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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Keine Lust auf Spaziergänge



Mayami
27.08.2006, 17:20
Hallo zusammen!
Ich habe meine Labrador/Golden Retriever Hündin jetzt seit 2 Wochen.
Sie ist 13 Wochen alt und hat seit etwa 4 Tagen keine Lust mehr auf Spaziergänge. Sie sträubt sich, bleibt auf der Straße ständig sitzen und auch im Feld dreht sie sich ständig um und winselt. Ich traue mich kaum sie von der Leine zu lassen weil ich glaube sie würde direkt umdrehen und nach Hause rennen.
In der ersten Zeit hatte sie einen riesen Spaß draußen, wir hatten auch keine negativen Erlebnisse oder so. Ich weiß nicht was ich mit ihr machen soll, will sie ja nicht ständig hinter mir herziehen und sie soll ja auch die Natur usw kennenlernen. Müde ist sie nicht, denn auf dem Heimweg legen wir immer ein Rekordtempo vor und zu Hause fetzt sie erst mal bis zum Umfallen durch den Garten. So, genug erzählt ich hoffe ihr könnt mit den Infos was anfangen und mir weiterhelfen. DANKE schonmal!!

Juni
27.08.2006, 18:33
Hallo Mayami,

Welpen in diesem Alter verlassen oft sehr ungern ihr "Nest". Sie sträuben sich mit allen Pfoten, von dort wegzugehen und versuchen (zumindest solange sie in Reichweite sind) prompt wieder dorthin umzukehren. Ich würde mal versuchen, den Hund ins Auto (oder den Fahradkorb) zu packen und ein ganzes Stück von zuhause weg zu fahren. Dort sollte er sich dann eigentlich anders verhalten.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
27.08.2006, 20:42
hallo mayami

ich kann das gut nachvollziehen - hab auch so einen kandidaten gehabt.
der rüde zog mit 14 wochen bei mir ein und wollte nicht über die grundstücksgrenze .
hab genau das gemacht was juni beschrieben hat - mit auto weggefahren - aber nur ca. 20m zur nächsten wiese - und dann sind wir zu fuß heimgegangen. das ganze 3x täglich ca 1 woche lang.

zwischendurch habe ich ihn einfach nur (an der leine) mal so selbst bei der tür rausschaun lassen und wenn er zurück wollte - durfte er es natürlich auch. er wurde immer neugiriger und nach 1 woche etwa gingen wir zu füß ohne probleme auf die wiese.
das eis war gebrochen....

also nicht aufgeben - hunderziehung ist auch mit viel geduld verbunden dann klapts auch.

wünsch die alles gut und viel freude mit deiner kleinen.

liebe grüße dotti

Biene13
28.08.2006, 12:48
Hallo Mayami
unser hatte auch so eine Phase, daß er partout nicht über die Schwelle der Wohnung wollte. Ich hab dann mehrmals am Tag die Tür offen gelassen und dann ist eben beim Spielen mal der Ball da rausgerollt und siehe da nach 2 bis 3 mal ist er dann doch hinterher.
Balli war wichtiger als die Angst, daß traute Heim zu verlassen.

Es ging dann auch ganz schnell wieder vorbei.

LG Biene13

chikita
28.08.2006, 14:11
Hallo,

ja das kenne ich nur zu gut!

Chikita ist ja schon als Welpe mit ins Büro gekommen. Für den Weg braucht man eigentlich zu Fuß (langsames gehen) 5 min. Mit Chikita habe ich auch schon 45 min gebraucht. Das Locken mit Futter war dann auch immer recht hilfreich.

Nur Geduld, irgendwann kannst Du den Wauzi kaum vom laufen abhalten.

Viel Spaß und genieß mal jede Phase denn sie sind leider viel zu schnell groß!

Gruß
Sabine und Chikita

Rudiratlos
29.08.2006, 14:25
Rudi hat das Spiel auch gespielt, bis ich ihm morgens nur gaaanz wenig zu fressen gab! Seitdem klappt das spazierengehen! Wenn er jetzt mal "bockt" ist es meist wenn es regnet, was ich gut verstehe und dann auch mit ihm schnell wieder nachhause gehe.
Gruss Sylvi

Mayami
30.08.2006, 10:36
Hallo nochmal!
Danke für eure Antworten! Ich fahre oft mit ihr im Auto in nähere Umgebeung damit sie möglichst viele verschiedene Landschaften usw kennenlernt. Ich dachte nur dass wir ja auch mal irgendwo zu Fuß hingehen müssen, will ja nicht ewig mit dem Auto spazieren gehen. Naja, vielleicht brauche ich mehr Geduld und Leckerchen. Bin ja beruhigt dass mein problemchen auch anderen bekannt ist!
Dann gehen wir jetzt mal los!:cu:

dotti
30.08.2006, 16:29
hallo mayami

das dauert nur kurze zeit dann maschiert deine maus ganz freudig aus dem haus........das wär der 1. hund der nicht gerne gassi geht.....

viel spaß

dotti

Pessoa
30.08.2006, 16:45
Hallo Mayami,

ich glaube dein Hund verbindet Außenaktivitäten mit Auto fahren.
Laß das Auto mal eine Weile weg und ich denke das Problem ist gelöst.
Dein Hund wird dann auch gerne ab Haustüre auf Entdeckungsreise gehen.

