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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hufrolle - medizinische Hufeisen?



.:Nina:.
14.08.2006, 14:09
Hallo

Wer hat Erfahrung mit Hufrolle? Was habt ihr dagegen gemacht und habt ihr erfahrung mit medizinishcen Hufeisen??

Bitte umn viele Antworten

Gruß Nina

Talia
14.08.2006, 15:55
Wenn ich jetzt fies bin sag ich "Hufrolle - hat meine an jedem Huf - serienmässig, gesund und geht damit barfuss :D :D "

Aber da du sicher eher die Hufrollenentzündung meinst kann ich net allzuviel dazu sagen.
Ich kenn da nur nen Appi mit und der geht mit seinen Beschlägen recht sauber und scheint keine Probleme zu haben. Von nem früheren Bekannten die Stute bekam die mit fünf und ging dann recht schnell mit Nervenschnitt auf die Koppel - weils ne Landgrafstute war in die Zucht, was ich auch sehr skeptisch betrachtete. Ich würd ja nicht mit ner Stute züchten die Kaputte Beine hat und das womöglich noch vererbt!

lammi88
27.10.2006, 17:09
Hi!

Meine Stute ist 18 - aus schlechter Haltung im August 2005 aufgekauft und mühsam versucht aufzupäppeln.

Im Juli 2006 wurde bei ihr die Diagnose "Hufrolle" mit stark verändertem Strahlbein = Endstadium erstellt.

Unser "Leidsweg" ist lang (Ich versuche mich mal an der Kurzversion):

Angefangen mit Vermutungen von vielen "Pferdekennern": Die läuft steif, die hat bestimmt Arthrose und ähnlichem. Aufgrund sovieler "Arthrose-Diagnosen" habe ich angefangen Ingwer zu geben - und siehe da: sie lief prima... genau 3 Monate lang - dann von einer Sekunde (das kann man hier wörtlich nehmen - geputzt, 10 Minuten geführt, nix, aufgestiegen und lahmte) auf die andere: Lahmen auf der Hinterhand. Hufgeschwür: durch den Ingwer hatte sie nix bemerkt und war munter weitergelaufen. Das Ding hatte den Huf komplett unterlaufen und war oben durchgebrochen. Daraufhin wurde, nachdem der Abzeß weg war, eine Hufprothese angesetzt - mit Eisen, da die sonst nicht hält... Auch vorn. Weiter Ingwer, da ja immer noch "Arthrose"... Und sie lief besser denn je.
Dann kam der März mit seinem Frost und Schnee - und mein Pferd wurde stocklahm. Da meinten alle: Belastungsrehe! Tierarzt geholt: Ne, Hufabzeß... wars aber auch nicht. Es ging ihr immer schlechter. Sie magerte ab, nahm auch den Ingwer nicht mehr. Dadurch wurde das Ausmaß ihrer Schmerzen erst richtig sichtbar... Wir waren beide nur noch ein Häufchen Elend...Ich habe sie dann draußen spazieren geführt und beobachtet, was sie frißt. Die Kräuter habe ich dann bei "Maria Treben" nachgeschlagen: Leber - allesamt. Also homöopathische Mittel für Leber rausgesucht. Volltreffer. Innerhalb von 7 Tagen nahm sie zu und ging entspannter.
Zur gleichen Zeit waren wieder ihre Eisen fällig. Vorn wurden Marathons aufgesetzt, hinten normale Eisen. Nach 2 Tagen waren hinten die Eisen ab, vorn ging mein Pferd gar nicht mehr. Und der Hufschmied kam und kam nicht - meldete sich auch nicht zurück... Vor lauter Verzweiflung habe ich eine Huforthopädin geholt. Die hat die Eisen abgenommen, den Huf gut bearbeitet - und siehe da, nach 2 Tagen lief mein Pferd wieder. Die Eisen hatten den Huf völlig falsch wachsen lassen und der Hufmechanismus funktionierte nicht mehr. Allerdings riet mir diese Huforthopädin zur Röntgenaufnahme....Gesagt getan, im Juli, als es ihr ein schon viel besser ging, in die Klinik. Der Tierarzt meinte, er würde sie gleich erlösen..."die kann man nicht mehr reiten, die stoplert ja nur -mehr als 1 Jahr hat die eh nicht...." Nööö - mein Pferd stolpert nicht! Der will nur Geld verdienen. Also nach hause. Eine Nacht wach gelegen - "ob er doch Recht hat???" Grübel, grübel... Am nächsten Tag bin ich mit Sattel zu ihr gefahren, habe sie getrenst und bin aufs Feld nebenan. Genau 1 Seite konnte ich sie im Schritt halten, die 2. und 3. nur mühsam im Trab und die 4. Seite habe ich sie dann laufenlassen - Juhuuu! Ich darf! (okay, das war leichtsinnig, da man nicht weiß, wie stark die Sehne geschädigt ist...:floet: )
Seitdem kämpfe ich MIT meinem Pferd. Und der Erfolg gibt mir Recht. Sie läuft phantastisch für/trotz ihrer schwere Erkrankung!:wd:
Also: Angefangen habe ich mit einem Kräutermix mit Beinwellwurzel, Eibischwurzel, etc (aus : was der Stallmeister noch wußte). Dann kamen Hekla Lava und noch ein anderes homöopathisches Mittel dazu (muß ich erst nachsehen - verwechsle da immer 2 und will hier nix falsches schreiben). Das war schon gut. Dann habe ich durch Zufall von KompagnonVet gelesen und gedacht - sch*** auf das Geld ich versuche es... Und nach nur 1 Woche war das Pferd nicht mehr wieder zuerkennen! Der Wendeschmerz ist mittlerweile bis auf ein Minimum zurückgegangen, sie wirkt entspannt, galoppiert wie ein Fohlen über die Koppel und ist frech wie rotz - kurz: es geht ihr blendend! :) Seit 1 Monat spritze ich nun auch noch Calzitonin. Mal sehen, ob es etwas am Strahlbein bringt. Ich werde, wenn die Packung leer ist (Dezember), nochmal zum Röntgen fahren und schaun, ob sich eine Verbesserung des Röntgenbefundes ergibt.

Letztlich kann ich sagen: keine Eisen, nur ein guter Huforthopäde, Offenstall, keinen Ingwer! nie wieder! und das KompagnonVet um der Entzündung Herr zu werden.

Mir ist von vielen Leuten Mut gemacht worden und den möchte ich hier weitergeben. JEDER, der mein Pferd nun sieht, glaubt mit nicht, daß es so schwer krank ist. Mir wurde von Pferden berichtet, die schon aufgegeben waren, die weitere 10/15 Jahre gelebt haben und ohne Probleme Wanderritte hinter sich gebracht haben.
Also: NICHT AUFGEBEN!!!!

Sandra1980
31.10.2006, 11:56
Wow, ein toller Bericht!

Danke dafür!

Und weiterhin alles Gute für Dich und Deine Stute :tu:

lammi88
18.01.2007, 11:48
Hallo!
Also: geröntgt habe ich noch nicht, da uns liebe Leute Schimmel-Äpfel auf die Koppel geschmissen haben und mein Pferd nix besseres zu tun hatte, als am 24.12 eine Kolik davon zu bekommen... Dementsprechende Rechnung - Röntgen darf warten ;)

ABER:
Ich füttere seit einiger Zeit weniger Öl (30ml täglich), dafür aber zusätzlich "Gelatinaat" von Prime Val. Das hat nochmals einen positiven Schub gebracht! UND ich füttere Knoblauch zu! War reiner Zufall - unser Futter war "aus" und ich mußte schnell Ersatz haben. Also bin ich auf Marstall Weidebei mit Knobi umgestiegen - und siehe da! Sie lief besser! :?: grübel grübel, was hatte ich über Knobi gelesen??? BLUTVERDÜNNEND! Genau das sollte ja auch ein Aderlaß bewirken, den man mit empfohlen hatte! Außerdem ist er noch entzündungshemmend!

Letzte Woche war die Huforthopädin wieder da und hat mir bestätigt, daß sie eine unglaubliche Verbesserung sehen könnte. Weder sie, noch mein TA haben geglaubt, daß sie jemals wieder gut laufen könne, geschweige dann, daß sie wieder reitbar wäre! Zu Weihnachten haben wir einen 1 1/2 Stunden Ritt gemacht!

Darum an alle, die Pferde mit dem Befund "Endstadium" haben - gebt nicht auf! Man kann es soweit bessern, daß die Pferde damit gut leben können!!!!!!!!!!!

.:Nina:.
18.01.2007, 14:32
huhu!
danke für eure antworten! nur leider :.. :( das pferd war ja von marbach und sie is mittlerweile zurückgegeben weils nur probleme gab! diese spritzen haben auch nix geholfen :( aber vllt hilft das ja hier jmd andrem :)

lammi88
02.07.2008, 13:02
Um den alten Bericht nochmal zu vervollständigen:

mittlerweile füttere ich nur noch 2x tgl 3ML Markus Mühle Gelenkkraft und Zink (ZinkrotatPOS). Die Hufe sind - dank meiner Huforthopädin - perfekt gestellt. Sie hat keine Eisen und wird auch nie wieder welche bekommen.
Lamour buckelt an guten Tagen wie eine blöde über die Koppel. An schlechten bleibt sie im Schritt. Geritten wird sie ab und zu auf wiechem Untergrund von einem leichten Mädchen (ich möchte ihr mein Gewicht nicht antun). Damit kommt sie gut zurecht und freut sich ihres Lebens...
Dafür, daß mir niemand Hoffnung gemacht hat, daß das Pferd je wieder lahmfrei wird laufen können...Was will ich mehr? :wd:

laura egel
06.08.2008, 12:14
ich hab mir selber vor 5 jahren ein tunierpferd gekauft, wir haben ein vorkaufsuntersuchung gemacht nur wo wir ihn dann bei uns hatten, lammte er,wir hollten den tierartzt der sagte und das parlando hufrolle hatte, nun die röntgenbilder waren verschwunden, nun hergeben wollte ich ihn nicht wir haben ihn gespritzt und eine kur gemacht wir hatten ein jahr ruhe von der hufrolle dann kam es wieder wir spritzen ihn wieder dann war wieder ein jahr ruhe nach 3 jahren machten wir eirneute röntgenbilder in baden- banden es war so das die hufrollle schon sehr sehr weit vortgeschritten war und ehr ohne spritzen schmertzen hat nun habe ich das pferd 5 jahre er läuft gar nicht mehr weil es schmerzen hat will nicht mehr traben es tut ihm einfach weh, ein nerven schnitt würd bei ihm nicht bringen 1 weil er es an beiden füssen hochgating hat und viel zu hoch ansetzten müsste, und die spritzerei nutzt nicht mehr . wie waren in baden-baden voe einer woche die sagten einschläfern
wir baren in nurnburg dr.frank dersagte einschläfern
mein tierartzt sage einschläfern es gibt nicht mehr womit ich ihm hefen kann.
wir haben für dieses pferd insgesammt tierartztrechnungen gehabt, das ist unvorstellbar. ich liebe mein pferd aber er hat keine andere cance mehr. nun am freitag den 8.8.2008 wird er eingeschläfert und eingeäschert

ich glaube du kennst meine antwort, nein kaufe dier nie ein pferd mit hufrolle(adrose) GLAUB MIR

laura egel
06.08.2008, 12:28
Hallo ihr leiben, nun ich hätte mal gern eure meinung.
mein eltern kauften mir ein Pferd vor 5 Jahren, ein tunierpferd nun wir haben ein vorkaufsuntersuchung gemacht mit alem drum und dran, wo wir nun das pferd gekauft hatten und es 2 wochen bei uns stand, fing parlando an zu larmen, wir liesen den tierartzt kommen und er machte erneute Röntgenbilder und er hatte hufrolle (Adrose), schock,aber herbegen wollte ich ihn nicht nun wir machen eine kur aus amerika dann hatte er 1 jahr ruhe dann fingen wir an zu spritzen 3 jahre lang, nun vor einen jahre wirkten die spritzen nicht mehr,wenig in 3 monaten abständen bis wirklich nichts mehr ging dann fuhren wir in nach baden-baden machten röntgenbilder von ganzen pferd die hufrolle sagen sie kann man nichts mehr tun es ist im endstadium sie haben rausgefunden das er früher schon mal da stand vor 9 jahren wo es angefangen hat mit der hufrolle mit seine ehemalingen besitzer. sie sagen zu mir das ein nervenschnitt nichs bringen würde und man ihn einschläfern sollte ich wollte das nicht glauben und wir nahmen ihn wieder mit nach hause mein tierartzt sagte das gleiche und andere artzte auch mir gings schlecht, er kann kaum noch trauben es tut ihm weh er steht auf der koppel liegt oft, ich will ihn erlösen, nun wird em am 8.8.2008 eingeschäfert meint ihr ist das die richtige einscheigung????
BIN NEU HIER

lammi88
06.08.2008, 13:18
Hallo Laura! :hi:

Ich hoffe, Du liest das hier noch!

Mir haben ALLE TA gesagt: einschläfern, die wird nix mehr. Ich bin Lamour gestern wieder geritten! Es geht ihr supergut! Sie kann - trotz massivster Veränderungen des Strahlbeins - wieder gut laufen. Ein Turnierpferd wird sie nie wieder werden, aber sie genießt ihr Leben und ich finde, das hat sie sich auch verdient!

Ich kann Dir nur folgendes raten: Gib Deinem Pferd noch 1 Monat. In diesem Monat machst Du folgendes:
1) Du besorgst Dir aus dem Internet (medizinfuchs.de) Zinkorotat POS - 1000St. Davon gibst Du ihm morgens und abends jeweils 10 Tabletten - 10 Tage lang, dann auf 8, auf 6 reduzieren. Du wirst selber sehen, wieviel benötigt wird.
2) Desweiteren bestellst Du Dir hier über zooplus (mit 10% Gutschein) Markus Mühle Gelenkkraft - 1 Eimer. Davon gibst Du 2x tgl 3 volle Meßlöffel.
3) Stell Dein Pferd in einen Offenstall oder auf eine Koppel, damit es sich bewegen kann.
4) Laß eine Huforthopädin ihn richtig stellen.(www.dhgev.de)

Du wirst nach 1 Monat eine deutliche Verbesserung sehen. Da bin ich mir 100%ig sicher. Geb ihm ca. 6-12 Monate um sich zu regenerieren. Er wird wieder laufen können, ggf kannst Du mit ihm noch Ausritte machen.
Es ist einfach nur wichtig der Entzündung Herr zu werden und dann die Gelenke zu schmieren, Knorpel aufzubauen. Ich habe es selbst nun bei 8 Pferden erlebt - sie laufen ALLE wieder!!! Es geht! Ich muß leider sagen, daß 98% der TÄ bei Hufrollenproblemen komplett überfordert sind.
Das, was ich Dir als Sofortmaßnahem geschrieben habe, wird Dich ca. 100Euro fürs Zink, 35 Euro fürs Gelenkkraft, 80Euro für den Orthopäden kosten. Das sind 215 Euro und ein Monat Zeit. Gib das Deinem Pferd. Bitte!
Wenn Du Dich dazu durchringen kannst, schreib mir nach 1 Monat wieder. Ich werde Dir dann noch weiterführende Mittel sagen.

mgm2080
09.08.2008, 22:21
Hallo lammi88,

bin irgendwie über das Reitforum auf dich gestoßen da ich immer wieder auf der Suche nach infos bin. Und neuen Mittelchen die helfen können.
Ich habe auch einen 4jährigen der immer wieder Lahmt seit jetzt fast einem Jahr.
Ich bin immer sehr vorsichtig an die Sache rangegangen
1.fehlt mir das Wissen
2.auch das nötige kleingeld
aber ich musste feststellen das man mit Humanmedizin sehr viel erreichen kann und es auch sehr Preisgünstig ist. Nur ist es mit viel Zeit verbunden.
Ich wollte dich bitten nochmal aufzulisten was du genau getan hast.
Meiner geht jetzt seit 8 Wochen besser auch soweit das man im Schritt wieder
reiten kann. Aber das hat erst nach der Blutegeltherapie funktioniert.
Aber gestern war der Hufortopäthe da der ihn seit drei Monaten regelmäßig richtig ausschneidet.
Und heute ging er wieder stark lahm. So wie es aussieht sind die Sehen etwas geschwollen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob es vom Ausschneiden kommt da er doch einiges wegnehmen musste um den Huf zu korrigieren und sein Huf wächst extrem schnell.
Ich möchte natürlich das er wieder fit wird da er ja auch noch sojung ist.
Würde mich über ein paar Tipps von dir sehr freuen..

Danke:cu:
mgm

lammi88
10.08.2008, 12:14
Hallo mgm! :cu:

Oh, mit 4 schon Probleme? Hattest Du röntgen lassen oder wie ist die Diagnose zustande gekommen? Ich frag nur, weil häufig "Hufrolle" diagnostiziert wird und im Endeffekt ist häufig der Huf nur falsch gestellt, oder die Wirbelsäule hat sich verschoben, oder Arthorse, etc, etc. Möglickeiten gibts viele und viele TÄ geben leichtfertig die Dianose "Hufrolle" ab. Grad bei so jungen Pferden ist dieser Befund eher selten richtig.

Ist Dein Huforthopäde nach Strasser oder Biernat ausgebildet? Das macht schon einen Unterschied, weil Biernat sehr viel vorsichtiger korrigiert. Strasser nimmt das lahmen ggf bei der Umstellung in kauf.

Wissen fehlte mir auch, aber da es bei Lamour sooo schlimm war, konnte ich nichts falsch machen und hab alles ausprobiert, was mein Geldbeutel mitmachte... Teures und billiges.
Blutegel helfen recht gut, wenn eine akute Enzündung vorliegt. 1) die Egel geben etwas ab, was die Scherzen lindert und 2) verdünnen sie das Blut. Nachteil: im Winter beißen sie nicht so gut und es ist kein dauerhafter Erfolg. Zur Blutverdünnung eignet sich übrigens auch Knoblauch hervorragend. Hat im Sommer den positiven Effekt, daß die Bremsen weniger beißen ;)
Ich würde gern mehr über Dein Pferde erfahren:
1) wie wurde die Diagnose gestellt?
2) Wie ist der Huforthopäde ausgebildet?
3) Was hast Du bislang gemacht?
4) Wann wurde Dein Pferd angeritten und was hast Du bislang mit ihm gemacht? (reitmäßig)
5) Wo steht Dein Pferd (Stall, Offenstall, Weide....)
6) Was fütterst Du?
7) Wie sieht Dein Pferd aus? Zu dünn, zu dick, trainiert, Beinstellung? Schwerfuttrig, leichtfuttrig?
8) Wann sind die Zähne das letzte Mal kontrolliert worden?
Hört sich vielleicht erstmal alles etwas komisch an, aber ich will mir einen Überblick verschaffen bevor ich Dir zu irgendetwas rate ;)

Was Du auf jeden Fall füttern kannst (auch wenn er nun Probs mit den Sehnen hat) ist Muschelextrakt. Gut ist das Markus Mühle Gelenkkraft. Kannst Du hier mit einem 10% Gutschein recht günstig bekommen. (geb mal bei google "gutscheine zooplus" ein ;) ) Davon morgens und abends 3Meßbecher in Futter (in Heucops verrühren - wird dann gut mitgefressen ;))

mgm2080
12.08.2008, 14:21
Hallo,

Danke für deine Rasche Antwort.
Okay um vielleicht ein bischen Licht ins Dunkel zu bekommen fange ich von vorne an...
Ich hoffe du hast Zeit :)

Er kam im Nov 06 von der Hengstaufzuchtsweide zurück. Da wo in der Züchter mit einem gleichaltrigen Hengst den er in diesem Jahr auch hatte, hingebracht hat.
Er war total abgemagert, verwurmt und koppte! (Wenn es auch immer heist artgerecht aufziehen für sensible Pferde kann es auch mal Stress bedeuten)
so nun kam er zu uns in den Stall da der Besitzer wieder Fohlen hatte aber keinen Platz.
Nach Tierarzt untersuchen Kotproben, Entwurmen, Spritzen. Futter mit Heu, etwas Silage Mineralien und Ölen und Müsli wurde er wieder aufgepäppelt.
Im April 07 sah er schon wieder recht gut aus und war fit. Nur das Koppen blieb. Er wurde dann angeritten. Wie ich finde zu früh (er war gerade 3) aber er gehörte mir ja nicht. Als ich dann mitbekommen hab das der Besitzer in "verscherbeln":sn: will da er ja koppt und er in den Reitunterricht kommen sollte habe ich ihn kurzerhand gekauft.
So nun stand ich da mit meinem Pferd. Bis August 07 war alles top. Wir gingen ruhig ins Gelände ein bischen in der Halle gearbeitet. Dann fing er das Lahmen an!
Mal schlimmer mal besser.
So nun die Kurzen formen:
drei Röntgenbilder:man sieht nix, abgespritz und Beugeprobe Positiv, verdacht Hufrolle.
dann bekam er 1 Woche Eqipalazone (oder so) dann wurde es besser, aufgehört damit fing es wieder an wieder eine Woche dieses zeug.
Der dank dieses Entzündungshemmer war ab September 07 ein Lahmendes dauerkolikendes Pferd.
Im Nov 07 hab ich ihn zumir in die Nähe geholt so das ich in fünf Min. da bin.
Lahmen war mal besser mal schlechter, füttern konnte ich ihm wg seines schlechten Magens auch nicht alles.also bekam er im winter sein Mash, Leinsamen, Flohsamen,Öl,
Fencheltee, und Magnesium.Natürich Heu und stehen tut er auf Stroh.
Ich füttere übrigens St.Hippolyt.
So verging der Winter... nachdem er sich vom Koliken nicht mehr erholt hat bekam er Säureblocker vom Tierarzt und danach eine 6 Wochen Globuli Kur meiner Tierheilpraktikerin inkl. Meritianbehandlungen.
So nun war Ruhe... ;) Koliken hat er immer noch leichte vorallem wenn das Wetter stark wechselt von Warm auf Kalt oder Kalt auf Warm...Aber mit den Globulis haben wir das gut im Griff... ;)

Zu seinem Bein:
Röntgen hab ich ihn seitdem her nicht mehr gelassen. Im Januar war er fast lahmfrei und ging 6 Wochen wieder recht gut. Er wurde im Schritt geritten viel Bodenarbeit usw.
Wir hatten jeden Verdacht: Wachstumsbedingt, Schulter, Hufrolle usw.
Seit Dezember mache ich sehr viel Bodenarbeit nach Branderup und Dualaktivierung und ausflüge nach drausen. Das es nicht langweilig wird. Etwas Arbeiten muss er natürlich soweit es geht seine Tagesform zulässt täglich.
Im März wurde es dann wieder schlechter. Tierarzt kam hat in abgespritz (im ballen) und es Schlug sofort an. Röntgen wollte ich noch nicht. Ich hab es dann mit Eisen Probiert aber die mussten dann nach 2 Wochen runter weil er garnicht mehr laufen konnte.
Das Bein war warm und Schwammig... So kam ich zu den Egeln...
Und seitdem ist es besser, in der Kombi bekommt er dazu noch tägl.Calcium floratumD6 und Lamin, 6 Wochen habe ich eine Movicur-Kur gemacht.
Das was mir vorgestern auffiel ist das er an seinem schlechten Bein Aussen 2cm oberhalb des Kronrandes jetzt ein Überbein hat....???
Der Schmied arbeitet nach Biernat und es auf seinem Gebiet sehr gut und auch gefragt.
Da die Lahmheit ab und zu noch leicht auftritt und ich ihm versuchen möchte es so leicht wie möglich zu machen und er ja auch ganz gesund werden soll suche ich immer nach neuen Mitteln und Ideen. Ich bin ja schon froh das es soweit gut ist das wir im Schritt ein bischen Ausreiten und in der Halle was tun können.:wd:
Ich hoffe dir mit meinem Roman ein wenig helfen zu können und danke dir für deine HIlfe.

Ach das hab ich vergesehen, trotz das er Kopper ist steht er seit April 08 im Offenstall (viele wollen das ja nicht) mit vier anderen Pferden und nachts ist der draussen auf der Koppel.

LG
Mgm

lammi88
12.08.2008, 14:51
Ich habs eben nur überflogen - werde heute abend nochmal in Ruhe gegenlesen.

Also: Huforthopäde nach Biernat ist super :tu: sag ihm aber, er soll Dir zeigen, wie Du wöchentlich selber nachfeilen kannst. Ganz wichtig!!! Im Prinzip mußt Du nur drauf achten, daß er Huf eine gleichmäßige Form bekommt, keine "ecken" mehr in der Rundung hat. Dabei fällt mir ein: Wie läuft er sich vorn die Hufe ab? Bei Hufrollenpatienten ist IMMER in akuten Phasen die Spitze stärker abgerundet... schau mal drauf.

Von Deiner Erzählung her, würde ich eher auf falsche Hufform tippen. Dann zu frühes Einreiten - da ist der Knorpel nicht mitgekommen. Laß ihn mal 2-3 Monate ohen Belastung. Nur spazieren gehen... Und das Gelenkkraft geben. Wenn er schlechter geht, verpaßt Du ihm Zink. Das stärkt das Immunsystem und hilft gegen eine evtl. Entzündung.

Ich suche Dir nochmal Kräuter raus - für die Leber. Equipalazone greift die Leber an. Keine Angst - kriegen wir hin. Du kannst schonmal Heucops besorgen. Dann machst Du einen Eimer voller Brennesseln (kleinrupfen) und überbrühst die mit 1/2 Liter heiß Wasser. 15-20 Minuten ziehen lassen, Blätter raus und Heucops rein. Dazu kannst Du etwas Gerste geben und Mineralfutter. Von Lexa gibts eines für den Darmaufbau. Das ist super :tu: Auch Schachtelhalm kannst Du auf der Wiese pflücken und ihm geben. Enthält viel Zink und Silicea (gut für Bindegewebe und Sehnen). Kannst auch Anis/Fenchel und Kümmel mit in den Tee geben. auch gut für den Darm - und gegen Koliken...

Übrigens im März geht es fast allen Hufrollenpatienten schlechter. Ich denke, daß es etwas mit dem Eiweiß im Gras und der wechselnden Bodenstruktur zu tun hat. Bin aber noch am Ausprobieren...

Ist das Überbein weich? Kannst Du es "verschieben"?

Movicur kenne ich nicht - was ist das?

Heute abend mehr - muß noch ein bißchen arbeiten :D :floet:

mgm2080
13.08.2008, 07:34
Hallo lammi,

noch ein paar Antworten die ich vergessen hab.
1. Zahnarzt war erst da, alles war in Ordnung. Kommt in einem Jahr wieder.
2. Knorpel lässt sich nicht verschieben und ist nicht weich.
3. Grosse Belastung hat er eh nicht und steht schon seit November,
aber ab und zu arbeite ich ihn mit Sattel und einmal pro Woche wenn es ihm gut geht machen wir übungen vom Sattel aus aber nie länger als 15 min.
4. Movicur ist das Gelenkfutter von St. Hippolyt auch das Lamin ist davon.
ich bin sehr überzeugt davon. Füttern tu ich dann auch noch Struktur-Energetikum. Was ihn nach den vielen Koliken gut zunehmen hat lassen.
Fressen würde er eh alles :-* er ist auch überhaupt nicht schwerfütterig.
Heucops hat er in seiner schlechten Phase auch immer bekommen mit Fenchel/Anistee. Ich denke halt das er ein Magengeschwür und Gastritis hat.
Habe ihm die letzte Zeit immer mal Reis gemacht und ihn mit Leinsamen und Flohsamen vermischt. Das ist superschleimig und gut für den Bauch.

Muss jetzt in die Arbeit.... :schmoll:

Bis bald Danke
mgm

lammi88
13.08.2008, 08:44
Hab grad mal geschaut: Movicur ist zu teuer! 250g/Pferd/Tag...10kg 109€ ...das langt 40Tage, sind am Tag 2,73€
Markus Mühle Gelenkkraft ist fast identisch in der Zusammensetzung. Du brauchst am Tag 7g Muschelextrakt - sprich: 6 Meßlöffel = 60g. 3kg kosten (mit 10% Gutschein und 2% Skonto) 34,40€ langen 50 Tage =0,69€ pro Tag... ;) Schau mal: die Studie ist interessant: http://www.gruenlipp-muschelkonzentrat.de/verzehrempfehlung_pferde.php

Ich versuche nachher nochmal ausführlicher zu schreiben. Habs gestern abend nochmal durchgelesen und mir Notizen gemacht. Muß aber nachher erstmal in die Stadt. Mal sehen, wann ich wieder zurück im Büro bin.

Kannst Du Huffotos machen? Meine Huforthopädin kommt Freitag. Ich würde sie ihr gern zeigen. Ich schicke Dir gleich mal meine email per PN. Ich bräuchte Aufnahmen:
Von unten, seitlich (möglichst dicht am Boden Fotoapperat halten) und von vorn. Alle 4 Hufe und je ein Bild vom ganzen Pferd von Vorn, von Seiten, von Hinten. Wenn ich sie Freitag morgen auf dem Rechner habe, kann ich sie ausdrucken und ihr nachmittags dann zeigen. Versuchs mal :tu:
Rest später! :cu:

lammi88
13.08.2008, 22:09
SOOOOOO! Bin grad von den Pferden zurück - nun mal etwas genauer ;)

Also Brennesseltee nimmt man zum Entschlacken. Der fördert die Nierenfunktion und somit die Ausscheidung von Giftstoffen. Solltest Du also auf jeden Fall mal für 2-3 Wochen als Kur durchziehen. Dadurch, daß der Darm nicht richtig gearbeitet hat, konnten sich "Abfallstoffe" im Körper ablagern. Diese gehen gern in Gelenke und Leber. Und eben Ablagerungen da können auch mal nicht zu erkennende Lahmheiten hervorrufen. Grad die Tatsache, daß er - wenn ich das richtig verstanden habe - schlecht zunimmt, läßt auf Leberprobleme schließen. Genauso häufige Koliken könnten durch eine Leberfunktionsstörung kommen.
Du kannst mal mit ihm spazierengehen. Schau genau, was er sich an Pflanzen bevorzugt raussucht. Geh am besten über eine halbe Wildwiese. Dort wird er alles finden, was er gebraucht. Ich vermute, daß er gern Löwenzahn und Schachtelhalm frißt, oder? Falls Du die Namen nciht kennst, rupfe ein Blatt und eine Blüte ab oder fotografier die Pflanze. Was ich nicht kenne, finde ich in meinen Heilkräuterbüchern ;)
Zum Aufbau der Leber helfen folgende Kräuter als Tee:
2 Eßl Kalmuswurzel, 2 Eßl Bärlappsporen (gemahlen) in 1/4 Liter Wasser kalt ansetzen und über Nacht stehen lassen.(Geht prima in einer kleinen Plastikflasche - einfach alles rein un GUT schütteln)
4Eßl. Schachtelhalm, 3 Eßl Brennesseln morgens heiß aufgießen und 15 Min ziehen lassen. Blätter herausnehmen. Dann die Kalmuswurzel/Bärlappsporenmischung in den Tee geben. 10 Minuten ziehen lassen und mit Heucops auffüllen. Mindestens 2 Wochen lang
Lamour hat nach der Kur plötzlich zugenommen, wurde weicher in den Gängen und wurde im ganzen entspannter. Hat ihr sehr gut getan. :tu: Die Zutaten hab ich damals über mittgard.de bestellt.
Du kannst auch Cheledonium in D8 2x tgl 5 Globoli geben. Schöllkraut hilft auch bei Leberproblemen/Überlastungen. Sehr gut sogar.

So, aber nun mal zum Thema "Hufrolle". Wobei ich bei Deinem Jungspund noch nicht davon überzeugt bin (und wenn, dann kann es nciht schlimm sein, da das Strahlbein noch nicht verändert ist). Es kann auch z.B. eine Huflederhautreizung sein. Die bekommen Pferde u.a. durch falsche Stellung, falsche Eisen oder zu enge Trachten. Daß er mit den Eisen nicht mehr ordentlcih laufen konnte ist für mich so ein Hinweis. Diese Reizungen können Monate dauern bis sie ausgeheilt sind. Jeder Stoß bringt sie wieder neu hervor, bzw es dauert ja auch, bis die Hufform sich anpaßt und der Druck weggeht. Deshalb würde ich gern Huffotos sehen. Ein bißchen Ahnung hab ich von Stellung auch und die Chance, daß ich sie meiner HO unter die Nase halten kann, kommt nur alle 8-9 Wochen mal :p ;) Wie gesagt: laß Dir zeigen, wie Du nachfeilen kannst. Bringt viel und spart Geld :tu:

Wo sitzt das Überbein? Richtung Ballen oder eher Richtung Zehe? Ich hatte erst an einen Stich oder ein verkapseltes Hufgeschwür gedacht - aber die wären eher weicher und beweglicher gewesen.... Es könnte - je nachdem, wo es sitzt, ein Hämathom (schreibt man das so??? :?:) - ein "blauer "Fleck:p sein. Das kann durch Überbelastung an einer Seite entstehen. Hatte Lamour eine Zeit lang am Ballen. Kam durch die Umstellung...

Offenstall ist perfekt :tu: Dein Pferd muß sich 24 Std frei bewegen können ohne enge Wendungen zu gehen. Und die meisten Kopper bessern sich auch im Offenstall. Vermeide jegliche enge Wendung, oder daß er sich stellen muß. Auch Sprünge sind Tabu. Wenn er es von sich aus macht - okay, aber verlange es nicht von ihm. Jede seitliche Bewegung im Huf wird ihm weh tun. Deshalb erstmal vermeiden. Okay?

Muschelextrakt hatte ich letztes Mal schon genauer geschrieben... Gut ist auch: Gelatinaat von Prime Val - allerdings teuer (über dierapotheker.nl am günstigsten). Hat Lamour fast 1,5 Jahre bekommen. War gut, allerdings finde ich das Gelnekkraft besser und günstiger.
Zinkrotat POS - würde ich Dir eine Kur empfehlen. Zink steigert die Immunabwehr. Du fängst an mit 2x tgl 10 Tabletten über 5 Tage, dann senkst Du langsam die Dosis. Du solltest Dir 1000 Stück besorgen und die über mindestens 2 Monate geben. (medizinfuchs.de) Wenn Lamour nicht mehr läuft, gebe ich ihr Zink. Das lahmen bessert sich bei ihr schlagartig.

Was Du auf gar keinen Fall machen soltest, ist Schmerzmittel geben. Auch keinen Ingwer. Du hast nur die Chance eine neue Entzündung zu sehen, wenn das Pferd die Scherzen spüren und zeigen kann. Nur dann kannst Du eingreifen und Zink geben.

Mir fällt grad soviel ein ;) Aber ich glaube, fürs erste ist es genug zu Lesen ;)
Wie gesagt: versuche mal bis Freitag mittag Huffotos zu senden, okay?
Schönen Abend noch! :cu:

mgm2080
15.08.2008, 07:39
Wow,
das muss ich mir mal in Ruhe durchlesen. Fotos kann ich dir leider heute nicht schicken komme erst heute abend in den stall.

Ich hab so vieles schon gemacht das ich immer wieder was vergesse :sn:

Habe jetzt erst ein grosses Blutbild machen lassen um zu sehen im welchen Verhältniss die Vitamine und Mineralien stehen es war alles :tu:
Macht es Sinn Zink zu füttern wenn er auch keinen Mangel hat ???

Und ich füttere jetzt seit ca. 4 Wochen Kanne Fermentgetreide zu jedem mal Kraftfutter was ihm auch sehr gut tut.

Melde mich morgen mal....:compi:
Mgm

lammi88
15.08.2008, 08:21
Schade - hätte ja klappen können :D Mach sie trotzdem und schicke sie mir mal. Ich bearbeitet die HO mal, daß ich sie ihr weiterleiten darf :p ;)

Ja, Zink kannst auch Du nehmen, wenn Du z.B. eine Grippe hast. Der Überschuß wird vom Körper zur Immunabwehr verwendet. Man kann ohne weiteres 3 Monate lang eine erhöhte Zinkzufuhr geben. Dann muß allerdings eine Pause eingelegt werden, da sonst Nervenschäden auftauchen können. Deshalb auch erstmal hohe Dosis zu Anfang, dann reduzieren - eben nach Augenmaß, wie er am Nesten läuft. Ist reine Gefühlssache. Den Tipp hatte ich damals von einer Heilpraktikerin bekommen und hab es dann bei Lamour ausprobiert. Und es hat geholfen :tu:

Heike+Lina
26.09.2008, 14:14
Hallöchen,

ich selber habe mir vor 5 Jahren ein Pferd mit Hufrollenentzündung gekauft. Ich habe ihn mir aber gerade wegen der Hufrollenentzündung gekauft, nach einer gewissen Heilungsphase habe ich heute ein lauffreudiges Pferd das ich damals zum Schlachtpreis bekommen habe.

Wenn Interesse besteht kann ich ja mal etwas über die Zeit erzählen.

LG
Heike

lammi88
26.09.2008, 14:18
Hallo Heike!
Immer! Je mehr Infos man zusammenträgt, desto eher findet man neue Wege den Pferden zu helfen! :tu: Es stimmt: Wenn die Entzündung nicht chronisch ist, kann man das Pferd gut wieder hinbekommen :tu: Erzähl hier Eure Geschichte! Vielleicht bewahrst Du damit einem anderen den Weg zum Schlachter :tu:!!!!

Heike+Lina
26.09.2008, 14:26
Hallo Lammi,

ich erzähle gerne meine Geschichte nur das evtl. einige hier aufschreien werden wenn ich sage das ich mein Pferd mit der Straßer-Methode gesund bekommen habe. Mein Pferd hatte chronische Hufrollenentzündung auf beiden Hufen vorne, ist ein ehemaliges Turnierpferd (Springen), wurde dann an ein Mädel verkauft damit sie noch kleinere Turniere gehen konnte, tja... wo er dann gar nicht mehr laufen konnte sollte er zum Schlachter.

lammi88
26.09.2008, 14:38
Mir persönlich ist "Strasser" in der Umstellung zu radikal. Ich bin eher "Fan" in Richtung "Biernat". ;) Letztlich zählt aber das Ergebnis - und da sind beide ähnlich :D Tut ein "Papst" dem anderen nix :D

Schreibs mal auf. Ich hab diese Seite in einigen Foren verlinkt und auch schon Mails drauf bekommen. Ich würde es begrüßen, wenn wir ein Forum hätten, wo viel über diese Krankheit zusammen getragen wird. Ich stand damals allein da und habe mir Tröpfchenweise Infos zusammengetragen.

speddy86
26.09.2008, 14:42
Sagt, was ihr wollt, aber 50% Der Menschen sind dumm wie stroh!! Das ist doch noch immer kein Grund ein Pferd zum Schlachter zu geben!!!! Nur weil ein dümmlicher TA sagt: Tod dem Tier, heißt das noch lange nicht dass es stimmt. Wieso laufen die Menschen eigentlich immer blind hinterher, anstatt mal Dinge zu hinterfragen und auch in gewissen Situationen zu überlegen und zu hinterfragen.


