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Rudy
08.10.2002, 20:21
Wir sind leider auch betroffen von dieses doch so ernstes Thema, und ich suche Rat und Hilfestellung...

Durch eher Zufall haben wir unser fast 3 Jähriger Mischling Röntgen lassen. Wir waren wg. was ganz anderes und viel harmloseres beim TA.

Da es mir aufgefallen ist, dass ihre Hüfte/ Rücken manchmal komisch "geknackt" hat beim strecken, haben wir den TA auch darauf angesprochen. Hörte sich genau so an wie bei uns Menschen wenn mal der Knie oder Ellenbogen ein "knacksen" von sich gibt.

Der TA hat sie untersucht, und aufgrund ihre Reaktionen hat er uns empfohlen, sie zu Röntgen. Allerdings hat sie eigentlich nie Schmerzen gezeigt, oder gelahmt o.ä. Andere "Hundemenschen" die meine kleine sehr gut kennen, haben erst gelacht, und gesagt, so einen gut trainierten und gesunden Hund, da ist nie im Leben was!

Um alles genaustens verfolgen zu können, hat er uns erst ein leichtes Schmerzmittel mitgegeben, die wir ihr 5 Tage verabreicht haben, um danach, nachdem wir es wieder abgesetzt hatten, zu sehen, ob sie sich anders bewegt. Gar kein Unterschied! Also wird sie wohl keine große Schmerzen haben.

Gestern war es dann so weit, Röntgen. Der TA kam sehr betroffen mit den Bilder zurück, und haben uns die gezeigt. Ganz schwerer Form von HD! Er hat die Bilder jetzt zu einem Spezialisten in Nürnberg geschickt, um seine Meinung einzuholen.

So wie die Bilder aussehen, verglichen mit andere Hundeschicksale, die ich im Netz gefunden habe, dürfte sie gar nicht mal laufen können... Aber, ich bin nun mal eine Laie. Denke und hoffe, dass es genau wie bei uns Menschen, unterschiedlich ablaufen kann. Ich möchte gerne wissen, ob sich hier jemand damit auskennt, diesselbe Ängste gerade durchmacht, oder vielleicht durchgemacht hat, oder gute Ratschläge hat, oder, oder, oder. Bin echt ganz verzweifelt!

Meine kleine ist nun mal ein sehr, sehr aktiven Hund, und es fällt mir sehr schwer, sie auf Sparflamme zu halten. Ok, Treppensteigen und Fahrradfahren ab sofort verboten, sowieso nie gemacht. Aber toben, spielen, voller Kraft voraus, lange Spaziergänge, soll das alles jetzt der Vergangenheit anhören? Da wird sie, glaube ich, erst recht krank!

Viele Grüße
von eine sehr verzweifelte Rudy und Ihre Asta

Doggenmutti
08.10.2002, 22:47
Hallo Rudy!

Ich kann verstehen wie Du Dich fühlst, ich kenne auch einige Hunde die sich mit dieser Krankheit herumplagen müssen.

Ich habe selber drei Deutsche Doggen, zwei Hündinnen, davon eine mit HD 2 (keinerlei Beschwerden, steigt Treppen und macht alles mit) eine HD 0 und einen Rüden mit HD 1.

HD 0 = HD-Frei
HD 1 = verdacht auf HD
HD 2 = leichte HD
HD 3 = mittlere HD
HD 4 = schwere HD

Der Rüde mit HD 1 steigt nicht gerne Treppen und wird ziemlich steif wenn er lange liegt. Meine Tierärztin hat aber gesagt er hat dadurch keine unerträglichen Schmerzen, sondern ist dadurch lediglich etwas eingeschränkt. Er tobt auch von sich aus weniger wenn es ihm die Steifheit unangenehm ist. Aber sonst ist er putzmunter und flitzt über die Wiesen wie die anderen beiden auch.

Es ist auch von Hund zu Hund unterschiedlich, der eine mit leichter HD hat Schmerzen, während welchen mit mittlerer nichts anzumerken ist. Einen Teil können Hunde auch durch vermehrte Stütz- und Tragfunktion wieder gut machen und so ihre Beschwerden "kaschieren".

Setzt Dich persönlich mit einem Spezialisten in Verbindung. Er soll sich die Röntgenaufnahmen anschauen und Deinen Hund!
Er kann Dir am besten sagen ob du sie beim Toben kurz halten mußt oder ob sie darf. Bei meinen hatte die Tierärztin keinerlei Bedenken.

Wenn du sie jetzt "in Watte packst", nicht mehr spielen, toben und rennen läßt, nimmst Du ihr in gewisser Weise einen Teil ihrer Lebensfreude. Wenn sie keine Schmerzen hat und sich gern bewegt würde ich sie in Absprache mit Eurem TA lassen!

Ich wünsche Dir alles Gute und Asta ein langes, erfülltes Hundeleben!

Viele Grüße von der Doggenmutti und ihren drei Sabbermäulern

Rudy
10.10.2002, 00:34
Hallo Doggenmutti,

vielen, vielen Dank für die Aufmunterung, die hatte ich echt nötig :-)

Inzwischen habe ich mich ein bisschen weiter informieren können, und es gibt doch einiges was man machen kann!

Wir geben Canosan zu Futter hinzu, und ich habe mich jetzt einen Buch zum Thema Muschel/ Seealgen bestellt. Scheint ja echt ein Wundermittel zu sein!!

Das Thema Goldakupunktur hört sich sehr interessant an, werde mich hier weiter erkündigen!

Muskel/ Nerv Trennung hört sich für mich doch relativ krass an, Scmerzbeseitigung durch Verstümmelung?? Hat hier jemanden Erfahrungen zu?

Ich denke, da sie echt supergut trainiert ist, stützen die Muskeln die Hüften ganz gut. Die Röntgenbilder sprechen eine deutliche Sprache, aber trotz dem zeigt sie kaum Probleme, daher war ja der Schock auch so groß!

Ich habe auch durch verschiedenen Foren auf die unterschiedlichsten Seiten rumgestöbert, und habe oft gelesen, dass Leute "Wackelgang" als ein zeichen von HD nehmen. Das war mir total unbekannt, und ich muss ja zugeben, dass sie ganz schön mit dem Hintern wackelt wenn sie im Schritt-Tempo z.B. an der Leine geht. War auch immer ein Anlaß zu dumme Witze, bei uns in der Nachbarschaft überwiegen die Rüden ganz extrem. Wahrscheinlich ist sie deswegen auch nie gerne bei Fuß gelaufen, sondern zieht wie eine Ochse :-)

Habe auch eine sehr Informative Seite gefunden, kann ich nur wärmstens empfehlen! Leider bin ich hier auf die Seite ziemlich neu, und kriege es wahrscheinlich nicht hin, zu verlinken *schäm*, also die alte Methode mit copy&paste verwenden :-)

[http//www.hundereha.de]

Viele Grüße von einer nicht mehr sooo verzweifelte, sondern eher Hoffnung schöpfende
Rudy und ihre Asta