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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wenn Katze ok, ohne Genehmigung auch Hund?



Hexxengirl
15.11.2006, 14:22
Hallo,

wir haben ne Wohnung, die wir jetzt vermietet haben. Das ist ein total nettes, junges Pärchen, die auch ne kleine Katze haben.
Das haben wir genehmigt (vor Einzug abgesprochen).

Die hat mir mal erzählt, dass sie sich ein zweites Kätzchen als Kameraden zulegen will. Auch kein Problem (das hat sie aber so erzählt, haben auch privaten Komtakt. Nicht offiziell angefragt)

Jetzt bekomm ich mit, dass die sich nicht ein zweites Kätzchen, sondern einen Hund zugelegt haben. Ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll.
Erstens hat sie nicht angefragt. Zweitens haben wir direkt darunter einen, der sich immer wegen jedem kleinsten Lärm aufregt (wehe man bohrt um 19:05, da hat er schon mal die Polizei gerufen,...) Ich könnt mir also durchaus vorstellen, dass es da Ärger gibt. Gut, nicht mein Problem, er is ja nicht unser Mieter. Aber das könnte böses Blut geben und meine Mieter ziehen daraufhin wieder aus?! Egal, lange Rede kurzer Sinn:

Wenn man als Vermitere Katzenhaltung genehmigt, heißt dass dann auch gleich, dass Hunde ebenfalls ok sind?

Yola04
15.11.2006, 14:27
Soweit ich weiß, ist die Haltung eines Hundes in der Wohnung immer genehmigungspflichtig. Bei Katzen scheiden sich ja die Gerichte. Nun weiß ich natürlich nicht ob ihr einen richtigen Mietvertrag mit den Mietern gemacht habt, wo das alles verankert ist.

Hexxengirl
15.11.2006, 14:30
Ich denke eh, da könnte man nix machen, denn wenn, dann ist der hund halt nur zu besuch und gehört ihrer mama oder so

MickeyIM
15.11.2006, 15:22
Hallo Tanja,

wie lautet die EXAKTE Formulierung (bitte abtippen :compi: ) des Passus über Tierhaltung im Mietvertrag?

Liebe Grüße,
Sylvia

wun
15.11.2006, 15:38
HI,
wie groß ist den der Hund?
ICh glaube, dass ich mal gelesen habe, dass HUnde bis Katzengröße erlaubt sind, wenn Katzenhaltung auch erlaubt ist.

Korrigiert mich bitte, wenn es falsch ist.

lg wun

wailin
15.11.2006, 15:52
Wenn Du Sorge wegen des anderen Mieters hast guck Dir zusätzlich zum Mietvertrag sicherheitshalber auch noch mal die Hausordnung an.

Wir haben z.B. in die Hausordnung eine Klausel aufgenommen, daß Tierhaltung zwar grundsätzlich erlaubt ist, aber "gefährliche Tiere" grundsätzlich verboten sind. Darunter fallen z.B. auch Giftschlangen/ -spinnen, Kampfhunde, etc..

:cu:

Suse
15.11.2006, 16:28
Ich würde es auch von der Grösse des Hundes abhängig machen. Wenn ich in einem Mehrfamilienhaushalt wohnen würde, wäre es für mich schon ein Unterschied, ob ich 3x/Tag einem Rauhaardackel/Zwergpudel ..... oder einer Riesendogge/ Kampfhund ..... begegne.
Steitpunkt könnte auch der Dreck sein, den ein Hund im Winter ins Haus holt. Wer putzt das Treppenhaus? Die Mieter (Hausordnung) oder eine Reinigungsfirma?

:cu: Suse

Hexxengirl
15.11.2006, 17:28
Mhh, so ein Mischling. Sieht voll süß aus. Nochmals zur genaueren Erklärung, die Whg gehört meinem Dad, erst hab ich drin gewohnt, jetzt eben die. Is ein Standartmietvertrag, ich muss das mal eben morgen abchecken, was da genau steht....

Finds nur krass, dass die eben nix gesagt hat. Und da ist eben die Frage rein allgemein in mir aufgetaucht, ob sie das überhaupt müsste oder nicht.

Also bis Morgen und Danke schon mal!!!

