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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpe frisst Kot



Airedalefan Evi
10.10.2006, 11:56
Hallo,

leider habe ich ein Problem mit meinem 5 Monate alten Airedale-Rüden.
Wenn ich ihn ohne Leine laufen lasse, stürzt er sich auf den Kot anderer Hunde und frisst diesen. Er hat auf jeden Fall genug Beschätigung und Futter, also daran kann es nicht liegen.
Bitte helft mir, denn er möchte möglichst schnell wieder frei laufen- aber nur wenn er Kot "ignoriert".

Eure Evi

Santos1
10.10.2006, 13:12
Gib dem Hund 2-3 x pro Woche ein STück Quargel-Käse zum Fressen.
Und - jeden Tag einen TL Heilerde ins Futter mischen. Die Lust auf Stinkiges wird damit geschmälert.
Bei meinem Hund hat es gewirkt!

Dani3
04.11.2006, 17:12
Das Problem kenn ich. Mein Kleiner Alonso hat als er so alt war auch jeden Mist gefressen von Nacktschnecken bis Kot aller Tiere. Das Problem ist ja, das sie sich Würmer u. andere Krankheiten holen können. Regelmäßige Wurmkuren sind deshalb sehr wichtig. Jedenfalls kenn ich keinen Hund der das im Welpenalter nicht gemacht hat. Also Alonso ist jetzt zum Glück davon weg. Kleiner Tipp: zur Erziehung gibt es so eine Art Rassel zu kaufen, die man in solchen Momenten wo die Hunde was unerlaubtes machen zum Einsatz bringt. Alonso hat jedenfalls riesegroßen Respekt davor. Probiers mal! Viel Glück!

Deargi
05.11.2006, 18:37
Hallo Evi,
ich stelle mit Freude fesst das du nen Airedal hast. TOLL!!!!:wd: :wd: :wd: :wd:

Ich hab den "kleinen Bruder"! :D

Tolle Hunde sind das! :tu:

Zu deinem Problem: Kotfressen kann mehrere Ursachen haben. Man vermutet das es ein Calciummangel sein kann (ist aber sehr umstritten), es kann auch einfach nur eine Unart sein. Manchen schmeckt es vielleicht sogar und andere machen es, weil sich Frauchen darüber so schön aufregt. :D

Zur Abgewöhnung: Dani meint eine Wurfkette oder eine einfache Rasselkette. Aber dieses würde ich beides bei einem Welpem nicht einsetzten. Erstens sind Welpen auf Schreckreize nicht so "schreckhaft" wie ihre Ausgewachsenen Verwandten, sie sind einfach zu neugierig und das Rasseln würde nich den erwünschten Effekt hinterlassen und zweitens verbaust du dir damit die Chance eines möglichen späteren Einsatzes.
Falls der Harzer Käse keinen Erfolg bringen sollte, würde ich das NEIN mittels Vorenthaltung neu trainieren, und mittels Schleppleine durchsetzen. Als nächste "härtere" Stufe käme der Schnausengriff inklusive strengem PFUI. Den Schnauzengriff kannst du auch noch fester machen und für echte Terrier :D auch schon mal gegen die Zähne drücken. Die Mutter hat schließlich auch Zähne in ihrem Maul.
Wenn das alles nich fruchten sollten, kannst du über einen Einsatz der Rütteldose nachdenken. Was ich aber erst später empfehlen würde.

Für alles gilt jedoch: "So wenig wie möglich, so hart wie nötig!"

Viel Spaß mit deinem Terrier
Deargi

Dani3
09.11.2006, 14:35
Haste bestimmt falsch verstanden Deargi oder ich hab mich falsch ausgedrückt. Ich habe klein Alonso schon vorgewarnt, mit einem kräftigen PFUI! Da er respekt vor der Disk hat wußte er sofort, das wenn er nicht abläßt die Disk geflogen kommt, und da er davor Angst hatte war er immer ganz schnell weg. Aber ich glaub ab dem 1 sten Lebensjahr hört er damit auf. Ist nur Erfahrung!

Deargi
09.11.2006, 14:53
Ja Dani, mit Vorwarnung und einem gewissen Alter des Junghundes isses okay.

