PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Inkontinenz



Münsterländer
03.07.2006, 16:28
Hallo!
Unser Münsterländer-Rüde (fast 13 Jahre, kastriert) ist seit einigen Wochen
extrem inkontinent. Er hat sehr schlechte Nierenwerte - wir füttern jetzt ein
Nierendiätfutter. Gegen die Inkontinenz hat uns der Tierarzt Canephedrin
gegeben- ich gebe zusätzlich noch das homöopathische Mittel Cantharis.
Nichts hilft! Man kann nicht sagen, dass er ab und zu nur etwas tröpfelt -
er verliert Urin, wo er geht, steht, liegt oder sitzt - zum Teil richtige Pfützen!
Wir hängen sehr an unserem Hund, doch dieser Zustand wird langsam uner-
träglich. Hat jemand einen Rat? Vielen Dank!!

Dogbert
03.07.2006, 21:08
Hallo Münsterländer,

ich kann Euer Problem sehr gut verstehen. Wir hatten vor ein paar Monaten eine betagte Hundedame (13 Jahre alt) probeweise bei uns aufgenommen da die bisherige Besitzerin ins Krankenhaus kam und den Hund nicht länger halten konnte. Terrine war auch extrem inkontinent und wir mußten die alte Dame schweren Herzens wieder abgeben :0( . Es ging einfach nicht anders weil sie uns den kompletten Teppichboden vollgepinkelt hat und wir aus dem Putzen gar nicht mehr rauskamen. Bei Terrine kam noch hinzu daß sie alterssenil war und nicht mehr so richtig koordinieren konnte wo sie denn ist und die Trauer um das Frauchen machte das Ganze sehr schlimm für den kleinen Hund. Wir waren in dieser Zeit sehr oft beim Tierarzt und haben auch Caniphedrin und ein homöopathisches Mittel bekommen, die allerdings beide nicht halfen. Der Tierarzt hatte zuvor durch eine Ultraschalluntersuchung und Röntgenaufnahmen abgeklärt daß keine organische Erkrankung, z.B. ein Tumor in der Blase, vorliegt. Damals haben wir auch viel im Internet nach Lösungen gesucht. Es gibt z.B. die Möglichkeit Bachblüten einzusetzen oder auch die einer OP, bei der Kollagen in die Wände der Harnröhre direkt beim Blasenausgang gespritzt wird. Dies soll ein Abdichten des Blasenverschlußmuskels unterstützen. Wer allerdings solche OP's durchführt und ob ein Erfolg garantiert ist und was das kostet, weiß ich leider nicht. Außerdem muß man die Behandlung wohl alle paar Jahre wiederholen lassen. Ich drücke jedenfalls die Daumen daß Ihr das Problem in den Griff bekommt und die Behandlung doch noch anschlägt.

Viele Grüße,
Katja

Münsterländer
03.07.2006, 22:17
Hallo Katja,
vielen Dank für die schnelle Antwort! Mit der OP müßte ich mal beim Tierarzt
nachfragen, wobei das für unseren Arko auch nicht mehr so ohne ist mit seinen 13 Jahren. Aber trotzdem vielen Dank. Hat mich gefreut, überhaupt mal von jemandem zu hören, der das Problem kennt!!

Gruß Münsterländer

Unregistriert
03.07.2006, 23:36
Na abgeben ist ja ne tolle Lösung, Gratulation !!!
Wenn deine Eltern senil werden oder ins Bett machen, gibst du sie dann auch ab ????
Es ist dcoh schlimm genug das die arme terrinie um ihr Frauchen trauert, das muss sie nich noch hin und her geschoben werden, schämt euch!!!
Ich hoffe mit euch passiert im Alter das gleiche

Knurrender Hund

Unregistriert
04.07.2006, 00:09
Hallo knurrender Hund,

Du kannst wohl nicht richtig lesen?! Wir hatten den Hund zur Probe zu uns genommen und daß das Problem mit der Inkontinenz so schlimm ist, konnten wir vorher nicht wissen. Wir wollten der alten Hundedame noch ein schönes zu Hause bieten, ja. Aber ich will Dich sehen, wenn ein Hund mit solch einem Problem zu Dir kommt, Deine Bude vollpinkelt und das nicht nur einmal, nein, mindestens jede Stunde einmal. Wenn Du nie wieder mehr als vier Stunden schlafen können würdest, am Tag nur noch mit putzen und reinigen vom Teppich beschäftigt wärst?! Aber sicher, Du als Tierfreund würdest da ganz ruhig bleiben und alles ertragen. Und jetzt sag' nicht, wir hätten es mit Pampers probieren sollen - denn das haben wir. Aber Terrine hat sich die Windeln nicht nur abgerissen, sie hat nach einer Zeit auch das Fell am Popo verloren und hätte sich total wundgescheuert. Das war auch kein Zustand. Und weißt Du eigentlich, wie es in einer Wohnung mit der Zeit riecht, in die ein Hund permanent Pipi macht?! Scheinbar nicht! Mal abgesehen von den Flecken. Und in einem Raum einsperren ist auch Quälerei. Ist es nicht auch Tierliebe wenn man sich wie wir entscheidet, den Hund wieder ins Heim zu geben? Dort kann sie Pipi machen so viel sie will ohne daß sie mit Medikamenten, die eh nicht helfen vollgestopft wird. Sie kann endlich wieder einen ruhigen Tag ohne Windeln verbringen und kein Mensch ist genervt wenn etwas daneben geht. Denn dort ist der Boden gefliest und kann mit Wasser gereinigt werden und ist nicht mit Teppich ausgelegt wie unsere Wohnung. Es geht ihr dort auch gut - sie frißt ordentlich und verbringt den Tag im Auslauf mit anderen Vierbeinern. Und unser Tierarzt hat uns auch versichert daß das Problem eher schlimmer statt besser wird. Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht, wirklich nicht. Und wenn der Hund schon bei uns gewesen wäre bevor das mit der Inkontinenz angefangen hat, dann wären wir auch beim Auftreten der ersten Symptome sofort zum Tierarzt gegangen. Denn dann wären auch die Chancen auf Besserung viel größer gewesen. Aber ob die vorhergehende Besitzerin jemals beim Tierarzt war weiß keiner. Vielleicht denkst Du da mal drüber nach...

