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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der Shiba Inu, ein Hund für Anfänger?



Suesse
14.07.2006, 14:21
Hi Ihr! :cu:

Mein Freund und ich sind am überlegen ob wir uns einen Hund anschaffen sollen....
Beim herrumstöbern im Internet sind wir auf die Hunderasse Shiba Inu gestoßen wobei wir die Größe besonders schätzten! Denn mit seinen zwischen 37 (Hündin) bis 40cm (Rüde) Schulterhöhe ist er von der Größe Ideal für uns und hat uns auch von seinem Aussehen total angesprochen. Wobei andere Hunderassen uns entweder zu groß oder zu klein waren.

Das Problem ist , da ich mich mit dieser Rasse jetzt sehr auseinander gesetzt habe ( bzw. ausführlich erkundigt habe) und erfahren habe das Shiba Inus Dickköpfig sind, und nur das lernen, was ihnen Spaß macht, (was sie wollen oder wozu sie gerade Lust haben) und ganz schön stur sind.....daher weiß ich nicht ob es richtig wäre gleich mit einem solchen Hund einzusteigen, da dies mein erster Hund wäre und ich nur wenig Erfahrung mit Hunden habe, wenn nur mit spazierengehen, spielen, toben mit Nachbarhunden.
Mein Freund ist mit einem Bernersennehund aufgewachsen.

Jedoch denke ich wir haben nicht wirklich Erfahrung mit der Erziehung von Hunden und da wir nichts falsch machen wollen ,würde ich gerne wissen was ihr an unsrer Stelle tun würdet.

Wie hat es bei euren Hunden geklappt (mit der Erziehung)?
Welche Hunderassen habt ihr?
Wie habt ihr euren Welpen erzogen und reagiert wenn er auf stur geschaltet hat oder etwas nicht machen wollte?
Welche kosten kommen ungefähr auf mich zu?
Lieber Hündin oder Rüde?
Ob der Shiba Inu für Anfänger geeignet ist?
Und wie lange ist euer Hund wöchentlich alleine?

Bin Dankbar für jede Antwort!!!! :tu:

Liebe Grüße :cu:
Simone

billymoppel
14.07.2006, 16:29
hallo simone,

nein, vom papier her ist der shiba-inu kein anfängerhund. ich kenne zwei persönlich - die hündin entspricht allen klischees über diese rasse, der rüde ist ein absoluter easy-hund, der auch noch gut verträglich ist, was man von der hündin nicht ohne einschränkungen behaupten kann. soweit also zu verallgemeinerungen :D
fehler macht man immer: beim ersten hund, beim zweiten, beim dritten...immer neue und immer andere :D
was ich für viel wichtiger halte: das man immer offen ist für neues, sich nie festfährt in bestimmten vorstellungen.
es ist doch so: man kann auch mit einem sturen shiba glücklich sein, wenn man nicht in der erwartungshaltung lebt, eine perfekt funktionierende maschine zu haben :D wenn man der mensch für einen solchen hund ist...wer einen hundeplatzkönig braucht, sollte von vornherein die finger davon lassen, auch wenn's - siehe mein beispiel - mal anders kommen kann.
mit seinem hund zu leben und wirklich glücklich zu sein, heißt doch, wie in einer guten ehe, zu allererst mit den schwächen zu leben und nicht an diesen zu verzweifeln.
von daher möchte ich nicht grundsätzlich davon abraten, einen shiba als anfängerhund zu haben, falls man sich sicher ist, die entsprechende mentale stärke zu haben.
ich habe meine hunde jedenfalls nicht, um mich jeden tag in ihrem gehorsam zu sonnen und/oder ihnen jede eigenheit auszutreiben, ich habe mir letzlich und ehrlich immer hunde ausgesucht, die mir selbst grundsätzlich ähnlich sind.
vielleicht ist das letzte ein anhaltspunkt für dich, dass du dich zuerst fragst, wer du selbst bist und optische kriterien hintenan stelltst.
schlußendlich noch ein wort zum shiba: wie alle nordischen rassen haart er extrem, mit dem dreck, den ein hund verursacht, mit dem man in enger häuslicher gemeinschaft zusammen lebt, muss man erst mal fertig werden und sich locker machen. solltest du ein problem in dieser richtung haben, laß es ganz unbedingt. haare dieses hundes wirst du einfach überall haben. einen preis in "schöner wohnen" gewinnst du dann nicht mehr, weil diverse abdeckungen zu deinem lebensinhalt gehören werden :D