Olle Ziege
15.11.2006, 19:08
In solchen Standardverträgen ist meistens eine Klausel drin, dass die Genehmigung des Vermieters einzuholen ist. Aber schau lieber mal genau nach. :cup:

Eva1960
15.11.2006, 20:00
Hallo zusammen,

wir vermieten auch eine Wohnung. Unsere derzeitige Mieterin hat einen 15jährigen Kater, gegen den wir natürlich nichts haben, mein NG hat früher selber mit 3 Katzen in dieser Wohnung gewohnt. Wir haben ihr auch ausdrücklich erlaubt Katzennetze anzubringen und sind eher enttäuscht, daß sie es nicht gemacht hat (Erdgeschoß). In einem Gespräch rund um den Abschluß des Mietvertrags hat sie uns mitgeteilt, daß sie sich gerne auch einen Hund zulegen würde. Ich habe ihr dann gesagt, daß ich grundsätzlich nichts gegen Hunde habe (ich hatte früher selber einen - und werde mir irgendwann sicher auch wieder einen zulegen) - ABER: Ich bin grundsätzlich dagegen, daß ein Hund TÄGLICH mehr als 2 - 3 Stunden alleingelassen wird - und das will ich auch nicht in unserer Wohnung, egal ob Dogge oder Pekinese.
Sie hat mir dann gesagt, daß sie derselben Meinung ist, und sowas nie machen würde. Ich hoffe es, - denn ich weiß daß es immer schwierig ist, solche Verstöße zu beweisen bzw. dann auch richtig zu handeln.

In diesem Sinne, Vermieter sein ist auch nicht immer einfach.....

Viele Grüße

Eva

astrid219
15.11.2006, 21:43
Gibt es nicht zusätzlich zum Mietvertrag auch eine Hausordnung der Verwaltung von der Wohnanlage.
Wir sind jetzt Eigentümer müssen uns aber trotzdem an die Hausordnung der Verwaltung halten. Wenn wir die Wohnung vermieten sollten müsste der Mieter sich auch diese Hausordnung halten.

Unser Nachbar im Erdgeschoß hat sich eine Katzenleiter gebaut zum Balkon rein damit seine Freigänger rein und raus können.
Die Hausverwaltung hat ihm dann vorgeschrieben das er sie wieder abbauen muss :(

Gloriaviktoria
15.11.2006, 21:50
Kommt wirklich drauf an, was im Mietvertrag steht. Und dann kommts natürlich drauf an, ob ihr die Klausel durchsetzen wollt oder nicht.
Ich finds eigentlich nicht in Ordnung, dass sie sich einfach einen Hund angeschafft haben (es sei denn, im Mietvertrag steht: Hundehaltung bzw. Tierhaltung ist grundsätzlich erlaubt, was ich mir nicht vorstellen kann - dann hätten sie auch wegen der Katze nicht anfragen brauchen :?: ).
In unserem Mietvertrag steht, dass die Tierhaltung (bis auf Kleintiere natürlich) genehmigungspflichtig ist und widerrufen werden kann, wenn andere Mieter sich beschweren. Nach meinem Verständnis gilt das aber für das einzelne Tier, auch für eine Zweit- oder Drittkatze. Man kann nicht einfach eine Genehmigung für eine Katze beliebig ausdehnen :?:

Summertime
15.11.2006, 22:07
Hallihallo,
falls im Mietvertrag ausdrücklich steht, daß die Tierhaltung mit dem Vermieter abgesprochen werden muß,erlaubt die Haltung einer Katze nicht automatisch auch die eines Hundes. Zumal Hundehaltung viel eher zum Problem werden kann,als die Haltung einer reinen Wohnungskatze, z.B wegen Lärmbelästigung.
Einen Hund ohne Absprache mit dem Vermieter anzuschaffen, finde ich absolut nicht in Ordnung.
Im Übrigen ist es auch nicht so einfach, den Hund als "Besucherhund" auszugeben,ist ein Hund mehr als eine bestimmte Zeit in einer Wohnung anwesend, gilt auch das als Hundehaltung
LG von Julie
PS: @ Eva, ich finde es irgendwie seltsam, daß Du die Erlaubnis zur Haltung eines Tieres davon abhängig machst, ob das Tier Deiner Meinung nach vernünftig gehalten wird. Ich weiss schon, warum ich bei keinem Privatevermieter mehr wohnen werde....

