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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ängstliches verhalten



kleinerfinn
29.07.2006, 22:13
Hallo

Mein Hund jetzt 1 Jahr lässt sich seit ein paar Monaten nicht mehr hochheben.Als Welpe war das kein Problem da habe ich Ihn ja immer die Treppen hoch und runter getragen aber auf einmal wollte er das nicht mehr.Sobald er merkt was ich vor habe legt er sich auf den Boden, wie ein Stein kein mm zu bewegen.Kann ich Ihn wieder irgendwie daran gewöhnen,hatte jemand schonmal das Problem?

bissiger Hund
29.07.2006, 22:34
Dann laß ihn doch ganz einfach laufen.
Er zeigt dir ganz einfach was er davon hält. Schlauer Hund.


Grüße vom bisschen Hund

VerenaD
30.07.2006, 14:45
Schlauer bissiger Hund :rolleyes:

Selbstverständlich sollte ein Hund sich mal hochheben lassen, ob auf den Tierarzttisch, zum wiegen oder zum Kämmen oder um ihn in ein Auto zu heben!

Wenn Dein Wauz im Moment Angst vorm Hochheben hat, würde ich zuerst mal grundsätzlich daran arbeiten, daß er sich überall von Dir anfassen läßt. Er soll das Vertrauen entwickeln können, daß ihm dabei nichts passiert und er auch keine Angst haben muß. Du setzt Dich in einer ruhigen Minute mal zu ihm auf die Decke und streichelst ihn, drehst ihn dabei mal spielerisch auf den Rücken und kuschelst mit ihm. Versuch Dich dabei nicht über ihn zu beugen, wenn Du so groß und bedrohlich über ihm bist, kann er Angst bekommen, also immer schön von der Seite.

Wenn Du Dir sicher bist, daß er sich auf dem Boden alles von Dir gefallen lassen würde, also auch in die Ohren und in den Fang schauen, an den Füßen kitzeln, kannst Du ihn aus dem Streicheln heraus mal vorsichtig, aber bestimmt, hochheben. Wenn Du unsicher bist, merkt das Dein Hund.

Hast Du ihn dann auf dem Arm und er fängt an zu strampeln und zu schreien, darfst Du ihn nicht loslassen, er würde nur lernen, daß er mit diesem unerwünschten Verhalten Erfolg hat. Auch würde ich ihn nicht betüddeln oder versuchen ihn mit der Stimme zu beruhigen, noch weniger schimpfen! Wenn Du einfach aushälst, bis er ruhig ist, ihn dann wieder runterläßt und dann schön mit ihm spielst, kann der die Verknüpfung machen: Alles gar nicht so schlimm und am Ende wird sogar gespielt!

Achte darauf, daß Du Dich erst auf seine Ebene begibst und Dich nicht über ihn beugst beim Hochheben, dann wird das schon wieder klappen! Ich hätte gerne einen Zwischenbericht!

Liebe Grüße! Verena

Biene13
30.07.2006, 14:47
Hm, bissiger Hund
es gibt vielleicht auch Hunderassen, die einfach keine Treppen laufen sollten, vor allem die, die im Körperbau länger sind, Dackel z.B.
Meine Freundin hatte so eine Art Mop (Sky-Terrier) der wurde seine 18 Lebenjahre treppauf- und ab getragen, weil es ihr vom TA so empfohlen wurde.

kleinerfinn
was hast Du für einen Wuff? Wieviel Stufen sind es denn? Wir haben bis zur Wohnung ca. 6 Stufen, das ist kein Problem. Aber bis zur 3. Etage würd ich unseren Dackel auch net laufen lassen.
Vielleicht kannst es ja mal mit Leckerlis versuchen, nimm ihn einfach hoch am Treppenanfang, hält er still, Leckerli rein und tüchtig loben. Hält er nicht still, kehrt marsch in die Wohnung.
Vielleicht begreift er es ja auf die Art, daß er keine Treppen laufen sollte.
Beim Hund ist es generell wohl so, daß sie daß Tragen nicht mögen, weil man ihnen damit buchstäblich "den Boden unter den Füßen" nimmt und sie sich dadurch recht verunsichert fühlen.
Könntest es ja evtl. mit einer Tragetasche versuchen, die Du ihm recht schmackhaft machen solltest und die Du am Treppenanfang stehen läßt. Er begreift dann recht schnell - Treppe - Tasche - Leckerli. Treppe zu Ende - raus aus der Tasche.

