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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hans Schlegel



Pflunzi
07.10.2006, 00:48
Hallo alle zusammen!
Kennt jemand von euch " Hans Schlegel"?
Ich würde ihn so gerne mal live sehen und vorallem mit unserer Hündin eine Trainingswoche machen. Hat jemand von euch schon so etwas mal gemacht?
Leider wohnt er ja soweit weg. Ich kann nur sagen, dass ich im Urlaub einen Hund nach Schlegel gesehen habe, der allerdings für den Schutzdienst war. Ich war echt platt.:eek: Ein kurzer pfiff und der Hund stand da. Da hat es mir die Sprache verschlagen....Der war echt der Hammer dieser Hund
Also lasst mal hören!
Bis bals:cu:

Murphy0276
07.10.2006, 03:44
Schau mal bei www.stars-auf-4-pfoten.de Vielleicht ist eine Show in Deiner Nähe dabei. Ich fahre nach München in die Olympiahalle (28.10.06) Kann es gar nicht erwarten, ihn mal live zu sehen. Für mich der beste Hundeversteher und Ausbilder, den es gibt. Aber erwarte in diesem Forum nicht zuviel von den anderen. Es sind viele Schlegel-Gegner hier. Bei uns im Ort ist ein Polizeihundetrainer, der Hans Schlegel persönlich kennt. Er erzählt mir immer sehr viel über Hans und seine Ausbildung. Geht selber nach seinem Schema vor. Meine Hunde werden auch so gearbeitet, ich bin sehr erfolgreich damit.
Gruß Murphy

bissiger Hund
07.10.2006, 04:17
Es sind viele Schlegel-Gegner hier. Bei uns im Ort ist ein Polizeihundetrainer, der Hans Schlegel persönlich kennt. Er erzählt mir immer sehr viel über Hans und seine Ausbildung. Geht selber nach seinem Schema vor. Meine Hunde werden auch so gearbeitet, ich bin sehr erfolgreich damit.
Gruß Murphy

Wie recht du hast.
Hier im Forum ist sogar schon ein ganzer Thread über die Hans Schlegel Methode in den Dreck gezogen worden, ohne genaueres darüber zu kennen. Auch ich kenne die Hans Schlegel Methode und bin begeistert davon, aber viele wird man hier nicht begeistern können, es sind zu viele Hundetrainer/innen vertreten die nur die "Schmusemethode" nach dem Motto "nur den Hund nicht anrühren" mögen, und gegen alles sind was davon abweicht.

Gruß vom bisschen Hund

rocky1
07.10.2006, 10:37
Hallo!

Auch ich hab die Vorschau von "Stars auf vier Pfoten" gesehen. Da vor einiger Zeit ein Bericht im TV über Schlegel lief, in dem fast nur die Methode mit der dünnen Leine gezeigt wurde, bin ich von ihm nicht sonderlich angetan.
Das Rucken am Hals des Hundes, wenn auch nur kurz und impulsartig, halte ich gesundheitlich für fragwürdig. Gehorsam kann man einem Hund auch anders beibringen. Der Hals ist mit der empfindlichste Bereich des Hundes und ich finde, dass man dieses Rucken mit dem Zerren am Gebiss eines Pferdes fast gleichsetzen kann.
Da ich andere Methoden von dem Hundeausbilder noch nicht kennengelernt habe, kann ich darüber nichts sagen. Ich werde mir aber die Show ansehen, wenn sie übertragen wird. Dazu lernen kann man immer.

coramadden
07.10.2006, 11:15
hallo pflunzi ;)

also ich habe herrn schlegel noch nicht live gesehen, nur berichte gehört. die einen positiv die anderen negativ :?: wem ich da glauben soll? keine ahnung.
ich mache mir lieber selbst ein bild davon, also werde ich mir wahrscheinlich erstmal die show "stars auf 4 pfoten" ansehen und danach evt. eine dvd oder so. danach kann ich für mich einschätzen ob das was er tut mir gefällt oder nicht.

übel aufgestoßen hat mir allerdings dieser bericht
http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?t=39778&highlight=schlegel
(siehe mondwölfin)
wo ich mich dann auch zu geäußert hab.

aber jedem das seine...

Murphy0276
07.10.2006, 11:49
Am besten fand ich die Aussage von Hans Schlegel wie er meinte: Es geht nicht immer alles mit Click und Wurst und er arbeitet nicht wie früher die Hardliner, sondern geht den Weg durch die Mitte. Mich würde mal interessieren, ob die Hunde von den Forenmitgliedern auch ohne Leckerchen, ohne Clicker und einfach nur aus dem Herzen eine perfekte Unterordnung zeigen können, im Abstand von 30 Metern ins Platz gelegt werden können. An der Hauptstraße ohne Leine im Fuß bleiben, egal wieviel Verkehr gerade ist usw. Das müssen meine Hunde können, denn nur so kann ich ihnen die Freiheit geben, die sie dadurch verdienen.
Gruß Murphy

rocky1
07.10.2006, 13:58
Hallo Murphy!

Wie gesagt, dazu lernen kann man immer und ich bin gespannt, ob in der Show noch mehr von ihm gezeigt wird.
Was das Ablegen des Hundes, die perfekte Unterordnung und das Freilaufen an der Straße betrifft, gibt es dabei Sachen, die ein Hund können sollte und andere, die ich gar nicht möchte von meinem Hund.
Beispiel dazu:
Ein Bekannter hatte einen DSH, super ausgebildet im Verein. Er lief immer ohne Leine mit ihm. Und sozusagen 100Mal ging es gut und beim 101.Mal ist der Hund auf die Straße gelaufen. Ist überfahren worden.
Früher hatte ich auch die Vorstellung, dass mein Hund mal so toll neben mir läuft, dass er an der Straße frei laufen kann, aber ich habe gelernt, dass ein Hund eben ein Tier ist und es Gefahrenbereiche gibt, in denen ich die Verantwortung für ihn trage und für andere. Deshalb läuft mein Hund an der Straße angeleint, egal wie gut er hört.
Bei der perfekten Unterordnung bin ich der Meinung, dass ein normaler, sozialverträglicher Hund, der keine Dominanzprobleme hat, das nicht perfekt können muss. Und es muss auch nicht abverlangt werden. Da gibt es anderes, was man trainieren kann, oder wie man dezent klar stellt, wer der Chef ist.
Und das Ablegen des Hundes in 30m Entfernung, naja, wahrscheinlich waren es eher 15m bei mir und meinem Hund. ;)
Das hab ich ohne Ende geübt und irgendwann hats geklappt, ohne dabei negativ auf Rocky einzuwirken sondern mit Belohnung für jeden Meter.

Aber ich denke, jeder favorisiert einen Ausbildungsstil und erwartet Ergebnisse in einer bestimmten Zeit. Danach wird die eigene Methode gewählt.

Deargi
07.10.2006, 17:37
Ich denke auch hier ist es wieder wie bei allem in der Hundehaltung, man muss sich an ein gewissens maß halten. Vielleich meint Hans Schlegel ja nur das morsen über sie Signalleine und weil es die Menschen falsch verstanden haben oder auch verstanden haben wollten, jetzt an ihrem Hund rumreißen, als wollten sie einen Anker einholen.
Es ist echt schwer in als Hundehalter (der natürlich das Beste für seinen Liebling will), es immer richtig zu machen. Das fängt schon bei Geschirr oder Halsband an. Es klingen immer von beiden Seiten die Argumente logisch... und jeder muss für sich selbst entscheiden.
Weitere Beispiele wären: Trockenfutter oder barfen?, Scheren, Trimmen oder Naturlook?, Nur Positive Bestärkung oder auch mal Wurfkette?...

Man muss für jedes Hund-Halter-Gespann den individuellen Weg finden, das hab ich mittlerweile gelernt (mit 2 Hunden, die unterschiedlicher kaum sein konnten).

Ich hab bisher mit keiner "Erziehungsmethode" irgendeines Experten Erfolg gehabt. Wir konnte uns höchstens Einzelheiten von verschiedenen "Experten" für uns herausnehmen, die auf UNS passten. Deshalb bin ich mittlerweile vorsichtig geworden, was das befürworden oder verteufeln, von bestimmten Methoden betrifft.

LG Deargi

Summertime
08.10.2006, 11:06
Hallihallo,
ich gebe Deargi Recht. Was immer gern vergessen wird, ist das Individuum Hund. So habe ich z.B zwei Exemplare zuhause, die ich ganz unterschiedlich "anpacken" muß, damit etwas funzt. Ich finde es immer etwas schwierig, wenn eine Methode eines einzelnen Trainers als Lösung für jeden Hund angesehen wird und die von oft unerfahrenen Haltern zusätzlich auch nur zur Hälfte korrekt angewandt wird. So ist mir nicht so ganz klar, was ein Zuschauer lernen soll, wenn er eine Show sieht, in der mit einem Tier gearbeitet wird, dieses nur bis zu einem bestimmten Punkt nachvollziehen kann und dann nach Hause geht und ohne weitere Anleitung loswurschtelt. Im Zweifel macht er so die Probleme schlimmer als besser.
Ich denke, es bleibt einem nur übrig, möglichst viel zu lesen, sich möglichst viel anzugucken und das für seine Hundeerziehung rauszuziehen, was nötig ist.
LG von Julie (deren Chihuahuas nach "be strict" erzogen werden)

coramadden
08.10.2006, 14:51
hallo julie,

ich stimme euch zu, jeder hund ist anders und muss dementsprechend erzogen werden!


So ist mir nicht so ganz klar, was ein Zuschauer lernen soll, wenn er eine Show sieht, in der mit einem Tier gearbeitet wird, dieses nur bis zu einem bestimmten Punkt nachvollziehen kann und dann nach Hause geht und ohne weitere Anleitung loswurschtelt. Im Zweifel macht er so die Probleme schlimmer als besser.

die show ist kein seminar!
es werden blindenhunde, rettungshunde, polizeihunde etc. in action gezeigt genauso wie hunde die fußball oder frisbee spielen...
es werden (jedenfalls laut beschreibung) keine "problemhunde" und deren therapie gezeigt.
es soll lediglich anregungen geben zur freizeitgestaltung und "arbeitshunde" mal live zeigen.