Forest Cat
15.11.2006, 22:12
Ganz ehrlich: Wissen alle Leute immer, dass man Tierhaltung genehmigen lassen muss? Ich war vermutlich sehr blauäugig, als ich mir vor 2 Jahren meine Katzen holte, denn mir wäre nicht im Traum eingefallen, dass ich das vom Vermieter genehmigen lassen muss. Ich bin ganz ehrlich aus allen Wolken gefallen, als mich der Hausmeister dann irgendwann drauf aufmerksam machte, dass ich bei der Hausverwaltung eine schriftliche Anfrage auf eine Katzenhaltungsgenehmigung meiner beiden Tiger einreichen müsste... :man: War natürlich eine reine Formalität und kein Problem, aber ich wäre ganz ehrlich nie im Leben draufgekommen, dass es so etwas gibt. Zur Erklärung muss ich vielleicht dazusagen, dass ich im elterlichen Einfamilienhaus (nicht zur Miete, sondern im Familienbesitz) aufgewachsen bin und mich daher mit solchen Dingen noch nie beschäftigen musste... ;)

Daher würde ich im Zweifelsfall für die Angeklagten plädieren, dass sie vielleicht auch nichts davon wussten...

LG,
Sylvie

Gloriaviktoria
15.11.2006, 22:39
Ganz ehrlich: Wissen alle Leute immer, dass man Tierhaltung genehmigen lassen muss?

Wer den Mietvertrag vor dem Unterschreiben liest, sollte das eigentlich wissen :?: :D

Forest Cat
15.11.2006, 23:14
Naja, soooo genau habe ich meinen dann wohl nicht gelesen... Wie gesagt, ich war da sehr blauäugig und kam gar nicht auf die Idee, dass ein Kleintier genehmigungspflichtig sein könnte... Wer kommt denn auf solche Ideen? :rolleyes: Kinder muss man ja auch nicht genehmigen lassen!

:D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D :D

Eva1960
16.11.2006, 07:10
PS: @ Eva, ich finde es irgendwie seltsam, daß Du die Erlaubnis zur Haltung eines Tieres davon abhängig machst, ob das Tier Deiner Meinung nach vernünftig gehalten wird. Ich weiss schon, warum ich bei keinem Privatevermieter mehr wohnen werde....

......das kannst Du ruhig seltsam finden, aber das ist meine Meinung, die ich mir durch lesen in Hundeliteratur (Verhaltensforschung) zugelegt habe - und zu der stehe ich.

Wir selber wohnen auch zur Miete, und als wir uns um die Wohnung beworben haben, hat die Vermieterin ausdrücklich niemand mit Katzen gewollt. Die Wohnung hat uns aber so gut gefallen, daß der Makler die Frau überredet hat uns doch mal kennenzulernen. Bei dem Besichtigungstermin hatte die Vormieterin dann auch zufällig zwei "Besucherkatzen" zu Gast (sie hatte wegen dem "Besuch" sogar ein kleines Katzennetz am Balkon angebracht;). Jedenfalls hat sich die Vermieterin dann doch für uns entschieden und uns im Mietvertrag explizit die Haltung von 3 Katzen erlaubt:) .
Wir haben dann unsere Fenster und den Balkon vernetzen lassen (ohne extra nochmal danach zu fragen) und bei dieser Gelegenheit hat man mir in der Katzenboutique erklärt, daß man das auch gar nicht braucht - denn wenn ein Vermieter der Tierhaltung zustimmt, erlaubt er damit gleichzeitig die sichere Unterbringung. Daß das natürlich mit jeweiligen Hausverwaltungen abegestimmt werden muß, ist dann das Problem des Vermieters. Wir wohnen jetzt aber schon 5 Jahre her, die Vermieterin war auch mal hier und hat die Katzennetze gesehen - aber kein Wort darüber verloren.

