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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Draufpinkeln



Collieclaudia
12.10.2006, 00:01
Hallöchen,
habe mal eine Frage an Euch ....mein Collie fast 8 Jahre, ist glaube ich superdominant oder so ähnlich , wenn mein Mann und ich am Wochenende gemeinsam spazieren gehen ,muß er meistens einmal austreten ,unser Hundi kommt dann sofort angerannt hibbelt schon ganz aufgeregt um den Baum herum um ganz schnell einmal Pipi draufzusetzen , beim spazieren gehen läuft er fast nur neben ihm und himmelt ihn an und jedes Kommando vom Herrchen wird sofort ausgeführt ich muss eigentlich zweimal etwas sagen bis er darauf reagiert. Wie findet ihr das ?:?: :kraul:

Lastrami
12.10.2006, 08:35
Hallo Claudia,

das Wort "superdominant" würde ich im Zusammenhang mit Deiner "Anfrage" SOFORT aus dem Gedächtnis streichen. Das passt nicht...

Das gemeinsame pinkeln von Herrchen und Hund kann genauso gut Teamwork sein. WIR machen was zu sammen, wir gehören zusammen...
Und so wie Du schreibst, himmelt der Collie das Herrchen ja an. Wäre er dominant würde er eher versuchen seinen Willen durchzusetzen und Kommandos mißachten etc.
Der Hund liebt seinen Menschen und zeigt das einfach auch indem er zusammen markiert... UNSER Baum...

LG Pia

Collieclaudia
12.10.2006, 21:04
Hallo Pia ,
so habe ich persönlich eigentlich auch gedacht " Teamwork". Eine Bekannte allerdings meinte das wäre doch wohl schon "superdominant " und ich wollte nur noch mal eine Bestätigung .
Liebe Grüße Claudia%-) , Langnasen und Teddy

Juni
12.10.2006, 22:24
Hallo zusammen,

der Theorie "Teamwork" schließe ich mich in diesem Fall auch an. Vermutlich freut sich Herr Collie schon darauf, wann er endlich wieder zusammen mit Herrchen einen Baum nass machen kann :D .

Frauchen dürfte in dieser engen Beziehung aber vermutlich keinen Platz haben. Zumindest nicht, solange Herrchen in der Nähe ist. Nach meiner Erfahrung kann man daran nicht wirklich etwas ändern, auch wenn gewisse Verbesserungen zu erreichen sind. Wenn ein Hund sein Herz an EINEN Menschen hängt, können andere Zweibeiner in der Regel kaum punkten.

Schöne Grüße,
Juni

Lastrami
13.10.2006, 08:16
Hallo Claudia,

ich habe übrigens auch so ein "Dream-Team" zu Hause...
Und unser Möpp is alles mögliche nur nicht dominant uns gegenüber...:D

Und wenn die Herren meinen sie müssten IHR Revier abstecken, bitte....:D

LG Pia und lass Dir nix einreden;) :bl:

Deargi
13.10.2006, 16:07
Hallöle,

Das machen meine zwei Herren auch:D , aber ich hab mir ehrlich gesagt darüber noch keine Gedanken gemacht. Rüden machen das doch auch immer miteinander. Dort wo der eine hingepfützelt hat, setzt der andere noch eins drauf, egal wer angefangen hat. Von daher wäre ich gar nicht auf die Idee "Dominaz" gekommen....
Ach markieren hat in meinen Augen aber auch viel mit Gewohnheit zu tun...

LG Deargi

billymoppel
15.10.2006, 12:40
rudelpinkeln ist auch in meinem kleinen hunderudel absolut usus. der chefffe (mein rüde) fängt an und die mädels setzen ihr pipi dazu. nicht bei jeder markierung des rüden, aber bei den besonders wichtigen (wie mir deucht) mit dominanz der mädels gegen cheffe, die immer nach dem rüden (den das übrigens niemals interessiert) pinkeln, hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun. allerdings ist es in der gesamtheit natürlich ein deutliches zeichen an die restliche naumburger hundewelt :D pflegehunde machen da übrigens in der regel nach ein bis zwei wochen mit.

@daergie

wenn sich zwei unbekannte rüden treffen, hat das sogenannte "kampfpinkeln" sicher eine andere funktion: es ist ein wettstreit, dient sicher dem streß- und aggressionsabbau und hat auch beschwichtigende züge: wer zu pinkeln anfängt, hat mit dem gedanken an eine rangelei abgeschlossen und macht das dem anderen damit deutlich. die anspannung der ersten sekunden ist damit vom tisch. ab da kann die friedenspfeife geraucht werden.

Deargi
15.10.2006, 13:46
Ich konnte das ehrlich gesagt häufiger bei ihm bekannten Rüden beobachten, als bei fremden...

billymoppel
15.10.2006, 16:36
"fremd" nicht nur im sinne von nie gesehen - deswegen gehört man noch lange nicht in ein gemeinsames rudel. selbst hunde, die häufiger miteiender spazieren gehen haben nach meiner erfahrung keine (oder nur eine sehr oberflächliche, auf genau diese situation passende) rangordnung. schon kleine veränderungen der rahmenbedingungen können konflikte aufbrechen lasssen; ein zustand, dem die hunde sich wohl recht bewußt sind. so ein bißchen vielleicht die kollegen-situation: die umstände erzwingen es, offene konfrontationen hätten den verlust des arbeitsplatzes zur folge - also macht man das beste draus, zumindest für den moment.