Summertime
08.10.2006, 18:30
Ahhhhhhhhhhhh soooooooooooooo! Jatzt bin ich natürlich besser im Bilde.Das hört sich aber wirklich spannend an, da würde ich auch gern hingehen.
LG von JUlie

Trollmama
08.10.2006, 19:29
Hier im Forum ist sogar schon ein ganzer Thread über die Hans Schlegel Methode in den Dreck gezogen worden, ohne genaueres darüber zu kennen. Auch ich kenne die Hans Schlegel Methode und bin begeistert davon, aber viele wird man hier nicht begeistern können, es sind zu viele Hundetrainer/innen vertreten die nur die "Schmusemethode" nach dem Motto "nur den Hund nicht anrühren" mögen, und gegen alles sind was davon abweicht.

Gruß vom bisschen Hund


Ganz ehrlich? Ich will gar nicht mehr kennen lernen. Denn das, was ich in der SAT 1 Wochenserie über Herrn S. und seine 'Erziehungsmethoden' gesehen habe, hat mir gereicht!
Ich werde meine Hündin nicht auf die Schnauze schlagen (oh, ich vergaß, Herr S. legt vorher ja noch Maulkorb an, ist sicherer für ihn), sie an der Leine in die Höhe zerren, bis sie aufjault oder so ruckartig ziehen, so daß die Hunde fast Salto rückwärts schlagen.
Wenn Dich solche Methoden begeistern (warum auch immer), ich für meinen Teil bleibe bei der Wattebällchenwerffraktion. Und obwohl mir schon seit Jahren von Hardlinern immer und immer wieder prophezeit wird, daß ich mit ihr gaaaanz viele Probleme bekommen würde, wenn ich sie nicht auf den Rücken schmeiße, sie im Nacken schüttle, ihr die Schnauze zusammendrücke, sie wie eine Verrückte an der Leine durch die Gegend zerre und ihr mal eine klebe, ist es meine Hündin, die im Gegensatz zu den 'Hardlinerhunden' sehr freundlich und friedlich auf jeden und alles reagiert.
Viele Grüße
Trollmama

schulz
09.10.2006, 11:17
Hallo,

ich bin auch der Meinung, daß nicht jeder Hund gleich ist. Würde ich meine Hündin "härter" anfassen, wäre eine Totalverweigerung der Fall. Sie kommt aus Spanien, ist ein ehemaliger Strassenhund, zwar sehr freundlich zu Menschen, aber sehr Eigenständig. Auch ist ihr der Mensch als Sozialpartner fremd.
Würde ich die Methoden von Schlegel umsetzen, würde ich all ihr Vertrauen, daß ich mir über 1 1/2 Jahre aufgebaut habe, verlieren.
Täglich erobere ich mir mehr Vertrauen und das finde ich sehr wichtig. Sie hört nicht auf "Fingerschnippen", sondern hinterfragt die Befehle. Soll ich, soll ich nicht, tappe ich in eine Falle ???
Sitz und Platz kann sie gut und das ist ein enormer Fortschritt für meinen Hund.
Meine vorherigen Hunde wollten lernen und mir gefallen.... Luri nicht !
Da gab es keinerlei Probleme in der Erziehung, alles wurde mit viel Übung, gemacht. Luri ist eine Herausforderung und es macht trotzdem Spaß, da ich jeden Tag die Fortschritte sehen kann. Natürlich schimpfe ich auch und ist sie frech und macht Dinge die sie nicht darf, mache ich als äußerstes den Schnauzengriff, den sie auch gut versteht...! :D

Für unseren Hund ist die Schlegelmethode jedenfalls nicht die Richtige.

Tschüß Petra und Luri :cu:

Lastrami
09.10.2006, 14:26
Servus,

ich stelle mir nur grade vor, wie Herr S. einen 80kg schweren Kangal mit seiner Methode erziehen will.
Das mag für 30 min vielleicht noch klappen. Dann ist der Ofen aus. Er wird sich diesem Hund nie wieder ohne Schutzanzug nähern wollen. Oder den Hund nur noch im Maulkorb.

Ein HSH macht nix mehr, wenn er nicht will oder irgendwas für "total dämlich " hält. Er streikt.
Und wenn man so einem Hund auch noch Schmerzen zufügt ist es aus. Man verliert den Respekt des Hundes. Bestenfalls wird man dann mit Ignoranz gestraft....

Nene, ich gehöre zwar auch eher zur sanften Fraktione, aber ich kann auc genausogut mal "deutlich" werden. Dazu brauche ich meinen HUnd nicht an ner Nylonschlaufe aufzuhängen...

H.S. ist für mich nicht das Vorbild eines Hundetrainers...

LG Pia

Brana
15.10.2006, 00:46
Also wer die Videos von H. Schlegel kennt, würde da niemals einen Hund ausbilden.

Ich komme weder von der Leckerlifraktion (mein Hund läßt sich nicht mit Leckerlis motivieren) noch von der Hardliner-Seite, aber dieser militärische Drill und die teilweise extrem veralteten Methoden, erst Hund brechen, dann wieder aufbauen sind nichts für mich.

Mein Hund ist mein Partner und muß nicht wie eine Maschine funktionieren sondern er muß gehorchen, wenn es brenzlig wird - und das tut er!

Cindy-Frauchen
08.03.2007, 17:24
habe eure berichte bzw postings über hans schlegel gelesen.
ich habe ihn ja im rahmen von stars auf 4 Pfoten kennengelernt. Und zwar als einen sehr netten und hilfsbereiten menschen.

lg

Pafil
08.03.2007, 19:16
ich denk es ist für jeden Hundehalter wichtig zu wissen wie er gern mit seinem hund arbeiten möchte und wie der Mensch selbst gestrickt ist.

WIR haben für uns entschieden,keine Strom,keine Stachelhalsband auch keine Kette und keine Wäschleine o.ä....
Aber ich hab ja auch kein Hund der eine Schutzhundausbildung braucht.

ICH hab aber bei Schlege nur 90 min erlebt...ich find die Diskussion die es zu diesem Thema gab doch sehr aufschlußreich,hat auch nix mit durch den Dreckziehen zu tun sondern Erfahrungen die mann oder frau dort gemacht haben...mir ist er zur hart zumindest für Aussie...mag ja fürn Schutzhund der beste Ausbilder der Welt sein....

Ach und die DCDs hab ich alle gesehn...für mich ist es nix...

Gruß Pafil

Juni
08.03.2007, 20:17
Hallo zusammen,

wer Herrn Schlegel seminartechnisch kennen lernen möchte, braucht zwei Dinge: Geld und Glück. Geld in jedem Fall, denn die Seminarkosten sind RICHTIG teuer. Und Glück, wenn er den Meister selbst erleben möchte. Die Mehrzahl der Seminare wird mittlerweile von seinen Schülern geleitet.

Ich habe ihn vor vielen Jahren live erlebt. Er ist klar in seinen Aussagen und konsequent in seinen Methoden. Dabei nimmt er bewusst in Kauf, dass die Hunde, die gehorchen, das im Meideverhalten tun. Erfolgreich - im Sinne von Gehorsam - ist das durchaus. Erfreulich für den Hundebesitzer ist es dabei allerdings nicht immer. Er arbeitet stark über den Trainereffekt, d.h. er führt den Hund und demonstriert damit, wie problemlos der Hund funktioniert, wenn nur der Richtige am anderen Ende der Leine ist. Für einen Trainer durchaus legitim, aber durchaus keine Garantie für erfolgreiche Nachahmungsmöglichkeit durch den Besitzer.

Vor einigen Wochen habe ich im Fernsehen ein Video gesehen, indem eine Frau mit einem Tierheimhund (ich glaube, ein Golden oder ein Labrador) zu ihm kam, weil der Hund im Auto aggressiv war, wenn man sich der offenen Heckklappe näherte. Was er von dieser Frau verlangt hat, war in meinen Augen ebenso idiotisch, wie gefährlich. Wenn dieses Video der Maßstab für seine jetzige Art zu arbeiten ist, würde ich sagen: Durchgefallen.

Schöne Grüße,
Juni

Pafil
08.03.2007, 20:42
Hi Juni,


ich frag mich, wenn ich die DVD anschau ob ich immer im Kassernenton und im Stechschritt mit meinem Hund üben muß.
Ist ja fürn polizeihund okay,also ich hab für mich beschlossen ...mein Hund kommt an der Straße an die Leine z.B..
Bin aber auch nicht sehr ergeizig und muß meinen Hund nicht "vorführen".

Gruß Pafil

P.S. solls ja nicht geben die Hunde die auf diesen Übungsüplätzen laufen wie ne 1, und im Leben nur Streß machen.

Labbirüpelchen
09.03.2007, 13:02
Aber ich hab ja auch kein Hund der eine Schutzhundausbildung braucht.


...mag ja fürn Schutzhund der beste Ausbilder der Welt sein....

Ähm...sorry, wenn ich das jetzt so schreiben muss, aber WARUM denken immer noch so viele, dass man Schutzhunde mit Starkzwangmitteln ausbilden muss????? Wir sind doch immerhin schon im 21. Jahrhundert angekommen!!

Pafil
09.03.2007, 13:47
Tja,

da hast Du recht,da kenn ich mich nicht aus mit der Schutzhundeausbildung,da hab ich noch nicht viel dazu gesehn und dazu sollte ich natürlich auch nix dazusagen.:floet:

Ich finde man kann doch so einen Trainer egal wer nicht an einer Show,aber auch die hab ich nicht gesehn,festmachen .In dieser Show sieht man doch nur ein Ziel und nie den Weg.....da hinterfrag ich dann halt schon...was macht der mit dem Tier,bis das soooo klappt.

Und da find ich Erfahrungsberichte = Menschen die dort warn in der Schweiz...und nicht auf irgendeinem Rummel schon was Wert.Aber auch das liegt ja an jedem selber,ob er mit Klicker,oder Wäscheleine oder Bindfaden arbeitet.....ich kenn zich Hunde die nie in einer Hundeschule warn nie was von Unterordnung gesehn haben...und die sind Klasse...und die Besitzer laufen gelassen und friedlich ...ohne Stechschritt....da wärs mir dann egal ob mein Hund schräg absitz..............

Grüßle Pafil

tin-1-
13.05.2007, 09:45
Hallo,

hier mal meine Erfahrungen mit Hans Schlegel...

Ich habe zwei Hunde. Einen Schäfer-Mix, Rüde, 6 Jahre und total änstlich, und eine Schäferhündin , 2 Jahre, eher aggressiv...
Beide also verhaltensauffällig... Beide habe ich erst übernommen, als das Kind schon in den Brunnen gefallen war.

