PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund will zu allem und jedem



LabbiSunny
12.10.2002, 19:42
Hi!

Ich habe folgendes Problem:
Meine 6 Monate junge Labrador Hündin will immer zu allen Menschen hinlaufen.
Gibt es ein Möglichkeit dieses etwas einzudämmen?
Sie ist zwar noch jung, aber es muss ja nicht sein das sie überall hin möchte.

Gruß
Yvonne

Maggie_HH
13.10.2002, 09:13
ich denke, dass viele Labradorbesitzer das gleiche Problem haben wie du! :D Denn das ist nämlich typisch für Labis (es gibt natürlich auch Ausnahmen).
Tja....ich denke es würde mit einer Schleppleine funktionieren, so kannst du sie auch aus der Entfernung kontrollieren. Wenn sie aber schon sehr gut auf dich hört, kannst du es ja ohne Schleppleine versuchen. Ich würde ihr das Wort HALT (oder warte....was auch immer) beibringen. Wenn euch ein Mensch entgegenkommt, sagst du dann das Wort und sie muss stehenbleiben oder sich hinsetzen. Kennt sie das Wort schon??? Wenn nicht dann kannst du es ihr so beibringen: Du gehst mit ihr los und zeigst ihr im Laufen ein Leckerchen....sie will es natürlich (schließlich ist sie ein LABI!!!!!;) ) Wenn sie dann neben dir hergeht und an deine Hand stubst, dann zieh das Leckerchen im Laufen über ihren Kopf hinweg (wie beim sitz-üben) und sie wird sich hinsetzen in dem Moment sagst du dann Halt oder Warte..., das machst du solange bis sie verstanden hat, dass sie bei halt aus dem laufen sitz machen soll! Dann fängst du an zu üben, natürlich noch nicht bei menschen, also OHNE Ablenkung, dann steigerst du die Ablenkung. Diese Methode dauert wahrscheinlich eine Weile, aber nur Geduld! :D Wenn sie dann das Halt immer macht, nur nicht bei Menschen, also trotzdem hinläuft (also aus dem sitz wieder aufsteht), dann würde ich dir empfehlen, die Schleppleine für das Halt zu benutzen, denn dann kannst du sofort eingreifen (auch aus entfernung).

Juliane

cheroks
13.10.2002, 11:07
Hallo Yvonne,
im grunde musst du die Leute davon überzeugen, deinen Hund nicht zu beachten. Wenn sie keinen Erfolg mit ihren Beschwichtigungsversuchen hat, wird sie es bald lassen. Bitte die Leute, sie sollen sie nicht beachten, sie nicht ansehen und möglichst weitergehen. Dann erledigt sich das Problem von allein:)
LG

Dagi
13.10.2002, 12:08
Leider reagieren die Menschen darauf mit absolutem Unverständnis!!! Da wird man richtig angepöbelt.

Wir haben dieses Problem nämlich auch und sind heftig am üben. Ich ärgere mich dabei so über diese "tollen" Hundekenner, die meinen, ich tue damit dem Hund was "böses" an. Da muß man echt starke Nerven haben. Besonders schlimm sind bei uns die Kinder aus der Nachbarschaft. Die beugen sich immer so stark über Amy rüber, daß sie natürlich immer hochspringen will, bzw. am liebsten natürlich das Gesicht lecken will. Ich habe denen das so oft immer wieder erklärt, denn der Hund SOLL ja Kontakte zu Kindern haben, da wir selber keine haben - aber nicht SO. Und der eine Junge fing jetzt an, das mit Absicht zu machen (Gesicht hinhalten). Da habe ich erst mal ein Machtwort gesprochen, und ihm erklärt, daß das nicht nur mir gegenüber absolut gemein ist (weil die Erziehungsversuche damit natürlich noch länger dauern) sondern das es noch gemeiner dem Hund gegenüber ist, ihn auch noch dazu zu animieren. Da hat der aber nix mehr gesagt. Dafür ein oberschlauer 6-jähriger, dem ich das auch schon so oft gesagt habe. Ich habe ihn dann gefragt, ob er das auch so machen würde, wenn sie ein Schäferhund wäre. Nein, dann natürlich nicht. Und auch den Erwachsenen muß man klar machen, daß es vielleicht nicht so schlimm ist, wenn sie angesprungen werden (mal ganz davon ab, daß ich es einfach nicht will!), aber wie reagieren sie, wenn der Hund zu einem Kind läuft, das gerade mal laufen kann? Dann ist es der BÖSE Hund, und keiner denkt mehr daran, daß alle dazu beigetragen haben, daß der Hund anspringt!

Auf Besitzer mit größeren Rassen wird da eher gehört. Ich höre immer nur wieder: aber die Kleine ist doch sooo niedlich, und guck mal, wie die sich freut, die WILL das doch.

Ne, ne, das ist echt ein ständiges Ärgernis. Ich habe ja die Verantwortung für den Hund, nicht irgendwelche anderen Menschen! Da hilft dann nur noch einfach weiter zu gehen.

Mit Ausnahme der anderen Hundebesitzer habe ich in vier Monaten leider nur eine Familie getroffen, denen meine Erklärungen einleuchtend waren, und die sich dann entsprechend verhalten haben.

Dagi

LabbiSunny
13.10.2002, 12:41
Hallo zusammen!

Danke erstmal für die vielen Tips und Antworten!
Ich kenn das auch alles! Es gibt sogar Leute aus der Nachbarschaft da hab ich manchmal das Gefühlt die würden sich zu Sunny mit auf dem Boden legen zur Begrüßung
:D

Und das ist auch das Problem, es kommen Kommentare wie: " Lassen sie doch die kleine, die will uns doch begrüßen.." oder Sie quatschen Sunny an, und gehen dabei noch schön in die Hocke.. immer dasselbe!

@ Maggie_HH (Juliane)
Also, das mit dem hinsetzen wenn jmd. uns entgegenkommt, macht Sunny von ganz allein, halt ein Labbi:D
Mit "Halt "und "Warte" ist ja ne gute Idee, aber ich möchte auch einfach das man mit ihr einigermaßen vorbei gehen kann.

Danke erstmal, Aber ich weiß immernoch nicht genau wie ich das mache :D :confused: :D :confused: :D

Ciao
Yvonne

Ivonne
13.10.2002, 12:57
Mahlzeit zusammen,

mal ganz grundsätzlich:
Wenn ich irgendwo da laufe, wo mir Leute begegnen können (wo auch immer das jetzt ist) und mein Hund hört nicht aufs Wort, gehört er an die Leine, ganz einfach.
Natürlich reagiert der Großteil der Menschen mit Unmut, wenn sie einfach so von einem Hund begrüßt, angesprungen oder sonstwas werden. Soetwas gehört sich nicht, mal abgesehen von dem Teil, der wirklich Angst vor Hunden hat.

Und ich kann nicht meinen Hund freilaufen lassen und den Leuten zurufen: Bitte ignorieren sie meinen Hund, der lernt das grad. Das geht wohl ein bißchen zu weit, weil diese Leute rein garnichts mit der Erziehung zu tun haben.

@Dagi
ich kann Deinen Standpunkt einerseits nachvollziehen, wenn Du sagst, das die Kinder Deine Erziehung untergraben. Dann breche den Kontakt ab und übe ganz gezielt mit Kindern, die dieses "Problem" verstehen und sich Deinen Anweisungen entsprechend verhalten können.


aber wie reagieren sie, wenn der Hund zu einem Kind läuft, das gerade mal laufen kann? Dann ist es der BÖSE Hund, und keiner denkt mehr daran, daß alle dazu beigetragen haben, daß der Hund anspringt!

Aber DAS kann ich wirklich nicht unterschreiben. Wenn Dein Hund zu einem Kind läuft, liegt es ganz allein bei Dir, dies zu unterbinden oder zu kontrollieren. Und Du kannst ganz gewiß nicht andere dafür verantwortlich machen, "das sie dazu beigetragen haben", das Dein Hund nicht hört.
Dann muß Dein Hund solang an die Leine, bis er hört. Wenn mir Mütter mit Kleinkindern und Kinderwagen entgegenkommen und ich erkenne schon von weitem, das sie anfangen, ihre Kinder einzusammeln, dann kommt Mickey an die Leine. Einfach, weil ich das Gefühl hab, das sie wohl auch Angst haben.

Ich habe es an andere Stelle schon mal betont:
Als Hundehalter habe ich den Nicht-Hundehaltern eine Verantwortung gegenüber. Und zwar die, das sich mein Hund einwandfrei benehmen kann und ich ihn 100%ig unter Kontrolle habe.
Und erst wenn dieses "Klassenziel" erreicht ist, kann ich auf Verständnis und Interesse von Nicht-Hundehaltern hoffen.

Ivonne
13.10.2002, 13:02
Hallo Yvonne,

zu Deinem Problem:
Ich denke, Du hast Deinem Hund noch nicht klarmachen können, das Du der Mittelpunkt seines Lebens bist.
Das heißt, ein "hier" von Dir reicht nicht aus, um ihn davon abzuhalten, zu anderen Leute hinzulaufen.
Schlußfolgerung daraus wäre, ihm erstmal ein ordentliches "hier" beizubringen.

Wie hast Du das bis jetzt gemacht?

LabbiSunny
13.10.2002, 13:17
Meine Sunny kann "Sitz", "Platz", "hört auf "Komm", "Hier","Aus","Nein".

Es geht auch nicht darum, das ich sie an der Strasse ohne Leine laufen lasse. Da hast du schon recht, das man einen Hund der nicht 100% hört, auch erstmal nicht laufen lassen soll, bis er es gelernt hat! Ich hab sie an der Leine, es gehen Leute auf der anderen Straßenseite oder es kommen Leute vorbei. Sie zieht dann total und will immer hin.
Sie hört gut für 6 Monate, nur wenn sie abgelenkt ist, dann klappt das manchmal nicht so. Vorallem wenn sie mit anderen spielt. Aber das ist ja noch normal in dem Alter.

Ciao
Yvonne

Dagi
13.10.2002, 13:29
Hallo,

habe ich irgendwo erwähnt, daß der Hund ABGELEINT ist?
Nein, nein, ich meinte AN DER LEINE! Z.B. auf dem Bürgersteig, wenn wir gerade Richtung Wald unterwegs sind. Da geht man ja zwangsläufig mal an anderen Leuten vorbei. Nun lasse ich Amy "sitz" machen (wenn z.B. Frau mit Kinderwagen kommt und ich schon merke, sie wird zappelig), da ich weiß, daß sie gerne an anderen Leuten hochspringen will. Ich will die anderen Leute also vorbeigehen lassen. Und nun gibt es drei Varianten:

1. die Leute gehen tatsächlich vorbei (gaaaanz selten)
2. Sie bleiben stehen und sprechen nicht mich, sondern sofort den Hund an ("Gutschi, gutschi, ach Du bist aber eine gaaaanz süße, mit hoher Stimme und beugen sich über den Hund)
3. Wir gehen vorüber, alles ok, und ich bin gerade vorbei, da wendet der andere den Kopf, und macht Laute zur Aufmerksamkeitserregung des Hunde (diese Methode ist besonders ätzend!)

Zu den Kindern:
Direkt vor unserem Haus (3-er Kette von Häusern a 6 Wohnungen) ist direkt eine riesige Spielwiese samt Sandkiste etc. Die gesamte Nachbarschaft (Mütter + Kinder) hält sich hier auf, was ca. 15 Kinder (Alter 1-10 Jahre) und meistens 6 Erwachsene umfaßt. Seit wir Amy haben, stürzen sofort alle auf einmal auf uns zu. Hund dreht durch bei dieser vielen Aufmerksamkeit. Das hat zwar etwas nachgelassen, seit sie nicht mehr Welpe ist, neueste Variante ist aber, daß sie dann, wenn ich also froh bin, daß wir zügig losmarschieren können, "Amy Amy" rufen aus der Entfernung und des Hundes Aufmerksamkeit also erst mal auf das gerichtet ist, was da so in 20 m Entfernung passiert. Dann will sie natürlich gerne da hin, und ich bin der Sielverderber!

Wie gesagt: alles natürlich angeleint!!!

Und ich bin mir natürlich bewußt der Verantwortung gegenüber den Nicht-Hundehaltern! Gerade deswegen ärgert es mich eben, daß sie mit Verständnislosigkeit auf meine Erziehung reagieren.

Und deswegen sprach ich hier auch von "ihrem Beitrag" dazu, daß der Hund also ABSICHTLICH, entgegen meinen Anweisungen im Prinzip verwirrt wird.
Der Hund soll ja von mir lernen, daß ich das nicht erlaube. Aber plötzlich sind da ja doch Leute, die das erlauben!?

Sie ist ja auch erst 5 Monate alt, aber ich wollte halt von Anfang an dagegen einwirken, daß sie es sich überhaupt erst gar nicht richtig angewöhnt, bzw. schnell merkt, daß das zu keinem Erfolg führt.
Aber das geht manchmal so schnell in Bruchteilen von Sekunden (wenn man an anderen vorübergeht), daß die sich schon runtergebeugt haben, ehe ich was sagen kann.

Ich habe mich gerade vorgestern darüber mit meiner Mutter unterhalten. In unserer Familie wurde sie von Anfang an nicht beachtet, wenn sie hochsprang. Zuerst wurden alle anderen Menschen begrüßt, bis dahin saß sie dann brav und wartete. Erst dann kam sie dran. An uns springt sie also nicht mehr hoch, bzw. nur gaaaanz selten, und dann verfahren wir eben auch weiterhin so wie gewohnt!
Woher also dieses an anderen Leuten hochspringen? Ich habe da nur eine Vermutung: sie wird von uns ja möglichst "hundlich" gehalten (weil ich sie nicht vermenschlichen will) , d.h. sie ist NICHT der Mittelpunkt, um den sich alles dreht, sie bestimmt NICHT, wann was gemacht wird etc.
Nun ist es eben bei Spaziergängern anders. Dort hat sie erlebt, daß sie in dem Moment MITTELPUNKT ist. Die freuen sich ja so sehr über sie. In dem Moment wird also etwas geboten, was sie ja zuhause nicht erlebt, was aber evtl. vom Hund gerne angenommen wird, sobald es sich bietet?

Naja, wie auch immer, es liegt eben in dem Punkt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Nur kann und will ich sie ja nicht von allen Menschen/Kindern isolieren. Und den Kontakt abbrechen? Da sehe ich ziemlich schwarz, da es fast unmöglich ist, sie fern zu halten. Ich kann die ja schlecht "anschnauzen". Denn selbst wenn ich denen z.B. gesagt habe, wir haben jetzt keine Zeit, oder Amy muß jetzt erst mal ihr Häufchen machen (da sie es ja als Welpe dann gern mal vergessen hat, wenn da so viel los war) - die sind nicht weggegangen, die haben uns z.T. richtig verfolgt, oder haben gepfiffen und gerufen, sind mit dem Fahrrad mitgefahren, nur um IRGENDWIE die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken. Da war/bin ich manchmal richtig fertig!

Tja, irgendwie müssen wir da durch...

Tiggerbaby
13.10.2002, 15:29
Hallo Dagi,

als NICHT-Hundehalter, und ich denke es geht den meisten so, war mir bisher nicht bewusst, daß man den Hund ignorieren sollte, wenn er an einem hochspringen will und er das nicht soll. Allerdings hat mir bisher auch keiner der Hundehalter gesagt, daß er den Hunde erziehen und dieses hochspringen nicht will. Da hieß es eher: Nein xxxxx, Du sollst nicht an den Herren hochspringen. Lass das !

Ich persönlich habe in der Regel nichts gegen Hunde die an einem hochspringen wollen, aber ich werde künftig darauf achten den Hunde ggf. zu ignorieren - sollte er in Ausbildung / Erziehung sein.

Kinder können manchmal unmöglich sein. Nicht jede Familie hat ein Hund oder eine Katze und so sind für diese Kinder die Tiere etwas besonderes. Von daher kann ich die Kidz verstehen das Sie auf Amy zugehen und Sie streicheln und knuddeln wollen. Das sie aber die Erziehung stören und Amy hinterher rufen ist nicht in Ordnung. Da hilft nur ignorieren und weitergehen. Wenn die Kidz keine Aufmerksamkeit bekommen, dann wird dies sehr schnell langweilig und sie lassen davon ab. (dauert eine Weile)

Ich wünsch Euch beiden, Dagi und Yvonne, viel Erfolg !

Gruß
Martin

LabbiSunny
13.10.2002, 16:14
Also, das alles hat mich jetzt nicht viel weiter gebracht.
Bin ja seit gestern erst NEU hier und habe das Gefühl das wir ein bisschen OffTopic werden. Jeder macht es nunmal anders und jeder erzielt anderen Erfolg oder Mißerfolg damit!

Hat denn jmd. einen konkreteren Tip(s)?

Bis jetzt haben wir immer Sunny wenn sie gesprungen ist , runtergedrückt. Und haben immer gesagt: "Nein, Sunny nicht springen.." war ein Tip von einer Freundin.Bei ihr hats nach Wochen geklappt.

Und zu dem Thema " Will immer nach anderen Leuten.." bin ich fraglos. Wenn wir durch die Straßen laufen, versuche ich immer so weit wie es geht mit ihr weiter zu gehen.

Ciao
Yvonne
:confused: :confused:

Jacky77
13.10.2002, 18:12
Hallo Yvonne!

ich kenne das Problem. Mein Jack wollte am Anfang auch zu jedem Menschen und ihn begrüßen :-).
Versuche ihn doch in solchen Momenten mit seinem Lieblingsspielzeug, z. B. einem Quietschie abzulenken, so dass er sich auf Dich konzentriert. Und immer schön loben, wenn er Dich anguckt!!

Du könntest ihm auch ein Kommando wie "Watch me" beibringen, so dass er Dich anschauen soll. Das geht auch gut mit dem Clicker!

Ich hoffe es war ein Tip dabei!

Liebe Grüße,
Dani

Cockerfreundin
13.10.2002, 18:56
Hallihallo!

Basti wurde anfangs auch von kreischenden Nachbarschaftskindern mit Rollern und ähnlichem verfolgt und von fuchtelnden Patschhänden begrabscht. Hat ihn natürlich so aufgeregt, dass er gar nicht mehr wußte, wo er denn nun hinspringen soll.

Ich hab dann zwei, dreimal ganz energisch eingegriffen und mir das von den Gören verbeten - auch auf die Gefahr hin, dass die Rotznasen zuhause flennend erzählen: "Mama, ich darf NIEEE den Basti streicheln". Aber nur so konnte ich in dieser Situation a) meinen aufgeregten welpen schützen und b) ihn überhaupt für MEINE Erziehung aufmerksam machen.

Grundsatz war und ist: fremde Menschen (Erwachsene und Kinder) werden NIEMALS angesprungen. da geht Hund vorüber oder er macht Sitz + Bleib (wird übrigens in jeder guten Hundeschule auch geübt in der Gruppe). Bei jeden kleinsten Anlaß hab ich SOFORT sehr deutlich "Nein" gesagt, den Hund ins Sitz gelotst bzw. einfach beide Arme seitlich nach unten gehalten (etwas abgespreizt).

Zuhause und bei Freunden, die nichts dagegen haben, bin ich da etwas inkonsequenter. Da ich selbst nichts dagegen habe und ich kaum einen cocker kenne, der nicht springt, um zu Mamas Mundwinkel zu gelangen ;) , habe ich das da immer etwas lockerer gehalten. Im Gegenteil: meistens knie ich mich hin bei der Begrüßung. da darf dann erst mal geschleckt werden :D :D

Ist aber Ansichtssache, ich weiß!!
Aber Basti kann das inzwischen ganz gut trennen und springt Fremde nicht mehr an.

Grüße von
Annette + Basti :)

Ivonne
13.10.2002, 19:41
Nabend,

@Yvonne
Wenn Dein Hund auf "Hier" hört, dann baue das an der Leine weiter aus mit "Bleib hier" "Fuß" oder "Hier Fuß", ganz klar erstmal ohne Ablenkung.
Ich persönlich würde den Hund, wenn er an der Leine zieht, um zu anderen hinzukommen, nicht mit irgendwas ablenken oder ins Sitz schicken, denn damit bekommt der Hund meiner Meinung nach den Eindruck: Also irgendwas scheint da ja zu sein, wenn Frauchen jetzt hier den Hermann macht.
Stumpf weitergehen und ignorieren, damit der Hund begreift: Frauchen meint es ist alles ok, also glaube ich ihr. Klappt natürlich nur, wenn - wie vorher geschrieben - Du der Mittelpunkt bist.

Zum Anspringen: Wegdrehen und ignorieren.

@Dagi
Ich kann Dich ja verstehen in puncto Kinder und "Ach-is-die-aber-süß-Leute", hab ich ja auch nicht anders geschrieben.
Nur kam da Deine Äußerung "andere sind verantwortlich, wenns nicht klappt" etwas mißverständlich rüber.

Klar begegnen mir auch solche Leute und auch Kinder. Die Kinder, die den Hund ungefragt anfassen oder auch im Vorbeigehen mal drüberstreichen kriegen von mir sofort einen Anranzer. Manchmal sind sogar welche dabei, die mich ganz verdattert ansehen und fragen, warum das nun so schlimm war. Die sind mir natürlich am liebsten und ich erkläre es.

Bevor jetzt wieder welche aufschreien, warum ich denn die Kinder anmache: Es kann auch mal ein verantwortungsloser Halter sein, mit einem Hund, der vielleicht überhaupt nicht auf Kinder steht und schwups, ist der Skandal wieder da.

Mickey läßt sowas übrigens völlig kalt und er zeigt sich unbeeindruckt. Erst wenn von mir die entsprechende Erlaubnis kommt, nimmt er Kontakt auf, wenn er denn will.

Schönen Rest-Sonntag

Dagi
13.10.2002, 19:45
@ Tiggerbaby

Hallo Martin,

ich habe ja auch Verständnis für die Kinder, so ist das ja nicht! Und ich war ja am Anfang auch sehr erfreut über ihre Präsenz, damit Amy in ihrer Sozialisierungsphase Kontakt zu Kindern hat. Da hätte ich vielleicht von Anfang an ein paar Regeln klar machen sollen. Mein Fehler. Mit zwei Kindern aus dem Haus klappt das auch super. Aber mit den anderen...
Ich sage den Leuten übrigens IMMER, daß ich nicht möchte, daß der Hund anspringt. Aber wie gesagt: die meisten reagieren da mit Unverständnis. Aber das liegt eben daran, daß es von den Leuten bei einem Dackel eben als nicht so schlimm empfunden wird. Hätte ich z.B. einen Schäferhund, würden sie es GARANTIERT nicht mehr wollen.
Aber leider ist die Meinung, daß kleine Hunde nicht erzogen werden brauchen immer noch weit verbreitet. Das hören wir immer wieder. Und erleben das ja auch ständig, daß die kleinen Hunde nicht erzogen werden...

@ Annette

Und in welchem Alter hat Basti dann aufgehört an Leuten hochzuspringen (jetzt mal mit Ausnahme von denjenigen, bei denen er es darf)?

Leider muß ich sagen, daß Amy auch so ein "Schlüsselerlebnis" hatte, als sie gerade zu uns kam. Wir hatten einen Termin und brachten Amy für ca. 1,5 Stunden zu unseren Freunden, die ja auch einen Hund haben. Und ein 2-jähriges Kind, das nicht ganz unproblematisch ist, aber lieb zu Tieren. Als wir wiederkamen, sagte meine Freundin nur: Guck mal, unser Kind hat seinen "Meister" gefunden: voller Entsetzen sah ich nun, daß der Junge sich hinhockte, Amy wie wild an ihm rumsprang, vor allen ins Gesicht, und alle lachten. Ich war total sauer, und habe sie gefragt, warum sie das nicht SOFORT unterbunden hat. "Ist doch nicht schlimm, das Kind lacht doch" war die Antwort. Ich fand das überhaupt nicht witzig.

Annette, meinst Du, das sich ihr dieses eine Erlebnis so stark eingeprägt hat?

Grüße von Dagi

LabbiSunny
14.10.2002, 00:22
Danke Danke Danke!

Das hört sich doch jetzt mal besser an. Aber ich bin für jeden weiteren Tip sehr dankbar.

Das mit dem Springen: Ignorieren und wegdrehen, machen wir auch. Oder es wird "Nein" gesagt und drücken sie( nicht böshaft) runter!
Und bei dem anderen Problem: Leine ziehen und alle begrüßen, das müssen wir jetzt mal testen was funktz!

Danke!

Gruß
Yvonne

cheroks
14.10.2002, 10:23
Hallo Yvonne,
dein Hund "begrüßt" die Leute ja nicht im menschlichen Sinne, sondern sie versucht die Menschen zu beschwichtigen.sie wedelt, springt, macht sich klein, dreht sich und fällt irgendwann auf den Rücken und ergibt sicht. Reagiert man in irgend einer Weise darauf, egal ob fröhlich oder ärgerlich, wird der Hund nur noch mehr Beschwichtigungssignale aussenden und es wird schlimmer. Wenn du sie dann mit einem Nein runterdrückst, wird sie sicher verwirrt und enthäuscht sein, denn anscheinend sind ihre Signale ja nicht angekommen, du reagierst ja ärgerlich, bzw. für einen Hund aggressiv obwohl sie dich ja besänftigen wollte(auch wenn du als Mensch das so nicht siehst)
Beobachte deinen Hund mal wie er auf andere Hunde zu geht und beobachte dann, wie ein anderer Hund darauf reagiert.
Zu diesem Thema kann ich dir auch mal das Buch von Turid Rugaas empfehlen, Calming Signals! Es ist nicht gut, seinem Hund diese Art von Kommunikation zu untersagen, denn es ist die Sprache des Hundes. Das sinnvollste ist meiner Meinung, die Leute zu bitten einfach weiter zu gehen, oder selbst vor zu laufen. Rennt sie auf einen Menschen zu, ruf sie einmal und Lauf davon. Das hat bei meiner immer sehr gut geklappt. Sie soll ihr Verhalten ja nicht aufgeben, aber es sollte sich in einem gesunden Rahmen halten. Ich würde ein "normales" Verhalten nicht als Problem ansehen, sondern es ins Leere laufen lassen, das ist die sicherste Methode es in den Griff zu bekommen bei einem 6 monatigen Hund. Reagiert niemand auf ihr Verhalten, braucht sie es auch nicht mehr einzusetzten, je mehr Beachtung sie erhält, desto mehr wird sie es ausbauen.
LG

Cockerfreundin
14.10.2002, 19:30
@ Dagi

Zitat
__________

Und in welchem Alter hat Basti dann aufgehört an Leuten hochzuspringen (jetzt mal mit Ausnahme von denjenigen, bei denen er es darf)?
__________

Also - an Wildfremden, die uns auf Spaziergängen begegnet sind, ist er eigentlich nie hochgesprungen (zum Glück). Ich habe in dieser hinsicht also nie erzieherisch einwirken müssen und es auch tunlichst gelassen. Schließlich muß ich ihn ja nicht auf irgend etwas aufmerksam machen, was für ihn gar kein Thema ist.

An Kindern, die ihm keine Aufmerksamkeit geschenkt haben, ist Basti EINMAL hochgesprungen, um dem einen Jungen den Ball zu klauen (so mit 6 Monaten ca. war das). Da ich nahe dabei stand, hab ich mir das Kerlchen (den hund, nicht das Kind) SOFORT geschnappt und ihm eine Ohrfeige versetzt. Kam ganz aus dem Bauch heraus und war auch die einzige bisher - hat aber gewirkt. Anschließend brauchte ich, wenn spielende Kinder in sichtweite waren, nur noch "NEIN" zu sagen.

Das Hochspringenwollen an bekannten Menschen, die uns entgegenkommen, wenn Fiffi angeleint ist, hat im Laufe der letzten Monate nachgelassen.

Was nach wie vor ein Problem (?) ist, ist der Versuch, an guten bekannten z.B. auf der Hundewiese hochzuspringen, um ein Leckerchen zu bekommen. Er geht dann zwar ins "Sitz", wenn diejenige sagt: "Basti, sitz!" , aber der Impuls ist immer noch da.

@ Cheroks
Ist DIESES Hochspringen wirklich eine beschwichtigungsgeste oder ist es nicht ganz einfach erlernte Verfressenheit???

Rätselnde Grüße von
Annette + Basti :)

cheroks
15.10.2002, 10:25
Hallo Annette,
bei jungen Hunden und Welpen ist dieses Anspringen ja ein Teil der Begrüßung und eine Aufforderung an die Mutter, Futter heraufzuwürgen. Da es ja letztendlich bei einem Menschen die gleiche Wirkung erzielt, nämlich Futter heraus zu holen, kann ich mir gut vorstellen, dass Hunde dieses Verhalten nicht mit zunehmenden Alter ablegen, da es ja Erfolg bringt.
Ich denke es ist ein ausgeweitetes Beschwichtigungsritual, mit dem Ziel Futter zu bekommen. Zu mindest war es so bei Pauline. Ich habe die Leute im Park gebeten ihr NICHTS zu geben. Seit dem springt sie nicht mehr an ihnen hoch.
LG Tina

Cockerfreundin
15.10.2002, 18:54
Hallo, Tina!

Ja, das könnte passen als Erklärung: Basti springt tatsächlich NUR an Personen hoch, von denen er irgendwann mal ein Leckerli bekommen hat oder immer noch bekommt bzw. wo er weiß, dass die welche dabei haben - dieses kleine verfressene Monster :D :D :D .

Bei anderen Leuten springt er nicht. Und auch nicht, wenn er erfährt, dass jemand mal ne Zeit lang nix dabei hat. Aber unsere nachmittägliche Hundewiese ist halt voll von Menschen, die Leckerlis in den Taschen haben. da kann Hund sich so richtig schön durchschnorren: von Bonzo, über Schmackos bis zum Frolic.

Aber - wie ist das mit dem Kriechen?? Hatte vor einigen Monaten die frage schon mal gestellt. Ist das auch eine Beschwichtigungsgeste?? Wenn ja, wem gegenüber und wie reagieren??

Mir ist aufgefallen, dass Basti in Situationen, in denen er sich unsicher/ unwohl fühlt, immer auf dem Boden herumrobbt. Zum Beispiel, wenn mehrere Hunde relativ nah aufeinander "hocken", weil wir Menschen uns unterhalten. Er hat gelernt (und das akzeptiert er auch), dass er sich nicht ohne meine Erlaubnis außer Sichtweite begeben darf. Würde er aber gerne, und schon ist der Konflikt da. Beschwichtigung???

Robbende Grüße von
Annette + Basti :)

cheroks
15.10.2002, 19:29
Hallo Annette,
ich kann mir das Kriechen nicht so richtig vorstellen. Macht er noch mehr beim kriechen? Wenn du nichts sagst, wo robbt er hin? Achtet er dabei auf dich? Macht er irgendwelche Übersprungshandlungen?
LG

Cockerfreundin
15.10.2002, 19:40
Hallo, Tina!

Er kriecht im Kreis herum und schaut dabei schon mich an. Sonst macht er nix und irgendwann hört er dann auch auf und legt oder setzt sich ein Stückel seitab oder direkt vor meine Füße - je nach dem.

Übersprungshandlungen?? Nö, eher nicht.

Grüße von
Annette

cheroks
16.10.2002, 10:31
Hallo Annette,
also wenn er dich dabei im Auge hat, dann gilt es bestimmt dir.
Vielleicht ist ihm ein Hund oder Mensch zu nah und er robbt "unaufällig" weg, dich dabei beschwichtigend, denn einerseits hat er ja den Auftrag bekommen liegen zu bleiben, andererseits ist es ihm aber auch unangenehm.
Im Grunde sollte man ja gar nicht auf das beschwichtigen reagieren, damit der Hund das Gefühl hat, es ist angekommen. Solange Basti nicht robbt und dann aufsteht und weg läuft, würde ich darüber hinweg sehen.
Vielleicht will er aber auch nur deine Aufmerksamkeit erregen um dir zu zeigen "langweilig"!?!
Andererseits, wenn er sich robbend im Kreis bewegt, zeigt er dir ja auch deutlich die ungeschützte Seite. Du kannst ja mal darauf achten, ob er das macht, wenn du die Hände in die Seiten stemmst, lachst oder gestikulierst, oder sich das Gespräch um ihn dreht. Dann versucht Pauline zu beschwichtigen, sie mag nicht so gern im Mittelpunkt stehen. Sie robbt zwar nicht, dreht aber eine Runde zwischen den umherstehenden Menschen und leckt einmal kurz an jedem Knie! Geht man dann darauf ein und streichelt sie, wird es schlimmer und sie versucht dann auch hoch zu springen. Läßt man sie einmal das Knie schlapfen, legt sie sich gleich danach wieder hin und alles ist gut.
LG Tina (etwa ratlos) :rolleyes:

igelchen
16.10.2002, 17:11
Hallo Annette!

Ich glaube, ich weiß was Du mit Kriechen meinst.
Bei uns wohnt in der Nachbarschaft eine Riesenschnauzer-Retrievermix-Hündin, die das auch macht. Nikki büxt gerne mal zuhause aus und kommt dann zu uns in den Garten. Wenn sie auf mich zurennt und ich sie ansehe, wird sie immer kleiner, bis sie mitm Bauch aufm Boden bei mir ankommt und dann schwanzwedelnd um mich herum kriecht.
Ich habe dieses Verhalten auch schon an Nikki und meinen Hunden beobachtet, wenn sie einen kleineren, aber ranghöheren Hund treffen, z.B. 'nen Dackel. Sie machen sich dann total klein, wedeln ununterbrochen mit dem Schwanz und versuchen, dem anderen von unten die Schnauze zu lecken.
In diesen Situationen ist es ganz klar als Beschwichtigungsverhalten zu erkennen. Was Basti damit ausdrücken möchte, ist mir aber trotzdem nicht klar...

