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rennfahrerin
16.07.2006, 22:03
Hallo,

ich habe ein paar Probleme, mit unseren süssen Hund Bobby (Labrador/Border-Collie Mischling/18 Monate alt).

Es wäre wirklich sehr nett, wenn ihr mir einen Rat geben könntet:-))

1. Wenn wir ich mit ihm Gassi gehe, dann ist es so, das er manchmal bei manchen Leuten und aber auch bei Fahrräder richtig ausflippt. Das zeigt sich indem er zu den Leuten hinzieht und sie anbellt, ich ziehe ihn dann zwar zurück, aber er bellt dann trotzdem weiter, und das nicht wenig.

2. Zu den Fahrrädern, muss ich sagen, das er da auch ganz schön ausflippt, manche lässt er durch. Wenn ich ein Fahrrad sehe, dann gehe ich zur Seite mit ihm und lasse ihn Sitz machen, leider klappt das nicht immer so.

3. Auch wenn ich Besuch bekomme, dann ist er nur am Bellen der Besuch darf sich noch nicht einmal vom Fleck rühren, dann flippt er total aus.
Und wenn es an der Tür klingelt, dann bellt Bobby auch, er ist dann nicht ruhig zu bekommen.

Ich danke Euch schon mal im Vorraus für Eure Hilfe!!!

Anyanka
16.07.2006, 22:45
Was machst Du denn so mit Deinem Hund? Wenn Hütehunde nicht das richtige Maaß an Ruhe und Auslastung haben fällt ihnen allerlei dummes Zeug ein!

Wenn ich das so lese würde ich fast sagen da schlägt der Hütehund aber voll durch. Maya (Australian Shepherd) hat auch schon solche Zeiten gehabt!

Ich denke das wichtigste ist, daß Du lernst vorrausschauend mit ihm spazieren zu gehen, so daß er keine Chance auf Erfolg mehr hat mit diesem Verhalten.

Auf jeden Fall würde ich allgemein am Gehorsam arbeiten.

Deine ersten beiden punkte habe ich so geübt, daß ich Maya mit auf einen Lauf- und Radweg genommen hab. Am Anfang bin ich dann immer halb in den Hecken gesessen, hab ihr Leckercehn zum suchen auf den Boden geworfen etc. eben alles damit sie lernt da fährt oder rennt jemand ohne daß man den belästigen muss.

Bei Nummer drei solltest Du den Hund erstmal in ein andere Zimmer sperren wenn Besuch kommt. Wenn der Hund ruhig ist kannst Du ihn an der Leine zum Besuch führen und wenn er sich weiterhin ordentlich benimmt diesen auch begrüßen lassen. Erstmal bleibt der Hund aber immer an der Leine und Du schickst in auf seinen Platz oder bindest ihn anfangs sogar da an. Je besser Dein Hund sich benimmt desto weniger lange bleibt er ausgesperrt oder angeleint und irgendwann sollte Besuch kommen können und sich auch bewegen dürfen.

Maya darf bei uns melden wenn es klingelt, aber damit ist es dann auch gut. Ich rufe sie dann normal zu mir und lasse sie direkt neben mir ablegen oder ich nehme so ne Blumenspritze in die Hand. Das reicht eigentlich schon, denn sie hat mal daraus Wasser abbekommen und weiß sehr genau, daß es dann besser ist ruhig zu sein!

UHvWoe
17.07.2006, 00:10
Hallo, ich kann mich erst mal so anschließen. Auserdem muss ich sagen bei dieser Mischung ist das Verhalten auch vorprogrammiert, wenn das Gehorsamseinstraining noch nicht beim Hund verinnigt ist. Ich nähme an ihr geht mit ihm in ein Hundesportclub? Nach deiner Beschreibung des Verhaltens ist den Rüde nich ausgelastet.

bissiger Hund
17.07.2006, 02:10
Hallo,
was willst du denn den Hund noch mehr "auslasten".
Der Hund steht doch schon permanent unter Streß. Bring Ruhe in den Hund rein, und dann belohnen. Beobachte deinen Hund wie er auf Radfahrer reagiert. Zeigt er schon "Verteidungsverhalten" wenn sich die Radfahrer nähern, oder erst wenn sie wegfahren? Geh gar nicht erst auf sein Verhalten ein, sondern ignoriere es ganz einfach, weiter gehts erst wieder wenn der Hund "runter" gekommen ist. Keinerlei Bestätigung für sein Verhalten vor seinen Reaktionen, sondern erst nach positiven Verhalten.