Als erstes fuhr ich zu einem Seminar, von Hans Schlegel, nach Hannover zusammen mit der Hündin.
Meine Hündin ist nicht nur aggressiv ( Mensch und Tier ), sondern auch sehr unruhig, viel zu hoch im Trieb...
Ich habe Hans nichts erzählt über sie. Wollte ja nichts beeinflussen.
Das erste was er sagte: Stachler ab. Dann an die Leine ( an eine 10 Meter Leine, keine Schlinge oder so... ). Er führte sie und sie wurde ruhig, sehr ruhig. Nicht die geringsten Anzeichen von Gewalt oder Drill.
Ich habe geweint, weil ich sehen konnte, meine Hüdin fühlt sich sicher, sehr wohl und endlich verstanden...

Hinter her sagte er mir, was ich mir schon selbst gedacht habe... Zu hart und falsch für den Schutzdienst gearbeitet worden, nur um sie möglichst gut und schnell zu verkaufen.
Das kann ich mir gut vorstellen, denn ich holte sie von einem Züchter, als sie ein Jahr war. Der bekam sie mit 7 Monaten zurück und seine Worte waren: Die kannte ja nicht mal eine Beisswurst... Hab sie erst mal in Trieb gebracht!
SUPER!!!

Nun ja, ich habe sie nun nach Hans Anleitung gearbeitet.. Nur ruhiges Sitzen und ganz viel Liebe.
Ich sollte sie nicht mehr als Sporthund arbeiten. Für etwa ein halbes Jahr.
Es klappt, sie wird ruhiger.

Nun zu meinem Rüden:

Der Rüde kam zu mir, als er drei Jahre alt war. Er ist bei mir in vierter! Hand.
Im Haus verzog er sich gleich immer auf seinen Platz, Draußen, immer weg von mir. Solange die Leine reichte.
Das wurde besser. Männer waren und sind immer noch Angstfaktor Nummer 1 für ihn.
Ihr dürft mich nicht falsch verstehen. Nach drei Jahre, ist es wirklich wesentlich besser geworden, sonst würde ich mir auch Gedanken machen.
Mit ihm ging ich zu einem Seminar von Hans, welches er hier in Hamburg, bei uns im Verein, machte.
Und ihr dürft mir glauben, ich wäre nie mit dem Rüden zu Hans gegangen, wenn die Schauermärchen über ihn stimmen würden.
Hans hat sich meinem Rüden gegenüber sehr fair verhalten. Er hat in mit Respekt behandelt. Nie in einer Situation überfordert. Der Rüde dankte es ihm auf seine eigene Art... Er ging innerhalb kürzester Zeit zu ihm, ließ sich streicheln...
Das war einfach wieder ein tolles Erlebnis.
Auch für den Rüden gab er mir Tipps, wie es noch besser werden kann.

Sehr lange Geschichte, aber ich wollte damit auch etwas sagen...
Bitte, schaut euch selbst an, was bei solchen Seminaren von Hans passiert.
Macht euch eure eigene Meinung.
In Berichten im Fernsehen werden solche Szenen stets zerrissen. Das heißt, keiner weiß und kennt den Zusammenhang.
Alles wird längst nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Ich werde mit meiner Hündin an den nächsten Seminaren, die wieder bei uns im September, in Hamburg statt finden werden, teilnehmen...

Liebe Grüße

Kerstin

zipfelhut
13.05.2007, 14:43
Huhu!
Ich habe mir so eine "Stars auf vier Pfoten"-Show angesehen und muß sagen, daß man davon nicht zuviel erwarten sollte/darf. Eines vorweg: Hans Schlegel hat sehr viel Sachverstand, aber auch sehr viel Sendungsbewußtsein und so gibt es am Anfang der Show einen Einführungsmonolog von ihm, während die Arena noch dunkel ist und er schwafelt aus dem Off so halb esoterisch umher...
Der Großteil des Abends besteht (verständlicherweise) aus reinen Show-Acts, es gibt ne Welpengruppe beim Rumhoppeln, Dogdancing, Frisbee, Agility, alles sehr beeindruckend, kann man aber beim Vereinsfest des örtlichen Hundesportvereins preiswerter und tiefgründiger angucken, und eben Hans Schlegel. Dabei zeigt er natürlich nicht wie man dahin kommt, wo er mit seinen Hunden steht, sonst wäre es ja ein Seminar. Zuerst zeigen zwei seiner Schüler eine sehr saubere Grundausbildung, und er gibt Erklärungen dazu. Im weiteren Verlauf zeigt ein Schüler noch Longiertraining, Schlegel labert mit dem unsäglichen Moderator bei einem Kaffeekränzchen und es wird ein Einsatz eines Polizeihundes simuliert. Das ist der einzige Teil, bei dem Schlegel selbst etwas mit einem Hund zeigt. Der Hund reagiert auf ihn in hoher Dienstbereitschaft ohne Furcht, und arbeitet präzise wie ein schweizer Uhrwerk. Alles in allem recht interessant , aber Preis und Leistung stehen für mich in keinem Verhältnis, so ne Karte kostete glaub ich 35,-€ Euro...Für zwei Stunden Kinkerlitzchen und im Wesentlichen eben doch eher Schlegel-Sebstbeweihräucherung fand ich das absolut überzogen, Schlegel dient als Zugpferd für diese Shows und ohne ihn könnte mans komplett weglassen. Mit ihm isses aber halt auch nicht sehr ergiebig. Naja, ich hab ihn halt mal live gesehen und kann nu mitreden...
Franzi

bissiger Hund
14.05.2007, 04:54
Hallo tin-1-,

herzlich willkommen im Boot von Hans schlegel.

Endlich mal wieder jemand der weiß wo es lang geht.

Grüße vom bisschen Hund

Pafil
14.05.2007, 08:57
Hi,

vielleicht habs ich ja überhaupt nicht verstanden...die Methode in der Schweiz...


Unsern Hund war in der Schweiz....kann mir jemand verklickern...was das bringt..

asußer einen noch unsichern hund....geb ja zu bin blutiger Anfänger...

Unser hund wurde an einen Pfosten gebunden und mit leeren Dosen (ca.5 St im Bündel) bedrängt .....erklärt mir einer was das soll...


mag ja sein ,dass das rcihtig ist umeinen Hund kennenzulernen ich verstehs halt net..............

Gruß Pafil

tin-1-
14.05.2007, 11:03
@Pafil

Hallo,

ich denke damit wurde nur bezweckt, Dir zu zeigen, wie sich Dein Hund in Stresssituationen zeigt.
Ein Familienhund oder Begleithund sollte auch solche Lautstärken und Bedrängungen gut meistern können.

60 % der Aubildung bei Hans Schlegel bestehen aus dem ruhigen sitzen. Das heißt ruhig sitzen in jeder! Situation.

Bei meiner Hündin arbeite ich am ruhigen Sitz mit Menschen und Hund. Mit meinem Rüden in Verbindung mit Menschen.

Beide Hunde sind Sporthunde, laufen bzw sollen Prüfungen laufen.

Aber in erster Linie sind es Familienhunde.
Ich habe zwei Kinder. Eins davon sitzt noch in der Karre.
Das heißt für mich, ich sollte mich in jeder Hinsicht darauf verlassen können, dass meine Hunde cool auf andere Hunde, Menschen, laute Geräusche und was auch immer im Alltag, reagieren.

Folglich müssen meine Hunde mir vertrauen, und ich ihnen.
Mein Rüde reagiert heftig bei den Klapperdosen. Er geht nach hinten, versucht zu fliehen.
Nun stell Dir bitte mal vor, ich bin mit Hund und Kindern unterwegs. Es knallt, mein Rüde springt vor und zurück, versucht sich von mir zu lösen, nur um diesen Geräusch zu entgehen.
Der würde mich sogar hinter sich her ziehen, nur um weg zu kommen. Auch über Straßen...
Meine Kinder sind ja nun aber auch noch da. Da ist es schwer, sich so auf seinen Hund zu konzentrieren...

Mir zeigt es also, dass ich noch intensiver daran arbeiten muss. Mein Rüde vertraut mir nicht, also kann auch ich ihm nicht vertrauen.
Ich muss also diese Situation immer wieder hervor rufen, um meinem Rüden im ruhigen sitzen zu vermitteln: Bleib bei mir, denn da geht es dir gut. Hier bist du sicher!

Wenn Dein Hund nun reagiert hat, weißt Du, Du musst daran arbeiten.
Natürlich beginnt man das ganz langsam.
Nun weißt Du ja, das der Hund reagiert. Jetzt kannst Du ruhig beginnen und den Hund langsam auf das vorbereiten, was da noch kommt...

Liebe Grüße
Kerstin

rumo
14.05.2007, 13:27
Hallo Pflunzi,

bei Hans Schlegel stellt sich eigentlich nicht die Frage nach seiner Kompetenz: Das, was er macht, macht er gut, seine Methode, seine Hunde funktionieren.
Das ist nicht der Punkt. Die Frage ist vielmehr: will ich das?
Wer einen perfekt dressierten, funktionierenden Hund will, der bei der Polizei als biomechanische Waffe eingesetzt werden kann und sich eben auch für solche Show-Einlagen wie "Stars auf vier Pfoten" eignet, der kann nach der Schlegel-Methode arbeiten und hat ganz gute Erfolgsaussichten.
Wer ein Haustier mit eigenem Charakter, eigenen Ideen und eigenem Willen haben möchte, ist bei Herrn Schlegel falsch.
Ich habe seit 12 Jahren beruflich mit sehr vielen, verschiedenen, oft verhaltensauffälligen oder verhaltensgestörten und teilweise auch gefährlichen Hunden zu tun. Das hat aber meine Liebe zu diesen großartigen Tieren nur verfestigt. Und daher kommt für mich das Arbeiten nach der Methode von Hans Schlegel nicht in Frage.

Pafil
14.05.2007, 15:16
Hi Tin-1-,

er mußte an dem Pfosten nicht ins Sitz sollte ihn nur festbinden.

Ich dachte nur so für mich diese Geräuschquellen war ja nicht nur die Schepperdosen,nicht nur ne kl.Coladose sondern große Dosen im Gebinde.Dieses Geräusch war selbst mir in den Ohren zuviel.Die großen Klapphölzer warn dann etwas leiser war aber schon beeindruckend warn ja immerhin 1/2 Meter lang.