Was ist denn die Straßer-Methode?

Springpferde sind sehr gerne von Hufrolle befallen, weil viele Springreiter ihre Pferde nicht vernünftig reiten und tranieren. Ich könnte Kotzen, wenn ich mit ansehen muss, dass nach einer Runde schritt, 3 Runden Trab ein L-Oxer angeritten wird.

Und die Dame, die das Pferd an das Mädchen verkauft hat, war ja auch nicht bes. Helle! Wenn ein Pferd Rolle hat, sollte man es eher behandlen und gesund Pflegen, anstatt, es an jemanden zu verkaufen, damit es kleine Turniere reitet. Damit ist dem Tier doch nicht geholfen!!

Gott sei dank, hast du denn das arme Tier gekauft! :top:




@lammi: Tolle Idee! Unterstütze ich voll!!!!!!!

Heike+Lina
26.09.2008, 14:58
Ich kann Gizmo´s und meine Geschichte gerne aufschreiben. Dafür brauche ich aber Zeit und im mom sitze ich auf der Arbeit :D

@Lammi, du bezeichnest die Methode Straßer zu radikal. Das mag für einen Außenstehenden so aussehen, aber ich sage immer wo gehobelt wird da fallen Späne. Ich sehe das hier und jetzt, mein Pferd ist absolut schmerzfrei und freut sich seines Lebens, Wanderritte und sogar Jagden mit Sprüngen geht er gerne mit.

speddy86
26.09.2008, 15:12
Hey! Wolltet ich mir nicht erklären, was diese Methoden nun sind?? ;-D

Oh ja kannst gerne aufschreiben!

Sitze auch auf meiner (noch) Arbeit!!!!! :-D Bald ist Wochenende :top:

Heike+Lina
26.09.2008, 15:25
Ich kann nur von Strasser berichten. Fr. Dr. Strasser hat es sich zur Aufgabe gemacht die Pferdehufe natürlich zu behandeln, darunter gehört nicht nur die Barhufbearbeitung (nach dem Vorbild der Natur/Wildpferde) sondern auch die Haltung, Fütterung usw.
Hier ein Link www.vdhp.de

lammi88
27.09.2008, 10:19
Es gibt in der Huforthopädie 2 "Päpste" einer ist Frau Strasser, der andere Herr Biernat. Letztlich haben beide das gleiche Ziel: Einen gesunden, beweglichen Huf in korrekter Stellung. Wobei Strasser, wie Heike+Lina schon schreib, auch genauer auf Haltung eingeht, Biernat sich mehr auf die medizinische Richtung "stürzt".
Ich war früher Strasser Befürworter. Mittlerweile gehe ich mehr in Richtung Biernat, empfinde aber eine Mischung aus beiden - für mich - als ausgewogen.
Was ich mit zu "radikal" meinte, war, daß auch bei älteren oder kranken Pferden, bei Strasser sofort die ideale Hufstellung geschnitten wird. Das geht aber letztlich auf Knochen und Bänder, die ja jahrelang in andere Richtungen gearbeitet haben. Strasser nimmt da auch ein lahmen und Hufgeschwüre in der ersten Zeit in Kauf. Für mich hält sie auch die Hufe häufig zu kurz. Biernat ist für die langsame, stückweise Umstellung, wobei bei ihm die ideale Hufform und Stellung individuell ist. Eben, so, wie sich Hufe und Stellung bei korrekter Behandlung entwickeln. Das ist eben der Unterschied. Was nun richtig oder falsch ist, muß man - finde ich - immer vor dem Pferd selbst entscheiden.
Meine Huforthopädin kommt von der dhgev.de und kennt beide Methoden obwohl sie nach Biernat ausgebildet wurde. Was mir persönlich eben besonders liegt ;)
Ach so: wenn ich das im Internet richtig gezählt habe, hat liegt Strasser mit Klagen etwas vor Biernat :D :D :D Mußt mal auf beiden Internet-Seiten lesen - meist findest Du dort jeweils: Klinik Strasser hat hier an diesem Beispiel versagt - wir haben das Pferd gerettet und anders herum genauso... sind sich beide nicht grün :p Eigenlich schade... weil beide ja das richtige wollen.....

mgm2080
09.11.2008, 20:25
Hallo Lammi88,

wie ich sehe bist du immer noch sehr stark im Forum vertreten.Find ich super.
Ich wollte mich nur mal bei dir melden. Meinen Bub gehts super.... Koliken sind seit 8Wochen keine aufgetreten und was das Lahmen betrifft ist auch alles super.. es ist ein tolles gefühl wenn dein andauernd Lahmendes Pferd "normal" neben dir geht.
Er bekommt jetzt täglich Gelenkkraft von MM. Und für den Bauch und Darm Fermentgetreide von Kanne.
Alles andere hab nach eintretender Verbesserung abgesetzt. Auch der Knoblauch und Zink hat ihm sehr gut getan.
Auch das Überbein ist weg. Ich hab keine Ahnung warum....

Nochmals vielen Dank für deine Hilfe..
und an alle anderen... hört auf sie.. sie versteht etwas davon..;)

LG

lammi88
10.11.2008, 13:12
:o Hoi, da werd ich ja ganz rot :o Danke für die Blumen :bl: :hug: Ich hatte schon gedacht: eigentlich müßte ich mal nachfragen :p Bin nur nicht dazu gekommen, weil hier viel zu tun war.

Schön, daß es Deinem Buben wieder besser geht :tu: :wd: Und danke fürs antworten hier :bl:

mmh - dann wars wohl auch kein Überbein... kann das sein, daß da ein irgendein Stau (Blut, Lymphe o.ä.) vorlag und durch den Knobi und das damit verdünnte Blut, dieser Stau wieder abgeflossen ist??? :?:
Falls er mal Knobi verweigert, kannst Du auch Ginkgo geben. Verdünnt auch das Blut. Das würde ich auf jeden Fall 1 Jahr durchziehen.

Schade, daß Heike+Lina hier nichts mehr geschrieben hat :( Ich hätte ihren Bericht gern gelesen...

Lamour bekommt zur Zeit ja Teufelskralle und Ginkgo, dazu MM Gelenkkraft. Sie tobt nun wieder über die Koppeln. Echt schön das zu sehen. Der Transport in den neuen Stall über Hoppelpflaster und die Toberei zwecks Rangordnung dort, hatten sie doch arg mitgenommen und sie lahmte recht stark. Nun bin ich mal gespannt, was passiert, wenn ich die Teufelskralle in einer Woche für 3 Wochen aussetze...mal sehen, obs wieder schlimmer wird. Ich hoffe ja nicht...Aber Lamour wird freuen - sie mag die Teufelskralle nicht :D (riecht komisch - abba da musse durch :D)

weinender_engel
14.11.2008, 22:13
Hallo, ich hab durch zufall im internet diesen Beitrag gefunden, und würde mir wünschen wenn Du mir etwas Hilfestellung bei meinem Pferd geben könntest!
Also zu meiner Stute, sie ist 14 und bis 8j sehr erfolgreich im sport gelaufen, danach kamen kolik op und so weiter.
so vor 3j war sie von einer minute zur anderen stock lahm. damals Röntgen, mit dem ergebniss hufbeinabsekung auf beiden vorderbeinen und schatten auf der Hufrolle (re). Mit Spezialbeschlag kamen wir sehr gut hin. So nun ist sie wieder lahm und hat vorne li eine dolle Veränderung (aber nicht lahm) und vorne rechts leicht (aber lahm)
in der klink haben sie gesagt bei der abstammung kein wunder (pilot) nun haben wir sie spritzen lassen (Schleimbeutel und Hufbein). ich würde mich freuen wenn du mir weiter helfen könnest.. wie sie weiter behandelt werden könnte sollte.. liebe grüße

lammi88
15.11.2008, 19:09
Hallo, ich hab durch zufall im internet diesen Beitrag gefunden, und würde mir wünschen wenn Du mir etwas Hilfestellung bei meinem Pferd geben könntest!
Also zu meiner Stute, sie ist 14 und bis 8j sehr erfolgreich im sport gelaufen, danach kamen kolik op und so weiter.
so vor 3j war sie von einer minute zur anderen stock lahm. damals Röntgen, mit dem ergebniss hufbeinabsekung auf beiden vorderbeinen und schatten auf der Hufrolle (re). Mit Spezialbeschlag kamen wir sehr gut hin. So nun ist sie wieder lahm und hat vorne li eine dolle Veränderung (aber nicht lahm) und vorne rechts leicht (aber lahm)
in der klink haben sie gesagt bei der abstammung kein wunder (pilot) nun haben wir sie spritzen lassen (Schleimbeutel und Hufbein). ich würde mich freuen wenn du mir weiter helfen könnest.. wie sie weiter behandelt werden könnte sollte.. liebe grüße


Hi Du!

Bei Hufrollenbefund lahmen die Pferde meist, wenn eine Entzündung akut ist. Die Veränderung der Hufrolle selbst, ist in den wenigsten Fällen für das Lahmen verantwortlich. Damit kommen die Pferde meist recht gut klar. Ich hab neulich ein Röntgenbild geschickt bekommen, was NOCH schlechter war, als das meiner Lamour....und das Pferd wird noch täglich geritten und hat Spaß am Laufen...;)

Erste Frage: ihr habt sie "Spritzen lassen" Was, wie??? Da gibt es verschiedene Methoden. z.B. Abspritzen mit Betäubungsmitteln um den Lahmheitsherd zu lokalisieren, oder Spriten mit Hyaluronsäure, Spritzen mit Schmerzmitteln oder auch Spritzen, die ide Nerven abtöten...??? Das geht aus Deinem Bericht nicht hervor...

Wichtig ist bei allen Hufrollenpferden: ein funktionierender Hufmechanismus und genug Bewegung. Ich denke, Deine Stute steht in einer Box, oder? Versuch sie zum Frühjahr in einen Laufstall/Offenstall zu geben. Jetzt ist das zu spät, das sie kein ausreichendes Winterfell hat. Laß sie nun täglich so lange wie irgend möglich auf die Koppel. Am besten mit anderen ruhigen Pferden zusammen.
Desweiteren hol Dir mal einen Huforthopäden (www. dhgev.de). Am besten wäre es, wenn Du die barhuf stellen würdest. Grad jetzt im Winter geht die Umstellung meist supergut :tu:

Bitte gebe KEINE Schmerzmittel! Das Pferd muß den Schmerz spüren und wird dann sein Verhalten und Gang anpassen. Das mag teilweise für Dich hart aussehen, aber nur so hast Du eine Chance den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen. Ein Pferd, was den Schmerz nicht spürt, wird die Hufrolle immer wieder überbelasten.
Besorg Dir mal Ginkgo (ich kauf meinen bei Makana.de) und Knoblauchgranulat. Beides ist blutverdünnend und entzündungshemmend. Ginkgo gibst Du täglich 30-35g mit Wasser angerührt paßt das gut unters Futter ;) Knobi 2x tgl 1 Eßlöffel voll unter das Futter mischen.
Gut ist auch eine Kur aus Zink (Zinkorotat POS - kauf ich über medizinfuchs.de 500St) 2x tgl 10 Tabletten. Zink aktiviert das Immunsystem.

Außerdem besorg Dir mal das Markus Mühle Gelenkkraft. 2x tgl 3 Meßlöffel.

Das sind so die Tipps, die ich Dir auf jeden Fall ans Herz legen würde. Und das sind alles Sachen, die Dir ein TA nie sagen würde ;) Ist letztich zu billig ;) Um genaueres für Dich rauszusuchen, würde ich gern abwarten, was der/die HO sagt. Manchmal langt es schon, wenn ein Pferd gut gestellt ist und das Lahmen hört fast auf ;)
Ich möchtes es nochmal ganz deutlich sagen: Hufrollenentzündung ist KEIN Todesurteil! Pferde können damit steinalt werden, wenn mal sich richitg verhält :tu:

mgm2080
19.11.2008, 10:26
Hallo weinender Engel,

sag mal Kolik deine Stute immer noch??? Oder hat sie sonst irgendwelche
Magen Darm Geschichten? Das solltest du auf alle Fälle beim geben von Futterzugaben berücksichtigen. Meiner hat z.b. auf Teufelskralle immer etwas vor sich hingekolikt. Ich musste es dann leider absetzen.
Falls sie dort Probleme hat gib ihr auf keinen Fall Schmerzmittel und schon gar nicht die Sie so aufnehmen muss. Das Belastet alles den Magen. Wenn wirklich (solltest aber wie lammi sagt vermeiden) dann nur in einer Infusion.
Falls du ein paar fragen wg. Koliken hast, meld dich wieder.

Gruss

P.S. an lammi
Ja es scheint mit der Blutverdünnung weggegangen zu sein..
Was das mitfressen von Knobi betrifft da haben wir keine Probleme. Verzehrt wird alles was man fressen kann :wd:
Das mit dem Ginko ist noch ne gute Idee ... Danke....
werde ich ausprobieren...

weinender_engel
20.11.2008, 19:35
Hallo mgm2080
zur zeit hat sie zum glück keine Koliken, ich hab sie vor 5 jahren an kolik ( magen geplatz, darm geplatz und darmaufhängung abgerissen) operien lassen, und ein jahr später an 12 bauchdeckenbrüchen nochmal op. Sie bekommt jeden tag mash und knobi.
was ich beachten muss, sie darf keine pellets und kein silo..
Ja die leidensgeschichte von ihr ist lang.. sie hat keinen kehlkopf mehr, und hat in ihrer jungend mal nen stich in die lunge.. also muss ich auch mit allem aufpassen was staubt.... Nun hat sie wieder nen bauchdeckenbruch 10 cm bis zur 3 muskelschicht..

lammi88
21.11.2008, 09:06
Da würde ich dann mal mit Schüssler Salzen arbeiten. z.B. Silicea stärkt das Bindegewerbe.... google mal - ist sehr interessant und wenn Du die Tabletten im Internet bestellst, auch bezahlbar :tu:

Kati_
28.12.2008, 20:49
Hallo!
..Ich möchte ein pferd kaufen doch es wurde festgestellt, dass es eine hufrollenentzündung hat . er ist ein warmblut wallach und erst 5 jahre alt. es wurde diagnostiziert auffgrund röntgens, dass er auf 3 beinen eine entzündung ersten grades hat und bei einem bein 3. grades. er ist sehr gut ausgebildet und wenn er sich bewegt gibt es noch keine auffälligen bewegungen oder ähnliches. sozusagen die krankheit ist noch nicht ausgebrochen. ich will ihn unbedingt haben weil mir an dem pferd so viel liegt aber kann ich mit dieser prognose auf gute zeiten hoffen?

gabriel
29.12.2008, 09:05
Hallo Kati! Ich kann dir nicht emphfelen so ein Pferd zu kaufen auch wenn du dich vielleicht verliebt hast! Ein Pferd mit fünf Jahren das so starke emtzündung hat!!! Wie soll es mal werden wenn es älter wird?? Außerdem ist das enormen Kosten verbunden die du jetzt ja schon direkt hättest! Meine Freundin hat so eine Stute sie läuft mal besser mal schlechter an reiten ist überhaupt nicht zu denken! Ich kann dir nachempfinden wie es ist wenn man ein Pferd so gerne hat! Ich hätte auch so ein Pferd kriegen können eine Araberstute ich habe schweren Herzen auf sie verzichtet! Da es ein Fass ohne boden ist!
Keiner hätte mir sagen könne wie lange sie es noch gemacht hätte sicherlich ist es bei anderen Pferd vielleicht ähnlich da was weiß es auch nicht ob es lange lebt aber dieser Prognose im Vorraus das würde ich auf keinen Fall machen! Schau dir lieber noch andere Pferde an die Gesund sind! Auch wenn es dir schwer fällt!

L.G.

lammi88
29.12.2008, 11:07
Kati,

es kommt dadrauf an, was Du mit dem Pferd machen willst. Wenn Du reiner Freizeitreiter bist, ohne Ambition zu Dressur oder Springen, wirst Du noch viel Freude mit ihm haben können.
Eine Entzündung im Anfangsstadium bekommt man gut in den Griff. Ein stark verändertes Strahlbein wird immer wieder Probleme bereiten. Aber auch da lernt man mit umzugehen. Er wird wohl keine 30 werden, aber mit Glück und guter, RICHTIGER Pflege, kann er schon als Reitpferd 20 werden ;)
Wenn Du Dich für den Kauf entscheidest, mail mich ruhig an :tu:

Kati_
30.12.2008, 09:45
..also ja ich würde ihn nur für den freizeitsport reiten.. ..wenn ich ihn hätte würde er 24h freie bewegung haben können und dann würd ich ab und zu kommen in der woche und ihn eben reiten vielL. mal ausreiten auch aba da hab ich gelesen dass das nicht so gut ist ..stimmt das?sollte man ausritte vermeiden? ..ich würde ihn hald reiten oder anderes mit ihm machen:longieren, spaziern gehn, etc.. ..ich weiß die leute raten ab ihn zu kaufen wie bei jedem pferd bei der diagnose aber dieses pferd bedeutet mir wirklich alles ! wenn ich ein andres pferd sehe muss ich an ihn denken und wie schön es mit ihm wäre[hört sich vielL. jetzt verrückt an] ..aber dieses pferd ist mein traum .
..eine rückmeldung wäre echt toll/nett ! mfg kati

lammi88
30.12.2008, 10:50
Ausritte sind genau das richtige. Grade Strecken, wo er sich nicht über die Vorderhand biegen muß. Longieren oder Platzarbeit sollte man weitestgehend vermeiden.
Les Dir mal durch, was ich schon oben alles geschrieben habe. Dann hast Du schon einen guten Grundstock.
Wichtig wäre auch 24 Std Bewegungsmöglichkeit - also ein Offenstall. Das wäre also ideal bei Dir.
Häufig sind diagnostizierte Hufrollenbefunde einfach nicht ganz korrekt - um es nett auszudrücken. Häufig ist eine falsche Hufbearbeitung Schuld an Entzündungen ;) und die gehen weg, wenn das Pferd richtig gestellt ist ;)
Wenn Dir soviel an ihm liegt, dann überlege, ob Du die Kosten für ihn aufbringen kannst. Auch, wenn mal eine Kolik oder eien Verletzung auf Dich zukommt. Du wirst anfangs auch häufiger einen Huforthopäden kommen lassen müssen... Wenn das alles stimmt, und er Dir so viel bedeutet, dann laß Dich nicht durch die Diagnose abschrecken. Versuche ihn zu max. Schlachtpreis zu kaufen und geb ihm die Chance auf ein schönes Leben.
ich schicke Dir mal meine e-mail per PN. Wenn Du Probleme hast, er einen Schub hat, o.ä. kannst Du mich gern anschreiben :tu:

Kati_
30.12.2008, 15:40
Hey ,
..ich hab nämlich gehört dass es nicht so gut ist auszureiten da es nicht gut ist wenn er dann auf so verschiedenen bodenschichten geht:einmal asphalt, dann wiese, dann waldboden, .. ??
..er hat jetzt noch eisen oben aba wenn ich ihn hätte würden wir ihm die schon ziemlich sicher runtergeben und die hufen richtig stellen lassen, da ich bei informationen über die krankheit oft gelesen habe, dass wenn der huf im physiologischen zustand(grundzustand) gestellt ist, der hufmechanismus viel besser arbeiten kann. ist das schon mal eine erleichterung bei der krankheit?
.. kann ich ihm sonst helfen die krankheit zu erleichtern? spezielles futter?!du hast in deinen vorigen beiträgen ziemlich viel geschrieben um den pferden zu helfen . kann ich jetzt sozusagen vorhilfe leisten um den ausbruch der krankheit - das lahmen- und die weitere entwicklung der krankheit zu verlangsamen ?
Wäre für alle tipps dankbar. Meine e-mail über PN! :)
lg Kati

lammi88
30.12.2008, 17:27
Wenn er jetzt Eisen trägt, kann das schon der Auslöser für die Hufrollenentzündung sein ;) Wenn die Eisen ab sind, kann es sein, daß sich der huf regeneriert und Du nie wieder Probleme hast ;)
Beim Futter solltest Du drauf achten, daß ein hoher Anteil an Omega 3 Fettsäuren gegeben wird. Leinöl z.B. oder eben das Markus Mühle Gelenkkraft. Omega 3 Fettsäuren sind die Vorstufe zur Alphalinolsäure. Diese ist für gesunde Knorpel das A und O. Eine Art Gelenkschmiere eben ;) Ebenso wirkt sie entzündungshemmend.
Melassefreies Futter und kein Weizen hilft ebenfalls. Melasse steht im Verdacht, daß sie Hufrehe fördert...Beweisen kann man es zur Zeit noch nicht.
Auch solltest Du ihn nicht zuuu dick werden lassen. Was nicht heißt: Halt ihn dünn, aber das Mittelmaß ist wichtig, da hohes Gewicht auf den Hufrollenmechanismus drückt.

Das mit dem Boden ist Quatsch. Klar geht ein Pferd lieber auf weichem, federnden Grund, der schön eben ist...wir doch auch ;) Asphalt ist immer Pflicht nur Schritt - alles andere staucht den Huf zu sehr. Und Steine sind immer unangenehm...Solchen Boden kann man aber meist sehr elegant umreiten ;)
Viel wichtiger ist, daß Du ihn mehr auf der Hinterhand reitest. Die ist viel kräftiger und kann das Reitergewicht viel besser abfedern. Somit entlastest Du die Vorhand - bei der auch zu 95% die Hufrollenerkrankung auftritt. Nur seeehr selten auf der Hinterhand und dann sehr häufig bei Pferden mit Fehlstellung (oder eben einengenden Eisen)

Kati_
31.12.2008, 12:17
..ich hoff ich nerv jetzt nicht so viel mit meinen fragen::
..wie ist das wenn er in den nächsten wochen zu mir kommt und ich die eisen runtergebe macht das was wenn ich jetzt im winter diese umstellung mache? ..kann ich ihn dann trotzdem reiten? und kann ich ihn reiten während er richtig gestellt wird ? weil ich hab gehört, dass während er richtig gestellt ist ihn man nicht reiten soll. Und kann ich ihn überhaupt reiten wenn ich ihn dann haben würde?-wegen der krankheit jetzt?..

Danke für die ratschläge mit dem futter :)

lg Kati

lammi88
01.01.2009, 19:43
Laß die Eisen abmachen und schau, wie er läuft. Kann sein, daß er erstmal lahmt. Er ist es ja nicht gewohnt ohne Eisen zu laufen. Das ist so, als ob Du Deine Schuhe an den Nagel hängst - zuerst spürst Du jeden Stein...bis Du Hornhaut hast ;) Aber normalerweise kannst Du ihn sofort reiten. Fang langsam an, schau genau, wie er geht. Du wirst mit der Zeit ein Gespühr dafür bekommen, wann er einen guten und wann er einen schlechten Tag hat und Du wirst gegensteuern können. Er wird es Dir danken, wenn Du Rücksicht auf ihn nimmst.;)
Und füttere grad am Anfang Zink zu. Gut geht Zinkorotat POS (über Internet-apotheken!!) Zink wirkt entzündungshemmend. Falls sich eine Entzündung bildet, werden seine Abwehrkräft gleich dagegen arbeiten und sie wird nicht schlimm. Einmal eine Kur - 1000St. Erste Woche 2x tgl 10Tabletten, dann auf 2x tgl 5-7 Tabletten. die letzte Packung (100St) dann 2x tgl 4St.
Wenn Du ihn im Winter in einen Offenstall umstellst, mußt Du ihn eindecken - denk dran. Sein Winterfell ist nicht dick genug, wenn er vorher in einem festen Stall gestanden hat. Dann solltest Du ihn auch nicht naß reiten... Nächsten Winter wird er dann von allein dickes Fell bekommen ;)

Kati_
01.01.2009, 20:18
..was ist in der zeit in der er richtig gestellt wird das dauert ja ca.6-12 monate in der zeit ist er trotzallem reitbar richtig? ..soll ich mit der kur gleich anfangen wenn er bei mir ist?
Dankeschön ;) :) ;)
lg Kati

lammi88
02.01.2009, 11:35
Theoretisch kannst Du ohne Probleme während der Umstellung reiten. Die Umstellung auf barhuf ist nicht das Problem - das Problem ist der Huf von innen. Der ganze Mechanismus muß sich umstellen und das kann bei "Hufrollen"-Patienten kurzfristig mal zu einer neuen Entzündung führen. Du mußt eben schaun, wie er läuft. Geht er vorn kurz, wird er "aua" haben. Dann geh nur mit ihm spazieren. Bewegung ist ein Muß und wichtig - Belastung (durch Reitergewicht) solltest Du in Akutphasen nicht machen.
Ja, geb ihm ruhig gleich das Zink. Ich habe immer eine Packung bei mir liegen, die ich Lamour gebe, wenn der Boden entweder im Sommer zu hart und trocken wird, bzw nun im Winter der Boden uneben gefroren ist. Das sind die Böden, die ihr sehr weh tun und wo ein Schub vorprogrammiert ist. Aber bei ihr ist es schon seit 2 Jahren im "Endstadium" und dafür gehts ihr noch sehr gut.
Hast Du Dich schon entschieden, ob Du ihn kaufst?

Kati_
02.01.2009, 12:16
..was meinst du mit ,,wenn er kurz geht''?! wie bewegt er sich dann?
Also es ist so:: Kaufen werde ich ihn schon zu 99,9% ! Ich will schaun dass ich ihn demnächst bei mir stehen habe. Doch zuerst muss das noch mit dem Preis geklärt werden da die jetztigen besitzer mit dem preis schon runtergegangen sind doch mit der Diagnose schau ich dass ich ihn um einiges billiger bekomme. denn der jetztige Preis ist mit der Krankheit absurd.
Ich frag dich deswegen all die sachen dass er nicht einfach bei mir steht und ich nicht weiß was ich jetzt bei der krankheit tun muss, deswegen möchte ich mich so gut wie möglich informieren. Schließlich soll es ihm ja auch gut gehen.
Ich hätte´noch eine frage ich bin zufällig auf die seite:: www.gesundehufe.com gelandet und dabei steht dass es gut ist wenn man hufschuhe benutzt. Sind diese sinnvoll oder klappt es auch gut ohne ihnen?
Und verstehe ich das richtig?!Also bei seiner Diagnose kann es mal sein dass die entzündung akut wird>dann lahmt er und das kann ich durch deine tipps wieder hinkriegen dass es ihm danach wieder besser geht und er nicht mehr lahmt dann kann ich ihn auch reiten aber eben auch nicht zu sehr beanspruchen. d.h. dann gibt es wieder eine zeit in der die entzündung nicht akut ist und er besser läuft ..aber nach einiger zeit kann sie dann wieder ausbrechen und akut werden.. hab ich das so richtig vestanden?
..und was du auch bei einem vorigen beitrag geschrieben hast:auf asphalt nur schritt gehn richtig?!

lammi88
03.01.2009, 12:02
Kurz gehen heißt: Er setzt die Hufe vorn flach auf. Er nimmt die Beine nicht so hoch und schreitet nicht vorn kraftig aus...ich weiß nicht so recht, wie ich es erklären soll...:?: So ähnlich wie lahmen auf beiden Beinen...dann treten Pferde auch kürzer...Leider hab ich keine Videokamera...:(
Man kann Hufschuhe benutzen. Ich habe die von Marquis und war recht zufrieden damit - nur die Polster sind bei mir ständig kaputt....:rolleyes: Aber bei Matschwegen sind die ständig runter. Einzig bei Steinen waren die gut - und davon gibts hier viele, weil die ganzen Straßenränder damit aufgeschüttet wurden. Ich finde Hufschuhe okay, wenn man viel reitet und die Hufe sich zu schnell abnutzen, ansonsten gehts auch wunderbar ohne. :tu: Schau mal auf der Seite meiner Huforthopädin: www. huf-in-balance.de - von dort kannst Du auch nochmal zur dhgev.de gehen. Da bekommste viiiel gute Infos ;)
Ja, es kann immer mal wieder eine Entzündung auftreten. Aber mit der Zeit bekommt man einen Blick dafür und kann schnell entgegenwirken. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe (meine MAus hier zuhause ist kaputt und ich hab keine Lust nochmal auf eine andere Seite zu springen ;) :p) war er nur auf einem Bein stärker geschädigt, die anderen 3 waren nur leicht verändert, richtig? Ich denke, wenn Du ihn richtig stellen läßt, wird der Hufmechnismus sich gut regenerieren und Du wirst kaum noch Probleme haben. Eine Zinkkur und dann das Gelenkkraft von Markus Mühle...das sollte schon in kurzer Zeit eine Verbesserung im Schrittbild geben.
JA! Asphalt IMMER nur Schritt. Auch bei gesunden Pferden. Harter Boden ist Gift für die Gelenke. Nicht umsonst werden Laufschuhe mit Luftpolstern versehen - schont die Gelenke ;) Nicht nur von Menschen ;)
Übrigens Kaufpreis: Erkundige Dich mal nach dem Schlachtpreis. Da er erst 5 ist, würde ich 20% drauf rechnen und den Preis mal vorschlagen ;)

Gigollo
20.01.2009, 20:01
Hallo,
ich habe ein grosses Problem,vielleicht kann mir hier ja jemand weiter helfen.
Ich hatte vor ca. zwei Jahren ein Pflegepferd,wir hatten uns wirklich ger, dann wurde seine besitzerin Schwanger und wollte ihn verkaufen, ich hatte zu diesem zeitpunkt aber das Geld nicht. Irgendwann kam ich in den Stall und er war weg,einfach so niemand hat mir was gesagt und mir wollte auch niemand was sagen. Also habe ich meine sachen gepackt und bin nie weider in diesen Stall.Ich hab es immer wieder mit andren Pferden versucht,aber es wollte einfach nicht klappen.
Letzte Woche war ich auf einen Hof und wie durch ein wunder stand er da,ich habe zwei Blicke gebraucht um hin wieder zu erkennen, er hat wohl Hufrolle, sein besitzer meint grad 4, ich hatte bis dahin noch nir was von dieser Krankheit gehört. Hab mich dann mal im Internet versucht schlau zu machen über behandlungs Methoden usw. und bin hier auf der seite hängen geblieben.
Seine vorbesitzerin hat,soweit ich mich erinnern kann,mal erzählt das sie mit ihm einen Überschlag gemacht hat,weil ersich erschrocken hat und gestiegen ist und das deshalb ein Wirbel verrutscht sei und sie deswegen einen Nervenschnitt am rechten vorderhuf machen musste, heisst das das er schon immer Hufrolle hatte???
Sein jetztiger besitzer hat erzählt das er es schon mit Spritzen versucht hat das es ein bisschen besser geworden ist, aber er abgenommen hat weil er irgendwann nichts mehr fresen wollte und das kann er eigentlich den ganzen Tag ohne dick zu werden!!!
Ich würde meinem Bubi so gerne helfen, aber da er nicht zu mir gehört und ich nicht weiss ob der besitzer das alles zahlen würde habe ich mir überlegt das ich das übernehme!!
Was kann ich machen, ich will ihm so gerne helfen, er tut mir so leid wenn er mich mit seinen traurigen augen anschaut!!!
Er ist doch erst 11. er bekommt im übrigen schon einen spezialbeschlag, aber wenn ich das richtig verstanden habe nur alle 8 wochen und dann für 6 Wochen!!!
Hoffe das ich schnelle antwort bekomme!!!

lammi88
21.01.2009, 10:59
Hallo Gigollo!

Oje....er hat WIRKLICH schon einen Nervenschnitt bekommen???? Dann sollte man ihn nicht mehr reiten. Ein Nervenschnitt verhindert nur, daß das Pferd Schmerzen spürt. Somit wird die Entzündung schlimmer, ohne daß es das nach außen zeigen kann...
Das mit dem Überschlag verseteh ich nicht... die Hufrolle ist ein Komplex im HUF, das hat mit verschobenen Wirbeln nix zu tun. Bei verschobenen Wirbeln holt man eine Osteopathen, der den wieder einrenkt und weitere Anweisungen gibt. Meist Ruhepause, dann antrainieren und ggf nochmal einrenken. Das hat alles nix mit der Hufrolle zu tun.

Pferde nehmen z.B. ab, wenn die Schmerzen haben. Auch können die Spritzen die Leber belastet haben - auch das führt zu Gewichtsverlust obwohl sie viel fressen.

Ich kann Dir nur sagen, was ICH machen würde. Ob es der Besitzer macht, ist etwas anderes.
Erstmal Eisen ab. Holt einen Huforthopäden der dhgev.de. Dieser soll die Hufe richtig stellen. Sagt ihm bitte, daß er die Kanten rundfeilt und das Pferd langfristig auf dem äußeren Rand der Hufsohle mitlaufen läßt. Damit kommen die meisten Hufrollenpatienten gut zurecht. Der Huf wird sich innerhalb von 6 Moanten in eine Form stellen, mit der das Pferd gut laufen kann. Solange müßt Ihr Geduld haben und ggf nicht belasten. Wichtig ist, daß Dein Bubi sich viel bewegen kann. Am besten wäre ein Offenstall oder eine Box mit Paddock, der IMMER offen ist. Macht eien Zinkkur, wie ich sie bei Kati schon beschrieben habe und füttert Muschelextrakt (Markus Mühle Gelenkkraft - 2x3ML pro Tag). Verzichtet auf Weizen im Futter, ebenso auf Melasse. Im Frühjahr, wen wieder die Brennesseln wachsen, gebt ihm mal Brennesselsud. Einfach einen Eimer voll Brennesseln pflücken, grob zerschneiden und mit 5l kochendem Wasser übergießen. 15 minuten stehen lassen. Brennesseln raus, Heucops rein und das bekommt der zum Futtern. Brennesseln regen die Nieren an und spülen Giftstoffe aus, unterstützen also die Leber. Eine alte Methode sind auch Bärlappsporen...allerdings wird heute gern gesagt, die wären giftig...kann ich zwar nicht behaupten, aber ich muß drauf hinweisen. Ich habe meine über Mittgard.de bestellt. 2 Eßl. in eine 250ml PET Flasche geben, 1/4l kaltes Wasser auffüllen und 12 Std stehen lassen. Dann mit 1/4 l heißem Wasser (nicht kochend!!!) Auffüllen und mit Heucops zusammen im Futter geben. Bärlapp ist ein altes Hausmittel für Leberprobleme.

+Edit: Brennesseln und Bärlapp mindestens für 3 wochen geben!!!

Gigollo
22.01.2009, 14:53
Hallo,

die frühere Besitzerin hat immer gesagt das er nicht so gut zu reiten ist, er wollte immer nur rennen und hat immer versucht seinen Kopf durch zu setzten!
Bei dem Nervenschnitt bin ich mir nicht sicher,ich glaube mich daran zu erinner das sie da mal was erzählt hat,aber sie meinte das das mit dem Überschlag zu tun hatte, aber ich habe mir schon fast gedacht dass das nicht gehen kann,bin ja auch nicht ganz dumm!!:) Ich werde mal mit dem Besitzer reden, vielleicht macht er das, wenn nicht dann werde ich die kosten übernehmen!!
Er ist den ganzen Tag draussen nur nachts steht er in einer grossen Box!!!
Kann ich auch einfach Brennesseltee kaufen,oder müssen es frische sein, ich weiss wenn sie frisch sind dann ist es besser!!
Er frisst normal,es hat nur eine Zeit gegeben da hat er wenig wenn überhaupt was gefressen!!!

Gigollo
22.01.2009, 14:56
Ach das habe ich vergessen, soll er überhaupt keine Eisen mehr drauf bekommen??

lammi88
22.01.2009, 19:52
Kannst auch Brennesseltee kaufen - aber die im Frühjahr sind umsonst ;) :p

Frag mit dem Nervenschnitt nochmal nach. Kann sein, daß ein altmodischer TA das wegen des Hufrollenbefundes gemacht hat....Dummköpfe gibts genug ;)

Bei Boxen ist immer das Problem, daß die Pferde enge Kurven gehen müssen um sich zu bewegen/drehen. Das sollte man bei Hufrollentieren möglichst vermeiden. Wenn sie es von sich aus machen - okay, aber nicht, weil der Platz beschränkt ist. Weißt, was ich meine??? Jede enge Wendung geht auf den Hufrollenkomplex.
Wenn irgend möglich stellt ihn barhuf. Also komplett ohne Eisen. Aber nicht vom Schmied machen lassen, sondern von einem Huforthopäden. (www.dhgev.de) Schmiede haben eine handwerkliche Ausbildung, keine orthopädische. Teilweise Zusatzscheine gemacht, aber nie so intensiv, wie ein Huforthopäde. ;) Ein Pferd läuft sich den Huf so in die Form, die es braucht. Sprich: mit den Spezialeisen werden dem Tier sozusagen künstlich die Trachten verlängert. Das passiert aber von allein, wenn man es richtig barhuf bearbeitet. Wie gesagt: Bubi wird eien Zeit der Umstellung gebrauchen, kann sogar sein, daß er erstmal etwas lahmt (geh Du mal plötzlich iohne Schuhe ;)), aber das wird wieder. Die Hufe wachsen langsam aber sicher sogar so hart, daß er Asphalt mit weniger Abrieb als mit Eisen schafft. ;) Aber das geht nicht von heute auf morgen.

