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Yola04
19.10.2006, 08:16
Hallo Leute:cu:

Da es hier so viele verschiedene Meinungen zur Entwurmung gibt, hab ich mal den Bericht aus der Zeitschrift Katzen extra reingestellt.

Vorsicht, falsche Entwurmung täuscht Sicherheit vor!

Wird eine Entwurmung bei einer Katze nur ein- bis zweimal jährlich vorgenommen, bietet dies keinerlei Schutz. Denn Katzen sollten mindestens viermal jährlich in einem Abstand von drei Monaten entwurmt werden. Dies gilt auch für reine Wohnungskatzen.
Diese aktuelle Empfehlung basiert auf dem Ergebnis einer Studie des Instituts für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover. In dieser Untersuchung haben die Besitzer von Katzen, bei denen Spulwürmer nachgewiesen wurden, einen Fragebogen ausgefüllt. Dabei zeigte sich, dass es kaum einen Effekt hat, wenn eine Katze ein- bis zweimal jährlich entwurmt wird. Erst wenn die Wurmkur drei- bis viermal jährlich stattfindet, sinkt der Anteil betroffener Tiere.
„Katzen nur hin und wieder zu entwurmen vermittelt falsche Sicherheit“, mahnt Dr. Christian Epe vom Institut für Parasitologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover und macht deutlich, dass es nicht nur darum geht, das einzelne Tier, sondern auch den Menschen vor einer Übertragung der Parasiten zu schützen. In besonderen Fällen, z. B. bei Familien mit Kindern oder Großeltern mit Enkelkindern, in denen ein maximaler Schutz gewünscht wird, sollten sogar jeden Monat, z. B. mit Profender Spot-On, entwurmt werden, weil dies verhindert, dass infektiöse Rundwurm- und Bandwurmstadien ausgeschieden werden.
Wie wichtig eine Entwurmung auch bei reinen Wohnungskatzen ist, zeigen die Zahlen zur Haltungsform. Dann fast 20% der Katzen, also jedes fünfte Tier, hatte Würmer, obwohl es nach Angaben seiner Besitzer niemals draußen war. Mögliche Ansteckungsquellen sind infektiöse Wurmstadien, die vom Menschen z. B. an den Schuhen in die Wohnung getragen werden und z. B. in Fußmatten oder Teppichen hängen bleiben. Dafür muss der Mensch keinen direkten Umgang mit anderen Katzen haben, sondern einfach nur über einen Bordstein gehen, der mit Wurmeiern kontaminiert ist.
Alternativ zu regelmäßigen Entwurmungen lassen manche Besitzer Kotproben ihres Tieres untersuchen und es nur dann behandeln, wenn Hinweise auf einen Wurmbefall gefunden werden. Doch auch hier mahnt Dr. Christian Epe zur Vorsicht. „Werden nur ab und zu Kotproben von wenigen Gramm untersucht, kann ein Wurmbefall lange Zeit unerkannt bleiben. Sicherheit geben erst Untersuchungen in einem Abstand von mindestens vier Wochen, also zwölf mal pro Jahr“, erklärt der Parasitologe. Seine Empfehlung lautet daher: sämtliche Katzen routinemäßig alle drei Monate zu entwurmen – zum sicheren Schutz von Tier und Mensch!


Quelle: Katzen extra 10/2006

Saargirl
19.10.2006, 08:27
Guten morgen Kristin,

das ist ein sehr interessanter Artikel. Ich werde morgen oder bei der Nachuntersuchung von der Kastra meine TÄ mal darauf ansprechen, da sie auch die Meinug vertreten, das es bei Wohnungskatzen nicht so oft nötig ist.

Danke für die Info

Yola04
19.10.2006, 08:36
Ja, diese Meinung scheint wirklich weit vertreten zu sein. Mein TA schreibt den nächsten Termin immer in den Entwurmungspass. Er vertritt die Meinung wie oben in dem Bericht.

Saargirl
19.10.2006, 08:39
Es wäre doch mal interessant, dazu die Meinung von unserer Frau Doc zu hören, was meinst du ?

Yola04
19.10.2006, 08:42
Ja, das kam mir auch in den Sinn. Ein Grund warum ich den Bericht hier reingestellt habe.