Tja der Hund war 8 Monate alt und wie so oft fehlt es an der Sozialisation.Als er nach diesem Check vom Platz kam hat ein rascheln im Schotter gereicht der Hund war am Ende.Ich schäme mich heftig aber außer,dass ich sah,wie wenig er beslatbar war konnte ich ekinen Sinn drin erkennen.
Irgendwie dachte ich so Schreckmomente fangen die ruhig.

Gruß Pafil

Sydney1
14.05.2007, 15:45
Hallo Pafil,

wie grausam ist der denn? Ich meine der Hund ob sozialisiert oder nicht war acht Monate alt... wie auch beim Menschen bekannt kommen auch die Hunde vor der Rüpelphase in die fremdel und Angst Phase und denn das. Hast du es wieder in den Griff bekommen? Ich meine das war ja nun auch ein Vertraunsbruch - du bindest ihn an, bist noch im Sichtfeld und denn das!

Ich glaube mich hätte man wegen Körperverletzung da raus getragen?!

Lieben Gruß und Knuddler an dein Wuff
Gina & Co

Sydney1
14.05.2007, 15:51
ps. Habe vergessen zu antworten auf : Was das soll .

Ich vermute er beschafft sich so potenzielle Neukuden, ohne verstöhrte Hunde auch keine Arbeit für ihn.

tin-1-
14.05.2007, 16:48
@Sydney1

ich glaube nicht, dass Hans Schlegel so etwas macht, um sich Neukunden zu beschaffen.
Er hat einen so großen Kundenstamm und er bildet auch immer noch Hunde für andere Länder aus.
Die Leute kommen zu ihm. Nicht anders herum.
Die Seminare in Deutschland finden statt, weil die Nachfrage so groß ist.
Das kann ich beurteilen, da ich für seine Seminare in Hamburg, viel organisatorische Dinge übernehme.
Unter anderem nehme ich auch Anmeldungen an.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass diese Situation unbegründet statt gefunden hat. Nicht ohne Erklärung von ihm.

In jedem Seminar gab es zu allem was er tat eine Erklärung, die meiner Meinung nach, auch sehr sinnig waren und immer noch sind!

Wir Menschen neigen nun mal dazu, Hunde zu vermenschlichen.
Und wenn Emotionen von Menschen ins Spiel kommen, kann das schon mal mit Tränen oder Unverständnis enden.
Vielleicht kommen auch andere Aktionen von Hans Schlegel sehr hart rüber, wären aber in der Hundewelt gar nicht hart...

Wie gesagt, ich bin begeistert. Finde es aber auch total in Ordnung, wenn jemand nicht damit klar kommt.

Ich gehöre nicht in eine Schublade... Weder in die harte noch in die Wattebäuschenfraktion :-)

Und wenn man Hans Schlegel bei der Arbeit sieht, zuhört und darüber nachdenkt, wird merken: Er ist ein Mensch, der genau durch die Mitte geht.
Ausbildung mit Herz und Verstand. So hart wie nötig soviel Liebe wie möglich. Das ist sein Leitspruch. Bis jetzt habe ich ihn auch nur danach arbeiten sehen...

Meine Meinung... Ansonsten noch nen schönen Tag...

Kerstin

sunnysan
14.05.2007, 17:20
Ich sehe das genauso wie rumo.
In einem Fernsehbeitrag über H. Schlegel habe ich gesehen, wie er einem amerikanischen Schäferhundbesitzer (original aus Deutschland eingeflogen) geraten hat, den Hund einschläfern zu lassen, weil sein Wille nicht zu brechen war und der Hundebesitzer sich eben einen Hundecomputer vorgestellt hat und kein Tier mit eigenem Charakter :-(0) :b

absinth
14.05.2007, 17:54
@ Sunnysan
Wenn das der Bericht war den ich mal vor ewigen Zeiten gesehen habe, dann war der Hund aber auch extrem aggressiv. Wessen schuld das war sei mal dahin gestellt. Aber ob ein einsames Leben im Zwinger immer soviel humaner ist, ich weiß es nicht...
Mein Onkel hat auch einen Hund, den alle Trainer aufgegeben haben. Man weiß halt nie wann sie beißt, mein Onkel hat selbst Angst vor der Hündin. Ist nicht so schön :(

sunnysan
14.05.2007, 18:13
Hallo absinth, ich fand den Hund in dem Bericht ängstlich und eingeschüchtert. Schlegel ist mit ihm 1 oder 2 Stunden im Kreis in einem Raum gelaufen und hat sehr laut Befehle gegeben und am Halsband gerissen. Der Hund war daraufhin nur verstört.
Der Hundebesitzer hat bestimmt vorher sein Übriges getan. So kann natürlich ein unkontrollierter Angstbeißer entstehen.
Hunde sind oft "unbrauchbar", weil sie nicht genug Aggressivität zeigen. Aber deswegen muss man sie doch nicht einschläfern lassen.

Egal. Für Polizeihunde mag seine Methode ja ganz brauchbar sein, für den Hausgebrauch finde ich sie übertrieben.

Sydney1
14.05.2007, 20:04
Hallo Tin -1- ,

Welche Arbeit er sonst leistet und was er macht habe ich erst jetzt und hier erfahren ... kenne den Herrn Schlegel nicht und kann es damit auch nicht beurteilen doch was Pafil dort beschreibt ist für mich nicht zu erklähren, da gibt es keinerlei Gründe für ! Auch wenn ich diese Wesensteste im Fernseberichten beobachte wie die Hunde mit plärrenden Kinderwagen in die Ecke gedrängt (sogar angeschoben werden) und direckt vor der Nase aufspringende Regenschirme attakiert werden ... dafür gibt es für mich keine Erklährung denn war der Hund bis jetzt wesensfest ist das sicher nicht mehr so und schon garnicht bei einem jungen Hund wo sich alles noch doppelt und dreifach so stark einprägt als wie bei einem fertigen und erwachsenen Hund.

Also interessieren würde der Hans Schlegel schon, habe mich eben nur zu dem was Pafil schrieb geäußert weil es mir echt sehr nahe ging und leid tut was da passiert ist.

Lieben Gruß
Gina & Co

tin-1-
14.05.2007, 21:02
Liebe Sydney1,

manchmal glaube ich, übertreiben manche Leute es auch.
Vielleicht kam es Pafil auch so schlimm vor, weil ihr Hund nicht wie erwartet reagierte.

Mit dem eigenen Hund empfindet man ja auch sensibel.
Ich denke, es kam vielleicht seltsam rüber...

Wenn man an die Wesenstests in Hamburg denkt ( wie von Gesetz vorgeschrieben ) wird einem schlecht. Da hast Du recht. Hans Schlegel denkt da ähnlich über diesen Test.

Naja, wie dem auch sei. Man sollte sich immer selbst einen Eindruck verschaffen. Egal was andere sagen... Ob das Erlebte nun positiv oder negativ war...

Wie gesagt, Hans Schlegel hat meinen ängstlichen Rüden mit Respekt behandelt und war sehr liebevoll zu ihm...


Liebe Grüße

Kerstin

Pafil
15.05.2007, 08:09
Hi,

vorab nochzusagen ich hab die Schlegeltrainerin kennengelrnt nicht Urs Schl. persölnlich und an der Kasse den Bruder.


Kann schon sein,dass ich das persönlich natürlich härter sah war ja unser Hund.
Ich hab mich bemüht das ganze ohne meine Emotionen zu beschreiben.

Aber nachdem wir die ersten 10 min. zeigen mußten was der Hund an der Leine kann, Unterordnungsmäßig (war auch okay, außer Sitz aus dem Laufen raus da ging er mit war aber bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht eingeübt).

Sorry als es hieß an den Pfosten binden dachte ich auch mit nix dran was jetzt kommen könnte.Ich band ihn an ging weg und ließ mich überraschen.................. .ich dachte die Wissen doch was sie tun ....und wurde bedrängt er ging zurück solange die Leine mitmachte und dann ging er bellend nach vorn...was er gemacht hätte kein Plan die Traierin stand ja im Sicherheitsabstand....
Ne Empfehlung gabs schon...Mir wurde ein Metallhalsband verkauft...und ich sollte eine Wochen auf dem Hausberg verbringen sonst wird des ein Angstbeisser....
Da wir zu Zweit mit dem Hund unterwegs sind sollten wir es zuzweitmachen wäre so an 2500 Euro gewesen...ich war nach diesem Ausflug mehr als verunsichert und hab mich nie wieder gemeldet ein paar CD hab ich noch zugeschickt bekommen.
Ich hoffe ich bin sachlich geblieben, mich häts halt intressiert wie sich ein guter Junge am Pfosten hät verhalten müßen

DFanke Euch

tin-1-
15.05.2007, 10:21
Liebe Pafil,

nun, ich denke Dein Hund hätte da ruhig bleiben sollen.
Fakt ist nun mal, er ist nicht ruhig geblieben.

Siehe doch darin: Mein Hund ist in einer extrem Situation nicht ruhig geblieben, okay!
Nun weiß ich, woran ich arbeiten kann. Egal wie alt mein Hund ist, dass werde ich ändern.

Mal ganz ehrlich, Dein Hund wird das nie mit Dir in Verbindung bringen, denn Du warst ja nicht dicht bei ihm.
Diese Angst davor, mein Hund vertraut mir deswegen nicht mehr, ist meiner Meinung nach unbegründet.

Weißt Du, ich denke immer nur daran, was alles passieren könnte, wenn Du Deinen Hund zB. vor Aldi anbindest.
Es gibt immer irgendwelche Leute, die da vorbei gehen. Es kann doch sein, dass durch eine ganz dumme Situation, es sehr laut wird, Deine Hund geht erst zurück, dann vor.
Und wie Du selbst sagtest: Ich weiß nicht was er dann gemacht hätte.

Oder Kinder! Lass mal ein Kind vor Deinem Hund rum toben. Dann hat es vielleicht noch etwas lautes zum spielen in der Hand.
Dein Hund ist vielleicht schon gereitzt, duch das spielen von voher.
Nun fällt das Kind hin vor Deinem Hund, und das Spielzeug knallt laut auf den Boden.
Was dann??? Weißt Du auch nicht, wie Dein Hund reagiert???