Gigollo
27.01.2009, 15:03
Hallo,
danke für die Tipps,ich schau mal was ich machen kann und ob ich raus bekomme ob er schon einen nervenschitt hatte, kann ich das eigentlich irgendwie selber feststellen??:confused:
Ansonsten geht es ihm galub ich gut,zumindestens finde ich das ernicht mehr so traurig schaut, das ist auch schon mal ein kleiner vortschritt,oder;)
Werde das mal mit den Brennesseln probieren,ob er den Tee überhaupt trinkt und wenn er das macht dann warte ich bis es frische gibt, solange bemitleide ich ihn,das gefällt ihm auch!!!:D

lammi88
27.01.2009, 15:12
Entweder Brennesseltee in den Wassertrog kippen und nix anderes mehr hinstellen :floet: oder Heucops in dem lauwarmen Brennesseltee aufweichen ;) Zur Not ein bißchen Honig drüber - wird eigentlich sehr gern gefressen :tu: ;)

Nee, der Nervenschnitt wird mit einer kleinen Narbe gemacht....ist reine Glückssache, wenn Du den findest. Und selbst dann KANN es noch eine Narbe von einer Weideverletzung sein...:o

Gigollo
27.01.2009, 18:23
Naja, hab jetzt mal die Telefon nummer von seinem alten Hufschmied gefunden, werde da mal anrufen vielleicht kann der mir was dazu sagen, wenn er darf:)

Gigollo frisst oder trinkt eigentlich alles, zumindestens habe ich das immer gedacht, bis er einen husten hatte und ich ihm Tee geben wollte, ich habe sogar Hinog rein gemacht, aber wenn er nicht will dann ist er ein richtiger dick kopf,da kann man nichts machen!!:D
Aber das mit den heucops werde ich mal probieren!!!:)

lammi88
28.01.2009, 08:16
:D Nonny frißt auch alles - aber Mash verweigert er ;) Ich glaub damit ist er so ziemlich das einzige Pony/Pferd im Umkreis von zig km, das Mash nicht mag ;) :D
Bei Husten hilft der Hustentee von Penny besonders gut. Einfach 4 Beutel aufreißen und 2x tägl. ins Futter geben :tu: Auch Kinderhustensaft mit Efeuextrakt hilft gut. 25ml 2-4x tgl übers Futter. Dazu Thymian (30g 2xtgl) ins Futter. Das überlebt kaum ein Husten wenn das Pferd auch noch ausreichend bewegt wird damit es abhusten kann ;) :p

Kati_
01.02.2009, 09:47
@ lammi88. hab jetzt lang nicht mehr geschrieben. als allererstes wollte ich mich für deine ganzen tipps bedanken! Der derzeitige Stand: mein dad überweißt morgen das geld für mein zukünftiges pferdi an seine derzeitigen besitzer :) .und innerhalb von 14 tagen wird er dann bei stehn . vor ein paar tagen war ein spezialist aus deutschland bei ihm und hat ihn noch einmal geröngt. er meinte, dass er nicht verstehe wieso bislang alle käufer wieder abgesprungen sind da die diagnose hufrolle sehr rar ist. in den nächsten tagen wird sich ser aus deutschland wieder melden und sagen was bei den röntgenbildern rauskommen ist. und er hat diekrankheit selbst noch nicht denn hufrollenentzündung hat er ja noch nicht es gibt nur einen befund. was jetzt meine eigentliche frage ist: ich wollte ihn ja eigentlich wenn er dann bei mir steht barhuf gehen lassen, da vielL. durch die eisen dehr huf zu eingeengt ist und ohne eisen der hufmechanismus besser arbeiten kann... doch ich hab gestern mit der jetzigen besitzerin gesprochen und die sagte mir, dass es unbedingt vorne die eisen braucht, da er mal einen hornspalt hatte, was jetzt aber eh wieder völlig verheilt ist und keine probleme mehr gibt, doch er braucht vorne unbeding die eisen. sie sagte, dass er hinten keine braucht, aber gerade vorne wollte ichs ja runtergeben weil die hufrolle ja stark vertreten nur bei den vorderhufen vorkommt. hmm was soll ich jetzt machen? ich vertrau nämlich eben drauf was die jetzige besitzerin sagt da ich sie persönlich kenne und ihre pferdekennung eigentlich nie in frage gestellt habe. doch wenn er die eisen vorne braucht aber er schon eine strahlveränderung hat kann ich dies ja nicht vorbeugen wenn ich eisen oben habe?! ich hoffe meine erklärung war verständlich.. würde mich für hilfe echt freuen.
glg kati

lammi88
02.02.2009, 08:45
Hey, das freut mich für Dich!!!:wd:

Weißt Du, weshalb Hornspalten entstehen????? ;) Hornspalten entstehen, wenn die Hufwände gegeneinander arbeiten. Dann "platzt" das Horn an der am meisten belasteten Stelle auf...und Hufwände arbeiten dann gegeneinander, wenn der Huf falsch bearbeitet wurde ;)
Nonny hatte auch kleinere Hornspalten...sind nun weg. Der große Holsteiner, mit dem wir anfangs zusammenstanden, hat massive Beinstellungsfehler und dadurch eben stark belastete Hufe und Hufwände und eben auch an allen 4 Hufen extreme Hornspalten bis an den Kronrand hinauf. Ganz werden die nie weggehen, da auch eben der Kronrand massiv geschädigt wurde, aber sie sind nun - nach 2 Jahren barhuf - SEHR viel kleiner und kurzer geworden. Um Dir mal einen Vergleich zu geben: bevor er von der HO das erste Mal bearbeitet wurde, hatte die schlimmste Spalte vorn links (die bis an den Kronrand ging) unten eine Lücke von 1,2cm..... Als er im Herbst wegging, habe ich nochmal gemessen: knapp 0,2mm und der offene Spalt läuft nur noch bis ungefahr zur Mitte ;)
Les Dich mal durchs dhgev.de dort wirst Du meine Aussagen bestätigt sehen (Fotos) und lesen ;)
Weißt, bei uns im Stall sind "Züchter"...seit fast 60 Jahren...aber den billigsten Hufschmied nehmen (der sch...arbeitet :() und den auch nur alle 12-14 Wochen holen und sagen: die haben schlechte Hufe, haben sie von der Mutter geerbt :man: DAS zum Thema: Pferdeerfahrung ;) ;) ;) das heißt noch lange nicht, daß man sich auch mit Hintergründen beschäftigt hat ;) Und Hornspalten als Grund für Eisen anzugeben..... :rolleyes::man: Les Dich mal durchs die Seiten und frag zur Not nochmal im Forum des dhgev.de nach :tu:

lammi88
10.03.2009, 09:05
Übertrag

Also,lange never ending Story, seit letztem Jahr April lahmt mein Traki vorne rechts.Der erste Tierarzt stellte beim Röntgen die Diagnose Gleichbeinlahmheit ( 4 Wochen Schritt gehen ).Es wurde jedoch nicht besser ,und ich hab ihn über Spommer nur auf Koppel gestellt. Im Sept.fuhr ich ihn in eine Tierklinik,dort wurde wieder eine Lahmheitsuntersuchung mit Abspritzen gemacht,er lahmte trotz Anästesie weiter im Hufbereich ( Speziell in der Wendung ).Daraufhin nahmen sie ihm Gelenks flüssigkeit ab,die imLabor Knorpelstückchen zeigte. Diagnose ist : Durch eine nicht erkannte Hufgelenksentzündung löste sich der Knorpel am Randbereich des Hufgelenks. Also haben wir eine IRAP Behandlung ( 7 Injektionen in mehren Monaten ) gemacht,die eigentlich ganz gute Erfolgsaussichten hat. Bei uns war das nicht der Fall,und nun fahre ich am Mittwoch wieder hin um eine Stammzellen Therapie zu machen !!Der Arzt riet mir zwar erst nach Köln zu fahren und eine Computer Therapie zu machen um zu sehen,ob er noch andere Schäden an dem Bein hat.Jedoch ist es zu weit nach Köln und die Kosten von 1.600 Euro schrecken mich auch ab. Mein Verdacht ist die Hufrolle,was sich aber auf den unzähligen Röntgenbilder nicht bestätigt.Aber alle Symtome sprechen dafür , Lahmheit ( Wendung ganz schlimm ),zu lange Zehe und kurze Trachte (mein Schmied sagte immer ,wäre nicht so arg schlimm ).Leichter Zwanghuf !!
Habe mich entschieden die Stammzellentherapie zu machen und dazu Deine Fütterungsempfehlung zu geben !! Im Sommer such ich mir einen guten Huforthopäden der im die Eisen abmacht !! Dies kann ich erst nach der Stamm Behandlung,weil der Huf steil stehen soll und er gerade deshalb Alueisen mit Dämmung gegen Stösse hat.

Monet ist 13 Jahre alt und hatte eigentlich noch nie was an den Beinen.

lammi88
10.03.2009, 09:13
Mein Verdacht ist die Hufrolle,was sich aber auf den unzähligen Röntgenbilder nicht bestätigt.Aber alle Symtome sprechen dafür , Lahmheit ( Wendung ganz schlimm ),zu lange Zehe und kurze Trachte (mein Schmied sagte immer ,wäre nicht so arg schlimm ).Leichter Zwanghuf !!

Röntgenbilder können nur etwas aussagen, wenn bereits eine Veränderung der Hufrolle vorliegt. Am Anfang sieht man nichts.
Meinst Du zu kurz Zehe und zu lange Trachten? Weil so rum wäre es bei Hufrollen befund. Anders ist nur schlecht geschnitten ;) Das würde auch für den Zwanghuf sprechen - falsch geschnitten. Magst Du mal Fotos von Deinen Hufen machen? Auf glattem Untergrund von außen Seite und von vorn und eines von unten. Bitte die Fessel seitlich mit fotografieren. Kannst Du hier z.B. über Imageshack.us einstellen.
Alueisen dämmen null. Dann mußte ein Stoßpolster dadrunter genagelt sein. Ist es das???? Bringt auch nix bei Entzündungen im Huf selbst. Mach mal die Fotos - ich hab da einen Verdacht ;)
Zinkorotat ist okay, dazu aber auch Muschelextrakt (z.B. 2x 3ML Markus Mühle Gelenkkraft oder über Makana pur bestellen und täglich 8g in 2 Portionen ins Futter mischen) für den Knorpelaufbau und Festigung

Monet22395
10.03.2009, 21:09
Hallo Lammi88,danke für die schnelle Antwort !! Er hat zu lange Zehen,definitiv.Wie funktioniert das mit den Fotos schicken?? Kann ich sie Dir per Email schicken,das kann ich wenigsten ?? Bringe ihn morgen zur Klinik,weil wir einen Termin haben.Die Bilder mache ich Dir vorher noch schnell,kein Problem. Hier mal meine Email ( Kannst mir gerne schreiben,vielleicht magst Du sie hier im Forum nicht preisgeben !!

Also vielen Dank !!!!!!!!!

lammi88
11.03.2009, 08:23
Ich bitte mal Camillo Deine email rauszunehmen. Kann jeder lesen ;)

Ich schreibe Dir eine PN (private Nachricht oben rechts) mit meiner email

Schimmelchen
23.03.2009, 18:31
Hi, habe vor ca. 6 Jahren mein erstes eigens Pferd gekauft. Von der Erkrankung Hufrollenentzündung hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört. Sonst hätte es mich vielleicht stutzig gemacht, dass das Pferd beim Probereiten stolperte. Lahm war er zu der Zeit jedoch noch nicht.
Es handelt sich um ein sehr großen Pferd, was vermutlich gesprungen wurde. Angeblich wusste der Händler nichts genaues über das Tier (würde ich heute nie mehr glauben, ich würde aber auch nicht mehr bei einem Händler kaufen). Nach ca. 1 Jahr Ausbildung (ich war Dressurreiterin und bekam regelmäßig Unterreicht) fing er an zu lahmen. Anfangs hörte das Lahmen nach ein paar Ruhetagen auf, wurde aber nach Belastung wieder schlimmer. Tierärzte kamen und gingen, mit den unterschiedlichsten Diagnosen (leichte Rehe in der Weidezeit; beim Spielen auf dem Paddock an der Schulter getreten, daher Wendeschmerz usw.) Eine Hufrollenentzündung wurde erst nach ca. 2 Jahren diagnostiziert, durch gezielte Lahmheitsdiagnostik mit Sedierung der Hufrolle, da auch die Röntgenbilder keine großartige Verändung der Hufrolle aufwiesen.
Die Lahmheit verschlimmert sich übrigens mit Beginn der Weidesaison immer drastisch, weshalb wir erst spät und ganz langsam anweiden.
Habe dann ein gutes Jahr nicht geritten und pausiert. Eine Zeit ging es gut, aber nach einigen Wochen regelmäßiger Bewegung (Reitplatz) war er wieder lahm. laut Tierarzt Nervenschnitt oder Frührentner. Nervenschnitt kam nach reiflicher Überlegung nicht in Frage.
Ein anderer TA hat dann noch mal eine Spritzenkur mit Hyarulonsäure versucht, hat nichts bewirkt und war richtig teuer. Jetzt empfiehlt man uns eine Spritze mit Cortison direkt in die Hufrolle. Dies ist aber nicht ungefährlich und das Ergebnis völlig offen, daher lehne ich es bisher ab. Würde ich wahrscheinlich dann auch nur in einer Klinik machen lassen.
Habe Anfang des Jahres Deinen Tipp mit Zinkrotat und Gelenkpellets von MM ausprobiert, seitdem lahmfrei!!!!!! Habe es ehrlich gesagt nicht wirklich für möglich gehalten. Im Augenblick füttere ich nur noch die MM Pellets.
Wenn die Weidezeit im Juni losgeht, werde ich wieder die Zinkrotattabletten füttern und dann bin ich mal gespannt. Werde mich dann wieder mal.
Erstmal vielen, vielen Dank für den guten Tipp.:tu:

P.S. Wir reiten zu seiner Freude nur noch aus und das überwiegend im Schritt. Dressur und Reitplatz war ihm eh immer zu anstregend und langweilig.;):)


SOOOOOO! Bin grad von den Pferden zurück - nun mal etwas genauer ;)

Also Brennesseltee nimmt man zum Entschlacken. Der fördert die Nierenfunktion und somit die Ausscheidung von Giftstoffen. Solltest Du also auf jeden Fall mal für 2-3 Wochen als Kur durchziehen. Dadurch, daß der Darm nicht richtig gearbeitet hat, konnten sich "Abfallstoffe" im Körper ablagern. Diese gehen gern in Gelenke und Leber. Und eben Ablagerungen da können auch mal nicht zu erkennende Lahmheiten hervorrufen. Grad die Tatsache, daß er - wenn ich das richtig verstanden habe - schlecht zunimmt, läßt auf Leberprobleme schließen. Genauso häufige Koliken könnten durch eine Leberfunktionsstörung kommen.
Du kannst mal mit ihm spazierengehen. Schau genau, was er sich an Pflanzen bevorzugt raussucht. Geh am besten über eine halbe Wildwiese. Dort wird er alles finden, was er gebraucht. Ich vermute, daß er gern Löwenzahn und Schachtelhalm frißt, oder? Falls Du die Namen nciht kennst, rupfe ein Blatt und eine Blüte ab oder fotografier die Pflanze. Was ich nicht kenne, finde ich in meinen Heilkräuterbüchern ;)
Zum Aufbau der Leber helfen folgende Kräuter als Tee:
2 Eßl Kalmuswurzel, 2 Eßl Bärlappsporen (gemahlen) in 1/4 Liter Wasser kalt ansetzen und über Nacht stehen lassen.(Geht prima in einer kleinen Plastikflasche - einfach alles rein un GUT schütteln)
4Eßl. Schachtelhalm, 3 Eßl Brennesseln morgens heiß aufgießen und 15 Min ziehen lassen. Blätter herausnehmen. Dann die Kalmuswurzel/Bärlappsporenmischung in den Tee geben. 10 Minuten ziehen lassen und mit Heucops auffüllen. Mindestens 2 Wochen lang
Lamour hat nach der Kur plötzlich zugenommen, wurde weicher in den Gängen und wurde im ganzen entspannter. Hat ihr sehr gut getan. :tu: Die Zutaten hab ich damals über mittgard.de bestellt.
Du kannst auch Cheledonium in D8 2x tgl 5 Globoli geben. Schöllkraut hilft auch bei Leberproblemen/Überlastungen. Sehr gut sogar.

So, aber nun mal zum Thema "Hufrolle". Wobei ich bei Deinem Jungspund noch nicht davon überzeugt bin (und wenn, dann kann es nciht schlimm sein, da das Strahlbein noch nicht verändert ist). Es kann auch z.B. eine Huflederhautreizung sein. Die bekommen Pferde u.a. durch falsche Stellung, falsche Eisen oder zu enge Trachten. Daß er mit den Eisen nicht mehr ordentlcih laufen konnte ist für mich so ein Hinweis. Diese Reizungen können Monate dauern bis sie ausgeheilt sind. Jeder Stoß bringt sie wieder neu hervor, bzw es dauert ja auch, bis die Hufform sich anpaßt und der Druck weggeht. Deshalb würde ich gern Huffotos sehen. Ein bißchen Ahnung hab ich von Stellung auch und die Chance, daß ich sie meiner HO unter die Nase halten kann, kommt nur alle 8-9 Wochen mal :p ;) Wie gesagt: laß Dir zeigen, wie Du nachfeilen kannst. Bringt viel und spart Geld :tu:

Wo sitzt das Überbein? Richtung Ballen oder eher Richtung Zehe? Ich hatte erst an einen Stich oder ein verkapseltes Hufgeschwür gedacht - aber die wären eher weicher und beweglicher gewesen.... Es könnte - je nachdem, wo es sitzt, ein Hämathom (schreibt man das so??? :?:) - ein "blauer "Fleck:p sein. Das kann durch Überbelastung an einer Seite entstehen. Hatte Lamour eine Zeit lang am Ballen. Kam durch die Umstellung...

Offenstall ist perfekt :tu: Dein Pferd muß sich 24 Std frei bewegen können ohne enge Wendungen zu gehen. Und die meisten Kopper bessern sich auch im Offenstall. Vermeide jegliche enge Wendung, oder daß er sich stellen muß. Auch Sprünge sind Tabu. Wenn er es von sich aus macht - okay, aber verlange es nicht von ihm. Jede seitliche Bewegung im Huf wird ihm weh tun. Deshalb erstmal vermeiden. Okay?

Muschelextrakt hatte ich letztes Mal schon genauer geschrieben... Gut ist auch: Gelatinaat von Prime Val - allerdings teuer (über dierapotheker.nl am günstigsten). Hat Lamour fast 1,5 Jahre bekommen. War gut, allerdings finde ich das Gelnekkraft besser und günstiger.
Zinkrotat POS - würde ich Dir eine Kur empfehlen. Zink steigert die Immunabwehr. Du fängst an mit 2x tgl 10 Tabletten über 5 Tage, dann senkst Du langsam die Dosis. Du solltest Dir 1000 Stück besorgen und die über mindestens 2 Monate geben. (medizinfuchs.de) Wenn Lamour nicht mehr läuft, gebe ich ihr Zink. Das lahmen bessert sich bei ihr schlagartig.

Was Du auf gar keinen Fall machen soltest, ist Schmerzmittel geben. Auch keinen Ingwer. Du hast nur die Chance eine neue Entzündung zu sehen, wenn das Pferd die Scherzen spüren und zeigen kann. Nur dann kannst Du eingreifen und Zink geben.

Mir fällt grad soviel ein ;) Aber ich glaube, fürs erste ist es genug zu Lesen ;)
Wie gesagt: versuche mal bis Freitag mittag Huffotos zu senden, okay?
Schönen Abend noch! :cu:

lammi88
23.03.2009, 19:46
Hi, habe vor ca. 6 Jahren mein erstes eigens Pferd gekauft. Von der Erkrankung Hufrollenentzündung hatte ich bis dahin noch nie etwas gehört. Sonst hätte es mich vielleicht stutzig gemacht, dass das Pferd beim Probereiten stolperte. Lahm war er zu der Zeit jedoch noch nicht.
Es handelt sich um ein sehr großen Pferd, was vermutlich gesprungen wurde. Angeblich wusste der Händler nichts genaues über das Tier (würde ich heute nie mehr glauben, ich würde aber auch nicht mehr bei einem Händler kaufen). Nach ca. 1 Jahr Ausbildung (ich war Dressurreiterin und bekam regelmäßig Unterreicht) fing er an zu lahmen. Anfangs hörte das Lahmen nach ein paar Ruhetagen auf, wurde aber nach Belastung wieder schlimmer. Tierärzte kamen und gingen, mit den unterschiedlichsten Diagnosen (leichte Rehe in der Weidezeit; beim Spielen auf dem Paddock an der Schulter getreten, daher Wendeschmerz usw.) Eine Hufrollenentzündung wurde erst nach ca. 2 Jahren diagnostiziert, durch gezielte Lahmheitsdiagnostik mit Sedierung der Hufrolle, da auch die Röntgenbilder keine großartige Verändung der Hufrolle aufwiesen.
Die Lahmheit verschlimmert sich übrigens mit Beginn der Weidesaison immer drastisch, weshalb wir erst spät und ganz langsam anweiden.
Habe dann ein gutes Jahr nicht geritten und pausiert. Eine Zeit ging es gut, aber nach einigen Wochen regelmäßiger Bewegung (Reitplatz) war er wieder lahm. laut Tierarzt Nervenschnitt oder Frührentner. Nervenschnitt kam nach reiflicher Überlegung nicht in Frage.
Ein anderer TA hat dann noch mal eine Spritzenkur mit Hyarulonsäure versucht, hat nichts bewirkt und war richtig teuer. Jetzt empfiehlt man uns eine Spritze mit Cortison direkt in die Hufrolle. Dies ist aber nicht ungefährlich und das Ergebnis völlig offen, daher lehne ich es bisher ab. Würde ich wahrscheinlich dann auch nur in einer Klinik machen lassen.
Habe Anfang des Jahres Deinen Tipp mit Zinkrotat und Gelenkpellets von MM ausprobiert, seitdem lahmfrei!!!!!! Habe es ehrlich gesagt nicht wirklich für möglich gehalten. Im Augenblick füttere ich nur noch die MM Pellets.
Wenn die Weidezeit im Juni losgeht, werde ich wieder die Zinkrotattabletten füttern und dann bin ich mal gespannt. Werde mich dann wieder mal.
Erstmal vielen, vielen Dank für den guten Tipp.:tu:

P.S. Wir reiten zu seiner Freude nur noch aus und das überwiegend im Schritt. Dressur und Reitplatz war ihm eh immer zu anstregend und langweilig.;):)
Hallo Schimmelchen!
Schön das zu hören!!!! Um Deinen Geldbeutel zu schonen kannst Du mal versuchen, ob Dein Süßer das Muschelextrakt pur annimmt (riecht ziemlich fischig *würg*). Ich habe Lamour dadrauf (mit einigen "Kämpfen") umgestellt. Wenn Du es versuchen willst: über Makana.de bestellen. Du brauchst 8g täglich - am besten 2x4g pro Tag geben. Ich habe bei Makana die Leinpellets mitbestellt, weil Lamour supergern Leinsamen frißt. Wenn ich nun eine sehr große handvoll Leinpellets mit reingebe und etwas warmes Wasser drauf, frißt sie das Muschelextrakt mit ;) So schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe: 1) billiger und 2) keine Melasse mehr ;)
Übrigens KANN das Lahmen beim Anweiden daher kommen, daß die die ersten Tage wie blöd über die Koppeln fetzen...das tut in der Hufrolle "aua" ;)
Solange das Röntgenbild ohne Befund ist, hast Du gute Chancen die Krankheit fast zum Stoppen zu bekommen. Füttere weiter Muschelextrakt :tu: Falls Du Eisen drauf hast, solltest Du mal überlegen, ob Du nicht mal einen guten Huforthopäden und barhuf versuchen willst. ;) Ist bei Hufrollenbefund immer gut, weil dann der Hufkomplex besser durchblutet wird.:tu:

Schimmelchen
27.03.2009, 21:51
Hallo Lammi,
danke für die Tipps. Muschelextrakt pur hab ich versucht, frisst er nur wenige Tage, dann nicht mehr. Genauso Ingwer, ist einfach zu scharf.....
Ohne Eisen habe ich schon vor ca. 3 Jahren versucht, war aber schwierig. Er läuft extrem fühlig und das über Wochen. Irgendwann konnte ich das Elend nicht mehr mit ansehen. Außerdem haben wir noch ein "Hufrollenpferd" im Stall, welches schon lange Barfuß läuft und er lahmt trotzdem sehr stark, auch im Schritt. Muss also nicht immer eine Besserung bringen. Habe einen sehr guten Schmied gefunden und habe zur Zeit einen "normalen" Beschlag ohne Polster. Eiereisen und Polster hatten wir auch schon, hat nichts gebracht. Da er im Moment gut läuft, will ich erstmal nichts ändern.
Zum Anweiden muss ich sagen, dass wir im Stall die ersten Wochen nur am Strick anweiden und mit wenigen Minuten beginnen und dann täglich steigern. Es ist bei meinem Pferd also wirklich das Gras, was die Entzündung zum "Blühen" bringt. Vom wilden Rennen kommt es nicht.

Viele Grüße :cu:

lammi88
31.03.2009, 10:07
Hallo Lammi,
danke für die Tipps. Muschelextrakt pur hab ich versucht, frisst er nur wenige Tage, dann nicht mehr. Dann verringere die Menge und gebe etwas Honig oder Zuckerrübensirup dazu ;) Außerdem die Menge an Kraftfutter erhöhen, so daß der Geruch etwas überdeckt wird. Hab ich zu wenig Kraftfutter drinnen, wird bei mir auch gemäkelt. Ich schneide auch noch Möhrchen klein rein ;)



Genauso Ingwer, ist einfach zu scharf..... Pferde können "scharf" nicht schmecken ;) Ingwer bitte auch NIEMALS bei Hufrollenprobs geben!!! Die Pferde merken die Schmerzen nicht mehr und überlasten sich, bzw Du hast keine Chance eine neue Entzündung zu erkennen. Ingwer verschlimmert die Veränderung der Hufrolle!!!! DEN Fehler hab ich auch aus Unwissenheit gemacht :( und damit meinem Pferdchen einige Jahre Leben gekostet :0(



Ohne Eisen habe ich schon vor ca. 3 Jahren versucht, war aber schwierig. Er läuft extrem fühlig und das über Wochen. Irgendwann konnte ich das Elend nicht mehr mit ansehen. Außerdem haben wir noch ein "Hufrollenpferd" im Stall, welches schon lange Barfuß läuft und er lahmt trotzdem sehr stark, auch im Schritt. Muss also nicht immer eine Besserung bringen. Habe einen sehr guten Schmied gefunden und habe zur Zeit einen "normalen" Beschlag ohne Polster. Eiereisen und Polster hatten wir auch schon, hat nichts gebracht. Da er im Moment gut läuft, will ich erstmal nichts ändern.

In ein paar Wochen stellt sich kein Huf um ;) Verusche einfach mal selber barfuß zu laufen.... es dauert mindestens 1/2 Jahr, bis Du nicht mehr jeden Stein spürst. Genauso geht es Deinem Pferd. Man sollte auch bei der Umstellung einen erfahrenen Huforthopäden ranlassen. Der schneidet den Huf möglichst hohl, so hat die Sohle wenig Bodenkontakt, das Pferd ist weniger fühlig. Schmiede haben die Angewohnehit einfach kurz zu schneiden. Dann hat man halt ein Pferd, was über normalen Boden stöckert... Und wie ich auch geschrieben habe: die Umstellung braucht auch Rücksicht vom Reiter. Dann reitet man eben mal 4-5 Monate nicht. Stellt das Pferd die ersten Wochen möglichst auf einen Sandpaddock, später auf die Weide (möglichst ohne Steine) ;)
Ein Hufrollen Pferd lahmt immer dann, wenn eine Entzündung im Huf ist oder wenn die Hufrolle zu extrem zerstört ist. Das hat nichts mit dem barhuflaufen zu tun. Barhuf unterstützt einen gesunden Huf, vermindert die Fortschreitung des Prozesses, vermindert neue Entzündungen, weil der Huf besser durchblutet wird. Steht ein Barhufpferd nicht richtig, ist nicht richtig gestellt, kann auch hier der Huf nicht arbeiten ;) Barhuf ist nicht gleich barhuf ;)

Einfach um es nochmal deutlich zu machen: das Pferd ist ein Fluchttier. Sein Herz ist zu klein, damit es möglichst wenig Gewicht verursacht, das Tier schneller fliehen kann. Braucht das Pferd nun mehr Sauerstoff, weil es fliehen muß (oder geritten wird), fangen die Hufe an, bei jedem Schritt mit zu "pumpen" Schau Dir mal an, wie der Huf auseinander geht, wenn das Pferd auffußt...damit "pumpt" es mehr Blut durch den Körper. Eisen verhindern diesen Prozeß, weil die Hufe eingeschränkt werden. Somit kann auch das Blut nicht schnell genug weiße Blutkörperchen ranholen und abbauen, die die Entzündung einschränken würde.... der Erfolg: die Hufrolle wird weiter durch eine neue Entzündung geschädigt.... :(




Zum Anweiden muss ich sagen, dass wir im Stall die ersten Wochen nur am Strick anweiden und mit wenigen Minuten beginnen und dann täglich steigern. Es ist bei meinem Pferd also wirklich das Gras, was die Entzündung zum "Blühen" bringt. Vom wilden Rennen kommt es nicht.

Viele Grüße :cu:

Okay - dann solltest Du mal einen Bluttest auf Rehe machen lassen. Kann sein, daß eine leichte Rehe Deinem Pferd Probleme macht. Das kannst Du über einen Bluttest in der Akutphase herausfinden. Außerdem dann gelich mal den Leberwert abklären lassen. Auch da kann beim Anweiden durch den Eiweißschub eine Überbelastung entstehen....(kann auch zum Lahmen führen)

Kati_
06.04.2009, 20:16
Hey ;)
..ich wollte nur sagen, dass es meinem süßen sehr gut geht. ;) ....jetzt hätte ich aber eine neue frage: da jetzt schon der frühling kommt und das gras wächst steht mein pferdi am tag über auf der graskoppel. allerdings hat man mir gesagt dass ich jetzt aufpassen muss dass er durch das gras keine hufrehe bekommt. wie kann ich denn da aufpassen dass er keine bekommt?!bin jetzt grad bissl ratlos wie man denn da aufpassen kann?!
@lammi88 kannst du mir da helfen?
ganz liebe grüße kati

lammi88
07.04.2009, 08:53
Das Zauberwort heißt: langsam anweiden ;) Wenn Du nicht die Chance hast dein Hotti erstmal stundenweise auf die Koppel zu stellen, teil einfach ein Stück ab, daß er nicht soviel auf einmal fressen kann. Ansonsten fängst Du mit 1 Std Koppel am Tag an, dann je nach Empflindlichkeit des Pferdes erhöhst Du alle 3-4 Tage um 15-30 Minuten. Bei starker Reheempfindlichkeit, sollte man die Pferde auch erst Mittags auf die Koppel stellen. Aber normalerweise passiert nichts. Die Gefahr ist meist nur dann, wenn Tiere zu Übergewicht neigen oder wenn sie den Winter so gar kein Gras bekommen haben und dann gleich auf eine "langgrasige" Koppel gestellt werden. Da haben sie dann einen Eiweißschub und das kann zur Rehe führen. ;)
Übrigens hilft auch viel Bewegung einer Rehe vorzubeugen ;)

Hast Du ein Foto von Deinem Süßen????

Kati_
09.04.2009, 14:39
oke danke ;) ..deine tipps sind echt super hilfreich : ) ;) ..jaa hab ich ;) ..ich weiß nicht ob ich hier auch fotos reinstellen kann. aber ich schick dir in den nächsten tagen eins auf deine e-mail adresse. ich hoff die die du mir einmal geschickt hast ist noch aktuell.
ich wollte auch fragen. im moment geht es ihm sehr gut.ich möchts jetzt nicht verschreien:rolleyes:aber ich glaub er fühlt sich wohl. durch die eisenabnahme ist es denke ich besser mit den hufen. wie soll ich aber jetzt weitermachen?! wann ist es notwendig wieder mit ihm röntgen zu fahren um zu sehen wie es auf den röntgenbildern aussieht mit der hufrolle.ob es sich verändert oder nicht schlimmer wird?! ich hab überlegt als abwehr und zur vorbeugung eine zinkkur zu machen, welche du mir schon einmal beschrieben hast.ist das gut so bzw. hilfreich?oder nicht unbedingt notwendig wenn ihm nichts fehlt?
glg kati

lammi88
09.04.2009, 14:49
Merci ;)
Laß das röntgen sein... Wenns ein Schub kommt, wirst Du es auch so sehen. Da brauchst Du kein Geld zum Fenster rauszuwerfen. ;) Es wird immer mal gute und mal schlechte Tage geben. Es wird ggf auch mal schlechte Phasen geben, wo Du schon aufgeben willst. Aber wir haben diese Phasen bislang zig Male doch überstanden. Und wenn sie mir heute entgegen galoppiert, freue ich mich einfach nur, daß ich ihr vertraut habe. Sie wird mir sagen, wenns bei ihr nicht mehr geht, da bin ich mir sicher :tu: ;)

Kann sein, daß die Hufe durchs Barhuf laufen so gut durchblutet werden, daß Du nie wieder Probleme hast...Ich würde es Euch wünschen :tu: Mach die Zinkkur zum Winter hin. Was Du nun machen kannst ist Hyaluronsäure zufüttern. Sprich: Muschelextrakt. Entweder Markus Mühle (6ML am Tag) oder eben von Makana pur (7-8g am Tag). Damit hältst Du die Knorpel elastisch und baust auch Knorpelabbau vor :tu:

Kati_
10.04.2009, 10:21
oke.dann werd ich das mal so machen.;) danke .. das markus mühle muschelextrakt[ist das das markus mühle gelenkkraft?][&im gelenkkraft ist ja auch melasse drin>macht das nichts wegn hufrehe fördernd?] bekomme ich übers internet richtig?! kannst du mir den link schicken wo ich das bestellen kann? schicken die auch nach österreich?
mfg &danke für deine hilfe[kann mich nicht genug bei dir bedanken] kati
p.s.: habe dir schon fotos geschickt ;) ..

lammi88
10.04.2009, 21:30
Fotos angekommen! Ist ein :love: :love: :love:
Ja, es ist das Gelenkkraft. Leider hat es Melasse drinne, aber letztlich sehr wenig, da Du nur 6ML am Tag fütterst. Bekommen kannst Du es hier im Shop. Versuch mal, ob der 3€ Gutschein noch geht: 3euro9857. Hab grad keine neuen - müßtest Du sonst mal googlen ;) Oder bei E-bay.de gibts einen Händler, der für 35€ verkauft. Bei 2Stück war das Versandkosten frei....mußt mal sehen, was Dich nach Österreich billiger kommt.:tu:

Kati_
11.04.2009, 11:36
oke. danke ;) ich liebe meinen süßen über alles:love::love:
oke dann wed ich mal nachsehn ;) ..danke .
glg

Schimmelchen
04.05.2009, 18:27
Dann verringere die Menge und gebe etwas Honig oder Zuckerrübensirup dazu ;) Außerdem die Menge an Kraftfutter erhöhen, so daß der Geruch etwas überdeckt wird. Hab ich zu wenig Kraftfutter drinnen, wird bei mir auch gemäkelt. Ich schneide auch noch Möhrchen klein rein ;)

Der Tipp ist gut. Bisher funktioniert es und er frisst das Muschelextrakt.