LG Biene13

kleinerfinn
30.07.2006, 17:51
Danke.Bis auf den ersten Tip kann ich mit dem Rest schon eher was anfangen.
Zu Verenas Tip, also er lässt sich eigentlich überall von mir anfassen auch beim Zecken entfernen z.B. bewegt er sich kein bischen und danach bekommt er immer ein Leckerli.Aber werde das mal austesten und dann bescheid geben :)
Zu Biene also er ist ein Labbi ca 35 kg.Er kann die Treppen ja alleine laufen das würde ich auch gar nicht mehr schaffen :rolleyes: Aber es geht hauptsächlich um den Tierarzttisch bis der da immer drauf ist sind wir erst mal alle fix und fertig( Tierarzt, Hund und ich )
Werde eure Tips jetzt jeden Tag ein bischen erweitern und euch natürlich bescheid geben.
Vielen dank erst mal

Pessoa
30.07.2006, 18:59
Hallo Kleiner Finn,

so ganz unbeteiligt bist du an der Antwort von Bissiger Hund nicht.
Bei den mageren Angaben, die du geliefert hast, war das auch mein erster spontaner Gedanke.
Auch Verenas Tips funktionieren bei einem 35 kg Hund nur noch teilweise.
Wäre schon sehr hilfreich gewesen, wenn du gleich geschrieben hättest, warum du was von deinem Hund willst und um welche Liga es sich dabei handelt.

Hat dein TA keinen Tisch zum Runterfahren? Wenn nein, warum besteht er darauf den Hund unbedingt auf dem Tisch zu behandeln?

Zum Üben könntest du deinen Hund auf ein Hindernis (Steinblock, Baumstamm...) springen lassen, absitzen lassen, belohnen und runterheben. Jetzt dich arg freuen und den Hund wieder belohnen. Nicht zu oft aber immer wieder mal versuchen.
Was auch geht, wenn der Hund steht, freudig spielerisch auf ihn zugehen und ihn rasch nur wenige Zentimeter vom Boden weg anheben. Freuen.

Was auch noch sein kann, dem Hund tut was weh.
Vielleicht hat er sich unbemerkt an der Wirbelsäule gezerrt, einen Nerv eingeklemmt, der nur bei bestimmten Bewegungen weh tut. Oder, oder.....

Viel Erfolg,
Rita

Juni
30.07.2006, 20:30
Hallo kleinerfinn,

wie trägst du deinen Hund denn? Am besten trägt man einen Hund, indem man alle vier Beine "in der Mitte" hat, also beide Arme von außen um den Hund schlingt. Das gibt dem Hund Sicherheit, da er nicht herumrutscht. Da das einiges an Kraft erfordert, machen viele Leute den Fehler, dass sie versuchen, den Hund zumindest mit einer Hand unter dem Bauch zu fassen. Das ist gerade für größere Hunde ziemlich unangenehm.

Ich würde allerdings dazu raten, das Thema "Hochheben vom Boden" erst mal für eine Weile zu vergessen bzw. auf das Nötigste (beim TA) zu beschränken. Es ist ganz offensichtlich für den Hund derartig negativ besetzt, dass er massiv meidet. Stattdessen würde ich z.B. dazu übergehen, den Hund beim Spaziergang aus dem Auto zu heben (geht natürlich nur, wenn der Hund übers Heck ausgeladen werden kann). Zum einen hat er hier eine optimale Höhe für den besagten Griff, zum anderen will er raus. Wichtig ist, dass du (besonders beim ersten Mal) beherzt und zügig vorgehst. Tür auf, Hund warten lassen (was er hoffentlich kann, sonst musst du damit anfangen), einfach packen und rausheben.

Ideal ist eine zweite Person, die den Hund während du ihn auf dem Arm hast mit etwas besonders Leckerem füttert. Dann absetzen - und zwar kommentarlos! Wenn du nämlich jetzt lobst, vermittelst du dem Hund, dass die ganze Sache eben etwas ungeheuer Besonderes war - und genau das solltest du vermeiden. Die Bestätigung kommt beim Tragen. Wenn das aus-dem-Auto-heben problemlos klappt, kannst du versuchen, ihn auch mal umgekehrt reinzuheben. Ebenfalls ohne umständliches Getue, und auch nur einmal. Dann lässt du ihn wieder lange Zeit damit in Ruhe, ihn vom Boden aufzuheben. Es reicht, wenn du das ab und zu einbaust.

Schöne Grüße,
Juni