PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bitte um Tipps für die Eingewöhnung von unserem Zweithund



xquadrat
12.08.2006, 18:25
Hallo,

ich habe einen 5 Jahre alten Jack Russel. Männlich und kastriert. Sehr dominant ziehmlich auf mich fixiert folgt aber wirklich gut. Besonders mir. TA ist immer erstaunt. Er war als Welpe in der Spielgruppe. Kommt auch täglich mit anderen Hunden zusammen, aber das klappt irgendwie nicht wirklich. Wenn wir im Stall sind, geht es nur wenn ich draussen, also auf dem Hof stehe. Da kann er sogar mit anderen Hunden spielen. Bin ich IM Stall, sitze z.B. auf der Bank, liegt er garantiert drunter und knurrt jeden Hund an der nur annähernd in meine Richtung kommt. Bis Feb. hatten wir noch einen Berner Sennenhund, der war eigentlich der ERsthund, der Jackie eigentlich der 2. Der Berner ist aber eingeschläfert worden (Herzinfarkt, bei uns im Reitstall). Der Jackie war aber immer der Chef. Seither wurde er 2x von größeren Hunden angefallen, aber nichts passiert. Er ist außerdem ein Raufbold, seine Spiele werden immer recht wild. Kann aber auf meinen Befehl hin sofort aufhören.
Nun hat meine Tochter sich einen Welpen gewünscht (der "Große" fehlt halt)
Diesen hat sie bekommen. Ein 7 Wochen alter Spitzmischling. Allerdings ein Rüde (müsste wohl auch kastriert werden). Der Kleine wird im Haus von unserem Jackie nicht sehr beachtet (den Hamster findet er viel wichtiger). In die Nähe seines Körbchens darf das Baby nicht, da wird heftig geknurrt und gedroht! O.k. das muss er lernen. Im Stall war es aber dasselbe wie mit fremden Hunden: Ich saß auf dem Bänkchen, der Jackie dabei. Baby kommt und wird angeknurrt. In dieser Situation weiß ich nicht wie ich mich verhalten soll: Ignorieren, den "Alten" loben, oder NEIN? Andersrum war´s kein Problem: Jackie war zwischendurch auf Mäusejagd, der Kleine saß unter der Bank hat geschlafen. Jackie kommt und schaut den Kleinen nicht mal an. Alles o.k.

Kann mir jemand helfen wie ich reagieren muss? Klar weiß ich das die Rangordnung sicher öfters geregelt werden muss. Der Ersthund wird auch genauso beachtet wie bisher. Das ist ja klar. Aber wenn er den Kleinen sooo bitterböse anmacht.......möchte halt nichts riskieren! Erst gestern musste ich ihn von einem Hund (Riesenkalb) im STall trennen, da dieser wohl auf unseren von hinten draufsprang (wollte wohl spielen) unserer hat das als Angriff gesehen......und die Keilerei war im Gange! Das Kalb ist übrigens ein Dobermann-Rottweilermix und absolut hyperaktiv. Der sitzt nnnniiiiiiieeeeeeee still. Jeder im Stall verdreht die Augen wenn er ankommt! Das Tier rennt und rennt und rennt....!

Trotzdem: wer kann mir mal Tipps geben? Danke Euch!

xquadrat

Juni
25.08.2006, 17:25
Hallo Xquadrat,

was du beschreibst, ist ein echter Terrier: Selbstbewusst, dominant gegen andere Hunde, raubzeugscharf (Hamster) und primär auf eine Person bezogen. Dass er gut im Gehorsam steht, dürfte dich allerdings von der Mehrzahl aller Terrierbesitzer unterscheiden :floet: .

Dieses Verhalten wird er nicht ablegen. D.h. dass er gegenüber dem neuen Hund der Chef bleiben wird, und ich denke, du tust gut daran, wenn du das unterstützt. Auch wenn seine Attacken öfter mal heftig erscheinen mögen: Solange er den Welpen nicht ernsthaft verletzt, bleib gelassen und lass die beiden das regeln. Da auch die Spitze nicht unbedingt zu den unterordnungswilligsten Hunden gehören, solltest du den Gedanken an eine Kastration des Nachwuchses zumindest im Hinterkopf behalten. Es ist aber gut möglich, dass der Junghund sich von Anfang an bereitwillig unter das Regime des Terriers stellt, dann muss die Kastration nicht sein.

Schöne Grüße,
Juni