Verstehst Du? Ich denke, einen Hund zu führen ist, wie man eigentlich Auto fahren sollte.
Vorrausschauend!
Der Mensch steht immer vor dem Hund!

Nun halte Dich doch bitte nicht an dem passierten fest, sondern denke noch einmal darüber nach und sage Dir selbst, ich will, dass mein Hund sicher in der Umwelt laufen kann.
Damit nimmst Du nicht nur die Gefahren für die Umwelt sondern, machst Deinem Hund locker und gibst ihm vertrauen.

Wenn Du diese Situation immer wieder ruhig erarbeitest, wirst Du eine Veränderung sehen.

Und glaube mir, ich weiß was ich da sage.
Meine Hündin ist nach vorn gegangen...
Ich will das nicht mehr. Also trainiern und weiter gehts.
Und wenn jetzt ein Mann an mir vorbei geht, bleibe ich stehen, lasse die Hündin sitzen, Leine locker. und nichts passiert.
Was meinst Du wie es danach in mir aussieht. Ich könnte Saltos schlagen, vor Freude natürlich.

Mich interessiert nicht mehr, was mal war und was meine Hunde durch gemacht haben. Mich interessiert nur noch was ist und wo ich mal mit meinen Hunden hin will.

Ich liebe meine Hunde, aber es sind immer noch Hunde!
Früher habe ich das Verhalten meines Rüden immer entschuldigt. Ja der wurde mal geschlagen, dewegen springt der an der Leine immer hin und her und zieht mich durch die Landschaft, sobald ein Mensch hinter uns läuft.
Nun muss ich meinem Hund Sicherheit vermitteln. Er ist nur bei mir sicher, nichts kann ihm passieren.
Jetzt werde ich mit meinem Rüden in eine Fussgängerpassage gehen.
Da könnte man sagen: Och der arme Hund, hat ja soviel Angst.
Natürlich sehe ich das auch und ich denke schön finden ist etwas anderes, aber da müssen mein Kleiner und ich durch.
Nur wenn ich ihm zeige, kann er lernen. Was bringt es mir, solche Situationen zu meiden?
Der Hund ist mein Begleiter, aber er muss trotz allem in meiner Hand stehen...

Liebe Grüße

Kerstin

Juni
15.05.2007, 17:22
Hallo zusammen,

für mich ist JEDER Trainer, der einem Hundebesitzer nicht VORHER sagt, was er mit dem Hund zu tun gedenkt, ein Problem. Ich brauche weder Vorführ- noch Showeffekte rund um meinen Hund und würde persönlich NIE ohne Rückfrage eine diesbezügliche Anweisung eines Trainers (mag er heißen, wie er will) ausführen. Die Verantwortung für meinen Hund bleibt immer bei mir.

Schöne Grüße,
Juni

tin-1-
15.05.2007, 18:46
Hallo,

mal ganz ehrlich.
Was hätte es geändert, wenn sie gewusst hätte, was da passieren soll?
Sie stand doch nicht bei dem Hund.
Der Hund hätte, trotz dem Wissen was kommt, so reagiert

Hätte sie das voher abgesprochen, wäre doch nichts anders gelaufen.
Warscheinlich hätte der Hund noch heftiger reagiert, weil sie sich vielleicht schon unbewusst sicher war, was er tun würde. Aktion=Reaktion!
Meiner Meinung ist es nicht gut, immer alles voher zu wissen.
Wenn ich denke, meine Hündin springt gleich nach vorne, wird sie es tun.
Das vermittel ich ihr schon voher!

Hätte sie diese Übung verneint, hätte sie nie, oder erst wenns vielleicht zu spät gewesen wäre, gesehen wie ihr Hund reagiert.

Sie sollte das Beste daraus machen.

Juni
15.05.2007, 19:49
Hallo tin,

ich kann dir versichern, dass jeder Trainer, der etwas von Hunden versteht, JEDEN Hund zu einer solchen Reaktion bringen kann. Das hat keinerlei wirklichen Nutzen und dient lediglich dazu, den Hundebesitzer in Angst zu versetzen, weil er glaubt, er habe einen gefährlichen Hund. Das Ganze ist nichts anderes als eine billige Methode, Kunden von der Notwendigkeit einer entsprechenden Therapie zu überzeugen und in höchstem Maße unseriös.

Nichtsdestotrotz arbeiten viele Trainer genau mit diesem Effekt - aus eben so simplen wie fatalen Gründen: Es bringt Erfolg. Dass es für den betreffenden Hund absoluter Bockmist ist und zudem NICHTS, aber auch GAR NICHTS über das tatsächliche Alltagsverhalten eines Hundes aussagt, ist den Leuten dabei schnuppe.

Wenn ich als Trainerin einem Hundebesitzer die potentielle Reaktion seines Hundes auf eine bestimmte Situation zeigen möchte, dann nenne ich ihm
1. den Grund für diese Übung
2. die möglichen zu erwartenden Reaktionen des Hundes
3. die Methode, mit der ich diese Reaktionen provozieren will.
Auf Grund dieser Informationen kann der Besitzer entscheiden, ob er möchte, dass ich dies mit SEINEM Hund tue. Alles andere ist nach meiner Überzeugung weder seriös noch in irgend einer Weise gerechtfertigt. Wer bin ich, dass ich als Fremder ungefragt einen fremden Hund in einen Zustand von Angst und/ oder Aggression versetze? Zumal ich damit Folgezustände auslösen kann, mit denen ein Hundebesitzer nicht mehr klar kommt - und sei es "nur", dass er das Vertraúen in seinen Hund verliert, weil er plötzlich unvorbereitet und völlig aus dem Zusammenhang gerissen eine unerwartete Reaktion erleben muss.

Effekthascherei und Show sind leider bei vielen (durchaus bekannten) Trainern ein probates Mittel, ihre Methoden zu verkaufen. Durchaus erfolgreich (was das Marketing betrifft), aber keinesfalls korrekt.

Schöne Grüße,
Juni

rumo
15.05.2007, 20:10
Hallo Juni,

ich stimme da mit Dir überein. Effekthascherei und Show hat bei einem seriösen Hundetrainer nichts zu suchen. Der Kunde kommt ja nicht, um über den dollen Trainer zu staunen. Er kommt, weil er ein Problem mit seinem Haustier hat und dieses Problem lösen möchte.
Und weil die meisten Hundehalter glücklicherweise ihre Tiere gern haben, möchten sie in der Regel auch nicht, dass der Trainer Bello und Wuffi in Angst und Schrecken versetzt, nur um hinterher zu zeigen dass er (der Trainer) auch mit einem Panik-Köter zurechtkommt (der Panik-Köter hat dann aber seltsamerweise immer einen Maulkorb an oder ist sonstwie gesichert...)

Und was das Anbinden vor´m Aldi angeht: Ich würde nie ein mir anvertrautes Tier auf offener Straße allein lassen. Wer weiß, was da für Spinner vorbeikommen? Hundi liegt brav angeleint vor dem Laden, und ein sich für besonder witzig haltender Hundehasser zieht ihm mit dem Regenschirm eins über? Oder ein albernes Kind wirft eine volle Cola-Dose nach Bello? Und ich komme aus dem Laden und habe plötzlich und "unerklärlicherweise" einen Hund, der Angst vor Schirmen oder Kindern hat?

Ganz recht, Tin-1: Der Mensch steht immer vor dem Hund. Um ihn zu schützen!
Und wenn ich meinen Hund nicht gut genug kenne, ihn nicht genug mag oder achte, um ihm zu erlauben, sich aus der unmittelbaren Nähe von spielenden Kindern zu entfernen, wenn er davon genervt ist...

LG Rumo

tin-1-
15.05.2007, 20:32
Hallo Juni,

hmm, mag sein, dass es manchmal so ist.
Jedoch bin ich der Meinung, dass ein gut ausgebildeter Hund ( auch oder besser gerade ein Familienhund ) Bedrägungen und laute Geräusche ertragen können muss.
Gerade in der heutigen Zeit, wo es soviel Hundehasser gibt, sollte man bedacht an diese Angelegenheit gehen.
Woher weiß ich, wie mein Hund in solchen Situationen reagiert, wenn es nie probiert wird.
Ich teste meine Hunde lieber, bevor irgendwann einmal einem Kind das halbe Gesicht fehlt.

Das war jetzt mal krass formuliert, aber ich denke so.
Egal, was ein Kind macht, der Hund muss es ertragen können.
Natürlich, Kinder nie unbeobachtet lassen, aber wenn gerade mal nicht hingeguckt wird und etwas passiert, was dann?

Ich selbst habe erst ein ruhiges Gewissen, wenn ich zumindest solche Situationen trainiert habe.

Natürlich weiß ich, dass Hunde immer noch domestizierte Raubtiere sind, und sowas trotz allem passieren kann.

Man darf nicht vergessen, dass zu der Art der Ausbildung einfach noch viel mehr gehört.

Das alles hier im Detail zu beschreiben, würde den Rahmen sprengen!

So, nun noch mal zu Hans Schlegel!

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass es keine Erklärungen gab.
Bei den Seminaren wurde bis jetzt immer Theorie voher, und Praxis danach gemacht. Vor jeder Übung wurde darüber gesprochen, was nun gleich kommt und warum das wichtig ist.
Man kann jederzeit Fragen stellen, die auch immer gleich prompt beantwortet werden.

Ich gehe zu diesen Seminaren, um zu lernen. Ich weiß vorher, dass es sein könnte, dass mein Hund Verhaltensmuster zeigen kann, die er noch nie gezeigt hat. Ob nun gute oder schlechte.
Das es nicht nur Theorie gibt, ist mir klar. Ohne Praxis, sehe ich da auch keinen Sinn drin.
Wenn ich mal für einen Teil der Übung zu doof bin, ich hoffe das kommt seltener vor ;-) , bin ich froh, der Trainer nimmt den Hund und zeigt es mir.

Dann mal zu der Sache mit dem Vertrauen... Wenn man mal ehrlich ist, gehen die Menschen mit ihren Hunden erst zu Hundeschulen und Co, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, oder?
Das heißt für mich, da ist schon eine Menge passiert bzw schief gelaufen.
Wenn man ( Trainer ) dann Fehlverhalten aufzeigt, heißt es oft, das es die Schuld des Trainers sei.
Meistens ist dies aber die Reaktion von einer falschen Ausbildung, die schon vorher statt gefunden hat.