Mocki
14.07.2006, 17:13
Hallo Simone,

mir haben damals, als wir auf der Hundesuche waren, die Kromfohrländer sehr gut gefallen. Sie scheinen vom Wesen her sehr gute Familienhunde zu sein und sie sind auch so um die 40 cm groß (vielleicht auch ein bisschen größer).
Wir haben uns dann aber für einen Hund aus dem Tierschutz entschieden. Die Tierheime und Tierschutzorganisationen sind am überlaufen und da wollte ich keinen Hund vom Züchter holen.

alra
14.07.2006, 23:26
hallo,
vielleicht versucht ihr es als "Hunde-Einsteiger" mal mit einem erwachsenen Wuffel aus dem Tierheim?.......nur so eine Idee...........
Ein Welpe macht in den ersten Wochen extrem viel Zeitaufwand.
Das Alleinbleiben muß Stück für Stück gelernt werden, da wäre es natürlich supertoll, wenn es in eurem Umfeld einen Hundesitter gibt.

Was ein Hund an Kosten entstehen läßt, das kann man echt nicht einschätzen. Außer den Fixkosten für Futter, Leinen, Spielzeug, Schlafplatz, evtl. Autobox oder Gitter, Versicherung, Steuern kommen die Impfungen und Floh-und Zeckenschutzmittel dazu und dann die unvorhersehbaren Tierarztkosten.
Ich hab zwei Golden Retriever; die haben, außer daß sich die Große schon 5x die Pfoten an Glasscherben aufgeschnitten und 1x Ohrmilben hatte, toi toi toi, noch keinen Doc gebraucht.
Futterkosten kannste mal so von zwischen 60 Cent pro Tag bei billigem Trockenfutter bis zu ein paar Euro für das Superfutter rechnen. Da gibt es aber gutes preiswertes Futter.

Wenn ihr einen Hund habt, dann wäre es für alle das Optimale, eine Hundeschule zu besuchen. Es heißt zwar Hundeschule, aber im Grunde lernen die Menschen dort viel mehr, als die Hunde :tu:
Preiswerter ist ein Hundesportverein. Die haben auch meist gute Trainer und ihr könnt das ganze Jahr über hingehen.
Mit meiner Großen (5Jahre) hab ich mit Hundeschule angefangen, als sie 4 Monate war. Dann hab ich mit ihr noch eine Rettungshundeausbildung gemacht. Mit ihr hab ich einen richtigen "Draht" . Sie läßt sich mit Zeichen und Blicken von mir "lenken". Da stecken unzählige Stunden Teamarbeit drin und blindes Vertrauen.
Mein Kleiner ist jetzt 7 Monate und ein richtiger Rüpel. Wild und neugierig.
Daß der auch mal ein richtig toller Hund wird - das wird noch Zeit dauern, viel Mühe machen und viel Geduld brauchen.

Wegen dem Geschlecht des Hundes, tja, da gibt es schon Unterschiede.
-----ich meine in der Führung bzw. Erziehung.
Ein Mädel ist definitiv leichter zu führen - außer wenn sie "heiß" ist.
Zickenalarm ist auch schon mal angesagt.
Bei einem Rüden gibt es meistens mit anderen Rüden Rangeleien oder Machtkämpfe. Das sieht aber oft schlimmer aus, als es dann wirklich ist.

Wegen der Rasse.....
also ich würde einen Shiba Inu nicht unbedingt als eine Hunderasse für Anfänger ansehen. Da liegst Du mit Deinen Bedenken schon nicht ganz falsch.

Da gibt es eine Hunderasse - ich glaub sogar, die ist noch nicht mal anerkannt, da hab ich aber schon etliches darüber gehört bzw. gelesen.
Dei sind extra als kinderfreundlicher Familienhund herausgezüchtet.
Schaut Euch doch mal den ELO an:
http://www.elo-hund.info/
Vielleicht paßt der ja zu Euch??:kraul: :kraul: :kraul:
Oder doch ein anderer?..
http://www.welpen.de/service/overmeier/artikel41.htm

VlG

Suesse
16.07.2006, 15:19
Hi Ihr! :cu:

Danke für eure Tipps! Ich werde mir das alles noch mal gut durch den Kopf gehen lassen! Und mich noch mal gut informieren!
Danke !!!