Schönen Tag

Eva

wailin
16.11.2006, 11:30
Unser Nachbar im Erdgeschoß hat sich eine Katzenleiter gebaut zum Balkon rein damit seine Freigänger rein und raus können.
Die Hausverwaltung hat ihm dann vorgeschrieben das er sie wieder abbauen muss :(

Das kann/muß er sich in der Eigentümerversammlung erlauben lassen, da die Fassade zum äußeren Erscheinungsbild zählt und allen Eigentümern gehört. Einfach Antrag bei der nächsten Eigentümerversammlung stellen und gut ist. Es empfiehlt sich vielleicht ein paar Fotos von besonders schönen Katzenleitern dem Antrag beizufügen ;)

Wir haben z.B. einen Beschluß gefaßt, daß die Balkonverkleiderung nur in bestimmten Farben angebracht werden darf. Von Material ist nicht die Rede....mein Katzennetz (und nicht nur meins) hat rein zufällig eine der genehmigten Farben....:floet:

Unsere Hausordnung ist bewußt so gefaßt, daß nur "gefährliche Tiere" durch die Eigentümergemeinschaft genehmigungspflichtig sind. Alles andere ist Sache des jeweiligen Eigentümers. Dazu gehört z.B. auch giftiges Getier was eigentlich unter "Kleintiere" fallen würde oder auch Kampfhunde.


@Forest Cat - Interessant finde ich nur, daß diese Mieter es offensichtlich bei der Katze wußten, beim Hund aber irgendwie "übersehen" haben. Ziemlich unhöflich insbesondere wenn man bedenkt, daß offensichtlich ja auch so Kontakt besteht.

:cu: Catrin

domitilla
16.11.2006, 16:19
ABER: Ich bin grundsätzlich dagegen, daß ein Hund TÄGLICH mehr als 2 - 3 Stunden alleingelassen wird

hmmm, dann darf man als hundebesitzer also nicht berufstätig sein.

Eva1960
16.11.2006, 19:36
Das habe ich nicht gesagt. Es gibt Leute denen es möglich ist, den Hund zur Arbeit mitzunehmen, oder es gibt auch die Möglichkeit es zu organisieren. Wie gesagt ich hatte früher selber einen Hund, der war morgens immer 1 - 2 Stunden allein. Dann wurde er in unserer Wohnung von einem Rentner abgeholt und es wurde dann ein ausgiebiger Spaziergang mit ihm gemacht. Ca. um 14.00 wurde er dann täglich von uns bei dem Rentner abgeholt. Dieses Arrangment hat über Jahre gut funktioniert. Wir waren froh, daß wir tagsüber jemand für den Hund hatten, und das Rentner-Ehepaar war froh, daß sie einerseits einen Hund hatten - aber andererseits weder die Kosten noch die volle Verantwortung zu tragen hatten. - Ohne diese Vereinbarung hätte ich mir damals den Hund garnicht angeschafft.
........und ich werde mir erst wieder einen zulegen wenn ich mal nicht mehr arbeite.

Schönen Abend

Eva

PS: Der Hund wurde im Alter von 5 Jahren wegen einer inoperablen Wirbelsäulenverletzung (bei einem Autounfall passiert) eingeschläfert.

Dumpfi
19.11.2006, 19:14
Ich hab nen Hamburger standart Mietvertrag. Da steht nicht nur drin, dass Haustiere (abgesehen von Hamstern, Karnickeln und so) verboten sind, da steht auch drin, dass ich keine Tiere in Pflege (Urlaub oder so) nehmen darf.

"Tiere dürfen niczht gehalten werden mit Ausnahme von Kleintieren wie z.B. Zierfische, Wellensittich, Hamster. Dies gilt auch für die zeitweilige Verwahrung von Tieren. Sofern die Parteien etwas anderes wollen, bedarf es einer Vereinbarung."

Meine Miezen hab ich mir vor Unterschrift genehmigen lassen. Ich hab einfach einen § zugefügt, indem mir erlaubt wird, 2 (!) Katzen zu halten.

Hexxengirl
20.11.2006, 10:07
Ich glaube, in unserem Mietvertrag steh überhaupt gar nix von Tieren drin?!

Yola04
20.11.2006, 10:32
Hast du dir den Mietvertrag denn noch mal genau durchgelesen?

Hexxengirl
20.11.2006, 17:10
Jup, da wird absolut nix erwähnt. Dabei ist das ein Standartvertrag, den ich von einem Makler geschickt bekommen habe.

