich halt weiterhin mehr mit Ihr beschäftigt und Sie war und bleibt die Nr.1!
Vielleicht denkst Du auch mal darüber nach, Dir einen Kleinen anzuschaffen. Du hast dann auch die schönen Erinnerungen , wie die Hunde zusammen waren und das verbindet.
Wie gesagt, ohne Balou wüsste ich jetzt nicht was wäre.
Liebe Grüße Sylvia

kaviar1
12.12.2006, 00:43
oh Gott, liebe Sylvia, ich weiß, was Du jetzt durchmachst, ich fühl mit Dir.
Ich mußte im August diese Entscheidung für meinen geliebten Bobby treffen, weil er nicht mehr aus seinen epileptischen Anfällen raus kam. Es ist furchtbar, sein geliebtes Tier einschläfern zu lassen.
Ganz liebe tröstende Grüße
Maria

Mama92
13.12.2006, 15:54
hallo Silvia,
mein Beileid auf diesem Weg auch ich weis wie weh es tut seinen besten Freund zu verlieren bei mir werden es im Februar 4 Jahre wo ich meine geliebte Trixi einschläfern lassen musste sie wurde etwas über 15 Jahre alt und war das liebste was ich hatte:0( ein kleiner Trost war für mich das sie ein schönes Leben hatte und nie richtig krank war,sie war nur alt aber trotzdem hat es lange gedauert bis ich drüber weg kam und heute noch wenn ich Bilder ansehe oder Videos wo sie drauf ist kommen mir die Tränen.Ich kann dir zustimmen das es keinen Ersatz gibt,aber weder kann man einen Mensch noch ein Tier ersetzen weil jedes einmalig für sich ist:tu: dein Balou ist auch einmalig auf seine Art und Weise und ein Ersatz wäre nur schlecht er liebt dich bestimmt auch und ist sicher auch traurig über den Verlust aber für deine Daisy war es so bestimmt am besten,behalte sie in liebevoller Erinnerung und der Schmerz lässt sich durch Balou leichter ertragen:kraul: ich habe seit 1Dezember wieder einen Hund(12wochen)kein vergleich zu meiner Trixi;) aber er ist einmalig und macht wahnsinnig viel Spaß und Freude:wd:

daisy-westie
16.12.2006, 08:43
Nun ist schon über eine Woche vergangen und ich habe das Gefühl, das mich nichts und niemand erfreuen kann.
Die Daisy fehlt mir so sehr und es ist nur zu ertragen wenn ich verdränge,- das sie nicht mehr da ist. Ich weiß nicht wie lange es dauern wird, bis und ob es mal wieder besser wird in meiner Gefühlswelt .
Ich bin es leid, das ich nicht mehr lächeln kann. Aber wie soll ich Fröhlichkeit erzwingen. ???? Was kann ich nur tun, damit der Verlust in meinem Herzen zu ertragen ist.??
Liebe Grüße Sylvia

Juni
16.12.2006, 12:13
Hallo Sylvia,

lass dir Zeit. Du kannst nicht erwarten, dass du ein Wesen, das dich soviele Jahre deines Lebens begleitet hat, innerhalb weniger Tage loslassen kannst. Lass die Trauer zu, weine, wenn dir danach ist. Und tu das, was du hier angefangen hast: Rede darüber. Je öfter man über eine Sache spricht, desto leichter fällt es mit der Zeit. Vielleicht findest du ein Ritual, das dir hilft, die Erinnerung an deinen Hund positiv zu gestalten.

Setz dich nicht unter Druck, die Zeit wird dir helfen. Es ist völlig in Ordnung, um ein geliebtes Geschöpf zu trauern - und es gibt keine Regeln dafür, wie lange das dauern darf. Dinge, die man verdrängt, holen einen meist früher oder später wieder ein. Das Zulassen von Trauer tut akut weh - aber irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem der Schmerz weniger wird.

Liebe Grüße,
Juni

daisy-westie
26.12.2006, 18:35
Liebe Daisy,
heute möchte ich Dir einen Brief schreiben. Ich vermisse Dich so sehr und Weihnachten war für mich kein Fest der Freude, sondern der Trauer.
Ich weiß das Du mir Nah bist und mir auch jetzt immer noch zuhörst. Nur es beißt niemand mehr Herrchen in die Nase wenn er mir einen Kuß gibt und
Du bellst nicht mehr wenn jemand Tschüß sagt. Ich kann jetzt Abends im Wohnzimmer sitzen, so lange ich will. Du jammerst nicht mehr , weil Du müde bist und mit mir nach oben ins Bettchen willst.
Ich wünsche mir nichts mehr , als das ich Abends einschlafe und dich für die Nacht in meinen Träumen wiedersehe. Wenn ich morgens aufwache fühle ich mich für einen Moment richtig gut. Bis mir dann wieder bewußt wird, das du nicht da bist und mich nicht geweckt hast.
Das Weihnachtsfest ohne Dich , war kein Weihnachten. Ich konnte mich dieses Jahr auch nicht dazu aufraffen das Haus zu schmücken. Für wen den auch??? Seid dem Du nicht mehr da bist bin ich so gleichgültig.
Nein ,wichtig ist das eine Kerze brennt und das ist die im Garten wo Du jetzt bist auf deinem Lieblingsplatz. Du hast ja schliesslich Angst im Dunkeln. Aber Du weißt hoffentlich das Frauchen und Herrchen immer auf dich aufpassen. Du bist immer mein Schatzi-Pupsi-Mausi.
Balou vermisst Dich auch fürchterlich. Er macht mir Sorgen und frisst kaum noch seid dem Du im Himmel bist.
So liebe Daisy, ich weiß das Du dies nie lesen wirst , aber es hilft zu Schreiben wenn es mir schlecht geht. Vielleicht kannst Du es doch aber fühlen, wie früher,- ganz ohne Worte.
In ewiger Liebe
Dein Frauchen, Herrchen und der freche Balou