Soviel erst mal.

chikita
17.07.2006, 09:47
Hallo,

unsere ist auch anfangs Joggern und Fahrrädern hinterher! Mir gab man den Tip immer zu versuchen die Individuen schneller zu sehen als Chikita und sie dann ins Sitz zu bringen und sie kurze Zeit zu beschäftigen. Dann wirklich sehr loben immer (meistens) mit leckerlis! Das hat super funktioniert. Die Jogger haben sich sogar manchmal bedankt! Es ist wirklich nicht toll wenn man den Hund da gegenüber nicht kennt ihm entgegen laufen zu müssen! Kenne ich von mir selber! Aber jetzt ist es ihr eigentlich egal ....was oder wer wie schnell an uns vorbei läuft!

Dafür habe ich gerade das "Kuhproblem" ;-)
....aber das geht auch vorbei..... :-)

Liebe Grüße an Alle

Sabine und Chikita

Annemarie
17.07.2006, 16:42
Hallo bissiger Hund,

also du schreibst hier mal wieder eine Erziehungsstrategie rein, die mußt du mir mal genauer erklären.:confused:
Wieso ist der Hund von Rennfahrerin permament unter Stress??? "Bring Ruhe in den Hund rein und dann belohnen", und wofür soll sie ihn belohnen?
Und dann, "ignorier sein Verhalten", was ist denn, wenn der Radfahrer ein Kind ist??? Diese Kind bekommt den Schock fürs Leben, hat vielleicht nach diesem Erlebnis ein gestörtes bezw. Angst vor Hunden, macht nix- einfach ignorieren??? :b Also ich kann nur sagen, falls Rennfahrerin auf deinen Tip hören sollte, alle Radfahrer und Jogger die in der Nähe der Rennfahrerin wohnen "seid auf der Hut" macht einen Riiiesenbogen um diese Frau mit Hund.

@Rennfahrerin,
Mach dir bloß keinen Stress, bewahre die Ruhe, und am besten, ignoriere den Tip vom bissigen Hund.

Liebe Grüße Annemarie.

chikita
17.07.2006, 17:42
...es ist doch normal das von "bissiger Hund" nichts kostruktives kommt! Oder hat jemand von Euch jemals etwas von ihm gelesen was einem ein kleines Schrittchen weitergeholfen hat????????




Hallo bissiger Hund,

also du schreibst hier mal wieder eine Erziehungsstrategie rein, die mußt du mir mal genauer erklären.:confused:
Wieso ist der Hund von Rennfahrerin permament unter Stress??? "Bring Ruhe in den Hund rein und dann belohnen", und wofür soll sie ihn belohnen?
Und dann, "ignorier sein Verhalten", was ist denn, wenn der Radfahrer ein Kind ist??? Diese Kind bekommt den Schock fürs Leben, hat vielleicht nach diesem Erlebnis ein gestörtes bezw. Angst vor Hunden, macht nix- einfach ignorieren??? :b Also ich kann nur sagen, falls Rennfahrerin auf deinen Tip hören sollte, alle Radfahrer und Jogger die in der Nähe der Rennfahrerin wohnen "seid auf der Hut" macht einen Riiiesenbogen um diese Frau mit Hund.

@Rennfahrerin,
Mach dir bloß keinen Stress, bewahre die Ruhe, und am besten, ignoriere den Tip vom bissigen Hund.

Liebe Grüße Annemarie.

Pessoa
17.07.2006, 18:05
Hallo Ratsuchende,

ich sehe einen jungen, verzweifelten, orientierungslosen Hund ohne Führung.
Dann sehe ich eine verzweifelte Halterin ohne ausreichenden Führungsanspruch.

Mein Tip:
Überlege, was du willst, das dein Hund in den nächsten 12 Jahren tun soll.
Erstelle eine Liste.