Naja, ich denke immer noch, dass man sich das selbst ansehen muss. Da hilft auch nicht nur DVD gucken oder von Meinungen anderer ausgehen zu können.


Liebe Grüße

Kerstin

tin-1-
15.05.2007, 20:46
@Rumo

Genau, man kann keine Hunde vorm Aldi lassen, weil es so viele Hundehasser gibt. Und warum gibt es sie?
Die meisten Hundehasser sind es, weil sie mindestens einmal im Leben eine schlechte Erfahrung mit Hunden gemacht haben. Oder weil viele die Scheiße der Tiere nicht entsorgt haben.
Alles Fehlverhalten von ganz tollen Hundeführern.
Wenn mir ein Jogger entgegen kommt und ich rufe meinen Hund zurück, der auf einmaligen rufen sofort kommt, dankt es mir der Jogger und sagt vielleicht: Wow der hört aber super!


Wie schon beschrieben, kann man nicht immer und in jeder Situation aufpassen.
Ich weiß das, habe selbst zwei Kinder.
Gerade der Kleine, der noch nicht versteht, dass man Hund nicht einfach so anfässt, ist schnell mal verschwunden.
Dann würde ich ihn suchen, und er ist vielleicht gerade bei einem Hund, der da frei rumläuft. Mein Kind versteht aber Körpersprache und Co des Hundes nicht. Kind macht aber weiter... Der Hund beisst also zu!
Dem Kind kann man da wohl schlecht die Schuld geben.
Dem Hund schon. Der versteht die Körpersprache und kann sehr wohl Unterschiede machen.
Wenn einer meiner Hunde, ein Kind nur anfänglich bedrohen würde, müsste ich mir sofort gedanken machen!
Wenn ein Hund erst einmal ein Kind gebissen hat, gibt es keine Hemmschwelle mehr für den Hund. Das heißt, er würde es warscheinlich immer wieder daruf ankommen lassen, SUPER!


Damit meine ich, der Mensch steht immer vor dem Hund
Ich scheiß doch auf den Hund, so sehr ich ihn auch liebe, wenn mein Kind in Gefahr ist!

Liebe Grüße

Kerstin

Hovi
15.05.2007, 21:00
Egal, was ein Kind macht, der Hund muss es ertragen können.


Hallo Kerstin,

das ist nicht Dein Ernst, oder?

Ich werde den Teufel tun und fremde Kinder auf den Nerven meines Hundes herumtrampeln lassen!

Wenn mein Hund mich an Örtlichkeiten begleitet, wo ich mit ungezogenen Kindern rechnen muß, bekommt er einen Maulkorb auf. Gleichzeitig sorge ich aber dafür, daß kein Kind meinen Hund belästigt!

Ich sorge dafür, daß von meinen Hunden weder eine Bedrohung noch eine Belästigung für andere Menschen oder Tiere ausgeht.

Ich erwarte im Gegenzug von Eltern, daß sie ihre Kinder zur Räson bringen können und ich ebenfalls in Ruhe in einem Biergarten sitzen und einen Kaffee trinken kann. Wenn sie es dann nicht tun, tue ich es!

tin-1-
15.05.2007, 21:32
Liebe Hovi,

ich denke einfach mal das Du weiblich bist ;-)

Nein, ich erwarte von niemanden irgendwas.
Ich meinte damit nur, dass die Situation im Notfall gesichert sein sollte.
Wenn Du Deinem Hund einen Maulkorb umbinden möchtest oder vielleicht musst, ist das doch okay.
Natürlich sollten die Eltern achten.
Nur wäre der Maulkorb für meine Hunde nicht das, was ich für richtig empfinde.
Meine Hunde sollen einfach ruhig sitzen bleiben. Und auch das geht.
Aber dies ist Ansichtssache!
Auch ein klares Wort an das Kind wie: Achtung der Hund beisst! sind ja schon oft sinnvoll.
Ich hoffe einfach nur, dass viel mehr Hundeführer einsehen könnten, dass in erster Linie sie dafür zu sorgen haben, dass es eine gesicherte Situation bleibt

Meinst Du, ich lasse meinen Sohn gerne an fremde Hunde dran?
Nein natürlich nicht, weil ich um das Problem weiß. welches viele Hunde mit Kindern haben.

Liebe Grüße

Kerstin

Hovi
15.05.2007, 21:46
Hallo Kerstin,

Claudia ist ein weiblicher Name, ja ;) .

Ich verwende den Maulkorb aus Überzeugung. Einer meiner Hunde ist nicht "kindersicher", da die wenigen Erfahrungen, die er als Welpe mit Kindern machen mußte, schlecht waren. So schnell kann man als Besitzer u. U. gar nicht reagieren, wie ein nettes, kleines Kind Deinem Hund den Tennisschläger ins Kreuz gedonnert hat, um zu gucken, wie laut der Hund schreien kann.

Da ich weder Müttern noch Kindern in dieser Hinsicht vertraue (in der heutigen Gesellschaft ist IMMER der Hund schuld, wenn etwas passiert. Kein Schwein fragt danach, wie es zu einem Beißunfall kam) beuge ich vor. Meinen Hund stört es nicht, wenn er im Restaurant oder Biergarten das Teil mal für ein, zwei Stunden auf hat, und ich kann entspannt bleiben, OHNE ständig anderer Leute Kinder im Auge behalten zu müssen!

Ehrlich gesagt, finde ich es ziemlich gewagt, zu glauben, man besäße einen Hund, mit dem Kinder "alles" machen können. Begleithund hin oder her, es ist und bleibt ein Hund. Ich vermute mal, die meisten Kinder, denen das halbe Gesicht fehlt, haben Bekanntschaft mit einem "Dashaterjanochniegemacht"-Hund gemacht, der ganz sicher keinen Maulkorb trug.

tin-1-
15.05.2007, 22:10
Hallo Claudia,
sorry, hab Deinen Namen nicht gesehen ;-)

Nein, man kann nicht davon ausgehen, dass der Hund nie beissen würde.
Das würde ich auch nicht tun.
Aber als Hundebezitzer sollte man auch die Körpersprache deuten können und im Notfall eingreifen. In erster Linie bei seinem Hund.
Würde aber einer meiner Hunde jemals nur andeuten, wäre er weg.

Als Hundebesitzer sollte man sein möglichstes tun, sowas zu verhindern.
Das tust Du, und das ist super. Davon können sich viele eine Scheibe abschneiden.

Ich denke es ist alles Einstellungssache.
Ich finde das, was Hans Schlegel von sich gibt, macht Sinn und ist für mich logisch.

Jeder wie er mag.

Liebe Grüße

Kerstin

Juni
15.05.2007, 22:41
Hallo Kerstin,


Egal, was ein Kind macht, der Hund muss es ertragen können.

Ich habe viele Jahre lang Rettungshunde ausgebildet. Ein solcher Hund muss in vielen Situationen extrem gelassen reagieren. Dass er das in allen möglichen trainierten Situationen auch tut, ist normal, ansonsten taugt er nicht als Rettungshund. Dennoch heißt das nicht, dass nicht auch ein solcher Hund in einer für ihn unbekannten und bedrohlichen Situation mit dem Mittel reagiert, das einfach in seinen Genen verankert ist: Aggression.

Daran ändert auch nicht, dass der Hund in 1001 Situation völlig relaxt handelt. Die Situation 1002 kann dennoch diejenige sein, in der er das nicht mehr tut. Nicht weil er schlecht ausgebildet oder gar verhaltensgestört wäre, sondern einfach deswegen, weil er ein Hund ist und keine Maschine.

Ich gehöre durchaus zu den Verfechtern der Meinung, die besagt, dass KEIN Hund eine Gefahr für seine Umgebung sein darf. Ich behaupte aber - ebenso wie Claudia - dass die Verantwortung hierfür immer beim Hundeführer liegt und NIEMALS beim Hund. Und wenn es einen Maulkob braucht, um das in gewissen Situationen sicher zu stellen, dann sorgt eben ein entsprechendes Maulkorbtraining dafür, dass der Hund diesen entspannt trägt. Ein maulkorbtragender Hund ist für mich in den seltensten Fällen ein Anzeichen für das Versagen von Erziehung, sondern primär für das Verantwortungsbewusstsein seines Besitzers. Bedauerlich, dass es immer noch viel zu viele Hundebesitzer gibt, die einen Maulkorb auf ihrem Hund als direkten Eingriff in sein Seelenheil sehen und dafür lieber völlig überzogene Forderungen an die Verhaltenweisen hundeloser Menschen stellen.

Und um zum Thema zurück zu kommen: Ich kann als Trainer 1001 Situation provozieren und Verhaltensweisen aus dem Hund herauskitzeln, die dieser mit 99 prozentiger Wahrscheinlichkeit NIEMALS im Alltag zeigen würde. Und genau das empfinde ich als äußerst fragwürdig, weil es dem naiven Hundebesitzer das Gefühl vermittelt, er hätte Handlungsbedarf in Dingen, die überhaupt keinen erfordern.

Schöne Grüße,
Juni

tin-1-
15.05.2007, 23:08
Liebe Juni,

wenn wir hier von Hunden sprechen, die schon gebissen haben, ist der Maulkorb sicher ein Lösung, aber nicht für mich!
Wenn ein Hund gebissen hat, ist die Hemmschwelle sehr niedrig, was dazu beiträgt, dass der Hund es noch einmal tun würde.
Mit dem Maulkorb ist meiner Meinung nach der Hund nicht davon abgebracht, doch zu beissen, sobald der Maulkorb mal ab sein sollte und der Hund die Möglichkeit hat
Das ist wie als ob ich eine schwere Krankheit habe, bei der ich die Symptome mit Medikamenten nur unterdrücken kann. Deswegen ist die Krankheit immer noch da. Und das böse Ende folgt...

Man sollte doch versuchen, den Hunden zu zeigen, was man nur kann. Wenn es doch zu Situationen kommen sollte, die der Hund nicht kennt, sollte der Hund sich vertrauensvoll an Herrchen oder Frauchen wenden.
Das kann der Hund aber nur leisten, wenn er auch wirklich Vertrauen hat.
Hat er es nicht, hat man in der Grundausbildung seines Hundes doch schon Fehler gemacht. Fehler, die man auch ohne Maulkorb sicherlich wieder raus bekommt.