Heike 10
28.12.2006, 00:28
Hallo Sylvia,

Dein Brief zeigt Deine ganze Trauer, die Du zur Zeit empfindest. Aber jeder, der ein Tier verloren hat, kann Deinen Schmerz nachempfinden. Und ich kenne diese Gefühle, von denen zu berichtest. Aber Du musst auch bedenken, wenn Deine Daisy Dich nun wirklich sehen würde, wäre sie sicher nicht glücklich, so traurig wie Du bist und so viel weinst.

Das heißt ganz sicher nicht, dass Du nicht mehr trauern sollst. Der Schmerz lässt nach einiger Zeit ein wenig nach. Aber die Erinnerung ist bei mir bis heute geblieben und mein Herz zieht sich noch immer jedes Mal zusammen, wenn ich an unseren verstorbenen Hund denke. Er ist 16 Jahre geworden und war uns jeden Tag ein wunderbarer Freund. Und so manches Mal, wenn ich Bilder anschaue, kommen mir heute noch die Tränen. Aber ich bin auch dankbar für die wunderschöne Zeit, die uns unser Hund geschenkt hat.

Leider ist es oft im Leben, dass man sich von jemandem trennen muß, den man liebt. Und mir ist es besonders schwer gefallen, weil es eine wunderschöne Liebe ist, die einen Menschen und einen Hund verbindet. Er ist der beste Freund, den man sich vorstellen kann, er lügt einen nicht an, gibt einem so viel, aber vor allem: Er schenkt einem sein Herz.

Ich kann Dir nur einen Ratschlag von mir mit auf den Weg geben, leb Dein Leben, so wie Du es bisher mit Deiner Daisy gelebt hast, sonst machst Du Dir selbst das Leben schwer. Du musst Dich aus dem Tal der Tränen befreien, denn auch Dein kleiner Balou merkt es, wie traurig Du bist.

Du sollst Deine Daisy nicht vergessen und das wird auch nicht passieren. Aber versuch z.B. ein wenig, Dich abzulenken, mit langen Spaziergängen mit Balou, unternimm Dinge, die Du schon lange machen wolltest mit dem Kleinen oder die ihr früher unternommen habt und viele andere Dinge, die Dich ablenken, das wird auch Deinem Balou gut tun und er wird wieder essen, denn er leidet auch, weil er merkt, wie traurig Du bist. Er wird Dir helfen, nicht mehr so traurig zu sein und Du hilfst ihm. Die dunkle Jahreszeit ist auch nicht gerade gut, aber man kann es sich nicht aussuchen, wann das Schicksal zuschlägt. Aber es wird sicher klappen, dass Dein Alltag eines Tages nicht mehr ganz so grau ist, wie er zur Zeit für Dich erscheint.

Vielleicht helfen Dir meine Ratschläge ein klein wenig, sie sind auf keinen Fall böse gemeint, denn ich kann sehr genau verstehen, wie Du Dich im Augenblick fühlst. Nur darf man im Tal der Tränen nicht diejenigen vergessen, die einen auch noch lieb haben und ganz sicher auch traurig sind. Aber ihr könnt Euch gegenseitig helfen. Versuch es jeden Tag ein klein wenig mehr, Dich abzulenken, das wird nicht nur Dir ganz sicher gut tun. Ich weiß, es ist alles leichter gesagt, als getan, aber einen Versuch ist es wert.