Grüße,
Katja

Dogbert
04.07.2006, 00:32
Hallo,

eben ist etwas mit meiner Registrierung schief gelaufen. Deshalb steht mein letzter Beitrag als unregistriert im Talk, sorry. :man:

Viele Grüße,
Katja - Dogbert

Pessoa
04.07.2006, 15:27
Hallo Münsterländer,

bis die Medikamente Canephedrin und auch Cantharis anschlagen dauert einige Zeit, umso länger je älter der Hund ist. ( beim Canphedrin)
Du könntest vielleicht noch versuchen Kürbiskerne zu füttern, hilft allerdings nicht sofort.
Ansonsten spürt der Hund jede Art von Stress, die durch seine Inkontinenz bei euch ausgelöst werden und das kann sein Problem unter Umständen verstärken.
Er braucht viel Zuspruch und Liebe. Das ist nicht leicht, ich weiß.

Vielleicht könnt ihr das Reinigungs- Problem etwas entschärfen indem ihr verschiedene Liegeplätze mit Inkontinenzeinlagen ausstattet und Teppiche, soweit möglich, aus der Wohnung räumt.
Kann der Hund oft ins Freie oder muß er bestimmte Zeiten einhalten?

Alles Gute wünscht,
Rita

schiwa
08.07.2006, 13:49
Hallo knurrender Hund,

Du kannst wohl nicht richtig lesen?! Wir hatten den Hund zur Probe zu uns genommen und daß das Problem mit der Inkontinenz so schlimm ist, konnten wir vorher nicht wissen. Wir wollten der alten Hundedame noch ein schönes zu Hause bieten, ja. Aber ich will Dich sehen, wenn ein Hund mit solch einem Problem zu Dir kommt, Deine Bude vollpinkelt und das nicht nur einmal, nein, mindestens jede Stunde einmal. Wenn Du nie wieder mehr als vier Stunden schlafen können würdest, am Tag nur noch mit putzen und reinigen vom Teppich beschäftigt wärst?! Aber sicher, Du als Tierfreund würdest da ganz ruhig bleiben und alles ertragen. Und jetzt sag' nicht, wir hätten es mit Pampers probieren sollen - denn das haben wir. Aber Terrine hat sich die Windeln nicht nur abgerissen, sie hat nach einer Zeit auch das Fell am Popo verloren und hätte sich total wundgescheuert. Das war auch kein Zustand. Und weißt Du eigentlich, wie es in einer Wohnung mit der Zeit riecht, in die ein Hund permanent Pipi macht?! Scheinbar nicht! Mal abgesehen von den Flecken. Und in einem Raum einsperren ist auch Quälerei. Ist es nicht auch Tierliebe wenn man sich wie wir entscheidet, den Hund wieder ins Heim zu geben? Dort kann sie Pipi machen so viel sie will ohne daß sie mit Medikamenten, die eh nicht helfen vollgestopft wird. Sie kann endlich wieder einen ruhigen Tag ohne Windeln verbringen und kein Mensch ist genervt wenn etwas daneben geht. Denn dort ist der Boden gefliest und kann mit Wasser gereinigt werden und ist nicht mit Teppich ausgelegt wie unsere Wohnung. Es geht ihr dort auch gut - sie frißt ordentlich und verbringt den Tag im Auslauf mit anderen Vierbeinern. Und unser Tierarzt hat uns auch versichert daß das Problem eher schlimmer statt besser wird. Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht, wirklich nicht. Und wenn der Hund schon bei uns gewesen wäre bevor das mit der Inkontinenz angefangen hat, dann wären wir auch beim Auftreten der ersten Symptome sofort zum Tierarzt gegangen. Denn dann wären auch die Chancen auf Besserung viel größer gewesen. Aber ob die vorhergehende Besitzerin jemals beim Tierarzt war weiß keiner. Vielleicht denkst Du da mal drüber nach...

Grüße,
Katja

Katja,

Wie wäre es mit einem Einmalwindelhöschen, oder eine dicke Vorlage in einen Slip? Das geht alles!

Dogbert
08.07.2006, 16:47
Hallo Schiwa,

das haben wir auch probiert, wie schon beschrieben. Aber sie hat das Fell am Popo verloren und war ganz wund. Außerdem hat sie sowohl Höschen als auch Einmalwindeln in windeseile wieder ausgezogen bzw. abgestreift. Nachher haben wir dann die Windeln an den Verschlüssen sogar zusammengetackert damit sie länger halten. Leider auch nur mit wenig Erfolg. Und sogar mit einem Body für Babys haben wir es probiert. Aber die arme Maus ist mit dem Ding wie gestört durch die Wohnung gerannt, total panisch hat sie versucht den Body wieder los zu werden. Wir haben es mehrmals versucht aber sie ist immer wieder in Panik geraten. Und das ganze Tamtam, was wir da mit der alten Hundedame veranstaltet haben hat meiner Meinung nach auch nicht mehr viel mit Tierliebe zu tun, wie schon gesagt. Jetzt geht es ihr merklich besser - alles andere wäre in meinen Augen nur Quälerei für Terrine gewesen.

Katja