Wie kann man behaupten, dass der Hund dieses Verhalten niemals im Alltag zeigen wird?
Es sind eben Hunde. Da müsste man doch mit allem rechnen... ;-)

Nein, mal ganz im ernst. Ich verstehe, was Du meinst.
Und ich respektiere Deine Meinung.
Meine Meinung ist halt eine andere.

Es werden einfach von Anfang an zu viele Fehler gemacht. Und die meisten Leute machen sich nicht mal Gedanken darüber. Erst dann wenn es zu spät ist. Das ist sehr traurig.

Liebe Grüße

Kerstin

Juni
15.05.2007, 23:27
Hallo Kerstin,

das mit dem Vertrauen in den Hundebesitzer ist so eine Sache. Jeder hätte gerne, dass sein Hund dieses hat. Und die Mehrzahl aller Hundebesitzer behauptet von seinem Hund, dass dem auch auch so ist. Bullshit :D . Nach meiner Erfahrung haben die meisten Hundebesitzer überhaupt nicht das Zeug dazu, ihrem Hund Vertrauen zu geben, weil sie die einfachsten Dinge nicht beherrschen. Und diese bestehen darin, dem Hund klare Grenzen aufzuzeigen und größtmögliche Konsequenz an den Tag zu legen.

Stattdessen wird gerne mal von der schweren Lebensgeschichte des Hundes gefaselt und jedes Fehlverhalten entschuldigt, wortreich begründet und schön geredet. Woher kommt es wohl, dass erstaunlich viele Hunde Probleme mit Männern haben, deren Besitzerinnen Frauen sind? :D

Insoweit gehen wir vermutlich durchaus d'accord. Aber: Es gibt Hunde, bei denen hat niemand was falsch gemacht und sie sind trotzdem eine potentielle Bedrohung für ihre Umgebung. Ganz einfach deswegen, weil die Genetik eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Und wie schon die Behavouristen bei den Kids lernen mussten, so ist es auch bei Hunden einfach Fakt, dass durch Erziehung zwar vieles aber durchaus nicht alles wettzumachen ist. Und wenn bei einem solchen Hund ein Trainer XY meint, es würde etwas bringen, aus diesem Hund ein Angriffsverhalten zu provozieren, um ihm dann zu zeigen, wo der Hammer hängt, dann ist das nicht nur ein Zeichen von Unfähigkeit seitens des Trainers, sondern auch ziemlich gefährlich für zukünftige Verhaltensweisen.


Mit dem Maulkorb ist meiner Meinung nach der Hund nicht davon abgebracht, doch zu beissen, sobald der Maulkorb mal ab sein sollte und der Hund die Möglichkeit hat.
Darum geht es aber nicht. Es geht einfach darum, Krisenmanagement zu betreiben und die Umgebung zu schützen. Und zwar immer - was eben durchaus bedeuten kann, den Hund nicht ohne Maulkorb bestimmten Situationen auszusetzen. Das finde ich bei weitem verantwortungsbewusster als als Trainer die Behauptung aufzustellen, jedes diesbezügliche Fehlverhalten habe seine Ursache in der Erziehung und sei korrigierbar. Das ist schlicht und ergreifend Ignoranz und Arroganz.

Schöne Grüße,
Juni

Hovi
15.05.2007, 23:42
wenn wir hier von Hunden sprechen, die schon gebissen haben, ist der Maulkorb sicher ein Lösung, aber nicht für mich!

Kerstin, wenn Du einem Hund den Maulkorb dann aufziehst, wenn er bereits gebissen hat, ist es definitiv zu spät! Zu spät für das Opfer nämlich!
Es kann nicht sein, daß ein Hund erst einen "Freibiß" hat, bevor der Besitzer agiert!

Es wird mir im Übrigen immer ein Rätsel bleiben, warum es für manche Hundebesitzer (und auch -trainer) solch ein Problem ist, ihren Hund in ganz bestimmten Situationen (von denen sie wissen, daß mit just diesem Hund etwas passieren könnte) mit Maulkorb zu sichern.



Es geht einfach darum, Krisenmanagement zu betreiben und die Umgebung zu schützen. Und zwar immer - was eben durchaus bedeuten kann, den Hund nicht ohne Maulkorb bestimmten Situationen auszusetzen. Das finde ich bei weitem verantwortungsbewusster als als Trainer die Behauptung aufzustellen, jedes diesbezügliche Fehlverhalten habe seine Ursache in der Erziehung und sei korrigierbar. Das ist schlicht und ergreifend Ignoranz und Arroganz.

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen! :tu:

tin-1-
16.05.2007, 00:20
Nein, sicherlich kann man nicht alles abtrainieren, aber man kann von Anfang an Fehler vermeiden...

Habe mal ein Interview mit Hans Schlegel gelesen...
Zitat:
Sie sprechen von Stauungen. Was staut sich denn da?

Schlegel: Die natürlichen Bewegungstriebe des Hundes stauen sich durch Ausseneinflüsse. Beispiel: Wenn ich mit einem Hund an spielenden Kindern vorbei komme, schaut der Hund dem Ball nach, was bei ihm Spiellust auslöst. Wenn der Hund gleichzeitig Angst hat, getraut er sich nicht mitzuspielen. Das staut die unerwünschten Triebanlagen (unerwünschte Schärfe). Wenn nun plötzlich ein Kind vorbeirennt, taxiert der Hund das als Angriff (Notsituation) und dann kann schnell ein Unfall passieren. Aber noch einmal: Man muss auseinander halten, was ausbildungsbedingt und was zuchtbedingt ist.

Ein schlechtes Wesen kann angeboren sein?

Schlegel: Die Meinungen der Experten gehen auseinander. Ich sage: Wenn ein Welpe ängstlich ist, ist das genetisch bedingt, also klar durch falsche Zuchtwahl angeboren. Durch Erziehung kann man kleinere Wesensschwächen beheben, aber gravierende Mängel können nicht "austraniert" werden. Spätestens nach 18 Lebensmonaten kommen sie wieder negativ und in verstärkter Form zum Vorschein.
80 Prozent haben ihre Hunde nicht im Griff, sagen Sie. Dieses Nicht-Im-Griff-Haben ist bei einem Dackel einfach weniger gefährlich als bei einem Pitbull?

Schlegel: Genau. Ein kleiner Chihuahua entwickelt zwar das gleiche Aggressionspotential wie ein grosser Hund, hat aber dessen physischen Möglichkeiten nicht. Wenn dieser Hund bellt wie verrückt, sagen die Leute: «Schau mal dieses herzige Hündchen, ist der aber frech und lachen!» Dabei verhält er sich nicht anders als ein Pitbull.


Also, manche Leute sollten einfach keine Hunde halten.
Andere sollten sich besser auf ihre Hunde vorbereiten...

Wie ich schon sagte, man kann sicherlich nicht alles trainieren, aber man kann vorbeugen... Das war eigentlich alles.
Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt, aber ich bin immer noch der Meinung, man kann einiges ausbilden, und Ruhe in jeder Situation, ist ein wichtiger Weg dahin. Das wars von mir...

Liebe Grüße

Kerstin

Juni
16.05.2007, 12:59
Hallo Kerstin,


Die natürlichen Bewegungstriebe des Hundes stauen sich durch Ausseneinflüsse...
Das gute alte Triebstaumodell von Herrn Lorenz gilt seit längerem als überholt, weil seine zentrale Annahme nicht beweisbar ist. Weil man damit aber prima bestimmte Trainingsmethoden rechtfertigen kann, ignoriert man aktuelle Forschungsergebnisse einfach :D . Diese Theorie wird übrigens auch im Schutzdienst immer wieder gerne bemüht :D


Wie ich schon sagte, man kann sicherlich nicht alles trainieren, aber man kann vorbeugen...
Da stimme ich dir in der Grundannahme absolut zu. Aber: Vorbeugung ist weder Heilung noch Garantie für Erfolg.

Schöne Grüße,
Juni

Sydney1
16.05.2007, 14:11
Und wie beuge ich vor - indem ich meinen Hund die Sicherheit gebe das ICH diese Situation im griff habe indem ich, wenn ich in der nähe bin die Situation meistere und ich ihn eben draußen nicht unbeaufsichtigt habe (vorm Laden anbinden). Indem ich einschreite wenn ich merke das mein Junghund bedrängt wird, indem ich ihn vertraue (heißt nicht das er ein Robotter sein muß, ich vertraue auf seine Reacktionen und weiß damit unmzugehen) und indem mein Hund/Schützling mir immer und überall vertrauen kann weil ich ihn aus schlechten Situationen raus führe (ihn auch ausweichen lasse).

tin-1-,
nichts anderes als diesen besch... Hamburger Hundetest wurde mit diesen armen 8 Monate alten Hund gemacht!

Meine Hunde brauchten diese Situation nie üben obwohl ich sie ziemlich verstöhrt im alter von 2 und 4 Jahren zu mir nam. Ich hatte schonmal eine sehr gefährliche Situation mit Bundeswehr Joggern die meine Hündin umzingelten (so dass sie nicht da raus kam) und anbellten (buh und wau u.s.w.) meine Hündin stand in der Mitte und drehte sich und bellte verzweifelt. Sie rief mich , und warum rief sie mich ... weil sie wußte das ich sie nicht in stich lasse. Hätte sie nicht auf mich vertraut möchte ich mir nicht ausmahlen was passiert währe (ich hatte zwei Kuvasz - HSH).

Wie ich schon schrieb hätte man mich wohl in dieser Situation in der acht heraus geführt. Ich kann meinen HUnd nur vertrauen wenn er mir vertraut.

Und zu dem : Die natürlichen Bewegungstriebe des Hundes stauen sich durch Ausseneinflüsse...
Ich bin dafürr verantwortlich das sich bei meinen Hund nichts Staut und beuge durch einen ausgelasteten und zufriedenen Hund vor dem das Spiel mit mir mehr bringt als das mit den Kindern. Ich habe meinen Rüden als "Achtung und Vorsicht mit Kindern" vermittelt bekommen, ich wohne in einer kinderreichen Gegend und er war am Anfang Kindern gegenüber sehr unsicher und ich brachte ihn aus jeder kindernahen Begegnung heraus bis ich die Leine lösen konnte und er alleine ausweichen konnte. Das ende vom Lied war, er konnte die Kinder in ruhe kennenlernen und liebte sie nachher so das die mit ihn alles machen konnten (fremde Kinder) ! AuchHunde lernen irgenwann (wenn man sie nicht zwingt und in ruhe kennenlernen läßt) das Kinder Schutzbefohlene sind , das sie im prinziep Welpen sind die noch lernen und das man im Notfall zur Seite hupft (ausweicht). Und hätte mein Rüde es nicht so gelernt und Kinder im entefeckt gemocht hätte er darauf vertrauen können das ich diesen Situationen auf ewig aus den Weg gegangen währe (mit ihn einen großen Bogen um die Kinder gemacht hätte)! Aber das traf weder bei ihn noch bei meiner Hündin die mit großer Angst vor Kindern zu uns kam zu.