Susanne79RA
29.12.2006, 16:29
Hallo Sylvia,

Fühl Dich gedrückt. Ihr Körper ist zwar tot. Aber ihr Geist lebt in Dir weiter. Und ich bin mir sicher, dass Ihr euch eines Tages wieder sehen werdet so wie ich auch meine Lieben die ich verloren habe, wieder sehen werde. Ich habe hier noch eine kleine Geschichte für Dich:

Der kleine Hund blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Welpen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich.
Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein.
Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. "Mommy!" rief er. "Ist etwas nicht in Ordnung?"
Der kleine Hund drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine Hund seufzte und kletterte aus dem Wasser. "Das muss ein Fehler sein", sagte er. "Ich sollte nicht hier sein".
Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. "Ich bin doch noch jung. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein".
Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine Hund sprang in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort an den Ohren zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu brummen an.
"Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen", sagte die Dame. Der kleine Hund seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. "Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig".
"Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde" sagte die Dame mit einem liebevollen Blick auf den kleinen Hund.
"War ich denn krank?"
Das überraschte den kleinen Hund. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er groß geworden war.
"Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst", sagte die freundliche Dame "Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten".
"Nein, das taten sie nicht", sagte der kleine Hund. "Wer würde schon Tränen wählen?"
Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy.
"Ich will Dir eine Geschichte erzählen", sagte die Dame.
Der kleine Hund sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Hunde - Rex und
Luna, Sheila und Obie. Katzen auch - Cleo, Baby und Morgan, Rocky und Missy.
Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary, erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:
"Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle möglichen Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr.
"Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt" sagte der Engel. "Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben". "Oh, vielen Dank", sagten die kleinen Engel. "Das ist gerade, was wir brauchen".
"Ihr habt das Vergnügen gewählt", erklärte ihnen der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Dinge kann man schon lieben", meinten sie. "Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben".
Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. "Ihr könnt diese Tiere lieben", sagte er. "Sie werden wissen, dass ihr sie liebt."
Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel.
"Ihr habt die Befriedigung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. "Sie wissen, dass wir sie lieben", sagten sie. "Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden."
So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. "Hier sind Menschen zum Lieben", erklärte er ihnen. Die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.
"Ihr habt die Verantwortung gewählt", sagte der Oberengel.
Aber bald waren sie wieder zurück. "Menschen kann man schon lieben", klagten sie "aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen."
Der große Engel schüttelte den Kopf. "Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe."
Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. "Was ist mit denen?" riefen sie.
Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. "Das sind Gefühlstrainer", sagte er. "Aber wir haben Probleme mit ihrem Operating-System."
"Würden sie wissen, dass wir sie lieben?" fragte einer - "Ja", erwiderte der Oberengel widerstrebend.
"Und würden sie uns wiederlieben?" fragte ein anderer - "Ja", erwiderte der große Engel.
"Werden sie je aufhören, uns zu lieben?" riefen sie - "Nein", gestand der große Engel. "Sie werden euch für immer lieben."
"Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen", riefen die kleinen Engel.
Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. "Ihr versteht nicht", erklärte er ihnen. "Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen."
"Das tun wir gerne", riefen die kleinen Engel.
Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere.
"Sie sind nicht gut programmiert" rief der Oberengel, "es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger!"
Aber das kümmerte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen.
"Wir haben unsere Chance!" riefen sie.
"Ihr versteht nicht", versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. "Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden!"
Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: "Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben."
Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. "Nun habt ihr die Tränen gewählt", flüsterte er.
"Und so ist es auch geblieben", meinte die freundliche Dame. "Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen."
Der kleine Hund setzte sich auf. "Warum nehmen sie uns dann zu sich?" fragte er erstaunt.
"Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe jeden Kummer wert ist."
"Oh", sagte der Hund und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. "Wird sie jemals aufhören zu weinen?"
Sie nickte. "Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders."
Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen.
"Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Brummen und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neuen Hund öffnen."
"Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen!"
Die Dame lächelte ihn an und stand auf. "Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken".
Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. „Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?"
Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine Hund wollte seine Mommy noch nicht verlassen.
"Werden wir jemals wieder zusammen sein?" Die freundliche Dame nickte.
"Du wirst in den Augen jeden Hundes sein, den sie ansieht. Und sie wird Dich am brummen jeden Hundes hören, den sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest."
"Das gefällt mir", sagte der kleine Hund und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre.
"Ich hab' dich lieb, Mommy", flüsterte er. "Es ist schon okay, wenn Du weinst".
Er blickte zu den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen.
"Oh, Mommy! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich."
Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....


Lieben Gruß
Susanne

daisy-westie
02.01.2007, 07:47
Liebe Susanne,
vielen Dank für Dein Mitgefühl. Die Geschichte ist wunderschön.
Ja, es hilft zu weinen und daran zu glauben das ich meine Kleine irgendwann wieder in meine Arme nehmen kann.
Es ist schön das es in diesem Tierforum so nette verständnissvolle Menschen gibt . Es hilft mir wirklich sehr mit der Trauer umzugehen und nimmt mir etwas die Zweifel etwas falsches getan zu haben. Danke !!!!!!!!
Liebe Grüße Sylvia

