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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie ist der " Spitz " vom Karakter ?



Cavalierchen
16.10.2006, 00:41
Hallo,
ich möchte mal so hören,
wie der Spitz so ist ?
Vom Karakter ?
Ihm wird ja nachgesagt das er ein wachsamer Beller wäre?

Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

LG
STEFFI

Deargi
16.10.2006, 14:36
Hallo Cavalierchen,

meine Großeltern hatten früher immer Spitze (neben einem DSH und einem Fox, natürlich nicht gleichzeitig). Deshalb kann ich nur von deren Erzählungen berichten. Ich hoffe es hilft dir trotzdem:

Ihere Spitze waren aufmerksam, sehr anhänglich, menschenbezogen und wachsam (Hofhunde halt). Sie waren sehr gelehrig und dadurch leicht zu erziehen. Fremden gegenüber waren sie eher verschlossen. Sie stürmten nicht um fremde Menschen rum um ihre Zuneigung zu erlangen, waren aber auch nicht ängstlich oder aggressiv. Sie hatten keinen Jagdtrieb (z.B. Katzen, Rehe, Hasen) hielten aber das Grundstück von Mäusen und Ratten frei.
Durch ihr Fell waren sie Wetterunabhänig, meine Großeltern konnten mir nicht sagen, dass sie z.B. kaltes Wetter bevorzugen wie viele andere Rassen.
Durch das doppelte Haarkleid: Langes, gerades, abstehendes Deckhaar und kurze, dicke, wattige Unterwolle, braucht er aber auch Pflege. Gerade während des Fellwechsels wären die Haare überall rumgeflogen...
Sonst waren es eher unkomplizierte Hunde, die überall ohne Leine liefen und nie in eine Rauferei gerieten.

LG Deargi

rocky1
16.10.2006, 17:55
Hallo!

Ich habe ja eigentlich nur einen halben Spitz sozusagen. Rocky ist Schäferhund mit Wolfspitz gemixt.
Ich kann Deargi in den Eigenschaften nur zustimmen. Mir fällt zusätzlich noch auf, dass mein Hund gern bellt, allerdings kein Dauergekläffe sondern begründet. Z.B. als wachsamer Haus und Garten Bewacher oder wenn ich mit ihm spiele. Man sagt dem Spitz ja nach, dass er ein Kläffer sei, dem kann ich grundsätzlich nicht zustimmen. Trotzdem "erzählt" er gern etwas mehr als andere Rassen.
Ansonsten kann ich sagen, dass er lernfreudig, fröhlich und gut erziehbar ist. Aber wie gesagt, bei meinem steckt ja noch eine Hälfte Schäfi mit drin.

macman
17.10.2006, 16:38
Das habe ich bei wikipedia gefunden:

...
Spitze sind ausgesprochene Haus-, Familien- und Wachhunde. Sie wurden darauf gezüchtet sich eng an ihre Menschen und seinen Lebensraum zu binden. Dementsprechend sind sie sehr menschenbezogen und immer für Streicheleinheiten zu haben. Fremden gegenüber sind sie jedoch eher misstrauisch, ein Aspekt der Wachhundeigenschaft.
Dem Spitz entgeht nichts! Und da Menschen nicht alles bemerken, meldet der Spitz was ihm auffällt. Diese Eigenschaft hat ihm fälschlich den Ruf eines Kläffers eingebracht. Dieser Ruf hat ihn etwas in Vergessenheit gebracht und so steht der Groß- und Wolfspitz auf der "roten Liste". (Liste gefährdeter Haustierrassen)
...

LG, Patrick

sol
24.10.2006, 01:07
Ich habe einen Spitz-Mix, gemixt mit Jack Russel Terrier, und DIE Mischung ist hoch explosiv. Charakterlich gibt es Menschen gegenüber keine Probleme, es ist ein lieber , schmusiger, aufmerksamer Hund, der sehr Aufmerksam (auch Kindern gegenüber) ist.. aber.. sie müssen zur Familie gehören. Fremde werden sehr argwöhnisch betrachtet und erstmal auf "Herz und Nieren" geprüft. Artgenossen gegenüber ist sie eine echte Zicke , die sich immer und überall für den "Platzhirschen" hält. Sonst trifft das vorherige gut zu.. wachsam, familienbezogen, eigensinnig (vom Terrier?) ... kein Hund für Anfänger.
sol

Deargi
24.10.2006, 10:52
Das was du da beschreibst, von "Platzhirsch", Zicke und eigensinnig, stur und fremden gegenüber verschlossen, sind typische Terriereigenschaften. :D

Wobei der Terrierfreund sagt, dass der Hund nicht stur ist, sondern so intelligent und selbstständig, das er erstens weiß wie er ein Komando umgehen kann und zweiten sehr genau prüft, ob es wirklich notwendig ist in dieser Situaion so zu handeln und so lieber selbst entscheidet was die Situation erfordert. :wd: Mein Hund eben!!!