In der Zwischenzeit suche dir Radfahrer und Jogger, die du kennst.
Mit denen übst du dem Hund entgegenzulaufen/fahren.
Halte die Leine möglichst locker, schau auf deinen Hund, nicht auf die einsatzbereiten Helfer. Schießt er nach vorne und/oder bellt er, ziehe ihn mit mäßigem Ruck und einem Unterlassungswort, z.B. Nein, an dich ran, setze deinen Weg unbeirrt fort.
Bellt er nicht und reißt nicht an der Leine, wird er ausgiebig gelobt und gestreichelt.
Hab Geduld, das klappt nicht sofort perfekt.

Besuche kannst du auf ähnliche Weise üben. Die Besucher werden instruiert, dass die Tür erst dann aufgeht, wenn der Hund still ist.
Besucher sollen den Hund komplett ignorieren. Er wird nicht begrüßt, angesehn oder gar gestreichelt. Schon gar nicht wird ihm etwas mitgebracht.
Verhält er sich nicht angemessen, kommt er aus dem Zimmer. Der Hund natürlich.

Ganz liebe Grüße und viel Erfolg,
Rita

Anyanka
17.07.2006, 19:13
Hallo,
was willst du denn den Hund noch mehr "auslasten".
Der Hund steht doch schon permanent unter Streß.


Bissiger Hund, es geht hier nicht um Stress, sondern um Arbeit. Sowohl Labrador als auch Border Collie sind Hunde die für bestimmte Aufgaben gezüchtet wurden und wenn diese Hunde keine ausreichende Beschäftigung angeboten bekommen suchen sie sich selber eine.

Gerade unausgelastete Hütehunde zeigen dieses Verhalten. Meine hat es auch in nem Alter gezeigt in dem ich dachte, der Hund bräuchte noch nicht soviel Arbeit. Und gerade bei Hütehunden ist es wichtig das richtige Maß zwischen Arbeit und Ruhe zu finden. Nur wenn der Hund ausgelastet ist, kann er auch dann ruhig sein wenn es von ihm gefordert wird.

Stress und Stress sind zwei verschiedene Dinge!

jeto
17.07.2006, 19:21
Hallo,
also, ich fange mal bei Punkt 3 an (aufgrund des heissen Wetters mal rückwärts!):
Die "Alarmanlage Hund" wenn es klingelt: Mit 18 Monaten ist der Bursche ja voll im Rüpelalter. Wenn man da nicht eingreift, dominiert er bald (wenn nicht jetzt schon) seine Menschen. :D
Es fängt schon damit an, dass der Chef als erster durch die Tür geht. Macht Ihr das? Umgekehrt geht der Hund als letzter. Das gleiche gilt für den Besuch: Der Mensch geht zuerst zur Tür: Ignorier Deinen Hund, sperr ihn weg, lass den Besuch herein und dieser muss den Hund auch ignorieren.
Punkt 2: Ein Versuch ist es wert: Fahrradfahrer kommt, Hund muss "sitz" mit anschliessender Belohnung machen (und kurzer Leine!).
Punkt 1: Hab ich ein Glück bei der Hitze: siehe Punkt 2! :rolleyes:

Vielleicht habe ich ein wenig geholfen--oder zur Diskussion angeregt!?
Es grüssen
jeto & Toni (die nur Stöckchen hinterherjagt) :kraul:

bissiger Hund
17.07.2006, 19:24
Na, da habt ihr ja mal wieder die Hundeweisheit mit Löffeln gefressen.
War mir schon klar, daß Vorschläge von mir nicht angenommen werden. Lieber geht ihr da auf so ein Wischiwaschigedöns ab, naja von mir aus.
Der einzige sinnvolle erfolgversprechende Vorschlag kommt von Pessoa. Allerdings ist immer noch nicht die Frage beantwortet wie unterschiedlich sich der Hund bei den Begegnungen verhält.
Immer wieder faszinierend wer alles meint ne Ahnung von Hundeerziehung zu haben nur weil es durch Zufall mal bei einem oder anderen Hund funktioniert hat.

jeto
17.07.2006, 19:32
Wischiwaschigedöns???????????? ?????
Ich denke mal, meine Vorschläge decken sich fast mit denen von Pessoa. Fakt ist -meines Erachtens!!!!!!!!-: Klingeln/Besuch: der Hund muss ignoriert werden. Fussgänger/Fahrradfahrer: "sitz" mit goodies oder Belobigung.
OK?
Ich verneige mich vor so viel Toleranz
jeto

bissiger Hund
17.07.2006, 19:43
@ jeto:

Du hast recht.
Als ich den Beitrag geschrieben habe war dein Beitrag noch nicht drin, sonst wäre ich selbstverständlich auf deinen Beitrag mit eingegangen, bzw. hätte dich mit erwähnt.
Hätte aber trotzdem mit dem "Sitz" bei der Begegnung mit Radfahrer widersprochen. Hier ist ignorieren der Situation angesagt.
Das kannst du jetzt glauben oder lassen.