PeBa
03.01.2007, 10:54
Liebe Sylvia, ich habe Deinen Beitrag schon im letzen Jahr gelesen, aber damals war ich einfach noch nicht in der Lage, zu antworten, aber ich habe sehr ot an Dich denken müssen, da es mir genauso schlecht geht wie Dir, und da habe ich mich heute aufgerafft, Dir zu antworten. Ich weiß ganz genau, was Du durchmachst, mir geht es leider nicht anders, es ist schrecklich von morgens bis abends und nachts finde ich kaum richtig Ruhe. Ich hatte bis am 11. Dezember 2006, dem schlimmsten Tag meines Lebens, meinen Mounty, einen Irish Setter, den ich liebe wie mein eigenes Leben. Er war mein allerallerbester Freund und ging mit mir 13 1/2 Jahre durch dick und dünn. Schon seit vielen, vielen Jahren hatte ich Angst vor dem Tag, an dem ich ihn mal nicht mehr habe. Vor dem Leben ohne ihn ... und auf einmal war er da dieser Tag und es war überhaupt nicht voraus zu sehen und es war auf einmal diese Diagnose da, die mir meinen Mounty nahm, einfach so .. innerhalb von wenigen Stunden .... war er weg ... und ich musste entscheiden ... das war der allerschlimmste Tag in meinem Leben. Mounty war immer gesund und munter. Ja, er hatte sich mal ganz schlimm an seiner Pfote verletzt, das war damals echt schlimm und auch eine sehr komplizierte OP, aber alles wurde wieder gut, damals war er auch noch sehr jung und es gab nie Probleme wegen dieser Verletzung. Klar, ab und an hatte er es mal im Magen und die letzten beiden Jahre, da hatte er eine Fistel zwischen den Zehen, die sich immer wieder füllte und wir mussten mit diesem Fuss allerhand anstellen (baden, salben ....), dass er nicht daran schleckte, musste er einen Schuh anziehen. Meine Tierärztin sagte, sie denke, diese Fistel ist wie ein Filter, der vielleicht schlimmeres abweist, da diese Fistel ja immer und immer wieder kam. Und seit einem halben Jahr, seit wir wieder zurück gezogen sind nach Mannheim, kam die Fistel auch nicht mehr (nur noch ein Mal). Er hatte auch ein bisschen abgenommen in den letzten beiden Jahren. Aber ich rannte ja echt wegen jedem Pups zum Tierarzt mit ihm, ließ ihm regelmäßig Blut nehmen, ihn untersuchen. Es war immer alles ok. An der Schilddrüse hatte er es und musste deswegen Tabletten nehmen seit 2 Jahren, aber auch diese Werte waren bei der letzten Blutuntersuchung ok, er war gut eingestellt. Und es ist oft so, dass ältere Hunde bissel abnehmen, weil sich ja auch die Muskelmasse zurück bildet und ... er war eh nie ein guter Esser. Deswegen habe ich ihm mehrmals in der Woche gekocht, gerade in den letzten beiden Jahren, Sauerbraten (den liebte er ab und zu), Bratwürste, Minutenschnitzel, er hat aber auch immer mal wieder Pedigree Pal von unserem Dalmatiner (den hat mein Mann 2003 mit in die Ehe gebracht gegessen). In der letzten Zeit hatte er es immer mal wieder am Magen, brechen, bissel Durchfall (wie wir dachten) und ich ging zur Tierärztin und er bekam was für den Magen und dann ging es auch immer gleich besser. So war es auch am 10. Dezember, es war ein Sonntag, und Mounty hatte 2 Tage nichts gefressen, was aber für ihn, wenn es ihm vom Magen her mal wieder nicht so gut ging, nichts aussergewöhnliches war. Aber an diesem Sonntagmorgen machte er ein komisches Geräusch, dieses Geräusch hatte ich noch nie zuvor bei ihm gehört. Ich dachte erst, er wollte sich übergeben, aber es kam nichts. Also erkundigte ich mich, welcher Tierarzt Notdienst hatte und ich schnappte meinen kleinen Sohn und fuhr hin. Der Meinung, mein Hund hätte eine Magenverstimmung. Diese Tierärztin hörte ihn ab und gab ihm auch etwas für den Magen und fragte mich dann, ob ich denn wüsste, dass mein Hund einen Herzfehler hat EINEN WAS ?????? NEIN, mein Hund hat KEINEN Herzfehler. Doch, doch sagte Sie, ich solle mir mal einen Termin machen lassen zum Ultraschall, sie hört da Geräusche, die nicht ok sind. Aber das wäre ja nicht so schlimm, denn da kann man ja mit Medikamenten helfen. Also ich fuhr schwer geschockt nach Hause und zu Hause angekommen machte mein Mounty wieder dieses seltsame Geräusch. Ich hatte keine Ruhe, hilfe, mein Hund, was mach ich nur, dachte ich. Ich rief bei einer Tierklinik an, die hier im Umkreis 24 Stunden täglich geöffnet hat und erzählte, was ich soeben von dieser Tierärztin erfahren habe. Ich war in dieser Tierklinik auch schon zuvor hin und wieder mal mit Mounty gewesen, die haben dort wirklich alles. Die Ärztin dort meinte, wir können an diesem Sonntag zwar keine kardiologische Untersuchung machen, aber röntgen, um auszuschließen, dass mein Mounty Wasser auf der Lunge hat. Also wurde Mounty geröngt, mir wurde mitgeteilt, dass Mounty ein sehr großes Herz hat und dass ich Glück hätte, der Kardiologe wäre gerade im Hause und würde sich meinen Mounty anschauen. Ja, klar, wir lassen gleich nachschauen ... Mounty wurde an das EKG angestöpselt und der Arzt macht Ultraschall am Herzen ... und ich, die dachte mein Mounty hätte eine Magenverstimmung, bekam gesagt, dass mein Mounty Wasser im Herzbeutel hat und am Herzen einen riesengroßen Tumor. Das war, als wenn mir einen mit dem Vorschlaghammer voll ins Gesicht geschlagen hätte. Ich stand da regungslos, gedankenlos ... was hat das denn jetzt zu heissen. Vor 3 Tagen ist er doch noch vollkommen normal im Garten herumgerannt ... das kann doch nicht sein ... UND NUN, fragte ich. Der Arzt sagte mir, ich soll mit Mounty heim, eine Nacht darüber schlafen und am nächsten Tag wieder kommen. Ich fuhr heim ... vollkommen neben mir ... das war doch jetzt nicht mehr mein Leben. Im Laufe des Tages ging es Mounty schlechter und wir fuhren abends nochmal in die Tierklinik, aber die sagten, dass wir eben abwarten müssen bis zu unserem Termin am nächsten Tag, wie und OB wir Mounty helfen können. An diesem Abend dachte ich schon, dass ich ihn nicht mehr mit nach Hause nehmen kann. Aber wir kamen wieder heim und Mounty schlief neben meinem Bett, wie immer, bis so um 3:30 Uhr. Dann fing er an diese Geräusche ständig zu machen, im Liegen und ihm Stehen. Es hörte sich an wie ein röhrender Hirsch. Er war so schrecklich meinen Mounty so zu sehen. Ich liebe ihn doch so sehr, das kann doch alles nicht wahr sein, dachte ich. Ich saß mit ihm auf dem Fussboden im Wohnzimmer von 3:30 Uhr bis 7:30 Uhr und streichelte ihn und beruhigte ihn und ich hatte solche Angst, aber ich sah auch, dass es ihm nicht mehr gut ging. Wir spritzten ihm dann auch noch ein Schmerzmittel, dass uns die Ärztin am Abend zuvor für den Fall der Fälle mitgab, ich wusste ja nicht, ob er Schmerzen hatte, aber ich wollte eben alles tun, alles richtig machen. Wir fuhren dann mit Mounty zu unserer Tierärztin und auf der Fahrt dahin dachte ich, dass dies wohl die letzte Fahrt mit meinem Mounty sein würde, während der ich ihm in die Augen sehen kann. Und doch hatte ich ja immer noch Hoffnung, dass sich irgendwie alles irgendwie zum Guten wendet. Aber unsere Tierärztin sagte, wir sollen auf jeden Fall unseren Termin in der Tierklinik wahrnehmen. Bei diesem Befund (sie bekam die Diagnose bereits per Fax) wird Mounty nicht mehr gesund, das ist klar, aber vielleicht können sie ihm noch ein bisschen helfen (mit punktieren), dass er noch ein wenig Zeit hat, was aber wahrscheinlich nicht bedeutet, dass er länger wie Ostern bei uns sein wird, das muss uns klar sein ... der nächste Schlag ins Gesicht ... mir war schlecht, Oh Gott, mein Mounty, mein kleiner, lieber, süßer Mounty ... wir fuhren heim und dann mittags in die Tierklinik. Es war der 4. Tag an dem Mounty nichts mehr gegessen hatte und er sah wirklich krank aus, das sah auch ich. Der Kardiologe empfing uns und sagte uns knallhart, dass wir den Hund erlösen müssen, es gäbe nur noch eine Chance von 1 zu 200, dass der Tumor vielleicht ganz leicht zu entfernen wäre. Wir könnten nachschauen lassen und falls der Tumor zu entfernen wäre, würden sie es tun, und falls nicht, würden wir Bescheid bekommen und wir dürften dabei sein, wenn Mounty dann nicht mehr aufwachen darf. Ich entschied mich dafür, nachschauen zu lassen. Und wenn es eine Chance von 1 zu 1.000.000 gegeben hätte ... sie war ja für meinen Mounty. Dann bekam Mounty die Narkose und Sie brachten ihn in den OP und ich habe ihm noch gesagt, wie sehr ich ihn liebe und dass er wieder kommen soll .... aber er kam nicht mehr wieder. Irgendwann kam die Chirurgin und sagte uns, dass sie einen solchen großen Tumor noch nie gesehen hätte und dass sie es kaum glauben kann, dass Mounty im letzten halben Jahr noch so fit gewesen sei. Und dass sie uns ans Herz legt, dass wir den Mounty so nicht mehr anschauen, da er beatment wird und das Herz nur noch schwach schlägt und dass sie ihn nicht unnötig lange am Leben erhalten will, sondern erst zunähen, das ist einfach für den Mounty das Beste .... ich musste raus .... ich schrie ... um 15.03 Uhr rief ich meine Mutter an ... wir warteten bis sie uns Mounty raus brachten, mein Mann fuhr, ich saß neben Mounty, der in eine Decke eingewickelt war, im Auto und meine Hand lag auf ihm ... unsere letzte gemeinsame Fahrt und nun ist er nicht mehr da ... und Sylvia ich weiß so genau, wie Du Dich fühlst. Ich habe ihn auch bei mir beerdigt und ich habe dort auch ein Licht für ihn und ich wünsche mir jeden Tag, er wäre noch da ... sein Halsband liegt auf meinem Nachttisch und es riecht nach ihm. Alle sagen zu mir, dass die Zeit die Wunden heilt .... das mag sein .... vielleicht irgendwann .... aber es wird NIE WIEDER SO WIE ES WAR !!! Ich drücke Dich !! Petra

PeBa
03.01.2007, 15:05
... was ich noch dazu sagen möchte, wenn ich ihm etwas gekocht habe, weil er halt ziemlich verwöhnt war, dann war das natürlich immer ungewürzt und gekocht ... also nicht, dass ihr denkt, er hat davon Magenverstimmungen bekommen ... nein, nein .... da habe ich immer ganz arg aufgepasst ... ich wäre froh, ich könnte das alles immer noch und noch ganz lange für meinen Mounty machen .....

daisy-westie
05.01.2007, 08:31
Liebe Petra,
es tut mir leid und ich weiß nur zu genau wie Du Dich fühlst. Nur leider fällt es mir sehr schwer die richtigen tröstenden Worte zu finden, weil ich selber nicht mit meiner Trauer klar komme.
Es muß immer weiter gehen und der Mounty wird in Deinem Herzen bei Dir sein und für Dich weiterleben. Ich denke das einzige was die Trauer leichter macht, ist der Glaube daran das man die liebsten irgendwann wieder in die Arme schließen kann.
Du schreibst , daß Du noch einen Hund hast. Auch der braucht Dich und Du mußt Dich mit Ihn jetzt um so mehr beschäftigten.
Mein kleiner 7 Monate alter Balou hat Wochen lang nicht richtig gefressen, nachdem Daisy die Regenbrücke hinauf gegangen ist. Wahrscheinlich weil er Daisy vermisst hat und ich nur mit der Trauer beschäftigt war. Darum kümmere ich mich jetzt um so intensiver um den Kleinen. Es tut mir gut und es freut mich zu sehen das er auch wieder richtig gerne futtert.
Ich denke jeden Tag an meine Daisy und es ist alles irgendwie so unwirklich für mich. Aber was schreibe ich hier von mir, Dir gehts ja auch nicht besser.
Mir wurde immer gesagt, das der Tag kommen wird und mir war immer klar das ich mit den Verlust nicht klarkommen würde.
Am schlimmsten ist aber das wir die Entscheidung darüber treffen mussten ob der Hund sich quält oder nicht. Ich hatte auch erst nachdem es passiert war die Gelegenheit darüber nachzudenken und dann haben mich die Zweifel fix und fertig gemacht , weil Sie nicht einschlafen wollte und sich dagegen gewehrt hat.Als der Tierarzt meinte Sie würde vom schlafen und wollte die eigentliche Spritze injektzieren , zog Sie die Pfote weg. Das war zuviel für mich und ich wollte den Raum verlassen. In diesem Moment hat Daisy Ihren Kopf gehoben und mir nachgeschaut, als wollte Sie sagen,- was passiert hier und wo willst Du hin Frauchen-! ? Ich bin sofort wieder zu Ihr gegangen. Aber das ganze war zu viel für mich. Der Tierarzt meinte das, das Narkose,ittel wohl zu niedrig dosiert war , weil Daisy morgens noch Vedmetin fürs Herz bekommen hat und dann hat er noch was nachgespritzt. Ich aber habe mir als alles vorbei war eingeredet, das Daisy einfach noch nicht gehen wollte und es zu früh war. Hellsehen kann keiner und darum ist es schwer zu sagen , wie es mit Ihr weiter gegangen wäre und ob Sie sich vielleicht erholt hätte. Sie war doch eigentlich ganz fit. Es wurde alles von diesem Sauerstoffmangel( blaufärbung der Zunge )abhängig gemacht und gesagt Sie würde ersticken.
Aber Du hast ja bestimmt meinen Beitrag gelesen und weißt schon wie es mit Daisy gelaufen ist.
Nur durch diese netten Menschen in diesem Forum und den Zuspruch das die Entscheidung richtig und die einzige Möglichkeit war, ist es für mich zu ertragen.
Daisy war das liebste was ich hatte und wie gesagt, mir hilft nur der Glaube d
aran das Sie da ist und auf Frauchen aufpasst.
Es ist so traurig, das Du mit ansehen musstest wie dein Mounty sich den ganzen Morgen bzw. die ganze Nacht quälte. Aber Du weißt, das es nicht mehr ging und Du es Mounty schuldig warst Ihn zu erlösen.
Es nimmt Dir sicher nicht den Kummer über diesen unbeschreiblichen Verlust, aber ....... behalt Mounty in Deinem Herzen und blicke immer auf die schöne Zeiten zurück.
Liebe Grüße Sylvia