PS: Finds schade, dass sich unser Airedalefan nicht mehr meldet. Ich bin immer sehr dankbar drüber, zu erfahren wie welcher Tipp hier nun am besten geholfen hat. Man lernt eben nie aus. Deshalb besuche ich auch dieses Forum! Und um nette Leute mit ihren Hunden kennenzulernen natürlich!!!:D

Grüße an dich
Deargi

Dani3
09.11.2006, 14:57
Das stimmt deswegen ist es wichtig dem Hund die Grundkenntnisse rechtzeitig bei zu bringen. Ich hab gleich beim Kauf ihm Sitz!, Hier!, Aus! und Pfui beizubringen. Aber das Komando Aus u. Pfui ist halt super wichtig. Ist ja auch nicht gerad gesund für den Magen!
Liebe Grüße auch an dich!:cu:

Elefant
31.01.2007, 21:26
Moin!

Unsere Wilma (Beagle-Mix, fast 7 Monate) hat heute mal wieder zugeschlagen und einen Haufen knochenlose Masse weggemampft. Das ganze hat sie sich dann in der Wohnung wieder durch den Kopf gehen lassen. Und das war leider nicht zum ersten Mal. Käse und Rasseln haben nix gebracht.
Sie ist sonst wirklich ein Schatz, unsere Wilma. Sie kriegt das beste Futter, ist nie länger als 3 Stunden alleine (und das kommt höchstens einmal die Woche vor), wir gehen regelmäßig mit ihr raus, sie ist jeden Tag mindestens einmal für ne Stunde auf dem Hundespielplatz, wo sie mit anderen Hunden toben kann, sie gehorcht auf die wichtigen Kommandos, ist lieb zu allen Menschen und Tieren (außer Tauben ;) ), sie ist kerngesund und ihr fehlt es eigentlich an nix. Super Hundeleben, aber wie wir ihr das Sch*** fressen abgewöhnen können?

Ich hoffe ja, so wie es einige hier geschrieben haben, dass das aufhört, wenn sie etwas älter ist?

Können Hundeschulen bei so was helfen?

Gruß aus Hamburg
E.

Oezlem
01.02.2007, 13:01
Hallo Elefant,

habe ich das jetzt richtig verstanden? Dein Hund hat draußen einen Haufen Hundekot gefressen und eben diesen dann in der Wohnung erbrochen?

Kot fressen kommt bei so ziemlich jedem Welpen mal vor (Ausnahmen bestätigen die Regel, in unserer Welpengruppe haben das alle erlebt). Meine Layla hat gerne immer wieder mal das Katzenklo ausgeräumt. Da musste ich eben immer schneller sein wie sie und den Kot gleich weg räumen. Wenn ich sie inflagranti am Katzenklo erwischt habe, hab ich sie geschumpfen. Und sie hat es begriffen.

Ich würde generell mal üben, dass der Hund von was leckerem ablässt. Dafür hab ich folgendermaßen geübt (nach HuSchu):
ein leckeres Stück Käse oder Leberwurst oder sonstwas verführerisches auf den Boden legen. Wenn der Hund hin will, mit dem Fuß oder der Hand das Leckerli verdecken und "Pfui" oder ähnliches sagen. Das Tier soll es nicht kriegen. Nach HuSchu hieß es dann, immer wenn der Hund einen dann fragend anguckt, gleich loben und ein anderes vorbereitetes Leckerli geben. Ich habe es dann weiter aufgebaut und geübt, daran vorbei zu laufen. Immer wenn Layla hin guckte und sichtlich schwach wurde, kam das Kommando und so ging es weiter. Hat sie es brav überstanden und ist am Leckerli vorbei ohne es aufzuheben, gab es gleich ein anderes Belohnungshäppchen. Aber das vom Boden hab ich dann unauffällig verschwinden lassen. Wenn ich mal draußen ein weg geworfenes Brötchen entdecke nutze ich das gleich, um die Übung aufzufrischen. So kann man es wenigstens schaffen, dass der Kleine nicht gleich alles frisst. Und sie lernen, für das Ignorieren eines leckeren Häppchens/Haufens gibt es was leckeres von Mama/Papa.
Es darf nicht rigoros ohne Belohnung verboten werden, da das Verbotene sonst seinen Reiz nicht verliert und der Kleine dann heimlich hin geht und es sich holt, darum sollte man daraufhin immer eine Belohnung folgen lassen. Ist nicht anders wie bei Kindern, denen was verboten wird.