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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Herpesvirus 2, Meine Erfahrungen



Polyfee
10.11.2006, 08:30
Hallo Ihr Lieben! :cu:

Ich war schon länger nicht mehr hier im Forum, möchte Euch jetzt aber mal etwas erzählen.
Ich habe 5 Katzen und 4 davon hatten vor ca. einem Monat den Herpesvirus.
Bei jedem einzelnen hat sich das Herpes anders gezeigt.
Angefangen hat es, dass mein Zweitjüngster (Timmy) ständig niesen musste. Dabei hatte er auch noch sehr hohes Fieber. Mein Jüngster (Merlin) hatte sich schnell damit angesteckt, bekam geschwollene, eitrige Augen und ebenfalls hohes Fieber. Kaum waren die beiden halbwegs gesund, fingen mein Felix und der Jerry furchtbar an zu speicheln. Jerry bekam Fieber, Felix hingegen war unterkühlt! Bei Jerry war eine herpesbedingte Zahnfleischentzündung, bei Felix fraß sich der Virus fast ein Loch in die Zunge.
Bei allen musste Antibiotikum zum Einsatz kommen und andere Depotspritzen zum Energieaufbau. Bei Jerry und Felix musste ich mehrmals täglich das Zahnfleisch mit 3%igem H²O² behandeln, was auch tatsächlich super half!
Obwohl ich die Katzen strengstens voneinander getrennt hielt und immer alles desinfizierte, fingen Timmys Augen wieder an zu eitern.

Die Krankheit zog sich ewig in die Länge -nur mein einziges Mädchen, die Chefin, blieb völlig verschont. Ich denke, sie ist immun geworden gegen den Herpes, weil sie es als Katzenbaby ganz schlimm hatte.

Jedenfalls haben wir es mittlerweile überstanden, jedoch hat mein Jerry scheinbar von der Behandlung und der Futterumstellung Harngries bekommen und muß jetzt wohl sein Leben lang Extrafutter und Medikamente bekommen.:0(

Mein Felix (reinweiß) ist furchtbar dünn und müde geworden und kann ohne Eisen und CaloPet seine Temperatur nicht mehr halten. Ich muß wohl damit rechnen, daß er -wie seine Schwestern- sein Blut immer mehr abbaut und letztendlich für immer einschläft. (Das liegt in seiner Familie):0(

Klar :?: ,daß es nicht bei jedem, der viele Katzen hält, so aussehen muß. Aber ich möchte hiermit einfach nur sagen, daß Herpesviren nicht auf die leichte Schulter genommen werden kann und daß man die Katzen auch in einer großen Wohnung nicht richtig voneinander trennen kann. Sie stecken sich dennoch gegenseitig an.