Liebe Grüße :cu:
Simone

Ekle
18.07.2006, 13:05
Es gibt einfach nicht DEN PERFEKTEN Anfängerhund. Was für ein Hund sollte das auch sein, der zu jedem Hundemenschen dazupaßt?

Wichtig ist doch, wie billymoppel schon schreibt, daß man 1. mit seinem Hund und seinen Eigenheiten zusammenpaßt und 2. daß man bereit ist, sich mit seinem Hund auseinander zu setzen, zu arbeiten und zu leben.

Also erst einmal hinterfragen, was man persönlich von einem Hund erwartet. Dann hinterfragen, wieviel Zeit und Arbeit man bereit ist in den Hund hineinzustecken. Dazu zählt auch das Lesen von Hundebüchern, Gespräche mit erfahrenen Hundehaltern, etc. und die Bereitschaft "Hundedinge" zu lernen.

Es gibt Menschen, denen würde man keinen Shiba Inu empfehlen auch wenn sie den 6. Hund suchen. Andererseits kann auch ein Anfänger mit einem solchen Hund klarkommen, wenn er dazu paßt. Denn der Shiba ist ja kein schwieriger Hund. Er ist halt ein Hund mit einem eigenen Kopf! Das hat durchaus seinen Reiz, sofern man nicht im Hundesport mit einer perfekten Unterordnung glänzen will. Aber die Grundbegriffe des alltäglichen Gehorsams kann auch ein Ersthundebesitzer mit einem Shiba erarbeiten. Und hier liegt dann auch der Vorteil eines Shiba - er verlangt auch von seinem Besitzers nicht die tägliche Arbeit, wie es mancher Hund tut, der vormals in seinem ursprünglichen Verwendungszweck ein Arbeitshund war.

Mein erster Hund, den ich als absoluter Hundeneuling bekam, war ein Eurasier. Diese Hunderasse, gemeinhin als absoluter Familienhund bezeichnet, zeichnet sich durch eine ausgeprägte Eigenständigkeit aus. Wir sind wunderbar zu recht gekommen! Der Hund fügte sich problemlos in die Familie und den Tagesablauf ein. Die alltägliche Erziehung war ein Klacks, Hundesport allerdings nicht drin - in keiner Variante. Das sah der Hund garnicht ein :sn: . Gemeinhin galt der Hund als gut erzogen, auch wenn er grundsätzlich nicht auf das erste Kommando reagierte.

Mittlerweile sind wir auf den Mittelspitz gekommen, u.a. wegen der Größe. Unserem Spitz fehlt die Eigenständigkeit des Eurasiers. Nach meiner Empfindung ist er daher wesentlich anspruchsvoller, verlangt er doch vollen Einsatz von uns, denn wir sind der Mittelpunkt seiner Welt.

Viele Grüße

Ekle

Shiba
07.01.2007, 10:58
Hallo Simone,

bin zufällig auf dein "Problem" gestoßen und da wir vor der gleichen Frage standen, uns im März 06 für eine Shiba Inu Hündin entschieden haben, dachte ich, ich schreib dir einfach mal unsere Erfahrungen!:)

Ich bin zwar mit einem frechen und ausgeknufften Zwergpudel groß geworden aber das ist nun schon etliche Jahre her;) !

Weil wir (ich und mein Sohn, 12Jahre) uns so sehr nach einem Hund gesehnt haben, sind wir auch auf Suche gegangen.

Es ist also jetzt auch unser "1." Hund. Wir würden uns keine andere Rasse mehr anschaffen wollen und sind über unseren Shiba total glücklich.

Es ist ein super Familienhund. Zu allen überfreundlich (sie steht auf Männer :love: !), da flirtet sie, was das Zeug hält. Sie liebt kleine Kinder, je kleiner desto freudiger ist sie. Sie spielt unheimlich gern, tollt rum, liebt den Wald und die Hundewiese. Sie ist absolut kein Kläffer :)

Da hat unser Vermieter Wert drauf gelegt und ehrlich gesagt, ich mag Kläffer auch nicht so gern! (Vorher die Erlaubnis vom Vermieter einholen, wichtig!)

