PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kater jagt Hund



Jambu
01.12.2006, 13:23
:cu: Hallo.Neulich stromerte ein Hund (Boomerverschnitt) bei uns im Garten umher.Mein Kater Lucky verjagte ihn und verletzte ihn dabei mit einer tiefen wunde unter dem Auge.
Nun wollte die Besitzerin die Tierarztkosten von mir ersetzt bekommen.

Muss ich dafür überhabt haften??? Der Hund war schliesslich nicht angeleint und hat zudem auch nichts auf unserem Grundstück zu suchen.

Wie verhält sich das laut Gesetz? Weiss jemand über sowas bescheid?

Lieben Gruss Jambu

Saargirl
01.12.2006, 13:51
Hier mal ein Auszug aus dem Tierschutzgesetz:

Pflichten als Hundehalter

Die Sorgfaltspflicht des Halters
Der Hundehalter obliegt nach dem Tierschutzgesetz der Sorgfaltspflicht für seinen Hund. Das heißt, er darf dem Hund weder Schmerzen noch Leid zufügen und muß seinen Vierbeiner artgerecht ernähren, halten und pflegen. Weiterhin ist der Halter für das Verhalten seines Hundes verantwortlich, auch wenn er dessen Fehlverhalten nicht verschuldet hat. Selbst, wenn Herrchen oder Frauchen bei den Streichen des Vierbeiners gar nicht zugegen sind, stehen sie für dessen Tun gerade.

Generell gilt: Wenn Ihr Hund andere Menschen durch Lärm, Verunreinigungen oder Aggressivität belästigt, können Sie zu Geldstrafen verurteilt werden. Um "Bellplänen" nach bestimmten Uhrzeiten vorzubeugen, sollten Sie vor der Anschaffung des Welpen die Toleranz Ihrer Nachbarn prüfen.


Demnach würde ich sagen, das du nicht haftbar bist, da die Halterin ja verantwortlich dafür ist, was ihr Hund anstellt und dieser auch nichts auf eurem Grundstück verloren hat.

Danny
01.12.2006, 14:05
Also erst mal müsste Die dich auf Schadensersatz (=Tierarztkosten) verklagen, mit "Bezahlen Sie mir die Rechnung, Sie müssen das" ist das nicht getan. Und jeder Anwalt würde ihr wohl nen Vogel zeigen wenn sie ihren Hund in fremden Gärten herumtigern lässt (wogegen Ihr Euch wehren könntet) und dann von einer Katze vermöbelt wird :D . Wenn ne andere Katze in unserem Garten meine Katze angreift, kann ich doch auch nicht einfach die TA-Kosten von den Besitzern verlangen??!!! Das ist natürliches Verhalten der Tiere...

Danny
01.12.2006, 14:09
Was ich noch hinzufügen wollte: Selbst WENN etwas gesetzlich nicht rechtens ist, heißt das noch lange nicht, dass es auch gesetzliche Folgen hat. Wenn z.B. ein Arbeitnehmer entlassen wird und das gegen das Kündigungsschutzgesetz verstößt, dann muss der Arbeitnehmer aber auch erst mal klagen um Recht zu bekommen. Ein "Das durften Sie eigentlich nicht" vom Arbeitnehmer reicht da ja auch nicht. Und in Deinem Fall bist Du meiner Meinung nach (bin aber keine Juristin, hatte nur Wirtschaftsrecht als Schwerpuntk im BWL Studium) sowieso im Recht. Also mach Dir da mal keine Sorgen.

Garvin
01.12.2006, 17:16
Verklagen muss die Nachbarin dich natürlich nicht, und wer zum Anwalt geht, klagt auch noch nicht. Ob du zahlen musst, weiß ich leider auch nicht, aber eigentlich müsste das die Haftpflichtversicherung übernehmen. Denn Katzen sind m.W. automatisch mitversichert.