Liebe Grüße von Deargi und Terrier Tommy

Stina
24.10.2006, 11:40
Hallo,

na da muß ich als Spitzverrückte doch meinen Senf dazugeben ;)

Ich lebe seit 14 Jahren mit meinem Wolfsspitzmäderl Bessy zusammen und ich kann nur sagen sie ist mein absoluter Traumhund :love:
Kann Deargi nur zustimmen, sehr wachsam aber bei guter Erziehung KEIN Kläffer, absolut treu, entfernt sich niemals vom Grundstück (die berühmte Hoftreue), null Jagdtrieb, will immer gefallen, lernt sehr sehr leicht und mit großer Freude (allerdings darf man NIEMALS grob oder laut werden, is ja auch gar net nötig), hängt mit ganzem Herzen an der Familie, Fremden gegenüber sehr distanziert, gesundheitlich robust und auch heute mit 14 Jahren ist sie immer noch ein Clown :D

Schlechte Eigenschaften fallen mir jetz gar keine ein :?: :D
Es ist halt wie bei allen Rassen, der Spitz und sein Herrchen oder Frauchen müssen zusammenpassen. Den absoluten Gehorsam bei Dingen die dem Wolfsspitz vollkommen sinnlos und blöd erscheinen kann man nicht erwarten. Auch Bällchenspiele oder ähnliches ergibt für sie keinen Sinn, mag sie nicht und findet sie wohl "unter ihrem Niveau" :D :D
In jüngeren Jahren ließ sie keinen fremden auf das Grundstück, heute im Alter ist sie viel gelassener geworden. Sie hat den "Eindringling" gestellt (heißt sie stellte sich vor den Fremden und ließ ihn nicht durch) und gewartet bis ich komme und mein okay gebe, dann wurde der Fremde ignoriert. Wen sie aber einmal als Freund der Familie akzeptiert hat wird stürmisch und mit viel Freude begrüßt.

Für einen Wolfsspitz ist ein Garten den sie bewachen können meiner Meinung nach ein Muß. In einer Stadtwohnung würde er bestimmt nicht glücklich sein. Da wären dann die kleineren Spitze besser geeignet. Er ist ein Hund für das Landleben. Er wurde ja seit Jahrhunderten gezüchtet und gehalten um Haus und Hof zu bewachen und ist eben ein Naturbursch, ein sehr ursprünglicher Hund.
Es gibt ja das alte Sprichwort "wenn der Spitz bellt auf dem Mist, der Hof in bester Obhut ist" ;)

Meine Maus liebt die Kälte und den Winter über alles. Im Sommer leidet sie jetzt im Alter schon sehr unter der Hitze und sie mag die Hitze gar nicht. Im Winter blüht sie auf und ist in ihrem Element.

Kann einfach nur sagen, ich liebe meine Maus :love: über alles und bin den Spitzen restlos verfallen ;) für mich gibt es keinen besseren Hund.

Liebe Grüße

Stina

rondra
26.10.2006, 12:07
Hi,

ich habe von Spitzen eigentlich weniger Ahnung, aber sind die unterschiedlichen Spitzarten nicht auch völlig unterschiedlich im Charakter? Ich kenne jemanden, der hat einen Finnenspitz. Aber mit einem "Klischee-spitz" hat er eigentlich gar nichts zu tun. Er ist ziemlich schwer zu erziehen, da er lieber seinen eigenen Weg geht. Eine Bindung aufzubauen ist die größte Aufgabe beim Besitzer. Der Hund hat ziemlich Jagdtrieb und braucht tierisch Bewegung. Von Verhalten her ist er eher einem Husky ähnlich.

Und ein Wolfspitz hat doch sicherlich auch einen ganz anderen Charakter als ein Zwergspitz, oder?