Dir und den anderen Fories noch alles gute
vom bisschen Hund

Annemarie
17.07.2006, 19:46
Hallo Jeto,;)

warum regen wir uns eigentlich so auf? Damit wir noch mehr ins schwitzen geraten? Manchmal denke ich bissiger Hund schmeißt hier seine nutzlosen Kommentare rein, wir regen uns auf, und das Ende vom Lied???
Bissiger Hund sitzt vor dem Computer, und lacht sich einen ins Fäustchen.
Lassen wir uns in Zukunft doch auch einfach nur lachen, denn seine Kommentare sind doch wirklich "die Lachnummer" oder???

Lachend grüßt Annemarie.:p

jeto
17.07.2006, 20:48
Ja, Annemarie, Du hast recht. :tu:

Man ist ja schon nichts anderes von dem "Hund vom nördlichsten Zipfel Bayens" gewöhnt und er bezweckt mit Sicherheit die Provokation. Geniessen wir - z. B. in NRW - die Kommentare aus Bayern! :cool:

Ich lache mit! jeto

Anyanka
17.07.2006, 20:58
Ach bissiger Hund,

erzähl doch mal wo Du Deine Kompetenzen im Umgang mit Hunden erworben hast?

Wieviele Hunde die Auslastung brauchen hast Du den "geheilt" mit der Theorie, daß Arbeit (die dem Hund Freude bereitet) auch Stress ist und deswegen reduziert werden sollte?

Ein Arbeitshund kann Ruhe lernen - aber eben nur wenn sie Ruhe und Arbeit die Waage halten.

Das Jagen oder Hüten von mobilen Dingen ist nichts anderes als eine Ersatzhandlung und so ein Problem löst man nicht indem man nur an der Situation selber arbeitet.

Wie schon gesagt war ich MIT Maya laufen, also Konfrontation mit dem "Ersatzobjekt" und gleichzeitig Auslastung.

Ich finde es niedlich mich mit Dir auseinander zusetzen. Du bist wie Iglo-Spinat - der mit dem Blubb!

bissiger Hund
17.07.2006, 22:13
erzähl doch mal wo Du Deine Kompetenzen im Umgang mit Hunden erworben hast?
Frage ich dich woher du dein nichtwissen hast?
Vielleicht aus irgendwelchen "Flachbüchern" die irgendso ein Fuzzi geschrieben hat. Vorstellen könnte ich es mir bei deinem nichtvorhandenen Fachwissen jederzeit. Allerdings bist du ja hier in Bester Gesellschaft, z.B bei selbsternannten Hundetrainerinnen aus Österreich die nicht wssen wie man mit einem Hund einen Umzug bewerkstelligt und die keine Antwort wissen wenn sie nicht darauf hinweisen können daß sie aus dem Schluchtenland kommen.


@ jeto;
Dein letzter Beitrag sagt ja schon wieder alles. Kurz, er ist unter allem. Weißt du eigentlich was du willst?

Annemarie
17.07.2006, 22:23
Hallo bissiger Hund,

habe selten so gelacht, du bist mit deinem kompetenten "Fachwissen" mal wieder der lustigste in dieser Runde. Woher hast du denn dein Wissen?
Bestimmt von den Elchen. Aber nein-das kann auch nicht sein, die haben auf jeden Fall einen größeren "Horizont" wie du.

Juni
17.07.2006, 22:26
Hallo Rennfahrerin,

im Gegensatz zu einigen anderen, stimme ich der Einschätzung von bissiger Hund in diesem Fall durchaus zu: Dein Hund steht in all diesen Situationen unter dem Stress handeln zu müssen. Dass dieser Stress nun seine Ursachen in mangelnder Auslastung hat, wäre eine Möglichkeit - wobei das Jagen von Radfahrern durchaus nicht nur als Ersatzhandlung anzusehen ist. Es gibt eine Menge absoluter Nicht-Arbeitshunde, die mit Begeisterung genau das selbe Verhalten zeigen.