Jambu
01.12.2006, 17:49
:bow: Na erstmal vielen Dank.
Die Frau stand vorhin wieder vor meiner Tür und zeigte mir die Rechnung.
Die hat echt nen Vogel. (Ausserdem trug sie nen Pelzmantel) wo ich eh schon biestig drauf reagiere:mad:

Jedenfalls hab ich ihr diesbezüglich die Birne weich gekloppt (verbal natürlich)

Hoffe,die kommt so schnell nicht wieder.Sonst muss ich meinen Kater auf sie hetzen:D :D :D

Jana_plus_zwei
04.12.2006, 12:35
Hallo,

also ich würde nicht ausschließen, dass Du (bzw. Deine Haftpflichtversicherung) im Fall einer Klage zahlen mußt.
Unter Hunden ist es nämlich auch so, dass jeder Halter im Falle einer Beißerei für den vom eigenen Tier angerichteten Schaden haften muss.
Das heißt, auch wenn mein Hund anscheinend unverschuldet von einem anderen Hund angegriffen wird und sich nur zur Wehr setzt, müßte ich für die Verletzungen, die dabei dem anderen Hund zugefügt werden haften, so wie der andere Hundebesitzer für die Schäden, die sein Hund an meinem verursacht.
Übertragen auf Deinen Fall würde ich demnach auch annehmen, dass die Verletzungen, die Deine Katze dem Hund beigebracht hat, von Dir zu tragen wären, während Verletzungen, die der Hund Deiner Katze zufügt, vom Hundehalter zu tragen sind.
Wenn Deine Katze im Nachbargarten vom Hund gebissen wird, würdest Du nicht auch eine Beteiligung an den Tierarztkosten erwarten?
Da eine Katze nicht so kontrollierbar ist wie ein Hund, weiß ich natürlich nicht, ob man die Rechtslage 1:1 so übertragen kann, aber im Zweifelsfall könntest Du die Klärung ja Deine Haftpflichtversicherung übernehmen lassen.
Viele Grüße

Danny
04.12.2006, 13:23
Hallo!
das hier habe ich gefunden:
http://www.frag-einen-anwalt.de/Tierrecht__f5910.html

In diesem Fall hat ein Hund auf dem Grundstück seiner Besitzerin die Katze der Nachbarn so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden musste. Und der Anwalt tendiert dazu, dass die Nachbarin bis zu 100% selbst tragen muss, da sie ihre Katze frei herumlaufen ließ.
Im oben beschriebenen Fall ist sogar der Hund in den fremden Garten gelangt, d.h. Aufsichtspflicht durch Besitzerin verletzt, und somit müsste sie eben auch selbst dafür verantwortlich sein.
Ist aber nur meine Meinung.

Ronjakatze
04.12.2006, 13:36
Hallo Jambu,

NEIN, Du bist NICHT haftbar.

Ganz einfach....

DEIN Grundstück, auf dem sich der Hund OHNE DEINE ERLAUBNIS aufgehalten hat.
Die "Prügelei" hat sich zwischen zwei FREILAUFENDEN Tieren ereignet.
Dabei zahlt KEINE Versicherung, sondern jeder Besi darf den Schaden an SEINEM eigenen Tier selber berappen.
DEIN Kater hat nix abgekriegt....Glück gehabt.

Aber mal abgesehen davon....

Wenn die Tusse nochmal bei Dir vor der Tür steht...
Nimm die Rechnung mit den freundlichen Hinweis an, Du würdest das Deiner Haftpflicht zur "Überprüfung" einreichen.
Das tust Du dann auch, mit einem Schreiben von Dir, in dem Du GENAUESTENS den Ablauf der "Tragödie" beschreibst.
Die Versicherung wird dann schon der lieben Frau einen netten Brief zukommen lassen, warum sie leider, leider nicht zahlen können.......*sowasaberauch*

Warum willst Du Dich denn mit der abgeben, DAFÜR zahlen wir doch unsere Versicherungsbeiträge und deren Sachbearbeiter können "sowas" viiiel besser.......:tu: :tu: :tu:

Und ganz ehrlich........
MIR als Hundehalter wäre die Sache viel zu peinlich gewesen.
Mein Hundi büxt in fremde Gärten aus und läßt sich da dann sogar noch von 'ner Katze vermöbeln.........:floet: :floet: :floet:

Liebe Grüße und gaaaanz ruhig bleiben

Susanne

schluppine
04.12.2006, 15:19
Wie ist das denn eigentlich, darf man Hunde überhaupt unangeleint frei herumlaufen lassen bzw. unbeaufsichtigt? Kenn mich da leider nicht so aus, aber war da nicht mal was mit "Leinenpflicht" oder so?