In ein paar Wochen stellt sich kein Huf um ;) Verusche einfach mal selber barfuß zu laufen.... es dauert mindestens 1/2 Jahr, bis Du nicht mehr jeden Stein spürst. Genauso geht es Deinem Pferd. Man sollte auch bei der Umstellung einen erfahrenen Huforthopäden ranlassen. Der schneidet den Huf möglichst hohl, so hat die Sohle wenig Bodenkontakt, das Pferd ist weniger fühlig. Schmiede haben die Angewohnehit einfach kurz zu schneiden. Dann hat man halt ein Pferd, was über normalen Boden stöckert... Und wie ich auch geschrieben habe: die Umstellung braucht auch Rücksicht vom Reiter. Dann reitet man eben mal 4-5 Monate nicht. Stellt das Pferd die ersten Wochen möglichst auf einen Sandpaddock, später auf die Weide (möglichst ohne Steine) ;)
Ein Hufrollen Pferd lahmt immer dann, wenn eine Entzündung im Huf ist oder wenn die Hufrolle zu extrem zerstört ist. Das hat nichts mit dem barhuflaufen zu tun. Barhuf unterstützt einen gesunden Huf, vermindert die Fortschreitung des Prozesses, vermindert neue Entzündungen, weil der Huf besser durchblutet wird. Steht ein Barhufpferd nicht richtig, ist nicht richtig gestellt, kann auch hier der Huf nicht arbeiten ;) Barhuf ist nicht gleich barhuf ;)

O.k. Ich versuchs nochmal. Ab Juni, wenn die Weidezeit losgeht, dann muss er erstmal nur noch wenig auf das etwas steinige Paddock und er steht auf dem weichen Gras.;)




Okay - dann solltest Du mal einen Bluttest auf Rehe machen lassen. Kann sein, daß eine leichte Rehe Deinem Pferd Probleme macht. Das kannst Du über einen Bluttest in der Akutphase herausfinden. Außerdem dann gelich mal den Leberwert abklären lassen. Auch da kann beim Anweiden durch den Eiweißschub eine Überbelastung entstehen....(kann auch zum Lahmen führen)

Das wusste ich nicht. Hat mir auch der TA nie gesagt. Mein Pferd hat nämlich vor Jahren bei einem Bluttest wirklich mal sehr schlechte Leberwerte gehabt. Damals hatte er immer wieder starken Durchfall, ohne erkennbare Ursache.
Hab dann das Futter von Müsli auf einfache Pellets umgestellt, damit war es - bis auf leichtere Rückfälle dann und wann - erledigt. Vorher hat der Tierarzt ihm aber 6 Wochen lang jede Woche zweimal Infusionen zur Stärkung der Leber verabreicht.
Aber das die Leber mit Ursache sein kann, könnte wirklich sein.
Vielen Dank nochmals für Deine Tipps. Kennst Dich ja wirklich super aus.:)
:cu:

lammi88
05.05.2009, 08:48
Das wusste ich nicht. Hat mir auch der TA nie gesagt. Mein Pferd hat nämlich vor Jahren bei einem Bluttest wirklich mal sehr schlechte Leberwerte gehabt. Damals hatte er immer wieder starken Durchfall, ohne erkennbare Ursache.
Hab dann das Futter von Müsli auf einfache Pellets umgestellt, damit war es - bis auf leichtere Rückfälle dann und wann - erledigt. Vorher hat der Tierarzt ihm aber 6 Wochen lang jede Woche zweimal Infusionen zur Stärkung der Leber verabreicht.
Aber das die Leber mit Ursache sein kann, könnte wirklich sein.
Vielen Dank nochmals für Deine Tipps. Kennst Dich ja wirklich super aus.:)
:cu:
Das sagt Dir auch kein TA ;) Aber frag mal Tierheilpraktiker oder auch Menschheilpraktiker - DIE können es Dir sagen ;)
Ich schwöre ja auch auf Heilkräuterbücher :tu: Ich gehe mit meinen spazieren, laß die am Wegrand futtern und achte drauf, was sie sich bevorzugt heraussuchen. Das schlage ich dann in dne Kräuterbüchern nach und schau wofür diese Kräuter eingesetzt werden. Meist kannst Du dann schon selber eine Diagnose stellen. Pferde haben einen sehr guten Instinkt, was ihnen gut tut und was nicht :tu: Ich kann mich bei meinen beiden dadrauf verlassen :tu:
Übrigens ein tolles Buch ist: "Heilkräuter aus dem Garten Gottes" von Maria Threben. Sie wird zwar häufig angegriffen, weil sie Kräuter auch innerlich verabreicht, die als "krebserregend" eingestuft sind, aber man muß auch da mal unterscheiden. Einige Kräuter sind erst ab sehr hohen Dosen krebserregend. Und sei mal ehrlich: wenn sie einen Teelöffel als Tee empfiehlt und dieses Kraut ab einer Menge von 500g gefährlich wird :rolleyes: weißt, was ich meine??? z.B. Efeu ist giftig - auch für Pferde, aber erst ab 2,3kg pro Pferd/Tag... in geringen Dosen (so 30-40g) wirkt er stark schleimlösend und ist das Beste bei Bronchitis ;) :tu:

Laurea
06.05.2009, 12:23
hi leute
ich befürchte zwar das gehört net wirklich zu hufrolle aber zu entzündungen auf jeden fall.... wissen auf jeden fall nicht mehr weiter...:(

zur leidensgeschichte: :(:0(
von meiner reitlehrerin und nun beste freundin das pferd ist 12 jahre alt. hatte als 5-6 jähriger wallach rechte seite mal nen beckenbruch. somit hat er die ganzen jahre diese seite immer geschont.
vor einem monat fing er nun das lahmen an. tierarzt diagnose: chronische fesselgelenksentzündung durch überbelastung -> wir sollen das pferd abschreiben/ wegtun bzw. gleich zum schlachter oder einschläfern.:man:
weitere tipps waren: ihn in der box stehen lassen.:man:

früh wenn er über nacht in der box steht ist sein bein klar besser. aber soll man ihn wirklich in die box zwängen die ihm auch noch zu klein ist?:sn:

im mom läuft er auf jeden fall trotzdem mit auf der koppel. er rennt zwar nicht herum, kann sich aber wenigstens bewegen und sein bein selbst entlassten wie er möchte.

wir machen ihm 1-2 mal am tag umschläge weil seine fessel auch sehr geschwollen ist. wird darauf auch immer bissl besser. umschläge heißt bei uns erst bissl kühlen und dann ne salbe drauf. weiß im mom nur net welche...:?:

ich hoffe nur ihr habt ein paar tipps, meine freundin ist total am boden!!!
sie kennt sich echt super mit pferden aus. hat bis vor 3 monaten auch nen eigenen stall geführt. nur jetzt weiß sie selbst nicht mehr weiter.:0(

lg eure lauri :cu:

lammi88
06.05.2009, 13:40
Umschläge mit Beinwellwurzel - Wurzel mahlen, mit lauwarmen Wasser anrühren und auf ein Leintuch geben. Den Umschlag 2x tgl für 2 Stunden am Bein lassen. Kann man auch unter Essigsaure Tonerde mischen.
Innerlich: Teufelskralle. Wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend. Menge weiß ich grad nicht, muß ich mal nachwiegen... hab den Meßlöffel von M.arkus M.ühle Gelenkkraft als "Maß :D Davon einen gestrichenen ML 2x tgl...soll ich nachwiegen gehen?
Ansonsten würde ich ihn mögichst ruhig halten bis die Entzündung zurückgegangen ist. Aber reine Boxenruhe bin ich kein Fan von. Geht mit ihm spazieren, stellt ihn auf einen Paddock am Besten zusammen mit einem sehr ruhigen Pferd, wo er sich bewegen, aber nicht toben kann ;)

Laurea
07.05.2009, 09:14
haben nen teil auf der koppel jetzt abgetrennt in paddockgröße. er ist normalerweise in einer kleinen herde aus 4 pferden. die stehen jetzt gleich neben ihm. dann ist er auch net allein.
gras fressen macht ihm doch nix oder?

denn messlöffel von MM haben wir auch danke ;)

wo bekomme ich beinwellwurzel und teufelskralle am besten her?
wachsen die schon auf wiesen oder im wald?
oder doch besser i-net?

danke schonmal für die anleitung! :tu:

lg lauri

lammi88
07.05.2009, 09:38
Gras macht nix ;)
Teufelskralle bestelle ich bei Makana, gibts aber auch in Pferdefutterläden...meist aber vieeeel teurer - trotz Versand (die Leinpellets von Makana sind auch SUPER!!!)
Beinwellwurzel über Apotheken. Mußt Du dann - leider - noch mahlen. Geht gut mit ner Kaffeemühle oder auch diese elektrischen Küchenteile...weißt, die mit Messer, was sich dreht und alles kleinschreddert...steh grad auf dem Schlauch..mir fällt der Name nicht ein :?:

Kati_
22.05.2009, 12:55
hey ;) wollte mal kurz die momentane situation meines pferdes beschreiben. ich versuch mich kurz zu halten: also als wir ihn gekauft haben haben wir ihm sofort die eisen runtergemacht da auch nach aussage des hufschmieds die eisen völlig schlecht draufgemacht wurden. somit>runter damit da es ja auch besser für den hufmechanismus ist . er hatte mit dieser umstellung überhaupt keine probleme. ging supertoll auch bei ausritten.über steine gehn war auch kein problem für ihn. dann vor 2 wochen fing er an das er fühlig war an den vorderhufen. und 2 tage darauf ging er total lahm .aber nicht einmal ein bisschen sondern konnte gar nicht mehr draufsteigen. :( .. wir wussten allerdings nicht was wir tun sollten. eisen drauf oder doch nicht? ..es waren so viele verschiedene meinungen. habe gleich einmal zinkorotat pos übers internet bestellt und füttere ihm das jetzt mal . ..vor 2 tagen kam dann der 'beste' hufschmied österreichs und schaute sich seine hufe an. er sprsch erst einmal über nervenschnitt wobei ich ihm da nicht wirklich zugehört hatte da dass bestimmt nicht in frage kommt bei meinem süßen. auf jeden fall meinte er [ist eigentlich eher der barhuf befürworter.] wir sollten ihm einen klebebeschlag drauf geben. also hat er amal die hufen wieder richtig gestellt und klebebeschlag drauf getan. und jetzt geht er schon wieder sehr gut. der hufschmied meinte es wäre vielL. nur noch einmal nötig so einen klebebeschlag draufzugeben dann funktioniert es vielL. wieder barhuf. auf jeden fall kann er jetzt gut abrollen und es ist gedämpfter. ich hab heute das markus mühle gelenkkfraft bekommen was ich ihm ab heute auch füttern werde. ich hoffe so krieg ich ihn wieder in griff. kann ich vielL. sonst was tun für ihn? ..ist leinöl zum füttern notwendig oder reicht das zinkorotat pos? zusätzlich geb ich ihm auch knobiselpur[zwar nur gegen die insekten] ..seine umspringende lahmheit ist nicht mehr vorhanden und am mo kommt nocheinmal die tierärztin und schaut ihn sich wieder an. leider haben wir die damaligen röntgenbilder nicht und bekommen sie auch von den damaligen besitzern nicht. das wäre natürlich toll gewesen damit wir einen vergleich haben ob sich etwas verändert hat. hat nioch wer tipps für mich?
mfg kati ;)

lammi88
22.05.2009, 13:30
Bei chronischen Hufrollenentzündungen kommt es immer wieder zu Schüben. Die Krankheit ist immer da, schreitet fort, ganz weg bekommst Du sie nicht, aber Du kannst den Verlauf stark verlangsamen.
Was ich nun auf die Ferne nicht beurteilen kann ist, ob die Hufe ggf zu weit abgelaufen waren und er deshalb fühlig ging. Grad, wenn Pferde jahrelang Eisen drauf hatten, muß sich der Huf erst wieder dran gewöhnen schnell und fest nachzuwachsen. Das dauert eben und man muß ggf auch mal nur kurz reiten und selten bis die Hufe nachgewachsen sind. Gut gehen für solche Zeiten auch Hufschuhe. Für einen zu weit abgelaufenen Huf spricht auch, daß er nun mit den Klebeisen wieder besser läuft. Man kann übrigens auch bei barhuf den Abrollpunkt weiter unter den Huf verlagern ;) Und was den Nervenschnitt betrifft: NIEMALS! Ein Pferd, was einen Nervenschnitt hatte, fühlt einfach nur nicht mehr, wenn eine neue Entzündung sich anbahnt. Die kann sich schön ausbreiten und genau deshalb sollte man solche Pferde auch nicht mehr reiten...Sie fühlen nichts und sind für Dich als Reiter eine Bombe, die jeden Moment mit Dir stürzen kann :(
Wenn Du das Markus M.ühle gibst, brauchst Du kein Leinöl. Die Hyaluronsäure, die im Muschelextrakt ist, ist höher als im Leinöl.
Bei einem aktuem Schub kannst Du auch Teufelskralle zufüttern. Allerdings geht da eine erhöhte Dosis über längere Zeit auf die Nieren. Man muß auch immer wieder Pausen nach 2 Monaten von 2 Monaten machen, damit sich der Körper nicht dran gewöhnt und sie nicht mehr wirkt...
Knobi kannst Du erhöht füttern - bis zu 30g/Tag. Wirkt blutverdünnend :tu:

Kati_
22.05.2009, 21:37
ja also seine hufe warn zu lang unbehandelt worden von einem hufschmied. da war richtig stellen schon unbedingt nötig. das war nämlich auch mein gedanke dass wenn er wieder die hufen gemacht bekommt dass er dann wieder besser geht. aber die tierärztin die ihn ansah bevor der hufschmied kam meinte auch dass einfach der kontakt von hufe und boden vermieden werden sollte da ihm dies den größten schmerz verursacht.[oder so irgwie hat sie das gesagt] und somit ist eisen nötig um den kontakt zu unterbrechen. naja der hufschmied war da eben nicht ganz für eisen sondern für die klebebeschläge mit denen er jetzt gut geht. ..es war vorhin sogar so schlimm dass er mir fast als er auf steinen ging niederbrochen wär :/ ahm bei den zinkorototat pos hab ich jetzt 500 stück mal bestellt. die reichen aber nicht-da muss ich schon 1000 stück kaufen oder? und die nehm ich solang bis sie weg sind stimmt das so? wielang füttere ich das markus mühle? ist das unbeschränkt? &wo bekomm ich die teufelskralle?
lg

lammi88
23.05.2009, 15:24
Das ist so, von der Aussage her, von Deiner TÄ nicht korrekt. Nicht der Kontakt mit dem Boden tut Hufrollenpferden weh, sondern das Ausgleichen unebenen Bodens. Dadurch kommen zusätzlich seitliche Bewegung in den Hufrollenkomplex und das tut Aua.. :( Gradeaus gehen die Pferde zu 99% gut, wenn nicht grad eine akute Entzündung vorliegt. Außerdem sind Eisen nur dann sinnvoll, wenn man Stoßpolster untermacht - ansonsten kommt der Stoß des Aufsetzens ungefedert in dem Huf an. Bringt also nix ;) Zumal auch dann wieder die Bewegungsfreiheit des Hufmechanismusses eingeschränkt wird, was wieder eine Verschlechterung der "Hufrolle" bedeutet, etc, etc... ;) Generell: die allermeisten TÄ sind mit dem Problem "Hufrolle" komplett überfordert. Die meisten raten zu Eiereisen oder Nervenschnitt, mehr können die Dir nicht sagen..leider.

Zinkorotat POS: füttere erstmal die 500 weg und schau, on Du weiter geben mußt.
Das Markus Mühle mußt Du letztlich über mindestens 6 Monate füttern (kannst Du aber auch sein Leben lang geben) - 6ML täglich - also 2x3ML ins Futter. Ich bin mittlerweile auf Muschelextrakt pur umgestiegen, weil billiger, wenn Du es über Makana.de bstellst. Da bekommst Du auch Teufelskralle - gibts aber auch in Pferde-Futtershops, meist aber teurer ;) Knobi ist dort auch günstig ;) Leinpellets sind top und Schwarzkümmelöl, Ginko und Kräuter kauf ich da auch :floet: Nur mal so am Rande :D

Heike+Lina
28.05.2009, 21:39
Hallo,

ich hatte vor unzähligen Monaten versprochen meine (wenn auch zugegeben kleine) Geschichte zu schreiben.
Also es fing so an, ich hatte schon einen Tinker (kerngesund) den ich schon jahrelang nach der Methode Strasser ausschneiden ließ. Hatte auch schon einen Hufkurs mitgemacht, also war mir das Thema Hufrollenentzündung geläufig. Eines Tages ging in meinem damaligen Stall eine Nachricht herum das ein Pferd zum Schlachter gehen sollte da es an Hufrollenentzündung litt. Die Nachricht erreichte dann auch meine Hufheilpraktikerin die mit mir ein Pferd dort stehen hatte und fragte mich ob ich nicht mal dieses Pferd angucken gehen wollte (ich suchte zu der Zeit ein total braves liebes Anfängerpferdchen für mich weil ich unter Angstzuständen beim Reiten litt). Ich wußte nur es war ein Warmblut.... Oh Gott... diese durchgeknallten hochnervösen Turnierviecher... dachte ich, neeee danke!!! Für mich war die Sache entschieden ein großes Pferd wollte ich nicht!
Komischerweise rief mich am nächsten Tag die Besitzerin von eben diesem Pferd an und sagte das Ihr zugetragen sei das ich an ihrem Pferd interessiert sei und hat direkt einen Termin ausgemacht. Ich habe mich nicht getraut abzusagen, ich wollte ja eigentlich gar nicht. Naja, bin dann am nächsten Tag mit meiner Hhp (Hufheilpraktiker Melany) dort hingefahren mit dem Gedanken *neee, du willst kein großes Pferd, die spinnen eh alle*. Wir gingen in den Hof hinein, alle Boxen waren leer, bis plötzlich aus einer Box ein Pferd seinen Kopf raussteckte und ihn sofort wieder zurückzog. Bei mir im Kopf machte es sofort klick. Wie angewurzelt blieben Melany und ich stehen. Sofort sagte Sie zu mir "Wenn Du ihn nicht willst ich nehm ihn sofort" "Nix da, das ist meiner" hab ich das eben wirklich gesagt? Haben dann das Pferd begutachtet und ich dachte nur autsch... ziemlich abgemagert, lethargisch und ging stockelahm. Sie parkte ihn mitten auf dem Hof und er blieb mit hängenden Kopf einfach stehen. Die Sache war dann schnell klar und wir machten einen Termin aus damit er zu mir kommen konnte.
Heute denke ich, damals war diese ganze Situation Schicksal, ich wollte nie nie nie ein durchgeknalles großes Boxenvieh und was hab ich bekommen? das beste was ich mir vorstellen konnte *krieg schon wieder Tränen in die Augen*

Sorry, diese Vorgeschichte mußte ich loswerden, werde dann immer ganz sentimental wenn ich daran denke. So, nun aber die Geschichte um die ich gebeten wurde.
Also Gizmo war endlich bei mir, am Tag seiner Abholung war die Exbesitzerin so nett und hat schon die Eisen abgemacht, wäre sonst zuviel Streß im neuen Stall gewesen weil er im Offenstall stehen sollte und Hufeisen dort tabu waren.
Das erste mal richtig ausgeschnitten wurde er nach 3 Tagen, dann hieß es jeden Tag so viel wie möglich spazieren gehen. Die Hufe vorne waren knalleng, es war kaum noch Strahl vorhanden da alles weggequetscht war. Es kam wie es kommen mußte, nach einiger Zeit und Hufterminen (anfangs wöchentlich) hatte sich der Huf soweit geweitet das jetzt das ganze Ausmaß der inneren Zerstörung hervorkam. Das Hufbein senkte sich und lag praktisch auf der Hufsohle da die Aufhängung durch die immense Quetschung zerstört war. Komischerweise wurde Gizmo immer "wacher" kann es nicht anders beschreiben, klar er hatte Schmerzen aber die hat er sich kaum anmerken lassen. Er freute sich das ich kam und freute sich das wir spazieren gingen. Durch die Hufbeinabsenkung mußte ich aufpassen welche Wege wir nahmen da Gizmo über keine Steine gehen konnte, also gab es nur Feldwege mit Wiesenrand und Asphaltstraßen (dort ging er immer zügig voran, manchmal zu zügig sodaß ich nicht mehr hinterherkam *gg). Mit der Zeit hängte sich auch das Hufbein wieder auf, daraufhin kamen dann mehrere kleinere Hufgeschwüre die aber meist schnell hervorkamen (habe meist einen warmen Kartoffebreiumschlag gemacht). Nach ein paar Monaten konnte man Gizmo auch schon wieder reiten. Die Hufe hatten sich am Anfang extrem verändert, man hat richtig gesehen wie die Ballen hinten weiter wurden. Heute haben wir das Optimum erreicht was wir mit seinen Hufen erreichen könnten. Leider haben sich durch die jahrelangen Quetschungen die Hufbeinäste abgebaut sodaß er nie Bilderbuchhufe bekommen wird, aber er läuft absolut schmerzfrei und hat Spaß dabei. Extra Futterzusätze habe ich nie gegeben, das einzige was er von mir bekommen hat war ein großer Offenstall, viele Pferdekumpels, viele Stunden Spaziergang und viel viel Liebe.
Manchmal war es hart und ich habe daran gedacht alles hinzuschmeißen, aber Gizmo wollte und hat mir gezeigt das es weitergeht. Wir sind beide zusammen einen harten Weg gegangen und der hat uns fest zusammengeschweißt. Für Ihn habe ich extra ein Haus gekauft wo ich einen Offenstall bauen kann damit ich ihn für immer behalten kann. Denn das habe ich ihn an unserem ersten Kennlerntag versprochen: "Wenn Du zu mir kommst dann brauchst Du keine Angst haben das Dir etwas passiert, ich verspreche Dir Du wirst für immer bei mir bleiben". Und dieses Versprechen habe ich auch vor zu halten.

lammi88
29.05.2009, 09:53
Danke Heike! :bl:
Da kann man mal wieder wunderbar sehen, was Eisen anrichten können :( Dein Gizmo hat Glück gehabt, daß es bei ihm noch nicht zu spät war und Du ihn dadurch noch supergut helfen konntest :tu: Ich wünschte, ich hätte meine Lamour 3-4 Jahre früher kennengelernt.....

lammi88
11.06.2009, 16:31
Eine Bitte an alle, die mich per PN kontaktieren wollen!!!

Da die Texte sehr kurz sind, die man hier per PN schicken kann, braucht Ihr nicht alles zu schreiben. Schickt mir einfach Eure email und sagt, daß Ihr Hilfe bei einem Hufrollenpferd braucht. Ich schreibe Euch dann über meine Email an. Ich will die nur hier nicht öffentlich machen....;)

Sollte mal mein Postfach hier voll sein, versucht es einfach am nächsten Tag nochmal! Ich helfe - wenn ich kann - gern! :tu: Also nicht gleich aufgeben :tu: ;)

Merci! :bl:

rsan
26.06.2009, 20:39
Hallo,

ich habe viele deiner beiträge gelesen. Auch bei uns im Stall ist vor ein paar Wochen eine fünfjährige Stute gelandet, die wegen Hufrollenentzündung eingeschläfert werden sollte. Die Frau, die den Gang zum Schlachter verhindert hat, hat sie abgegeben, da sich das Pferd wohl nicht hat reiten lassen, sprich buckelte. Außer, dass sie wohl ein "tolles" Springpferd abgeben sollte und dem "Stress" im Reitstall nicht gewachsen gewesen sein soll, wissen wir nichts über ihr bisheriges Leben, auch Röntgenbilder oder Arztbefunde gibt es nicht. Reitversuche haben wir bislang keine unternommen, sondern sie erst einmal auf den Offenstall mit zu den anderen Pferden gestellt und sie beobachtet. Sie ist eine freundliche, neugierige Stute, die auf den Menschen zukommt und keine Angst hat, auch scheint sie recht intelligent zu sein bzw. will beschäftigt werden: Sie holt Schlüsselbunde und Halfter vom Haken, trägt den Mistboy im Maul davon und öffnet mit einem Schieberiegel verschlossene Türen. Ihre Hufe sind zwar ziemlich rissig, aber sie lahmt nicht und geht barfuss.
Jetzt zu den schlechten Nachrichten: Leider gibt es allerdings auch Phasen, in denen sie dann nicht wieder zu erkennen ist und offenbar Schmerzen in der Hinterhand hat. Dann steht sie da, legt die Ohren an und versucht nach einem zu schnappen. Sie zieht die Hinterbeine in zuckenden Bewegungen gegen den Bauch und schlägt dann wieder unkontrolliert nach hinten aus. In Momenten, in denen sie sich anscheinend dösend die Beine bzw. die Hufe putzen lässt, sackt sie beim Versuch, die Beine fürs Hufeauskratzen zu heben, plötzlich in sich zusammen und droht umzufallen... Ein Fall für Markus-Mühle Gelenkkraft??? Vielen Dank für ein paar hilfreiche Tipps!!!

lammi88
26.06.2009, 23:16
Hallo rsan!

Hufrollenentzündungen sind meist vorn. Bei ihr hinten oder wie kommst Du drauf, daß sie Schmerzen in der Hinterhand hat?

Gegen den Bauch schlagen ist gern auch mal "Mißfallen"...kann aber auch Bauchschmerzen sein - z.B. bei einer Kolik oder bei Gasen im Darm...oder auch Fliegen am Bauch...
So von dem, was Du schreibst, würde ich da eher auf Angst vor irgendetwas tippen. Beobachtet mal ganz genau, WANN sie die Ohren anlegt. Was macht Ihr, was machen die anderen Pferde, habt ihr z.B. Gerten dabei, Sporen an, oder so. Weißt was ich meine???

Das Umfallen - bei allen Hufen oder nur vorn/ hinten???

Rissige Hufe sind meist ein Fall von: schlecht durchblutet. Laßt sie mal von einem Huforthopäden richtig stellen, so daß der Huf wieder arbeiten kann. Dann wird sich auch die schlechte Hornqualität innerhalb von 1 Jahr geben.;)

lammi88
06.08.2009, 15:00
Sooo, will mal wieder updaten:

Zur Zeit läuft meine alte Dame wieder so gut, daß ich mit ihr vor 2 Wochen auf dem Stoppelfeld war ;) Sie hat es sichtlich genossen :tu:

An Zusätzen bekommt sie nach wie vor

- Neuseeländischen Muschelextrakt - 10g täglich aufgeteilt auf 2 Mahlzeiten
- im Wechsel:
- 3 Wochen lang Teufelskralle - knapp 20g/ Tag auf 2 Mahlzeiten verteilt dann absetzen und
- 4 Wochen lang Zinkpellets (von Makana) in Höchstmenge auf 2 Mahlzeiten verteilt.
- Ginkgoblätter - ca. 40g/Tag an 2 Mahlzeiten (auch hier muß man nach 2 Monaten 4 Wochen lang pausieren)
- Knoblauch (gegen Fliegen und zur Blutverdünnung)
- und Schüsslersalze: Nr: 6,8,10 jeweils 2x 15St/Tag

Huforthopädin kommt regelmäßig und ich feile wöchentlich nach :tu:

Die meisten Sachen kaufe ich über Makana - günstig und gut :tu: Was meinen beiden auch sehr gut getan hat, waren die flüssigen Elektrolyte :tu:

So, da wir nun wieder einen Fall im Stall haben, der vermutlich eine belastete Hufrolle hat (Röntgenaufnahmen folgen, daher "vermutlich") wollte ich einfach nochmal zusammenfassen:
Viele TÄ stellen die Diagnose "Hufrolle" sehr schnell. Fakt ist: man kann auf Röntgenaufnahmen einen entzündlichen Prozeß nicht eindeutig sehen. Was man sehen kann, sind Veränderungen des Hufrollenkomplexes. Und die hat fast jedes Pferd - mal mehr mal weniger schlimm ;) Solange der Komplex nicht so stark zerstört ist, daß die Sehne ggf mit angegriffen ist und zu reißen droht, kann man das Pferd durchaus alt werden lassen und auch noch reiten!
Beachten sollte man dabei nur: keine engen Wendungen, nicht springen! Versucht das Pferd möglichst stark auf die Hinterhand zu reiten.
Der Verdacht auf Hufrollenbefund liegt dann nahe, wenn das Pferd sich die Hufspitze stark abläuft und flach läuft (die Knie nicht richtig hebt), dazu Wendeschmerz. Dann KANN es eine Entzündung der Hufrolle sein...muß aber nicht. Genauso gut kann der Huf falsch bearbeitet sein und drücken!!! Wenn der Verdacht besteht, holt bitte einen Huforthopäden, der sich den Huf und die Stellung genau anschaut. Bitte laßt das Pferd barhuf laufen, damit der Huf sich in die richtige Position laufen kann, mit der das Pferd zurecht kommt. Eisen jeglicher Art sind bei dieser Erkrankung kontraproduktiv!!!
Ich muß leider sagen, daß die meisten (nicht alle!!!) Tierärzte mit der Diagnose Hufrollenentzündung komplett überfordert sind! Gebt Euren Kameraden nicht gleich auf! Hätte ich das gemacht, wäre Lamour mit ihren katastrophalen Röntgenbildern vor 3 Jahren zum Regenbogen galoppiert - so macht sie das heute über die Koppel und genießt ihr Leben und die Tatsache, daß sie Herdenchefin ist ;) :tu:

lammi88
13.08.2009, 13:32
Da es hier im Forum grad ein wenig krieselt, habe ich nun vorsichtshalber eine email angelegt, auf der ich direkt zu erreichen bin (ein bißchen Geduld müßt Ihr schon haben - hab nicht jeden Tag Zeit um in Ruhe zu lesen und zurückzuschreiben ;))

lanoan (ät) web.de

Seepferdchen
13.08.2009, 22:38
Hallo liebe Leidensgenossen, war die Tage im Internet unterwegs, um nach sinnvollen Nahrungsergänzungen bei Hufrollenentzündung zu suchen. Lammi hatte mir ja bereits schon viele Tips gegeben.....Bin jetzt auf Lachsöl gestossen, hat ja angeblich auch viel Omega 3 Säuren, davor hatte ich Leinöl. Mit dem Leinöl pausieren wir aber immer im Sommer, aus Angst das es ranzig wird. Findet Ihr Leinöl oder Lachsöl besser? Von Lachsöl hab ich jetzt erst das erste mal was gehört, oder gibts das schon länger? Vielen Dank LG Seepferdchen

lammi88
14.08.2009, 08:31
Beide sind reich an Omega 3 Fettsäuren, haben aber auch ein hohes Maß an Omega 6.
Ich zitiere mal von der Seite: www. gruenlipp-muschelkonzentrat. d e

Omega-3-Fettsäuren gehören zu den essentiellen Fettsäuren und erfüllen im Körper vielfältige Funktionen. Sie sind Antagonisten (Gegenspieler) der Omega-6-Fettsäuren. Im Falle von Entzündungsreaktionen (Entzündungen sind im Grundsatz keine Krankheit, sondern eine Reaktion des Körpers, die in Rahmen der Immunabwehr stattfindet) fördern Omega-6-Fettsäuren entzündliche Prozesse während Omega-3-Fettsäuren diesen Prozessen entgegenwirken.

Wichtig für die Funktion des Körpers ist eine Ausgewogenheit, d.h. beide Antogonisten sollten zur Verfügung stehen. Im Rahmen der typischen industriellen Ernährung kommt es jedoch häufig zu einer einseitigen Verschiebung durch zu geringen Verzehr von Omega-3-haltigen Lebensmitteln. Grünlippmuscheln können ebenso wie z.b. Lachsöl dazu beitragen, den Anteil an Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und damit entzündlichen Prozessen entgegenzuwirken.

Omega-3-Fettsäuren sind allerdings ein Sammelbegriff, der u.a. Alpha-Linolensäuren (z.B. in Leinöl und Hanföl), EPA und DHA umfasst. Die in der Grünlippmuschel enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sind nicht gleichzusetzen mit den z.B. im Lachsöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung australischer Wissenschaftler konnte einzigartige, bisher unbekannte Omega-3-Fettsäuren in der Grünlippmuschel identifizieren, die für die beobachteten anti-entzündlichen Eigenschaften der Grünlippmuschel verantwortlich sein könnten

Davon mal abgesehen: Um auf ein hohes Maß an verwandelbaren Omegasäuren zu kommen müßtest Du täglich mindestens 200ml ins Pferd schütten...bei Neuseeland Grünlipp-Muschelextrakt sind das mal grad 8g ;)

Seepferdchen
14.08.2009, 23:57
Hallo Leute, ich glaube ich tendiere dann doch eher zu den Grünlippmuscheln.
Die Frage ist nur, ob man die pur füttert oder doch ein Mischpräparat nimmt, wie zum beispiel Markus Mühle Gelenkkraft. Außerdem ist meiner so schnäubig.
Ich glaub ich hatte mal sowas ähnliches gefüttert, da hat er nur die Pelletierte Form angenommen.:s:
Noch eine Frage (war bestimmt nicht meine letzte :) ) Zieht Ihr Eurem Pferd Gamaschen an, meiner hat Fesselkopfgamaschen und ich fürchte, das die auf den Schleimbeutel drücken könnten.Was macht Ihr? LG Seepferdchen

lammi88
15.08.2009, 12:37
Versuchs erstmal mit Markus Mühle Gelenkkraft Wenn er das nimmt, holste das Muschelextrakt von Makana und mischt mini-mini-mini-Portionen drunter, Futter leicht befeuchten - dann hält es gut und staubt nicht. Gut geht bei einigen Pferden auch Möhren- oder Apfel oder Bananensaft drüberkippen ;) Und wenn das klappt, langsam MM-Gelenkkraft ausschleichen und Pulver erhöhen ;) Meist geht das gut :tu:
Gamaschen hat meine nicht an - max. Fleecebandagen auf Stoppelfeldern ;)

amirh el salaam
24.08.2009, 20:46
Hallo,

bin noch ganz neu hier´. Bin bei der Suche nach Inforamtionen auf dieses Thema gestossen und fand die Beiträge bis jetzt sehr hilfreich.
Ich selber habe mir vor einem Jahr einen kleinen Araber gekauft der sehr abgemagert war. Über das letzte 3/4 Jahr haben wir ihm aufgepäppelt und mit leichter Arbeit versucht ihn wieder aufzubauen (hatte keine Rückenmuskulatur mehr und lief nur über die Vorhand) Jetzt hatte ich ihn für 3 Wochen im Intensiveren Beritt. Kurz davor hatte er auch Eisen bekommen der Hufschmied meinte das würde die Fühligkeit vermindern. Vor ca 5Wochen kam er mit total geschwollenen linken Vorderbein Bein von der Koppel.
Der Tierarzt kam sofort. Vorläufige Diagnose: Hufprellung oder Abzess als auch Fleckmone. Sofort Rivanol Verband und Phenylbutazon. Nach a 1 1/2 Wochen war er wieder lahmfrei. 3 Tage später ging er wider lahm obwohl noch nicht mit ihm gearbeitet wurde. Nachdem nach einer weiteren Woche keine Besserung zu sehen war und die Beugeprobe absolut positiv wurde er geröngt. Nach einer Woche bekam ich dann den Befund Hufrollenentzündung mit bereits eingetrtenen Veränderung am Knochen. Jetzt steht er seitdem in seiner Paddockbox bekommt von mir Ingewer, Traumeel zu seiner Futterration (die leider stark gekürzt wurde da er nicht mehr auf die Koppel kommen darf).
Ebenfalls hate ich eine Huforthopädin da was bei den Leuten am Stall nicht gut ankam da mir alle zu einem Spezialbeschlag raten.
Nun zu meiner Frage: Wie lange dauert es an sich die Entzündung in den Griff zu bekommen? Soll er wirklich nur stehen? Sogar Spaziergänge sollen lt TA tabu sein. Hat jmd Erfahrung mit der Blutegel Therapie? Woran erkennt man das Stadium der Erkrankung wenn der TA keine Aussage darüber machen möchte.Woran erkennt man ob die Krankheit schon länger vorliegt oder kann man dass überhaupt?Gibt es noch weitere Möglichkeiten wie ich meinen Kleinen helfen kann. Er tut mir so leid. Jetzt ging es Ihm endlich etwas besser...
Für shnele Antworten wäre ich sehr dankbar

lammi88
25.08.2009, 09:08
Hallo,

bin noch ganz neu hier´.
:hi: :hi: :hi:


Bin bei der Suche nach Inforamtionen auf dieses Thema gestossen und fand die Beiträge bis jetzt sehr hilfreich. :bl: Danke!



Ich selber habe mir vor einem Jahr einen kleinen Araber gekauft der sehr abgemagert war. Über das letzte 3/4 Jahr haben wir ihm aufgepäppelt und mit leichter Arbeit versucht ihn wieder aufzubauen (hatte keine Rückenmuskulatur mehr und lief nur über die Vorhand) Jetzt hatte ich ihn für 3 Wochen im Intensiveren Beritt. Kurz davor hatte er auch Eisen bekommen der Hufschmied meinte das würde die Fühligkeit vermindern. Vor ca 5Wochen kam er mit total geschwollenen linken Vorderbein Bein von der Koppel.
Der Tierarzt kam sofort. Vorläufige Diagnose: Hufprellung oder Abzess als auch Fleckmone. Sofort Rivanol Verband und Phenylbutazon. Nach a 1 1/2 Wochen war er wieder lahmfrei. 3 Tage später ging er wider lahm obwohl noch nicht mit ihm gearbeitet wurde. Nachdem nach einer weiteren Woche keine Besserung zu sehen war und die Beugeprobe absolut positiv wurde er geröngt. Nach einer Woche bekam ich dann den Befund Hufrollenentzündung mit bereits eingetrtenen Veränderung am Knochen. Jetzt steht er seitdem in seiner Paddockbox bekommt von mir Ingewer, Traumeel zu seiner Futterration (die leider stark gekürzt wurde da er nicht mehr auf die Koppel kommen darf).
Ebenfalls hate ich eine Huforthopädin da was bei den Leuten am Stall nicht gut ankam da mir alle zu einem Spezialbeschlag raten.
Nun zu meiner Frage: Wie lange dauert es an sich die Entzündung in den Griff zu bekommen? Soll er wirklich nur stehen? Sogar Spaziergänge sollen lt TA tabu sein. Hat jmd Erfahrung mit der Blutegel Therapie? Woran erkennt man das Stadium der Erkrankung wenn der TA keine Aussage darüber machen möchte.Woran erkennt man ob die Krankheit schon länger vorliegt oder kann man dass überhaupt?Gibt es noch weitere Möglichkeiten wie ich meinen Kleinen helfen kann. Er tut mir so leid. Jetzt ging es Ihm endlich etwas besser...
Für shnele Antworten wäre ich sehr dankbar

Nicht verzweifeln!!! :hug: Das bekommst Du weitestgehend wieder hin! :tu:
Les Dir mal in Ruhe meine Beiträge durch! Ich schreib erstmal kurz auf, was mir durch den Kopf geht - die meisten Antworten "weshalb" findest Du, wenn Du einmal komplett liest :tu:

- Bitte keinen Ingwer geben!!!!!!
- Traumeel hilft nur bedingt und nicht gegen einen Entzündungschub.
- Huforthopädin: :tu: :tu: :tu: Laß Dich nicht davon abbringen!!! Der Huf MUß arbeiten können, sonst wirst Du die Entzündung nicht los und die Schädigung wird schlimmer. Also: laß ihn barhuf richtig stellen :tu:!!!
- Und laß ihn auf die Koppel! Bewegung ist das beste, was Du tun kannst! Wenn er keinen Ingwer mehr bekommt, wird er schnell selber merken, was ihm gut tut und was nicht. Die nächste Zeit kann hart werden, weil er teilweise starke Schmerzen haben wird. Da müßt Ihr einmal durch :tu: :hug:
- Wieso macht Dein TA keine Aussage zur schwere der Schädigung??? :confused: Muß er doch erkennen können anhand der Röntgenbilder??? Hast Du die Aufnahmen der Hufrolle digital?? Dann schick sie mir mal auf meine Mailaddi: hilfe-bei-hufrolle (at) web.de. Wenn eine Schädigung des Strahlbeins erkennbar ist, liegt schon länger eine Entzündung oder Überbelastung vor. Im Anfangsstadium ist die Erkrankung kaum zu diagnostizieren...
- Blutegel könnten für die erste schnelle Hilfe bei Dir sinnvoll sein. Dafür sollten 7-8 Stück am Kronrand angesetzt werden. Dafür muß aber der Ingwer mindestens 2 Wochen abgesetzt sein, sonst beißen sie teilweise nicht richtig.
- Besorg Dir Ginkgo zur Blutverdünnung, Teufelskralle und Zink gegen die Entzündung und Muschelextrakt zum Aufbau der Gelenkkomplexes :tu:

Die Dauer bis es besser wird, ist unterschiedlich. Reiten solltest Du erstmal mindestens 3 Monate nicht - eher länger. Einfach um dem Gelenk die Chance zu geben ohne Druck ausheilen zu können. Laß ihn viel raus, geh mit ihm spazieren (am besten ebener, weicher Grund). Imer soviel, wie er mag. Du wirst nach einiger Zeit erkennen, wann sich eine neue Entzündung anbahnt und kannst dann dementsprechend die Mengen erhöhen oder Zusätze wieder dazugeben :tu:
Schick mir mal die Aufnahmen, dann sehen wir weiter, okay?:cu:

Seepferdchen
10.09.2009, 22:36
Hallo, wollte mich mal wieder melden. Pferd geht 4 Wochen nach Behandlung
leider immer noch lahm :( Habe jetzt nur Schritt geführt und das nur wenige Minuten. Jetzt soll er doch plötzlich Tildren bekommen. Ein hin und her bei der Therapie. Da fällt mir der Satz von Dir Lammi ein, als Du geschrieben hattest, das die einige TÄ mit der Diagnose und deren Therapie meistens überfordert sind und genau das kommt mir hier auch so vor. Werde jetzt eine zweite Meinung einholen kann ja nicht verkehrt sein. Melde mich wieder, wenn es was neues gibt :compi:

lammi88
11.09.2009, 08:43
Hallo, wollte mich mal wieder melden. Pferd geht 4 Wochen nach Behandlung
leider immer noch lahm :( Habe jetzt nur Schritt geführt und das nur wenige Minuten. Jetzt soll er doch plötzlich Tildren bekommen. Ein hin und her bei der Therapie. Da fällt mir der Satz von Dir Lammi ein, als Du geschrieben hattest, das die einige TÄ mit der Diagnose und deren Therapie meistens überfordert sind und genau das kommt mir hier auch so vor. Werde jetzt eine zweite Meinung einholen kann ja nicht verkehrt sein. Melde mich wieder, wenn es was neues gibt :compi:


:?: :?: :?: Wie war das? Du hattest Eisen draufgemacht oder bin ich grad falsch??? Wenn ja: nimm die Dinger ab und stell um auf Barhuf - ausgeschnitten von einem Orthopäden, nicht von einem Hufschmied!!! Hufeisen lassen den Huf nicht arbeiten - und das muß er, wenn Du die Entzündung heraus bekommen willst!!!