Liebe Grüße Sylvia

PeBa
05.01.2007, 11:09
Hallo Sylvia,
vielen lieben Dank für Deine lieben Zeilen ... ich habe Dir eine Persönliche Nachricht geschrieben.
Ganz herzliche Grüße
Petra

daisy-westie
05.01.2007, 15:53
Sorry, es haben sich in meiner Antwort ( Text) ein paar Fehler eingeschlichen , wie ich gerade gesehen habe. Weinen und schreiben ,klappt gleichzeitig leider nicht wirklich gut.
Petra, ich werde Dir so bald es mir zeitlich möglich ist schreiben.
Liebe Grüsse Sylvia

Frodofiffi
25.01.2007, 17:07
Liebe Silvia, fühle dich gedrückt und getröstet,
auch ich habe schon jetzt zwei mal eine solche leidvolle Phase durchgestanden. Das erste mal liegt jetzt schon mehrere Jahre zurück, es war damals unser Räuber ein vierjähriger Cocker unglaublich lieb und zutraulich zu Jeden Tier auf vier und zwei Pfoten. Dann wurde er eines Abends von Nachbars Hund gebissen und von Nachbarin selbst in eine Tür eingeklemmt. Dabei hat er sich eine Bandscheiben Verletzung zugezogen. Wir sind ich weis nicht mehr zu wieviel TÄ gegangen und überall daselbe, OP wäre möglich wenn der Hund Älter und ruhiger wäre, war wohl nur eine Ausrede, jedenfalls haben alle gemeint es wäre eine Erlösung und wir haben es dann auch so gesehen.Räuber lebte nur noch von Schmerzmittel und konnte hinterher gar nicht mehr gehen. Zwei Jahre sind wir alleine geblieben. Wir haben auch keine Kinder und es war sehr schwer, zu mal in dieser Zeit auch mein Vater verstarb.
Dann haben wir uns Winston zu uns geholt. Auch einen Cocker, auch sehr lieb aber etwas eigensinnig, war sehr wählerisch mit wem er zusammen sein wollte. Mit Winston haben wir dann 5 Jahre in Italien gelebt und 4 Jahre in Belgien, zwischeneitlich auch mal in Deutschland, Er hat viele Freundschaften geschlossen, unter Anderm auch mit einem Pitbull und einer Katze, die sogar mit Ihm Fressen durfte.
Irgend wann fing Winston an sich zu erbrechen, wir wohnten zu der Zeit in Belgien und waren greade auf Besuch in Deutschland, also zum Tierarzt, dieser untersuchte Winston und meinte wäre wohl Nervosität und gab was zur Beruhigung, es wurde noch schlimmer beim 3. Besuch war ein anderer Arzt in der Praxis, dieser Rötgte dann Winston und stellte einen Tumor am Mageneingang fest. Wir sollten ihn sofort einschläfern lassen. Wir entschlossen uns dagegen und nahmen Ihn nochmals mit nach Belgien. Unsere Tierärztin sah sich die Aufnahmen an und gab uns Recht, es wäre ein Tumor da, aber nicht so Dramatisch wie es der TA in Deutschland darstellte. Mit Kortison einmal im Monat, und Vitaminen hat er dann noch zwei und ein halbes Jahr gelebt. Zum Schluß ging es Ihm allerdings sehr schlecht, er konnte nicht mehr fressen und saufen, aber wie es meistens so ist, ich war alleine, meinMann lag selber im KH in Belgien und meine Mutter in Deutschland. Ich war hin und her gerissen. Unser Winston ist Nachts gestorben ganz friedlich bei mir in meinen Armen und mein Mann wurde Mittags aus dem KH entlassen 14 Tage später ist meine Mutter verstorben.
Hätte unser Winston nicht als er Gesund war immer etwas Übergewicht gehabt, wer weis wie lange es gedauert hätte. Als er am Anfang seiner Krankheit die Brecherei hatte, hat er innerhalb einer Wocher sage und schreibe 5 kg wirklich fünf Kilogramm abgenommen.
Jetzt haben wir wieder einen vierbeinigen Freund im Haus, einen Field Spaniel namens Frodo. Er ist jetzt 10 Monate alt und sehr verschmust und immer noch verspielt. Wir hoffen das er genauso Alt wird wie Winston und nicht nur 4 Jahre wie Räuber und das er uns immer Gesund und Munter zur Seite steht.
Dir wünsche ich mit Euerm Kleinen auch noch ganz viel Freude und denke immer daran HUNDE sind die BESSEREN Menschen
Viele liebe Grüße aus Italien Helga und Ihre zwei Männer