Danny
04.12.2006, 15:38
Also ich glaube Hunde müssen immer angeleint sein. Ich habe mal in der Stadt ein Pärchen mit einem ganz niedlichen kleinen Welpen gesehen, der konnte kaum grade laufen und ist noch so niedlich durch die Gegend getapst. Die hatten den Kleinen nicht angeleint, und da haben doch glatt zwei Leute vom Ordnungsamt die beiden durch die Fußgängerzone verfolgt und dazu gezwungen den Kleinen entweder anzuleinen oder auf den Arm zu nehmen.
Wenn das für so einen Winzling gilt, dann wohl für alle.

Und das Landes Hundegesetz NRW sagt:
"Zur Vermeidung von Gefahren sind Hunde gem. § 2 Abs.2 LHundG NRW in den nachfolgenden Bereichen an einer geeigneten Leine zu führen.

1. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Straßen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr,
2. in der Allgemeinheit zugänglichen, umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
3. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen,
4. in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

Grizabella
04.12.2006, 15:38
Hier bei uns ist das auf dem Land nicht so eng zu sehen, aber jede Gemeinde hat ihre eigenen Vorschriften, und die gelten dann bis zum letzten Bauernhof im letzten Winkel - wer sich eben dran hält.

Aber: ein Hund hat auf einem fremden Grundstück nichts verloren, nicht einmal dann, wenn es nicht eingezäunt ist. Das geht bis zur Möglichkeit der Besitzstörungsklage, mit der ich der Besitzerin von dem Boomerverschnitt jetzt einmal drohen würde.

Die Katze darf fremde Grundstücke betreten, aber keine Schäden anrichten - ich hoffe, ihr betet das euren Freigängern jeden Abend vor und sie sagen auch brav "Amen" dazu.

Danny
04.12.2006, 15:48
Ja, Tiffi hört immer schön zu und nickt ganz brav ;) .
Nein...sie geht ja nicht weit und Nachts lasse ich sie schon mal gar nicht raus. Tja, aber einmal hat sie sich wohl doch Nachbars Goldfischteich zu sehr genähert. Kam nämlich pitsche-naß und bedröppelt wieder :D . Da hat sie wohl einer mit der Gießkanne erwischt...Momentan liegt mein Faulpelz allerdings in meinem Bett und pennt. So, und ich darf jetzt nicht mehr so faul sein und muss lernen...

Jambu
04.12.2006, 23:12
:cu: Huhu.Also,ich hab das jetzt mit meiner versicherung angeklärt.Erstmal:-sie haben sich fast totgalcht.
Also.ich muss dafür natürlich nicht aufkommen,da erstens beide Tiere frei herumgelaufen sind,und zweitens,der Hund hätte angeleint werden müssen,da er nichts auf fremden Grundstücken zu suchen hat.
Aber auch draussen auf der Strasse wäre die Rechtslage dieselbe.

Auch mein Tierarzt (bei dem sie übrigens mit dem Hund war),Hat mie das (unter lachen)-bestätigt. :wd: :wd:

Grizabella
04.12.2006, 23:41
Meine erste Katze hat einmal einen Nachbarshund ca. 200 m die Straße entlang heimgejagt - der Hund erwartete sie auf der anderen Seite eines Wasserabzuggrabens, als sie gerade vom Morgenspaziergang heimwollte, sie sprang über den Graben, da wurde der Hund schon stutzig, und rannte die Böschung hinauf, ihm entgegen, da wendete er schon leicht seitlich, dann gab er Fersengeld, und die Katze, immer schneller werdend, hinterdrein, bis er schließlich auf seinem Grundstück war. Dann kam sie befriedigt wieder zurück nach Hause.

NexyJoice
05.12.2006, 09:25
Also dazu fällt mir jetzt noch folgendes ein:

Unser Nachbar hat ab und an für 1-2 Wochen den Hund seiner Tochter in Pflege (wenn die im Urlaub sind etc.).
Ein tota süßer Golden Retriver (schreibt man das so ??? :?: )...
Immer wenn der Hund kommt, klingelt under Nachbar und warnt uns vor dem Hund - wegen unserer Katzen. Nach dem Motto: Wenn sie die dann aber raus lassen und die gehen durch meinen Gart un der Hund tut was, dann haben sie Pech."
Ja und damit hat der Mann recht - ich (wir alle) hätten dann Pech und keiner würde mir dafür aufkommen...