Ich gehe hier aber eher mit Rita konform: Der Hund handelt, weil ihm keiner sagt, dass dieses Handeln nicht erwünscht ist bzw. ihm eine Handlungsweise anbietet, die er statt dessen zeigen kann. Ich finde Ritas Ratschläge hierbei durchweg sehr hilfreich. Wenn du mit "bestellten" Leuten arbeitest, kannst du noch etwas anderes probieren (nicht bei Radfahrern, nur bei Fußgängern): Wenn der Hund sich aufbaut, um gleich loszukläffen, kannst du einfach mal die Leine fallen lassen und kommentarlos aber zielstrebig weiter gehen. Nicht in eine andere Richtung, sondern ganz ruhig und zügig in die Laufrichtung weiter. Auch das ist ein Signal an den Hund, mit dem du ihm anbietest, das Verteidigungsverhalten zu unterlassen und statt dessen dir zu folgen. Wichtig ist, dass die Leute, falls sie angebellt werden, den Hund völlig ignorieren und ihn auch nicht anschauen.

Schöne Grüße,
Juni

jeto
17.07.2006, 22:59
Hallo Rennfahrerin,
hast Du es denn schon mal mit dem Kommando "sitz" versucht, wenn Dein Hund mal wieder auf Leute zustürmt? Der Hund b r a u c h t in diesem Falle einen Befehl. Denn der Hund muss erst einmal die grundlegenden Befehle begreifen, dann versteht er auch, sich in den jeweiligen Situationen richtig zu verhalten.
Wäre schön, Rennfahrerin, wenn Du mal Zwischenmeldung geben würdest, was Du so von dem Ganzen hälst, was wir hier zum Besten bringen. :compi:
Gruss
jeto

Anyanka
18.07.2006, 00:33
Frage ich dich woher du dein nichtwissen hast?
Vielleicht aus irgendwelchen "Flachbüchern" die irgendso ein Fuzzi geschrieben hat. Vorstellen könnte ich es mir bei deinem nichtvorhandenen Fachwissen jederzeit. Allerdings bist du ja hier in Bester Gesellschaft, z.B bei selbsternannten Hundetrainerinnen aus Österreich die nicht wssen wie man mit einem Hund einen Umzug bewerkstelligt und die keine Antwort wissen wenn sie nicht darauf hinweisen können daß sie aus dem Schluchtenland kommen.


Aber aber, jedes Buch hat wohl einen Autor. Ob das unbedingt ein Fuzzi ist sei dahingestellt. Ja, ich habe einiges gelesen (vielleicht auch Dinge die Du nicht für lesenwert hälst), war verschiedenen Huschu und auch auf ein paar Hundeplätzen und lese, frage und sehe mich so durchs Leben. Stimmt, daß ich nur meine Erfahrungen mit meiner Methode wiedergeben kann, aber was anderes als Deine Erfahrungen wiederzugeben kannst Du doch auch nicht!

Aber Du solltest Dich vielleicht etwas in Deinen Unverschämtheiten zügeln. Ehrlich kann man sein, aber deswegen muss man nicht unverschämt werden. Manche Leute kommen auch durchs Leben ohne andauernd ausfallend zu werden. Entschuldige wenn ich an Deiner Fachkompetenz zweifele, aber es wirkt einfach so als seist Du frustiert und müsstest immer "dagegen" sein.

Ich habe übrigens sowohl ein Ignorieren dieses Verhaltens (bezügl. mobilen Dingen) als auch ein Verbieten ausprobiert. Funktioniert aber nicht wenn der Hund dicht macht. Dazu muss man es erstmal hinbekommen, daß der Hund sich nicht reinsteigert und das tut er wenn er das Obejekt der Begierde weiter fixieren kann. Jedenfalls mein Hund tat das. Mitterweile macht sie auch in anderen Situationen nicht mehr gleich zu und ich kann mit einem "nein" oder "lass das" arbeiten. Aber das ist bestimmt auch wieder Schwachsinn! Der Unterschied ist nur, daß ich nicht behaupte Gottes Geschenk an die Hundehalter zu sein - ganz im Gegesatz zu Dir. Daher würd ich nun einfach gern erfahren woher Du Dein Wissen hast, vielleicht können wir ja alle noch was lernen!

@Juni: Ich denke, daß es auch Hunde gibt die nicht unbedingt Arbeitshunde sind die sich langweilen. Allerdings habe ich nicht behauptet, daß der Hund keinen Stress hat, sondern einfach nur, daß "nur Ruhe" genauso wie "nur Arbeit" nix bringt.

Allerdings finde ich nicht, daß meine Vorschläge so großartig von Ritas Methode abweichen. Ich musste halt zuerst Trick 17 anwenden bevor ich über Kommandos gehen konnte. Und beim Besuch ist es ja auch nicht viel anders ausser daß ich meinen Hund erstmal in ein anderes Zimmer bringen würde. Soviel zum Thema Ruhe reinbringen!

bissiger Hund
18.07.2006, 01:11
..... hast Du es denn schon mal mit dem Kommando "sitz" versucht, wenn Dein Hund mal wieder auf Leute zustürmt? Der Hund b r a u c h t in diesem Falle einen Befehl. Denn der Hund muss erst einmal die grundlegenden Befehle begreifen, dann versteht er auch, sich in den jeweiligen Situationen richtig zu verhalten.

Seh ich etwas anders.
Gerade solche Situationen sollten ohne Befehle/Kommandos zu bewerkstelligen sein. Der Hund muß merken, daß er auf fremde Personen nicht loszustürmen hat.
Im Moment in der der Hund losstürmen will, dreht man sich wortlos um und geht ganz einfach in die andere Richtung. Notfalls auch wieder ein Stück "zurück", bis sich der Hund beruhigt hat, dann erst wird der Hund angesprochen und/oder gelobt. Klar daß dies mehrmals wiederholt werden muß, wichtig ist dabei, daß der Hund nur angesprochen wird wenn er ruhig ist. Jeder Versuch auf den Menschen/anderen Hund, sowie "aufdrehen" wird mit weggegehn "bestraft". So lernt der Hund ohne irgend ein Kommando an anderen vorbei zu gehen.
Da dabei die Kommandos, z.B. "Sitz" oder "Komm" nicht mehr so häufig gegeben werden müssen, merkt der Hund daß sie "was besonderes darstellen" und wird sie leichter befolgen.


Grüße vom bisschen Hund

rennfahrerin
18.07.2006, 01:30
Hallo

vielen lieben dank für euren Rat, aber mein Hund kann die Kommandos:

Sitz,Platz,Komm,Bei Fuss,Gib Pfote sehr gut. Ich versuche es immer wieder, wenn ich ein Fahrrad sehe, achte ich auf bobby und reagiere eigentlich gleich sofort, indem ich ihn kurz nehme und ihn sitz machen lasse, wenn er ruhig ist dann wird er ausgiebig gelobt z.b. mit leckerlie oder streicheleinheiten.

Mit dem Besuch mache ich das so, das ich ihn, wenn es klingelt sitz machen lasse,aber leider klappt es nicht so, wie ich es will.

Ich trainiere immer mit ihm, aber es will nicht klappen, oder bin ich zu ungeduldig?

Er ist ein sehr lieber Hund und wir wollen ihn auch überhaupt nicht missen.

Mit dem anbellen von Fahrrädern und besuchern ist sein einziges makel.

Aber ich bin sehr optimistisch, wenn ich weiter mit ihm über bekomme ich es auch im griff. Wäre doch gelacht, wenn ich es nicht hinbekommen würde.

gruss

rennfahrerin

bissiger Hund
18.07.2006, 01:50
Hallo Rennfahrerin,

jedes Kommando das du deinem Hund in einer Situation gibst die eigentlich "normal" sein sollte (Radfahrer, Fußgänger, Besucher) sind eine Bestätigung für den Hund.
Geh von den Kommandos bei solchen Situationen weg, bring Ruhe rein (auch durch Ignorieren) und belohne es wenn dein Hund ruhig ist. Der Hund soll merken, wenn er ruhig ist ists gut sonst gibts nix. Wenn der Hund beim Frauchen bleibt, dann gibts auch keine Kommandos, Kommandos sind was feines (besonderes).

Probier es mal über diese Schiene, du wirst sehen es geht. Und dann gehst du und dein Hund viel entspannter spazieren.

Schöne Grüße vom bisschen Hund

Hovi
18.07.2006, 02:11
Hallo,

auch ich komme diesmal nicht drumherum, dem bisschen Hund Recht zu geben.

Wenn der Hund immer nur durch Ablenkung unter Kontrolle gebracht wird, wird er das Lernziel nie erreichen, das da lautet:

Jogger / Radfahrer sollen ihm gleichgültig sein!

Wie kann er das lernen, wenn jedesmal, sobald ein Jogger / Radler auftaucht, etwas für ihn Interessantes passiert? Wird er einmal NICHT abgelenkt, geht er prompt wieder dem Objekt seiner Begierde hinterher!

Hier halte ich das konsequente Ignorieren ebenfalls für die beste Lösung (LOGISCH, daß der Hund an der LEINE bleibt und den Radfahrer nicht gefährdet!). Ich selbst würde mir Wege aussuchen, auf denen sehr viele Radler unterwegs sind - und dann so tun, als sei beides nicht da: die Radfahrer nicht, und der Hund nicht. Man kann sich auch mal an den Wegrand setzen und zusammen mit dem Hund einfach nur Radfahrer betrachten... war da was? Nee, oder? Da kommt schon wieder einer, der 30. oder 40. nun....

Wenn er bei jedem Radfahrer Aufmerksamkeit bekommt, wird sich das Problem eher noch verstärken.

Daß eine Mischung Border - Labbi parallel hierzu kopfmäßige Auslastung braucht, ist eigentlich selbstverständlich, oder? ;)

Grüße
Claudia

sina2
18.07.2006, 10:44
ich wäre auch für ignorieren...manchmal sehe ich schon von weitem einen besitzer, dessen hund offensichtlich nicht mit anderen hunden kann: besitzer sieht mich und hund, spannt den rücken an, nimmt den hund kurz und befiehlt ihm zu sitzen, dann können wir versuchen dran vorbei zu kommen und - welch überraschung - der hund bellt. ich denke, dass der hund beim sitzen-lassen etc. einfach lernt, dass da irgendwas besonderes kommt/ passiert. ich würde entweder das konsequente ignorieren versuchen oder vorher ablenken (spiel etc. ) aber so, dass er nciht auf fahrräder oder so aufmerksam gemacht wird. von sitzen-lassen etc. halte ich persönlich jetzt nicht so viel. - von daher stimme ich bissiger hund durchaus zu.

Biene13
23.07.2006, 15:05
Hallo Ihr Lieben Alle

habe heute mit Spannung erstmal alles zu Ende gelesen und möchte kurz meinen Senf dazugeben.
Unser Kampfdackel war eine zeitlang der Meinung, er müsse alle Autos und Radfahrer ankläffen, die da vorbeikommen. Da wir an einer vielbefahrenen Hauptstraße wohnen artete das natürlich in einen riesigen Stress aus für alle Beteiligten.
Am schlimmsten war es, wenn wir an der roten Ampel warten mußten, der Dackel hat sich aufgeführt wie ein Riesenrottweiler (wobei ich da keinem Rottweiler auf die Füße treten möchte) und ich hatte Mühe, daß Kampfgewicht von 8 Kilo zu halten.
Es hat nix geholfen, kein "Nein" "Sitz" oder ähnliches.
Was geholfen hat, war das wortlose Umdrehen und husch husch in die heimische Wohnung. Egal ob "Geschäfte" erledigt oder nicht. Es ging einfach zurück und Ende Aus. Nach dreimaliger Wiederholung hat er gemerkt, daß er so einfach nicht in seinen Lieblingspark kommt und von Stund an war Ruhe.

Er hat gelernt, an der Ampel still sitzen zu bleiben und ohne großes Theater über die Straße zu gehen.

LG Biene13

rennfahrerin
23.07.2006, 17:18
Hallo,

ich habe mich bei einer Hundetrainerin angemeldet, die jetze mit mir die Ursachen herausfindet und mit mir und Bobby trainiert, warum Bobby so reagiert bzw. und mir sagt, was ich noch für fehler mache.

Nochmals vielen dank, für eureTipps und Ratschläge!!