Hexxengirl
19.10.2006, 08:50
also ich wusste bisher nicht, dass man Wohnungskatzen entwurmen muss. Meine Katzen hatten 7 Jahre lang KEINE Würmer.

Jetzt lass ichs auf Anraten der TÄ 1 x im Jahr mit den Impfungen machen. Wobei mir diese Tropfkur eigentlich lieber wäre.

Wieso greifen TÄ noch zur Spritze, anstatt diese Tropfen in den Nacken? Kann man das mit den Tropfen auch selbst machen? Vierteljährlich? Wie funktioniert das eigentlich?

Yola04
19.10.2006, 08:55
Yola bekommt diesen Profender Spot-On auch. Es ist echt die streßfreieste Methode. Vorallem wirkt Profender Spot-On gegen alle Arten von Würmern. Den gibt es aber nur beim TA. Man kann es auch selbst in den Nachen träufeln. Allerdings muss vorher immer das Gewicht der Katze ermittelt werden, damit genau dosiert werden kann. Bei Katzen bis 4 kg Gewicht reicht glaub ich ein Spot-On.

Außerdem sollte erst entwurmt werden und später dann geimpft. Denn das sind ja beide ordentliche Keulen.

Saargirl
19.10.2006, 09:23
Ich kenne den Profendor-Spot On auch vn der Entwurmung von Ronja. Sie bekam es direkt von der TÄ in den Nacken. Ich finde diese Methode auch sehr einfach und Praktisch.

Esperanza bekam eine Tablette ich glaube Milb Ex oder so ähnlich. Das war auch kein Problem, ist aber glaube ich, nicht so flächendeckend wirksam wie das Spot On.

Kristin, schick doch einfach eine PN an Frau Doc und bitte Sie darum, ihre Fachkenntnisse zu diesem Thema hier zu veröffentlichen.

Yola04
19.10.2006, 09:30
PN ist schon an Frau Doc raus.:tu:

Saargirl
19.10.2006, 09:31
super :tu: :tu: :tu:

Canell
19.10.2006, 09:37
Wir haben immer ein Paste, die wir den Katzen ins Maul spritzen oder aufs Fell schmieren, damit sie es sich ablenken. Bisher scheinen sie auch keine Würmer zu haben. Toi.Toi.Toi.

cynthi
19.10.2006, 10:40
Das Spot On gibts auch noch nicht so lange.

Hexxengirl
19.10.2006, 10:46
Und wieso nur beim Tierarzt? Ich will ja nicht alle 3 Monate meiner Katze den Fahrstress aussetzen.....

Yola04
19.10.2006, 10:48
Weil die verschreibungspflichtig sind. Die bekommt man nicht so einfach.

Wie benehmen sich denn deine Tiger während der Autofahrt?

cynthi
19.10.2006, 10:49
Na das Spot on kannste doch kaufen, auch gleich mehrere, ich mach das Zeug auch Zuhause selbst drauf, ist wie Frontline zu handhaben.

Cheese
19.10.2006, 10:49
hmmm ist zwar interessant, aber irgendwie vermute ich auch immer wieder eine gewissen "verkaufsfördernde absicht" in derartigen artikeln....

die tierklinik unseres vertrauens empfahl mindestens 1-mal, besser 2-mal im jahr zu entwurmen.... die beiden kriegten beim letzten check einfach ne tablette verpasst ;)

CaveCanem
19.10.2006, 10:57
Meine TÄ meinte, bei Wohnungskatzen sei die Verwurmungsgefahr relativ gering, besonders auch dann, wenn sie mit Fertigfutter versorgt werden. Für sie sei es "Übervorsicht", Wohnungskatzen mehrfach im Jahr auf Verdacht zu entwurmen. Sie fände es besser, zweimal im Jahr den Kot von mehreren Tagen auf Wurmbefall zu untersuchen und nur dann was zu geben, wenn tatsächlich Würmer vorhanden sind.

Saargirl
19.10.2006, 11:03
Das Thema ist wirklich interessant und ich denke, da gehen mal wieder, wie bei vielem, die Meinungen auseinander.

Ich muß dazu mal erwähnen: Mein Regenbogenkater wurde 16 Jahre alt, reine Wohnungskatze und war weder geimpf, noch einmal in seinem Leben entwurmt. Ich hatte in dieser Richtung nie Probleme.