Desweiteren besorg Dir Teufelskralle - die wirkt entzündungshemmend. Aber auch das dauert seine Zeit, bis alles wieder frei von Entzündungen und Schmerzen ist. Sowas baut sich pber Jahre hinweg auf und ist eben nicht mit einem Wunder zu kurieren ;)

Seepferdchen
13.09.2009, 23:37
Hallo Lammi, ja meiner hatte Eisen bekommen, die vorne offen (Zehenfrei) sind und hinten geschlossen. Meiner hat sehr sehr niedrige Trachten (sog. Entenfüße), sodas er ohne Eisen viel zu flach steht. Hatte gestern THP da, die hat das Pferd von oben bis unten gecheckt, die meinte er steht immer noch minimal zu flach, sagte man muß aufpassen, das sich die Trachten nicht einrollen, was meint sie damit??? Teufelskralle füttere ich schon ein paar Wochen. THP hat jetzt Akupunktur gemacht und homöop. Medis aufgeschrieben das probieren wir jetzt aus. LG

lammi88
14.09.2009, 08:14
Wenn Du einen Huforthopäden an Dein Pferd läßt und eben KEINEN Schmied, wird der die Hufe schon so stellen, daß die Trachten richtig nachwachsen können. Trachten rollen sich durch falsche Bearbeitung oder durch Eisen ein. Sprich: sie schieben sich unter den Huf, der Strahl wird abgedrückt, kann nicht mitarbeiten und der Huf wird nicht richtig durchblutet. Entzündungen und Lahmheiten sind vorprogrammiert.
Für die falsche Bearbeitung in der Vergangenheit sprechen auch die Schnabelhufe oder auch Entenfüße.... Der Wallach, der früher bei uns stand, hatte auch Schnabelhufe, dazu noch schiefe Fesseln mit Arthrose. Der Schmied hat ihm schön regelmäßig einen "orthopädischen" Beschlag verpaßt...mit dem Erfolg, daß der Huf einen fetten Riß bekam (Kommentar HS: kommt von seiner schlechten Hufqualität:man: :man: :man:) und die Trachten unterrollten. Der Wallach hat sich in schönen, regelmäßgen Abständen beim Reiten samt Reiter auf die Schnauze gelegt, weil er über seine Hufe gestolpert ist. Später auch auf der Koppel. Nach nur 2!!!! Bearbeitungen der Huforthopädin von mir, konnte man sehen, daß der Schnabel weitestgehen weg war, der Riß rauswuchs und das Pferd hat sich NIE wieder beim Reiten auf die Schnauze gelegt. Heute muß man zwar immer noch gegen seine Fesselschrägstellung anarbeiten, aber die Hufe sind top, keine Risse mehr, Trachten sind wieder grade und das Pferd läuft lahmfrei....
Wie gesagt: meine Meinung ist immer noch, daß der Schmied von Dir das Tier nicht richtig stellt und das Lahmen spätestens dann weg ist, wenn Du einen Huforthopäden ran läßt...
Wie sollen Medikamente IN den Hufen wirken, wenn sie mit dem Blut nicht ordentlich hin transportiert werden??? ;)

fuexjen
19.09.2009, 17:11
Hallo Lammi, ja meiner hatte Eisen bekommen, die vorne offen (Zehenfrei) sind und hinten geschlossen. Meiner hat sehr sehr niedrige Trachten (sog. Entenfüße), sodas er ohne Eisen viel zu flach steht. Aber ein Eisen verändert doch die Stellung der Achse nicht. Du meinst sicher, jetzt sind die Trachten etwas weiter von Boden weg.....


Hatte gestern THP da, die hat das Pferd von oben bis unten gecheckt, die meinte er steht immer noch minimal zu flach, sagte man muß aufpassen, das sich die Trachten nicht einrollen, was meint sie damit???

Ich denke, man muss das erst mal von der Definition her klären. Was meinst Du mit flachen Trachten? Wenn die nur zu kurz sind, aber im richtigen Winkel stehen, hat das Pferd i.d.R. keine großen Probleme.

Erst, wenn die Winkelung nicht stimmt, die Trachten also zu flach liegen, egal, wie lang sie dann sind, kommt ein Übermaß an Druck auf diesen Bereich. Die Trachten können diesem dann nicht mehr standhalten, werden eher noch flacher und rollen unter Umständen sogar ein, d.h. die biegen sich dann von außen nach innen über den Hufrand und das sieht dann aus, wie eine Rolle.

@ lammi
Ich habe früher, wie Du, auch immer nur Huforthopäden empfohlen. Inzwischen musste ich leider eine größere Anzahl von Pferden kennenlernen, wie von HO regelrecht (huflich gesehen) verunstaltet worden sind. Ich denke, die Bearbeitungsszene ist sehr stark im Umbruch. Zur Zeit gibt es aus jeder Fraktion hervorragende Experten bis scheuklappige Stümper. BESW, GdHK, Ebeta, NHC bringen inzwischen durchaus sehr gute Barhufpfleger hervor. Auch einige Schmiede, die den Zahn der Zeit erkannt haben, und sich in diesem Metier weitergebildet haben, sind inzwischen zu empfehlen.

Deshalb würde ich bei der Empfehlung zu einem gut korrigierenden Hufmenschen eher auf dessen Kompetenzen achten, als auf die "Fraktion" aus der er entstammt.

Nur mal so als Denkanstoss.:rolleyes:

LG fuexjen

lammi88
21.09.2009, 08:54
@ lammi
Ich habe früher, wie Du, auch immer nur Huforthopäden empfohlen. Inzwischen musste ich leider eine größere Anzahl von Pferden kennenlernen, wie von HO regelrecht (huflich gesehen) verunstaltet worden sind. Ich denke, die Bearbeitungsszene ist sehr stark im Umbruch. Zur Zeit gibt es aus jeder Fraktion hervorragende Experten bis scheuklappige Stümper. BESW, GdHK, Ebeta, NHC bringen inzwischen durchaus sehr gute Barhufpfleger hervor. Auch einige Schmiede, die den Zahn der Zeit erkannt haben, und sich in diesem Metier weitergebildet haben, sind inzwischen zu empfehlen.

Deshalb würde ich bei der Empfehlung zu einem gut korrigierenden Hufmenschen eher auf dessen Kompetenzen achten, als auf die "Fraktion" aus der er entstammt.

Nur mal so als Denkanstoss.:rolleyes:

LG fuexjen

Damit hast Du wohl recht. Stümper gibts auf beiden Seiten :tu: Nur bislang sind mir mehr Hufschmiede untergekommen, die leider nur den Huf abkatschen und Eisen druff und das wars. Stellung? Wieso - Pferd läuft doch :man:
Vielfach fehlen den "neuen" Huforthopäden einfach Praxisstunden. Die leben nicht davon, machen es Nebenberuflich und somit können sie auch nicht wirklich Erfahrung sammeln oder eben nur sehr langsam.:rolleyes:
Die beste Ausbildung findet immer noch in England statt. Hufschmiede von da beherrschen - meist ;) - sowohl Metall-Handwerk, als auch die orthopädischen Grundlagen. Leider gibt es den, den die Besi meines ehemaligen Pflegepferdes hatte aus Altergründen nicht mehr. DER war gut :tu:
Mir wurden grad wieder 2 Hufschmiede hier aus der Region "empfohlen"...Beide angeblich SEHR kompetent und erfahren in der Huforthopädie... Ich habe mir die Pferde der Besitzer angesehen und dankend abgelehnt. Spannungsrisse in den Hufwänden, schnabelnde Hufe, die einfach mit Keilen höher gestellt wurden, eingerollte Trachten....danke...Und beide waren seit Jahren bei den beiden Hufschmieden - also nichts, was frisch war....Und beide haben kaum Termine frei, weil sie "so toll" sind :rolleyes: Einer davon nennt sich sogar Huforthopäde (kann aber keinerlei Ausbildung/Abschluß darin vorweisen:mad:)... :rolleyes:

Es ist schwer einen guten Hufpfleger zu finden. Ich bin heilfroh, daß ich meine Heike Braun habe :tu:

fuexjen
21.09.2009, 09:35
Es ist schwer einen guten Hufpfleger zu finden. Ich bin heilfroh, daß ich meine Heike Braun habe :tu:

Ja es ist die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Dummerweise kann man sich in dem Bereich auch nicht auf die Aussagen seiner Reiterkollegen verlassen. Da kann sich jeder Pferdebesitzer im Grunde nur möglichst viel eigenes Wissen aneignen, damit gegebenenfalls bei ihm die Alarmglocken frühzeitig läuten.

Leider ist es aber Gang und Gäbe, sich keine Gedanken über Hufgesundheit zu machen und sich auf seinen Hufbearbeiter blind zu verlassen......bis das Kind in den Brunnen gefallen ist. Bei resistenten Besis sogar noch darüber hinaus.

Nur wenn sich die Einstellung der Besitzer ändern wird, wird es Veränderungen in der Aus- und Weiterbildungsqualität und -Mentalität der Hufbearbeiter geben.

So long....auf in den "Aufklärungskampf". ;)

LG fuexjen

lammi88
21.09.2009, 10:32
So long....auf in den "Aufklärungskampf". ;)
:tu: :D Immerhin: 2 hab ich schon aktiv "aufgeklärt" :tu: nicht viele, aber die beiden geben auch gern ihre (Leidens- und Erfolgs-) Geschichte weiter ;) :tu:

Aber solange es immer noch Leute gibt, die nur 1x im Jahr den Hufschmied holen, wird sich so schnell nix ändern :(

Kati_
06.04.2010, 15:00
Hallo!
Ich möchte wieder mal meine aktuelle Situation beschreiben!
Ich bin jetzt mit meinem Pferdi in einem neuen Stall und dort gibts eine super tolle huforthopädin und zu meinem Glück macht sie alle 5 wochen auch meinen wallach und seitdem hat er wunderbare Hufe und ich und ich glaub auch er sind super zufrieden damit. Er lahmt schon seit langem nicht mehr :) und wir genießen die zeit miteinander jeden Tag. Ich weiß leider nicht wie weit seine krankheit fortgeschritten ist da ich die röntgenbilder nie gesehen habe aber ich füttere jetzt zusätzlich auch von iwest magnopodo und magnotin . Ich hab mal was geschrieben dass er klebebeschlag oben hatte. er ging sich zwar besser damit.viel besser sogar.Allerdings sind die Dinger echt teuer und es ist besser gleich barhuf zu lassen. Meine Erfahrung bis jetzt ist auch, dass Hufschmiede einfach nicht so gut barhuf bearbeiten hatte jetzt schon 2 die ihn nicht richtig bearbeitet hatten und er wieder lahm ging. Das wichtigste ist gutes Zusatzfuttermittel zu geben und die Hufe barhuf bearbeiten zu lassen und einfach sein Pferd zu schonen wenn es mal Ruhe braucht.und nicht hoch springen oder gar nicht springen. Ich liebe das springen und als ich meinen Süßen kennengelernt habe war er trotz seiner jungen JAhre ein talentiertes Springpferd und ich bin sicher wir hätten es weit geschafft und das Gefühl im Sattel zu sitzen und mit ihm zu springen war wunderschön. Zu der Zeit wusste ich noch nichts von seinem Befund. Doch seit ich ihn habe bin ich kein einziges Mal mit ihm gesprungen und ich gebe lieber das springen auf als ihn. Denn die Gesundheit meines Pferdes steht an erster Stelle und ich liebe es ihm zuzusehn wenn er über die Koppel galoppiert. Also niemals aufgeben bei der nachricht Hufrolle :)
Lg Kati

lammi88
27.05.2010, 10:53
Mal wieder aktualisieren ;) wird Zeit :D

Lamour gehts super. Zur Zeit so gut, daß ich sie wieder reiten kann und daß sie auch einen Transport im Hänger unbeschadet übersteht :wd:

Was mache ich noch und was hab ich in letzter Zeit empfohlen? Das hier und nur das. ;) Billigste und effektivste Methode sein Pferd wieder zum laufen zu bringen ;):

(kopiert aus einem anderen Fred)

Bei Hufrollenbeschwerden ist das A und O eine gute Durchblutung des Hufes. Mit Eisen geht das nicht. Die halten den Huf starr, die Entzündung kann nicht abgebaut werden. Der Huf stellt sich von sich auch steiler wenn er es gebraucht. Dazu benötigt man keine Eisen, nur etwas Geduld, Rücksicht und Zeit UND einen guten Hufpfleger. Schau mal hier: http://www.gesundehufe.com/hufmechanismus.html dort wird der Hufmechanismus sehr gut erklärt. Wie soll das mit einem Eisen gehen? Die Seite ist toll - leider schneiden die nach Strasser - würde ich bei Vorschäden nicht empfehlen. Dann lieber nach Biernat schneiden.

Was Du erreichen mußt, ist, daß der Huf gut durchblutet wird. Zum einen durch korrekte Hufstellung, zum anderen kannst Du helfende Mittel füttern. Ich bin kein Tierheilpraktiker, kann Dir also nur sagen, was ich mache. Ob Du es dann auch so machst, bleibt Dir überlassen - Nicht, daß ich hier nachher wieder von Usern abgemahnt werde :rolleyes: ;)

Zur Blutverdünnung:
Knoblauch - tgl. 10-15g
Ginkgo - tgl 40-60g
beides sollte man alle 4 Wochen im Wechsel geben.

Zum Entzündungsabbau:
Zink (von Makana die Zinkpellets in Höchstmenge geben oder Zinkorotat POS)
Teufelskralle 2x tgl knapp 20g
ebenfalls alle 4 Wochen im Wechsel geben.

Und eben Neuseeland-Muschelextrakt - 2xtgl 4g ins Futter zum Aufbau des Knorpelkomplexes. Enthält ein hohes Maß an Hyaluronsäure, die gefüttert besser wirkt als gespritzt. Langsam anfangen, da das Zeug recht fischig riecht!!!

Was man zusätzlich noch machen kann sind Schüsslersalze. Nr. 1, Nr 2 und Nr 8 jeweils 2x tgl 10St über 6 Monate. Hatte mir ein Heilpraktiker empfohlen und die in Kombi haben bei Lamour einen Schub nach vorn gebracht. Die sollte man dann aber über Internet Apos kaufen. Einfach über Medizinfuchs.de schauen und nach "Pflüger" - die sind am günstigsten.

Ach so: Alles langsam zur Endmenge anfüttern, da sonst die Pferde das Futter verweigern. Bewährt hat sich das Mischen in Mash oder Heucops - auch Honig oder Apfelsirup/ Apfelsaft druntermischen hilft.

Bei der Fütterung sollte man Weizen und Melasse vermeiden - beides steht im Verdacht Rehe und Arthrose zu begünstigen - ist also auch für Hufrollenpatienten nicht geeignet.

Ich kaufe fast alles bei makana ein. Günstig und gut. Grünlippmuschel 500g kommst man über 2 Monate mit aus. Also ist das gar nicht so teuer ;)

lammi88
09.06.2011, 16:34
Mein letzter Beitrag ist nun ein Jahr her. Seitdem hatte ich keine weiteren Lahmheiten mehr. BIS jetzt...aktuell lahmte sie wieder kurz, hab wieder angefangen alles aus meinem letzten Beitrag zu geben ( hab seit 1 Jahr auf nur noch Grünlippmuschel reduziert gehabt) und inner halb von wenigen Tagen ist es wieder soweit okay. Ich werde es wieder einen Monat durchziehen, dann wieder nur auf Grünlipp reduzieren.

Lamour gehts es so gut, daß ich sie wieder kurze Strecken (also unter 5km am Stück und auch nur auf ebenem Boden, da sie mit unebenem Boden mit Steinchen nicht gut zurecht kommt) reite, wir wieder die Stoppelfelder genossen haben und ich mittlerweile sicher bin, daß wir noch viele schöne Jahre zusammen haben werden.

Wer hätte das gedacht, als ich 2007 in der Klinik war und man mir sagte, ich sollte sie einschläfern lassen, das ist Quälkram? ;) Sie ist eine Kämpferin und ich habe mit gekämpft. Zumindest einen Teil an Lebensqualität haben wir uns so wieder erkämpft und meine Maus kann ihr Leben wieder genießen (was sie auch ausgiebig tut).

LeonieS
05.08.2011, 08:27
Wer hätte gedacht, dass so viele Menschen auf die Frage reagieren werden?

Diese Konstellation ist so hilfsreich für diejenigen, die noch keine Erfahrung haben und die Info brauchen, die andernfalls nirgendwo zu finden sind.

Satchita
21.09.2011, 21:08
hei,

ich hab jetzt nicht alle beiträge gelesen, aber ich hatte auch ein hufrolle pferd.
zuerst hatten wir vorne schlusseisen drauf mit luwex einlagung und polsterung drunter. später rock`n roller auch mit polsterung.

zudem haben wir von nutri labs das quattro dolor mit gefüttert und zur erleichterung 2x im jahr hyaluron gespritzt und vor jeder arbeit 20 min schritt geritten. ach ja und im winter hatten wir vorne transportgamaschen in der box drauf.

alles in allem die ideale lösung, bis sich eine zyste gebildet hat und lollipops entstanden sind, dann mussten wir ihn einschläfern.
vielleicht war da ja noch was dabei, was du noch nicht versucht hast. ;)

lammi88
22.09.2011, 21:08
Hallo Satchita,

Zysten und Lollipops sind kein Grund das Pferd einzuschläfern ;) Das ist - muß ich Dir leider so sagen - unkompetentes Tierarztwissen.... denn wenn es danach ginge, würde Lamour schon lange nicht mehr leben....
Hyaluron natürlichen Ursprungs füttere ich mit den Grünlippmuscheln. So ist es sehr viel wirksamer als wenn es gespritzt wird.
Eisen sind kompletter Mist bei HRE, da sie die Entzündung unterstützen. Der Huf muß arbeiten können um die Entzündung abzubauen. Eisen halten in steif und verschlimmern nur. Ein gut gestellter Barhuf läuft sich in eine Position, wie das Pferd es benötigt. Da braucht man keine Eisen, nur einen Haufen Geduld ;)
Und 20 Minuten sollte man jedes Pferd, was man zu Boxenhaft verurteilt hat, warm reiten. Ansonsten passiert nämlich genau das, worüber wir hier sprechen.... HRE... falsche Bewegung ist einer der Gründe weshalb die wohl entsteht... ;)

Nix für ungut, aber ihr habt leider zu sehr einem Tierarzt vertraut. Mein Pferd ist nun 23 Jahre alt, der TA hätte sie vor 4 Jahren einschläfern wollen, weil sie ja "so leidet"...mein leidendes Pferd hat sich heute von der Koppel ein Rennen mit meinem Jungspund geliefert....und gewonnen ;)

Satchita
23.09.2011, 08:13
also - boxnehaltung gab es nicht ! er war ganztags auf der koppel / großer paddock je nach wetter. und DOCH es ist ein grund, da bereits ein deutlicher riss im hufgelenk war, welches nur noch wenige wochen gehalten hätte. was hat das pferd davonr, wenns ihm das gelenk zerreisst ???
gefüttertes hya ist übrigens nicht sinnvoller, da es ja teils wieder ausgeschieden wird.

lammi88
23.09.2011, 08:55
also - boxnehaltung gab es nicht ! er war ganztags auf der koppel / großer paddock je nach wetter. und DOCH es ist ein grund, da bereits ein deutlicher riss im hufgelenk war, welches nur noch wenige wochen gehalten hätte. was hat das pferd davonr, wenns ihm das gelenk zerreisst ???
gefüttertes hya ist übrigens nicht sinnvoller, da es ja teils wieder ausgeschieden wird.

Sorry, aber Lollipops sind keine Risse. Sie entstehen, weil die Blutgefäße aufgrund des Entzündungsstaues verdicken und sich durch die Knochen sozusagen "Platz" verschaffen. Die Lollipops sind in sofern gefählich, da sie häufig scharfe Kanten haben und die große Beugesehne eben über den Teil des Gelenkes läuft. Somit kann es eben passieren, daß die Sehne reißt. Etwas, was bei Lamour - trotz massiver Lollipops - bis heute nicht passiert ist. WENN da ein Riss war, dann ist der nicht durch Lollipops entstanden.

Und es gibt mehrere Studien über gefütterte und gespritzte Hyaluronsäure bei Gelenkserkrankungen. Die erste Studie wurde in den USA an 2000 Pferden durchgeführt. Von den Pferden mit gespritzter Hyaluronsäure war nur bei knapp 15% eine Besserung zu merken. Bei gefütterter Hyaluronsäure natürlichen Ursprungs (NICHT künstlicher Hyaluronsäure!!!) waren über 60% der Pferde innerhalb des ersten halben Jahres lahmfrei...
Leider sind die Tierärzte hier nicht grade gut informiert. Mein Ex-Tierarzt (bin weggezogen) hat mich sogar letztlich meist angerufen, wenn er wieder ne HRE hatte. Er ist mittlerweile fit und hat auch schon viele Pferde wieder zum Laufen gebracht. Letztlich kann man den Tieren aber nur dann helfen, wenn der Besitzer mitmacht. Wenn der besitzer lieber ne Schmerzspritze geben will, damit er schnell wieder auf dem Pferd rumjuckeln kann, kann auch der beste TA nichts machen.
Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....

Satchita
23.09.2011, 11:16
der riss kam von der zyste da diese so riesig war !!

Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....
und darum ging es am allerwenigsten aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar

Becky
23.09.2011, 11:20
... aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar:confused: Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel* :schmoll:

Satchita
23.09.2011, 11:51
:confused: Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel* :schmoll:


helfen mit sprüche wie zu faul das pferd ein jahr schritt zu führe usw und deswegen hätt ich ihn eingeschläfert?? tolles helfen^^

lammi88
23.09.2011, 11:58
der riss kam von der zyste da diese so riesig war !!

Eine HRE wieder gut auszukurieren und zu bessern, braucht viel Zeit und viel Rücksicht vom Besitzer/Reiter. Dann muß das Pferd eben mal 1 Jahr nur spazieren geführt werden.... aber genau DAS wollen viele nicht. Dann ist eben der Schlachter für viele der einfachere Weg ihren Weggefährten los zuwerden....
und darum ging es am allerwenigsten aber ich hab shcon verstanden - DEIN forum alle anderen sind dumm... alles klar

Satchita, kein Grund so dämlich zu reagieren. Eine Zyste bildet sich, weil der Bluteinschuß nicht ablaufen kann. Die hätte man bei Zeiten punktieren können und durch Blutverdünnung durch Ginkgo oder/und Knoblauch Schmerzen für das Tier verhindern können.
Sorry, Du hast am Anfang geschrieben, Du hast nicht alles gelesen. Hättest Du mal machen sollen ;). Ich habe wirklich viel probiert, Tipps von anderen umgesetzt, mich durch englische Ärztefachblätter gekämpft. Und mußte leider zusammen mit meinem TA feststellen, daß 95% der TÄ komplett mit dem Thema überfordert sind. Ich weiß auch nicht alles und bin immer dankbar, wenn ich neue Impulse bekomme. Letztlich ist vieles einfach noch nicht erforscht. Fakt ist aber, daß HRE durch folgende Einflüsse stark gefördert wird:
- Inkorrekte Reitweise
- Falsche Hufstellung ggf auch Beschlag
- falsches Futter
- bewegungseingeschränkte Haltung
- und vermutlich auch Veranlagung.
Fakt ist auch, daß seeehr viele Wildpferde mittelstarke bis starke Hufrollenveränderungen haben und damit trotzdem lahmfrei laufen....Also ist damit auch erwiesen, daß die Veränderung an sich, nichts Schlimmes ist.
Und daß ich mit meiner Art und Weise mit Lamour zu leben und sie zu halten nicht ganz verkehrt liegen kann, sieht man schon dadran, daß es ihr immer noch relativ gut geht, sie von sich aus läuft und buckelt und sie eindeutig Lebensfreude hat....


:confused: Wirklich SEHR nett, jemanden derart anzufahren, der dir und dem Pferd helfen will *kopfschüttel* :schmoll:
Renate: ihr Pferd wurde bereits eingeschläfert. Es war nett gemeint von ihr, daß sie das weitergegeben hat, was sie gemacht hat. Leider sind viele Sachen davon überholt. Tierärzte sind nun einmal komplett mit dem Thema überfordert und raten allzuschnell zu mechanischen Therapien und zum einschläfern.:( Lamour lebt nur noch, weil ich so ein Dickkopf war und der Tierarzt in der Klinik mir so extrem unsympathisch war ;)

lammi88
23.09.2011, 12:02
helfen mit sprüche wie zu faul das pferd ein jahr schritt zu führe usw und deswegen hätt ich ihn eingeschläfert?? tolles helfen^^

Ich habe es generell geschrieben, nicht auf Dich bezogen, aber wenn der Schuh paßt? ;)

Becky
23.09.2011, 12:12
Renate: ihr Pferd wurde bereits eingeschläfert. Es war nett gemeint von ihr, daß sie das weitergegeben hat, was sie gemacht hat. Leider sind viele Sachen davon überholt. Tierärzte sind nun einmal komplett mit dem Thema überfordert und raten allzuschnell zu mechanischen Therapien und zum einschläfern.:( Lamour lebt nur noch, weil ich so ein Dickkopf war und der Tierarzt in der Klinik mir so extrem unsympathisch war ;):( :0( :0( Ach, der arme; vielleicht könnte er noch leben :0(

lammi88
23.09.2011, 13:10
:( :0( :0( Ach, der arme; vielleicht könnte er noch leben :0(

Weißt Du, letztlich betreibt kaum einer einen solchen Aufwand wie ich. Ein Pferd ist und bleibt ein teures Hobby und wird letztlich dazu gehalten um damit zu reiten oder zu fahren. Die wenigsten bekommen Gnadenbrot wenn sie alt oder krank sind, weil man eben das Hobby nicht mehr mit ihnen ausüben kann und die reine Haltung zuviel kostet. Mir ging es immer nur nebensächlich ums reiten, immer viel mehr um den Umgang mit den Tieren. Von daher hat Lamour bei mir die Chance trotz ihrer Erkrankung alt zu werden. Für einen Turnierreiter wäre es wertlos und zu teuer sie weiter zu halten. Ich habe echt viel Geld in sie gesteckt und auch heute kostet sie mich doch einiges zusätzlich, von Literweisen vergossenen Tränen mal abgesehen...:o. Sie ist und bleibt eine Baustelle aufgrund ihrer Vergangenheit. Und trotzdem bin ich froh mich damals für sie entschieden zu haben. Ich habe mit und durch sie so unglaublich viel gelernt, das hätte ich mit einem anderen Pferd NIE erreicht.:love:

Satchita
23.09.2011, 13:20
ES GEHT NICHT UMS GELD !!

ich reite s dressur und betreibe einen stall und hatte einen schulbetieb.
hufrolle pferd schulpferd - verkauft an schülerin - 1 jahr später weil lahm zurück gekauft - über ien jahr rum gemacht mit klinik bis er nur noch auf 3 beinen auf der koppel war, weil nix half und dann der riss - eingeschläfert sonst hätte er auch gnadenbrot bekommen.

1. pferd 23 jahre - seit 4 jahre nur ausreitpferd aus dem sport genommen BEVOR er platt war das er jetz seine rente hat und auf der koppel steht

2. pferd 19 jahre auch koppelpferd wegen weideunfall (sehnenanriss)

da sag du noch mal berufsreiter geht es nur ums geld !!!!

wenn du ja ach so viel ahnung hast solltest du hier statt leute die du nicht kennst zu kritisieren eine liste erstellen mit TA`s die es deiner meinung nach drauf haben oder selber eine praxis aufmachen, wenn du alles weisst !!!

ich für meinen teil tu alles was geht und geld und zeit spielen dabei KEINE ROLLE !!!!

lammi88
23.09.2011, 13:56
Satchita.... Du brauchst nicht zu brüllen und mich grundlos anzugreifen. Ich habe es doch gesagt: HÄTTEST Du alles komplett gelesen, würdest Du hier niemanden grundlos angreifen müssen. Punkt.
"Rummachen" ist nicht Wissen anlesen, erfragen und gezielt einsetzen. Lamour ging es zwischendrin auch megaschlecht. Sie konnte GAR nicht mehr laufen. Ich habe damals gesagt: ich geb ihr 3 Tage. Entweder es ist VIEL besser oder Schluß... Und sie hat sich wieder erholt. Aber eben nicht mit der TA Methode. DIE war nämlich Schmerzmittel und wenn das nicht anschlägt dann einschläfern...
Und es ist mir egal, ob Du S Dressur reitest, Multimillionär bist oder den Papst geknutscht hast. Bist Du deshalb ein besserer Mensch??? Ich weiß es nicht, weil ich Dich nicht kenne. Ich kann nur das beurteilen, was Du von Dir gibst und das ist - sorry to say - nicht besonders gut recherchiert und beweist ein schlechtes Basiswissen was die HRE betrifft.
Wir haben mittlerweile eine gute Gemeinschaft von HRE Pferdebesitzern, die sich austauschen. Es findet immer wieder jemand etwas Neues und probiert es aus. Unser Traum ist - von keinem von uns - der große Sport, ein Schulbetrieb oder ein Stallbesitzer zu sein. Wir würden gern den Traum von DEM Wundermittel gegen HRE realisieren können um unseren Pferden die Gesundheit wiedergeben zu können. Nichts anderes.
Also höre bitte auf diesen Faden mit Deinem Kleinkrieg gegen mich zuzuspammen. Es behindert alle, die schnell Informationen suchen und sich erst durch einen Kleinkrieg kämpfen müssen.

Satchita
23.09.2011, 14:33
Dann solltest Du mal überlegen was Du her von Dir gibst und wie Du andere Leute hinstellst. Kehr mal vor Deiner eigenen Tür. Würde sicher nicht schaden !

Becky
23.09.2011, 18:37
Weißt Du, letztlich betreibt kaum einer einen solchen Aufwand wie ich. Ein Pferd ist und bleibt ein teures Hobby und wird letztlich dazu gehalten um damit zu reiten oder zu fahren. Die wenigsten bekommen Gnadenbrot wenn sie alt oder krank sind, weil man eben das Hobby nicht mehr mit ihnen ausüben kann und die reine Haltung zuviel kostet. Mir ging es immer nur nebensächlich ums reiten, immer viel mehr um den Umgang mit den Tieren. Von daher hat Lamour bei mir die Chance trotz ihrer Erkrankung alt zu werden. Für einen Turnierreiter wäre es wertlos und zu teuer sie weiter zu halten. Ich habe echt viel Geld in sie gesteckt und auch heute kostet sie mich doch einiges zusätzlich, von Literweisen vergossenen Tränen mal abgesehen...:o. Sie ist und bleibt eine Baustelle aufgrund ihrer Vergangenheit. Und trotzdem bin ich froh mich damals für sie entschieden zu haben. Ich habe mit und durch sie so unglaublich viel gelernt, das hätte ich mit einem anderen Pferd NIE erreicht.:love::hug::love: Also, wenn ich ein Pferd hätte, ginge es mir auch ums wunderbare Geschöpf ansich, weniger ums Ausreiten, was natürlich ein Genuß ist und Spaß macht, WENN man´s richtig betreibt. Aber im Grunde, würde es mir genügen, wenn ich mit ihm auf meiner Weide sitzen könnte, es einfach streicheln, versorgen, "bemuttern" könnte - und wenn es eben "nur" das wäre - mir würde es genügen. :love:

Aber natürlich ist es ein schwieriges und teures Unterfangen, ein Pferd auch nur annähernd vernünftig zu halten. Wenn ich mir die Katzi-TA-Kosten ansehe, kann ich mir vorstellen, was ein Tierarzt mit Pferdeverstand, so er ihn denn überhaupt besitzt, kostet :o:kraul:

Alles Gute auch weiterhin für Lammy :love: und noch viele einigermaßen gute und halbwegs gesunde Jahre :hug:

Moni Zudno
26.11.2011, 09:19
Hi Lammi :cu:

ich habe ein wenig hier in diesem thread gestöbert (aber auch nicht alles gelesen:o) und möchte etwas ergänzen:
eine akute Lahmheit - auch verursacht durch eine akute Hufrollenentzündung - kann auch ursächlich durch Rückenprobleme verursacht werden.
mein Pferd Max (15 Jahre alter Westphalenwallach) hatte Anfang letzten Jahres dieses Problem, auch da haben die TÄ nur noch bedingt reitbar diagnostiziert...ist ne längere Geschichte...:rolleyes:
Er war nach 6 wochen Spezialbeschlag und 2-maliger Behandlung durch eine Pferde-chiropraktikerin, welche ohne Einrenken eine Blockade im Kreuz-Darmbein-Gelenk beseitigt hat (mit dessen Folgeerscheinungen) wieder topfit...

Rückenprobleme haben oft Fehlbelastungen und damit Überlastungen zur Folge, meist wird hier tatsächlich falsch behandelt weil nur eine Symptombehandlung aber keine Ursachenforschung betrieben wird.

Ich seh das hier jetzt nur als Ergänzung aus eigener Erfahrung und kann dir nur zustimmen: Bei entsprechendem Reiten und gezielter Beseitigung der Ursachen können auch Pferde mit schlechter Hufrolle beschwerdefrei Leben und auch geritten werden! (Wobei mein Pferd keine schlechte Hufrolle hat, aber auch ne längere Geschichte...:rolleyes:)

lammi88
26.11.2011, 18:40
Moni, da geb ich Dir absolut Recht. Vielfach wird alles auf die Beine geschoben, das Hauptproblem liegt aber sehr häufig im Rückenbereich... Sättel spielen da auch eine enorme Rolle. Ich hab grad deshalb auch schon wieder Plack.... :mad: War zur Sattelanprobe mit einem Sattel von Lamour, den ich definitv nicht mehr für sie nehmen werde. Komme da an, die Leute zeigen mit das Pferd und ich sag noch: Der Sattel paßt nicht zum Pferderücken. Doooch, er mußte ausprobiert werden. Pferd lief sch**** und Besi: Der sieht toll aus, den nehmen wir!..... ich hab den Sattel NICHT verkauft. Dem Pferd zuliebe... seufz. Ich glaub nicht, daß der nächste Sattelverkäufer auch so pro Pferd ist :(

Moni Zudno
30.11.2011, 23:46
:man: - hast du gut gemacht :tu: Ich erlebe da auch oft Sachen...:eek: :-(0)

Auf einem Lehrgang (Reitabzeichen) wurde lang und breit erklärt, wieso und warum und weswegen ein Pferd zu jeder Jahreszeit im Schritt warmgeritten werden muss - allgemeines Kopfnicken, alles verstanden - und ne halbe Stunde später seh ich die auf dem Pferd beim Warmreiten im Trab und Galopp; auf meine Nachfrage: " Jaaaa, bei dem Pferd geht das mit dem Schrittwarmreiten nicht, die ist von Anfang an so spinnig - die braucht das so!"...:eek:

Ach so - ich war auch Teinehmerin - bin Späteinsteigerin. Und ich führ mein Pferd immer 5-10 Minuten, bevor ich aufsteige...um dann noch mal weitere 10-15 Minuten im Schritt zu gehen. Max und ich finden es angenehm...:D

Deine Erfahrungen mit der Hufrolle finde ich sehr interessant. Ich werde daran denken, wenn in meinem Umfeld mal jemand damit Probleme hat!

Ach ja - ich habe hier irgendwo in dem thread gelesen, dass dort von Hufrolle vorne UND hinten gesprochen wurde - ich dachte, Hufrolle gäbe es nur vorne? (hat mir mal ein TA erklärt...:o)

lammi88
01.12.2011, 09:22
Ach ja - ich habe hier irgendwo in dem thread gelesen, dass dort von Hufrolle vorne UND hinten gesprochen wurde - ich dachte, Hufrolle gäbe es nur vorne? (hat mir mal ein TA erklärt...:o)

Die Hufrolle an sich ist ja der Komplex im Huf. Siehe hier: http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za433/arthros4.html Und den gibt es im vorn und hinten. Nur tritt hinten SEHR selten eine Veränderung des Gelenk-Komplexes auf, eben weil die Hinterhand sehr viel mehr Gewicht tragen kann, anders das Gewicht verlagert und die Hufe meist von allein flacher stehen als vorn. Podotrochlose an sich - also die entzündiche Veränderung der Hufrolle - findet man fast ausschließlich bei steil gestellten Hufen. Der Druck wird dann einfach bei zusätzlicher falscher Belastung zu hoch... Genau weiß man nicht, was die Veränderung auslöst, aber übermäßige Belastung (z.B. Spring und Extrem-Dressur-Sport) und falsche Hufstellung scheinen tatsächlich die Hauptursache zu sein. Genetische Veranlagung und falsche Ernährung spielen wohl nur untergeordnete Rollen...

Und zum Thema warmreiten... :mad: Hab ich Schaum vor dem Mund.... Ich lege mich schön regelmäßig mit einer Turnierreiterin (Springen) an, die 3 Pferde hat. Satteln (ohne zu putzen), rauf aufs Pferd, 30 Minuten durch die Bahn hetzen und wieder ab in die Box und rauf aufs nächste.... :mad: Ihre Begründung für ihr Verhalten: Hallo! Ich habe 3 Pferde zu trainieren, soll ich etwa jedes noch 20 Minuten warm reiten? Dann werd ich ja nie fertig! ....O-Ton..... Ich könnte die....grrrrrr

Moni Zudno
01.12.2011, 11:15
Hi,
ja, ich könnte auch auf Anhieb mehrere Hundert Beispiele bringen...über zu wenig Warmreiten, falsches Reiten mit Pferden ständig hinter dem Zügel, falscher Einsatz von Hilfsmitteln...usw.

Allerdings habe ich auch schon mehrmals beim Schreiben von Prüfungen jetzt erlebt, dass sich falsches Reiten in der Bewertung niederschlug, oder sogar bei einer S-Prüfung das Publikum eine Reiterin so dermaßen ausbuhte, dass sie die Prüfung abbrechen musste...das Pferd hatte deutlich sichtbare frische Blutspuren im Bereich der Sporen, die Quittung kam wirklich postwendend vom Publikum...(schöner und richtiger wäre aber schon ein eingreifen der richter auf dem Warmreiteplatz gewesen, aber das ist wohl momentan noch zu viel verlangt...:()

Solche Erlebnisse machen dann Mut, auch im Pferdesport die Entwicklung für einen pferdegerechten Umgang weiter voranzutreiben...

Wenn Pferde nur noch als Mittel zur reinen Selbstdarstellung, als reines Sportgerät missbraucht werden...schäume ich auch :mad:

llyna
22.01.2012, 11:36
Hallo,

Habe einen 18 jährigen Wallach, hat schon mit 4 Jahren einen starken Hufrollen Befund gehabt ( Röntgenbild ), ist damit gut 10 J. Dressur und Springturniere gegangen, mit 14 J. dann immerwieder lahm gewesen, mit 16 J. ging er dann in Rente ( Offenstall )und hat diese gut 1 1/2 J. genossen.

Vor einem 3/4 J. wollte ich es dann wieder probieren, leider war er unterm Sattel dann doch wieder lahm.

Habe dann im September 2011 mit Markus Mühle Gelenkkraft angefangen, zusätzlich gabs anfangs noch Quattro Dolor, danach nur noch Teufelskralle, und ich habe eine Huforthopädin dazugeholt.

Und was soll ich sagen, er läuft. :)

Nach ca. 1 Monat ging er besser . ( Um es kurz zu erklären, mein Pferd ist faul, und er wird immer unwilliger wenn er Schmerzen hat, da kann man machen was man will, bei Schmerzen trabt er nicht an und im Schritt legt er die Ohren an. )
Das war weg. Er war wie ausgewechselt, lief alle Gangarten wieder ohne zu murren. ( natürlich nur freizeitmäßig, also 2x die Woche, will das Glück ja nicht herausfordern :) )

Habe dann 2 Eimer Gelenkkraft aufgbraucht, also ca. 4 Monate gegeben, Teufelskralle lass ich weiter im Futter.

Jetzt läuft er fast komplett klar, mein Reitlehrer und auch seine Ostheopathin wundern sich was ich ihnen von schlimmen Gelenken erzähle. :)

Ich wollte nur kurz unsere Erfolgsgeschichte erzählen um anderen Hoffnung zu machen.

MfG llyna

lammi88
22.01.2012, 18:02
Hallo Ilyna!
Danke für Deinen Bericht! :bl:
Also Tipp von mir: Gelenkkraft ist recht teuer. Besorg Dir die Grünlippmuschel von Makana und füttere davon tgl. 1/4tel Meßlöffel ins Futter. Und das ohne Pause. Teufelskralle solltest Du nun erstmal absetzen, da sie langfristig auf die Nieren geht. Geb sie dann, wenn Du merkst, er braucht sie wieder mal für 1 Woche und gut.
Was ich durch zufall ausprobiert habe, ist KATZENKRALLE.... ich bin noch in der Probephase, aber meine Lamour läuft besser... :?: Also falls Du da Interesse hast mal rumzuprobieren, kann ich Dir gern mal 2 Links schicken. Kann ja bei mir Zufall sein, aber die Berichte waren alle recht positiv :?: Mal sehen, wie es weitergeht.... werde berichten ;)

llyna
23.01.2012, 08:37
Hallo,

Bin immer offen für neue Tipps, gerade läuft er aber gut und ich schone dann lieber erst mal meinen Geldbeutel. :)

Habe bevor ich Gelenkkraft gekauft habe lange gesucht, mein "Kleiner" ist leider sehr mäkelig ( wird das so geschrieben ? :) ) und frisst nicht alles, komme also mit pulver und so Kram nicht weiter.
Habe alles ausprobiert, unter Hafer gemischt ( für Hafer macht er eigentlich alles ), mit Apfel, mit Malzbier, usw., ging nix rein in den Dicken.
Das Gelenkkraft ist in Pellets Form und riecht nicht so übel, das hat er zum schluss sogar pur genommen.

zur Teufelskralle: - Habe noch nie gehört das das Zeug auf die Nieren geht, Magen ja, aber Nieren? Da muss ich wohl noch mal Google fragen. :) bis jetzt haben mir immer alle, TA und so, gesagt dass ich das ruhig längerfristig geben darf.
- Aber die Teufelskralle, wie du sagst, mal ne Woche geben wenn er sie braucht, das funktioniert so nicht. Teufelskralle ist kein akut Mittel, es braucht mehrere Wochen bis sie ihre Wirkung zeigt.
- Und auch hier, wie schon erwähnt, in Pelletsform.

Ach und Katzenkralle muss ich wohl auch mal google n, habe ich noch nie gehört. :)


MfG llyna

lammi88
23.01.2012, 09:36
Habe bevor ich Gelenkkraft gekauft habe lange gesucht, mein "Kleiner" ist leider sehr mäkelig ( wird das so geschrieben ? :) ) und frisst nicht alles, komme also mit pulver und so Kram nicht weiter.
Habe alles ausprobiert, unter Hafer gemischt ( für Hafer macht er eigentlich alles ), mit Apfel, mit Malzbier, usw., ging nix rein in den Dicken.
Das Gelenkkraft ist in Pellets Form und riecht nicht so übel, das hat er zum schluss sogar pur genommen.

Meine Stute sammelt sogar Globoli aus dem Futtereimer :rolleyes: Ich kann auch nix in Äpfeln, etc verstecken - spruck sie aus... Was aber in 99% der Fälle funktioniert ist, wenn ich mit Mini-Minimengen anfange und dann steigere. Ich mische alles in aufgematschte Heucops. Die kann man auch prima mit Honig oder Apfeldicksaft versüßen und dann wird auch Neues mitgefuttert ;) Aber wie gesagt: grad bei Muschelextrakt bin ich mit einer Messerspitze voll angefangen...anders hätte ich keine Chance gehabt :sporty:




zur Teufelskralle: - Habe noch nie gehört das das Zeug auf die Nieren geht, Magen ja, aber Nieren? Da muss ich wohl noch mal Google fragen. :) bis jetzt haben mir immer alle, TA und so, gesagt dass ich das ruhig längerfristig geben darf.
Ich weiß nicht, in wie weit google da was ausspuckt. Ich bekam es erst von einer Tierheilpraktikerin gesagt und dann etwas später noch von meinem TCM (Chinesischen Arzt) Und ich kann es bestätigen, daß meine Stute vermehrten Harndrang hatte und der Urin auch wirklich EXTREM stank als ich es anfangs noch längere Zeit am Stück gegeben hatte. Cushing-Pferden sollte man auch keine Teufelskralle geben - DEN Hinweis hatte ich dann auch irgendwo im Netz gefunden ;) (aber ohne Begründung)



- Aber die Teufelskralle, wie du sagst, mal ne Woche geben wenn er sie braucht, das funktioniert so nicht. Teufelskralle ist kein akut Mittel, es braucht mehrere Wochen bis sie ihre Wirkung zeigt.
- Und auch hier, wie schon erwähnt, in Pelletsform.
Das kann ich so nicht bestätigen. Bei Lamour zeigt Teufelskralle innerhalb von 24 Std Wirkung. Anfangs hat es sehr lange benötigt, bis ich eine Beserung sah - das stimmt. Aber mittlerweile ist es tatsächlich so, daß ich es ihr teilweise nur mal 3-4 Tage gebe um einen Schub zu verhindern. Das langt. Man muß aber auch sagen, daß ich es nun mittlerweile mehrere Jahre lang durchgezogen habe wie hier in Post 107 zu lesen. Seit 1 Jahr geb ich ihr nur noch regelmäßig Grünlippmuschel und alles andere bei Bedarf.




Ach und Katzenkralle muss ich wohl auch mal google n, habe ich noch nie gehört. :) Hatte ich auch nicht :D Ich bin über die Suche für eine Katze drauf gestoßen und dann auf weiterführende Links. Dann hab ich beschlossen, ich versuch es mal...
Schau mal hier:
Der Link der den Anschub gab:http://www.katzen-links.de/katzenforum2/showthread.php?t=13965
Zusammenfassung: http://www.heilfastenkur.de/Katzenkralle.shtml
Ausführlich: http://www.feenkraut.de/herbs/Katzenkralle.html
Und es gibt in einiigen Pferdeforen noch gute Berichte in Bezug auf Arthrose :tu:

westfalenstern
06.02.2012, 08:51
Hallo Lammi (Anja).
Ganz herzlichen dank für Deine Empfehlungen, die ich bis jetzt auch erfolgreich umgesetzt habe.
Hier kommt meine Geschichte in Kurzform:
Ich habe mir ein Pferd im April 2011 gekauft, bei der AKU fielen Lollypops im rechten Strahlbein auf, laut TA war das eine glatte III nach Röntgenkatalog und er riet mir vom Kauf ab. Da das Pferd zum Zeitpunkt der Untersuchung lahmfrei war habe ich versucht den Preis zu drücken, da mir das Pferd schon sehr ans Herz gewachsen war und sich ganz toll reiten ließ. Damals war er 5 Jahre alt, ein Wallach aus Spanien.
Ich informierte mich bei 3 Hufschmieden, welche alle zu einem Stegeisenbeschlag rieten. Prophylaktisch habe ich das dann gemacht und auch magnopodo von iwest gefüttert. Trotzdem hatte er im Dezember akute HRE, nicht nur rechts sondern ganz schlimm auch links. Er stand in der Box in regelrechter Spitzfuss-Stellung und hat die Ballen nicht belastet. In der Pferdeklinik ist er dann nach dem aktuellen Standard behandelt worden, also Tildren i.v. und Hyaluronsäure+Cortison in den Schleimbeutel. Der TA dort hat den Beschlag bemängelt, er solle statt Stegeisen und 2 Aufzügen ein offenes Eisen mit einem Aufzug bekommen, dazu ein 3° Keilplatte und einen "Stoßdämpfer" aus Kunststoff für die Rolle. Damit kam er jetzt ganz gut klar, aber mir war inzwischen klar, dass er sich wohl durch den Beschlag verschlechtert haben muss, da er vermutlich durch den Steg eine Art Zwanghuf mit eingerollten Trachten entwickelt hat und der natürliche Hufmechanismus komplett unterdrückt war.
Seit Anfang Januar habe ich Deine Empfehlungen gelesen und umgesetzt (Zinkorotat - bin ich gerade am ausschleichen, Grünlippmuschel PUR - frisst er sehr gerne, besonders in der Kombination mit Knoblauch (meine Stallnachbarn sind begeistert:-(0), zusätzlich Kieselgur). Er war fast lahmfrei, nur auf kleinem Kreis auf dem Asphalt zeigte sich vorne rechts noch eine leichte Lahmheit). Laut TA darf ich ihn wieder nach 1,5 Monaten Führen wieder vorsichtig reiten (30 Min Schritt und 5 Min Trab), da er aber sehr temperamentvoll ist und es gerade so klirrend kalt ist, habe ich das Projekt nochmal verschoben. Ausserdem habe ich endlich einen Huforthopäden gefunden, der noch bei Biernath himself gelernt hat und der am Freitag die Eisen abnehmen wird. Davor graut es mir ein bischen, da ich genau weiss, dass er erstmal klamm gehen wird, aber so wie ich Dich und das ganze Thema verstanden habe, ist das Wohl aus Nachhaltigkeitsgründen notwendig. Daher will ich ihn im Moment der Umstellung sowieso nicht belasten. Ich hoffe, dass er das packt....Lieben Gruß !

lammi88
06.02.2012, 09:35
besonders in der Kombination mit Knoblauch (meine Stallnachbarn sind begeistert:-(0), :D :D :D jaaaaa, der Geruch morgens zum Frühstück auf nüchternen Magen :D Kenn ich :D

Biernath neigt dazu den Huf plan zum Boden zu raspeln. Bitte den HO drum, daß er ihm vorn das Abrollen erleichtert, indem er den Huf im Zehenbereich rundet. Das ist grad in der Umstellung für HRO Patienten eine große Erleichterung. Wenn meine mal wieder einen Schub hat, mach ich das heute noch und sie läuft damit gleich wieder besser.

Spaziergänge sind super - auch in der akuten Phase. Du kannst HRE mit Arthose gleich setzen: wer rastet, der rostet. Viel gleichmäßige, ruhige Bewegung tut gut. Auch wenn sie dabei leicht lahmen. Durch die Bewegung pumpt der Huf frisches Blut durch und baut die Entzündung ab :tu:

Warte mit Reiten bis der Boden wieder besser ist. Und dann viel, viel Schritt auf weichen Boden. Auch lieber mal einen Gradeaus-Galopp auf weichen Boden, als traben.Traben geht mehr auf die Gelenke. Lamour fällt zum Beispiel immer in Galopp - traben tut sie nur, wenn ich sie zurückhalte. Ich akzeptiere es, denn sie weiß besser obs ihr weh tut oder nicht als ich ;)

gabi_dudda
15.03.2012, 08:31
Hi, ich kann als Entscheidungshilfe diesen Artikel wärmstens empfehlen:

http://www.barhufpflege-niedersachsen.de/natural-hoof-care/hufrollenentzuendung_hufrollen syndrom.html

lammi88
22.03.2012, 11:06
Hi, ich kann als Entscheidungshilfe diesen Artikel wärmstens empfehlen:

http://www.barhufpflege-niedersachsen.de/natural-hoof-care/hufrollenentzuendung_hufrollen syndrom.html

:tu: Viel zu lesen :sporty:, viel zu "verdauen", aber sehr gut!!!!!! :tu: Danke dafür! :bl:

Junis
30.03.2012, 19:02
Hallo :)
Da ich auch ein Pferd mit Hufrollensyndrom habe, melde ich mich hier nun auch mal zu Wort.
Zu unserer Krankheitsgeschichte erzähle ich gerne mehr, falls es jemanden interessiert. Es ist eine lange Geschichte, jetzt komme ich aber erstmal zu den wichtigen Fakten.
Meine Stute hat sichtbare Veränderungen am Strahlbein vorne links. Deshalb hat sie nun wieder Eiereisen bekommen, die meiner Meinung nach bisher aber keinerlei Besserung zeigen. Momentan mache ich sozusagen eine Bewegungstherapie, die vom TA angeordnet wurde. Ich bewege sie jeden Tag mindestens eine Stunde im Schritt im Gelände und sie bekommt jeden Tag einen Beutel Equipalazone für drei Wochen. Nun hab ich noch 11 Tage vor mir und sehe bisher keine Besserung. Sollte sie nun also beim nächsten TA Besuch immer noch lahmen, bekommt sie wieder eine Hyaloronspritze, das möchte ich aber eigentlich verhindern. Mein Huforthopäde arbeitet nach Biernat und macht weiterhin ihre Hinterhufe solange sie jetzt wieder Eisen vom Schmied bekommt. Die Eisen sind jetzt nicht einmal drei Wochen drauf und ich würde sie am liebsten sofort wieder abnehmen lassen. Um jetzt selbst nicht so machtlos zu sein, habe ich heute einen Hufcheck bei der Hufklinik Eifel in Auftrag gegeben, die arbeiten dort ja nach Strasser. Bin jetzt also gespannt, was da kommt. Außerdem bekommt meine Stute seit gestern Teufelskralle in flüssiger Form mit unter das Futter gemischt, sie frisst es wirklich gut.
Da der TA vermutet, dass die tiefe Beugesehne schon mitmischt, würde ich ihr gerne auch etwas für die Sehnen füttern. Empfohlen wurde mir jetzt Equitop Gonex, ziemlich teuer, aber was tut man nicht alles... Kennt das zufällig jemand oder kann mir jemand etwas anderes empfehlen was Grünlippmuscheln enthält?
Meine Stute wird erst 7, daher ist es mir wirklich wichtig, das Ganze OHNE Eisen in den Griff zu bekommen.
Also bitte immer her mit allen möglichen Tipps, ich will nicht, dass es so enden muss :(

LG Junis

lammi88
30.03.2012, 19:10
Hallo Junis! :hi:

Du, ich hab dieses WE Streß WE, aber will versuchen Dir am Sonntag mal ausführlich zu antworten :tu: Bs dahin les Dir wirklich mal in Ruhe (am besten ausdrucken) den Link von Gabi Dudda (Post 136) durch :tu: Der erklärt viel, warum die Tiere lahmen :tu: Und mach die Eisen ab. Laß Deinen HO die Hufe ordentlich stellen, laß das Equipalazone weg und den Rest am Sonntag ;) Muß los :sporty: Übrigen ist meine HR-Patientin grad eben bucklender Weise über den Paddock gedampft.... wie ein Jährling ;)

Junis
31.03.2012, 08:25
Huhu,
meine Stute rennt auch buckelnd und steigend und im Jagdgallop über die Koppel und auch über den Reitplatz, wenn ich sie eigentlich nur paar Runden Schritt laufen lassen will... Sie WILL einfach, da könnte ich doch jetzt niemals aufgeben...
Habe mir den Link durchgelesen, ist echt wahnsinnig interessant. Da ich sogar eine Hufbarbeiterin in der Nähe habe, die danach arbeitet, werde ich die mal anrufen. Trotzdem bin ich auch weiterhin gespannt, was mir dir Leute vom Strasser sagen werden...
Wäre trotzdem auch super, wenn du, lammi88, mir dann nochmal mit paar genauen Infos beistehen kannst :) Eigentlich wollte ich Ingwer noch füttern, aber davon hattest du hier abgeraten, soweit ich verstanden habe, also bleibts erstmal bei der Teufelskralle.
LG Junis

lammi88
01.04.2012, 12:17
Moin! oder besser: Maaahlzeit :D

Genau das ist es: sie wollen. Also kann es ihnen nicht so schlimm gehen, wie die TÄ meinen :tu: ;)

Bei Strasser ist das "Problem", daß sie von sofort auf gleich umstellen, Hufgeschwüre und Lahmheiten bei der Umstellung in Kauf nehmen. Biernat macht es langsam. Das Ergebnis ist letztlich das gleiche, aber grad, wenn ein Tier schon Probleme in Gelenken hat, ist meine Meinung, daß man mit einer Umstellung Step by Step besser fährt. Worauf Du nur achten solltest, sit, daß die Ränder rundgefeilt werden. Biernat macht sie Hufe plan. Ich hab festgestellt, daß grad in der Umstellung, bzw auch in Schuben, die Pferde besser vom Boden wegkommen, wenn die Ränder gerundet werden. Grad im Zehenbereich bringt das viel.
Equipalazone würde ich nicht geben. Es ist entzündunghemmend :tu: aber auch schmerzstillend - und das letzte ist leider schlecht. Das Pferd muß den Schmerz spüren um 1) Dir zeigen zu können: tut noch aua und 2) selbst sich so zu stellen, daß es schmerzloser laufen kann. Es nützt nichts, wenn das Tier den SChmerz nicht mehr spürt und sich übernimmt - letztlich macht es die Sache schlimmer statt besser. Genauso Ingwer. Ist schmerzstillend...und daher nicht gut.
Teufelskralle ist entzündungshemmend, genauso Zink. Wenn Du beides im Wechsel gibst, wirst Du der Entzündung langfristig Herr werden. Grünlippmuschel baut den Knorpel auf. Auch das dauert lange, funktioniert aber. Somit hat das Pferd wieder ein Polster im Huf und läuft auch wieder besser. Aber das muß man eben sehr, sehr lange geben.
Gut sind eben auch durchblutungsfördernde Mittel wie Knoblauch und Ginkgo. Beides verdünnt das Blut und somit wird der huf wieder besser durchblutet. Kräuter sollten immer mit Pausen gegeben werden, da sonst eine Gewöhnung eintritt und sie nicht mehr wirken. Daher immer monatlich wechseln. Das gilt auch für Teufelskralle.

Womit ich grad rumexperimentiere und was einen erstaunlichen Schub gebracht hat, ist Katzenkralle. Laut Hersteller tritt erst nach ca. 6 Monaten die volle Wirkung ein, aber ich kann jetzt schon sagen, daß es bei Lamour schon nach so kurzer Zeit einen positiven Schub gebracht hat :tu: Schau mal:

http://www.feenkraut.de/herbs/Katzenkralle.html
http://www.uncaria.at/Studienergebnisse.71.0.html?&L=1%20%2Faaaimage%3Bimage%3D%7 Cid%7C%3Btype%3Dtext%2Fplain
http://www.hufreheforum.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1132688132

Junis
01.04.2012, 22:18
Hallo Lammi,
Danke für die ausführliche Antwort :)
Also nach Strasser kann ich hier auch nicht ausschneiden lassen, es gibt hier nämlich Niemanden in der Gegend, der das macht. Aber den Hufcheck von der Hufklinik bekomme ich ja noch. Vll hilft der mir ja auch n bisschen weiter.
Mein Hufpfleger hier arbeitet ja nach Biernat und er hat eigentlich nur versucht die Trachten aufzustellen um sie weiterhin so steil stehen zu lassen. Quasi hat er versucht, das Eisen durch die Trachten zu ersetzen, aber er hat an der Stellung an sich nichts geändert. Nun weiß ich mittlerweile, dass sich da aber was ändern MUSS, wenn ich dauerhaft Erfolg haben möchte und deshalb rufe ich nun morgen eine Hufpflegerin an, die nach Natural Hoof Care arbeitet. Gegen Hufschuhe habe ich auch nichts einzuwenden, vor Allem nicht, wenn sie zu schnellerem Erfolg führen können.
Kennst du zufällig was mit Grünlippmuschel?
Katzenkralle hört sich auch gut an, aber ich möcht auch nicht alles auf einmal geben. Teufelskralle frisst sie gut und Grünlippmuschel muss ich ja dann eh auf Dauer geben, oder? Wenn die Teufelskralle leer ist, mache ich mit Zink weiter, Danke für den Tipp!
Momentan bewege ich sie ja jeden Tag mindestens ne Stunde im Schritt, merke aber, dass sie gerne schneller würde manchmal. Da es hier sehr bergig ist, gibt es nur sehr wenig Möglichkeiten auszureiten ohne Berge rauf und runter zu gehen, das hoch fällt ihr deutlich schwer und sie trabt dann oft an um schnell oben anzukommen. Ich halte sie dann aber zurück, da sie im Trab ja schon doll lahmt. Blöde Sache grad echt...
Hoffe die Hufpflegerin hat schnell Zeit für mich!
LG Junis

lammi88
02.04.2012, 09:02
Ich bestelle Grünlippmuschel immer pur bei Makana. Ist am günstgsten. Gut gefressen wird auch das Markus Mühle Gelenkfit. Enthält auch Grünlippmuschel, allerdings mußt Du da die doppelte Menge geben um auf ca. 8-10g Grünlippmuschel pro Tag zu kommen.
Grünlippmuschel kannst Du immer geben und solltest es auch langfristig geben. So ein Knorpelaufbau ist nicht mal in ein paar Monaten gemacht und grad weil eben auch die Knochen verändert sind, beanspruchen sie die Knorpel zusätzlich.
Wenn Deine HO jammern, daß sie Schwierigkeiten haben den Strahl zu schneiden, weil der wie Gummi ist.....denk Dir nix dabei :floet: Kommt auch von der Grünlippmuschel ;) :D
Auf weichem, tiefen Boden kannst Du sie ohne weiteres auch traben lassen. Nur nicht auf hartem oder unebenem Boden. Das belastet den Hufrollenkomplex zu sehr.

Junis
02.04.2012, 13:04
So, Grünlippmuschel ist bestellt, hab direkt mal 500g genommen. Mit Zink warte ich erstmal noch bis die Teufelskralle zu Ende geht.
Habe die NHC Frau angerufen, sie hat mich direkt unterbrochen und gesagt, sie nimmt keine weiteren Patienten, weil sie mit der Hufbearbeitung aufhört. Dumm gelaufen. Sonst gibt es erst 100km weiter wieder jemanden, der so arbeitet. Das ärgert mich grad tierisch.
Wen jetzt? Biernat? BESW? DHG? Komm nicht so ganz dahinter, wie genau die nun arbeiten, aber davon hab ich hier genug in der Gegend.
Ich kann ja schlecht meinen Biernat Bearbeiter fragen, ob er bitte mehr nach NHC arbeiten kann, die arbeiten glaub ich ganz schön unterschiedlich. Zumal er bisher nicht versucht hat ihre Stellung zu ändern, sondern nur, sie so zu stellen, dass sie genauso wie mit Eisen steht, nämlich ziemlich steil.
Mit dem Traben lasse ich lieber, austoben kann sie sich je nach Bedarf ja Tag und Nacht auf der Koppel, aber sie lahmt im Trab so stark, das könnte ich nicht übers Herz bringen mich dabei auch noch drauf zu setzen...

lammi88
02.04.2012, 13:10
DHG arbeitet nach Biernat ;) Von denen kenne ich 2 - beide gut. Aber wenn, sollen die sich mit Heike Braun (auch DHG ausgebildet, nur nicht mehr gelistet) in Verbindung setzen. Sie hat es bei Lamour perfekt hinbekommen und hat da auch meinen Weg mitbegleitet, kann garantiert noch gute Tipps weitergeben :tu: Sollen einfach sagen, daß sie gern mehr über die Lamour von Anja wissen wollten ;) :p
Such Dir jemanden, der das Hauptberuflich macht und schon einige Jahre Erfahrung hat. Einige machen es so nebenbei und dann fehlt es leider bei solchen Problemfaällen wie unseren, an der nötigen Erfahrung. Auf alle Fälle nicht Plan stellen, sondern Kanten abrunden. :tu:

Junis
02.04.2012, 13:20
Kanten abrunden macht mein Hufbearbeiter immer. Also ist DGH und Difho in etwa das gleiche, ja? Bei beiden steht, dass sie keine Stellungsänderungen vornehmen, also werd ich es erstmal mit etwas anderem versuchen.
Hab sogar eine vom GdHK hier in der Nähe...
Echt bescheuert, wenn man bereit ist, einiges zu ändern, aber keine kompetenten Leute in der Nähe hat...

lammi88
02.04.2012, 13:23
Die Stellung ändert sich von allein. Da braucht man nicht künstlich drauf hinzuarbeiten. Das ist das, was die meinen mit: die Stellung nicht ändern. Was man aber eben beachten sollte, ist, daß die Stellung nicht zu zehenlastig ist. Ich hab Lamour nach dem Artikel auch minimal verändert gestellt und die läuft wirklich flüssiger :tu:
Also: Artikel ausdrucken und dem Bearbeiter unter die Nase halten :D Wie beim Frisör :D

Junis
02.04.2012, 13:54
Gute Idee, einen Versuch ist es sicherlich Wert ;)

Junis
02.04.2012, 14:23
So, habe ihn angerufen und er kommt morgen und setzt sich mit mir zusammen. Habe die Röntgenbilder ja hier, die wollte er dann auch gerne sehen. Ich soll alles, was ich jetzt so gefunden hab darüber mitbringen und wir gehen alles in Ruhe durch. Ich freue mich, dass ich einen so netten Bearbeiter habe und hoffe, er kann mir jetzt wirklich weiterhelfen. Ich berichte dann morgen Abend, wie es war!
LG

lammi88
02.04.2012, 14:52
So, habe ihn angerufen und er kommt morgen und setzt sich mit mir zusammen. Habe die Röntgenbilder ja hier, die wollte er dann auch gerne sehen. Ich soll alles, was ich jetzt so gefunden hab darüber mitbringen und wir gehen alles in Ruhe durch. Ich freue mich, dass ich einen so netten Bearbeiter habe und hoffe, er kann mir jetzt wirklich weiterhelfen. Ich berichte dann morgen Abend, wie es war!
LG

:tu: :tu: :tu: Gute HO sind gold wert!!!!!

Junis
04.04.2012, 10:42
So, mein Hufpfleger war ja nun gestern Abend da, ganze zwei Stunden hat er sich Zeit für mich genommen. Er hat sich den Artikel vom NHC mal grob durchgelesen und mich gebeten, ihm den Link nochmal per Mail zu schicken. Die Röntgenbilder hat er sich angeschaut soweit es bei dem Licht möglich war. Er hat sie jetzt mitgenommen, weil er zu Hause die Möglichkeit hat nochmal zwei Tierärzte draufschauen zu lassen. Natürlich bekomme ich die Bilder dann zurück.
Ich hab ihm auch gesagt, dass ich das mit den Hufschuhen gerne probieren möchte und er findet die Idee auch gut. Er will sich jetzt informieren, welche in unserer Situation angebracht wären. Die Easyboot Epic, die im Artikel erwähnt werden, empfiehlt er mir nicht. Zufällig hatte er genau diesen Schuh dabei und hat ihn mir gezeigt. Da habe selbst ich gesehen, dass der nicht von Vorteil sein kann, da er hinten aus Gummi ist und nicht gepolstert ist. Da ist Scheuern vorprogrammiert und das brauche ich dann nicht auch noch.
Achja, die Grünlippmuschel ist gestern auch angekommen und ich habe dann direkt mal 5g mit ins Futter gehauen. Haha, mein Pferd guckte mich nur blöd an, vonwegen "Was soll das denn jetzt?". Sie hat es gar nicht angerührt. Ich hab dann noch eine Probepackung Müsli im Schrank gefunden, die irgendwas Bronchialmäßiges beinhaltet und dementsprechend sehr nach Kräutern riecht. Davon hab ich ne Hand voll drüber gegeben und dann hat sie es sehr widerwillig gefressen. Hat aber dreimal so lange gedauert.
Also: Wie zur Hölle krieg ich das Zeug denn nun INS Pferd? Kann ja jetzt nicht dauerhaft irgendnen Müsli kaufen, das gut riecht ;) Zumal ich von Müsli absolut nichts halte...
Hoffe, du kannst mir nochmal nen guten Tipp geben :)
LG

lammi88
04.04.2012, 11:01
:D Fang mit NOCH kleineren Mengen an ;) Gut geht das in schön warme Heucops zu rühren oder was meine auch supergern mag: Haferflocken und Leinpellets mit heiß Wasser aufgießen und dann als warmen Brei füttern ;) Gern etwas Honig oder Sirup drauf ;) Meine mag auch Bier oder Malzbier ;) Und wenn Du da dann in Minimengen reinfütterst und langsam steigerst, geht das. 5g ist schon sehr viel. Ne Messerspitze langt für den Anfang ;)

Bei Hufschuhen ist die Hufform entscheidend. Ich habe die Marquis, da Lamour leicht ovale Hufe hat. Bei runden Hufformen passen die aber nicht. Auch sollten sie nicht am Kronrand scheuern. Hufschuhe muß man auch langsam antrainieren. Mit 10 Minuten am Anfang langt das.

Junis
04.04.2012, 11:52
Ja, heute werde ich es mit Leinsamen versuchen, aber die wollt ich nicht mehr lange füttern, nur noch bis der Fellwechsel fertig ist. Da meine Maus aber immer morgens von der Angestellten gefüttert wird, wäre es gut, wenn es was ganz einfaches wäre, was auf Dauer klappt. Momentan bekommt sie dann immer noch Futter, wenn ich was mit ihr gemacht habe und da das zur Zeit jeden Tag der Fall ist fütter ich auch die Teufelskralle noch selbst. Aber wenn ich so drüber nachdenke will ich das ganze teure Zeug auch gar nicht in meine Futtertonne tun, da hab ich dann ja gar keine Kontrolle mehr, wieviel sie jeden Tag bekommt. Letztendlich füttert ja doch jeder anders. Da muss ich mir dann nochmal was überlegen... Kann nur leider auf Dauer nicht jeden Tag nur zum Füttern hinfahren...
Wegen den Hufschuhen will sich mein HO ja nochmal erkundigen, von daher guck ich selbst grad noch nicht so viel danach. Letztendlich hat er ja doch mehr Ahnung als ich.

lammi88
04.04.2012, 12:00
Ich habe mir damals bei Aldi so Gefrierdosen gekauft und da mein Futter fertig abgepackt - incl aller Zusätze. 1 Dose= 1 Fütterung ;) Geht super :tu: Grad, wenn jemand anderes füttern muß :tu:

Grünlippmuschel riecht streng. Wenn sich die Pferde an den Geruch und Geschmack gewöhnt haben, ist es kein Problem mehr. Bei Lamour hab ich neulich aus Versehen die doppelte Menge reingehauen...und die krüsche Dame hats einfach aufgefuttert ;) Ist halt nur die Gewöhnungsphase ;)

Junis
04.04.2012, 12:13
Okay, das ist echt mal ne richtig gute Idee, aber kann ich die Teufelskralle in der flüssigen Form auch schon immer mit vorbereiten? Nächstes mal dann wohl doch lieber in trockener Form... ;) Aber momentan haut es ja noch hin und bald haben wir eine neue Angestellte, dann änder ich den Futterplan am besten direkt. Heute gibs also erstmal nur ne Messerspitze Muschelzeug, wobei sie die 5g ja letztlich doch noch runtergewürgt hat xD
Achja, mein HO hat überlegt ob durchblutungsfördernde Mittelchen vll gut wären um die Entzündung schnell wegzubekommen, da hattest du ja Ginkgo und Knobi empfohlen. Mein HO hatte auch schon ne Idee, wollte sich aber diesbezüglich erst nochmal informieren.

lammi88
04.04.2012, 13:16
Ich weiß ja nicht, wieviel von der flüssigen pro Mahlzeit gegeben wird....evtl in Marmeladengläser abfüllen???

Ja, auf alle Fälle blutverdünnende Mittel einsetzen. Durch die Entzündung und Knochenveränderungen verdicken sich die Adern und das Blut kann schlechter durchfließen. Gingko und Knobi sind blutverdünnend, Knobi stärkt die Aderwände. Man kann Gingko auch homöopathisch geben (Gingko Biloba), aber dann würde ich ne D6 oder D8 nehmen - die muß 3x tgl rein.... von daher sind ggf Kräuter besser zu füttern.

Junis
04.04.2012, 13:19
Nee von solchen Globuli hab ich genug, vor Allem wenn man sie soooo oft geben muss. Die kann man ja nicht einfach ins Futter schmeißen, weil die ja über die Schleimhäute aufgenommen werden müssen.
Knobi könnt ich ja auch gut vorbereiten. Reicht eine Zehe pro Tag? Oder ist das schon zuviel?

lammi88
04.04.2012, 13:23
Ich hab immer den getrockneten genommen. Roh mochte meine Dame nicht ;) Im getrockneten ist auch dieser Stoff....:man: Wie heißt der Stoff im Knobi noch, der auch für Katzen giftig ist....oh manno - ich werd alt... auf jeden Fall ist der im getrockenten nicht mehr drinnen und man kann entsprechende Mengen füttern. Mit 1 Zehe pro Tag kommst Du nicht hin. Du wirst bei einem Großpferd so 6-10 benötigen....

lammi88
04.04.2012, 13:27
So- - Alliin heißt der Stoff im rohen Knobi, der für Hunde, Katzen und Pferde giftig ist.

Junis
04.04.2012, 21:19
Ok Knobi guck ich dann mal... Mein HO meinte, dass er was durchblutungsförderndes zum draufschmieren auf den Kronrand kennt. Wird er mir dann nächste Woche mehr zu sagen. Wär vll ganz gut etwas äußerliches anzuwenden, als dann immer mehr und mehr übers Futter zu geben.
Malzbier findet meine Stute jedenfalls sehr sehr gut ;) Sie hat alles aufgefressen, auch das Muschelzeug.
Der Marquis Supergrip sieht für mich so aus, als hätte der überhaupt keine Polsterung am Kronrand. Ich hab mal bissl geguckt, was von der Passform her klappen könnte und habe bisher noch keinen Schuh gefunden... Also entweder wir haben falsch gemessen oder sie hat extrem unnormale Hufe. Aber eigentlich sehen sie aus wie stinknormale Hufe...

lammi88
05.04.2012, 09:05
Johanniskrautöl ;) Fördert die Durchblutung und kann man bei schlecht wachsenden Hufen auf dem Kronrand einmassieren ;) Aber das dringt nicht in den Huf selber ein und letztlich muß man das Blut verdünnen um die Durchblutung zu fördern...

Hufschuhe brauchen keine Polsterung für den Kronrand. Dort sollen die nämlich gar nicht draufsitzen ;) Die sitzen am Hufhorn. Für die Marquis gibt es für sehr empfindliche Pferde auch Socken, die den Ballen schonen. Die hab ich für Lamour die erste Zeit genommen, später aber nicht mehr, da ich gemerkt habe, daß sie gar keine Probleme bekommen konnte ;)

Junis
05.04.2012, 12:59
Also, jetzt habe ich mich mal umfassend mit Hufschuhen auseinandergesetzt und einige Favoriten rausgesucht. Allerdings steht dann da immer sowas wie "Nur für ovale Hufe", "Nur für runde Hufe" oder "egal ob rund oder oval, aber flache Hufe mit niedrigen Trachten müssen es sein" ... Wie steigt man denn da bitte durch?
Ich dachte bisher immer mein Pferd hat extrem runde Hufe, aber so wie es jetzt aussieht passen ihre Hufe in keinen einzigen Easyboot. Nur die Boa Horse Boots könnten passen, da sie von der Größe sehr flexibel sind, aber da steht dann wieder "am besten für runde Hufe geeignet". Wieso sind sie dann von der Größe her so flexibel?!
Die Marquis Schuhe sollen ja für ovale Hufe gut sein. Aber ich verstehe zb nicht, wieso die wirklich nur die Breite des Hufes haben wollen, es kann doch nicht vollkommen egal sein wie lang die Hufe sind oder?

lammi88
05.04.2012, 13:06
http://www.huf-shop.de/hufschuhe-rechner.htm Für die grobe Vorauswahl und dann mit Huffotos an die wenden ;)
Da kannst Du auch nochmal schaun, deren Rechner ist detailierter. Aber ich würde mich definitiv an den Shop wenden und nachfragen. Die wissen am Besten, welche Schuhe zu welcher Hufform passen. :tu:

Junis
05.04.2012, 13:18
Die Marquis sehen hinten so offen aus, kommt da nicht Dreck rein? Es kommen nur die Boas oder die Marquis in Frage. Das ist natürlich rein preislich schon ein großer Unterschied zumal die Boas bei Krämer gerade im Angebot sind...

lammi88
05.04.2012, 13:25
Die Marquis passen nur auf wirklich ovale Hufe. Runde Hufe oder rundlichere passen nicht, da fliegen die schon im Trab ab. Außerdem sind die recht schwer. Positiv: man kann wirklich jedes Teil austauschen, sie haben einen schönen Abrollwinkel für das Pferd und sie sind gut an und auszuziehen. Man muß aber immer die Luftpumpe mitnehmen.
Bei meiner haben sie auch im Matsch gehalten. Da das Luftpolster recht fest hinten ansitzt, kommt auch nicht wirklich Dreck rein. Bei Sand allerdings sollte man ab und zu mal anhalten und -egal welchen Hufschuh- die Sandkrümel aus dem Schuh holen. WEil DAS scheuert dann tatsächlich... Passiert bei uns ja auch... einmal den Strand rauflaufen und man darf die Hälfte des Strandes wieder aus den Schuhen holen :D

Boas hatte ich noch nicht in der Hand.... da kann ich nichts zu sagen...