Gruß
Rondra

Deargi
28.10.2006, 10:03
Ich dachte es geht hier um die einheimischen Spitzarten: Zwerg-, Mittel-, Groß-, und Wolfsspitz???? Die man ja allgemein nur als Spitz bezeichnet...

Cavalierchen, welchen Spitz meinst du jetz genau??? Eurasier, Samojede, Akita,... gehören ja auch noch zu den Spitzen...

Oder war das schon das was du erwartet hast...?

LG Deargi

Stina
28.10.2006, 10:43
Hallo Rondra,

natürlich hat ein Zwergspitz einen ganz anderen Charakter als ein Wolfsspitz.

Ein Finnenspitz ist wieder eine ganz andere Baustelle ;) Der Finnenspitz ist ein Jagdhund und als Familienhund weniger bis gar nicht geeignet. Finde es auch schade daß ein solcher Hund als Familienhund gehalten wird. Seine Aufgabe ist es zu jagen und zu arbeiten. Die nordischen/skandinavischen Spitze sind ganz anders als deutsche Spitze. Die deutschen Großspitze wurden immer zum Bewachen eingesetzt und dafür gezüchtet. Entweder in den Weinbergen, auf Lastkähnen, auf Bauernhöfen usw. Sie waren die Hunde der einfachen Leute und Bauern. Sie waren genügsam und ihre ausgekämmten Haare wurden früher sogar gesponnen und Kleidung daraus hergestellt. Die Klein- und Zwergspitze waren früher nur Begleiter adliger Damen/(Herren).

Die nordischen Spitzarten wurden immer zur Jagd gezüchtet und eingesetzt, Elchhund, Finnenspitz, Lundehund (der sogar einige anatomische Besonderheiten aufweist u.a. 6 Zehen) usw. und haben charakterlich mit dem deutschen Spitz nichts gemeinsam, da diesem die Jagdleidenschaft vollkommen fehlt.

Liebe Grüße

Stina

rondra
30.10.2006, 13:53
Hallo Stina,

nee, ein Haushund ist er nicht. Er gehört dem Leiter der örtlichen Jägerschaft. Aber bei der Jagdprüfung hat er sich echt schwer getan, da er auch bei der Jagd schlecht gehorsam zeigt. Daher wird er nur zum Training genommen.
Aber ich weiß nicht ob das Leben eines reinen Arbeitshund wirklich besser ist. Die Jagdhund der Jägerschaft sind eben reine Arbeitshunde, mit allem was da zugehört. Sie haben eine großen Zwinger mit mehreren Hunden ( die Zwingeranlage ist wirklich groß, aber halt ohne Menschen) und wenn ein Hund alt oder krank ist, wir er halt aus dem Dienst "entlassen", sprich muß er halt weg.
Es wird zwar drauf geachtet, dass sie ein vernüpftiges zuhause bekommen, aber ich gehe da echt mit gemischten Gefühlen ran.
Klar, ein Hund ist kein Mensch. Aber wenn der Hund nur Arbeitskraft ist, finde ich es manchmal auch schade.

Gibt es Finnenspitze überhaupt so häufig als Familienhund? Vorher hatte ich noch nie einen gesehen. Auch noch nie Züchter in Deutschland gesehen. Daher bin ich ja auch mit dem Jäger ins gespräch gekommen, da ich neugierig war, was er für ein Hund ist, denn wie er übers Feld schoß hatte er etwas Ähnlichkeit mit meinem Wildfang *g*
Kennst du noch Finnenspitze in Deutschland? Finde die Hunde echt intressant, wobei ich mir aber nie einen holen würde. Einer mit dem Charakter reicht völlig.:D

Gruß
Rondra

Ekle
30.10.2006, 14:12
Hallo Rondra,

alle Deutschen Spitze ( in den verschiedenen Größenvarietäten Zwerg-, Klein-, Mittel-, Groß- und Wolfsspitz ) haben grundsätzlich denselben Charakter. Sie sind eine Rasse in verschiedenen Größen. Individuelle Unterschiede gibt es immer. Und die kleinen Zwerge sind genauso gute Wächter wie die großen Wölfe - auch wenn sie natürlich kaum einer ernst nimmt.