Tja, dann hat sie wohl freie Wahl oder wie? Oder muss sie dann auf jeden Fall genehmigen lassen? Wie ist es gesetzlich geregelt?

Ragnhild
20.11.2006, 20:19
Hallo,

wenn nichts im Vertrag steht haben die Mieter noch lange keine freie Wahl. Im Gegenteil, dann geht man eher von einem Verbot aus. Kleintiere müssen allerdings genehmigt werden, weshalb man dem Vermieter nicht dringend Bescheid geben muss, auch wenn es höflicher wäre. Kleine Hunde wie Chihuahuas etc. gelten als Kleintiere. Probleme gibt es dann nur, wenn sie Lärm machen, Geruchsbelästigung oder anderer Schaden entsteht (und nicht nur einen Tag lang). - Oder wenn man gleich mehrere hält. Ich an Eurer Stelle würde die Mieter zumindest darauf aufmerksam machen, dass es nicht in Ordnung war, sich den Hund ohne vorherige Anfrage anzuschaffen. Sie sollten auch darauf gefasst sein, ihn ggf. abschaffen zu müssen, wenn er Ärger macht und den Hausfrieden stört. Ich meine, wirklichen Ärger. Nicht, wenn ein zimperlicher Nachbar schlechte Laune hat ;)
Das war jetzt mehr eine Zusammenfassung der vorangegangenen Antworten, hilft aber hoffentlich trotzdem weiter.
:cu:

Summertime
20.11.2006, 21:35
Hallihallo,
ich habe zwei Chihuahuas und zwei Katzen. (Zusätzlich noch zwei Terrarien mit amerikanischen Nattern).
Von meiner Genossenschaft benötigte ich für ALLE Tiere eine Genehmigung, die solange gilt, bis massiv Beschwerden über die Tierhaltung eingehen. Dann kann die Genehmigung zur Tierhaltung von der Genossenschaft auch zurückgezogen werden. (Das ist allerdings bisher keinem der Mieter dort passiert,den ich kenne).
Ich hatte also auch keine Möglichkeit, meinen Vermieter zu übergehen.
LG von Julie

Hexxengirl
21.11.2006, 10:23
Mhhhh, dann werde ich sie bei nächster Gelegenheit mal drauf ansprechen.

Danke sehr....

zappi
04.05.2007, 11:40
also bei hunden ist generell eine genehmigungspflicht. da hunde zum einen krach machen und auch eher die wohnung beinträchtigen als eine katze. eine einzelne katze kann auch ohne generelle genehmigung angeschafft werden laut einiger urteile darf ein vermieter eine einzelne katze nicht verwehren. (anstandshalber fragt man ja eigentlich trotzdem)

Bastet210584
04.05.2007, 12:08
Lustig, habe gestern einen Artikel darüber geschrieben und darum mit dem Mieterbund telefoniert.

Besteht kein generelles Hundeverbot im Mietvertrag, muss der Hund nicht offiziell genehmigt werden. Nur, wenn im Mietvertrag ein klares Verbot aufgeführt ist, kann die Haltung verboten werden.

Bei Fragen: www.mieterbund.de. Kann Euch heute Abend auch das Interview mit dem Mieterbund reinstellen, bin gerade in der Redaktion und habe den Text zuhause auf dem Rechner...

zappi
04.05.2007, 14:44
http://www.westieforum.de/ftopic127.html

dieser link greift doch ziemlich genau die problematik auf denke ich.

[/quote]
Wann ist die Hundehaltung genehmigungspflichtig?

In einigen Mietverträgen besteht die Klausel, dass der Vermieter sich das Recht vorbehält im Einzelfall über die Erlaubnis zur Hundehaltung zu entscheiden.

Die Ablehung des Vermieters kann ohne Angabe von Gründen erfolgen.