Junis
05.04.2012, 13:30
Um ehrlich zu sein sind mir die Marquis so als Einsteigermodell glaub ich zu teuer. Ich will ja erstmal nur antesten und eigentlich auch nicht auf Dauer Hufschuhe nutzen. Wenn ich dann noch die Luftpumpe, Einlagen und evtl die Fesselschoner kaufen muss, bin ich ja locker bei 250€. Fürn Einsteiger schon ziemlich viel. Naja ich frag meinen HO nachher einfach nochmal. Machen heute Osterfeuer am Stall und da wird er bestimmt vorbeikommen :)

lammi88
05.04.2012, 13:34
Du, ich hab meine über Anzeige, bzw Ebay gekauft gehabt ;) Kriegste all incl zwischen 80 und 120€ das Paar ;)
Ich muß demnächst auch mal für meinen Fjordi schaun. Der hat sehr kurze runde Hufe vorn und ovale, flache hinten...:rolleyes: Bei Fjordis paßt nüscht vonr der Stange :D

Junis
10.04.2012, 12:07
So, ich hoffe alle Mitleser hatten ein schönes Osterfest ;)
Zum aktuellen Stand: Pünktlich zu Ostern hatte ich die TA Rechnung in der Hand. Da hab ich erstmal geschluckt. Die Boas sind bestellt, will sie mir einfach mal live angucken und wenn sie so schon blöd sind, schick ich sie einfach wieder zurück. Habe dazu die Comfort Pads in soft in 12mm Dicke bestellt, die werde ich wohl trotzdem behalten, auch wenn ich die Schuhe zurückschicke. Mein HO hat mir zum Osterfeuer ein Pferdebeinskelett mitgebracht und Bücher und Artikel, die er mir unbedingt zeigen wollte. Habe mir nun alles mal durchgelesen und ich denke, er wird das schon hinkriegen. Zumindest hat ihn jetzt die Neugier gepackt und er informiert sich selbst auch umfassend über das Thema.
Bei den Hufschuhen tendiert er zu den Renegades. Teuer, aber würden wahrscheinlich perfekt passen. In der Länge können sie dann von einem Hufbearbeiter vor Ort noch gekürzt werden. Sie sollen ein tolles Abrollverhalten haben und können wohl auch extra gepolstert werden. Sind natürlich teurer, halten dafür aber auch länger und liegen eben nur am Huf selbst an und nicht wie die Boas auch am Fell/an der Haut. Aber trotzdem werd ich mir die Boas angucken und wenn sie direkt doof sind, bestelle ich eben die Renegades. Dann hörts aber auch langsam auf, da ich eigentlich schon vor Wochen kein Geld mehr hatte...
Eigentlich wollte ich in einen neuen Sattel investieren, jetzt überlege ich, den alten zu verkaufen und von dem bissl, was ich dafür noch kriege einen Fellsattel zu besorgen. Aber das muss ich mir auch noch überlegen...
Mein Gehalt habe ich heute bekommen, davon lasse ich nun die Physiotherapeutin kommen (Ich bin Studentin und habe nur einen Minijob, deshalb auch nicht soo viel Gehalt ;)) Die kommt also nächsten Mittwoch und guckt sich meine Maus mal im Gesamtzustand an. Macht denke ich auch viel Sinn, da sie durch die Lahmheit wieder sehr steif geworden ist und ja auch eine Fehlbelastung stattfindet. Ihren Schweif trägt sie auch mal wieder total schief, da ist also wieder was im Busch...
Achja, zwei Fragen noch:
Zink Kur sobald die Teufelskralle abgesetzt ist?
Lieber Knobi oder Ginkgo zur Durchblutungsförderung?
Schöne Grüße von der HRE Front, ich werd jetzt zu meiner Patientin fahren... :)

lammi88
10.04.2012, 15:13
Ginkgo und Knobi abwechslend. Jeden Monat wechslen. Würde mit Ginkgo anfangen, da Knobi in den Sommermonaten zusätzlich Bremsen fern hält ;) Bei uns sind die immer im Juli am fiesesten. Käme dann genau hin ;)

Schau doch, ob Du die Renegates gebraucht ergattern kannst ;) Glück muß man dann eben auch mal haben ;)

Junis
10.04.2012, 17:29
Ok, Ginkgo bekomm ich auch über Makana? Ich schau einfach mal...
Und Zink? Zusätzlich zur Teufelskralle oder danach dann ne Kur?

Wenn die Boas doof sind, guck ich nochmal weiter nach den Renegades, momentan ist an Reiten aber sowieso nicht zu denken. Sie hat unglaublichen Wendeschmerz und hat auch ordentlich an Muskeln abgebaut. Vor allem die schönen Rückenmuskeln, für die wir so lange gebraucht hatten... alles weg :(
Heute hab ich sie nur bissl aufm Platz laufen lassen, da haben wir relativ tiefen Sand, so dass sie dort halbwegs normal laufen kann und danach war ich noch ne halbe Stunde mit ihr grasen.
Hab sie mal wieder kurz traben lassen und es gefilmt, möchte jetzt jede Woche ein Video machen um zu schauen, ob sich deutliche Veränderungen zeigen.

lammi88
10.04.2012, 19:44
Ja, kriegste bei Makana als Kräuter. Oder als Globoli ist es Ginkgo Biloba. Dann in Tiefpotenz (D6 oder D8) und 3x täglich geben :tu:

Junis
10.04.2012, 20:23
Meinst du die Ginkgoblätter, geschnitten? Wieviel davon an einem Tag? Ich bestell dann gleich mal 1kg.

Und Zink lieber die Pellets von Makana oder dieses Zinkoratat?

Heute war sie echt mies drauf, deswegen will ich jetzt so schnell wie möglich alles füttern was geht...

lammi88
11.04.2012, 09:03
Sorry, war gestern nicht mehr on - ist doof, wenn man Besuch hat und nebenbei im Internet tickert :D :floet: :D

Gingko geschnitten :tu: Bestell mehr. Ich habe 2x tgl eine handvoll gefüttert. Aber auch hier gilt: langsam in kleinen Mengen anfangen... ;)
Ich bin von den Zinkpellets ab. Meine Stute sortiert die aus. Ich hab wieder Zinkorotat POS genommen. Preislich tut sich das nicht viel, wenn man das Zinkorotat über medizinfuchs.de sucht und dann bestellt.

Junis
11.04.2012, 10:23
Ok, vielen Dank :)
Wieviel verfütterst du da so über einen Monat? Weiß jetzt gar nicht wieviel ich bestellen soll...

Über ein Jahr hast du das dann so gemacht, oder? Also abwechselnd Knobi und Ginkgo...

Zinkorotat bestell ich dann mal. Dann erstmal ne Kur mit 1000 Stück???

Welches Knobi Zeug nimmst du??

LG :)

lammi88
11.04.2012, 10:38
Knobigranulat von Makana - so 2xtgl 1 Eßlöffel, ggf auch 2. Mit 1 kg kommst Du ewig hin :tu:

Ich hab immer so 2-3 kg Ginkgo auf einmal bestellt, damit ich über den Versandfreibetrag komme. Trocken halten die sich lange. Leinpellets bestelle ich dann auch immer für mich und Bekannte mit ;) Dann gehts schnell ;)

Zinkorotat brauchst Du am Anfang minimum 10 Stück am Tag. Ich habe sogar 2x 10 Stück über 1 Woche gefüttert und bin dann runtergegangen. Nimm mal die 1000er - alles andere ist letztlich dann teurer.

Junis
11.04.2012, 20:18
Huhu,
ich finde bei medizinfuchs keine 1000er Packung Zinkorotat.
Bestellst du dann 2x500?
Scheiße viel Geld das alles, aber ich vertrau dir ;)

lammi88
11.04.2012, 21:34
Huhu,
ich finde bei medizinfuchs keine 1000er Packung Zinkorotat.
Bestellst du dann 2x500?
Scheiße viel Geld das alles, aber ich vertrau dir ;)

:eek: Sind DIE TEUER geworden!!!! Hab grad geschaut - ich hab das letzte Mal für die 500er Packung 31.78€ bezahlt!!!!!! :sporty: Bin grad baff..... Holla die Waldfee..... das haut mich grad um.... Ist ja ne heftigere Preiserhöhnung als Benzin.... Da mußt Du nochmal rechnen, ob Makana nicht doch billiger ist. Ich werde mal die Tage googlen, ob ich Zink dann irgenwie in der Dosierung günstiger bekomme. Ich brauch demnächst auch wieder. :?: Nimm erstmal nur 500 ich geh suchen ;)

Junis
11.04.2012, 21:41
Alles klar, 500er ist bestellt :)
Bei Makana hab ich nun Knobigranulat, Ginkgo und direkt noch Fliegenspray und Kokosöl bestellt.
Teufelskralle brauche ich dann ja erst wieder wenn die jetzige Flasche und das Zink leer sind, dauert also noch n bisschen.

Achja, meinst du es ist ein Problem, wenn ich das ganze Futterzeug nicht auf zwei Mahlzeiten aufteilen kann sondern es alles in einer Mahlzeit gebe? Ich bin zwar im Normalfall auch fast jeden Tag am Stall und könnte dann eben nochmal füttern, aber IMMER geht es nicht.
Würde dann sieben Dosen kaufen und immer eine Woche vorbereiten für die Angestellte, die morgens füttert. An Tagen, an denen ich sicher am Nachmittag noch komme, könnte ich dann ja nur die Hälfte in die Dose für den Tag reintun und den Rest später selbst füttern. Hoffe du verstehst was ich meine?

LG

lammi88
11.04.2012, 21:50
Besser ist es, wenns auf 2x aufgeteilt ist. Ich habs bei Lamour gesehen. In einem Stall hat es morgens nie so recht mir dem Füttern geklappt - da bekam sie dann abends die volle Portion und es wurde bei ihr wieder etwas schlimmer :?: Wird bei Euch nur morgens gefüttert? Weil Du sonst ggf 2 Dosen pro Tag hinstellen könntest :?:
Übrigens bekommt Lamour nun seit mehreren Monaten NUR noch Grünlippmuschel und Katzenkralle. Ab und zu mal wieder kurzfristig Teufelskralle und/oder Ginkgo bzw Knobi wenn sie mal wieder zu sehr getobt hat und ich Angst habe, die alte Nuss hat sich übernommen. Und trotzdem gehts ihr kontinuierlich besser :tu: Ich habe jetzt Ostern das erste Mal wieder gesehen, daß sie sich gebogen hat und um die Kurve gegangen ist - und nciht rumgeschlurft-gedreht ist.... :wd: Wieder ein Schritt nach vorn!!!! Es dauert lange, es wird immer wieder mal zwischendrin Rückschläge geben, aber irgendwann gibts auch wieder Entspannung für Deinen Geldbeutel ;) :hug:

Junis
12.04.2012, 09:24
Abends ist zwar auch immer nochmal jemand da und stellt die Pferde um, aber das machen oft auch die RB's von den kleinen Ponys und es wäre einfach ein mega Aufwand JEDEM mitzuteilen, dass man mehr Zeit fürn Schlussdienst einplanen muss, weil mein Pferd noch gefüttert werden muss. Zumal ich ja meistens täglich da bin und es selbst machen könnte. Werde es dann so handhaben, dass ich nur die gesamte Tagesmenge auf einmal in die Dose für morgens tu, wenn ich ganz sicher weiß, dass ich an diesem Tag nicht kommen kann. Das dürfte dann ja in Ordnung gehn.
Biegen, ein Ding der Unmöglichkeit. Habe gestern ein Video von vor drei Monaten gefunden, ein Traum :(

lammi88
12.04.2012, 10:23
Bin mal wegen Zink stöbern gegangen. Anscheinend gibt es als gut vom Körper aufnehmbares Zink, nur zinkCHELAT in Bodybuilderbedarf als Ersatz für das Orotsäure-Zink, was in den Zinkorotat enthalten ist. Das wäre dann allerdings erheblich günstiger :?: Ich frag mich nur, weshlab das da in diesen Extrem-Höchstdosen inhaliert wird :?: So ganz ungefährlich ist das nicht. Zink in Überdosierung über einen längeren Zeitraum kann Nerven schädigen :?:

Ich werde da noch mal schaun und mir ggf mal was bestellen. Mal sehen, ob man da auch 1/2 Tabletten geben kann oder so :?:

:hug: Du wirst immer mal wieder solche schlechten Zeiten haben, aber die werden weniger werden und bei Lamour kann ich sie teilweise schon voraussagen. Silvester gehört dazu, da sie da viel kopflos rumrennen - da gibts prophylaktisch 1 Woche vorher schon die volle Packung und ein paar Tage danach noch. Meist langt das schon. An schlechteren Tagen läuft Lamour im Schritt Pass, an sehr guten kann sie mittlerweile wieder klar Traben. Dafür, daß der Tierarzt damals meinte, die quält sich nur und ich soll sie einschläfern, find ich erstaunlich, WIE gut es ihr heute geht und wieviel Spaß sie dann doch am Leben, am Rennen und am Ärgern der Ponies hat :D

Junis
27.04.2012, 10:55
Huhu, ich wollte mich nochmal melden und unseren derzeitigen Stand durchgeben ;)
Meine Maus lahmt jetzt seit einer Woche GAR NICHT mehr, hat auch keinen Wendeschmerz mehr und ihr geht es bombig. Was hat nun letztendlich geholfen?? Die Physiotherapeutin! Sie hat mein Pferd komplett gerade gestellt, die Hüfte ganz schön bearbeitet und mir gezeigt, wie ich ihre Narbe an besagtem Bein massieren kann, weil sie der Meinung war, die Narbe stört am meisten.
Ins Gelände gehe ich nun mit Hufschuhen und das klappt super. Ihre ganzen Futtermittel bekommt sie weiterhin und wir kommen ganz gut damit klar.
Liebe Grüße :)

lammi88
07.05.2012, 10:20
Hoi! Das hab ich ja ganz übersehen!!! :wd: Suuuper! Ja, durch die Schmerzen verkampfen die Pferde sich gern mal an anderen Stellen. Massagen und ab und zu mal die Physiotanten helfen da wahre Wunder :tu:

Man kann Narben entstören lassen. Machen viele THPs :tu: Frag mal rum

Junis
30.07.2012, 12:36
Hallo,
uns gehts mittlerweile richtig super, ich habe sogar in einen neuen Sattel investiert und nehme mal wieder Unterricht. Klappt alles toll soweit.
Ich habe nun noch Zinkorotat-POS übrig, und zwar 5x100 Tabletten. Die sind haltbar bis 08/1014.
Brauchen tue ich sie nicht mehr und würde sie daher gerne abgeben. Also falls sie jemand haben möchte, gebe ich sie für 30€ ab.
Wir kommen nun gut zurecht mit Grünlippmuschelkonzentrat und ab und an einer Ginkgokur.
Liebe Grüße
Junis

lammi88
30.07.2012, 12:50
Behalte das Zink. Grad in der Anfangsphase kann es immer mal plötzlich wieder einen Schub geben und dann kannst Du sofort reagieren und Zink einwerfen, daß sich die Entzündung nicht mehr groß ausbreitet. ;) Und ansonsten kannst Du zum Herbst noch eine Zinkkur machen - stärkt das Immunsystem ;)

Schön, daß es Euch besser geht! :wd:

cordi
13.02.2013, 10:34
Hallo, auch ich habe ein HR Pferd und würde bei bedarf auch gerne berichten ich habe viel ausprobiert von dem was ihr gesagt habt...

lammi88
13.02.2013, 10:44
Hallo, auch ich habe ein HR Pferd und würde bei bedarf auch gerne berichten ich habe viel ausprobiert von dem was ihr gesagt habt...

:hi:

Immer her mit den Berichten. :tu: Je mehr, desto besser :tu:

cordi
13.02.2013, 11:20
:) also gut. im Juni letzten Jahr hab ich mir ein Pferd gekauft (ohne TÜV) toller Charakter, wahnsinnig toll und fein zu reiten 8 Jahre alt. Im November haben wir uns einen Osthopat gegönnt einfach nur zum check-up und er meinte aufgrund von leichten Taktfehlern beim vorlongieren und Veränderungen am Kronbein könnte mein Pferd Hufrolle haben. Was ich zunächst für absurd hielt ich meine mein Pferd lief einwandfrei. Dann hat es mich aber doch interessiert und habe recherchiert und gelesen und dachte es darf nicht wahr sein, es hat alles gepasst wie die Faust aufs Auge. Cordi wollte nicht mehr springen hat sich total geweigert stand mit meiner RB teilweise senkrecht aufm Platz wir haben es aber für ein Aufmüpfiges Verhalten gehalten. Dann das er rechts nicht so gerne angaloppiert wie links. auf der rechten hand oft links angaloppierte, wenig Vorderhandmechanik... und dann das gelegentliche stolpern was eigentlich immer nur war wenn die Zehen zu lang waren. Deshalb hat sich auch niemand gedanken drüber gemacht. Und dann Röntgenbilder gemacht und es zeigte sich ganz deutlich Cordi hat verherrende Röntgenbilder mit einem Röntgen TÜV 3-4 rechts schlimmer wie links. Mein Tierarzt meinte auch der hat keinen Taktfehler, er lahmt. ab da in jedes Bein Hyaloron und Cortison Spritze mit anschliesender Schrittpause. also nur noch 3/4 Stunde Schritt. Hat dann auch super funktioniert Tierarzt stand alle 2 Wochen auf der Matte um zusehen ob er besser lief. Und dann lief er auch besser und durfte 2 mal 3 Minuten traben. und er lief traumhauft ungewöhnlich viel Schwung wahnsinniges schmeisen der Vorderbeine... Von Anfang an habe ich Corday Teufelskralle gefüttert und Back on Track Stallgamaschen gekauft und die Eisen sofort runter machen lassen. Alles schien zu funktionieren. dann aber eine verschlechterung. also wieder nur noch schritt. am 30. 12 waren wir spazieren und cordi war ziemlich aufmüpfig und reiste sich los und galoppierte in Stall zurück am nächsten Tag Stocklahm. dann habe ich 2 Wochen lang nur geführt mit berühigunsmittel vertranquil denn es war einfach total gefährlich Cordi war total spannig stand senkrecht neben mir... ich war am verzweifeln. also hab ich recherchiert und mir Knoblauch gekauft Grünlippmuschel und eine Zinkkur gemacht. alles ohne Erfolg Cordi wollte einfach nicht besser laufen. Momentan füttere ich in Heucobs Teufelkralle Knoblauch und Grünlippmuschel. Zinkkur habe ich gemacht aber überhaupt keine Besserung gesehen. Jetzt nach ca einem weiteren Monat läuft cordi besser ich reite auch und trabe ca. 6 runden allerdings lahmt er auf der linken Hand vorne rechts. Deshalb bekam Corday eine Woche lang Aspirin zur Blutverdünnung und wurde vor ein paar Tagen nochmal mit Cortison in Schleimbeutel vorne rechts gespritzt. Deshalb hat er jetzt noch Boxenruhe. Was ich noch sagen wollte Corday steht momentan in einer Box wirklich klein und darf nur im Sommer auf die Weide. ich weiß schrecklich. Momentan darf er sich aber sowieso nicht frei bewegen. Vielleicht bekomm ich in nächster Zeit eine Paddockbox, habe mich aber schon auf die WArteliste eines AKtivstalls setzen lassen. Da hab ich momentan aber noch sorgen denn mein Tierarzt rät mir davon ab weil er meint wenn er ranghoch ist muss er jagen und wenn er rangniedrig ist wird er gejagt. und was mir momentan noch sorgen bereitet mit der fütterung die Pferde haben dort einen Transponder um Hals und holen ihr Kraftfutter 8 mal täglich ab. Echt eine tolle Sache aber so kann mein Pferd seine Medis nicht mehr 3 mal täglich bekommen.... Sorgen Sorgen Sorgen übrigens wird Corday von einer tollen Huforthopädin nach Biernat behandelt die sich auch viel zeit nimmt und alles genau erklärt und auch bilder macht. War erst einmal da und habe deshalbt noch keien Besserung bemerkt.und um ihn bei Laune zu halten haben wir mit Zirkusarbeit angefange wo er sich garnicht so ungeschickt anstellt. Entschuldigt für die lange GEschichte.

Junis
13.02.2013, 13:05
Hallo Cordi,
meine Juno hat zwar auch immer mal schlechte Tage, aber die meisten Tage sind wir glücklich und zufrieden und vor allem lahmfrei!
Wann es sofort schlimmer wird? Wenn sie steht!
Hufrollenpferde brauchen so viel Bewegung wie möglich, am besten den ganzen Tag Schritt. Aber 24h Box ist Gift, da wird bald kein Schmerzmittel und kein Hyaloron der Welt mehr helfen, wenn sich dein Pferd nicht bald frei bewegen kann.
Juno musste wegen einer anderen Verletzung eine Woche stehen, danach war sie stocklahm über Wochen. Sie lässt sich zwar immer händeln, ist nicht so spannig wie deiner, zeigt mir somit aber auch nicht, dass etwas falsch ist.
Deiner tut das! Allein sein Verhalten deutet darauf hin, dass ihm die Box nicht passt.
Ich könnte meine nicht einmal über Nacht in die Box stellen, da wäre sie morgens immer lahm.
Es muss ja nicht gleich ein Aktivstall sein (die füttern in den 8 Rationen übrigens auch Medis mit, wenn du das willst), aber ein einfacher Offenstall würde es sicher auch schon tun. Hauptsache raus aus der Box!
Ich fütter momentan übrigens nur noch Grünlipp :)
Liebe Grüße

lammi88
13.02.2013, 13:23
Ich kann mich Junis nur anschließen. Wer rastet, der rostet. Je mehr Bewegung (also frei Bewegung) desto besser und desto schneller wirst Du auch ein Maß erreicht haben, wo ihr beide mit zurecht kommt.

Meine Lamour bekommt nun seit mehreren Monaten "Katzenkralle" (Unicaria Tomantosa) http://www.feenkraut.de/herbs/Katzenkralle.html
Sie ist besser drauf als vorher, geht viel gleichmäßiger und sie biegt sich wieder von selbst bei Wendungen. Ich habe das Grünlippmuschelpulver etwas reduzieren müssen, da sie Probleme mit dem Magen hatte. So langsam geht es bei ihr wieder und ich füttere langsam wieder Grünlipp zu.
Katzenkralle ist bezahlbar. Sie bekommt morgens und abends eine Kapsel (kann man aufmachen) übers Futter. Meine Eltern haben beide mit Arthrose zu kämpfen, nehmen nun nebst Hund ebenfalls Katzenkralle und alle 3en gehts besser. Meine Mutter kann sogar wieder durchschlafen ohne mit Schmerzen aufzuwachen :tu:

cordi
13.02.2013, 14:44
Vielen Dank für die lieben antworten, es muss sich dringend was ändern das ist mir klar. ich werde sowie das lahmen besser ist ihn mehr bewegen einfach damit er zur ruhe kommt und ihn dann mal frei laufen lassen. sobald die entzündung nicht mehr akut ist will ich ihn dann umstellen. leider haben wir hier keinen richtigen offenstall die für mich in frage kommen würde. Letzten Sommer hatte ich cordi mit einem pferd aus unserem stall 7 jährig zusammen auf der koppel hat auch gut funktioniert. allerdings wollte cordi im laufe des sommers nciht mehr gerne auf die koppel ist immer stehen geblieben und hat uns deutlich gezeigt das er nicht möchte auf dem weg von der koppel in stall ist er dann gerannt. das andere pferd ist sehr temperamentvoll und hat meinen vermutlich gejagt, somit hatte er nicht die möglichkeit wenn der huf weh getan hat sich auszuruhen. und genau davor hab ich angst. cordi ist auch noch kopper deshalb will ich unbedingt ihn aus dieser stallhaltung rausholen...

Das mit der Katzenkralle hört sich interessant an woher beziehst du sie?
ich kaufe eigentlich alles bei makana. auser die teufelskralle die kaufe ich bei masterhorse glaube das da die quali besser ist. denn die von makana sieht erdig aus und wenn man probiert nicht bitter im gegensatz zu dem von masterhorse. die Grünlippmuschel wollte ich jetzt mal von ani forte bestellen viel günstiger und hat bisschen höheren GAG-Anteil.
was mir noch einfällt wenn eure Pferde lahm gehen stellt irh sie dann extra oder lasst ihr sie einfach in der gruppe weiterlaufen. ich hab einfach die befürchtung das die offenstallscahe nach hinten losgehen kann. einfach aus dem grund wenns in der herde nicht funktioniert :(

Junis
13.02.2013, 18:58
Hey cordi,
ich lasse meine Juno jetzt immer in der Herde, auch wenn sie einen schlechten Tag hat. Die anderen Pferde wissen das genau, sie lassen sie dann auch in Ruhe. So funktioniert eine gute Herde eben. Dass das etwas dauert, bis die sich alle so gut verstehen, ist klar, aber du wirst nirgends eine Herde finden, die dein Pferd sofort freundlich aufnimmt. So funktioniert eine Herde dann wiederum nicht ;)
Frag in den potentiellen Ställen einfach nach wie die Herdenverträglichkeit so ist und wie neue Pferde für gewöhnlich aufgenommen werden... Vermutlich wird deiner aber zunächst selbst Probleme machen, weil er keine Herde mehr gewohnt ist. Ich würde nur nicht zu früh aufgeben, Scherereien gehören eben dazu... Auch wenn dann ein paar lahme Tage folgen, wird das auf die Dauer gesehen mehr bringen als ihn immer ruhig zu halten. Vor allem ist er ja noch so jung, wie meine...da wärs echt schade ihn jetzt schon "reitbar zu spritzen"... Aber ich denke du bist auf dem richtigen Weg!

cordi
16.02.2013, 15:07
ja offenstall steht fest, wenn ich meine prüfungen vorbei habe und die pferde auf die koppel können werde ich die umstellung in angriff nehmen.
was mich jetzt noch interessieren würde wie gut laufen eure pferde? sind sie normal belastbar? oder stolpern sie viel....

lammi88
16.02.2013, 16:24
Stolpern tut meine alte Dame gar nicht, es sei denn der Paddock ist wieder total hoppelig und hart gefroren. Das kann sie einfach nicht mehr ausgleichen. Ich reite sie nicht mehr, da ich zu schwer für sie bin. SIe läuft aber gut, hat ab und zu mal einen schlechten Tag, aber mittlerweile sind es selten mehrere schlechte Tage hintereinander.
Normal belasten ist dehnbar vom Begriff her. Ich würde ein Pferd mit starken HR-Befund auf keine Fall mehr springen und auch keine großartigen Dressurübungen mit engen Wendungen mehr reiten. Normales Freizeitreiten mit gutem Warmreiten und über wechselnde Böden ist aber kein Problem. Ich kenne auch ein Pferd mit sehr massivem HR-Befund, was immer noch Wanderritte geht und das seit Jahren und lahmfrei.

cordi
19.02.2013, 20:40
ja das macht hoffnung :) cordi darf ich wieder normal belasten läuft aber noch nicht richtig willig zieht nicht wirklich nach vorne usw. galoppieren tut er sehr sehr gerne nur trab nicht wirklich gern, aber mal schauen wie er sich weiterentwickelt. war ja heute der erste tag...

lammi dich wollte ich nochmal fragen das mit der katzenkralle hört sich super an. wo kaufst du deine katzenkralle und wieviel gramm fütterst du am tag? danke schonmal.

cordi
19.02.2013, 20:41
habt ihr eure pferde schonmal egeln lassen?

lammi88
19.02.2013, 21:10
Hartes Laufen, wie traben, tut in den Gelenken weh und die Pferde versuchen das mit Schnelligkeit auszugleichen. Von daher siehst Du, daß es bei Deinem Cordi noch nicht wieder okay ist. Das dauert auch länger....
Egel sind nur kurzfristig hilfreich, helfen aber nicht in der Besserung. Das, was die Egel "reinpumpen", ist wie ein Schmerzmittel. Von daher kontraproduktiv, da Dein Pferd merken muß (und Du auch), wenn es weh tut und wann nicht.

Katzenkralle bekommst Du in der Apotheke. Ich bestelle es mir immer über medizinfuchs.de . Da such ich mir die günstigste Apotheke raus. Das sind Kaspeln mit Pulver. Lamour bekommt morgens und abends je eine Kapsel aufgemacht übers Futter. Die Dinger kann man einfach aufmachen. Geth super und wird einfach mitgefressen. Eine Besserung sah ich schon nach 1 Monat, aber so richtig hat es ein halbes Jahr gedauert. ;)

cordi
19.02.2013, 21:17
ich hab jetzt mal nachgeschaut wegen der katzenkralle. oft wird sie als katzenkrallenrinde verkauft ist das dann das gleiche? nicht das die rinde ein billiges abfallprodukt ist....

lammi88
19.02.2013, 21:31
Geb mal bei medizinfuchs.de unicaria tomentosa ein. Dann findest Du die :tu: Ich schick Dir sonst gleich mal den Link per PN. ;)

cordi
19.02.2013, 21:52
ah ja super vielen dank! unter katzenkralle kam nämlich nichts..

lammi88
19.02.2013, 21:56
Hab Dir auch den Link geschickt ;)

Sunny_1990
23.04.2013, 11:47
Hallo und Hilfe,

ich lese schon länger mit und habe nun das Bedürfnis mir Rat zu holen.
Ich habe mir letztes Jahr im Mai 2012 meine Stute geholt. Sie lief Jahrelang als Voltigierpferd in einem Reitverein(aus sehr schlechter Haltung). Als ich sie bekommen habe war sie sehr abgemagert und und voll von Parasiten. Zunächst habe ich sie bis November in einem Offenstall stehen gehabt. Sie war sehr rangniedrig und wegen der wenigen Unterstellplätze und der zu vielen Pferde kam sie dort nicht zur Ruhe. Beim Putzplatz ist sie öfter eingeschlafen und war total erschöpft.

Anfang Oktober fing sie an zu lahmen. Tierarzt hat Schmerzmittel verschrieben. Aber mehr oder weniger wurde mir zu verstehen gegeben das sie schon alt sei und ich mir einen zu großen Kopf mache. Seitdem blieb immer mindestens ein Taktfehler.
Im November habe ich den Stall gewechselt Nachts in eine Box und Tagsüber den ganzen Tag Weide. In der Herde fühlt sie sich wohler. Mit der Box kommt sie klar und liegt oft.

Mit dem Stallwechsel kam auch der Hufschmiedwechsel und ich musste sie das erste Mal vor dem Hufschmied vortraben lassen. Der erste der ihr schlechtes laufen wahrnahm und es ernst genommen hat. Er legte mir ans Herz das rechte Vorderbein röntgen zu lassen. Gesagt getan. Es war Januar. Sie lief mal besser mal schlechter. Diagnose: Schale, Hufrollenentzündung und Hufbeinverknöcherung. Der Tierarzt riet mir zum Keilbeschlag. Hufschmied kam in Februar. Sie stieg und der Nippel vom Hufeise rieß ihr den linken Huf unten auf. Eisen wieder ab. 1 1/2 Wochen Boxenruhe, Antibiothika um das Fieber zu bekämpfen. Links fette Entzündung, rechts HRE. HRE wurde schlimmer. Ende März nächster Versuch Hufeisen sind drauf!

Seit März bekommt sie zusätzlich zum Müsli und Mineralfutter, Teufelskrallenkapseln vom Aldi, Ingwer und Teufelskralle, Arnica.
Teufelskrallenkapseln seit ca. 3 Wochen nicht mehr,
Arnica seit ca. 6 Wochen nicht mehr.

Die Hoffnung lag im Keilbeschlag. Seit Sonntag lahmt sie wieder und hat Schmerzen.

In den letzten zwei Wochen habe ich sie lediglich 20 Minuten im Schritt geritten. Ich habe sie Ende März nochmal vernünftig einrenken lassen und die Tierärztin hat mir das go gegeben. Gestern war zufällig ein TA da und hat gefühlt. HRE Bein (rechts keine pulsation), linkes Bein pulsation. Die Entzündung ist aber bereits raus.

Bitte helft mir weiter.

lammi88
23.04.2013, 12:14
:hi:

Die Entzündung wird noch nicht raus sein... Die Pulsation zeigt es deutlich. Durch den Beschlag kann ihr Huf nicht arbeiten und somit wird er zu schlecht durchblutet. Fazit: Entzündung kann sich ausbreiten... Ich kann Dir nur raten den Beschlag allerschnellstens abnehmen zu lassen und sie durch einen guten Barhufpfleger (nach Biernat oder NHC) bearbeiten zu lassen. Der Huf stellt sich von selbst steiler - eben so, wie Deine Stute es benötigt. Eisen sind da absolut kontraproduktiv, da sie den Huf starr halten.

Genauso sollte man auf Ingwer verzichten, da er als reines Schmerzmittel fungiert. Nur was nützt es Dir, wenn die nicht merkt wenn es ihr weh tut, falsch läuft und das ganze schlimmer wird? Sie MUSS den Schmerz merken und sich drauf einstellen können, außerdem mußt DU sehen können, ob sich eine neue Entzündung anbahnt. Mit Schmerzmittel siehst Du nix, bzw erst, wenn das nicht mehr wirkt und das ist dann heftig....

Teufelskralle von Aldi..sorry, aber gibst Du da eine Packung am Tag oder wieviel? Besorg Dir bitte etwas für Pferde, alles andere ist sparen am falschen Ende... ;)

Ich kann Dir nur raten:
- Offenstall mit wenigen Pferden - gern auch älteren, damit sie sich viel bewegen kann und die Entzündung besser abgebaut wird
- Eisen ab und schnellstens von einem guten Huforthopäden (NICHT Schmied) stellen lassen
- bis sie nicht 100% lahmfrei und das über 2 Monate ist, gar nicht mehr reiten, nur spazieren gehen
- Futtermittelzusätze wie hier beschrieben: http://forum.zooplus.de/showthread.php?45367-Hufrolle-medizinische-Hufeisen&p=1670630#post1670630
- Du kannst auch Katzenkralle (Unicaria Tomentosa) zufüttern, würde ich aber erst machen, wenn Du "Grund" im eigentlichen Problem hast.
- Durchhalten und Dich hier ausheulen. Es wird Tage geben, da bist Du ein heulendes Elend, weils ihr schlecht geht. Aber diese Tage werden Stück für Stück weniger werden. Meine Lamour wird morgen 25 Jahre alt. Sie läuft, wird zwar nicht mehr geritten, aber wir gehen spazieren, machen ein bißchen am Boden und sie hat Lebensfreude...jaaaa...sie scheucht imme rnoch gern alle über den Paddock :D Wenn ich bedenke, daß man mir vor 6 Jahren sagte, daß ich sie einschläfern soll, weil sie sich nur quält... ich bin - trotz vieler schlimmer Tage, die hinter uns liegen - froh, daß ich nicht drauf gehört habe. ;)

Sunny_1990
23.04.2013, 12:41
Ab nächsten Monat ist Sunny Tag und Nacht auf der Weide.
Von den Teufelskrallenkapseln bekam sie zwei morgens und zwei abends. Ich hatte gelesen dass die genauso gut sein sollen wie andere Kapseln. Woran sehe ich, dass die Teufelskrallenkapseln eine gute Qualität haben?

Ich ruf gleich mal eine Huforthopädin an.

Ich habe zu Hause noch Grünlippmuschelkapseln die ich für meinen 12 - jährigen Schäferhund verwende: ... kann ich die für Sunny nehmen?

Ich habe Röntgenaufnahmen. Kann ich sie dir mal zukommen lassen. Evtl. erkennst Du mehr als ich... ?

Sunny_1990
23.04.2013, 12:50
Nächsten Monat wird sie Tag und Nacht auf der Weide bleiben.

Ich versuch gleich mal eine Huforthopädin ans Telefon zu bekommen.

Woran sehe ich das die Teufelskrallenkapseln eine gute Qualität haben? Ich habe noch Grünlippmuschelkapseln kann ich die auch für Sunny verwenden?

Ich habe Röntgenbilder. Könntest Du Dir dir evtl mal anschauen? Vllt erkennst Du ja mehr als ich ..

lammi88
23.04.2013, 13:48
Es geht nicht um die Qualität, sondern die Menge...In den Kapseln sind vielleicht mal grad 2g Teufelskralle... Schau mal auf die Packung. Du solltest ca. 20g am Tag geben damit es etwas nutzt...
Du kannst die Grünlippkaspeln verwenden, aber auch die sind viel teurer, als wenn Du es lose kaufst. Puriosos Hyafarm hat gute und günstige Grünlippmuschel. Die nehm ich zur Zeit für Lamour. Wichtig ist da, das es neuseeländisches Grünlipp ist UND daß es rein ist. Bei günstigen Produkten vermahlen sie auch Muschelschalen etc mit...
Wichtig ist, daß Du Teufelskralle / Zink zur Entzündungshemmung im monatlichen Wechsel gibst UND Ginkgo / Knobi im monatlichen Wechsel um das Blut zu verdünnen. Das ist wichtig, da die Adern bei HRE Pferden verdickt sind und das Blut schwerer durch die Hufe fließt. Ist es verdünnt, kann die Entzündung schneller abgebaut werden und eben auch langfristig eine neue verhindert werden. Hier hab ich auch die Mengen notiert, die ich mir zum Teil aus dem Netz mühsam rausgesucht habe oder mit dem ThP/Tierarzt abgesprochen habe: http://forum.zooplus.de/showthread.php?45367-Hufrolle-medizinische-Hufeisen&p=1670630#post1670630

Bei reiner Weidehaltung sollte sie da trockene Stellen haben, daß die Hufe nicht komplett durchweichen. Auch das kann dann zur Erweiterung des Schadens führen. Zu trockene Hufe tun ebenfalls weh, weil diese sich weniger bewegen können. Das Mittelmaß machts eben ;) Auch achte bitte drauf, daß sie nicht ZU viel Gewicht zulegt. Auch das drückt auf den Gelenksbereich und verursacht zusätzlich Reibung und Schmerzen...

Sunny_1990
23.04.2013, 14:03
Die Huforthopädin wird mich zurück rufen und mir sagen wann sie das nächste mal in der nähe sein wird. Sie kommt von weiter weg.