Jetzt denke ich natürlich auch anders darüber und bitte nicht so auslegen, das ich keine Impfung bzw Entwurmung bei den Mädels mache, ganz im Gegenteil, bei ihnen bin ich übervorsichtig. Ich will damit nur sagen, das es auch Bsp. gibt, wo nix in dieser Richtung aufgetreten ist, obwohl nie entwurmt wurde.

Man ist da halt immer etwas verunsichert, was denn nun tatsächlich richtig ist.

Hexxengirl
19.10.2006, 11:44
Ja, wie bei meinen, die 7 Jahre lang auch keine Entwurmung nötig hatten.

Ist der Spot-On auch verträglicher für die Miezies? Und wie funktioniert dass den nun? Wird das über die Haut aufgenommen der wie?

Ach, Neo is brav. Er hasst das Autofahren zwar, ergibt sich aber immer brav in sein Schicksal. Trotzdem geht die Pumpe auf 180 und es is immenser Stress für ihn. Ich mag ihn einfach nur so selten wie möglich dieser Prozedur aussetzen. Und der Zwerg macht nen Zwergerlaufstand :D Miaut uns die Ohren voll, egal was man tut. Und dann räumt er in der Kiste immer rum. Da is so ein angepasstes Kissen unten drin, das hat er teilweise am Kopf, wenn man ihn wieder rauslässt :D

Yola04
19.10.2006, 12:48
Dieser Spot-On wird in den Nacken geträufelt und geht dann über die Haut in die Blutbahn. Yola verträgt es gut. Wobei manche Katzen das wohl aus dem Fell lecken und dann mit übermäßigem Speicheln darauf reagieren (laut meinem TA). Aber es ist streßfreier, weil keine Tablette oder eine Spritze gegeben werden muss. Und preislich macht das wohl auch keinen Unterschied zu Tablette oder Spritze.

Kathimausel
19.10.2006, 14:34
Hm, ich nehme auch immer dieses Spot on, ist wirklich gut.

Entwurmen tue ich troztdem nur 2x mal im Jahr (Frühjahr und Herbst), mein TA meint auch, dass das bei Wohnungskatzen reicht, zu viel Chemie ist auch nicht gut.

Doc Katrin
19.10.2006, 16:13
Hallo liebe Foris,

ich habe mir den Bericht durchgelesen und möchte meine Erfahrungen aus der Praxis und meine eigene Meinung dazu äussern. Die von Yola04 o.g. Auswertung ist im Rahmen einer Kampagne bezüglich des Endoparasitenbefalls von Hund und Katze durchgeführt worden .Das Problem bei der Sache ist, daß man nicht genau weiss ob die tierischen Probanden zB ausschließlich in der Wohnung gehalten wurden ,oder ob da nicht die eine oder andere Katze Kontakt mit anderen Katzen hatte ,oder vielleicht doch mal "Ihre Wohnung " usw verlassen hat. Demnach kann das Ergebniss schon verfälscht sein.Würde man wirklich nur reine Wohnungskatzen testen ,käme man auf 1% infizierte Katzen. Eine im Haus lebende Katze alle 3-4 Monate zu entwurmen wäre übertrieben . Eine Ausnahme besteht wenn Kinder im Haushalt leben ,die sich schon eher infizieren könnten als ein Erwachsener .Freigänger hingegen sollten schon regelmäßig entwurmt werden ,da sie einem höheren Infektionsdruck (Mäuse , Kot usw.) ausgesetzt sind als eine Wohnungskatze.Alternativ könnte man natürlich auch alle 3 Monate eine Kotsammelprobe beim zuständigen TA abliefern.Ich würde aber zu einer regelmäßigen Entwurmung raten.Besitzer die Probleme haben Entwurmungstabletten oder Pasten zu verabreichen ,sind natürlich jetzt mit dem neuen Wurmmittel Profender gut beraten .Es ist wie Frontline auf die Haut (Fell gut scheiteln)zu applizieren .Das korrekte Auftragen erschwert ein Ablecken der Applikationsstelle.Das Tierarzneimittel schmeckt bitter und das Ablecken der Applikationsstelle unmittelbar nach Auftragen der Lösung kann gelegentlich Speicheln verursachen. Dies ist kein Zeichen einer Vergiftung und klingt nach kurzer Zeit ohne Behandlung wieder ab. Bitte nur auf gesunder Haut auftragen.