ABER ;) ... der Hund ist "zu lieb"... die Katzen aber nicht :sn:
Unsere Zicken gehen so weit, dass sie sich spaßeshalber an den Zaun setzten, warten bis die Süße schnüffeln kommt (die bellt nicht mal :love: ) und dann "Patsch" durch den Zaun :( ...
Deswegen sag jetzt ich unserem Nachbarn immer wenn unsere Süßen auf ihren Stundenspaziergang gahen bescheid, wenn die Hündin da ist ;)
Will ja nicht, dass sie was abbekommt :D
Die ist soooooooooooooo süß :love:

P.S.: Als unsere Katzis grad 3 Monate alt waren, waren wir bei meiner Oma zu Besuch, die da noch einen Hund hatte :love:
Die Klenen sind erst explodiert, haben gefaucht und gespuckt, aber nach 3 Tagen haben sich alle verstanden :love:
Als wir allerdings dann nochmal da waren nicht mehr ... und jetzt ist der süße Struppi auf der RBB *andenSüßendenk*

alra
05.12.2006, 12:00
das ist doch mal voll aus dem Leben........
sei erst mal froh, daß Dein Katerchen gewonnen hat:love:

Das sind nun mal Tiere, und da passiert so was eben.
Für den Hund ist es auch nicht gerade toll gelaufen. Nur gut, daß nix wirklich Schlimmes passiert ist.

Ich hab selbst schon immer Hunde und Katzen zusammen in der Wohnung. Die sind das gewohnt und kommen super miteinander aus.
Wenn ich mit den Hunden draußen bin, dann passe ich aber immer auf, daß sie nicht zu fremden Katzen hinlaufen. Meine Hunde würden den Katzen mit Sicherheit nicht tun - aber das wissen die Miezen ja nicht.......also immer schön Abstand halten.

Wegen dem Vorfall würd ich mir gar keinen Streß weiter machen.
Laß Dir die Rechnung geben und reiche es bei Deiner Privaten Haftptlichtversicherung mit der entsprechenden Schadensmeldung ein.
Dann wird das ganze von denen weiter bearbeitet und Du hast Deine Ruhe und nicht jeden Tag diese Tante auf der Matte.

Diese Versicherung tritt für berechtigte Ansprüche ein und wehrt unberechtigte Ansprüche ab; das ist sozusagen eine passive Rechtsschutzversicherung.
Also nicht noch den Herren Anwälten Dein Geld in die Taschen schieben - die haben davon genug....

Über die Privat-Haftpflichtversicherung sind Haftpflichtschäden, die durch das Halten von Katzen entstehen mitversichert. Ein Missgeschick ist dem "Stubentiger" schnell geschehen.

schluppine
05.12.2006, 14:55
:wd: :wd: Ist ja toll das zu hören, dann wünsch ich noch gute Nachbarschaft :D Lass dich nicht unterkriegen :D

Jambu
05.12.2006, 23:04
:D Danke,Danke.Aber lustig wars allemal.Ich mein weniger fur den Hund,vielmehr das übergeschnappte,aufgetakelte Frauchen:D

Im grossen und ganzen verstehen sich meine Miezen recht gut mit Hunden,wenn sie nicht lautkläffend umherwuseln.
Meine Freundin hat einen Retriever,mit den verstehen sie sich super.und ich selbst hab ab und zu mal einen Hund in Pflege,das klappt auch prima.
mein Lucky geht sogar mit Gassi ;)

Ronjakatze
07.12.2006, 16:20
:cu: Huhu.Also,ich hab das jetzt mit meiner versicherung angeklärt.Erstmal:-sie haben sich fast totgalcht.
Also.ich muss dafür natürlich nicht aufkommen,da erstens beide Tiere frei herumgelaufen sind,und zweitens,der Hund hätte angeleint werden müssen,da er nichts auf fremden Grundstücken zu suchen hat.
Aber auch draussen auf der Strasse wäre die Rechtslage dieselbe.

Auch mein Tierarzt (bei dem sie übrigens mit dem Hund war),Hat mie das (unter lachen)-bestätigt. :wd: :wd:



Sag ich doch........:tu: :tu: :tu:

Leute, nehmt Eure Versicherungen bei "Unklarheiten" doch viel öfter mal in Anspruch !!
Wegen einem Schaden dort ANZUFRAGEN, ist KEINE Schuldanerkennung Eurerseits.
Und sich mit gegenrischen Parteien auseinanderzusetzen können die viiiel besser.
Die haben das schließlich gelernt, machen sowas täglich und kassieren auch durch unsere Versicherungsprämien genügend dafür.
Warum also selber streiten...... :floet: :floet: :floet:

Liebe Grüße

Susanne