Es ist gut, dass du um Rat fragst, denn leider gibt es tatsächlich Hunde, die das Haus nicht freiwillig verlassen wollen.

Grüße,
Rita

Juni
30.08.2006, 21:08
Hallo Rita,

nach meiner Überzeugung handelt es sich um eine rein altersbedingte Phase, die sehr viele Welpen zwischen der 10. und 16. Lebenswoche zeigen. In freier Wildbahn ist das quasi die "eingebaute Bremse" für die zunehmend mobiler werdenden Welpen, das Nest in Abwesenheit der Mutter nicht zu verlassen. Ich denke nicht, dass es in diesem Fall mit dem Auto fahren zu tun hat.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
30.08.2006, 22:10
hallo rita

das mit dem auto ist ja nur eine alternative um es dem jungen hund leichter zu machen sein "nest" zu verlassen......

gruß dotti

Pessoa
30.08.2006, 23:55
Hallo,

ich habe Mayami so verstanden, dass sie ihren Hund häufiger mit dem Auto von zu Hause wegfährt als zu Fuß mit ihm losgeht, deshalb mein Vorschlag.

Gruß,
Rita

Elefant
07.09.2006, 15:11
Moin!

Das Thema passt fast zu dem Problem, welches wir mit unserem Wauwi haben. Wir haben (ich schrieb es bereits in einem anderen Thread) eine fast 9 Wochen alte Beaglemixhündin mit Namen Wilma.
Spaziergänge die ohne Hund sonst 5 Minuten dauern, ziehen sich mit ihr bis zu einer halben Stunde hin. Wir wohnen in Hamburg (Altona - St. Pauli) wo es auch sehr viele Ablenkungen gibt (viele Autos, andere Hunde, viele Passanten und bei ihr ganz beliebt Kinder).
Unsere Lütte bockt ohne Ende, wenn wir mit ihr auf dem Bürgersteig ein paar Meter gehen wollen. Ständig sie am Halsband ziehen und hinterher zerren halten wir für Quälerei, es gibt höchstens mal ein leichtes Ziehen in die richtige Richtung, verbunden mit einem ruhigen „Komm Wilma“. Wenn sie dann tatsächlich ein paar Schritte in die richtige Richtung macht, dann gibt es auch Lob, aber dann ist auch schon wieder vorbei und es gibt eine Vollbremsung mit allen Vieren. Wenn andere Menschen vorbei gehen, am besten mit anderen Hunden, dann geht sie hinterher. Kinder aller Altersklassen sind bei ihr auch ganz groß im Rennen. Aber mit uns „bei Fuß gehen“ klappt nur selten.
Dort wo keine Autos fahren (Park, Hundespielplatz), lassen wir einfach mal die Leine liegen und gehen weiter, dann kommt sie ganz brav hinterher getrottet. Sie hört bisher nur bedingt auf ihren Namen (je nach Tageslaune) und deswegen wollen wir sie noch nicht ganz von der Leine lassen. Nur wenn sie auf dem Hundespielplatz mit einem anderen Hund tobt, der auf seinen Namen hört, dann lassen wir sie los und haben kein Problem sie wieder an die Leine zu nehmen (ist ja auch mittlerweile Pflicht, selbst für so einen Zwerg).
An die Großstadtgeräusche hat sie sich eigentlich schon gut gewöhnt. Sie kommt vom Land und wir haben sie schon mit 6 Wochen bekommen (entweder wir oder Wassertonne).
Sie kann mit allen Menschen gut und wie schon geschrieben, besonders mit Kindern. Es gibt mit anderen Hunden, egal welche Größe oder Rasse, überhaupt keine Probleme. Selbst mit Katzen kann sie gut.

Wir sind dankbar für jeden hilfreichen Hinweis.

Schönen Gruß aus Hamburg

Fenja1
07.09.2006, 20:04
Das Problem kenne ich auch! Mein Labbi-Mix ist jetzt 8 Wochen alt. Sie kommt auch vom Land und war nur ihre Geschwister, ihre Mutter und Kleinkinder gewöhnt. Bei jedem Auto, Fahrrad, Fußgänger, etc. wird panisch an der Leine im Kreis gesprungen.

Am liebsten tobt sie bei uns im Garten, da ist sie "sicher". Wir gehen einfach konsequent weiter mit ihr die Wege außerhalb der Wohnung und loben sie, wenn sie ruhig mitgeht. Auf dem Nachhauseweg kann ich allerdings nach jedem Schritt stehenbleiben, so zieht sie an der Leine.

In ein paar Wochen hat sie sich bestimmt daran gewöhnt.