Lieben Gruß
Gina & Co

Hovi
16.05.2007, 14:19
Die natürlichen Bewegungstriebe des Hundes stauen sich durch Ausseneinflüsse.

Beim Dustyn staut sich jedenfalls nix.

Und der Bewegungstrieb am allerwenigsten :D ;) .

Sydney1
16.05.2007, 14:29
*lach* bin ich garnicht drüber gefallen Hovi :wd: :D

tin-1-
16.05.2007, 17:16
@Sydney1

also machst Du doch nichts anders als ich...
Oder meinst Du ich führe meine Hunde, nach dem ich geshen habe, wie sie reagieren, einfach an diese Situationen heran?

Ich habe von ruhigen Sitz gesprochen. Wenn der Hund im Wald ruhig sitzt, dann kommt die nächste Sitaution, zB. ein Jogger.
Steht sie auf, gehe ich hin, lasse sie wieder sitzen usw.
Das ruhige Sitz ist nichts anderes als dem Hund zu vermitteln, hier ist alles gut.

Das mit dem Laden war ein Beispiel, an dem man sich nicht Wochen lang hoch ziehen sollte.
Ich für meinen Teil binde meine Hunde nicht an, gerade weil ich weiß, wie sie reagieren.
Das weiß ich aber nur, weil es von mir getestet wurde.

Meine Hunde sind selbst verstört. Doch das ist keine Ausrede.
Egal, was sie durch gemacht haben.

Beispiel... Meine Hündin hätte jeden gebissen, der mir nur zu Nahe gekommen wäre.
Sie wurde falsch im Schutzdienst gearbeitet. Nun habe ich sie bekommen, wie sie ist.
Also aktzeptiere ich sie erst einmal, wie sie ist.
Sie beisst, okay. Nun kommt der nächste Schritt.
Wo bin ich mit ihr, wo will ich hin.
Ich arbeite an mir.
Wenn ich denke, sie beisst, tut sie es. Bleibe ich gelassen, bleibt sie es auch. Ich bin der Rudelführer, dass bedeutet, sie hat nichts zu machen, ich bin verantwortlich.
Wenn mein Hund mich als Rudelführer ansieht, wird nichts mehr passieren.
Das heißt sie muss mir vertrauen.
Würde sie das nicht tun, hätte ich ein Problem mit der Rangordnung.

Ich habe tausend Leute an ihr vorbei gehen lassen. Nichts passiert mehr.
Wenn ich sie frei lasse (los lassen können ), genau das gleiche Bild.

Ich bin mal eine Stunde vor ihr weg gelaufen. Sie DARF mir folgen. Nicht sie muss.
Und es klappt. Der Hund darf meine Nähe suchen.

Erst wenn ich Vertrauensarbeit mit ihr gemacht habe, geht es weiter.

Du hast Deinen Hund ja nun doch an Kinder gelassen.
Hätte genau so gut schief gehen können. Warum hast Du das gemacht?
Weil Du glaubst, dass Dein Hund Dir vertraut? Also nichts anders, als ich es gemacht habe und hätte. Nur der Weg ist ein anderer. Also Dein Hund geht nun an Kinder ran. Und Du lässt es zu. Schön.
Warum hast Du es denn zugelassen? Weil Du innerlich den Wunsch verspürt hast, Deinen Hund dazu zu bringen ruhig in so einer Situation zu bleiben.

Würdest Du wirklich glauben, Du hättest Deinem Hund, Kinder erspart, wenn es nicht funktioniert hätte, liegst Du meiner Meinung falsch.
Denn Du wusstest, dass Dein Hund keine Kinder mag, und hast solange trainiert ( bzw. den Hund immer wieder ausprobieren lassen), bis es funktionierte.
Und ich wette, Du hättest es auch weiter probiert...
Sonst hättest Du nämlich nie damit angefangen


Liebe Grüße

Kerstin

tin-1-
16.05.2007, 17:23
@Hovi

Sind Jagdtrieb und Spieltrieb keine Bewegungstriebe?
Oder spielt Dein Hund nur im sitzen??? :?:

Liebe Grüße

Kerstin

Sydney1
18.05.2007, 14:44
Hallo Kirstin,

nein ich würde nicht glauben ich hätte meinen Hund die Kinder erspart, ich habe meinen Hund jahrelang die Kinder erspart! Ich bin lange Zeit jeden Kind aus den weg gegangen ganz wie es mein Hund wollte und in wie weit es möglich war durch die kinderreiche Gegend.
Du hast recht, wir sind uns garnicht so unähnlich doch hatten unsere Hunde nicht so ganz das gleiche Problem, ich hätte meinen Hund nicht ins sitz befehlen dürfen denn das hätte das Problem nur gefestigt, was auch fatale Folgen gehabt hätte (schon durch diese Rasse). Meine Hündin kam wie schon geschrieben völlig verängstigt bei mir an. Sie unterwarf sich jeden Kind, klemmte ihre Rute unter ihren Bauch und schnappte vor lauter Angst alles was sie berührte. Das Kind konnte auch noch so weit weg gewesen sein , sie schmiß sich zu Boden. Nun wußte ich zum Glück einiges von der Vorbesitzerin die darauf bestand das sich Alina hinlegt sobald sie aus den Zwinger war und ein Kind in der nähe war, später war es den Kindern und auch den Erwachsenen eben nicht mehr möglich an Alina heran zu kommen.
Somit stand es meinen Schnuffs immer frei wie sie reagieren möchten , ich konnte sie kennenlernen und dementsprechend mich darauf einstellen. Zunächst gingen meine Hunde den Kindern aus den Weg (Alina lernte mit viel Geduld und Lob das sie stehen bleiben darf und auch weg gehen darf). Nun ignorierten die beiden die Kinder vollkommen und später beobachteten sie die Kinder aus sicherer Enfernung. Irgendwann kamen die Kinder und ich bat sie doch stehen zu bleiben und den Hund nicht zu beachten und unterhielt mich mit den Kindern darüber was den Hunden passiert ist (wir setzten uns gemeinsam ins Gras^^) bis die Hunde den Arm des Kindes anstupste (fast hochhoben) und nun streichelten die Kinder schon fast unbewußt aber das Eis war gebrochen und die Hunde empfanden es als normal und freuten sich auch über das eine oder andere Kind richtig doll. Es bildeten sich richtige Freundschaften. Das Intresse besand nicht bei mir sondern bei den Kindern die die weißen Hunde immer kennenlernen und streicheln wollten (Magnetismuß^^)
Damit sehe ich es auch nicht als meine Arbeit und meinen Erfolg an, die Hunde durften einfach ganz in ruhe die für sie unberechenbahren Kinder kennenlernen. Meine Arbeit war nur meine Hunde richtig kennenzulernen und ihnen zu vermitteln das sie auch ausweichen und einen anderen Weg als den mit den Kindern gehen dürfen. Grundgehorsam und weiteres erziehen war natürlich selbsverständlich doch gerade diese Situation war damit nicht gelößt bei den selbstbewußten Kuvasz. Gerade in dieser Situation durften meine Hunde selber entscheiden (ob sie von den Fremden gestreichelt werden wollen) denn es ist ihr Körper und ihr Fell gewesen und ich lasse mich auch nicht gerne von fremden Personen antuchen^^. Ich denke aber das dieser Unterschied nur duch den Rassenunterschied kommt, weiß nicht wie ich mit einen anderen Hund da ran gegangen wäre?

Ich wollte nicht auf dein Beispiel mit den vorm Laden anbinden rum hacken , war nicht meine Absicht! Ich reagiere nur immer so empfindlich auf dieses Thema weil ich hier tagtäglich die armen Schnuffs vorm Laden angebunden beobachten muß, ob es nun gießt wie aus Eimern , schneit bis der Hund nen Schneemann ist oder gefriert. Dabei beobachte ich die Nichthundehalter die aus den Fernsehberichten gelernt haben den Hunden in die Augen zu starren und der angebundene Hund aus Furcht oder niederer Reizschwelle den Menschen gegenübertritt. Oder ich beobachte wie mein Nachbar mit seinen Hund los zieht , bis vors Geschäft und zurück und das wars denn ersteinmal für den Tag (das war die große Gassirunde , waren ja auch immerhin 1 1/2 bis 2 Stunden). Usw usf. Also fühle dich nicht angegriffen ! Warst echt nicht gemeint.

Lieben Gruß
Gina und Co

tin-1-
18.05.2007, 15:41
Liebe Gina,

also, ich bin nicht böse und fühle mich von Dir auch auf keinen Fall angegriffen:)
Natürlich finde ich die Ladengeschichte auch nicht so toll. Andereseits denke ich dabei eigentlich: Wenn es keine bösen Hundehasser, Idioten die Ihren Hunden nicht mehr Auslauf geben als bis zum Aldi und zurück, usw geben würde, müsste es doch möglich sein, seinen Hund vor einem Geschäft anzubinden.
Ich gehe rein vom Verhalten des Hundes aus.
Naja, nun ist das Thema ja ausgestanden...

Also, ich sehe das ruhige Sitz als eine ganz tolle Ausbildungsmethode an, da es meinem Hund, und auch mir als Hundeführer, die nötige Sicherheit gibt.
Gerne würde ich noch mehr von der Art der Ausbildung erzählen, dass aber würde den Rahmen sprengen.
Und ohne Praxis zeigen zu können, geht es halt nicht, und es ist klar, dass es zu Missverständnissen kommt.

Wie dem auch sei, Ausbildung von Hund und Halter ist so unterschiedlich, wie es Blumen gibt.
Jeder sucht sich seinen Weg. Ich habe meinen halt in der Ausbildungstechnik von Hans Schlegel gefunden.
Und ich für meinen Teil, werde auch wieder zu seinem Seminar in Hamburg gehen.

Soweit, ist dieses Thema ja nun abgeschlossen.

Liebe Grüße

Kerstin