Spitz(artige) Hunde gibt es viele. Die Spitze stellen eine ganze Gruppe von verschiedenen Hunderasse dar, die sich hauptsächlich im Äußeren gleichen. Stehohren und über dem Rücken getragene Rute sind Hauptmerkmale. Man unterscheidet dann noch europäische und asiatische Spitze und die nordischen Spitze.

Diese Spitzarten haben zwar im Aussehen bestimmte Ähnlichkeiten, unterscheiden sich aber vom Charakter aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft und der unterschiedlichen Verwendungszwecke ganz gewaltig.

Der Deutsche Spitz wurde als Wächter gehalten und gezüchtet. Ein Wächter, der den Hof verläßt um mal eben jagen zu gehen,taugt nichts. Also wurde bei diesen Spitzen auf geringen Jagdtrieb selektiert. Mit dem Erfolg, daß die meisten Deutschen Spitze überhaupt nicht mehr jagen.

Der Finnenspitz wurde als Jagdhund gezüchtet und gehalten. Dabei soll er eigenständig ohne den Menschen arbeiten. Das erklärt, warum hiesige Jäger wenig Freude an einem solchen Hund haben, denn auf Gehorsam wurde er gerade nicht gezüchtet.

Vor einiger Zeit habe ich jemanden mit einem Finnenspitz kennengelernt und mich daher ein wenig über die Rasse informiert. Jagdtrieb und Eigenständigkeit sind die herausragenden Merkmale. Die Besitzerin kann ihren Finnenspitz auch nicht von der Leine lassen, sonst geht er auf und davon und kommt erst nach getaner Arbeit wieder. Nicht wirklich ein idealer Hund hierzulande. Dieser Hund war auch aus Finnland importiert.

Viele Grüße

Ekle

Stina
30.10.2006, 18:41
Hallo Rondra,

nein, ich kenne keinen Finnenspitz der als Familienhund gehalten wird. Einen deutschen Züchter kenn ich auch keinen. In der Schweiz gibts einen. Ich finde die nordischen auch sehr interessant, faszinierend und wunderschön, aber selber einen haben, neeee niemals ;) Manchen Hunden wird ihre Schönheit leider manchmal zum Verhängnis.
Tja was die Jagdhunde angeht, is immer so eine Sache. Ich weiß wie es manchen von ihnen geht, mein Vater war auch Jäger. Allerdings gabs auch viele Jäger in unserem Umfeld wo die Hunde durchaus im Haus gehalten wurden und Familienanschluß hatten und auch bis zu ihrem Ende in der Familie blieben, aber es gab eben auch andere und mancher Hund hatte kein gutes Schicksal. Durfte auch bei der Ausbildung helfen und es war wirklich eine tolle Erfahrung und die Hunde bei der Arbeit in ihrem Element zu sehen ist schon faszinierend.

Ich finde schon daß ein Zwergspitz ein bißchen anders ist als ein Wolfsspitz. Natürlich ist er auch sehr wachsam, treu und gelehrig, aber doch viel quirliger und manchmal doch nervöser find ich. Was in einigen Fällen wohl aber auch am Besitzer liegen könnte. Naja, ob groß oder klein, Spitze sind spitze ;)

Liebe Grüße

Stina

Cavalierchen
06.11.2006, 23:42
Hallo,ich meinte eher den kleinen Spitz, so um die 30 cm,
ist das ein Kleinspitz?
LG
Steffi

Ekle
09.11.2006, 16:18
Hallo,

bis 29 cm ist es ein Kleinspitz, ab 30 cm ein Mittelspitz. Die Übergänge sind da fließend und werden wirklich nur mit der Messlatte gezogen.

Das ist die Größe des Spitzes, die alle Vorzüge der verschiedenen Varietäten in sich vereint.

Viele Grüße

Ekle

Mammutbaum
25.11.2006, 13:36
:wd: :tu: :cu: :kraul:

Mammutbaum
25.11.2006, 13:47
Hallo
ich habe versucht Smileys zu machen und bin ausversehen auf antworten gekommen. Könnt ihr mir vielleicht sagen wie man sie als Bild hinkriegt und nicht so geschrieben da es bei mir keinen unterschied macht ob ich Grafische Smileys deaktivieren nicht anhacke oder anhacke ist immer so
:floet: :?: :D :rolleyes:

Gruß Ronja

Mammutbaum
25.11.2006, 13:49
Und jetzt hat doch geklappt.:wd: