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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunde, die ihre Besitzer ablehnen?



grottenolm
22.09.2006, 16:55
Hi, erstmal wunderbar, es ist Wochenende. Freu. :)

Gleich zur Frage:
Gibt es Hunde, die ihr Herrchen/Frauchen nicht leiden können?
Auf dem Hundeplatz und im Stadtgetümmel beobachte ich oft Hunde, die überhaupt nicht auf ihre Leinenhalter achten, grundsätzlich nicht gehorchen und jetzt- hineininterpretiert- ihren Besitzern geringschätzige Blicke zuwerfen, so nach dem Motto: "Du kannst mir mal den Buckel runterrutschen."
Auch schon mal gesehen oder vermutet?
LG, Dagmar

dotti
22.09.2006, 22:16
hallo dagmar

ich würd das nicht als "nicht leiden können " interpretieren......

sondern als "keinen bezug haben"......aus welchen grund auch immer......
aber da muß man mehr über so einen mensch-hund-gespann wissen.......

grüße dotti

Biene13
23.09.2006, 13:57
Hallo Dagmar
worüber sich der Mensch manchmal Gedanken macht??? Aber mir ist sowas auch schon öfter aufgefallen, daß Hundi sein Herrchen/Fraule durch die Gegend schleift oder auch umgekehrt, daß der Hund seinem Frauchen völlig lustlos hinterhertrottet.
In beiden Fällen stimmt meiner Meinung nach die Beziehung nicht, es fehlt wohl jegliche Kommunikation und jeder macht irgendwie sein Ding. Hund schnüffelt, pieselt, was das Zeug hält und Mensch hängt am Handy oder starrt Löcher in die Luft.
Es ist wohl auch wissenschaftlich erwiesen, daß nicht jedes Mensch-Hund-Gespann zueinander passt. In so einem Fall ist es wohl besser, wenn der Mensch und Hund sich trennen. So hat wenigstens der Hund eine Chance auf eine bessere und seinen Bedürfnissen entsprechende Beziehung.
Deshalb sollte sich wohl jeder Mensch ein wenig informieren, welche Rasse er sich da ins Haus holt und auch prüfen, ob der Hund wirklich zu ihm passt.

Bei uns in der Nachbarschaft z.B. wohnt eine ältere Dame, die sich einen Husky zugelegt hat. Ein wunderschönes Tier und wohl der typische Vertreter seiner Rasse vom äußeren Erscheinungsbild her gesehen. Aber wenn ich mir vorstelle, daß dieser Hund täglich mindestens seine 30 - 50 km Auslauf braucht - da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß er zu der älteren Frau passt, die obendrein noch einen Gehwagen benutzt.

Liebe und nachdenkliche Grüße Biene13, die mit ihrem Dackel sehr glücklich ist, weil er genau der Hund ist, den sie wollte.

rondra
23.09.2006, 14:45
Aber wenn ich mir vorstelle, daß dieser Hund täglich mindestens seine 30 - 50 km Auslauf braucht - da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß er zu der älteren Frau passt, die obendrein noch einen Gehwagen benutzt.
Finde ich unmöglich und auch unverantwortlich von dem Züchter / Händler etc. der Frau den Hund überhaupt mitzugeben. Wenn der Hund mal etwas an der Leine zieht, reißt er die Frau samt Gehwagen doch komplett um. Die wird ihn niemals halten können, vom Auslauf mal ganz zu schweigen.... unfassbar...

Mich wundern manchmal auch die Beweggründe, warum Leute sich überhaupt Tiere zulegen. Würde mich ja echt mal interressieren, warum die Frau sich einen Hund zugelegt hat und vorallem warum einen Husky?!
Gruß
Rondra

rondra
23.09.2006, 14:50
Aber wenn ich mir vorstelle, daß dieser Hund täglich mindestens seine 30 - 50 km Auslauf braucht - da kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß er zu der älteren Frau passt, die obendrein noch einen Gehwagen benutzt.
Finde ich unmöglich und auch unverantwortlich von dem Züchter / Händler etc. der Frau den Hund überhaupt mitzugeben. Wenn der Hund mal etwas an der Leine zieht, reißt er die Frau samt Gehwagen doch komplett um. Die wird ihn niemals halten können, vom Auslauf mal ganz zu schweigen.... unfassbar...

Mich wundern manchmal auch die Beweggründe, warum Leute sich überhaupt Tiere zulegen. Würde mich ja echt mal interressieren, warum die Frau sich einen Hund zugelegt hat und vorallem warum einen Husky?!
Gruß
Rondra

grottenolm
23.09.2006, 17:18
Hi, vielen Dank für eure Antworten, besonders biene13 für die Ausführlichkeit.
Ja, der Mensch macht sich so seine Gedanken.;)
Ich bin Schreiner und mir fallen Holzarten, Maserungen, Verarbeitungsfehler, Schönheiten, Alter und Erkrankungen beim Holz sofort auf.
So ähnlich dachte ich könnte es eingefleischten Hundehaltern mit Leib und Seele auch gehen. Sie wissen sofort, dass bei einem beliebigen Mensch-Hund-Gespann (danke dotti für den Ausdruck) was nicht stimmt oder eben super läuft.
LG, Dagmar

Biene13
24.09.2006, 13:58
Hallo Rondra

ich weiß echt auch nicht, warum die Frau sich diesen Hund zugelegt hat, da ich sie nicht persönlich kenne. Ich seh sie immer nur mit ihm, wenn sie ganz langsam mit ihm bei uns durch den Park trottet.
Ich glaube auch, daß sie mit einer Katze besser bedient gewesen wäre.

Genau wie ihr finde ich es auch unverantwortlich von manchem Züchter, an wen da gedanken- und verantwortungslos die Welpen abgegeben werden.

Aber ich glaube da könnte man glatt ein eigenes Thema zu aufmachen, wenn manche Hündinnen nur als reine "Gebär- und Geld-mach-maschinen" augenutzt werden.

Ich wünsch Euch einen schönen Sonntag, die Sonne scheint, ich mach noch ein kleines Nickerchen, um dann mit meinem Dackel da hin zu gehen, wo es ihm am besten gefällt. In Wald und Wiese, wo er schnüffeln, stöbern oder sich einfach nur mal in die Sonne legen kann, wenn ich es mir neben ihm im Gras gemütlich mache, Kaffee und Kuchen samt Hundekuchen sind schon im Rucksack.

LG Biene13

Deargi
24.09.2006, 20:38
Ich finde man kann das nicht verallgemeiner, dass alle Hunde die ihr Herrchen/Frauchen spazieren führen, keinen Bezug haben/ ihren Besitzer nicht nicht leiden können. Es gibt halt Hunderassen die von sich aus auf selbstständigkeit gezüchtet wurden, welche nie eine auch nur ähliche Bindung zum Besitzer aufbauen wie etwa Hütehundrassen die auf die Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert wurden. Auch gibt es Hunderassen die eher arogant rüberkommen (Akita, Shiba Inu z.B.), obwohl das überhaupt keinen Schluss auf das Mensch-Hunde-Rudel zulässt.

LG Deargi

Juni
25.09.2006, 20:33
Hallo Dagmar,

ich wäre ein wenig vorsichtig mit solchen Interpretationen. Natürlich gibt es Hunde, die die Rudelführung in den Pfoten haben und sich aus diesem Grund wenig um ihre Besitzer kümmern. Das sind aber nach meiner Erfahrung nicht die, die gelassen an der locker durchhängenden Leine gehen - auch wenn sie ihren Menschen dabei nicht anschauen. Diese Hunde ordnen sich nämlich sehr wohl unter, indem sie ihr Lauftempo dem des Menschen anpassen.

Im Gegensatz dazu gibt es dann die Hunde, die ständig sabbernd an der Leckerchentasche ihres Besitzers kleben bzw. bei jedem Ansatz von Bewegung in Richtung Futtertasche sofort in Bettelposition sind und ihre Menschen erwartungsvoll anglotzen. Das hat mit Bindung ebensoviel zu tun, wie ein Seehund mit einem Rottweiler.

Und wie Deargi schreibt, gibt es durchaus Rasseunterschiede, die sich sehr unterschiedlich präsentieren können.

Schöne Grüße,
Juni

grottenolm
25.09.2006, 22:14
Na gut Juni, ich werde etwas vorsichtiger und lasse meine Phantasie um andere Themen in andere Richtungen kreisen. Danke für dein Post.
LG, Dagmar