Woher bekommst Du die Ginkoblätter?

lammi88
23.04.2013, 14:10
Alles von Makana ;)

Jaaa....Huforthopäden sind teilweise echt rar gesäht...bei uns ist auch nur eine in der Gegend die halbwegs gut ist :( Meine ursprüngliche HO kommt nicht mehr zu mir, weil ich nun zu weit weg wohne :( leeeeider *heul*

Sunny_1990
23.04.2013, 14:54
Habe Teufelskralle, Zinkpellets, Knoblauch, Ginkgoblätter bestellt.
Puriosos Hyafarm finde ich nicht .. ?
Und wo bekommst Du die Schüssler Salze her? Von jedem Schüssler Salz 30 Tabletten am Tag?
...Ohje hoffentlich wird alles gut ...

lammi88
23.04.2013, 15:08
Hab grad mal geschaut - die Seite ist anscheinend nicht mehr online und im Reiterflohmarkt hat sie es auch nicht mehr drinnen :?: Makana hat auch gutes Grünlipp, war nur etwas teurer... :?: EDIT!!! Hab sie über ebay gefunden ;) schau mal beim Verkäufer "hyafarm" ;) Link kann ich hier nicht einstellen, findest Du aber ;)

Alles an Medikamenten suche ich mir über medizinfuchs de raus und bestelle dann dort über die günstigte Inet-Apotheke. Ich sammel da auch Medis, die meine Eltern regelmäßig benötigen und bestelle dann alles zusammen bei 1 oder 2 Apotheken. Da kann man so RICHTIG Geld sparen ;) Ist ein bißchen Sucharbeit, die sich aber absolut lohnt. ;) Bei den Schüsslersalzen hab ich nachher 2x10 Tabletten gegeben. Laut meiner THP sollte ich 2x15 geben, aber das ging dann irgendwann extrem ins Geld :o

lammi88
23.04.2013, 15:12
Ach so: Du mußt Geduld Geduld, Geduld haben. Etwas, was sich über Jahre hinweg aufgebaut hat, dauert eben auch, bis es sich soweit gebessert hat, daß Du wieder lächeln kannst :hug: Wie gesagt: es hat bei mir Tage gegeben, wo ich heulend im Stall saß... Ich habe dann immer wieder mich selbst gefragt: mach ich das richtige, sollte ich nicht einen Schlußstrich ziehen... ich bin heute froh, daß ich es nicht gemacht habe und auch mal 4-5 Tage ertragen habe, daß es meinem geliebten Pferd total SCH**** ging...wenn ich sie heute sehe, ist das Gestern und die Tränen fast wieder vergessen ;)

Sunny_1990
29.04.2013, 20:44
Hallo, die Mittelchen von Markana sind angekommen und werden seit Samstag Abend gegeben. Am Samstag kommt die Huforthopädin. Mit was kann ich rechnen wenn sie am Samstag die Keileisen runter bekommt? Wird sie wegen der Umstellung noch mehr Schmerzen haben? Sunny läuft momentan an ca. 6 von 7 Tagen scheiße und mit Schmerzen. Ich gebe ihr noch die Chance und den Sommer.

Die muss aber unbedingt Gewicht verlieren. Sie hat kein Gramm fett auf den Rippen dafür einen riesigen Heubauch. Sie ist sowieso sehr kräftig gebaut als polnische Stute. Sie bekommt aber schon so wenig. Wie wird sie das Gewicht los? Wenn ich mit ihr arbeiten könnte wäre alles einfacher.

Sunny_1990
29.04.2013, 21:11
Ich bin gerade auf denTietkommunikationsbeitrag gestoßen. Ich denke schon länger darüber nach. Was für Erfahrungen hast du damit gemacht lammi?

lammi88
30.04.2013, 09:07
Ob sie nach der Umstellung noch mehr Schmerzen hat oder kaum welche, kommt auf die jetzige Hufstellung an und wie die HO arbeitet. Es kann durchaus passieren, daß sie durch die Umstellung ggf auch ein Hufgeschwür bekommt. Das sieht immer bös aus, ist auch nicht toll, kann aber passieren, wenn der Huf plötzlich durchblutet wird und dann die abgestorbenen Zellen raus transportiert. Sehe es dann trotzdem mal positiv, da a) diese toten Bereich sonst im Huf verblieben wären und den weiter geschädigt hatten und b) siehst Du, daß sich im Huf etwas tut und in dem Fall ist es dann positiv ;)
Der Heubauch kommt durch die verlangsamte und reduzierte Bewegung. Du kannst mit ihr auch spazieren gehen. Möglichst auf grader Strecke und wenn Du hast: Waldboden und Asphalt abwechselnd. Asphalt sorgt für den nötigen Abrieb und für Bewegung im Huf und Waldboden federt schön, was den Gelenken gut tut. Sprech das mal mit der HO ab.
Tierkommunikation finde ich gut - allerdings gibt es da ZU viele Scharlatane... :rolleyes: Wenn, dann hör Dich um, frag nach Empfehlungen von anderen und wenn Dir jemand erzählt, Dein Pferd möchte mehr Möhren und täglich Zucker, jag ihn aus dem Stall :D

Sunny_1990
06.05.2013, 13:49
Hallo,
die HO war am Samstag drei Stunden da. Sunny stellte sich beim Hufeisen abmachen genau so blöd an wie beim drauf machen. Mit viel Geduld und Ruhe hat die HO es dennoch hin bekommen und als die Hufeisen drunter waren fing das Sedalin auch endlich an zu wirken (nach einer 3/4 Stunde). Unter den Keilplatten hat sich wiederliche Fäule gebildet. Der Gammel stank bestialisch. Auch konnte man sehen, dass in dem linken Huf der Hufbeschlagsunfall noch nicht weiter verheilt ist. Der Huf stand unter einer großen Spannung durch die Eisen und hat oberflächliche Risse. Die Hufe sind dennoch in einem guten Zustand und das was die Eisen kaputt gemacht haben bekommen wir schnell wieder hin. Die HO wollte erstmal nicht zu viel Hufe umstellen, da die 1 cm Keile schon umstellung genug sind. Die HO kommt aber in drei Wochen schon wieder (am 25.05.2013) und danach in 4 Wochen abständen.

Ich bin irgendwie froh das die Dinger runter sind. Ich habe Sunny versprochen das wir die Dinger nie wieder drauf machen werden. Gestern lief sie im Galopp und Trab zur Weide (die Hottis durften zum Anweiden eine Stunde auf richtig tolles Gras) so wie immer.Der Schritt hat sich verändert- aber nicht schlechter. Trab und Galopp blöd wie vorher. Zumindest keine schlechten Veränderungen zum Hufeisen. Heute werde ich sie mir nochmal angucken wie sie läuft. Sunny ist den ganzen Tag draußen. In der Nacht kommt sie auf einem Paddok mit der Diätgruppe um abzuspecken.

Nun zur Fütterung. Ich habe gestern (erst) angefangen ihr Grünlippmuschel zu geben. Sie ist so verfressen und stört sich nicht an dem Geruch. Aber ich glaube ich habe einen Fehler in der Fütterung gemacht. Sie bekommt zur Zeit 20 g. Teufelskralle und 40 g. Bewegungskräuter (shit ich habe anstatt Ginkgoblätter Bewegungskräuter bestellt und es zu spät gemerkt) sowie 10 g Grünlippmuschel + Müsli und Mineralfutter.

Aber ich hätte Teufelskralle und Zink ihr geben müssen... ? Wenn ja würde ich es heute noch ändern.

Ich bestelle heute oder morgen Grünlippmuschel nach.

Auf jeden Fall habe ich ein bisschen Hoffnung wieder...

BettyBooo
03.07.2013, 15:16
Hallo zusammen,

darf ich mich hier mal mit einklinken? Würde euch gerne meine Geschichte erzählen und Erfahrungen mitteilen.

Zu meinem Pferd. Er ist ein 1.82m großer Wallach und nun 16 Jahre alt. Die erste akute Hufrolle hatte er mit 6. Dann folgen immer im zwei Jahres Rhythmus weitere akute Schübe (aktuell Nr.5). Sein Strahlbein schaut gar nicht so schlimm aus lt. Tierarzt, bei ihm sind es wohl die Weichteile, die empfindlich sind. Zu Anfangs merkt man den Taktverlust und kurz drauf kommt dann eine Lahmheit.

Meiner Meinung nach spielen hier mehrere Faktoren eine Rolle, wieso mein Pferd solche Probleme hat. Zum einen ist er natürlich durch seine Größe auch "schwer", zwar nicht kaltblutmäßig, aber er hat schwere Knochen, jedoch stimmen die Proportionen zu den Gelenken rein optisch.
Noch dazu hat er Model-Maße-Beine, aber einen relativ kurzen Hals. D.h. er muss ein Bein beim Grasen sehr weit vor stellen und ein Bein ein ganzes Stück weiter zurück. Da mein Pferd ein absolutes Gewohnheitstier ist, nimmt er auch immer die gleiche Position ein. Dies hat zur Folge, dass ein Huf flacher ist und ein bisschen untergeschoben Trachten hat, der andere ist eher steiler (jedoch kein Bockhuf). Interessant finde ich, dass er auf dem Huf, den er eher nach hinten nimmt bzw. der steiler ist, lahmt bzw. hier sitzt der Entzündungsherd drin. Evtl. reibt hier die Sehne über Knochen oder Polster.

Interessant ist, dass ich vorhersehen kann, wann mein Pferd wieder in den akuten Zustand kommt. Es ist wirklich in einem Kalender vorberechenbar. Alle zwei Jahre, entweder in der letzten April- oder ersten Maiwoche. So auch dieses Jahr. An seinem 16.Geburtstag am 5.5. war er lahm. Lammi, du meintest ja, dass das evtl. mit Eiweiß zu tun haben könnte? Da könntest du recht haben. Warum dann zwar nur alle 2 Jahre..k.A.:-)

Vielleicht sollte ich noch dazusagen, dass ich freizeitmäßige Dressurreiterin bin, gerne ins Gelände geh und mein Pferd nie überfordert habe. Wir haben immer darauf geachtet, die Vorderhand durch entsprechende Gymnastizierung zu entlasten. In sofern hat auch mein Versuch nie was gebracht, wenn ich ihm von März bis Mai weniger arbeite oder z.B. fast nur ausreite...

Schon zu anfangs, rieten mir viele zu einem Nervenschnitt. Das ist das letzte, was ich machen würde. Ebenso bin ich nicht der große Schulmedizin-Verfechter. Dank Homöopathie und Naturheilmitteln haben wir schon viel in den Griff bekommen (klar bei Kolik, Platzwunden o.ä. muss Onkel Doktor schon ran). Ich habe immer versucht einen gesunden Mittelweg zwischen den beiden Behandlungsmethoden zu finden, und ich denke ich hab das ganz gut hinbekommen.

Mit der aktuell akuten Hufrolle habe ich mir jetzt mal wirklich Gedanken gemacht, was für mein Pferd das absolut beste wäre. Ich versuch es jetzt mit Globuli und Teufelskralle.
Tierarzt hat mir eine Flasche zu Gabe als einmalige Kur dagelassen. Die Flasche war leer und Pferd lief sofort schlechter...Somit kam gleich die zweite Flasche her. Die bekommt er jetzt seit gestern. Glukosamine haben wir bei der letzten Entzündung getestet und haben keine wirkliche Besserung mit sich gebracht. Magnopodo von iWEST hatte ich getestet. Mein Pferd hat das fischige Pulver nicht runterbekommen (war für mich absolut verständlich). Mobifor Triflex hatte er bei seiner Vorbesitzerin beim ersten Schub (da war er bereits sowas wie meine RB) erhalten. Das hat m.M.n. besser gewirkt. Ist aber für mich unbezahlbar!
Dein Beitrag hat mich dazu ermutigt, auf barhuf umzustellen. Die Eisen kommen nächste Woche runter. Ich hoffe, uns bleibt ein Abszess erspart. Das Hornmaterial ist grundsätzlich sehr gut. Ebenso ziehen wir ab 01.August in einen neuen Stall. Offenstall ist für meinen etwas schwer, aber ich habe jetzt eine gute Alternative gefunden. Eine riesen Paddockbox(30qm), die er mit einer Isi Stute teilen wird. Vom Paddock geht es direkt auf die Koppel. Für viel ruhige Bewegung ist somit gesorgt.
Mein Pferd hat mir so viele Jahr so viel Freude bereitet. Jetzt geht er quasi in Altersteilzeit. Wenn er wieder gut laufen sollte, haben wir einen schönen Platz. Ich denke er gehört noch lange nicht zum alten Eisen und er wird mir mit Sicherheit noch viele tolle Erfolgserlebnisse auf dem Platz schenken. Sonst bummeln wir gemütlich im Schritt durchs Gelände. Ich denke, dass war die richtige Entscheidung.

Gerne halte ich euch auf dem Laufenden. Würde mich auch über reichen Erfahrungsaustausch freuen.

Grüße
BettyBooo

kleines Pferd
01.11.2013, 20:47
Hallo!Muss das Thema mal wieder hervorholen. Mein Wallach, 9 Jahre hat auch vor kurzem die Diagnose Hufrollenentzündung bekommen. Zufüttern tu ich zur Zeit eigendlich alles was der Markt so hergibt. Nach anraten vom Tierarzt bekam er Eisen vorne mit Luvex Polsterung, das erste mal vor drei Wochen. Anfangs lief er damit auch gut, mittlerweile finde ich wird es wieder schlechter. Nun habe ich viel gelesen, mich viel informiert so das ich wirklich über die Umstellung auf barhuf nachdenke.Habe aber angst davor etwas falsch zu machen, da mir der Tierarzt ja zu den Eisen geraten hat und meinte nen guter Beschlag sei das A und O. Habe schon eine Hufpflegerin die bei Biernath gelernt hat angeschrieben und warte dort auf eine Antwort. Bin so verunsichert und habe Angst falsche Entscheidungen zu treffen. Lg Susi

moggi2001
22.11.2013, 11:11
Hallo,
ich möchte das Thema auch gerne wieder aufleben lassen.
Ich besitze eine 19 Jahre alte Stute, die früher im grossen Sport ( Grand Prix gelaufen ist) ich habe Sie in einem erbährmlichen Zustand gekauft, abgemagert, lahm, lustlos.
Nach einer gewissen Regenerationsphase lief die Stute 2 Jahre klar.
Vor ca. 1,5 jahren ging unsere Odisee los.
Sie ging von einer Sek. auf die andere stocklahm. Kein Tierarzt fand das Problem. Bekam 3x Cortison Hyalaron ins Hufgelenk. Keine Verbesserung
In einer Klinik habe ich sie dann Szintigraphieren lassen. Dort kam heraus, dass die Arthorse im Kron und Hufgelenk so wie im Hufbein im Endstadium hat, ausserdem hat sie eine Knochenzyste im Fesselbein und das Strahlbein zeigt Veränderungen. Alles vorne Links.. Die anderen Beine sind völlig in Ordnung.
Ich solle die Stute einschläfern lassen, alles andere hat keine Wert.
Ich nahm mein Pferd mit nach Hause und begann mit einer Tierärtzin/TCM eine Behandlung. Wir akupunktierten das Pferd jede Woche einmal und sie bekam chinesische Kräuter. Das funktioniert soweit ganz gut, bis vor zwei Wochen die Lahmheit wieder kam. Sie tickt ganz deutlich vorne links.
Sie ist beschlagen mit Keilplatten, was aber keine sonderliche Besserung brachte.
Jetzt habe ich Angst das das alles wieder von vorne losgeht.
Hat jemand nen Tip was ich ihr geben könnte das es nicht gleich wieder so schlimm wird?

BettyBooo
22.11.2013, 12:19
Hey ihr,

ich kann jetzt mal von meinem Pferd berichten, denn es hat sich einiges getan...

Wir haben uns Mitte Juli endgültig von Hufeisen verabschiedet. Meinen Tierarzt habe ich gebeten, ein Röntgenbild (Oxspring Bilder) von beiden Vorderbeinen zu machen. Sein rechts Strahlbein weißt keinerlei Veränderung aus. Am linken Strahlbein ist jedoch die Veränderung der Gefäßkanäle (Lollipops) am Knochen deutlich erkennbar. Ob die Gleitfähigkeit der tiefen Beugesehne beeinträchtigt ist, können wir nicht sagen...

Anfang August stand auch noch der Stallwechsel vor uns. Es hat alles prima geklappt. Er fühlt sich pudelwohl...So hab ich mein Pferd noch nie gesehen...

So und noch zu dem Barhufigen.... Zweimal habe ich ihm einen Sauerkrautwickel um einen Huf gebastelt, weil er zwischenzeitlich sehr sensibel war und ich nicht sicher war, ob da nicht ein Abszess wuchert. Tierarzt meinte jedoch, da ist nichts, nur leicht geprellt. Er kam auch nicht auf drei Beinen daher, wie sooft beim Hufabszess.
Die ersten drei Monate war er etwas fühliger und auch die Steinchen haben sich ziemlich reingetreten, aber ungefähr seit Anfang November (unser letzter Besuch der Hufpflegerin) sehen die Hufe deutlich besser aus und es bricht sehr sehr selten noch was aus. Das Hornmaterial ist viel viel besser - härter, widerstandsfähiger und wenig Abrieb.

Natürlich war er nicht gleich lahmfrei nach der Eisenabnahme, aber es wurde zusehends besser. Aktuell sieht man keine Lahmheit mehr. Ob das jetzt an der Eisenabnahme oder einfach an der Auskurierung der Entzündung liegt, kann ich nicht sagen. Das wird die Zeit zeigen...Spätestens in 1,5 Jahren wären wir wieder an dem zweijährigen Lahmheitsrhytmus angekommen.

Was sich deutlich geändert hat ohne Eisen ist das Gangbild. Anfangs lief er etwas klamm und jetzt habe ich das Gefühl mein Pferd passt deutlich mehr auf seine Füße auf. Vorallem im Trab und Galopp "platscht" er nicht mehr so in den Boden. Ist zwar anfangs ungewohnt, aber es wird immer besser. Wir sind momentan wieder ein wenig am Aufbauen, gehen viel ins Gelände (OHNE Hufschuhe und das ohne Probleme, zwar versuche ich möglichst auf Grasflächen zu gehen, aber auch Schotter oder Asphalt verkraftet er gut).
Wir arbeiten momentan selten vom Sattel aus. Machen zum Aufbau Langzügelarbeit, Zirkuslektionen und wollen ein bisschen Horsemanship nach Parelli anfangen, um den Alltag noch abwechslungsreicher zu gestalten...

Medikamententechnisch gab es noch die eine Kur mit Teufelskralle fertig. Nachdem der Knochenabbau klar war, gab es noch Schüssler Salz Nr. 1 - Calcium fluoratum D12. Aufgrund der niedrigen Potenz gibt es die jetzt vorerst als Dauergabe... Mehr gibt/gab es nicht...

Ich denke, dass die neue Haltung von ihm in Verbindung mit barhuf ihm entgegen kommt. Es sind jedoch erst ein paar Monate vergangen. Wie es/er sich weiterentwickelt, wird die Zeit zeigen...

Ich hoffe, es interessiert euch mein Geschreibsel:)
Grüße
BettyBooo

ulli2012
20.01.2014, 16:57
Hallo zusammen,
meine Stute Lissy, 15 Jahre jung und Mecklenburg Warmblut und ich machen seit ca. 4 Jahren mit einem Hufrollensyndrom rum, welches auf den Röntgenbildern halt nur minimal zu sehen ist. Hyaluronspritzen und manchmal auch Hyaluron mit Cortison gemischt, haben bisher immer gut geholfen, manchmal sogar ein Jahr lang, wobei man immer sieht, dass sie unheimlich steif und vorsichtig geht.
Ich gebe auch Zusatzmittel wie Traumeel, Gonex, Grandflex, Tendonflex etc. im Wechsel. Jetzt hat sie schon zum 2. Mal innerhalb von 8 Wochen eine so deutliche Lahmheit, dass wir erst auf Hufgeschwür untersucht haben - negativ. Das kam von jetzt auf gleich, ich kann nicht glauben, dass es von der Hufrolle kommt. Der Tierarzt ist sich sicher und sagt, er sehe eigentlich nur den Nervenschnitt als langfristige Lösung. Habt ihr damit Erfahrung oder vielleicht auch noch andere Ideen, die bei euch geholfen haben? Ich werde auf jeden noch eine 2. Meinung einholen, bevor ich das mache. Nach der gestrigen Hyaluron-Cortison Spritze geht sie erheblich besser, aber nicht lahmfrei.
Danke im Voraus für eure Tipps, Lissy und Ulrike

lammi88
20.01.2014, 17:08
Hallo Ulrike!
Nervenschnitt ist komplett Old Style und wird heute nicht mehr gemacht. Das Pferd ist dann euch unreitbar!!! Das vergessen die TÄ gern zu erwähnen... Das Wichtigste ist, daß der Huf gut barhuf gestellt und bearbeitet wird und eben NICHT durch Eisen eingeengt wird. Das ist die halbe Miete. WIE wichtig das ist, konnte man schön bei meiner Lamour sehen. Ich hatte nun EINMAL beim Hufe machen wirklich nur ein ganz bißchen zuviel von der Trachte weggenommen und schon war Lamour lahm, hatte wieder eine fette HRE...ihre erste seit nun mehr 4 Jahren... :( Ich hätte mich ohrfeigen können...aber war nunmal passiert :( Mittlerweile geht's wieder.
Ich hatte hier mal zusammengetragen, was man füttern kann und sollte http://forum.zooplus.de/showthread.php?45367-Hufrolle-medizinische-Hufeisen&p=1670630#post1670630 Grünlippmuschelexrtakt ist gefütterte Hyaluronsäure. Die wird benötigt, um die Knorpelmasse zu stabilisieren. Und das funktioniert tatsächlich - auch bei Bandscheibenpatienten ;)
Du must viel Geduld haben und dem ganzen Zeit geben, daß sich das Pferd regenerieren kann.

Wurde denn bei Euch Lahmheit z.B. aus dem Rücken oder Halsbereich ausgeschlossen? Hattest Du mal einen Osteopathen da?

ulli2012
21.01.2014, 10:43
Hallo lammi88,

ich möchte den Nervenschnitt auch unbedingt umgehen und würde sie gerne wieder auf barhuf bringen. Die Eisen hat sie damals nur aufgrund der Hufrollen-Diagnostik bekommen, da man zuerst einen Steg eingebaut hat zur Entlastung der Sehne. Das war der einzige Grund für die Eisen. Jetzt im Winter denke ich, würde ihr die Umstellung schwer fallen, aufgrund des besch.... Paddockbodens. Ich habe Angst, dass ich das damit noch schlimmer mache. Danke für deine Futterempfehlung.
Hast du mal von Hyaloral gehört als Zusatzfutter? Osteopath war da und meinte, dass ihre Bänder auch zu locker wären und zur Unterstützung habe ich 4 Wochen lang Tendonflex gefüttert.

Cocü
22.02.2015, 21:46
Hallo, ich bin gerade zufällig über diesen Eintrag, der sich ja schon über Jahre aufgebaut hat, gestolpert. lammi88 - zunächst "hut ab" für Deine großartige Hilfe für die "Problemkinder" unter uns. Das ist wirklich großartig. Ich wollte mal fragen, ob Du mir eventuell auch ein paar Fragen beantworten könntest, ich habe seit Oktober letzten Jahres auch die Diagnose "Hufrolle" allerdings bisher ohne Lahmheit beim Reiten, aber doch deutlich stumpferen Gängen (vorallem "frisch aus der Box") und auch Wendeschmerz. Wobei ich mir da bisher einfach nicht sicher bin, ob es wirklich ein Schmerz ist, oder von oben aus dem Rücken kommt. Ein Osteopath, ein Chiropraktiker, 2 TÄ und ein Hufschmied sind so langsam ratlos und haben mir den "Tipp" gegeben "Stell's einfach mal n halbes Jahr weg" - Aber ein 17 jähriges Pferd, welches beim Reiten, laufenlassen etc nicht lahm ist, "wegzustellen", da tue ich mich schwer mit. Vielleicht hast Du Zeit, Dir unsere "Geschichte" mal anzuhören und mir einige weitere Tipps aus der "Kräuterküche" zu geben. Liebe Grüße

lammi88
23.02.2015, 09:21
Huch!

Ulli2012.... sorry, Deinen Beitrag hab ich eben erst gesehen :o Falls Du noch mitliest, meld Dich bitte nochmal :o Ist mir durchgerutscht, sorry....

Cocti: Wenn Du kannst, stell Dein Pferd in einen Offenstall, wo es sich frei 24Std bewegen kann. Ich habe bei meiner Stute festgestellt, daß sie von sich aus mehr läuft, wenn sich wieder eine Entzündung anbahnt. Das geht meist dann 3-4 Tage, dann ist wieder gut. Sie ist dann wie ruhelos. Steht Dein Pferd nun in der Box, kann es das Laufbedürfnis nicht ausleben und die Entzündung nicht verarbeitet werden.
Vermeide enge Wendungen und zu uneben Böden. Das ist das, was weh tut. Wichtig wäre die Knorpelmasse zu festigen und somit wieder belastbar zu machen. Das nimmt einen großen Teil des Schmerzes.
Meine Lamour ist nun seit 1 Jahr "ohne alles". Ich hatte ihr zu Silvester etwas Teufelskralle und Ingwer unters Futter gerührt um zu verhindern, daß sie mir eine Schmerzkolik bekommt (rumtoben auf unebenem, hart gefrorenem Boden). Alles gut. Was ich sagen kann: Grünlippmuschel hat definitiv etwas bewirkt. Ihr Strahl war sowas von fest. Das war genial. Sie bekommt eben auch Grünlippmuschel nun schon lange nicht mehr, da sie sehr viele andere Baustellen hat und ich den Magen/Darm nur mit sowenig wie nötig irgendwas belasten möchte. Ihr Strahlhorn ist definitiv weicher und bröseliger geworden, wir hatten dieses Jahr das erste Mal seit 9 Jahren wieder Strahlfäule... Ich werde mal versuchen, ob ich ihr es nicht doch wieder geben kann. Sie läuft momentan schön, immer noch im Schritt leicht passig, aber sie hat eben auch keine Muskulatur mehr. Woher auch - sie wird 27 und ist in Rente ;) Aber immer noch Leitstute und darauf besteht sie auch ;)
Bei Lamour ist zur Zeit nicht mehr die Hufrolle das Problem, sondern ihre maroden Zähne. Sie kann das Heu nicht mehr ordentlich kauen, die groben Stücke reizen den Darm und ich kämpfe seit 1,5 Jahren mit Kotwasser, teilweise Durchfall und eben auch Gewichtsverlust.... Und diese dumme Nuss weigert sich die Heucobs zu fressen. Damit war nämlich weg... :schmoll: Stuten können sowas von Zicken sein.... :rolleyes:

lammi88
19.04.2016, 10:35
Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben - weil es nichts wirklich Neues gibt.
Lamour ist alt und klapprig, läuft aber gut und freut sich des Lebens - mittlerweile ohne jeglichen Futterzusätze, nur noch sehr regelmäßig die Hufe nachstellen und gut. :love:
Diesen Sonntag wird die schon 28 :love: :wd: Wer hätte das jemals gedacht? :love: Meine Maus :love:

Wer übrigens mal Fotos von ihr sehen will, findet die hier im "Neuanfang" http://forum.zooplus.de/showthread.php?86383-Neuanfang

louni
10.07.2016, 12:57
Habe den Thread gestern zufällig gefunden und mich gleich mal registrieren lassen, weil mich das Thema auch sehr interessiert.

Ich wüsste gerne, was für Erfahrungen ihr mit Knochenzysten im Huf gemacht habt bzw. wie diese überhaupt entstehen?

Habe unzählige Artikel und Erfahrungsberichte gelesen und kann die leider noch nicht ganz auf einen Nenner bringen.

Fakt ist, es gibt viele Fälle, in denen sich Zysten wieder vollständig(!) füllen/mineralisieren.

In einem anderen Forum schreibt eine Userin, dass sie ihrem Pferd Calcitonin gespritzt und zusätzlich ein calciumreiches Mineralfutter gefüttert hat. Nach 3 Monaten (!) war die Zyste auf neuen Röntgenbildern wieder zu 95% gefüllt.

Dann gibt es noch Berichte, dass eine falsche Hufbearbeitung mit z.B zu langen Eckstreben Zysten verursachen können, da sie -vereinfacht ausgedrückt- in das Horn drücken, somit den Druck erhöhen was dann wiederum zur Folge hat, dass der Knochen sich auflöst (die Zysten sind innen nämlich "hohl").

Ich würde gerne mehr darüber erfahren (lese auch schon sehr viel in englischen Foren und englische Artikel zu dem Thema) und hoffe mich hier ein bisschen austauschen zu können, nachdem ihr schon viel Input zusammengetragen habt. In vielen (natürlich nicht allen) anderen Foren wird ja doch eher über die konventionelle Behandlung, sprich Eisen etc. diskutiert, aber nicht wodurch diese Veränderungen überhaupt erst entstehen.

Liebe Grüße :)

lammi88
11.07.2016, 16:46
:hi: Louni!

Oh, hab Deinen Post eben erst gesehen, sorry!

Calcitonin hatte ich meiner Maus auch gespritzt, aber ich habe sie nie wieder röntgen lassen, da es mir egal war, was das Röntgenbild sagt. Mir war nur wichtig, wie sie läuft. Und das kann ich auch so sehen ;) http://flexikon.doccheck.com/de/Calcitonin

Zysten entstehen wohl laut meiner Huforthopädin wirklich oftmals durch falsche Hufbearbeitung - wie so vieles :(

Meine mittlerweile 28 jährige Granddame läuft recht gut. Was uns grad eher echte Probleme macht, ist ihr Reizdarm durch die nicht mehr vorhandenen Zähne und daß sie trotzdem Heu futtern will :schmoll: Dann haben wir Durchfall und der wiederum führt eben auch zum Abbau von allen möglichen und unmöglichen Mineralstoffen :( Man siehts mittlerweile an den Hufen und auch das Immunsystem ist arg in Mitleidenschaft gezogen. Ich kämpfe seit 1 Jahr mit Strahlfäule :( Aber ansonsten ist die super drauf, tobt rum ist immer noch Cheffin im Ring und besteht auch drauf... Also kämpfen wir weiter, denn von solchen "Kleinigkeiten" lassen wir uns nicht unterkriegen ;)

louni
11.07.2016, 20:57
Hey,

eure Geschichte habe ich hier im Forum schon ein bisschen nachgelesen (also diesen Thread komplett und den zu deinen beiden Pferdchen dann nur überflogen, weil meine Augen schon ganz müde waren, vom vielen Lesen :D ).

Worauf führst Du denn den DF bzw. Reizdarm zurück? Darauf dass sie das Futter wegen der fehlenden Zähne nicht mehr so fein zermahlen kann?

Finde davon abgesehen und vor allem für ihr Alter, sieht sie aber echt super aus. :)

Deine HO arbeitet nach Biernat, oder? Strasser hat auch einige interessante Aspekte, wobei ich niemals jemanden an die Hufe lassen würde, der zu radikal arbeitet, aber da scheint (wenn man den Aussagen Glauben schenken darf) ja durchaus ein Umdenken in den letzten Jahren eingesetzt zu haben.
Weißt Du, wie das mit den Eckstreben bei Biernat und NHC gehandhabt wird? Biernat lässt sie, gaube ich, als tragendes Element stehen bzw. etwas länger, oder?


Liebe Grüße :)

lammi88
12.07.2016, 20:55
Worauf führst Du denn den DF bzw. Reizdarm zurück? Darauf dass sie das Futter wegen der fehlenden Zähne nicht mehr so fein zermahlen kann?

Finde davon abgesehen und vor allem für ihr Alter, sieht sie aber echt super aus. :)

Sie hat auf einer Seite nur noch 2 mahlende Zähne, auf der anderen doch noch 3... mehr isse nich :( Und dementsprechend sind in ihren Äppeln 3-4cm lange Heustücken... zu lang :( Aber Madame weigert sich auf Heucobs umzusteigen, besser gesagt - sie verweigert die komplett, sie WILL Heu.. Was soll ich machen? Der Durchfall geht weg, wenn die Dame sich auf Koppel und ihre Pre Alpin Senior Mischung beschränkt. Futtert sie Heu dazu hab ich wieder Kotwasser ohne Ende :( Und sie nimmt dann eben nicht zu, bzw sogar ab... Viel dünner darf sie nicht werden... mal sehen, wie ich sie jetzt im Sommer auffüttern kann... :(




Deine HO arbeitet nach Biernat, oder? Strasser hat auch einige interessante Aspekte, wobei ich niemals jemanden an die Hufe lassen würde, der zu radikal arbeitet, aber da scheint (wenn man den Aussagen Glauben schenken darf) ja durchaus ein Umdenken in den letzten Jahren eingesetzt zu haben.
Weißt Du, wie das mit den Eckstreben bei Biernat und NHC gehandhabt wird? Biernat lässt sie, gaube ich, als tragendes Element stehen bzw. etwas länger, oder?


Meine HO war von der DHGeV. Ursprung Biernat. Aber sie macht doch noch vieles anders, hält sich nicht an die Vorgaben, weil sie in der Praxis bei ihr anders besser funktionieren. ;) Ist auch nicht mehr bei der DHG gelistet ;)
Es gibt bei Strasser und bei Biernat gute Hufbearbeiter. Letztlich kommt es auf die Erfahrung derjenigen an und darauf, ob sie mitdenken oder stumpf nach Schule arbeiten. Letzteres funktioniert eben nicht bei allen Pferden. Und ich denke bei NHC wird es ähnlich sein. Da habe ich aber noch keinen Hufbearbeiter gesehen.
Meine HO kürzt die Eckstreben auch Sohlenniveau, es sei denn, die will die dazu benutzen die Wand weiter rauszuschieben, dann wird die Eckstrebe länger gelassen. Bei mir wuchern die. Ich muß alle 2 WOchen ran und kürzen, sonst überlappen die und Lamour bekommt ein Hufgeschwür. Bei Joschi gehts, da brechen die Eckstreben meist von allein auf Sohlenniveau weg :D

kathaa234
11.08.2016, 12:18
Hallo:)
mein Pony (damals gehörte sie noch nicht mir) fing letzes Jahr an im Trab zu lahmen. Sie wurde in die Klinik gebracht und es wurde festgestellt, dass sie ein Loch in der oberflächlichen Beugesehne hat. Danach hieß es erstmal nur Schritt auf hartem Boden. Im Frühjahr diese Jahre wurde die Sehne von einem Tierarzt kontrolliert und es wurde festgestellt, dass die Sehnenverletzung ausgeheilt ist. Danach fingen ihre alten Besitzer wieder an zu reiten (nur Schritt, und ein paar Meter mal im Trab). Jedoch tickte sie immer noch. Nach längerem überlegen verkauften sie sie, da sie sich nicht mehr als Schulpferd eignete. Da sie schon vor der Sehnenverletzung mein Pflegepferd war, kaufte ich sie. Das ticken war auf hartem Boden besser als auf weichem. auf hartem Boden tickte sie im langsameren/ bis mittelschnellen Trab, aber im schnellen Trab nicht. Ich dachte immer, dass sie evtl noch Schmerzen wegen ihrere Sehne hat. Nun lies ich diese Woche noch einmal den Tierarzt kommen, der im Frühjahr schon ihre Sehne kontrolliert hatte. Er diagnostizierte, dass sie lahmt aufgrund Hufrolle/Hufgelenk und höchstwahrscheinlich nicht wegen ihrere Sehne. Er meinte außerdem, dass sie Hufeisen benötigt wegen einer Fehlstellung, da sie ihre Hufe nur einseitig belastet und somit sich der Huf nicht an allen Stellen gleich abnutzt. Eigentlich bin ich kein Freund von Hufeisen, aber gut auskenne tue ich mich auch nicht... Im Moment läuft sie barfuß auf allen 4 Hufen.
Habt ihr Erfahrungen und Tipps?

lammi88
11.08.2016, 12:50
Hi Kathaa!
Hufeisen brauchen fast 90% der Pferde nicht. Bei Hufrollenpatienten ist das sogar eher kontraproduktiv, da der Hufmechanismus eingeschränkt wird. Bestes Beispiel, daß auch ein Pferd mit massisten Fehlstellungen keine Eisen braucht, ist ein Wallach, der bis im Frühjahr bei uns gestanden hat. Als ich in 2007 kennen lernte, waren seine Hufe echt gruselig gestellt. Er hat massive X- und O-Beine, kein Bein grade. War zu der Zeit ca. 10 Jahre alt und die Schmiede hatten dem Eisen verpaßt...Erfolg war: der arme Kerl trabte oder galoppierte an und lag auf der Nase. Die Hufe waren einfach falsch gestellt, der fiel über seine eigenen Hufe. :(
Meine Huforthopädin hat dem damals als erstes die Eisen abgenommen, ihn richtig gestellt (bzw auf eine später mal korrekte Hufstellung hin bearbeitet) und er lief! Im schönsten Trab über die Koppel ohne hinzuknallen. Das ist so geblieben. Er läuft sich immer noch außen schneller ab als innen, das muß die Besitzerin halt nachbearbeiten und der Huforthopäde eben öfter kommen und ihn wieder komplett zu stellen. Das Hufwachstum paßt sich dem Abrieb an und der Huf selbst wird härter. Das dauert etwas (ca. 1 Jahr), aber dann kann das Pferd ganz normal geritten werden. Und der große hat wirklich SEHR schiefe Beine.... :( Haben die Züchter schon als Fohlen nicht aufgepaßt gehabt :(

Suche Dir einen Huforthopäden der gute Bewertungen hat. Besser niemanden nach Strasser, da die für Hufrollenpatienten zu flach stellen. Biernat oder NHC oder auch DHGeV. Damit solltest Du gut fahren.
Im übrigens haben sehr viele Pferde Hufrollendeformierungen und lahmen nicht ;) Die wenigstens Tierärzte wissen da wirklich Bescheid und machen unsinnigen Quatsch wie z.B. Nervenschnitt, der nun wirklich komplett überholt ist.... :(

lammi88
01.05.2018, 10:27
Tja, lange habe ich hier nicht mehr geschrieben.
2007 war die Diagnose, am 24.4.2018 ist meine Lamour nun stolze 30 Jahre alt geworden. Sie ist altergemäß langsam, tobt aber immer noch gern mit den anderen auf der Koppel - auch tiefer gelegt wie früher :D Lahmen nur noch sehr selten, wenn sie es komplett übertrieben hat. Ansonsten genießt sie ihr Leben und auch die Party, die ich letztes Wochenende für sie zu ihren Geburtstag gegeben habe. Meine Grand Dame :love:

Ich denke, Lamour ist ein gutes Beispiel, daß auch Pferde mit massiven Hufrollenbefunden ein gutes und schönes Leben haben können, wenn man als Besitzer auf ihre Bedürfnisse eingeht und ihnen Zeit gibt, die Entzündung auszuheilen.
Gebt Euren Pferden die Zeit - sie sind es wert und geben SO viel zurück :tu:

Lamour an ihrem 30. Geburtstag

https://abload.de/img/28.04.2018lamoursparte9u9g.jpg (http://abload.de/image.php?img=28.04.2018lamour sparte9u9g.jpg)

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