Legt sich ein Mieter einen Hund ohne Einholung einer Erlaubnis zu, hat der Vermieter das Recht, dass der Hund entfernt wird.
Duldet der Vermieter jedoch die Haltung des Hundes über einen längeren Zeitraum, so ist von einer stillschweigenden Zustimmung auszugehen. Dieser "Duldungszeitraum" ist jedoch nirgendwo festgelegt, lt. LG Mannheim hielt man 5 Monate für hinreichend.
Allerdings ist die individuelle Gegebenheit maßgeblich, das heisst, Größe des Hauses, Lage der Wohnung, Charakter der Wohngegend und vor allem räumliche Nähe von Mieter und Vermieter. 2 [quote]

ps erster google eintrag gewesen da ich mich fuer köter eh net begeistern kann :D

Bastet210584
04.05.2007, 16:33
Mhh, über Tierhaltung in der Wohnung streiten sich auch die Gelehrten...

Hier noch einmal die Antwort vom Pressebeautragten des Miterbundes:

"Nein, der Vermieter muss einer Hundehaltung nicht zustimmen. Das gilt sowohl für große und gefährliche Hunde als auch für „normale“ Hunde, seien es Dackel oder Pudel. Hundehaltung kann per Mietvertrag verboten werden. Häufig findet man in Verträgen aber die Klausel, wonach die Hundehaltung nur mit Zustimmung des Vermieters zulässig ist. Das ist möglich. Der Vermieter ist dann in seiner Entscheidung frei, ob er die Hundehaltung genehmigt oder nicht. Hat er einmal die Erlaubnis erteilt, kann er sie nur widerrufen, wenn es im Laufe der Mietzeit zu spürbaren Beeinträchtigungen, z.B. durch ständiges Hundegebell, für die Nachbarn kommt.
Auch wenn es keine Regelung im Mietvertrag gibt, sollte sicherheitshalber immer die Zustimmung des Vermieters eingeholt werden. Etwas anderes gilt aber z.B. in Einfamilienhäusern."

Grizabella
08.05.2007, 00:41
Diese Antwort vom Pressebeauftragten des Mieterbundes kann ich gut nachvollziehen, wobei mir allerdings nicht so gut gefällt, dass "groß" und "gefährlich" in einem Atemzug genannt wird. Aus der Zeit unserer Hundehaltung weiss ich, dass eher die großen Hunde ihrer Ausbildung unterzogen werden, während sich das bei kleinen "nicht lohnt" bzw. die "eh nicht erzogen werden müssen", was es dann leider mit sich bringt, dass gerade die kleinen Hunde die großen Kläffer sind oder schon auch einmal, meist aus Angst, an die Waden gehen. Finden sich bei der Hundeerziehung doch auch einmal kleine Hunde ein, ist das Ergebnis dieser Ausbildung, wenn sie konsequent weitergeführt wird, immer sehenswert.

In unserem Einfamilienhaus (ländliche Gegend) haben wir leider auch sehr viele Nachbarn, die der Meinung sind, die Erziehung eines Hundes bestehe aus Schlägen, wenn er wieder einmal loskläfft und nicht zu beruhigen ist oder sonstwas tut, was er eben nie anders gelernt hat.

Wäre ich Vermieter, würde ich nur große Hunde erlauben (Katzen sowieso). Es versteht sich, dass auch bei großen Hunden nichts geduldet werden kann, was die Nachbarn berechtigterweise vergrämt.

Ich war von 1966 bis 1979 mit meiner Familie Mieter in Genossenschaftswohnungen in Wien. In dieser Zeit hatten wir nach vorheriger schriftlicher Erlaubnis gleichzeitig einen Schäferhund, eine Katze und einen Vogel. Irgendwelche Unstimmigkeiten gab es wegen der Tiere nie (schon eher wegen der Kinder), aber wir verließen Wien nicht ungern, um im eigenen Haus zu wohnen.

In Hexxengirls Fall würde ich dann doch einen Passus in den Mietvertrag aufnehmen, um die Anzahl der Tiere, die vielleicht noch auf wieviele? anwächst, zu begrenzen, wobei schwere Verstöße gegen die Hausordnung (Lärmbelästigung o.ä.) natürlich sofort und von Fall zu Fall überdacht werden müssen, ggfs. mit der Konsequenz, ein Tier auch vorzeitig abzugeben. Dazu gehörte szt. in unseren Wiener Wohnung auch, dass seitens der Hausverwaltung nach vorheriger Anmeldung der Zustand der Wohnung jederzeit überprüft werden konnte (das ist in einem Fall auch geschehen).