Ich hoffe ich konnte Euch helfen und freue mich auf weitere zukünftige Anfragen.

Doc Katrin

Cheese
19.10.2006, 16:15
....... also sind wir mit 1 bis 2-mal im jahr bei reiner wohnungshaltung gut beraten, denke ich

danke, frau doc :)

Hexxengirl
19.10.2006, 16:27
Super, vielen Dank für die fachliche Auskunft!!! :)

Kathimausel
19.10.2006, 17:24
....... also sind wir mit 1 bis 2-mal im jahr bei reiner wohnungshaltung gut beraten, denke ich

danke, frau doc :)


Glaube ich auch und vielen Dank an Frau Doc :bl:

Saargirl
19.10.2006, 18:50
Auch von mir ein herzliches Danke für den guten Rat.

smacks04
21.10.2006, 11:09
Das war ein wirklich interessanter Beitrag. Hier vertreten die meisten TA die Meinung, es müsste alle 3 Monate entwurmt werden, auch bei reinen Wohnungskatzen....:?: Anfangs habe ich das bei Lilly auch so gehandhabt, inzwischen entwurme ich meine beiden halbjährlich. Ich muss ich unbedingt mal erkundigen, ob dieses Profender auch hier erhältlich ist, das würde die Sache ja doch erheblich vereinfachen.

mietzenfan
27.10.2006, 14:39
Hallöle,

das ist wirklich ein sehr interessanter Beitrag, denn meine Tiggi und Lizzy sind nun 6 Monate alt und mein TA hat mir gesagt, ich soll bis zum 1 Lebensjahr monatlich entwurmen und danach dann 4x im Jahr. Ich habe auch nur reine Wohnungsmiezen mit Balkonausgang... Lt. diesen Thread sind meine beiden Fellnasen dann ja auch überdosiert oder?

Habe zuerst immer Banminthpaste?! bekommen und nun das erste mal auch dieses Spot on (Profender) was ich ihnen nun gestern gegeben habe... buhaa heute morgen war das Fell im Nacken total verklebt, weil bei meinen beiden das Unterfell total fein und dick ist, war es natürlich schwierig alles nur auf die Haut zu bekommen. Ist das normal?

LG
Jessica

Hexe81
30.10.2006, 20:10
Weil die verschreibungspflichtig sind. Die bekommt man nicht so einfach.



Also, hab mit meiner TA letztes mal besprochen das ich anrufe wenn´s wieder soweit ist und ihr das gewicht durchgebe, dann brauch ich die beiden nicht mitschleppen.kann das med dann einfach bei ihr abholen. frontline bekommt man z.B. ohne Rezept in Apotheken.


werd auch nochmal mit meinem TA sprechen, wann und wie oft...

LG sabrina, Sookie & Luke :cu:

Coco_Nrw
31.10.2006, 10:46
guten Morgen!

Banminth habe ich mal gelesen, hat nur ein sehr eingeschränktes Wirkungsspektrum und sei nicht sehr empfehlenswert für die Entwurmung.

Wie funktioniert das eigentlich mit dem Profender genau.... üblicherweise wird ein Bandwurm-Mittel einmalig verabreicht, eines gegen Spul- und Rundwürmer nach 10 Tagen erneut (zB Flubenol). Aufgrund der utnerschiedlichen Entwicklungszyklen von Band- und Spulwürmern eben.

Wird Profender dann ebenfalls nach 10 Tagen noch einmal verabreicht? Wenn nicht, können ja noch Eier/ Larven der Spulwürmer verblieben sein und sich wieder entwickeln?!

Wäre nett wenn mir einer helfen könnte, denn ich überlege nun, wie wir unsere 5 entwurmen, ob Profender eine Alternative wäre.
Bisher immer beim Doc per Spritze, das ist in dem Rudel einfacher. Natürlich verbunden mit ein wenig Stress, da wir ja nach 10 Tagen das 2. Mal hinfahren.

Früher habe ich bei Tiger & Momo mal ein anderes Spot-on verwendet, die beiden sind ausgerastet, daher haben wir das nie wieder versucht und sind dann mit allen 5 zur Spritze über.