Der Shiba ist irgendwie wie ein kleines Kind! Wenn mann ihn lässt lebt er seinen Dickkopf aus. Er ist halt raffiniert!
Wir sind mit unserer Kleinen gleich in die Welpenschule gegangen und das bringt ne Menge.
Wie gut ein Hund hört, liegt daran, wieviel mann sich mit ihm beschäftigt.
Übung macht da den Meister. Wie gut mann ihn motivieren kann, davon hängt am Ende dann auch der Erfolg ab. Aber das ist bei jedem Hund so. Mann muss die Kniffs und Tricks kennen, wie mann einen Hund das Leinenziehen abgewöhnt, ihm richtig die Kommandos gibt und in welchem Moment die Belohnung kommen muss, damit er weiß, was er jetzt richtig gemacht hat und was sein Mensch von ihm will.

Unsere Maus ist jetzt knapp 1 Jahr und sie hört immer besser. Erstaunlich, was mann mit der Stimme alles erreichen kann. Wenn ich sie einfach im harten bzw. "normalen" Ton rufe, dann hat sie natürlich keine Lust zu kommen.Ist halt uninteressant! Nur wenn mann das Kommen interessant gestaltet, mit Stimme und einer Belohnung, dann kommt sie sofort. Also Dickkopf? Mmmh.....kann ich nicht sagen! Sie ist halt schlau!
Uns so ist es mit allem, was mann ihr beibringen will oder was sie machen soll!

Wir können sie mit zum Picknicken nehmen, zum Schwimmen an den See, zum Radeln, zum Joggen....sie macht alles mit. Einfach toll!

Sie bleibt auch erstaunlicher Weise ne ganze Weile allein (4-6 Std.), ohne zu Kläffen und zu Jaulen (s.o.). Ich stelle ihr dann immer eine Beschäftigung hin (Eine Kiste mit Papier und Pappe, wo dann ab und zu ein kleines Leckerchen versteckt ist). Es gibt da einiges, was mann seinem Hund bieten kann!
Mit diesem Training muss mann aber sofort beginnen! Nach der Eingewöhnungsphase mit 5 Minuten anfangen, dann 10 min, und langsam steigern! Kein großes Trara dum´machen. War sie artig gibts ne Belohnung!
Nie strafen (es gibt dann nur kein Leckerli)! Der Shiba bekommt schnell Angst, wenn mann im harten Ton mit ihm spricht!

Mein Rat: viel Lesen, Bücher besorgen, zur Welpenschule auf jeden Fall (5 EUR pro Std., Angebote sind aber unterschiedlich, das Beste für die Familie raussuchen), zur Hundewiese (sozialen Kontakt für den Hund, wichtig), da kann mann sich gut an Erfahrungen austauschen und einen guten TA-Empfehlung bekommen. Immer daran denken: der Mensch bestimmt durch seine Art der Erziehung ob der Hund folgsam ist oder nicht.

Unsere Welpenschule war Gold wert für uns. Da konnte ich alle meine Fragen loswerden, Tipps holen, es wurde geübt etc. und lustig war es auch!
Wir sind Straßenbahn gefahren, waren alle im Zoo etc. und es gab immer Tipps und Übungen bis mann sich gut sicher mit seinem Hund war!

Bei der Anschaffung nicht sparen! Ein Shiba wird ab 1000 EUR aufwärts gehandelt. Er ist dann geimpft, gechipt und hat Papiere. Toilettentraining ist erfolgt (muss mann natürlich weitermachen). anfangs alle 2 Std., na ja, steht alles in Büchern... Wir durften unseren in 3 Raten abbezahlen! War aber ne Ausnahme :)

Daran denken, dass eine Hündin evtl. kastriert werden muss (ca. 250 EUR).
Ob vor der ersten Hitze oder nach der ersten Hitze?! Da gibt es unterschiedliche Meinungen und Begründungen. In Absprache mit unserem TA haben wir uns entschieden, vor der ersten Hitze (ca. 6 Monate),zu kastrieren. Wir sind damit gut gefahren! Würde ich so wieder machen!

Bei Angeboten für Shibas bei 350 EUR würde ich etwas vorsichtig sein!
Wir brauchten außer zur Kastration noch nie zum TA (Impfungen natürlich und. Entwurmung). Ich denke, dass ist der Verdienst unseres Züchters!
Das ist mir dann der Anschaffungspreis wert! Muss aber jeder selber entscheiden! Mann kann durchaus auch Glück haben, ich bin auf Nummer Sicher gefahren.

