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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seltsames Guppyverhalten



Selest
17.11.2006, 20:54
Hallo Leute,

wir haben seit ca. 4 Wochen unser 54l Aquarium besetzt mit momentan

1 Antennenwels
4 Platys
8 Guppy (2 Männchen, 6 Weibchen)

Irgendwas ist seltsam: Es ist immer ein Guppy, welches sich zurück zieht und in einer Ecke im Wasser "steht", nach einem oder zwei Tagen, sieht man, dass es immer schwächer wird und dann das unvermeidliche...
So sind uns nun 3 Guppys eingegangen. 2 Männchen (eines war nur 4 tage eingesetzt) und ein Weibchen.

unsere Wasserwerte sind in Ordnung, haben nur eine CO2 Anlage installiert, da PH bei 7,5 - 8 war und KH bei 4. Nun sinkt der PH wert langsam und die KH steigt, es war aber nie im kritischen Bereich oder so.

Nun steht seit gestern wieder ein Weibchen in der Ecke, allerdings diesmal meist im Kopfstand.... alle anderen verhalten sich normal.

Hat jemand eine Ahnung, was da los ist?
Wäre dankbar um einen Tipp, mag die anderen Guppys nämlich nicht so enden sehen.

Liebe Grüße
Sandra ;)

AQfreak
18.11.2006, 12:18
Hallo.

Das ist bei vielen Guppys so, da sie meist aus dem Osten kommen und dort in Antibiotika gezüchtet werden. Wenn sie dann in einem normalen AQ sind sterben sie meist, weil sie hypersensibel geworden sind und kein richtiges Immunsystem mehr haben.
Am besten ist es Nachzuchten zu kaufen.

Grüße
Anja

Sabine
18.11.2006, 12:26
Hallo!
Wie lange wurde das Becken eingefahren?
Wie sind Nitrit und Nitrat wert?
Der Antenenwels wird zu groß für das Becken?
Für ein Aquarium dieser größe sind zwei Arten der mittleren und oberen Wasserregion eigentlich schon zuviel. Es kann auch stress sein, weil nicht genug Platz ist.

Selest
18.11.2006, 12:52
Hallo,

der Nitritwert ist unter 0,3 laut unserem Testset von Tetra. Also kann doch Nitrat auch kaum was da sein, wenn ich das richtig verstanden habe, oder? Weil sich Nitrat ja aus Nitrit bildet...?

Ursprünglich wollten wir einen kleineren Wels haben, aber der Verkäufer hat uns zu dem Antennenwels geraten....
So wie's aussieht wird das AQ nicht immer so klein bleiben, sobald mehr Platz in der Wohnung ist, so in 1-2 Jahren, dann wird erweitert und dann hat er wieder genug Platz.
Momentan sind wir ja noch Anfänger....

Das Becken wurde eine Woche eingefahren, mit Aquasafe und noch irgendwelchen Bakterien (namen vergessen), dann die Werte vom Verkäufer getestet und für gut befunden.

Und es sind auch noch 4 Guppy aus dem ersten Besatz da und fühlen sich prächtig...

Stress....weiß nicht, es gibt genug Ecken zwischen den Pflanzen, wo sie sich zurückziehen können und dann auch in Ruhe gelassen werden, nach meiner Beobachtung.

Mal sehen, wie es sich entwickelt....
Wir hatten auch schon einmal babys drin, sind aber gefressen worden, aber eines hat es über eine Woche geschafft... wenn irgendwas im Wasser wäre, hätte doch das Babyfischi als erstes reagieren müssen, oder?

Liebe Grüße
Sandra

Sabine
18.11.2006, 22:10
Hallo,
auch wenn der Nitrit niedrig ist, kann der Nitrat trotzdem sehr hoch. Nur eine Woche einfahren ist viel zu kurz. Ein Aquarium sollten min. 4 Wochen einlaufen. Der Antennenwels wird viel zu groß für das Becken. Der sollte zusammen mit einer der anderen beiden Arten abgeben werden.
1-2 Jahre in einem viel zu kleinen Aquarium ist umzumutbar lange. Es ist nicht gesagt das der Babyfisch als erstes hätte reagieren müssen, schließlich ist er in dem Wasser geboren worden.

Doc Katrin
29.11.2006, 17:26
Hallo Selest,

wenn immer wieder nur eine Art betroffen ist (am häufigsten sind
Lebendgebärende betroffen, aber auch bei Schmetterlingscichliden und
einigen anderen Arten ist das Problem bekannt), besteht der Verdacht,
dass es sich um Tiere aus (meist südostasiatischen) Massenzuchten
handelt, die von klein auf unter Antibiotika und Salzzusatz gehalten
werden. Solche Tiere haben praktisch kein eigenes Immunsystem. Sie sind
extrem anfällig gegen (vor allem, aber nicht nur) bakterielle
Infektionen, die typischerweise nach wenigen Wochen ausbrechen bzw. sich
in einer rapiden Zustandsverschlechterung äußern. Eine Behandlung ist
normalerweise nicht erfolgreich. Abhilfe schafft in solchen Fällen nur,
die Fische aus einer anderen Quelle zu beziehen.
Den Händler trifft übrigens normalerweise keine Schuld - die Tiere sind
gar nicht lang genug bei ihm, um Symptome zu entwickeln.

Es wäre in jedem Fall hilfreich, von betroffenen (aber noch lebenden!)
Tieren einen Hautabstrich zu untersuchen, um evtl. eine Behandlung
zumindest zu versuchen. In den o.g. Fällen sind in Frage kommende
Erreger mit einiger Wahrscheinlichkeit Bakterien und/oder
Costia/Ichthyobodo.

Sie schreiben, daß die Wassserwerte in Ordnung sind,diese Angabe hilft mir leider nicht, weil ich (von pH und KH einmal abgesehen) nicht weiß, welche Werte nun überhaupt gemessen wurden.
Bitte immer alle gemessenen Werte angeben; in diesem Fall wären
konkret z.B. Nitrit und Kupfer wichtig, weil ohnehin geschwächte Tiere
auch gegen Giftstoffe besondes anfällig reagieren bzw. beides sich dann
mit besonders gravierenden Auswirkungen ergänzt.

Alles Gute