Viele Grüße
Igelchen

Cockerfreundin
16.10.2002, 19:07
... Bastis Kriechen, aber schon mal danke für euer Miträtseln, Tina und Igelchen :) :) :)

Ich beobachte das Verhalten, das nach der Kastration übrigens schlagartig zugenommen hat, nun ja schon einige Zeit und stelle als gemeinsame Größe in den verschiedenen Situationen nur fest:

Basti kriecht, wenn er sich (warum auch immer) in der Situation unwohl bzw. unsicher fühlt. Meist ist das, wenn mehrere Hunde "auf einem Haufen" sind und nicht gemeinsam gelaufen wird.

Wenn niemand sein Kriechen beachtet (z.B. auch keiner der anderen Hunde zu ihm geht), hört er damit auf.

Mir ist halt nicht klar, WEN er denn nun beschwichtigen will - die anderen Hunde? Mich? Sich selbst???

Na ja, ich werde es mal weiter beobachten. Vielleicht legt es sich ja auch wieder.

Jedenfalls hat er sich durch diese Robberei im Gras die Bauchfahnen selber gekürzt. spart uns den Friseur :D :D

Grüße von
Annette + Basti :)

Alischa06
14.11.2002, 10:42
Hallo Leute,

habe genau das gleiche Problem mit meinem 7-Monate alten Labrador.
Sie springt beim Spazierengehen auch alle Leute an. Mir haben auch jetzt schon mehrere Leute mit Goldies oder Labbis gesagt, dass trotz konsequentem Unterbinden ihre Hunde das bis zu 2 Jahren gemacht haben, weil sie sich halt einfach so freuen, wenn sie jemand auch nur anschaut.
Wir gehen jetzt nur noch an der Schleppleine spazieren. Ist auch sonst für die Erziehung ganz gut.
Bei uns zuhause springt sie auch kaum mehr jemanden an, wenn doch, wird sie ignoriert.
Seit neuestem versucht sie auch nicht mehr nur Fußgänger anzuspringen, sondern auch Jogger und Fahrradfahrer (sehr gefährlich).
Werde es jetzt mal mit einer Sprühflasche mit Wasser und ganz wenig Essig versuchen. Das hasst sie nämlich. Vielleicht hilft das...

Werde Euch darüber auf dem Laufenden halten....

maff
14.11.2002, 16:19
Hallo Yvonne!

Hilreich sind hier einsichtige Freunde und Nachbarn, mit denen kann man trockenübungen machen.
z.B.
die klingeln an der Tür, kommen rein, hund muss warten, bis er an der Reihe ist. Wenn er es nicht tut: Freunde gehen raus, Tür ist zu, Prozedere von vorne. Springt der Hund hoch, drehen sie sich einfach weg. ignorieren den Hund, bis Du ihm erlaubst hinzugehen. Also einfach klare Regeln aufstellen und das mit den "Eingeweihten" üben, üben, üben. Zurst drinnen und dann auch draußen. Deswegen wird er trotzdem noch die Leute anspringen, soll heißen: es immer wieder ausprobieren. Wäre also nicht schlecht, wenn man nicht immer mit den gleichen Leuten übt, am besten auch mit Kindern. Ich habe das sogar mit den Nachbarskindern gemacht, die mich vorher so genervt haben. Nach dem motto: Ich brauche Eure Hilfe.... der muss etwas üben, alleine schaffe ich das wohl nicht... und wenn der das nicht lernt, dann darf er wenn er groß ist gar niht mehr zu den Kindern...
ist zwar gemein, ok, aber die Kids haben mitgemacht (die erste halbe Stunde war die Hölle, dann haben sie es auch geschnallt) und sind jetzt sowas von stolz, dass sie bei der erziehung mitwirken können. Und der Witz ist: Wenn der Hund jetzt hochspringen will, kommt von ihnen ein konsequentes "NEIN".
Das ist alles nichts anderes wie üben unter ablenkung, aber es ist einfach besser, wenn man es mit leuten macht, die wissen, was man da tut.

Ansonsten hilft nur ein deutliches Wort: Ich habe mir meine Nachbarn gekrallt (ohne Hund) und ihnen erklärt, wie sie sich verhalten sollen. Also entweder wegdrehen oder ignorieren bzw. streicheln nur, wenn er unten bleibt. Begründung: Der Hund wird groß, springt sie dann aber immer noch an und das ist sicher nicht mehr lustig, wenn so ein 30-Kilo-Tier grade schlammbesudelt vom Gassi-Gehen kommt... Man muss ihnen da nur ein paar solcher Bilder vorkauen, der gedanke an die teuren Klamotten reicht oft.

Und wenn er das geübt hat und es trotzdem mal wieder probiert, kriegt er ne "Auszeit": Einmal hochspringen: sofort packen und in sicherer Entfernung anleinen. Zurück zum Gast/Nachbar etc. und ratschen. Man glaubt nicht, wie das Wunder wirken kann... Allrdings wirklich erst, wenn der Hund weiß, was er nicht darf und wieso er nun drüber nachdenken muss.
viele Grüße,
marzena