Vorteil Hündin: sie ist aus meiner Sicht pflegeleichter als ein Rüde! Bei den Shibas sowieso und wenns der erste Hund ist würde ich zur Hündin tendieren.
Schnelles Gassigehen, schneller gehorsamer, büchst nicht aus bei Läufigkeit anderer Hündinnen...

Ansonsten stimme ich mit dem Kommentar von Erkel voll überein!

Vielleicht hat sich ja in der Zwischenzeit bei Euch so einiges getan und das Problem ist schon gelöst! Dann ist mein Erfahrungsbericht vielleicht auch anderen hilfreich, die sich gerade die gleiche Frage stellen!:cu:

Lieber Gruß
Shiba

Deargi
07.01.2007, 11:45
Ich würde sagen, der Hund sollte im Charakter seinem Herrchen oder Frauchen entsprechen. Einen Dickköpfigen Hund, kann man nur mit selber eigener Dickköpfigkeit erziehen. Denn dadurch ist eine gewisse Konsequenz schon mal da und auch der gewisse einseren Wille. Was Charakterisika bestimmter Rassen betrifft, so muss man zwar mit dem jeweiligen Wesen des Hundes rechnen, dennoch gibt es genügend ausnahmen, auf welche man sich aber nicht verlassen kann. Ich denke auch Anfängern ist es mit Hilfe einer wirklich kompetenten HuSchu möglich, einen sturen und dickköpfigen Hund zu erziehen. Von Anfang an! Ein Mensch der jahrelang führige Schäferhunde hatte, ist auch Anfänger was beispielsweise einen Terriersturkopf betrifft.

Fazit: Mit kompetenter Hilfe ist es sicher Möglich einen solchen Hund als Anfänger zu Halten. Jeder hat schließlich mal angefangen und man wächst mit seinen Aufgaben.

LG
Deargi

Biene13
07.01.2007, 15:54
Hallo Simone
Ich hab auch in schlauen Rassebeschreibungen gelesen, daß der Shiba Inu kein Hund für Anfänger sei.
Aber was heißt das schon? Ich denke, wenn man von Anfang mit liebevoller Konsequenz seinen Hund erzieht, ihn Dinge lehrt, die für das tägliche Zusammenleben in unserer sogenannten Zivilisation wichtig sind, dann dürfte es wohl keine Schwierigkeiten geben.
Jeder Hund hat seine Anlagen, das stimmt wirklich, man sollte sie fördern, ihn artgerecht beschäftigen und alles in die richtigen Bahnen lenken. Auch der noch so selbständige Hund läßt sich gerne führen und anleiten, wenn er seine Menschen als "Rudelführer" anerkennt.

Wir sind auch Ersthundbesitzer und nennen einen Kurzhaardackel unser eigen.
Als wir das erste Mal mit ihm unterwegs waren, kam gleich ein Kommentar von einem sogenannten hundeerfahrenen Nachbarn "Kurzhaardackel - oh welch schwieriger Hund, keiner für nen Anfänger" und ein "Kläffer" sollte er auch sein.

Mir standen schon die Angsthaare zu Berge und ich dachte "na, ob das gut geht mit uns?" Aber ich hatte ihn, weil er mir sofort gefallen hat und ich Dackel schon immer geliebt habe.
Und heute? Er kläfft nicht, er hört wenn ich ihn rufe, er büxt nicht aus, um irgendwelche Vögel, Katzen etc. zu jagen. Wir können mit ihm in die Gaststätte gehen, er geht mit uns "shoppen" (Wenns denn sein muß) er ist auch brav allein zu Hause.

Das einzige, was fast meinen Rahmen gesprengt hätte, waren die TA-Kosten in den 2 Jahren, die wir ihn jetzt haben. 3 Operationen, viel Durchfälle und diverse andere Erkrankungen.
Aber da steckt man halt auch nicht drin. Wir haben ihn allerdings nicht vom Züchter, sondern aus dem Tierheim, wo ihn Müllmänner abgegeben hatten, gefunden in einem Pappkarton im Alter von ca. 8 Wochen. Es kannte niemand seine Abstammung, seine Vorgeschichte etc. Und trotzdem ist er ein Klasse-Dackel geworden, den ich wirklich abgöttisch liebe und ich denke - er mich auch.

LG und laß Dich nicht verunsichern - wenn es dann dieser Hund sein soll, dann tu es

Biene13