daisy-westie
07.03.2007, 18:15
Hallo Helga,
Ganz vielen Dank für die tröstenden Zeilen. Nun sind schon ein paar Monate vergangen und der kleine Balou beansprucht mich so stark, dass ich sagen kann , es geht mir etwas besser.
Nur wenn ich dann Zeit habe und an meine Daisy denke, stößt es mir wieder auf und ich glaube das ich mich in diesen Momenten von den kleinen Balou abwende , obwohl er nichts für Daisy´s Tot kann und er ein ganz lieber Schatz ist.
Es sind die Augenblicke , wenn der kleine z.B. auf dem Sofa liegt und sich den Bauch graulen lässt, so wie gestern. Ich setzte mich auf den Boden und schmuste mit ihn und musste wieder an meine kleine Daisy denken. Ich saß genauso vor Balou, wie damals vor Daisy als sie leblos auf dem Sofa lag und ich Abschied nahm. Diese Gesanken machen mich traurig.
Aber ansonsten muß ich sagen erinnere ich mich immer mehr an die schönen zeiten mit Daisy und wenn ich mir die Fotos anschaue, spüre ich so unendlich viel Liebe in meinem Herzen, das ich nicht weiß ob ich lachen oder weinen soll. Aber es ist ein schönes Gefühl.
Liebe Grüße Sylvia

Heike 10
08.03.2007, 00:38
Hallo Sylvia,

schön, dass Du Dich mal wieder meldest und dass es Dir ein wenig besser geht.

Jeder, der sein Tier geliebt hat, kann verstehen, von was Du sprichst. Die düsteren Gedanken werden auch im Laufe der Zeit verfliegen und es wird eine schöne Erinnerung werden. Du hast doch den kleinen Balou und laß es einfach zu, dass er Dir seine ganze Liebe schenken will.

Es ist nicht so einfach, wie man es schreibt, das weiß ich aus eigener Erfahrung, aber der kleine versteht auch nicht, warum Du dich abwendest. Er will Dich ganz sicher trösten. Schau doch ab und zu in das Forum und vielleicht kannst Du ja auch bald ein paar schöne Dinge berichten.

daisy-westie
09.03.2007, 16:22
Hallo,
ich wollte eigentlich ein paar Fotos von meinen kleinen Balou in diesem Schreiben einfügen, aber irgendwie geht es nicht. Kann mir jemand helfen???
Oder ist dies nicht möglich???
Liebe Grüße Sylvia

Heike 10
09.03.2007, 17:48
Hallo Sylvia,

versuchs mal über diesen Link, klappt eigentlich ganz gut und die Beschreibung ist auch optimal:
http://imageshack.us/

daisy-westie
15.11.2007, 21:31
Daisy, ich vermisse Dich so sehr. Es ist schon fast ein Jahr vergangen und immer noch ist es für mich einfach unwirklich. Die Zeit ohne Dich ist so schnell vergangen und es fehlt mir an Freude seid dem Du nicht mehr da bist.
Balou ist ganz nah bei mir und ich habe schon gesagt, das Du Ihm zuflüsterst , wie er sich verhalten muß. Er hat mich genau wie Du schon um den Finger gewickelt und es gibt viele Situationen , wo ich denke " das hat Daisy genauso gemacht". Aber sollen das alles Zufälle sein.??
Ich Liebe und vermisse Dich. Meine Mama wird Dich dort wo Du bist, bestimmt sehr lieb haben und auf Dich aufpassen.
Grüße auch Cendy, Joker und deinen Rachos, die Dir schon bald gefolgt sind von mir.



Wenn es soweit ist

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach
und quälende Pein hält mich ständig wach -
Was Du dann tun mußt - tu es allein.
Die letzte Schlacht wird verloren sein.

Daß Du sehr traurig, verstehe ich wohl.
Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.
An diesem Tag - mehr als jemals geschehn -
muß Deine Freundschaft das Schwerste bestehn.

Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.
Furcht vor dem Muß? Es gibt kein Zurück.
Du möchtest doch nicht, daß ich leide dabei.
Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.

Begleite mich dahin, wohin ich gehn muß.
Nur - bitte bleib bei mir bis zum Schluß.
Und halte mich fest und red mir gut zu,
bis meine Augen kommen zur Ruh.

Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,
es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.
Vertrauendes Wedeln ein letztes Mal -
Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.

Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,
der Herr dieser schweren Entscheidung ist.
Wir waren beide so innig vereint.
Es darf nicht sein, daß Dein Herz um mich weint.

(Aus dem Englischen übertragen von Werner Schuster 1983)

daisy-westie
14.01.2009, 10:12
:t:Vielen Dank an alle in diesem Forum.
Ihr habt mir sehr geholfen. Nun ist Lucy , die Hündin meiner besten Freundin Christine gestorben. Wie wohnen leider 500km auseinander, aber ich hoffe dass Chrissy in dieses Forum genauso viel Trost findet, wie ich in der schwierigen Zeit als Daisy ging.
Daisy fehlt mir immer noch und ich möchte auch gar nicht aufhören an Sie zu denken. Aber es sind nach über 2 Jahren , die schönen Dinge an die ich mich gern erinnere .Tränen gehören dazu und es ist gut zu weinen.
Liebe Grüße Sylvia